Ausgabe 
(27.8.1935) Nr. 236
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Das flmtsblatt des Senats

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^ I Ermäßigte Grundpreise (für klein« Anzeigen, Famillenanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen laut

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» ^ ^ E Sprechzeit: Verlag werktäglich von 1213 Uhr: Schriftleituna Dienstag bis Freitag von 12 /»13 /, Uhr.

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lede Nation, die Sanktionen gegen Italien anwendet, wird auf die bewaffnete Segnerschaft Italiens stoßen"

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In einem Interview mit Ward Price drohte Mussolini mit dem Austritt Italiens aus dem Völkerbund.

Amerika richtete eine scharfe Protestnote an die Sowjet-Union.

Die englische Regierung nimmt zurzeit mili­tärische Verstärkungen für Malta und Aden vor.

Der Danziger Senatspräfideut Greiser gab einen Ueberblick über die Innen- und Anßen- politik Danzigs.

Der Führer nahm in Kiel an dem Artillerie- schießen der Kriegsmarine teil.

Auf Anordnung von Dr. Leg wird eine Reor­ganisation der DAF.-Presse durchgeführt.

In Berlin begann wiederum ein Deoisen- schieberprozeh gegen den katholischen Nedemp- toristen-Orden.

Senator Bernhard forderte auf der Export, handelsbörse in Leipzig zur Zusammenarbeit in der Ausfuhr aus.

Gut Hohehorst wurde von der Bremer Lan­desbank an die Reichsumsiedlungsgesellschaft m. S. H. verkauft.

Vor führet in Kiel

Kiel, 27. August.

Der Führer und Reichskanzler begab sich am Montag früh im Flugzeug nach Kiel, um an dem mehrtägigen Artillerieschietzen der Kriegsmarine teilzunehmen. Auf dem Flughafen Kiel-Holtenau wurde der Führer vom Reichkriegsmiin-iister Generaloberst v. Vlom- Lorg, dem Oberbefehlshaber der Reichsluft­waffe, General der Flieger Göring, dem Ober­befehlshaber der Kriegsmarine, Admiral Dr. h. c. Raeder dem Oberbefehlshaber des Heeres, Ge­neral v. Fritsch, dem Kommandierenden Ad­miral der Mavinestation der Ostsee, Vizeadmiral Albrecht, dem Kommandeur des X. Armee­korps, Generalleutnant Knochenhauer, dem Befehlshaber im Lu-ftkreis VI.. Generalleutnant Zander, empfangen. Ferner hatten sich auf dem Flughafen der Gauleiter von Schleswig-Hol­stein. Staatsrat Lohse, SA.-Gruppenführer Meyer-Quade und andere führende Männer des Staates und der nationalsozialistischen Be­wegung eingebunden.

Nach dem Abschreiten der Front der Ehrenkom­panie begab sich der Führer an Bord. Die Flotte ist bereits am frühen Morgen ausgelaufen.

Kille für die Küstenschiffahrt

Bremen, 27. August.

Um der Küstenschiffahrt zu helfen, find in An­erkennung der Notwendigkeit der Modernisierung der Küstenflotte Mittel bereitgestellt, aus denen Reichszuschüsse zu Jnstandsetzungsarbeiten (ins­besondere für Motorerneuerung) bei den Küsten- seglern gewährt werden. Andere Schisfsarten und Neubauten von Küstenseglern können, wie wir von der Behörde für Schiffahrt, Handel und Gewerbe ersahren, zur Zeit nicht berücksichtigt werden. In Aussicht genommen ist, daß Reichszuschüsse von 30 Prozent der Gesamtkosten gewährt werden, und zwar bis zum Höchstbetrage von 7800 RM., d. s. 30 Prozent eines Gesamtaufwandes für Instand­setzungen von 25 WO RM. Neben dem bare« Neichszuschuh werden die früheren Zinsver- giitungsbeträge nicht mehr gewährt. Im übrigen gelten für die Zuschutzgewährung die bisherigen Grundsätze, die dem Verband der Küstenschiffahrt und den Firmen bekannt sind.

DieAnträgefür Küstenschiffer, die im bremi­schen Staatsgebiet ihren Wohnsitz haben, find bei der Behörde für Schiffahrt, Handel und Gewerbe, Bremen, Stintbrücke 5, einzureichen. Die Ent­scheidung über die Anträge trifft der Reichs- und Preußische Verkehrsminister. Bei sämtlichen An­trägen muß nachgewiesen werden, daß die Finan­zierung der restlichen 70 Prozent gesichert ist.

