parteiamtliche ^geszeitung der Nationa
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Nr. 71 / 6. Jahrgang
Mittwoch, 11. März
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Vr. Voebbels verkündet das devot der Stunde
Das gan;e deutsche Volk erlebte die kröffnung des wablkampses durch den keichspropagandaminister
Berlin, 11. März.
Dreimal 24 Stunden nach dem geschichtlichen Tage, der Deutschland zum gleichberechtigten Partner unter den Nationen Europas und zugleich zum Vorkämpfer für einen wahrhaften Völkerfrieden gemacht hat, trat die Regierung wieder vor das freie deutsche Volk, Rechenschaft über ihr Handeln abzulegen und die Zustimmung der Nation zu fordern.
Das Ziel, das der Führer verkündete, ist das Ziel des deutschen Volkes. Mit dem Führer wen-
linsen lagesspivgsl
Reichsminister Dr. Goebbels richtete in der Deutschland-Halle den ersten Wahl-Appell an das deutsche Volk.
Gauleiter Rover rief in Oldenburg den Gau Weser-Ems zum geschlossenen Einsatz aller Gliederungen für die Reichstagswahl auf.
Reichsarbeitssührer Hierl weilte anläßlich einer Besichtigungsfahrt der Arbeitslager des Gaues in Oldenburg.
In England mehren sich die Stimmen für objektive Prüfung der deutschen Vorschläge.
Die Sitzung der Locarno-Mächte in Paris hat keine Entschließung gezeitigt.
Nach dem Börsenprojekt der „Nordsee" werden die Aussichten der Gesellschaft günstig beurteilt.
Bremische Kaufleute haben die Aktienmehrheit der Deschimag erworben.
In einer Großkundgebung im Casino eröffnete Kreisleiter Pg. Blanke den Wahlkamps in Bremen.
In den Centralhallen gelangte gestern die erste Zwischenrunde der Boxgaumeisterschaften zum Austrag.
Im Hansa-Bad wurden durch den VSV. zwei deutsche Stafselrekorde aufgestellt.
det es sich ab von dem Diktat der Gewalt, von der Vergiftung der Beziehungen zwischen den Völkern, von der Einteilung in Bevorrechtigte und Minderberechtigte. Mit dem Führer will es zu einem wahrhaften Frieden auf der Grundlage der Ehre, der Freiheit und des gleichen Rechtes kommen.
Der Geist Deutschlands ist friedlich, und die Erkenntnis dessen setzt sich durch mit der Sieghaf- tigkeit der Wahrheit allen Widerständen und dem ewigen „Unannehmbar", mit dem bisher die deutsche Friedenshand zurückgewiesen wurde, zum Trotz. „Wir werden niemals aufhören, diesen Frieden anzustreben", hat der Führer verkündet. Das ganze deutsche Volk wird sich am 29. März hinter ihn stellen, um mit ihm den schweren Kampf gegen den Geist des Mißtrauens, der Unfreiheit und des Unfriedens zu führen.
Als machtvollen Auftakt eröffnete Reichspropagandaleiter, Reichsminister Dr. Goebbels gestern abend den dritten Wahl kämpf seit der Machtergreifung mit einer mehrstündigen Rede im größten Hallenbau Europas, der Deutschland-Halle.
Wie immer in entscheidenden Stunden war die Bevölkerung der Reichshauptstadt dem Rufe der Bewegung mit einer Begeisterung gefolgt, die symbolhaft für das Berliner Volk geworden ist. Stunden vor Beginn waren die Anmarschstratzen mit den marschierenden Kolonnen, die Verkehrsmittel aber mit den Besuchern überfüllt, die zur Deutschland-Halle strömten.
Der Riesenbau schien schon eine Stunde vor Beginn bis unter das Dach besetzt. Aber immer noch strömten neue Massen hinzu, und fanden Unterschlupf.
Um den Rang zogen sich Spruchbänder, die verkündeten, daß die Garnisonen Deutschlands Garnisonen des Friedens sind, daß Deutschlands Dank für die ihm durch den Führer geschenkte Freiheit das „2a" für den Führer, und die Ehre des deutschen Mannes „Treue dem Führer" ist.
