Ausgabe 
(28.7.1935) Nr. 206
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parteiamtl.Iageszeitung -er

NationalsozialistenVremens

Das flmtsblatt des 5enats ' 7 der Lreien Hansestadt Dremen

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Nr. 206 / Z. Fakrgang

Sonntog, rs. lull ein,«Greis IS Npf.

Kommunistensturmaufdie„vremen"inNewnork

Notes Lesindel reißt die am vug des Schiffes befindliche fiakenkreuiflagge ab / Schwere Straßenkiimpfe km Hafenviertel

llnsvr lagssspisgsl

Bier katholische Ordensschwestern wurden wegen Deoisenschievereien zu Eesängnis- strafen verurteilt

Bei Haussuchungen Lei Mitgliedern des auf­gelösten NSDFB. (Stahlhelm) in Mecklen­burg wurde» zahlreiche Massen gefunden Der Kaiser von ALessinien prophezeit für Ita­lien einen ungünstigen Kriegsausgang Die Ratstagung des Völkerbunds über die Behandlung der Streitfrage Jtalien-Abessi- nien ist endgültig aus den 31. Juli festgesetzt Zür Frischerhaltung des Seefisches geht die „Nordsee" wieder mit bahnbrechenden Neuerungen voran.

Eines der neuesten Schiffe nach der Maier- Form hat soeben eine Rekordfahrt zurück­gelegt

Eine Töpferkunst-Ausstellung der NS.-Kul- turgemeinde wurde im Bremer Eewerbe- haus eröffnet

Heute findet aus dem Vookholzberg die letztq der jetzigen Anführungen von „De Stedinge" statt

„Passagiere" heißt unser neuer Roman, der in der heutigen Nummer beginnt

waffenfunde beim mecklenburgischen Stahlhelm

Schwerin, 28. Juli

Die Landesstelle Mecklenburg-Lübeck des Reichs- „ Ministeriums für Bolksaufklärung und Propa- M ganda teilt mit: Das Verbot des NSDFB. ! k (Stahlhelm) in den Kreisen Ludwigslust, Parchim t und der Stadt Ware« hatte den Verdacht auf- ! » kommen lasse», datz Mitglieder dieser Organi- ! ? sation im Besitz verbotener Waffen find. Aus » diesem Grunde wurde eine Haussuchung bei E ollen Mitgliedern des NSDFB. (Stahlhelm) im L Eaugebiet Mecklenburg-Lübeck von der Geheimen f Staatspolizei angeordnet.

fs Das bisherige, noch nicht vollständige Ergebnis ! ss dieser Haussuchungen hat den Verdacht des ! i verbotenen Waffenbesitzes vollauf bestä­tigt. Es wurden bisher zahlreiche Gewehre, Modell 98, Karabiner, Militärpistole» und er­hebliche Mengen scharfer Munition beschlag­nahmt. Einige Stahlhelme» find im Zusammen­hang damit in Haft genommen worden.

Veutsche Schachmelslerschafl

Abschluß des Aachener Schachturniers Das Aachener Schachturnier um die Meister­schaft von Deutschland wurde am Sonnabend be­endet. Sieger und Meister von Deutschland 193S wurde K. Richter-Berlin mit 19^ Punkten. (Ueber die vorletzte Runde finden unsere Leser einen ausführlichen Bericht im Innern des Blattes)

Newyork, 28. Juli.

Bei der Abfahrt des Lloyd-Dampfers „Bremen" veranstalteten über 1999 Kommunisten eine lär­mende Kundgebung. Ein starkes Polizeiaufgebot vertrieb die Demonstranten vom Pier und nahm sechs von ihnen fest. Anschließend kam es vor der Polizeiwache zu heftigen Zusammenstößen zwischen Polizeibeamten und Kommunisten. Die Polizei mußte von der Schußwaffe Gebrauch machen; ein Demonstrant wurde schwer verletzt, während eine ganze Anzahl weiterer leichte Verletzungen erlitten.

Nach später bekanntgewordenen Einzelheiten waren 159 uniformierte Polizisten zu Fuß, 199 Kriminalbeamte und 25 Polizeibeamte zu Pferde bemüht, die tobende Kommunistenmenge von dem Dampfer „Bremen" fernzuhalten und den Fahr- gästen das Betreten des Schiffes zu ermöglichen. Plötzlich ertönten aus der Masse der Demonstran­ten laute Freudenruse. Drei Kommunisten war es von der Polizei unbemerkt gelungen, an den Bug des Dampfers zu gelangen und die H a ke n- kreuzsahne herunterzureißen.

