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parteiamtliche Tageszeitung
NachrichtenblaN der Deutschen flrbeitsfront Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Bremen
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Nr. 42 / 6. latzrgang
Menslag, 11. sebruar
klnzelpreis 15 Npf.
„Her Spott fördert den frieden in der Veit"
Sroßartiger Mgmpia-kmpfang in der Hauptstadt der Vewegung / Vr. öoebbels für die woHlfaHrt der Völker
Unser lagssspisgvl
I« München sprach im Rahme» eines Olympia-Empfanges Reichsminister Dr. Goebbels. Bei den Olympischen Winterspielen errang Finnland im 4X10-Kilometer-Stasfellauf eine Goldene Medaille.
Die Fahrt mit dem Sarg des ermordeten Landesgruppenleiters Gustloss durch Deutschland gestaltete sich zu einer erhebenden Trauerkundgebung.
Ende Januar kam es zu einer erheblichen Festigung des Arbeitseinsatzes.
Der Seefeld-Prozeh stand gestern im Zeichen auherordentlich belastender Zeugenaussagen. Die Italiener haben die abessinische Stadt Dessie mit Bomben belegt.
Die Kriegsmarine stellt wieder Freiwillige ein.
Kreuzer „Köln" wird am Freitag zu mehrtägigem Besuch im Bremer Freihafen festmachen.
Die Jahreshauptversammlung des Verbandes bremischer Bürgervereine setzte sich sür die Erhaltung des bremischen Tiergartens ein.
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Auslandsschulden halbiert!
DAF.-Schulungskundgebung im Sportpalast Berlin, 11. Februar.
Als Auftakt zu den kommenden Vertrauensratswahlen fand am Montagabend im Sportpalast eine grohe Kundgebung der DAF. statt, an der etwa 13 090 Betriebsführer, Betriebswalter und Vertrauensmänner der Berliner Betriebe teilnahmen.
Hauptamtsleiter Klaus Selzner betonte in einer groß angelegten Rede mit Bezug auf die Boykottpropaganda: Gerade im Jahre der Olympiade werden viele Besucher feststellen können, dah sie nicht in ein Barbarenland gekommen sind. Sie werden dazu beitragen, weitere Breschen in die Boykotthetze zu schlagen. Trotzdem müssen alle Kräfte rege bleiben am Kampf gegen den hartnäckigen jüdischen Gegner.
Der Redner beschäftigte sich weiter mit betrieblichen Fragen. Dem Betriebsführer müsse nicht nur die Befriedigung der Jnnenkonjunktur angelegen sein, sondern es mühten auch die Exportmöglichkeiten weitgehend ausgenutzt werden. Bei der Machtübernahme seien 2b Milliarden Auslandsschulden vorhanden gewesen. Innerhalb von drei Jahren seien 1214 Milliarden zurückgezahlt worden. Das heihe, dah das Dritte Reich das Kunststück fertiggebracht habe, Schulden schneller zu beseitigen als andere sie machten.
kin abgefeimter Nentenschwmbler
Er hat den Staat um 80VS0 RM. geschädigt Recklinghausen, 11. Februar.
Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wurde in Waltrop der 13jährige Franz Seiler festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht. Es liegt erdrückendes Beweismaterial dafür vor, dah Seiler schon seit 1914 durch Betrügereien den Staat in empfindlicher Weise geschädigt hat.