Den Angehörigen der gefallenen Freiheitskämpfer der Bewegung und der Eauschule des Arbeitsdienstes waren die ersten Sitzreihen im Saal vorbehalten. Auf dem Podium hatten die Formationssührer der Gliederungen der Bewegung und die Vertreter der Wehrmacht Platz genommen. Besonders großes Interesse zeigte neben der deutschen auch die ausländische Presse; vornehmlich Frankreich, England und Amerika waren stark vertreten.
Punkt 8 Uhr betrat, von tosenden Heil-Rufen empfangen, der Berliner Gauleiter Dr. Goebbels/begleitet u. a. von Korpsführer Hühn- lein, den Saal.
Nach dem Einmarsch der Standarten und Fahnen der Formationen eröffnete der stellvertretende Gauleiter E ö rlitzer die Kundgebung. Dabei begrüßte er auch die Teilnehmer an den 230 Parallelveranstaltungen und das gesamte deutsche Volk, das am Rundfunk dieser größtenpoli- tischen Kundgebung in geschlossenem Raume, die Deutschland jemals ge
sehen h a t, beiwohnte. Dann gab er dem Reichspropagandaleiter Reichsmini st erDr. Goebbels das Wort, der eyneut von minutenlangem Jubelsturin empfangen wurde.
Neichsminister Vr. Soebbels
hob einleitend hervor, daß die großen Erfolge des dreijährigen nationalsozialistischen Aufbaues nur errungen werden konnten, weil Deutschland den Parlamentarismus westlicher Prägung abgeschafft hat.
Es unterliege keinem Zweifel, so rief Dr. Goebbels unter lebhaftester Zustimmung aus, daß sich die sogenannten westlichen Demokratien in bezug auf Volksverbundenheil an der Rc- gierungsform in Deutschland ein Beispiel
Dr. Goebbels zeigte dann in eindrucksvollen, mit beweiskräftigen Zahlen belegten Worten, wie der Führer im Januar 1933 Deutschland vorfand und wie sich diese Lage bis heute grundlegend geändert und gebessert hat.
Wie grundlegend sie sich gebessert habe, könne man daraus ersehen, daß das deutsche Volk heute kaum noch wisse, wie Deutschland einmal ausgesehen habe.
„Als der Führer an die Macht gerufen wurde, stand das Reich im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Ruin. Wir hatten sieben Millionen gezählte Arbeitslose. Handel und Wandel waren bis auf ein.Minimum zusammengeschrumpft. Die fürchterlichsten sozialen Notstände herrschten in den breiten Massen, und die Regierung stand dem tatenlos und energielos gegenüber.
Man wußte gar nicht mehr, wer regierte
Die Regierungen wechselten jeden Monat. Die Finanzen des Reiches, der Länder und Gemeinden befanden sich in einem verzweifelten Zustand. Ein Drittel des Bauerntums stand vor der wirtschaftlichen Katastrophe. Der ganze deutsche Land- und Grundbesitz ging in die Hände des internationalen wurzellosen Leihkapitals über. Die Jugend der Nation stand verzweifelt vor den Arbeitslosenämtern und war eine billige Beute des Verbrechens und des internationalen Kommunismus. Die deutsche Kultur befand sich in einem fürchterlichen Zustand. In Berlin spielten nur noch drei Theater. Unsere deutsche Kultur, Presse, Film, Theater, wurde fast ausschließlich von internationalen Juden repräsentiert. Wenn eine Regierung nur den leisesten Versuch machte, gegen die internationalen Tributdiktate Stellung zu nehmen, mußte sie gewärtigen, von der Presse an das Ausland denunziert zu werden.
Oldenburg, 11. März.
Am Dienstagvormittag fand in Oldenburg, der Stadt des Gausitzes und des Ausgangspunktes des Kampfes der Bewegung im Raum Weser-Ems, die Führertagung der Partei und ihrer Gliederungen aus dem ganzen Gau statt.
