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Nr. lSS / r. Zakegang
Mittwoch, 1?. Juli
kinzelpreis 15 Npf.
flm erabeNWliofens,ilires ritterlichen Senners
knglische scontkömpfer besuchen den Invalidenscieötiof, den Ktzfftziiuserbund, eine Kriegersiedlung und die Schorftzeide
Unser I^gesspisgvl
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Muqolini will sich anfangs September im ^ ea an die
Flugzeug nach Eritrea an die Front begeben
Im Zusammenhang mit den Zwischeufiillen am Kurfürstendamm ist für die SA.-Eruppe Verlin-Brandenburg das Tragen von Dienstkleidung angeordnet worden
Der Reichsinnenminister lägt in einem Rund- erlag feststelle«, welche Beamten freimaueri- ichcn Logen oder logenähnlichen Organisationen angehört haben und noch angehören
Infolge Erhöhung der Steuerüberweisungen haben sich die deutschen Gemeindefinanzen außerordentlich günstig gestaltet
Die Deutsche Reichspost hat mit der Errichtung eines Fernschreibnetzes begonnen
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Im Juni hielten sich Ein- und Ausfuhr in Deutschland die Waage
Die Zahl der Todesopfer beim Grubenunglück in Dortmund hat sich auf 14 erhöht
In Döberitz wurde die Reichsmotorsportschule eingeweiht
Generalmajor Keitel besichtigte unser Bremer HJ.-Sommerlager in Lintorf
Brrgadeführer Raecke sprach schen SA.-llnterf«hrern
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(Orabrbsrielit nnssrsr Lsrlinor Lolrriklloitnng.)
Berlin, 17. Juli
Der Reichsinnenminister hat die zuständigen Behörden in einem Runderlab ersucht, von jedem Beamten bis zum 1. September eine Erklärung darüber abgeben zu lassen, ob er Freimaurerlogen oder logenähnlichen Organisationen angehört oder angehört hat.
krnteschwierigkeiten in Nußland
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Moskau, 17. Juli.
Die „Prawda" nimmt in scharfer Weise gegen den langsamen Gang und die nachlässige Ausführung -der Erntearbeiten in Sowjetrußland Stellung. Obwohl die Aussichten der diesjährigen Ernte überall günstig eingeschätzt werden, machen sich jetzt zunehmende Schwierigkeiten bemerkbar, und die zuständigen Stellen lassen durchblicken, daß es auch in diesem Jahr wieder einen Kampf gegen die Bauern geben wird, die das Korn nicht an die staatlichen Getreideabnahmestellen geben wollen. Die „Prawda" sagt, die . Arbeiten gingen so langsam vor sich, daß eine Gefahr für die rechtzeitige Einbringung der Ernte besteht. In den Kollektivwirtschaften gebe es unzählige Faulpelze und Drückeberger. In anderen Wirtschaften wiederum würden die Arbeiten im Galopp erledigt, und dies gehe dann auf Kosten der Qualität.
Berlin. 17. Juli.
In den Vormittagsstunden des' Dienstag statteten die englischen Frontkämpfer dem Kyff- h-ä userb und einen Besuch ab. Der Führer des Kyffhäusevbundes Oberst a. D. Reinhard hieß im Kreise seiner Mitarbeiter im Versammlungssaal des Kyffhäuserbundes-Hauses als Vertreter der Abordnung Major Fetherstone-Godley und Oberst a. D. Murray kameradschaftlich willkommen. '
Major Fetherstone-Godley hielt eine eindrucksvolle und warmherzige Tanikesansprache, in -der er zum Ausdruck brachte, daß eine zukünftige gedeihliche Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Soldatenbünden von Segen für beide Völker werden würde. Er betonte zum Schluß, daß England nur einmal in der Weltgeschichte Deutschland als Feind gegenübergestanden habe. Dies dürfe niemals wieder geschehen.
Im weiteren Verlauf des Besuches überreichte der Führer des Kyffhäusevbundes den englischen Gästen eine Kassette mit künstlerischen Aufnahmen vom Kyffhäuser-Eebirge und dem Denkmal deutscher Kameradentreue. An die Besichtigung der im Sitzungssaal aufgestellten Modelle vom Kyff- Häuser-Denkmal sowie von Kyffhäuser-Waisen- heimen und Erholungsheimen schloß sich ein kurzes kameradschaftliches Zusammensein.
