Ausgabe 
(28.8.1935) Nr. 237
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parteiamtklageszeitung der

Das flmtsblalt des Senats

NationalsozialistenVremens

der Lreien Hansestadt Bremen

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Nr. 2Z7 / Z. Jalirgang

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MMwoch, 2S. flugust

kinzelpreis lS Npf.

ftdolf kttier llchert des deutschen Volkes Zukunft

feierliche Eröffnung des Internationalen bevölkerungswiffenschaftlichen Kongresses durch Neichsminister Vr. frick

ksteberatung wird gesetzlich

Unser lagesspisgsl

In Berlin kündigte Reichsinnenminister Dr. Frick bei Eröffnung des Internationalen be- völkerungswisfenschaftlichen Kongresses ein ein Gesetz über Eheberatung an.

Gauleiter Rover begrüßte an der Eangrenze in Osnabrück die auslandsdeutsche Jugend, die gestern in Bremen eintraf.

In Oldersum (Ostfriesland) weihte Stabs­chef Lntze das größte Schöpfwerk Deutsch­lands.

In Zukunft werde« keine Reiseschecks mehr für die Schweiz ausgegeben.

In Südgriechenland wurde infolge eines Aus- standes der Korinthenbauern das Kriegs­recht verhängt.

Litauen steht im Zeichen einer ernsten Bauernrevolte.

Die Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP. veranstaltete in Leipzig eine Kund­gebung.

Die Zusammenstellung der geplanten Gemein- schaftsreisen von Industriellen und Kaufleu­ten nach Uebersee wird von den Hansestädten vorgenommen.

Bei einem Autounfall in der Nähe von Ocht- manien kam der SS.-Hauptsturmführer Bron- ger, der Führer des Sturmbannes III/88 aus Vegesack, ums Leben.

Bremen wird als Eingangstor zur Olym­piade 1838 eine ganz besondere Propaganda entfalten.

ks ist zu mißbilligen...

Für Herstellung normaler Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich

Von besonderer Seite wird uns mitgeteilt: Namens der Reichsregieruug hat der deutsche Gesandte in Wien, Herr v. Papen, bei der öster­reichischen Bundesregierung schärfsten Einspruch gegen Unwahrheiten und Verleumdungen sowie tendenziöse Darstellungen der innerdeutschen Lage erhoben, die in Teilen der österreichischen Presse in der letzten Zeit gegen das Reich und seine führenden Persönlichkeiten enthalten waren. Die sich daran anschließende Aussprache, in der auch oom österreichischen Minister des Aeußeren die analogen Beschwerden vorgebracht wurden, ergab Uebereinstimmung darin, daß es ernstlich zu mißbilligen sei, wenn die Presse des einen oder des anderen Landes sich Ausschrei­tungen oder Verleumdungen bei der Behandlung des anderen Staates, seiner Einrichtungen und feiner Staatsmänner zuschulden kommen lasse, und daß vielmehr dahin zu wirken sei, die Presse beider Länder der Herstellung normaler Be­ziehungen mehr als bisher nutzbar zu machen.

flusgewiesen

Berlin, 28. August.

Der rumänische Staatsangehörige Iancu Chitzes ist gestern aus dem Reichsgebiet ausgewiesen worden.

-i-

Es handelt sich um einen rumänischen Jour­nalisten, dessen Ausweisung in Beantwortung der unglaublichen Form erfolgt sein dürste, die bei der Ausweisung des Vertreters desVölki­schen Beobachters" aus Rumänien eine Rolle ge­spielt hat. Die rumänischen Behörden erlaubten demV.-B."-Vertreter nicht einmal, seine Koffer mitzunehmen.

flus eigenem kntschluß

Selbstauslösung evangelischer Beamtenvereine Li. Berlin, 28. August.

Der Obmann des Verbandes deutsch-evange­lischer Veamtenvereine, Lic. von der Heydt, hat die Selbstauslösung des Verbandes aller ange­schlossenen Vereine verkündet Er hat diesen Ent­schluß dem Reichsinnenminister in einem Schreiben mitgeteilt, in dem er daraus hinweist, daß es heute

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UnsereJunge Gefolgschaft" erscheint heute als Sondernummer sür die auslandsdeut- Ichsn Jungen vom Tage vor ihrer Ankunft in Bremsn!

einer besonderen evangelischen Beamtenorgani- sotion nicht mehr bedürfe, und daß es nicht richtig sei, sich gegen den Staat, der göttlicher Ordnung sei, zu stellen. Der Reichsinnenminister hat »i» einem Schreiben geantwortet, daß er in dem Ent­schluß des Verbandes den Beweis unbedingter Ee- solgschaftstreue sehe.