Aber während die Burschen noch damit beschäf­tigt waren, die Flagge in den Hudson zu werfen» wurde bereits unter Heil-Rufe» eine neue Flagge gesetzt. Das Eindringen der Kom­munisten aus den Bug der „Bremen" führte dann zu Schlägereien, die sich später in der Touristen­klasse fortsetzte». Schließlich konnten die roten Unruhestifter festgenommen werden.

Nachdem es der Polizei gelungen war, die Kom­munisten vom Pier zu vertreiben, kam es in den Seitenstraßen des Hafenviertels zu erbitter­ten Kämpfe», die sich bis spät in die Nacht hinein fortsetzten. Die aus dem Schlaf gestörte Bevölkerung nahm größtenteils gegen die kom­munistischen Ruhestörer Partei und unterstützte die Polizei durch Herabgießen von Wasser und Herabwerfen von harte» Gegenständen. An ver­schiedenen Stellen kam es zwischen Polizisten und dem roten Gesinde! zu einem heftigen Hand­gemenge, wobei auch einige Beamte verletzt wur­den. Der Polizeibericht schätzt die Zahl der De­monstranten aus etwa 2999.

Die „Bremen" hat mit halbstündiger Verspä­tung noch am Freitagabend Newyork verlasse».

*

Der kommunistische Ueberfall auf den deutschen Ozeandampfer „Bremen" im Hafen von Newyork kommt in diesem Augenblick wie eine lebendige Illustration zu dem Kongreß , der Komintern in Moskau. Was auf diesem Kongreß als theore­tische Forderung ausgesprochen und aufgestellt wird, das sieht man in der Praxis in Newyork verwirklicht. Es ist der Geist von Auflösung und Zerstörung, den die Agitatoren in Moskau pre­digen und den die kommunistischen Demonstranten in die Tat umgesetzt haben. Der Anschlag gegen den deutschen Dampfer ist ein so unerhörter Vorgang, daß man in Newyork wie auch an­derswo die Folgen sehr ernsthaft be- denken sollte, die sich ergeben, wenn man dieses System der anarchischem Propaganda sich weiter ausdehnen läßt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Moskaus Voppelspiel

Der „Generalstab -er Weltrevolution"

Die roten Machthaber des Sowjetstaates haben die Maske heruntergerissen und zeigen der Welt ihr wahres Gesicht, in dem jede Miene förmlich nach dem Blut friedlicher Staatsbürger anderer Länder lechzt. Der Bolschewismus zeigt sich auf dem gegenwärtigen 7. Kongreß der Kommunisti­schen Internationale in Moskau in seiner ganzen Brutalität und Zielklarheit, in einer Weise, daß die Regierungen aller Staaten aufmerksam werden und innehalten sollten in einer Politik, die das Sowjetparadies zum Ver­bündeten für eine allgemeine Friedenspolitik machen möchte.

Deutschland mischt sich niemals in die inner­politischen Angelegenheiten eines fremden Lan­des. Wenn aber vom Kreml die Parolen für die Durchführung des Bürger­krieges in anderen Staaten ausgegeben wer­den, dann machen sich die roten Gewalthaber Moskaus einer unerhörten verbrecherischen Ein­mischung in die Angelegenheiten fremder Staaten schuldig. Wenn die Führer des Weltkommunis­mus die von ihnen einst blutig bekämpfte Bour­geoisie schützend in den Kampf um die Erringung ihrer revolutionären Ziele einsetzen wollen, wenit weiter diese terroristischen Gewalthaber den po­litischen Katholizismus sich für ihre Zwecke dienstbar machen wollen, wenn die roten Diktatoren auf der Scheide zwischen Asien und Europa Männer zu Ehrenvorsitzenden bestellen, die in anderen Staaten wegen umstürzlerischer Verbrechen hinter Schloß und Riegel gehalten werden, dann sind das politische Bestrebungen, die die Welt als eine Warnung auffassen muß, die nicht länger überhört oder gar leicht hin­genommen werden sollte.

