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....^. Bedingungen Annahmeschluß 18
laut
Uhr
Nr. r!4 / Z. Zalirgang __ Sonntag, 25. flugust
kinzelpreis 15 Npf.
vremen im Zeichen -es Kreisappells
Kreisleiter vlanke gibt einen kückblick auf die Iatzresarbeit der Partei / Ueber agrarpolitische fragen spricht pg. lUotz
krneutes rreuebekenntnis ;um fübrer
Zu der zweiten Großkundgebung der NSDAP. anläßlich des Kreisappells 1933 am Sonnabendabend in den Centralhallen waren Tausende von Parteigenossen und Parteigenossinnen erschienen. Die beiden festlich hergerichteten Säle waren zur Verfügung und über und über besetzt.
Bis zum feierlichen Fahneneinmarsch spielte, wahrend sich die Säle langsam.füllten, der Mu- filzug der politischen. Leiter unter Musikzugführer Burgemeister, und zwar mit besonderer, diesem Musikzug eingener ' Schwungkraft. Zahlreiche Vertreter der Wehrmacht, der Regierung, der SA., SS., der Polizei und-des Arbeitsdienstes waren erschienen und' der eiserne Wille zur Tat-
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Heute marschieren die Nationalsozialisten Bremens. Heute — nicht erst am Montag, wie es irrtümlich in unserer gestrigen Ankündigung hieß.
Wer immer sich zür Gefolgschaft des Führers zählt, wird an dem großen Aufmarsch teilnehmen, der in einer gewaltigen Kundgebung Zeugnis ablegen soll von der aktiven Bereitschaft aller Nationalsozialisten Bremens zum restlosen Einsatz im Dienste des Aührers für das ewige Deutschland.
Der Tag ist so groß und so hehr, daß alles andere klein dagegen erscheint, klein die Gleichgültigen und klein die offenen oder versteckten Gegner der Bewegung. Die Nationalsozialisten Bremens marschieren, und ihr Tritt verkündet: Deutschland, das Deutschland des Führers, lebt, kämpft und siegt.
kraft. Vekennermut- und Einsatzfreudigkeit taten sich allein schon im äußeren Bilde der Versammlung kund.
Kreisletter vlanke
eröffnete. die machtvolle Kundgebung mit längerer Ansprache, die vornehmlich Zeugnis ablegte von der Arbeit der NSDAP. in Bremen selbst, die so außerordentliche Schwierigkeiten zu überwinden hatte und noch hat.
Nach zwei Monaten Versammlungsruhe haben wir, so führte er u. a. aus, am Freitag den Kreisappell im Lasino vor einer riesigen Menschenmenge eingeleitet. Ich freue mich, daß es heute nicht anders ist und daß der Wunsch, zu hören und zu sehen, stärker ist denn je. Unser Elaube ist Deutschland. Wenn wir Deutschland dienen, dann dienen wir Gott.
Zunächst möchte ich anführen, daß auch für u-- hier in Bremen die Ärbeitslosenfrage unsere tiefste Sorge gewesen ist. Bremen war davon am allerschwersten betroffen. Doch der Zusammenarbeit von Partei und Staat gelang es, das Schlimmste zu überwinden' und eine große Anzahl von Volksgenossen wieder in Arbeit und Brot zu bringen. Es ist unsere vornehmste Aufgabe, alle Arbeitswilligen wieder an ihre richtige Stelle zu führen. Solange das noch nicht gelungen ist, bleibt unsere zweite Sorge die, daß v>ir denen, die jetzt noch arbeitslos leben müssen, io weit wie nur irgend möglich behilflich sind. Was da die NSV. geleistet hat. ist beispiellos. Ein paar Zahlen belegen es. Das Auskommen im Winterhilfswerk betrug in Bremen im Winter 1933/34 1242 794,48 RM-, dahingegen im Winter 1934/35 1448 318.47 RM. Das sind rund 200 009 RM. mehr als im Vorjahre. Bremen >!t mit solch hohen Erträgnissen mit an der Tpitze jm ganzen deutschen Vaterlande. Die Beträge wurden, da es eine Reichssammlung war, abgeführt. Zurückgeflossen nach hier find RM. 2037 833. Was das bedeutet, kann sich reder selbst sagen. Außerdem konnten u. a. 3498 Menschen zur Erholung versandt werden, und auch ungezählte andere Beihilfen an Sach- und Ernährungswerten konnten abgegeben werden. Die Ergebnisse, d>- wir auszuweisen haben, sind geradezu vorbild- t'ch zu nennen. „ .