Berlin, 28. August.

In der mit Fahnen von 23 Nationen geschmück­ten Aula der Berliner Universität wurde am Dienstagmittag der internationale Kongreß für Vevölkerungswissenschast feierlich eröffnet.

Der amtssührende Präsident, Pros. Dr. Eugen Fischer von der Berliner Friedrich-Wilhelm- Universität begrüßte die in- und ausländischen Teilnehmer und Gäste des Kongresses.

Dann nahm der Reichs- und preußische Innen­minister Dr. Frick das Wort, um u. a. auszu­führen:

Zwar sind die Sterblichkeitsziffern der Kultur­nationen dank den Fortschritten der medizinischen Wissenschaft stark gesunken, aber dafür haben sich wieder die wichtigeren Geburtenziffern so vermin­dert, daß viele Staaten sich ernsthaft fragen müssen, ob sie ihren Bevölkerungsbestand über­haupt noch halten können.

Es ist selbstverständlich nicht zu verkennen, daß bei gleicher Entlohnung der Lebensstandard des Kinderreichen in allen Schichten der Bevölkerung gegenüber dem der Junggesellen, Kinderlosen und Kinderarmen zurückgeblieben ist. Hier ist es Auf­gabe des Staates, einen Ausgleich herbeizu­führen. Man glaubte bisher durch Industrialisie­rung, durch Ueberschätzung der Wirtschaft und der

äußeren Macht ein Volk sichern zu können. Man förderte den ungeheuren Zustrom in die Städte und füllte die Lücken auf dem Lande fast in allen zivilisierten Staaten durch billige, oft anders- rassige Arbeiter. Man wollte nicht verstehen, daß Fleiß und Arbeit nutzlos sein müssen, wenn man sich nicht auf der einen großen Linie rassischer Be­völkerungspolitik zusammenfand. Welchen Sinn konnte eine Außenpolitik, ein« Finanz- oder Wirt- schaftspolitik haben, wenn das Volk rassisch dar­über zerbrach?

Das nationalsozialistische Deutsch­land hat gerade auf bevölkerungspolitischem Gebiet die größte Aktivität entwickelt und bereits unverkennbare Erfolge erzielt. Seit der Machtübernahme hat die Reichsregierung eine Reihe von Gesetzen mit bevölkerungspolitischer Bedeutung erlassen. So das Gesetz über die Deutsche Arbeitsfront, das Reichsnährstandsgo- setz, das Gesetz über den vorläufigen Aufbau des Handwerks, das Gesetz zur Ordnung der natio­nalen Arbeit und den Arbeitsdienst.

Die gegenwärtige Zusammensetzung und Ent­wicklung unseres Volkes muß Besorgnis erregen. Das langsam vor sich gehende Absterben des Volles wird zunächst noch durch das Absinke» der Sterbeziffer verschleiert. Die Menschen aber, die

jenen auch nur noch geringen Geburtenüberschuß über die Sterbesälle ausmachen, sind entweder Greise oder solche, sür deren Unterhalt das schassende Volk aufzukommen hat. Dabei befinden wir uns in absehbarer Zeit an einem Wende­punkt der Statistik. In Kürze mutz die Sterbe­ziffer vieler zivilisierter Völker, auch des unsri- gen, steil emporschnellen, um dann die Geburten­ziffer einzuholen und wesentlich zu übersteigen. Geht die Geburtenhäufigkeit noch weiter zurück, so muh die Volkszahl in allen Völkern mit niedriger Geburtenziffer erst langsam, dann immer schneller absinken.

So erfreulich der Geburtenan stieg in Deutschland vom Jahre 1934 auch ist, so wissen wir doch, daß die Zunahme der Geburten im Jahre 1984 um 224 000, also um 23,4 v. H. auf besonders günstige Umstände zurückzuführen und trotzdem zur Erhaltung des Volks­bestandes nicht ausreichend war. Die Abnahme der Geburten ist aber um so bedenk­licher, wenn die geborenen Kinder im Durch­schnitt gesehen nicht immer eine erbliche und rassische Auslese darstellen. Dieser Rückgang der Zahl und der Volkskraft kann nicht durch ein­zelne Gesetze aufgehalten werden!"

