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Das flmtsblatt des Senats
Fernsprecher: Roland S2S.
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Nr. 2ZS / 5. Jahrgang
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der Freien Hansestadt Bremen
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Molf-Hitler-Koog, 30. August.
Ein wih.tiger Abschnitt im Aufbauwerk des nationalsozialistischen Deutschland, zu dem im wesentlichen auch die umfangreichen Landgewinnungsarbeiten an der schleswig-holsteinischen Westküste gehören, wurde am Donnerstag mit der feierlichen Einweihung des Adolf-Hitler-Koogs an der Dieksander>Bucht im Süderdithmarschen er-
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Der Führer vollzog gestern in Schleswig- Holstein die Weihe des Adolf-Hitler-Koogs.
Adolf Hitler hat der Kriegsmarine anläßlich seines Kieler Besuchs seine Anerkennung ausgesprochen.
Für die Zeit des Reichsparteitages gibt die Post besondere Wertzeichen und Schmuck- telegramme aus.
Bei einem Autounfall wurde der König von Belgien verletzt und die Königin getötet.
Italien bildet neuerdings auch seine Jugendorganisationen militärisch vollwertig aus.
England hat feine Mittelmeerslotte zum Suez-Kanal entsandt.
Die Frerichswerft in Einswarde» wird aufgelöst.
In Nordwestdentschland steht das Gemüse besser als in anderen Bezirken Deutschlands.
Nach ihrem Sternritt trifft die Reiterstandarte K2 heute nachmittag in Bremen ein.
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reicht. Der Adols-Hitler-Koog ist das erste fertige Werk der sogleich nach der nationalsozialistischen Machtergreifung in Angriff genommenen großen Landgewinnungsarbeiten.
Adolf-Hitler-Koog! Sein Name zeugt von der engen Verbundenheit des Führers und Reichskanzlers zu diesem gewaltigen We.rk der Landgewinnungsarbeiten und zeugt zugleich von der Liebe des Führers zu seinen deutschen Bauern.
Und so war es der Wille des Führers, an der Einweihung dieses nach ihm benannten Kooges persönlich teilzunehmen. Als gegen Donnerstag mittag die Kunde von seinem Eintreffen bekannt wurde, verbreitete sie sich wie ein Lauffeuer durch ganz Dithmarschen. Auf allen Zufahrtsstraßen, die nach Marne führen, hatte man für einen festlichen Empfang Sorge getragen. Von den Vauern- häusern und kleinen Fischerkaten flatterten im frischen Winde die Symbole des Dritten Reiches. Eewaltige Massen von Bauern und Landarbeitern sowie die Jugend umsäumten die Straßen. Kernige Gestalten, trutzige Dithmarscher waren es, die es sich nicht nehmen ließen, dem Führer einen begeisterten Empfang zu bereiten.
Marne, die Hauptstadt Norderditbmarschens, bot ein buntes Bild. Von den Giebeln der kleinen Häuser prangte reicher Flaggenschmuck. Unaufhörlich hallte der Marschtritt der national,ozmli- stischen Formationen durch die engen Gassen. SA. und SS. hatten umfangreiche Absperrungsmaßnahmen getroffen, um einen reibungslosen Verkehr zu gewährleisten.
Inzwischen war es Mittag geworden und noch immer verharrte die Menge in Erwartung des Führers. Stunde um Stunde verrann. Endlich.
Nicht weniger als 1333 Hektar neuen Ackerlandes sind dem Meeresboden entrissen. Wo früher kümmerliche Eräserfelder sich dehnten, immer wieder überflutet von den Wassern des „Blanken Hans", sieht man heute, soweit der Blick reicht, fruchtbare Aecker und Getreidefelder. Die erste Ernte im Adolf-Hitler-Koog ist da! Wer die schicksalsvolle Vergangenheit dieses Landes kennt, kann ermessen, was hier geleistet wurde. In schwerer Arbeit ist dem Meer nach und nach ein Stück Land nach dem anderen abgerungen worden. Der neue, 8,3 Kilometer lange Deich, der den Adolf-Hitler-Koog von dem Meer trennt, ist in verhältnismäßig kurzer Zeit emporgewachsen. Das weite Land hinter dem schützenden Wall des Deiches trägt stolz den Namen des Führers.