Die Tagung stand unter dem Motto des Wortes, das von einem Transparent herunterleuch- tete: „Du bist nichts, Dein Volk ist alles!" Versammelt waren in den Sälen des Ziegelhofes die Politischen Leiter des Gaues, der Gauleiter mit dem ganzen Gaustab, die Eauinspekteure, die Kreisleitcr, Kreispropagandaleiter, die Ortsgruppenleiter, die Ortsgruppanpropagandaleiter, sämtliche Redner, die Vertreter des Eauringes 1 für Propaganda und Volksaufklärung, die Ein- heitssührer der SA., SS. und des NSKK. bis einschließlich der Sturmführer sowie die Hauptschriftleiter der gesamten Presse im Gau. Der Gauorganisationsleiter Walkenhorst eröffnete die Kundgebung und gab das Wort dem Gauleiter Tarl Röver zu seiner Ansprache.
Der Gauleiter sprach in seiner packenden und begeisternden Form zu seinen Mitkämpfern der Partei und der Gliederungen. Er appellierte an den Kampfgeist, mit dem es gerade in Weser- Ems in den Jahren vor der Machtergreifung gelungen ist, die Volksgenossen hinter den Führer zu stellen und mit dem es gelang, in Oldenburg die erste rein nationalsozialistische Länderzelle aufzubauen. Dann entrollte der Gauleiter ein eindringliches Bild von dem Zustand, in dem Adolf Hitler als Führer der nationalsozialistischen Bewegung Anfang 1933 auch die Führung des deutschen Volkes im letzten Augenblick vor dem völligen Niedergang und Niederdrucks übernahm. Er schilderte dann in großen Zügen die Aufbauarbeit des Führers,
nehmen könnten. „Es gibt heute in Europa keine Regierung" — erneute stürmische Beifallskundgebung unterstrichen diese Feststellung — „die so volksverbundcn wäre wie die unsere! 2n keinem anderen Lande dürfte die Regierung das Volk so oft auffordern, an die Wahlurne zu treten.
Vas Volk soll das Wort Koben
Wenn der Führer das deutsche Volk erneut zu einer Wahl aufruft, so tut er es in der Ueberzeugung, daß er ein wahrhaft gutes Gewissen vor seinem Volk haben kann. Und wenn die Emigranten in anderen Ländern immer noch den Eindruck zu erwecken suchen, als sei das nationalsozialistische Regime nicht im Lande verwurzelt, so werden wir ihnen erneut beweisen, daß das Gegenteil der Fall ist. Wir werden ihnen zeigen, daß die eine Partei, die wir heute statt der
Die Regierungen machten überhaupt keine Pläne mehr, weil sie wußten, daß die Pläne doch nicht durchgeführt werden konnten. Die Parteien sahen nicht auf das große Ganze, sondern lebten von der Not des Landes. Der internationale Bolschewismus schnellte bis auf weit über 100 Reichstagsmandate hinauf, so daß sich am Ende die große politische Auseinandersetzung in Deutschland nur noch zwischen Nationalsozialismus und Bolschewismus abspielte. Das Reich selbst stand vor dem innerpolitischen Zerfall, nicht nur bedroht von den Parteien und vom internationalen Bolschewismus, sondern bedroht auch von den Ländern. Wir wollen nicht vergessen, daß damals im zweitgrößten deutschen Lande ein Ministerpräsident offen erklärte: „Wenn das Reich sich irgendein Recht anmaßt, werden wir schießen." Das Ausland baute seine Pläne auf die innerpolitische Schwäche des Reiches auf. Wir saßen im Völkerbund nur geduldet.
Jedes Viktat mußte angenommen werden!
Wenn eine Regierung nur den geringsten Widerstand wagte, fielen ihr entweder die Länder oder die Parteien in den Rücken. Landesverrat war nicht nur in der Presse, sondern auch im Parlament und in den Kabinetten der einzelnen Länder zu Hause, die nicht das Gesamtschicksal des Reiches, sondern nur ihre Reservatsrechte im Auge hatten. Wir waren weder Herr über unsere Wehrhoheit noch über unsere Souveränität und unser Reichsgebiet. Die Grenzen selbst waren nach allen Richtungen hin offen. Wir hatten nur eine Armee von 100 000 Mann. Das Reich war wehrlos und es wurde damit auch ehrlos. Erdrückende Reparationslasten lagen auf der Nation. Sie wurden dadurch bezahlt, daß wir
der mit gewaltigem Schwung 1933 das ganze Volk mitriß.