Seiler war im August 1914 zum Kriegsdienst bei der Kraftfahrtruppe eingezogen worden. Bald meldete er, dah ihm die Kurbel eines Kraftfahrzeuges gegen die Brust geschlagen sei. Schließlich wurde Seiler schwer krank und verstand »s, eine hohe Kriegsbeschädigte»»»» zu erhallen Er war angeblich lungenkrank, klagte über Schmerzen im Kehlkopf und war stark heiser. Vor einiger Zeit wurde nun Seiler einer Klinik in Münster zur Beobachtung seines Gesundheitszustandes überwiesen. Im Gegensatz zu dem Befund der früheren ärztlichen Untersuchungen wurden dort Tuberkelbazillen nicht gefunden. Die Aerzte der Klinik schöpften Verdacht, zumal ihnen gewisse Verletzungen am Kehlkopf des Seiler seltsam erschienen. In dem Taschentuch des „Schwerkriegsbeschädigten" wurde eine kleine Ampulle mit Tuberkelbazillen gefunden. Die Oefsnung eines Koffers, den Seiler mit in die Klinik gebracht hatte, förderte sieben Flaschen Tuberkelbazillen, eine gewisse Säure und eine scharfe Bürste zum Vorschein. Säure und Bürste hatte Seiler dazu benutzt, um durch Bearbeitung des Kehlkopses die Heiserkeit herbeizuführen. Der Volksschädling hat durch seine Betrügereien den Staat um mindestens 99 900 Reichsmark geschädigt.
Nundfunk darf Schallplatte» senSen
Berlin, 11. Februar.
Vor dem Kammergericht Berlin wurde am Montag in zweiter Instanz das erftinstanzliche Urteil des Landgerichts Berlin im Schallplatten- Prozeh vollinhaltlich bestätigt. Danach ist der Rundfunk berechtigt, Musikschallplatten ohne Zustimmung der Schallplattenhersteller zu senden. Soweit es sich um die Kosten des Rechtsstreites handelt, hat sich das Kammergericht auf einen für den Rundfunk günstigeren Standpunkt als das Landgericht gestellt. Es hat entschieden, dah die Schallplattenhersteller 19 Zwanzigstel und der Rundfunk ein Zwanzigstel der Kosten zu tragen haben.
München, 11. Februar.
Inmitten der Winter-Olympiade gab am Montagabend in München die Reichsregierung zusammen mit der bayerischen Landesregierung einen grohen Empfang, um den weiten Kreis derer, die in Vorbereitung, Organisation und Ausführung den olympischen Gedanken verkörpern, mit den führenden Repräsentanten des Reiches und Landes sowie der Vewegung zu einer festlichen Gemeinde zu vereinen.
Das Deutsche Museum und sein Kongreh- saal sind schon mancher denkwürdigen Feste Zeugen gewesen. Dieser Olympia-Empfang der Reichs- und Landesregierung aber bildete in seinem hervorragenden Teilnehmerkreis wie in seiner künstlerischen Gestaltung einen einzigartigen und einmaligen Höhepunkt.
Dem außerordentlichen Charakter des Abends entsprach der erhabene Schmuck, der seiner
Un der Spitze der Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees war Graf de Bail- let-Latour erschienen, auch das Deutsche Olympische Komitee war mit seinem Präsidenten Staatssekretär a. D. Dr. Lewald zahlreich der Einladung gefolgt, desgleichen waren das Organisationskomitee der IV. Olympischen Winterspiele mit seinem Präsidenten Dr. R itter von Halt und. verschiedene Mitglieder ausländischer Olympia-Komitees zugegen.
Mit Reichsminister Dr. Goebbels, der zusammen mit Gauleiter Staatsminister Adols Wagner die vorbereitenden Arbeiten sür diesen Abend geleitet und die Gäste persönlich begrüßt hatte, sowie mit dem bayerischen Reichsstatthalter General Ritter von Epp und dem Ministerpräsidenten Siebert waren von den Mitgliedern der Reichsregierung u. a. erschienen die Reichs- minister Freiherr von Neurath, von Vlomberg, Dr. Frick, Gras von Schwerin-Krosigk, Seldte, Darre und Frank, ferner Botschafter von Rib- bentrop, sodann die Staatssekretäre Pfundtner,
Stätte verliehen war. Von der Höhe des Saalbaues flatterten zwischen Bannern des Reiches zwei Olympische Fahnen. Der Portalaufbau trug auf dunkelrotcm Tuche die olympischen Ringe. Im Treppenaufgang zum Kongrehsaal bot sich das erste packende Bild: Die Rückwand, mit mattbraunem Tuch verhüllt, trug in der Mitte einen wunderbaren mächtigen Gobelin mit mystischer Darstellung. Vor ihm erhob sich zwischen Lorbeer die Büste des Führers.