Johann-Loffel-Straße in Jener

Jener, 27. August.

Anläßlich des Kreistreffens des Kreises Fries- land der NSDAP in Jener fand die Einweihung der neuen Siedlung durch den Eauleiterstellvertre- ter, Ministerpräsident Ioel, Oldenburg, ltatt, der den drei auf dem Siedlungsgelände nn Bau befindlichen Straßen die Namen von drei alten nationalsozialistischen Kämpfern gab, und zwar wurden sie benannt: Heinrich-Eichler-Straße (nach einem der ältesten Oldenburger Nationaliozm- i'sten, dem späteren Oldenburger Landtagsprast- denten H. Eichlers, Johann-Eossel- Straße nach dem von Rotfront ermordeten Bre­mer SA.-Manu und Lüchtenborg-Stratze nach dem nn Münsterland in der Kampfzeit ermordeten nationalsozialistischen Kämpfer.

London, 27. August.

Mussolini hat sich dem bekannten Sonder­berichterstatter derDaily Mail", Ward Price, gegenüber zur Sanktionsfrage geäußert.

Mussolini sagte: Wenn in Genf Sanktionen gegen Italien beschlossen werde», dann wird Italien sofort den Völkerbund verlasse». Un­mißverständlich sollte begriffen werden, daß jeder Staat, der Sanktionen gegen Italien anwendet, der bewaffneten Feindschaft Italiens begegnen wird. Wie der Korrespondent ergänzend dazu bemerkt, unterscheide dabei Mussolini zwischen moralische», wirtschaftlichen und militärischen Sanktionen. Eine moralische Sanktion, z. B. in Form eines Tadel-Votums in Genf, würde mit dem Austritt aus dem Völkerbund beantwortet werden.

Einer Blockade italienischer Häfen oder der Schließung des Suez-Kanals würde nach Musso­linis Worten mit allen Streitkräften Italiens

zu Lande, zu Wasser und in der Luft Widerstand geleistet werden.

Eine Schließung des Suez-Kanals würde er als einen Bruch des Versailler Ver­trages betrachten, denn das Statut des Kanals sei in diesem Vertrag eingeschlossen worden.

Ueber die Haltung Italiens gegenüber der Session des Völkerbundsratos am 4. September sagte Mussolini: Ich werde eine Delegation zu dieser Ratssitzung schicken, um der Welt den Standpunkt Italiens klar darzustellen. Unsere Sache wird durch Dokumente und Photo­graphien unterstützt werden.

Ich werde sogar eine Kiste mit Büchern schicken, einschließlich eines Buches von Lady Simon, worin die barbarischen und sklavenhälterischen Gewohnheiten der Abessinier gekennzeichnet werden. (Es han­delt sich um das BuchSklaverei",

dessen Verfasserin die Gattin von Sir John Simon ist.)

Wenn der Völkerbundsrat dieses Beweis­material geprüft hat, werde ich den Völkerbund fragen, ob er gesonnen ist, Italien als auf gleichem Fuß mit Abessinien stehend zu behandeln, wenn er dies kann. Die europäischen Nationen sollten dem Beispiel der Vereinigten Staaten folgen und Italien in Frieden lassen, damit es seine Sen­dung erfülle. Die Pazifisten seien die schlimmsten Feinde des Friedens, denn sie wollten einen Streit über die ganze Welt verbreiten, der den begrenzten Charakter einer kolonialen Expedition habe, deren Zweck es sei, Ordnungineinem Lande zu schaffen, wo niemals Ord­nung geherrscht habe. Italien werde nichts tun, um Zwietracht in Europa zu verursachen, aber andere müßten das gleiche Verantwortungs­gefühl zeigen.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Neuregelung der Vfls-presse