Dabei wies der Gauleiter auf das Werk der Reichsautobahncn, den Straßenbau im ganzen Reich überhaupt hin und zeigte, wie der.Rcichs- arbeitsdienst ein unermeßliches Kulturwerk am deutschen Boden in Angriff genommen hat und insbesondere im Gau Weser-Ems in den Ems- landmooren zur Durchführung bringt. Carl Röver wies weiter auf die Rettung der Landwirtschaft durch die Maßnahmen des Reichsnährstandes, die Entfesselung der wirtschaftlichen Kräfte und die Wiedereingliederung von 4 Millionen Deutscher in den Arbeitsprozeß hin.
Und wenn, so führte der Gauleiter unter dem stürmischen Beifall der Politischen Leiter und des Führerkorps der Gliederungen des ganzen Gaues aus, der Führer als einzige Tat die Wiederherstellung der deutschen Wehrfreiheit vollzogen haben würde, so würde damit schon sein Name leuchtend in die Geschichte des deutschen Volkes eingegraben sein. . Der Gauleiter betonte, wie durch diese Wiederherstellung der Wehrfreiheit der friedlichen Aufbauarbeit des deutschen Volkes Schirm und Schutz gewährt wird, wie weiter durch die Politik Adolf Hitlers dem deutschen Volke die Achtung in der Welt zurückgewonnen wurde, und wie der Führer damit Deutschland im Herzen Europas zu einem Hort des Friedens inmitten einer unruhigen Welt machte.
Als der Gauleiter seine Ausführungen mit einem Appell an die letzte Einsatzbereitschaft der Bewegung im Gau Weser- Ems und an die Eingliederung auch des letzten Deutschen unter der Fahne Adolf Hitlers und mit dem Ruf: „Alles für Adolf Hitler! Alles für die deutsche Gleichberechtigung, für den friedlichen Aufbau und den Frieden der Welt!" schloß,
Dutzende vergangener Parteien besitzen, um so enger und verantwortungsvoller mit dem Volk verbunden ist. Denn jenen Parteien weint das deutsche Polk keine Träne nach. Es ist ja trotzdem an der Gestaltung seines Schicksals aufs engste beteiligt, indem es eine starke Führung mit der Gestaltung dieses Schicksals beauftragt, die Mut und Vertrauen genug besitzt, dem Volk immer wieder Gelegenheit zur Abgabe eines Urteils zu geben.
Im übrigen kommen wir ja nicht nur in Wahlzeiten zum Volk. Ununterbrochen haben wir in diesen drei Jahren mitten im Volk gestanden, haben auch unpopuläre Entschlüsse als notwendig klarzumachen versucht, haben Rechenschaft abgelegt und aus den Ernst der Lage verwiesen. So manches Opfer konnten wir fordern in dem Bewußtsein, die notwendige Gefolgschaft zu finden. So kann es nicht ausbleiben, daß tatsächlich der Wille des Volkes in der Führung seinen plastischen Ausdruck findet."
Kredit in anderen Ländern aufnahmen. Man täuschte für kurze Zeit ein Leben in Schönheit und Würde vor, und als die geborgten Gelder verbraucht waren, kam der graue Aschermittwoch der Erkenntnis."
vor Me Kampf um die Macht
„Wir haben" — so erklärte Dr. Goebbels unter starkem Beifall — „gegen diese Zustände 14 Jahre lang gekämpft. Wir waren deshalb Freiwild der öffentlichen Meinung in Deutschland. Jede nationale Regung wurde rücksichtslos niedergeknüppelt. Selbst eine Stellungnahme gegen den Versailler Vertrag wurde von den Gerichten des November-Deutschland als Hoch- und Landesverrat gebrandmarkt. (Pfui- Ruse.) Mit Ingrimm haben damals alle nationalen Deutschen diesen Weg des Verfalls verfolgt. Wir haben in breiter Front den Angriff vorgetragen und sind nicht müde geworden, das Volk aufzurufen. Nach einem 14jährigen Kampf gelang es uns, die Macht an uns zu reißen."