Der Adolf-Hitler-Koog gibt mehr als 88 Familien aus dem neugewonnene» Land die Lebens- und Existenzgrundlage. Ueberall sieht man freudige, leuchtende Gesichter eines gesunden Banerngeschlechtes. Die Fahnen des Dritten Reiches wehen vor jedem der im arteigenen Stil des Dithmarscher Landes erbauten großen Bauernhäuser.
Der Hügel, auf dem die Neulandhalle errichtet wird, die der künftigen weltanschaulichen und politischen Erziehung der auf dem neugewonnenen Land heranwachsenden Geschlechter dienen soll. ist der Schauplatz der Einweihungsfeier. Die Tribüne ist im Geviert umrahmt von den im frischen Wind des Meeres flatternden Bannern des Dritten Reiches. Vor der Tribüne sind Ehrenstürms der SÄ., der SS., des NSKK.. Abordnungen der politischen Leiter. Abteilungen des Arbeitsdienstes der Hitler-Jugend und des BDM. aufmarschiert im Verein mit den Arbeitern, die an dem großen Werk der Landgewinnung und der Eindeichung mithalfen. Auf der Anhöhe vor der Tribüne versammeln sich die Siedler des Neulandes, die mit den übrigen Volksgenossen das Bild einer Kundgebung bieten, die symbolischer Ausdruck ist für die Aufbauarbeit im Dritten Reich.
kurz nach 1ö Uhr traf der Führer auf seiner Fahrt zum Adolf-Hitler-Koog in Marne ein. Nun kam Bewegung in die Massen, und als sich der Wagen des Führers, in dessen Begleitung sich Gauleiter Oberpräsident Lohse befand, in langsamer Fahrt seinen Weg durch die Masse bahnte, drach unbeschreiblicher Jubel los. Tausende von Armen streckten sich zum Gruß, und nicht enden- wollende Heilrufe ertönten.
Sie fahrt des führers
Die Fahrt des Führers hatte vorher über Lckernförde, Schleswig und Husum und über den neuen Damm, der die Insel Nordstrand mit dem Festlande verbindet, zur Insel Nordstrand geführt. Der Führer überzeugte sich dort von den Landgewinnungsarbeiten, die die Insel in kürzester Zeit zu einem Teil des Festlandes machen werden. Die Fahrt war dann wieder über Husum nach Heide und Albersdorf. von dort nach einer Mittagspause nach dem Ädolf-Hitler-Koog gegangen..
Der Weg war mit Transparenten, Girlanden und Blumen festlich geschmückt, oft war die Straße mit Blumen bestreut. Die schleswig-holsteinische SA. ließ es sich nicht nehmen, in kilometerlangem Spalier an der Straße zu stehen, insbesondere waren die Reserve-Standarten an diesem Spalier beteiligt, so daß man eine große Zahl von SA.- Männern mit den höchsten Kriegsauszeichnungen des Weltkrieges im Spalier sab In St. Annen
und in Albersdorf besuchte der Führer die Friedhöfe und legte an den Gräbern der nach einer SÄ.-Tagung im März 1928 in Wöhrden ermordeten SA. -Männer Hermann Schmidt und Otto Steibel Blumen nieder. Der Führer hatte damals auch an der Beisetzung der gefallenen SA.-Männer teilgenommen. Am Nachmittag setzten kräftige Regenböen ein, die oft die ganze Sicht benahmen. Trotzdem hielt die Bevölkerung in dichten Reihen unentwegt an der Straße aus. Bauern und Arbeiter waren es in erster Linie, die die seltene Gelegenheit wahrnahmen. den Führer zu sehen und zu begrüßen.