(Fortsetzung auf Seite 2)

Volkstumspflege

Dem parteiamtlichen Informationsdienst Volksgesundheit" entnehmen wir die ange­sichts des soeben zusammengetretenen Inter­nationalen Kongresses für Bevölkerungswissen- schaft besonderes Interesse verdienenden Aus­führungen eines Fachmannes zur Volkstums. Pflege.

Der Nationalsozialismus hat den deutschen Menschen wieder zum Mittelpunkt alles Geschehens gemacht. Der sich vollziehende Umbruch, der ohne Frage erst am Anfang steht und in seinen Aus­wirkungen im einzelnen noch gar nicht abzusehen ist, hat in der kurzen Spanne Zeit von zweieinhalb

Vas vlut ist -er Iräger des

öauleiler Növer und Sebielsfülirer tüßr hogrefe begrüßen die auslandsdeutsche lugend an der 6augren;e

Heute: kaknen keraustür clie Vsutscklunritvlk^er!

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tU. «escbsint in Unitorin!

Um 9.3V Uhr verlassen die auslandsdeut- schsn Jungen Bremen, besteigen aus dem Domshos ihre Wagen und fahren über Domsheide, Ostertorstsinweg, Sielwall,Oster- deich, Sebaldsbrück nach Hamburg.

Osnabrück, 28. August.

Von Münster kommend wurde die auslands­deutsche Jugend, die am Welttreffen der HJ. teil­genommen hat, auf ihrer Fahrt durch die nord­deutsche Tiefebene bei Jburg durch den Führer des Gebietes VII (Nordsee) der Hitlerjugend, Ee- bietssührer Lühr Hogrefe, und seinen Stabsführer, Oberbannführer Eismann im Ge­bietNordsee" herzlich willkommen geheißen. Kurz nach 11 Uhr trafen die 30 Omnibusse mit den auslandsdeutschen Jungen und die Begleit- wagen des NSKK. im Stadtgebiet Osnabrück ein. Ueberall wurden die auslandsdeutsche»» Gäste von der Bevölkerung, die zusammen mit der Osnabrücker HJ. und dem BDM. den Weg zum Rathaus zu Tausenden umsäumte, mit lauten Heilrufen empfangen. Ueberall in den Straßen grüßte reicher Flaggenschmuck. Im Rathaus fand ein feierlicher Begrützungsakt durch den Ober­bürgermeister Dr. Gärtner statt. Auch der Gauleiter von Weser-Ems, Reichs st atthal- ter Rover, hatte es sich nicht nehmen lasten, der Jugend aus Uebersee entgegenzufahren und sie in Osnabrück mit kurzen, aber herzlichen Worten in seinem Gau willkommen zu heißen. Von der. Landesstelle Weser-Ems des Reichs­ministeriums für Volksaufklärung und Propa­ganda wurden die jungen Gäste durch Gau- abteilungsleiter Alfred Athen und Gaukul- turwart' Anthöfer empfangen.

Im Anschluß an den feierlichen Empfang im Rathaus gab die Stadt Osnabrück den Jungen in der Stadthalle ein kräftiges Mittagessen, an dem auch der Gauleiter, der Eebietsführer und die Vertreter der Landesstelle Weser-Ems teil­nahmen.

Dann marschierten die jungen Ausländsdeut­schen, in Gruppen nach dem Thinggelände Osna­brücks, dem Steinbruch bei der Schützenburg, wo ihnen zu Ehren ^.Das Jahreszeiten- Spiel" von Heinrich Delfmann unter freiem Himmel aufgeführt wurde. Wieder begleiteten die Heilrufe der Osnabrücker sie auf allen Straßen. Vor Beginn der Aufführung sprach Ge­bietsführer Lühr Hogrefe noch einmal herzliche Begrüßungsworte.

Me Anspräche lZauleiter Nöoers

Meine lieben jungen deutschen Kameraden! Deutsche Volksgenossen! Wenn Sie, meine jungen deutschen Freunde, wieder zurückgehen in Ihre zweite Heimat, dann haben Sie die Verpflichtung »m Sinne des neuen Deutschland sich mit den Deutschen, die nicht hier sind und die vom Deutschland Adolf Hitlers nichts wissen wollen, auseinanderzusetzen, weil es notwendig ist, daß auch der Deutsche draußen in der Welt das neue Deutschland begreift, weil diese Kraft, die dann zur Entfaltung kommt, auf uns Deutsche im Mut­terland zurückstrahlt.