Zu unerhörter Wirkung war der Festsaal selbst gesteigert worden. Von der Bühnenwand leuchtete ein riesiges Hoheitszeichen auf dunkelbraunem Tuch. Auf der Galerie gaben vor den in regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Ringen die Banner des Achtgebenden Reiches und die Olympische Fahne sowie anschliehend die Flaggen aller Nationen, die ihre Meister zu den Spielen geschickt haben, dem Raum und dem Abend die beherrschende Note als erhebendes Symbol der Völkergemeinschaft, die sich in diesen Februartagen 1938 zu einem Wett-
Funk, Meihner, Dr. Lammers, Trauert, Körner und die bayerischen Staatssekretäre Däuser, Stocker und Schuberth. Ferner sah man Reichs- sportsührer von Tschammer und Osten, den Ee- neralinspekteur für das Deutsche Strahcnwesen Dr. Todt, den stellvertretenden Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, Kleinmann, den Ches des Protokolls Gesandten von Biilow-Schwandte, den Generalleutnant der Landespolizei Daluege, den kommandierenden General im Wehrkreis VII Generalleutnant von Reichen«».
Bon den führenden Persönlichkeiten der NS- DAP. waren zugegen die Reichsleiter Amann, Vouhler, Buch, Dr. Dietrich, Fiehler, Grimm, Dr. Leq, Rosenberg, von Schirach und Schwarz, der Stabschef der SA. Lutze, der Reichssührer SS. Himmler, der Korpssührer NSKK. Hühnlein, der Reichssendcleiter Hadamowsky, die Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger und Murr, ferner die Gauleiter Oberpräsident Koch, Jordan und Wächtler.
kämpf in bestem Friedensgeist aus deutschem Boden zusammengefunden hat.
So war die Stätte, in der sich nach dem begrüßendem Empfang in den Wandelhallen nun als schönster Glanz das Leben selbst entfalten konnte: die grohe Gemeinschaft der Tausend, die als Gäste des Reiches im Gesellschaftskleid, in den Uniformen ausländischer Offiziere und der Wehrmacht und der Bewegung sich hier versammelten. Unter den ausländischen Gästen sah man den Erbprinzen und die Erbprinzessin Gustav Adolf von Schweden, den türkischen und den italienischen Botschafter mit Frau, die Gesandten Oesterreichs, Lettlands, Ungarns, den japanischen Geschäftsträger und Frau, den italienischen Unterstaatssekretär Ricci, den ehemaligen britischen Luftfahrtminister Marquis Londonderry und Gattin, den Generalsekretär im portugiesischen Unterrichtsministerium Nob r e- Codes, die Militärattaches von Schweden, Polen, der Tschechoslowakei und Italien und das Münchener konsularische Korps sowie viele andere.
Auch . aus dem Kunstleben und der Wirtschaft nahmen zahlreiche Persönlichkeiten an dem festlichen Abend teil.
Im Laufe des Abends begrüßte
Neichsminister Vr. öoebbels
die Gäste mit einer kurzen, alsbald ins Französische und Englische übersetzten Ansprache, in der er u. a. ausführte:
Ich habe die hohe Ehre und die grohe Freude, Sie am heutigen Abend in großer Zahl auf dem Boden der. Hauptstadt der Bewegung, der deutschen Kunststadt München, im Namen der deutschen Reichsregierung und der bayerischen Landesregierung auf das herzlichste zu begrüßen. Es ist mir ein besonderes Bedürfnis, Ihnen allen, die Sie aus fast allen Ländern der Welt und aus fast allen Weltteilen gekommen sind, ein herzliches Willkommen entgegenzu- rufen, und zwar nicht nur im Namen des Führers und der deutschen Regierung, sondern — ich darf wohl ohne Uebertreibung sagen — im Namen des ganzen deutschen Volkes. Das deutsche Volk begrüßt es aus tiefstem Herzen, dah so viele angesehene Männer und Frauen des Auslandes in diesen Tagen bei Gelegenheit der Olympischen Winterspiele bei uns zu Gaste sind. Dieses Zusammensein von Männern und Frauen aus allen Ländern der Erde prägt eine politische Note in einem höheren Sinne, und zwar insofern, als hier die Gelegenheit gegeben ist, über politische Unterschiede und Differenzen hinweg sich von Mensch zu Mensch und damit von Volk zu Volk kennenzulernen.