Am Eingang zum Adols-Hitler-Koog wurde dem Führer von dem Sachbearbeiter des Oberpräsidiums der Provinz Schleswig-Holstein für Lanv- gewinnungsarbeiten ein Vortrag über die Anlage und über die Landgewinnungsarbeiten gehalten. Ein entzückender Zwischenfall ereignete sich, als drei kleine VDM.-Mädchen, Töchter von Erbhof- bauern, die im Adolf-Hitler-Koog angesetzt worden waren, den Führer begrüßten und von ihm in seinen Wagen mitgenommen wurden. In einem Bauernhause begrüßte der Führer den hier neu angesetzten Bauern, einen SS.-Hauptscharführer, selbst Sohn eines Bauern, mit seiner jungen Frau und gab damit dem Hause die rechte Weihe. Die Dithmarschen Menschen sind wortkarg und zurückhaltend, aber man sah, wie es in den Gesichtern dieses jungen deutschen Paares zuckte, als der Führer ihnen beiden die Hand bot und sich durch ihr Haus führen ließ. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Führer vom zuständigen Kreisleiter mitgeteilt, daß die Bauern im Adolf-Hitler-Koog für die im Koog angesetzten Arbeiter den Acker kostenlos gepflügt und auf einen Teil ihrer Ernte zugunsten der Arbeiter verzichtet haben. So ist in dieser Dorfgemeinschaft der Sozialismus der Tat Grundstein für volle Entwicklung geworden Der Führer hestieg dann mit Reichs- ernäbrungsminister Darrö und Gauleiter Ober- präsident Lobse den Deich, der den Adolf H-Iler- Koog vom Meere trennt Es begann
der feierliche Akt der Einweihung
Als der Führer zur Ehrentribüne schritt, scholl ihm der begeisterte Jubel der Tausende entgegen.
Auf der Ehrentribüne erwartete Reichsorganisationsleiter Dr. Ley den Führer.
Oberpräsident Gauleiter Lohse nahm sodann das Wort, um den Führer und Kanzler auf .Deutschlands neuem Land zu begrüßen: „Mein Führer! Sie stehen hier an der Nordsee auf neuem Land, das in harter Arbeit dem Meere abgerungen wurde. Seine Bewohner, die jetzt nach und nach dieses Land besiedeln, sind Nationalsozialisten, sind Kämpfer der Bewegung aus jenen Zeiten, als es noch heiß herging im Dithmarschen. Wir haben um das Banner kämpfen müssen, das wir heute aufgerichtet haben in Ihrem Namen. Wir sind dabei aber nicht stehengeblieben. Köge sind entstanden und Deiche erbaut worden, und was wir heute Ihnen, mein Führer, zeigen durften, das ist ein
großes Werk menschlicher flrbeit
Die Natur mit ihren unerschöpflichen Kräften hat unsere Arbeit gesegnet und uns vor Aufgaben gestellt, die wir nicht allein werden lösen können, sondern an denen auch diejenigen, die nach uns kommen, zu arbeiten haben werden. Eines ist klar erkennbar: Nachdem Sie, mein Führer, die Macht übernommen haben, können wir froh und frei arbeiten. Ich habe im Namen der gesamten Bevölkerung Schleswig-Holsteins Ihnen zu danken für Rat und Tat, mit der Sie uns immer zur Seite gestanden haben in dieser schweren Arbeit.
Wir werden auch in Zukunft dieses große Werk fortsetzen, werden neue Köge bauen, Bauern, Handwerker und Arbeiter ansiedeln und werden so weiterarbeiten, wie es Ihr Wille ist!" Oberpräsident Lohse verlas die Urkunde zur Grundsteinlegung der Nculandhalle, die den Volksgenossen des Adolf-Hitler-Kooges als Thingstätte und Versammlungsort dienen wird!
„Adolf Hitler, unser Führer, des Deutschen Reiches Kanzler, vollzog am 28. August I83ö die Grundsteinlegung zu dieser Neulandhalle. Der Wille unseres Führers hat erreicht, was unmöglich schien. Deutschland steht in neuer Gestaltung dar.
(Fortsetzung siehe nächste Seite)
Manentum
* Bremen, 3V. August.
Nationalsozialismus ist stetes Ringen und Kämpfen. Ringen gegen alles Schlechte und Faule innerhalb und außerhalb der eigenen Reihen, Ringen gegen die dunklen Gewalten des Schicksals und Ringen auch wider die Gewalt der Natur.
Nationalsozialismus ist Titanentum, zähes, hartes, verbissenes Kämpfen gegen alle sich nationalsozialistischem Zielstreben entgegenstemmenden Kräfte. Nationalsozialismus ist starkes, unbeirrbares, von stählernem Wollen und unerschütterlichem Glauben an das erhabene Ziel getragenes Angehen gegen alle Widerstände und sieghaftes Hinwegschreiten über alle auf dem einmal erwählten Weg sich entgegentürmenden Hindernisse.