Die Vertreter der Komintern, die sich aus zahl­reichen Staaten gegenwärtig in Moskau ein Stelldichein geben, bezeichnen ihre Zusammen­kunft stolz als den „Generalstab der Weltrevolution". Rücksichtslos geben sie damit zu verstehen, daß ihnen Friedens- oder gar Völkerbundspolitik nichts bedeutet, sondern viel­mehr von ihnen mißbraucht wird, um die eigenen anarchistischen Pläne zur Durchführung bringen zu können. Bitterster und blutigster Hohn auf die Bemühungen aller Staatsmänner der Welt ist die Antwort, die der Moskauer Kongreß unzwei­deutig gibt.

Sowjetrußland ist mit allen Ehren in die Ge­meinschaft des Völkerbundes aufgenommen wor­den. Man hat Freundschaftsreden gehalten, die sich in Liebenswürdigkeiten überstürzten. Man ,hat Bankette gegeben und Trinksprüche ausge- > bracht. Man hat mit den Vertretern einer zer - I setzenden und zerstörenden Weltan-

Her Negus prophezeit Italienische Niederlage

Me ttattenMen Iruppeir sollen durch Krankheit große flusfiMe haben

Paris, 28. Juli.

Großen Widerhall finden gerade im Hinblick auf die bevorstehende Ratstagung Erklärungen, die der Negus einem Sonderberichterstatter des „Pa­ris Soir" abgegeben hat. Der Negus tritt hierbei den italienischen Ansprüchen auf Kolonisierung und Zivilisierung eines rückständigen Landes mit der Forderung entgegen, daß keine ausländische Macht brutal in die Entwicklung der abessinischcn Zivili­sation eingreifen dürfe. „Unsere alte Zivilisation kann ohne Gefahr für gewisse Länder nicht brutal umgewandelt werden. Die für Europa notwendige Lebensart könne Abessinien zum Verhängnis wer­den. Wir brauchen eine langsame Entwicklung. Sie hat seit mehreren Jahren eingesetzt Zahlreiche Experimente sind noch notwendig, um sie zu einem günstigen Abschluß zu bringen. Aus keinen Fall aber werde ich das brutale Eingreifen einer aus­ländischen Macht zur Beschleunigung dieser Ent­wicklung zulassen. Das würde eine Verletzung der Würde der Nation sein."

Der Negus ist überzeugt, daß ein Krieg für Italien ungünstig ansaehen würde. Er behauptet, daß bereits iett das italienische Expeditionskorps starke Ausfälle in­folge von Krankheiten zu verzeichnen habe und daß Italien diese Lücken durch Anwerbung von Ein­geborenen aus Somali und Erytrea aufzufüllen suche, deren loyales Verhalten aber zweifelhaft sein dürfte, sobald es sich für sie darum handele, gegen Brüder der gleichen Rasse zu kämpfen.

Zur Völkerbundsratstagung führte der Negus aus: „Ich habe Vertrauen zur Entscheidung des

Völkerbundes, vor allem, wenn England und Frankreich auf diese Seite des guten Rechts tre­ten, d. h. auf unsere Seite. Aber, es kommen keine gebietsmäßigen oder wirtschaftlichen Zu­geständnisse an Italien in Frage. Wenn die Feindseligkeiten beginnen, werde ich der erste Soldat meines Heeres sein und das Schicksal der Meinigen teilen."

Nalstagung am Zl. lull

E-nf, 28. Juli.

Das Völkerbundssekretariat veröffentlicht am Sonnabend folgende Mitteilung: Der amtierende Ratspräsident hat aus Grund der Antworten aus sein gestriges Telegramm an die Ratsmitglieder die Eröffnung der außerordentlichen Ratstagung auf Mittwoch, 31. Juli, 5 Uhr nachmittags, fest­gesetzt.

Auf das heutige Telegramm Mussolinis hat der Generalsekretär des Völkerbundes folgende Ant­wort erteilt: „Ich beehre mich, den Empfang Ihres heutigen Telegramms zu bestätigen, das ich telegraphisch den anderen Ratsmitgliedern und der abessinischen Regierung mitgeteilt habe. Ich werde es außerdem in dem Schriftstück über die vorläufige Tagesordnung des Rates abdrucken lassen. Sollte ich andererseits eine Mitteilung von der abessinischen Regierung erhalten, so würde ich sie Ihnen umgehend übermitteln."