Dem Zustand des völligen inner- und außenpolitischen Zerfalls, den der Führer am 30. Januar in Deutschland vorfand, stellte Dr. Goebbels nun in einem eindrucksvollen und durch umfangreiches Zahlenmaterial belegten Vergleich die Leistungen des Nationalsozialismus gegenüber.
„Wir haben uns nicht mit der Arbeitslosenzahl von 7 Millionen abgefunden, sondern haben sie durch großzügige Ausbauprojekte bezwungen. Aus 7 Millionen Arbeitslosen im Jahre 1932 wurden 214 Millionen zu Beginn des Jahres 1930!
(Fortsetzung auf Seite 2)
da brauste nicht endenwollender Verfall durch die Säle.
Nachdem so unser Gauleiter das Führerkorps der Bewegung mit dem Geist erfüllt hatte, mit dem der bevorstehende Wahlkampf durchgeführt werden wird, damit in Weser-Ems der 29. März ein einmütiges Bekenntnis zum Führer bringt, gab Eaupropagandaleiter Ernst Schulze die organisatorischen Richtlinien für die Durchführung des Wahlkampfes und zeigte, wie die Bewegung in allen ihren Teilen 'in dem Kampf für den Führer und Deutschland einheitlich sich einsetzt, wie jeder in diesen Wochen zum Propagandisten werden muß.
Gauleiterstellvertreter Joel schloß die Kundgebung mit dem nochmaligen Aufruf, daß sich alles in diesen Wochen in den Dienst der Propaganda der Partei zu stellen hat und daß die Einheitsführer der Gliederungen sich sofort mit den zuständigen Kreis- und Ortsgruppenpropa- gandaleitern der Partei in Verbindung setzen.
Es gilt, so schloß der Gauleiter-Stellvertreter, der Welt zu zeigen, daß das deutsche Volk hinter seinem Führer Adolf Hitler steht.
Mit einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer und dem Deutschland- und Horst- Wessel-Lied wurde die machtvolle Kundgebung des Führerkorps im Gau Weser-Ems geschlossen
Einzeltagungen der Kreisleiter und Kreispro- pagandaleiter schlössen sich an. Draußen versammelte SA.-Gruppenführer Vöhmcker die Ein- beitsführer der SA., um ihnen in kurzer, packender Ansprache die Richtlinien für ihren Einsatz zu geben. Ebenso gab NSKK.-Brigadcführer Uh d e den Einheitsfiihrern der Motorbrigade Nordsee die Richtschnur für ihren Einlaß im Zusammenwirken mit den Provagandaleitern der Partei und der SA. auf den Weg.
walstkampfbegsnn!