In Zukunft 7» fachliche Schulungsblättrr

Die Presse der Deutschen Arbeitsfront hat aus Anordnung von Reichsleiter Dr. 2 ey eine grund­legende Neuordnung erfahren. Ab 1. Oktober gibt die DAF. 73 verschieden fachliche Schulungsblätter heraus. Jedes Eiuzelmitglied der Deutschen Ar­beitsfront hat unter diesen 73 Fachzeitungen, die in Zukunft kostenlos einmal monatlich durch die Post den Empfängern zugestellt werden, die frei« Wahl. Niemand ich gezwungen, ein bestimmtes Blatt zu wählen, vielmehr kann jeder Volks­genosse das Blatt wählen, das in seine» Beruf schlägt und das ihn interessiert. Die Bestellungen zum 1. Oktober müssen bis spätestens 22. Septem­ber bei dem zuständigen Briefträger erfolgen. Die Arbeitsfront verteilt an alle Mitglieder ei» Ver­zeichnis aller 73 Zeitschriften mit beigefügtem Be­stellschein.

Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Dr. Ley. hat im Zuge der Neuordnung der DAF.-Presse Anordnungen getroffen, aus denen u. a. die zukünftige Einteilung der DAF.-Pressg hervorgeht. Danach wird es bei der DAF. in Zu­kunft vier Gruppen von Presseerzeugnissen geben: 1. Die politisch-weltanschauliche Presse. Sie umfaßt die beiden halbmonatlich erscheinenden ' ZeitschriftenArbeitertum" und Aufbau", die zum Preise von 10 Pfennig pro Stück an die Mitglieder der Vetriebsgemeinschaf- ten 1 bis 16 bzw. 17 bis 18 über besondere Ver­triebs- und Auslieferungsstellen vertrieben wer­den. 2. Die Fachpresse. Hier handelt es sich um die erwähnten 73 fachlichen Schulungs- blätter, die monatlich erscheinen und jedem Mit­glied der DAF grundsätzlich kostenlos zustehen. Das Mitglied bestellt sein Fachblatt bei seinem Postamt bzw. Briefträger bzw. Zeitschriftenhänd- ler und entrichtet an diesen einschließlich Zustell­gebühr einen Betrag von vierljährlich 30 Pfennig gegen Quittung, der ihm bei der nächsten Bei­tragszahlung angerechnet wird. 3. Die Mit­teilungsblätter. Neben der Fachpresse gibt jede Reichsbetriebsgemeinschaft halbmonatlich noch ein Mitteilungsblatt heraus, das nur der Unterrichtung der DAF.-Walter einschließlich der Vertrauensräte dient. Ihre Verteilung geschieht durch Postzeitungsgutversand an die Kreis- bzw, Ortsbetriebsgemeinschaften, die für Weiterver- teiluna an die DAF.-Walter sorgen. 4. Die Werkzeitungen. Sie bilden einen wesent­lichen Bestandteil der Presse der DAF- Werks­zeitungen sind nach Möglichkeit in allen Werken mit mehr als 800 Eefolgschaftsangehöriaen zu schaffen. Sie werden kostenlos an die Eefolg- schaftsangehörigen abgegeben und stehen unter einheitlicher Leitung.

Wie der Leiter des Presseamtes der DAF., Hans Vi alias, in einem Artikel im Jndie u. a. , schreibt, ist die Neuordnung der Presse der Deut­schen Arbeitsfront das Ergebnis einer umfang­reichen Vorbereitungsarbeit, die sich auf Monate ' hinaus erstreckte. Die Mitteilungs- und Fach­blätter der Deutschen Arbeitsfront haben eine ge­meinsame Auflage von rund 13 Millionen Stück. Bei der Neuordnung waren u. a. folgende Gesichts­punkte maßgebend:

1. Nach dem Willen des Reichsleiters der Deut­schen Arbeitsfront Pg. Dr. Ley soll jedes Mitglied der Deutschen Arbeitsfront Anspruch auf kostenlose Lieferung eines fachlichen Mitteilungsblattes haben, das in erster Linie der fachlichen und be­ruflichen Schulung aller Mitglieder der DAF. dienen soll. Deshalb ist die Neuregelung so ge­troffen worden, daß für jede größere Berufsgruppe ab 1. Oktober ein bestimmtes Blatt vorhanden ist.