Weiter stattete die Abordnung unter Führung von Staatskommissar Dr. Lippert und Reichs- fiihrer der NSKOV. Oberlindober der Kris- gersiedlung in Britz einen Besuch ab. Siedlerfrauen und -linder überreichten als Willkommensgruß mehrere große Feldblumensträuße, die mit herzlichen Worten des Dankes angenommen wurden. Die Gäste, die sich auf einem länze-
ren Rundgang von dem vorbildlichen Aufbau dieses von echt nationalsozialistischem Geist zeugenden Sozialwerkes überzeugten, gaben ihrer Anerkennung Ausdruck.
Anschließend besichtigten die britischen Frontkämpfer noch das Adolf-Hitler-Haus (Kriegs-
Staatsfeinden das kandwerk gelegt
Berlin, 17. Juli.
Zu den Zwischenfällen am Kurfürstendamm am Montagabend anläßlich der Aufführung des schwedischen Filmes „Petterson und Bendel" wird von der Staatspolizeistelle Berlin folgendes mitgeteilt:
Die verständlichen Demonstrationen gegen das anmaßende Verhalten der Juden haben gestern wieder sofort allerhand dunkle Elemente angelockt, die glauben, bei solchen Gelegenheiten ungestraft ihre staatsfeindlichen Ziele verfolgen und durch Tumulte Staat und Bewegung in Mißkredit bringen zu können.
Die Gliederungen der Bewegung, insbesondere PO. und SA. haben sich sofort der Polizei zur Verfügung gestellt, um durch schnellste Wiederherstellung der Ruhe der Minierarbeit dieser dunklen
Kräfte den Boden zu entziehen. Der Zusammenarbeit von Polizei und Gliederungen der Bewegung gelang es dann auch tatsächlich in kürzester Zeit, weitere Störungen zu unterbinden. Es bedarf keines Hinweises, daß Staat und Bewegung auch weiterhin aufs engste zusammenarbeiten werden, um jede Störung der öffentlichen Ruhe nachdrücklichst zu verhindern.
Der Führer der Gruppe Verlin-Brandenburg, i. V. Uyland, Gruppenführer und Stabsfllhrer, hat im Hinblick auf die Vorgänge am Kurfürstendamm folgenden Befehl an die SA. der Gruppe Berlin-Brandenburg erlassen:
Volksfremde und jüdische Elemente versuchen in ähnlicher Weise wie im Mllnsterlanüe die SA. in Mißkredit zu bringen. Wenn auch das Verhalten Fremdrassiger auf das strengste verurteilt werden
Des Lichrers Werk im zehnten Jahr
flm 1?. Juli 1S25 erschien „Mein Kamps"
Am 17. Juli sindzehnIahre vergangen seit dem Tag, an dem das große Werk Adolf Hitlers „Mein Kampf" mit seinem ersten Band den Weg zum deutschen Volke antrat.
Wenige Monate vorher war die Partei vorn Führer neu gegründet und ihr die Kampftaktik gegeben worden, die sie in zähem Ringen schließlich an die Macht gebracht hat: Die Taktik des legalen Kampfes, die ihre Stärke vor allem rn den inneren geistigen Kräften der Parte: entwickeln mußte. Mit unerhörter Spannung sahen die wenigen tausend Männer und Frauen, dre über ganz Deutschland verstreut — damals rm Glauben an die Persönlichkeit Adolf Hitlers die ersten Pioniere der NSDAP. waren, auf das Buch des Führers. Denn sie wußten, dag der Kampf gegen das übermächtige System m der Methode, die als die einzig mögliche vorn Führer besohlen war, unerhörte Anforderungen an die innere Zähigkeit und an die fest gegründete Ueberzeugung des einzelnen Parteigenossen stellen mußte. , „ .
In dem Zermürbnngskampf, der bevorstand ge- nügte es nicht, nur mit dem Herzen Nationalsozialist zu sein, es mußte in dem Cnserno der täglichen Auseinandersetzungen mit den Gegnern jeder einzelne stahlhart gerüstet sein. ,
Deshalb gab Adolf Hitler der Parier nicht nur die Parole des legalen Kampfes,
Ichuf auch gleichzeitig die innere ietzung für den Sieg dieser IZo indem er der Partei mit seinem genialen grogen Werk „Mein Kampf" eine ums-i,sende Darstellung der nationalsozialistischen Gedankenwelt und eine unwiderlegliche Auseinandersetzung mit ihren Gegnern in die Hand gab. ^
Dieser innere Zusammenhang Zwischen der Kampcharole des Führers und der Notwendig, ieit einer umfassenden Klärung der gers g
sondern er Voraus- Kampfmethode,
Fundamente, auf dem die Bewegung ruht, hat es mit sich gebracht, daß wir kein anderes Buch kennen, oas eine derart aktive politische Bedeutung in der Entwicklung einer Nation gewonnen hat.