Solches Titanentum war es, was die Bewegung vor zweieinhalb Jahren zum Siege und zur Macht- ergreifung führte. Solches Titanentum war es, was ihr seitdem unerhörte innen- und außenpolitische Erfolge verschaffte. Solches Titanentum war es, was die Bewegung alle Rückschläge in der Vergangenheit klein erachten ließ und alle Schick- salsschläge in der Gegenwart und in der Zukunft überwinden läßt. Und wiederum ist es solches Titanentum, was jetzt das große Landgewinnungs- werk an der Westküste Schleswig-Holsteins ins Leben rief, das Werk, das gestern in Anwesenheit des Führers seine feierliche Weihe erhielt.
Aus dem Nichts erstand hier blühendes Gefilde. Dreizehnhundert Hektar fruchtbarsten Ackerbodens haben während zweier kurzer Jahre die Arbeitsmänner Adolf Hitlers in unendlicher Mühe und in zähem nationalsozialistischem Ringen Schritt für Schritt dem Meeresboden abgewonnen. An die hundert saubere Bauernhöfe sind darauf erstanden und eine große Anzahl Menschen deutschen Blutes konnten darauf sich ansässig machen, Bauernfami- licn und Handwerkerfamilien, die zueinanderge- hören. wie Hammer und Pflug. Und all das geschah im Rahmen jenes großen Landgewinnungsplanes, der vor zwei Jahren vom Führer befohlen und mit nationalsozialistischer Tatkraft auch sofort in Angriff genommen worden ist.
Dreizehnhundert Hektar fruchtbarsten Merlan- des brachten nun strotzende Ernte, wo noch vor zwei Jahren die wilde Flut ihre Wellen wälzte. Weitere dreitausendfünfhundert Hektar Boden werden bis zum Frühjahr dem deutschen Ackerbau gesichert sein und zehntausend Hektar im Laufe der nächsten Jahrzehnte im Rahmen dckd großen Landgewinnungsplanes Adolf Hitlers, dem deutschen Volke errungen werden.
Deich- und Abdämmungsarbeiten zur Landgewinnung sind dem harten, starken Friesengefchlecht an der Nordsee gewiß nichts Fremdes. Sturmfluten und Dammbrllche haben von jeher die Menschen dort gelehrt, in zielbewußter Arbeit ihren Boden vor Ueberflutung und Meeresgewalt zu schützen und auch dem Meere neuen Boden abzutrotzen. Planungen, um dies auch in neuerer Zeit zu unternehmen, waren auch schon vor der Machtübernahme vorhanden. Aber ein schwächliches System, verworren in seinem Wollen und klein- lich in seinem Walten vermochte es nicht, die von Männern der Praxis und Männern der Wissenschaft gemeinsam gestellten Pläne zu verwirklichen, ja getraute sich nicht einmal, sie recht in Angriff zu nehmen. Und so mußte erst der Führer kommen, der mit genialem Blick erkannte, welche Möglichkeiten zur Ansiedlung besten deutschen Blutes sich hier boten, er mußte erst althergebrachte Berechnungen vom grünen Tische wischen und in der ihm eigenen Tatkraft über alle Regeln hinweg die neue Planung geben. So sandte er denn seine Ar- beitsmänner an die nördlichste Küste des Reiches und ließ ein Werk bereiten, daß in seiner Bedeu- tung bestimmt nicht nachsteht den übrigen großen Werken, die seinem kühnen Wollen entsprangen.
Adolf-Hitler-Koog heißt der erste Abschnitt der Landgewinnung, der gestern vom Führer seine Weihe erhielt, eine Weihe, an der nicht allein die Bewohner in Dithmarschen, sondern das ganze deutsche Volk regsten Anteil nahm. Vierzigtausend Morgen neuen Landes werden dem deutschen Volke in zehn Jahren gewonnen sein, wenn, wie jetzt am Adolf-Hitler-Koog, dereinst an der ganzen Nordseeküste von der Elb- mündung bis hinauf nach Nordschleswig Schau-
MM-Hiner-Koog
k'oto: I'iüHL Ls-kravsk, i./8.
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