2. Es hat sich in den letzten zwei Jahren gezeigt, daß die Belieferung der Mitglieder der DAF. mit den Mitteilungsblättern bezw. Fachblättern durch die Organisation naturgemäß nicht so funk­tionieren konnte, als es bei einem direkten Ver­trieb der Blätter über die Post an jedes einzelne Mitglied der Fall sein kann Da jedoch die Deutsche Arbeitsfront Wert darauf legt, auch in bezug auf die Belieferung ihrer Blätter dem deutschen Ar­beiter das Beste zu geben, werden ab 1. Oktober alle Blätter der Deutschen Arbeitsfront durch die Post geliefert

3., Selbstverständlich ist sich die Deutsche Arbeits­front darüber klar, daß die Mitteilungsblätter der DAF bisher einen wesentlichen Faktor der politi­schen Aufklärung und Unterrichtung ihrer Mit­glieder dargestellt haben Diese wird daher auch im Nahmen der neuen fachlichen Schulungsblätter der DAF weiter durchgeführt werden.

4. Die bisherigen Mitteilungs- und Fachblätter der DAF. haben zum Teil eine sehr weit zurück­liegende Tradition. Die Deutsche Arbeitsfront be­absichtigt nicht, diese Blätter, die dem einzelnen Volksgenossen lieb und wert geworden sind, ver­schwinden zu lassen, sondern hat sich bemüht, ihre Tradition durch Beibehaltung der alten Titel weiterzuführen.

ssmerltzanWe Protestnote an Moskau

Segen kinmlschung in inneramerikanifche flngelegenliellen / kine eindringliche Warnung

London, 27. Angnft.

Reuter meldet aus Washington: Der ameri­kanische Botschafter Bullitt in Moskau hat dem stellvertretenden Sowjetkommissar des Aeußern eine Note überreicht, in der nachdrücklich dagegen Protest erhoben wird, daß sich bei dem 7. Kongreß der Kommunistischen Internationale aus sowjet- russtschem Gebiet Vorkommnisse abgespielt hätten, die eine Einmischung in die inneren Angelegen­heiten der Vereinigten Staaten bedeuteten. Die Note erhebtden allernachdrücklichsten Protest gegen diese flagrante Verletzung des Versprechens, das am 16. November 1833 von der Regierung der USER. hinsichtlich der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Vereinigten Staaten gegeben worden ist."

Der damalige Brief Litwinows an den Präsi­denten Roosevelt wird in ungekürztem Wortlaut wiedergegeben. Die Note verweist besonders auf das Versprechen Litwinows, nicht zuzulassen, daß sich auf dem Gebiet der Sowjetunion irgendeine Gruppe bilde, aufhalte oder betätige, deren Ziel der Umsturz oder die gewaltsame Aenderung der politischen oder sozialen Ordnung in dem Eesamt- gebiet der Vereinigten Staaten oder einem Teil davon bilde.

Die Note sagt:Das amerikanische Volk nimmt die Einmischung fremder Länder in seine inneren Angelegenheiten außerordentlich übel auf. Die amerikanische Regierung erachtet die sorgfältige Erfüllung des Versprechens der Nichteinmischung als wesentliche Vorbedingung für die Aufrecht­erhaltung normaler freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken.

Den Vereinigten Staaten würde es an Offen­heit mangeln, wenn sie nicht freimütig erklärten, sie sähen die ernstesten Folgen voraus, wenn die Sowjetunion nicht willens oder außerstande sei, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Handlungen zu verhindern, die im Wider­spruch stehen zu dem feierliche« Ver­sprechen, das den Vereinigten Staaten gegeben worden ist". Die Note schließt mit der War­

nung, die Fortdauer der Einmischung in die inneren Angelegenheiten des amerikanischen Volkes durch die Sowjetunion würde die Entwick­lung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Völkern der beide« Länder unvermeidlich ver­hindern.

Newyork, 27. August.

Mit großen Schlagzeilen bringen die Morgen­blätter den Protest der amerikanischen Regierung gegen die Sowjetpropaganda, wobei sie auf die Folgen hinweisen, die sich aus einer Fortsetzung der kommunistischen Machenschaften in den Ber­einigten Staaten ergeben könnten. In einem Leit­artikel führtNewyork Times" aus: Angesichts der zurzeit in Amerika herrschenden Empfindlichkeit

Mrshtliericckit unserer Lerliner Lclirikileitungl Xr. Berlin, 27. August.