Wenn Staatsmänner und Politiker bisher Bücher schrieben, dann taten sie es meist um der Klärung willen und der Rechenschaft über vergangene Entwicklung. Adolf Hitlers Buch wurde nicht in die Vergangenheit, sondern indieZu - kunft geschrieben, es war bestimmt, Grundlage und Voraussetzung einer politischen Entwicklung von historischer Bedeutung zu werden.
Heute, zehn Jahre nach dem ersten Erscheinen dieses wahrhaft epochalen Werkes, sind wir uns seiner Bedeutung bewußter denn je. Denn wir wie wir in der Kampfzeit immer, wenn
wissen,
wir unter der Last gegnerischer Verleumdungen gegnerischer Angriffe, gegnerischer Theorien zu ermüden begannen, uns an diesem Buche wieder hochrissen/hier uns geistige Kraft holten zum Widerstand wie zum Angriff. Wir wissen aber auch, daß die unerhörte geistige Kraft dieses Buchs uns heute mehr denn je innere Stärke zu geben verniag. Und nicht nur uns Parteigenossen. Denn längst ist Adolf Hitlers Buch Gemeingut des ganzen Volkes geworden.
Millionen deutscher Menschen haben es an einem Ehrenplatz stehen und holen es in Stunden der Selbstbesinnung hervor, um aus ihm die tiefe Logik unseres nationalsozialistischen Staates sich immer neu plastisch vor Äugen zu führen.
Einst geistige Grundlage des Kampfes um die Macht, ist Adolf Hitlers „Mein Kampf" heute das umfassendste Lehrbuch national- sozialistischen Staatsdenkens.
In dieser einzigartigen geschichtlichen Leistung und gewaltigen nationalen Eegenwartsaufgabe liegt die tiefe Bedeutung dieses Werkes, das heute seinen Weg mit derselben Kraft fortsetzt, wie es ihn vor zehn Jahren begann. ll. 8.
Reichsfestspiele in Heidelberg
Neichsdramaturg Nainer Schlösser spricht — kleists „Kätzchen von fjeilbron.
(Loväarbsriekt unssrss naolr UsicksIdörZ sntssnätsn Uitarbsitsrs)
Die
haben
zweiten Reichsfestspiele in Heidelberg - wie schon kurz berichtet — mit Heinrich von Kleists „großem historischen Ritterschauspiel" „Das Käthchen von Heilbronn" begonnen. Rainer Schlösser, der stellvertretende Präsident der Reichstheaterkammer und Reichsdramaturg, sprach vor Beginn des Spieles von der Sehnsucht des deutschen Menschen nach dem Theater unter dem unverstellten Himmel, nach dem unmittelbaren Erlebnis, das uns das Theater unter dem freien Himmel gibt. Das Erundgesühl der deutschen Romantik, die ja mit von Heidelberg ihren Ausgang nahm, ist das der höchsten Naturselig
keit. Die Romantik hat uns unsere eigenen Bedingungen kennengelehrt, hat uns wieder zurückgeführt zu dem uns Eigentümlichen. Seit den Tagen der Romantik ist das eigentliche Theater im Freien da, also nicht das höfische Parktheater, sind die Spielstätten in Deutschland immer zahlreicher geworden, Man wundert sich beim Durchwandern der deutschen Landschaften, soviel Spiel- stätten zu finden, Plätze aus Waldlichtungen, vor Burgmauern, vor Rathäusern Aber erst im neuen Deutschland wurde jener deutschen Sehnsucht eine Planmäßigkeit gegeben. Heute geschieht die Geburt eines neuen Theaters aus dem Geiste
der Natur, erneuert sich der Begriff des Theaters auf eine deutsche Weise. Das neue Deutschland schuf sich die Stätte, die seiner Gesinnung, seiner Haltung zur Welt Ausdruck geben wird, die Thing statte. Hier, in dem streng gefügten architektonischen Rahmen unter der Weite des Himmels ist der Ort eines neuen Theaters. Die Landschaft um Heidelberg, ein Jdealraum im Sinne der Romantik, vereinigt die Orte für diese neuen Formen des Theaters in sich. Auf der uralten Kultstätte des Heiligen Berges werden wir die festlichen Spiele des neuen Deutschland, die Thingspiele, erleben, und im Hofe des Heidelberger Schlosses wird all die Schönheit unserer Klassiker zur tiefsten Auswirkung kommen. Hier erkennt man, daß die deutsche Dichtung ewig eine Dichtung der sommerlichen Nächte ist, da^ das ihre hervorragende Stimmung. Es ist ein anderer Sommer als der des Mittelmeers. Tiefer, besinnlicherer und darum kostbarer. Wir lieben die Idee des Sommers, feiern sie festlich, wenn wir alljährlich hier zusammenkommen. Wir feiern damit auch die Neuauferstehung der deutschen Theaterkultur, die wir dem künstlerischen Treuhänder des Führers, Reichsminister Dr. Goebbels, verdanken. In seinem Namen erklärte Rainer Schlösser die Reichsfestspiele 1935 für eröffnet.