, Nun gibt es Leute, die, wie der Bolksmund lagt, darauf „zu laufen verstehen", daß sie auch °twas abkriegen. Mit denen wollen wir nichts gemnn haben. Ich fordere Sie aber alle auf, mir anzugeben, die es wirklich nötig haben. Wir werden ihnen helfen! Es konnte
auch den Notstandsarbeitern unter die Arme gegriffen werden. Den Kleingärtnern haben wir kürzlich geholfen! Die bewußte Sammlung hatte ein ausgezeichnetes Erträgnis. Etwa 700 Volksgenossen waren zu bedenken!
Arbeiten wir weiter so! Wir lindern, wo wir es nur Irgend können. Der beste Beweis für den Glauben an unseren Führer ist und bleibt für uns die Tatsache, daß die im Verhältnis größten Spenden aus Arbeiterkreisen kamen!
Aehnlich erfreuliche Ergebnisse hat die Deutsche Arbeitsfront auszuweisen.
Im übrigen möchte ich auf die „restlichen 10 Prozent" zurückkommen. Wir haben hier in Vremen auch ein erklecklich Teilchen davon. Wir wollen sie holen, und wir können es auch, gehen wir ihnen mit gutem Beispiel voran. Dieser Rest sollte sich unsere Kundgebungen ansehen, um zu begreifen, daß es wahrhaftig zwecklos wäre, uns meiden zu wollen! Auch die Juden frage ist hier bei uns mit ziemlicher Eindeutigkeit erledigt worden. Würde heute jemand deswegen bei der Regierung vorstellig werden, so erhielte er die Antwort:
Die Juden haben keinen Zuzug mehr in Bremen!
Weiter: Die Streitigkeiten politi- scher Pfaffen sind auch an uns nicht spurlos vorübergegangen. Wir erinnern uns da verschiedener Fälle. Der Landesbischof hat, wie es sich gebührt, eingegriffen. Tat das die andere Konfession etwa auch? Es ist ganz auffällig, daß der Schuldige bis heute noch nicht gemaß- -regelt worden ist. Ich will hoffen daß endlich ein katholischer Bischof dazu kommt! Im übrigen verbitten wir uns jegliches Dreinreden in unsere Aufgäben. Die Herren haben früher den Staat nicht gebaut, und heute erst recht nicht!
Noch eine schwerwiegende Frage ist zu benennen. Der Führer hat da manche Vereinigung bestehen lassen, um sie zu ehren. Heute wird ersichtlich, daß solche Ehrung nicht verdient war. Es gibt Leute, die Großmut nicht vertragen können. Ich glaube, es ist an der'Zeit, so zu handeln, wie es Eeneralfeldmarschall v. Mackensen erklärte und mit seinem persönlichen Verhalten unterstrich, daß man sich freiwillig auflöst!
Wir alle in Partei und Staat usw. wollen doch wahrlich nichts für uns selbst. Als Vordermann haben wir nur den Führer und niemanden anders. Wenn wir an die Toten des großen Völkerringens und der Bewegung denken, dann wissen wir doch, worum es geht. Helfen wir dem Führer sein und unser Deutschland vollenden!
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Beifall über Beifall begleiteten die Ausführn«- : gen-des.Kpeislsite.rs- > ......
Es. ergriff ssodann der Hauptredner der Kund- ^ gebung, , . ' !
Pg. Motz, Verlin
vom Agrarpylitischen Amt. das Wort zu brennend wichtigen Fragen.
Kein Zufall ist es, begann er, wenn ich aufgefordert worden bin. gerade in Bremen über die Aufgaben des Reichsnährstandes zu sprechen. Wir wissen, daß es sich darum handelt, grundsätzlich die Spannungen zwischen Stadt und Land zu überwinden. Nur eine liberalistische Vergangenheit, konnte es fertig bringen, diesen, unbedingt notwendigen Zusammenhang von Stadt und Land gänzlich zu zerreißen.
Nationalsozialismus ist angewandte Rassen- kunde. Die seelische und charakterliche Haltung eines Menschen ist unter allen Umständen abhängig von. der Erbmasse seiner Vorfahren. Das ersteckt sich auf alle Gebiete des Lebens. Um der Erhaltung des deutschen Menschen willen müssen wir uns besinnen und zurückkehren zur Reinerhaltung desBlutes! Denn wenn uns auch alle wirtschaftlichen Güter dieser Welt zufielen, wir aber ein Volk von Bastarden wären, so müßten wir trotzdem untergehen — wie in der Geschichte der Menschheit viele Völker deswegen untergegangen sind. Denken wir an Rom und so weiter.