Ilu-isoliiii» Sntiile » iter Ostakliks-k'iont

. , ckis Lölins äss italienischen llinisterpräsickvntcn baden sieb sotrt rasuinmen mit dein

^ebvieksroobn des Vlies, Kral Oiano, nsck Ostslrika singssctiikkt. ivn sie als ausgsbilcksts ^amvlklisesr visost tun vsräen. vussr Bild rsixt von links- Osnsral Vatis, Lruno und Vittorio Mussolini, vääa Itussotini-Lisno, dis Docbtsr ckss vuos, mit ikrsw Satten, Kral Oiano.

Wir können nicht genug tun, um Deutschland zu stärken, auf daß es seinen Platz an der Sonne auf dieser Welt sich zurückholt, auf den es An­spruch hat, und zwar Anspruch hat nicht allein auf Grund seiner Leistungen, sondern Anspruch als Kulturträger für diese Welt, und ich glaube nicht zu viel zu sagen, daß Deutschland »n der Welt als Kulturträger an der Spitze mar­schiert.

Es ist notwendig, daß die weißen Völker dieser Erde die ungeheure Mission begreifen, nun auch die Kultur dieses Blutes voranzutragen, alles zu tun, um das zu beseitigen, was hier hinderlich ein­greifen könnte, und gerade Ihr, meine jungen Ausländsdeutschen, die Ihr jetzt Gelegenheit habt, unser deutsches Vaterland zu schauen, die Ihr von einem anderen Blickfeld herangetreten seid, Ihr werdet verstehe», was in vergangenen Jahren so mancher Deutsche nicht begriffen hatte, wie not­wendig es ist, daß ein Volk in einer Gemeinschaft lebt und gemeinsame Ziele verfolgt.

Der Gemeinschaftsgeist, den Ihr hie, vorgefunden habt, ist der Geist Adolf Hitlers.

Meine deutschen Jungen! Wenn wir auf deut­scher Erde geboren sind und uns eine deutsche Mutter das Leben geschenkt hat, wenn wir er­kennen, daß Vlut der alleinige Träger ist und das alleinige Bindeglied des Vol­kes, dann wird es auch nur eine einzige Welt­anschauung geben, das heißt, es kann der deutsche Mensch, der im Blut verankert ist, auch im Raum, der Deutschland heißt, nur ein einheitliches Welt­bild sich von seinem Leben aus der Erkenntnis der Geschichte machen, und somit sind die Kämpfe um den Boden zu erklären, auf daß von Ge­schlecht zu Geschlecht dieses Volk weiter wächst, das deutsche Volk weiter sich entwickelt in seiner großen Kultur. Und so predigen wir im Natio­nalsozialismus in allererster Linie den Rasse­gedanken, den Blutgedanken, der das Ä und O der Bewegung Adolf Hitlers ist.

Ihr, meine ausländischen Jungen, habt Gelegen- heil. Euch umzusehen, damit Ihr Euch das Rüst- zeug aus Eurem Mutterlande holt, um dereinst einmal als stramme junge Burschen Euren Mann zu stehen. Die 15 Jahre Kampf um Deutschland, die hinter uns liegen, das waren Vorbereitungs- tage, Wochen, Monate und Jahre gewesen, der eigentliche und grandiose Kamps, den Hitler aus seine Fahne geschrieben hat, der liegt vor uns, denn Ihr müßt Deutschland so schauen, als hätten wir es erst gereinigt, vom Unrat geiäubert. und nun handelt es sich darum, daß wir aus dem Gemein- schaftsgeist heraus all die einzelnen Bausteine zu- sammentragen, um das neue Reich, das das Erste Reich Deutscher Nation ist, aufzurichten und Ihr könnt ein gut Teil dazu beitragen, wenn auch Ihr den fremden Völkern, die unserer Rasse entsprechen, den Völkern weißer Hautfarbe, aus­einandersetzt, Laß Deutschland ein fried­fertiges Land ist, daß Deutschland nichts an­deres will, als seine innere Ruhe und Geschlossen­heit um seine großen Auiqaben ,n erfüllen

Und Ihr, meine auslandsdeutsche,» Jungen die Ihr Anhänger des großen Führers seid Jbr müßt die Märchen zerstreuen, die in der Welt über Deutschland verbreitet werden, daß wir wieder nach einem Krieg lüstern sind

Meine Junaen" Sagt den Feinden Deutsch­lands außerhalb unserer Grenze daß wir !,n Frieden unsere Arbeit n-'lldrina-n und daß sie bei dem Gedanken an die Misderkehr des ewigen Juden auf Sand gebaut haben.