Danach begann Heinrich von Kleists zauberhaftes, von der Macht des reinen Gefühls kündendes Spiel. Das Mädchen von Heilbronn gewinnt deshalb alles, den geliebten Mann, seinen Grafen Wetter vom Strahl, weil es alles hingibt, weil es ganz erfüllt ist von der Macht dieses einen großen Gefühls und die Kraft hat, dieses Gefühl wirklich auch zu leben und so dem geliebten Manne, ohne dabei jemals an sich zu denken, alles zu geben. Sie weiß im Tiefsten, daß sie füreinander bestimmt sind und kann deshalb mit einer rührenden und ergreifenden, zwingenden Silberbeit des Gefühls im Traume in der Hollunderszene. einer der schönsten Liebesszenen unserer Dichtung, sagen' ,.Zu Ostern, llbers Jahr, wirst du mich heuern". Denn sie ist immer schon eine Kaisertochter, geht mit einem stillen und sicheren und darin wahrhaft adligen Wissen
Segen Nachtmützen
' I'oto: Loliörl.
Akrrjor k'ottterstons-Ooäle^ Ie§t vinen Lti aujZ am (xi ads äes AroÜtsa äeul8vli6n nleüer
blindenheim) und das Jnvalidenhaus in der Scharnhorststraße, um dann die Grabstätte des deutschen Fliegerhelden Manfred von Richthofen auf dem Jnvalidensriedhof zu besuchen.
Um 18.96 Uhr fuhr die Abordnung zu einem eintägigen Besuch nach Hamburg äb.
und eine verschworene llique
* Bremen, 17. Juli.
Es ist eine eigene Sache um das Benehmen derer, welche unangenehme Wahrheiten nicht vertragen können. Müssen sie solche Wahrheiten hören, so reagieren sie sauer gegen jeden, der sie ihnen sagt und versuchen mit hoch- gezogener Oberlippe und überaus dünkelhaftem Mienenspiel bei all ihren Freunden und Bekannten diejenigen als minderwertig hinzustellen, welche die Minderwertigkeit an den Pranger stellten.
So war es stets, so ist es heute noch, und so wird es bleiben, solange es unerfahrene und vertrauensselige Menschen gibt, die solch merkwürdiges Spiel nicht durchschauen und einer äußerlich vornehm tuenden, innerlich hohl und hochmütigen, zielbewußt auf Täuschung der öffentlichen Meinung ausgehenden, wie Pech und Schwefel zusammenhaltenden, geheimen Parolen unbedingt folgenden, auf jeden Fall sich aber für etwas Besonderes haltenden Clique von Gegnern unbequemer Wahrheiten auf den Leim gehen.