Denn das ist der vielleicht wichtigste Grund all der schweren Sorgen und Krisen, die die Welt belasten, dah die Völker sich zu wenig kennen und dah sie deshalb, weil sie sich zu wenig kennen, sich gegenseitig nicht das Mäh von Achtung entgegenbringen, das im Sinne ein« Wohlfahrt der ganzen Erde und eines Friedens, der für alle Völker einmal kommen muh, gelegen ist.
Möge nicht nur aus den Olympischen Spielen in sportlicher Hinsicht eine internationale Verständigung angebahnt werden, sondern möge auch aus diesem Zusammensein und aus diesem Sichkennen- lcrnen so vieler angesehener Menschen der ganzen Erde jenes Verständnis erwuchsen, das notwendig ist, um einen dauerhaften Frieden und einer echten Wohlfahrt aller Völker der Erde Bahn zu brechen. In diesem Sinne bitte ich Sie, mit mir das Glas zu erheben: auf einen dauerhaften Frieden in der Welt und die Wohlfahrt der Völker!"
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Graf Baillet-Latomr, führte in seiner Erwiderung auf die Worte des Reichspropagandaministers u. a. aus: Das
Deutsche Reich hat bewiesen, dah der Sport nicht nur als körperliche Ertüchtigung empfunden wird, dah er das Ideal der besten Schule verkörpert, die zur Verständigung aller Länder beiträgt und damit zugleich dem eigenen Volke dient.
Die grohen Eindrücke dieses Abends liehen spontan Thomas Fearnley-Oslo (Norme-' gen) das Wort ergreifen, der im Namen seiner ausländischen Kollegen zum Ausüruci ora.bte, dah sie von cen Arrangements dieses Abends auherordentlich begeistert seien, der olympischen Geist in jeder Hinsicht qeichaf'en habe.
Den Reigen der Kunst eröifnety unter Staatskapellmeister Tuteins Leitung das Orchester des Staatstheaters München mit dem Huldi- gunqsmarsch von Grieg Dann ersremen Kammersänger Rudols Bockelmann von der Staatsoper Berlin und Kammersänger Julius Patzak von der Münchener Staatsoper durch Eesanasoorträge.
Der zweite Teil des Abends brachte Vorführungen des Staatstheater-Balletts und von Solotänzerinnen des Deutschen Opernhauses Berlin Den Abschlug bildete der Phantasietanz „Olympische Ringe", der die Symbolik dieser denkwürdigen Tage noch einmal zu veredelter und beschwingt hinreißender Geltung brachte.
Ver verrieb
als Verlrauensgemelnfchast
Die Nationalsozialistische Partei-Korrespondenz bringt folgende grundsätzlichen Ausführung«« über die Neuordnung im Betrieb.
Die grohe Wandlung, die sich nach der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus in allen Lebensäuherungen und Institutionen des Volkes durchsetzte, hat auch vor dem Betrieb nicht haltgemacht. Wir kamen nur mit dem ganz einfachen Grundsatz, den jeder vernünftig denkende Mensch erfaßte und für richtig hält: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz"; auf die Wirtschaft bezogen heißt es:
Die Wirtschaft bestimmt nicht den Staat, sondern sie ist ein Mittel des Staates und hat sich der staatstragenden Idee, dem Nationalsozialismus als Kernstück des Staates und eigentlichen Träger des Dritten Reiches, unterzuordnen.