Die gleichzeitig veröffentlichte Tagesordnung enthält als einzigen Punkt: Streit zwischen Abesfi- nien und Italien; Beschwerde der abessinischen Regierung. Als Material find ihr im Wortlaut

beigefügt die Entschließung des Völkerbundsrates vom 25. Mai, das Telegramm an die Ratsmit­glieder vom 28. Juli, die heute veröffentlichte end­gültige Einberufung auf den 31. Juli und das heutige Telegramm Mussolinis an den General­sekretär des Völkerbundes.

Vor neue Vonaupakt-Vorschlag

London, 28. Juli.

Reuter meldet aus Rom, daß Italien und Frankreich den Regierungen Oesterreichs, Un­garns und der Kleinen Entente einen neuen end­gültigen Vorschlag für den Donau-Pakt vorgelegt hätten. Die betroffenen Länder hätten den Pakt- Vorschlag, der sich auf allgemeineren Linien als der frühere Plan bewege, günstig aufgenommen. Die deutsche Regierung sei von den Verhandlun­gen unterrichtet worden, habe jedoch noch keinen endgültigen Entwurf erhalten. Der Plan sei auch England und Polen vorgelegt worden und enthalte vier Hauptpunkte: 1. Eine Bestäti­gung der österreichischen Unabhän­gigkeit, 2. Bestimmungen über Nichtein­mischung in gegenseitige innere Angelegenheiten einschließlich Propaganda usw., 3. eine Erklärung, daß kein Angriff und keine Unterstützung eines Angreifers stattfinden solle, 1. Eine Erklärung, daß im Falle einer Verletzung des Paktes durch einen Unterzeichner Konsultationen durchgeführt werden sollen. Die Verwirklichung des Paktes hänge noch von der Entscheidung der deutschen Regierung ab, obwohl, wie in Rom erklärt werde, die Unterzeichnung auf jeden Fall vorgenommen werden solle.

lZroßstadt-Nandsiedlung und Schrifttum

von flls Krüger, stelloertr. Sauwolter vflL. lZroß-Verlin

Bei der Beurteilung des neuen deutschen christtunrs im Staat Adolf Hitlers, über die iedlungstätigkeit in den Groß-, Mittel- nd Kleinstädten, insbesondere aber des der 'roUtadtramdsiedlungen. darf grundsätzlich nicht aher acht gelassen werden, datz vor noch nicht all- llanger Zeit die NSDAP. durch ihr Reichsheim- ättenamt die im Partei-Programm festgelegte imenführung im städtischen Siedlungswesen mit ner unzweideutigen Zielansiprache aufgezeigt hat. Es war daher keineswegs verwunderlich, daß a den verschiedensten Orten wohlmeinende räfte in Erscheinung traten, um von sich aus zu er äußerst brennenden Frage der städtischen sied- mq Stellung zu nehmen.

In ungezählten Aufsätzen und vielen kleinen Broschüren haben seit den Februar-Tagen 1933 ielfach auch fachlich erfahrene Parteigenossen ver- icht, eigene Gedankengänge in das gesamte üedluirq'swerk Adolf Hitlers hineinzutragen. Deshalb sei in diesem Zusammenhang aus- rücklichst festgestellt, daß der Führer nicht nur em deutschen öffentlichen Verkehrswesen durch die on ihm geschaffenen Reichs-Autobahnen «rn völlig «ues und artgerechtes Gesicht gegeben hat, son- ern darüber hinaus auch dem städtischen und äuerlrchen Siedlungswerk. - ...

Der neue Baustil, die Bau-Gesrn- ung unserer heutigen Tage, weist m stein darauf hin, daß das deutsche Denken auf «m Gebiet aller Siedlungsfragen, wie fast alles ndere in Deutschland ebenfalls, grundsätzlich neu estaltet worden ist. , ...

^Deshalb geht es durch die Literatur uberstadt,- ch« Siedlungsfragen in den Jahren 1933, 9

lnd 1933 auch wie ein leuchtendes Zielband das

>lles Sehnen und Wollen des deutschen Menschen mch gesunden Heimstätten, menschenwürdigen uno wirtschaftlich zu haltenden Wohnungen, nach

grundsätzlicher Neubildung deutschen Volkstums umschließt.