Was dem Ziel der Reinerhaltung des Blutes dient, ist richtig, gut und moralisch. Was dem widersteht, ist schlecht und unmoralisch!, selbst dann, wenn tausend Vertreter von Konfessionen ihren Segen über das Unmoralische sprechen wollten! Der wahre Maßstab von Gut and Böse kann da nur aus dem Volksgewissen kommen! Nicht an Kriegen, sondern an der Zerreißung der Blutsbande sind die großen Reiche der Welt untergegangen.
Wir stehen hier vor der entscheidendsten Frage aller Zeiten. Haben wir das erst verstanden, dann wissen wir auch, aus welchem Grunde das Reichserbhofgesetz so überaus notwendig ist!
Liberalismus, Bolschewismus usw. strebten die Vernichtung der Bodenständigkeit an. Sie gingen nicht aus vom Sinn der Gemeinschaft, sondern von einer Masse von Einzelwesen. Wrr lehnen das ab! Unser Sinnen.erstreckt sich nicht auf das eigene Wohlleben, sondern auf den Kampf um dieZukunft, und zwar für alle! Daraus ergibt sich daß wir vor allem daran zu denken haben, unsere Volksernährung sicherzustellen. Und zwar auf der eigenen Sck>olle! Denn was hätte eine Weltwirtschaft, wie sie die Vergangenheit betrieb, für einen Sinn? Sie kann nur da gut sein, wo die volklichen Grundlagen erhalten geblieben sind. Verläßt man sie. begibt man sich in Versklavung und kann sich nicht mehr selbst ernähren.
Wir sind heute arm. Es wäre ein Verbrechen, w llten wir auch nur einen einzigen Pfennig der
Arbeitsschiacht entziehen und Devisen abgeben an das Ausland für Dinge, die wir selbst herzustellen vermögen. Früher hat man das bedenkenlos getan — und verlor die Arbeitsschlacht!
'. In jedem Jahre hat es sich, um nur, ein Beispiel zu nennen, als Tatsache erwiesen, daß zu einem bestimmten Zeitpunkt der Auftrieb von Schweinen nachließ. Man umging das ehemals durch Einfuhr. Heute tun wir das nicht mehr. Was tut es denn, statt Schweinefleisch kurze Zeit Rindfleisch zu essen?
Und den Hausfrauen möchte ich zurufen, daß sie, sind ihnen zeitweilig die Fleischpreise zu teuer, ein einfaches Mittel haben, dem zu begegnen: es gibt ausgezeichnete Fleischkonserven! Sie sind sest im Preise und sind genau so frisch.
Ferner: Man hat das Brot des deutschen Städters zum Spekulationsobjekt gemacht gehabt. Das ist vorbei. Eine vernünftige und planvolle Vorratswirtschast gibt uns gesunde Verhältnisse und Festpreise. Wir haben heute keine Erhöhung der Vrotpreise erlebt, trotz einer verhältnismäßig schlechten Ernte — denn es ist vor- / gesorgt worden. Werden hier nicht die Grundgedanken der Marktordnungen klar? Ich erkläre: Die Lebensmittelversorgung des deutschen Volkes zu stabilen Preisen ist absolut gesichert!
Die Leute irren sich, die da dunkle Prophezeiungen in die Welt setzen! Es sind immer nur jene Leute, die gern spekulierten! Wir aber haben die Ausschaltung jeglicher Spekulation wirklich durch- geführt! Und weiter haben wir das deutsche Bauerntum dazu angehalten, und mit Erfolg, die Produktion so zu erhöhen, daß eine planmäßige Vorratswirtschaft möglich wurde! Früher ging das lediglich deswegen nicht, weil der Jude es zu verhindern wußt«.
Aehnlich liegt es mit denen, die in schwarzen Röcken herumlaufen und — keine SS.-Männer sind! Nie haben sie sich für wirklich völkische Ziele eingesetzt, sondern sie haben auf das eindringlichste dafür zu sorgen gewußt, daß dem' deutschen Volke der Elaube an seine Altvorderen zerstört wurde. Da haben wir ein Ende gemacht. Wir brauchen uns nicht von diesen Leuten sagen zu lassen, was gut und was böse ist. Das wissen wir allein. Des Teufels ist das, was unserem Wollen und Wissen entgegensteht — auch dann, wenn es den schwarzen Rock trägt!