Der scharfe Protest, den die Regierung der Ver­einigten Staaten in Moskau wegen der kommu­nistischen Umtriebe in Amerika eingelegt hat, ist ein neues Zeichen dafür, daß die Gefahr sowjetisti- scher Propaganda, gegen die in Deutschland schon längst in wirksamster Form Front gemacht wor­den ist, allmählich auch in anderen Ländern er­kannt wird. Allerdings hat man in Amerika in jüngster Zeit auch eine auffallende Häufung von Zwischenfällen und empfindlichen Störungen der Ruhe und Ordnung beobachten müssen, die unver­kennbar auf kommunistische Wühlereien zurück­zuführen waren. Man wird in Moskau wahr­scheinlich wieder versuchen, die Verantwor­tung für derartige Vorgänge abzulehnen und den berühmten äußerlichen Tren­nungsstrich zwischen Sowjetregie- rung und Weltkommunismus zu zie­hen. Aber nach den Proklamationen des letzten Moskauer Kongresses der Komintern, der sich selbst als den Generalstab der Weltrevolution bezeich­nete, und nach den Aufklärungen, die im Zusam-

gegenüber der roten Propaganda und Ver­schwörung könne die Regierung sicher sein, daß ihre feste Haltung gegenüber Moskau allgemeine Unterstützung finden werde.

Nun auch Japan!

Tokio, 27. August.

Nach einer Mitteilung der halbamtlichen Nach­richtenagentur Rengo hat die japanische Regie­rung auf Grund eines Berichtes ihres Botschaf­ters die Absicht, in ähnlicher Weise wie die Ver­einigten Staaten bei der Sowjetregierung Pro­test wegen vertragswidrig er Tow- jetpropaganda einzulegen.

menhang mit diesem Kongreß über die untrenn­bare Einheit zwischen der Sowjetregievung und der Kommunistischen Partei, die beide dem Polit- Bllro unterstehen, überall verbreitet worden sind, dürfte es den Moskauer Drahtziehern schwerlich gelingen, mit solchen fadenscheinigen Erklärungen noch weiterhin Glauben zu finden.

Wenn man in Amerika unter dem Einfluß der gegen Deutschland gerichteten Agi­tation zunächst eine Zeitlang den Agenten Moskaus einen recht weiten Spielraum ließ so scheint man jetzt doch erkannt zu haben, wie sehr man sich bei einem solchen Verhalten ins eigene Fleisch schneidet. Der amerikanische Protest ist ein neuer Beweis dafür, daß Deutschlands Einstellung gegenüber den kommunistischen Bestrebungen d i e richtige ist, und es bleibt nur zu bedauern, daß in anderen Ländern, wie vor allem in Amerika und m Frankreich, die An­erkennung dieser Tatsache sich nicht eher durch­setzte, als bis man drüben durch eigenen Schaden klug zu werden beginnt.

krneute rote Ketzpropaganda

Newyork, 27. August.

Bei den Manöver» des 3. Armeekorps in Penn- sylvanien, über die vor einigen Tagen berichtet wurde, hat sich ein Zwischensall ereignet, der die Dreistigkeit beweist, mit der die Kommunisten in den Vereinigten Staate» neuerdings ihre Hetz­propaganda durchführen.

Ein Flugzeug, das zwar die Farben, aber nicht die Abzeichen der amerikanischen Heeresflugzeuge trug, warf über dem Lager des 3. Armeekorps in der Nähe von Jndiantown Gap (Pennsylvonien) Flugschriften ab. deren Inhalt von Offizieren als kommunistisch bezeichnet wurde.

slottenrusammen;ietiung in flmerika

Washington, 27. August.

Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, hat der amerikanische Admiralstab beschlossen, angesichts der unsicheren weltpolitischen Lage, das Aus­klärungsgeschwader der Flotte nach Beendigung der Flottenmanöver des Jahres 1836 nach den Gewässern des Atlantische» Ozeans zu beordern. Die Schlachtslotte soll im Pazifik stationiert Vleiben. Es ist beabsichtigt, beide Flotteneinheitcn in der Nähe des Panama-Kanals zu konzentrieren, um ihre Bereinigung jederzeit gewährleisten zu können.

Keine Wintersahrtcn derNormandie". Nach einer Meldnna der Viberte" ai,S Le Snvre befindet sich der sränzi'sische Niesendampier . Normandie" nicht ank dem Winlerlohrplan seine, Reederei l»r wird seine legte die-jährige Amerika Reife in der zweiten Oktoberhälst, auSsiihren, Im Winter soll daS Schiff neuerlich über­holt werden.

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