Man ist sich unter Führung der Bewegung im Zug« der Zeit klar geworden, datz es im neuen Staat niemals mehr um Schaffung besonders schöner Wohnungen für die Kreise geht, die es sich wirtschaftlich gerade leisten können, sondern daß es in Durchführung des deutschen sozialistischen Wollens in erster Linie darauf an­kommt, das zu großen Teilen ent­wurzelte Volk wieder durch Schaf­fung gesunder Wohnstätten auch in den Groß- und Weltstädten seßhaft zu machen.

Die Lösung dieser Aufgabe allein derart gigantisch, daß nur der sie wirklich verstehen kann, der beispielsweise davon Kenntnis hat, daß bei dem Aufstieg der Wirtschaft und bei dem gesun­den Wollen des Volkes bis zum Jahre 1915 in Deutschland jährlich mindestens 250 090 neue Wohnungen benötigt werden.

Zu der sittlichen nationalsozia­listischen Forderung auf Arbeit ge­hört in unmittelbarem Zusammen­hang auch die sittliche Forderung oder das Recht auf eine gesunde H e i m st ä t t e.

Im Gegensatz zu früher ist hier das Gesamt­schaffen des Nationalsozialismus auch nur ein Mittel zum Zweck und nicht mehr Selbstzweck einiger Gesellschaften, Personenkreise oder Banken.

Einen wertvollen Beitrag zu der Literatur über städtische Siedlung bietet hierbei die fort­laufend vom Reichsheimstätten-Amt der NSDAP. und der DAF. herausgegebene Schriften-Reihe, von der ich insbesondere die Schrift Nr. 1, be­titelt „Die Werksiedlung", die Schrift Nr. 11, betitelt „Geschichte — Siedlung — Rasse", hervor­heben möchte.

Nicht unerwähnt bleiben soll, daß auch in den Zeitschriften „Siedlung und Wirtschaft" (Fach­blatt des Rsichsheimstätten-Amtes der NSDAP. und des Reichsverbandes deutscher Heimstätten), in der „Zeitschrift für Wohnungswesen", her­ausgegeben vom Hauptverband deutscher Woh­nungsunternehmen, sowie in den Zeitschriften „Bauen, siedeln, wohnen" (Zeitschrift der DAF.), „Die Wohnung", Zeitschrift der „Eagfa" und „Die Eroßsiedlurm" Zeitschrift, der „Einfa", lau­fend wertvolle Verträge zur Durchführung des städtischen Siedlungswesens beigesteuert werden.

Selbstverständlich hierbei ist, datz sich das Heim- stättenamt der Partei auch mit den besonderen Fragen der Industrie-Verlagerung, sowie deren wirtschaftliche Durchführung beschäftigt.

Wertvolles Nachschlage-Material haben auf die­sem Gebiet beispielsweise die Forschungs­stelle für Siedlungs- und Woh­nungswesen an der Universität Mün- ster rn Westfalen (Band 11 „Zwei Jahre vor- städtische Kleinsiedlung"), die vom Treuhänder der Arbeit Frankfurt a. M., Dr. Karl Luer, her­ausgegebene „Rhein-Mainische Wirtschaftszei­tung", sowie die Deutsche Bau- und Vodenbank mit ihrer „Denkschrift über die vorstädtische Kleinsiedlung" zusammengetragen.

Wertvoll sind auch die im Verlag „Die Grund­stückswarte, Berlin-Charlottenburg" erschienene kleine Broschüre „Stadtrand-Einzelsiedlung im Siedlungsdienst", sowie Heft 13 der Handbücherei des Wohnungswesens für die Kleinsiedlung, er­läutert von Ministerialrat Professor Friedrich Schmidt.

In gut verständlicher und recht anschaulicher Form haben sich über das Gebiet der städtischen Siedlung auch der Arbeitsfiihrer Professor Karl Schöpke in seinem Buch „Der Ruf der Erde" und der in Deutschland besonders bekannte Nassen- forscher Hans F. K. Günther in seinem Werk „Die Verstädterung" geäußert.