Vas deutsche Volk rüstet stch ;u einem neuen Sekenntnls
k. Ilü. Der Wahlkampf ist eröffnet! Zum dritten Male seit dem Durchbruch der nationalsozialistischen Bewegung ruft Adolf Hitler sein Volk an die Wahlurne, fordert er vor aller Welt ein offenes Bekenntnis der deutschen Nation zu der von ihm eingeleiteten und mit so großem Erfolg durchgeführten Aufbau-Politik. Als der Führer am Sonnabend im Zusammenhang mit der Befreiung des Rheinlandes von einem unwürdigen Zustande militärischer Unsicherheit den Reichstag auflöste, da wußte jeder einsichtige Volksgenosse sofort, welche bedeutsame Vertrauenskundgebung sich nunmehr den früheren Wahlerfolgen der N2DAP. anzureihen hat. Denjenigen Männern und Frauen aber, die im ersten Augenblick vielleicht die Frage auf den Lippen hatten: „Warum heute noch Neuwahlen, da doch das ganze Volk dem Führer in unerschütterlichem Vertrauen folgt, nun erst recht folgt...", hat Reichspropagandaminister Dr. Goebbels gestern mit seiner großangelegten Wahlkampfrede in der Deutschlandhalle die allerletzte Klarheit verschafft. Ebenso wie der Führer mit einem „wahrhaft guten Gewissen" vor seine Nation hin- treten kann, braucht der Nationalsozialismus selbst keine Kritik zu scheuen. Die enge Verbundenheit von Partei und Volk in Deutschland hat ihre Vertiefung in Leistungen eben der NSDAP. gefunden, für die es im Parteienleben aller anderen Staaten und Zeiten kein Beispiel gibt. Auch mit dieser Feststellung hat Reichsminister Dr. Goebbels allen deutschen Menschen aus dem Herzen gesprochen: „Wenn die Emi
granten in anderen Ländern immer noch den Eindruck zu erwecken suchen, als sei das nationalsozialistische Regime nicht im Lande verwurzelt, so werden wir ihnen erneut beweisen, daß das Eegenteilder Fall ist!" Die Widersachendes Dritten Reiches jenseits unserer Grenzen mögen sich schon jetzt darauf gefaßt machen, daß dieser Beweis lückenlos, überzeugend und deshalb durchschlagend geführt werden wird! Die Hoffnung unserer Gegner auf Wiedererweckung des alten deutschen Erbübels der Uneinigkeit und des Hanges zur Zersplitterung wird endgültig zerstört werden; denn es gibt — so hat es uns der Führer vorgelebt — nur noch eine Richtschnur für unser Volk: Deutschland und immer wieder Deutschland!
Der Gau Weser-Ems soll in dem mit aller Energie begonnenen Wahlkampf — wir geloben es getreu der gestern in Oldenburg von unserem Gauleiter ausgegebenen Parole — mit an der Spitze marschieren! Jeder Parteigenosse hat zum Propagandisten der Politik des Führers zu werden, das heißt nichts anderes als: von jedem einzelnenMitstreiterder Bewegung wird höchster Krafteinsatz gefordert. Der Appell Carl Rövers an alle führenden Männer der Parteigliederungen unseres Heimatgaues hat seine zündende Wirkung nicht verfehlt: mit echter Begeisterung und mit dem siegessicheren Bewußtsein, einem großen historischen Geschehen den Schwung einer ebenso starken Bekenntnis- kraft zu verleihen, geht es in den Wahlkampf.
Ohne Zweifel, der Endsieg ist uns auch in diesem Wahlkampf sicher! Doch diese Gewißheit wird uns nicht eine Sekunde ruhen lassen; denn auf die Größe, die Totalität des Sieges kommt es an! Das ganze deutsche Volk mutz am Tage der Wahlen in geschlossener Einheit dem Führer und seiner Politik von neuem aus vollem Herzen zustimmen! Das Ausland soll es ohne jedes Wenn und Aber erfahren, daß mehr als 60 Millionen deutsche Volksgenossen hinter Adolf Hitler stehen, daß sein Angebot zur dauerhaften Befriedung Europas im Namen der Schicksalsgemeinschaft einer geeinten großen Nation erfolgt, daß jedem Deutschen Angriffsabsichten ebenso fern liegen, wie wir die Freiheit und Gleichberechtigung Deutschlands gegenüber anderen Staaten bis zum letzten Atemzüge verteidigen werden Einem solchen erdrückenden einmütigen Bekenntnis zu unserem Recht und zu unserer Pflicht wird sich oie Welt nicht verschließen können. Das ist der wichtige und weittragende außenpolitilche Sinn der kommenden Reichstagswahl.
Adolf Hitler hat nach Erkämpfung der höchsten Machtsülle die je einem Staatsmann zuteil wurde, sein Versprechen gehalten: „Ich will nicht
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Unser Kauleiler ruft nun waßlkamps aus
öeschlossener kinsah der Partei und ihrer öliederungen im Naum Weser-kino 0er alte nationalsozialistische Kampfgeist lebt