Pg. Motz, der noch weitere schlagende Beispiele anführte, wurde ungezählte Male von tosendem Beifall unterbrochen und am Ende auf das stürmischste bedankt.
Kreisleiter Vlanke beschloß sodann die Kundgebung mit einem Rückblick auf den Abend und Ausblick auf den morgigen Tag.
Nach einem von ihm ausgebrachten dreifachen „Sieg-Heil" auf den Führer, dem Gesang oes Horst-Wessel-Liedes und dem Fahnenausmarsch endete der außerordentlich eindrucksvolle Abend.
-ob.
Me satznen tzoch!
Das nationalsozialistische Bremen marschiert * Bremen, 25. August.
Stark und stolz marschiert heute das nationalsozialistische Vremen auf zum großen allgemei- nen Kreisappell. Starkan Zahl und innerer Geschlossenheit! Stolz im Bewußtsein eines gemeinsamen unerschütterlichen Glaubens und eines gewaltigen einheitlichen Wollens.
Wille und Elaube gelten dem ewigen T eutschland, dem Deutschland Adolf Hitlers, das, schon versinkend in Nacht und Grauen, von des Führers starker Hand wieder emporgerissen, neuerdings der Sonne zustrebt und allen hinterhältigen und offenen Angriffen zum Trotz auf der ihm nun einmal gebrochenen Bahn stetig und sicher vorwärts schreitet.
Nichts vermag den Marsch der Kolonnen auszuhalten, welche die Gefolgschaft des Führers bilden, nichts die Entschlossenheit und den Willenseinsatz zu lähmen, der da Deutschland gilt. Dies nach außen hin zu zeigen und deutlich kundzutun, wie auch hier in Bremen der. nationalsozialistische Wille sich von Jahr zu Jahr straffer spannt, der Elaube an den Führer und an Deutschland sich immer mehr vertieft, wie die Einordnung der vom Nationalsozialismus erfaßten Menschen deutschen Blutes in das Ganze immer weiter schreitet, wie ihre Hingabe an das große Ziel immer selbstloser und opferbereiter sich zeigt: das ist der hehre Sinn dieses heutigen Kreisappells, der ein Ehren- und Freudentag für ganz Vremen sein kann und sein soll.
Nationalsozialist sein, heißt Kämpfer sein! Das ist wahrlich kein Schlagwort, sondern tiefst gefühlte Erkenntnis und innerster Befehl für jeden Menschen nationalsozialistischer Weltanschauung. Denn Kämpfer waren es, Kämpfer mit heißem Herzen und starken Fäusten, die hinter Adolf Hitler herschreitend, das Reich eroberten, Kämpfer nur können das Reich erhalten und ausbauen, so wie es der Führer plant, und Kämpfer nur werden es erfolgreich verteidigen, wenn das Schicksal es einmal so wollen sollte.
Dessen sind sich vor allem bewußt diejenigen, die schon in den Tagen des gewaltigen Machtkampfes gegen System und Torheit hinter der Fahne des Führers marschierten, dessen werden sich auch heute bewußt sein alle, die erst — erleuchtet von dem Blitzstrahl des Geschehens, das dereinst von der Geschichte als die Erneuerung Deutschlands durch die ruhmreiche nationalsozialistische Revolution erkannt und verzeichnet sein wird — nach dem Siege zu dieser einzigen, unvergleichlichen, herrlichen Fahne stießen.
Und da nun die neuen mit den alten Kämpfern in einem Marschrhythmus schreiten und ihre Herzen gemeinsam für den Führer und sein großes Werk schlagen, da die jungen Kämpfer die alten ehrlich bewundern, die alten aber sich des neugewonnenen Zuwachses in des Führers Gefolgschaft redlich freuen, fühlen allesamt gemeinsam die hohe Ehre, Nationalsozialist zu sein, und sind sich der ihnen daraus erwachsenden Verpflichtung voll bewußt, der Verpflichtung, ewig Kämpfer zu bleiben. Es war nicht leicht, Vremen für den Nationalsozialismus zu gewinnen. Nun es aber nationalsozialistisch ist, läßt es auch nimmer davon ab. Es ist nicht so, wie vielfach die Meinung geht, daß man in Vremen nur wirtschaftlich denken könne. Das Herz des Volksgenossen in Bremen vermag nicht weniger stark zu schlagen wie anderswo, und an dem für richtig erkannten Ziele hält es — ohne
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