Es ist eine solche Clique auch hier in unserer Stadt. Wahrscheinlich unter freimaurerischer Leitung stehend, selbst heute vielleicht noch insgeheim freimaurerisch organisiert, führt diese Clique versteckt, aber für den aufmerksamen Beobachter unverkennbar systematisch, genau noch so einen zähen und giftigen Kampf gegen die nationalsozialistische Weltanschauung und gegen den
wie man die ZwischenfiMe am Kurfürstendamm gegen Staat und Bewegung auszumünzen versuchte
Vle Sfl. läßt stch nicht irremachen
muß, so muß trotzdem die SA. die Disziplin bewahren und erneut unter Beweis stellen, daß sie die Aufgaben, die ihr der Führer gestellt hat, zu erfüllen versteht. Die Gruppe Berlin-Brandenburg ordnet daher an, daß die SA. sich von jeg- lichen Demonstrationen und Kundgebungen fernhält, auch in ZiviMeidung. Sämtliche SA.-Män- ner haben außerhalb ihres Berufes sofort bis auf Widerruf Dienstkleidung zu tragen. Die verantwortlichen SA.-Führer haben entsprechend dieser Anweisung sofort sich durch Appelle in den Sturmlokalen von der Durchführung der Anordnung zu überzeugen.
Diese Anordnung soll den gesunden SA.-Eeist nicht eindämmen, sondern den Gegnern des Nationalsozialismus die Gelegenheit zur Verleumdung und Difsainierung unserer SA. nehmen.
Heil unserem obersten SA.-Führer Adolf Hitler!
Heute „Junge Gefolgschaft", Hitler- Jugend-Veilage der „B.Z.", darin und im lokalen Teil enthalten der einzige vom Hanpt- lagersiihrer der Bremer HJ.-Lager, Lber- bannsührer Carl Jung, autorisierte Bericht über die Vorgänge des Tages in Vad Essen und Lintorf
nationalsozialistischen Staat, wie sie diesen Kampj vor der Machtübernahme offen und unentwegt gegen die nationalsozialistische Bewegung geführt hat. Obwohl nur eine kleine Gruppe, reichte damals und reicht noch heute ihr Einfluß überall hin, und sporadisch auftretend in allen Kreisen — wobei Partei und Parteigliederungen durchaus nicht verschont bleiben, versucht diese Clique es heute noch wie damals, und leider manchmal mit Erfolg, brave, redliche Volks-
um die Hoheit ihres Wesens durch die Dichtung. Sie kann durch seinen ausbrechenden Zorn wohl erschreckt werden, aber nie verliert sie sich selbst, wird sie wirklich erschüttert in ihrem Sein.
Der Heidelberger Schloßhnf war wirklich der rechte Ort für dieses romantische Spiel, in das die übermenschlichen Mächte selbst eingreifen. Hier wurde alles zum Mitwirkenden, die ragenden Mauern des Schlosses, die ganze romantischwirkliche Szenerie dieses „Vühnenraumes" mit seinen Bäumen und Büschen, Erashängen, Treppen und Winkeln. Um alles schwang der Zauber einer von allen Geheimnissen durchwehten sommerlichen Nacht. Ueber allem stand die Weite des nächtlichen, sternenüberleuchteten Himmels und nahm alles, des Menschen Qual und Freud, wieder zurück in seine Unendlichkeit.
Die Leitung der Aufführung hatte Richard Wsichert. Zu besonders starker Wirkung kamen naturgemäß auch hier die großen festlichen Szenen. Denn der große augenprächtiqe Aufzug ist ja der eigentlichste Stilausdruck des Theaters unter dem freien Himmel, sein die stärksten Wirkungen schassendes Mittel. Am schönsten wird hier die Schlußszene, die Einholung der richtigen Braut und der Weg zur Kirche. In ihr ist wirklich der ganze Schloßhof erfüllt von Leben, von fröhlich buntem, strömenden Leben. Die Szene vor der kaiserlichen Burg zu Worms dagegen hätte wuchtiger, stärker von Massen erfüllt gebracht werden müssen.
Als Ganzes war die Aufführung auf einen frischen, meist sehr irdischen Ton gestellt, war sie durchleuchtet von einem warmen und sehr herzhaften Humor. Sie schreckte auch vor leichter Parodierung nicht zurück. Vielleicht wurde damit Kleists Spiel etwas von seiner Romantik genommen, sichtbar wurde aber damit vor allem und sehr schön der frische Humor, den Kleist in Wahrheit doch besaß. Und immer wieder schwang die Aufführung als Ganzes auch zurück in die Bezirke des Träumerisch-Phantastischen, des zwischen Erd und Himmel Schwebenden und damit in das eigentliche Reich dieser Dichtung. Angela Salloker war als Käthchen die