Wie stand es früher um den Betrieb. Auf der einen Seite die kapitalistisch einseitig interessierte Unternehmerschaft, auf der anderen Seite der gewerkschaftlich orientierte arbeitende Mensch, der ebenfalls durch den Klassenkampf nur seinen Vorteil und sein Recht suchte, bekämpften sich beide mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, unterstützt durch einseitige Gesetzgebungen und Tarifordnungen, Betriebsrätegesetz und sonstige „Verlegenheitsdichtungen" der damaligen Regierungen. Somit wurden der Internationale und dem Weltbolschewismus, in einigen Kreise» vielleicht durch die jüdische Beeinflussung der öffentlichen Meinung unbewußt, Vorspanndienste geleistet, die zur Auflösung jeglicher gesellschaftlicher Ordnung und staatlichen Autorität geführt hätten. Dieser wirtschaftlich organisierte Betrieb marxistischer Prägung wollte sich nicht hineinreden lassen, um die Auflockerung im nationalsozialistischen Sinne zu vollziehen, d. h. das wirtschaftliche Nützlichkeitsprinzip dem Staatsanspruch und den staatsrechtlichen Grundanschauungen und Forderungen des Nationalsozialismus zu unterstellen.
Wir alle wissen, daß sich diese völlige Umwandlung des Denkens und Handelns entscheidend auswirkte. Der Arbeiter, dieser schassende, werktätige und anständige Mensch brachte das mit, was die Grundlage für alle Arbeit im Dritten Reich ist, das Vertrauen zum Führer Adolf Hitler, somit zur Partei und zum Staat.
Wie Pg. Dr. Ley kürzlich in Leipzig ausführte, wird es einmal zu den größten Wundern unserer Zeit überhaupt gehören, daß diese Millionen Menschen, die jahrzehntelang in ihren Verbänden gekämpft, die Streik, Eefängnisopfer, Not und Elend erlitten hatten, daß sie in dem Augenblick, da man ihnen erklärte: das ist alles falsch, du hat ein Leben lang einem Phantom nachgejagt, dah dieselben Menschen noch einmal den Glauben faßten und die Hoffnung.
Auf diesem Glauben konnte eine fundamentale Neuordnung entstehen, eine Organisation wachsen, die dem politischen Gestaltungswillen der nationalsozialistischen Weltanschauung Ausdruck verleiht und alle Kräfte für die Lösung der sozialpolitischen Probleme einsetzt. Die DeutscheAr- beitsfront, ihre Erziehungsarbeit im Zusammenhang mit der Gesetzgebung am 10. Januar 1934, der historische Tag der Proklamierung des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit konnte die Umstellung des Arbeits- und Vetriebs- lebens auf eine gerechte Grundlage vornehmen. Das Arbeitsordnungsgesetz schuf das erforderliche Vertrauensverhältnis im Betrieb und der nationalsozialistischen Weltanschauung gemäß neue Begriffe: Vetriebsführer und Gefolgschaft.
Der Betriebsführer hat nach dem Gesetz die Fürsorgepflicht für die Gefolgschaft, er hat von seiner Gefolgschaft nicht nur die Arbeitskraft zu verlangen und sie dafür zu entlohnen, sondern er hat Führerpflichten, d. h. volle Verantwortung für seine Gefolgschaft zu tragen, wie der Offizier seinen Soldaten gegenüber. Der Vetriebsführer ist nicht nur eine Wirtschaftsperson, die, von der Rentabilität des Wirtschaftsbetriebes geleitet, die arbeitenden Menschen als seine Hilfsmittel' für eine erfolgversprechende Produktion und einen gut ausbilanzierten Jahresumsatz betrachtet und demgemäß behandelt, sondern er führt die Menschen in seinem Betrieb und verkörpert deshalb die oberste Spitze der betrieblichen Einheit. Wenn man
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