Gerade diese beiden Bücher schöpfen für jeden Nationalsozialisten aus so reinen Quellen auf dem Literaturgebiet der städtischen Siedlungs­fragen und der Siedlungsfragen an sich, daß wir sie mit zu dem wertvollsten Bestandteil der Sied- lungs-Lrteratur zählen.

Der Siedlungsbeauftragte im Stäbe des Stellvertreters des Füh­rers, Dr. Ludovier, hat sich erst im Fe­bruar 1935 grundsätzlich in seinem Buch „Das deutsche Siedlungswerk" über das deutsche Sied­lungswerk selbst, die Reichsplanung, die Sied­lungsplanung, die Städteplanung und über den Aufbau der Siedlerstelle grundsätzlich geäußert, so daß aus der nunmehr zur Verfügung stehenden Literatur der klare und unzweideutige Weg des Nationalsozialismus auf dem Gebiet der Groß­stadtrandsiedlung, des städtischen Wohnungs­wesens und auch der bäuerlichen Siedlung auf­gezeigt erscheint.

Im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung und des Wiederaufstiegs von Volk und Land unter

Führung Adolf Hitlers vollzieht sich nicht nur in der Literatur hinweislich erbracht, sondern bereits in die Tat umgesetzt, eine wirkliche Gestaltung neuen deutschen Adels aus Blut und Boden, der aus der Arbeit und aus dem gerechten Ertrag diefer Arbeit die Quelle artreinen deutschen Volkstums darstellt. Es ist das in dem neuen Deutschland Adolf Hit­lers eingetreten, was Professor Hans F. K. Günther im letzten Satz seines Buches „Die Ver­städterung" ausspricht: „Aufrichtend und hinauf- züchtend wirken aber in einem Staate mit ger­manischem Gesittungswillen nur die Lsbrnswerte eines der Welt- und Volksordnung sich einfügen­den wehrhaften Freisassentums."

Wagner-klirung m Va^reutl)

Aus Anlaß der 100. Wiederkehr des Tages, an dem Richard Wagner zum ersten Male denVodender Stadt Vay- reuth betrat fand im alten markgräf - lichen Opernhaus von Bayreuth eine von der Stadtverwaltung veranstaltete Gedenk­feier statt. In dem gefüllten Hause sah man die Spitzen der Bewegung und der Behörden.

Die Feier wurde von Darbietungen der ver­stärkten Kapelle des Infanterie-Regiments Bay­reuth unter Leitung von Professor Leo­pold Reichwein-Vochum umrahmt. Der Schriftsteller von Kraft trug eine dieser Wei­hestunde besonders gewidmete Dichtung vor.

In Vertretung des Oberbürgermeisters hielt Bürgermeister Keller den Festvortrag, in dem er u. a. ausführte: „Am 26. Juli 1835 traf der Meister als junger Kapellmeister des Magde­burger Theaters ^um ersten Male in Bayreuth ein und nahm dort Eindrücke in sich aus, die ihn für immer an diese Stadt fesselten. Als später sein königlicher Freund die Mittel zur Errichtung des großen Festspielhauses bereitstellte, fand dann an der Stätte der heutigen Gedenkfeier die Feier der Grundsteinlegung statt, bei der Richard Wagner selbst seinen Karsermarsch dirigierte." Der Bür-

Richard Wagners und seinen unerschütterlichen Glauben an seine eigene Sendung und an die Sendung seines Volkes. Das deutsche Volk und insbesondere die Einwohnerschaft Bayreuths seien nun verpflichtet, diese Sendung zu erfüllen und dafür zu sorgen, daß Bay­reuth alle Zeit als Stadt des deut­schen Geistes würdig befunden werde.

Zum Beschluß der Feier brachte namens der gegenwärtig von Bayreuth abwesenden Frau Wtnnifred Wagner deren Beauftragter ? Z,tr obel-Vayreuth den Dank

des Hauses Wahnfried zum Ausdruck und trug noch einmal dieselben Worte vor, die der Meister bei der Hebefeier des Festspielhauses den Vay- reuthern zugerufen hatte.

kin neuer Komet

Professor Jackson von der Sternwarte der Südafrikanischen Union meldet die Ent­deckung eines neuen Kometen. Die Entdeckung dieses Kometen ist inzwischen durch die amerikanische Harvard-Universität bestätigt worden. Die Entfernung des-Kometen zur Erde beträgt rund 300 Millionen englische Meilen.