Jahren nationalsozialistischer Führung ausnahms­los alle Lebensgebiete des deutschen Volkes erfaßt, sei es nun Politik, Staat, Wirtschaft, Kultur oder Kunst und gestaltet diese so, wie es das Leben des deutschen Volkes erfordert.

Ein kurzer Ueberblick auf die Erfolgspolitik der beiden letzten Jahre, die in all ihren Bemühungen auf das Endziel, nämlichErhaltung und Förde­rung der Lebens- und Wachstumskräfte des deut­schen Volkes" ausgerichtet ist, berechtigen wohl ohne Uebertreibung zu der Feststellung, daß es eigentlich für die Zukunft nur noch eine große Sorge gibt, und das ist die Sorge um die Be - standserhebung unseres Volkes. Die ernste Frage geht dahin, ob der Wille des deut­schen Volkes zum Leben und seine Fortpflanzungs- sähigkeit noch stark genug sind, um den drohenden biologischen Dolkstoo, der mehr oder weniger alle westeuropäischen Völker gefährdet, zu überstehen.

Diese drängenden Probleme sind Gegenstand des Kongresses für Bevölkerungswissenschaft, der in der Zeit vom 26. August bis 1. September vom deutschen Ausschuß der Internationalen Vereinigung für Bevölkerungswissenschaft in Berlin veranstaltet wird. Auf diesem Kongreß werden alle dringlichen Fragen der Vevolke- rungsbiologie und Rassenhygiene, der Bevölke­rungsstatistik, sowie die sozialen, wirtschaftlichen und psychologischen Vevölkerungsprobleme zur Sprache kommen. Der nationalsozialistische Staat wird dabei im Brennpunkt des Inter­esses stehen, denn er ist der erste Staat der Welt, der in der gesamten Staatspolitik weit­gehend bevölkerungspolitische Einsichten und Not­wendigkeiten berücksichtigt.

Der NationalsHstalismus hat die zukunftsent- scheidende Bedeutung des Bevölke- rungsprobleMs für das Leben unseres Volkes erkannt und hat aus dieser Erkenntnis heraus gleich von Beginn der Machtübernahme an folgerichtig und unnachsichtig bevölkerungs­politische Notwendigkeiten durchgeführt, die in der Tat den Anspruch erheben können, für die Zukunft wegweisend zu sein. Die neue Wirt­schaftspolitik ist darauf abgestellt, das Recht auf Arbeit zu verwirklichen und die Lebensgrund­lagen des deutschen Bauern und des deutschen Arbeiters zu sichern und zu erweitern. Die Wiederingangsetzung der deutschen Wirtschaft als erste Voraussetzung ist bereits gelungen, und die allmähliche Wiedergesundunq schreitet unentwegt fort.

Die Auswirkungen dieser Erfolgspolitik sind geradezu verblüffend. Dem Sinken der deutschen Lebenskraft durch den im letzten Jahrzehnt ge­stiegenen Eeburtenschwund konnte erstmalig ener- giich Einhalt geboten werden. Die natürliche Bevölkerungsoermehrung von rund 4,»0 000 beispielsweise im Jahre 1934 macht in der Tat das Doppelte des Geburtenüberschusses von 1933 aus und wurde zuletzt 1928, vor Aus­bruch der großen Krise, erreicht. 1934 ist Deutsch­land nach den neuesten Erhebungen unter den europäischen Ländern sowohl in einer starken Er­höhung der Heiratsfähiqkeit als auch in der er­heblichen Zunahme der Geburten führend. Es muß an dieser Stelle aber zugleich gesagt werden dan »rot- des unerhörten Umschwungs in der Be- nölki-rung-'bewequng unseres Volkes die Le­ben sbilanz noch keinesfalls qe- sichert.ist. Vielmehr ist die Bevölkerungssage volksbiologisch gesehen nach wie vor äußerst ernst. Die Zahlen des Jabres 1934 reichen nicht einmal zn^blonen ^--Oand-srba'tung unseres Volkes aus.

sodann ist in unserer Lebensbilanz unbedingt der anormale Altersaufbau zu berücksich­tigen, der durch den verheerenden Eeburten­schwund der vergangenen Zeit bedingt ist. In der