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Das flmtsblatt des Senats
NationalsozialislenVremens
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Menslag, 20. flugust
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öroßftuer auf der öerliner funkausstellung
Die seuerwelfren Verlins eingesetzt / Neichsminisier Vr. voebbels und vr. srick an der vrandstelle / die Halle 4 völlig
vernichtet / weiterfiitzrung der funkausstellung in allen unbeschödigten Hallen
Berlin, 20. August
Zn den Ausstellungshallen am Kaiserdamm, die augenblicklich die 12. Große Deutsche Funkausstel- lang beherbergen, brach am Montagabend gegen 20.39 Uhr infolge von Kurzschluß Feuer aus.
Ueber den Brand wurden zunächst folgende Einzelheiten berichtet: „Das Feuer hatte bald nach Sem Entstehen sehr große Ausmaße angenommen. Die Hallen 3, 1 und 5 wurden innerhalb einer stunde von den Flammen fast restlos vernichtet.
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Unser lagesspiegel
Ein großer Teil der Berliner Funkausstellung wurde durch Feuer vernichtet.
Der Internationale Strasrechts- und Eesiing- niskongreß hat dem Führer ein Danktelegramm gesandt.
Nach Abbruch der Pariser Dreierkonferenz erscheint der italienisch-abessinische Krieg unvermeidlich.
Im Zusammenhang mit dem Konflikt Rom — Addis Bbeba kündet sich eine schwere Krise des Völkerbundes an.
Der englische Journalist Jones ist wahrscheinlich einem bolschewistischen Racheakt zum Opfer gefallen.
Der Führer ließ durch Reg. Bürgermeister Pg. Heider vier Mitglieder der Mannschaft der ehemaligen „Dresden" ehren.
Bremer Schützenkönig 1939-36 wurde im Verlauf des 82. Festes des Bremer Schützenvereins von 1843 I. C. Runken.
Die Ostmesse hatte am ersten Tag mit 88 886 Besuchern einen Rekord auszuwerfen.
Das Feuer schlug annähernd 56 Meter hoch zum Rachthimmel empor und setzte auch das Restaurant auf dem Funlturm in Brand.
Bald nach Ausbruch des Brandes auf dem Ausstellungsgelände traf Reichsminister Dr. Eobbels in Begleitung des stellvertretenden Eauleiters Staatsrat Eörlitzer und einiger Herren des Propagandaministeriums an der Brandstätte ein und ließen sich über die bisher getroffenen Maßnahmen Bericht erstatten.
illradtbsriellt unserer Berliner Zollriktlsitung) llm 11 Uhr abends hat der Reichsminister Dr. Goebbels durch eine amtliche Meldung die in großer Erregung befindliche Berliner Bevölkerung über den Umfang der großen Brandkatastrophe in der Funkausstellung aufgeklärt. Die Bevölkerung Berlins war an diesem Abend nicht weniger erregt, als an dem Tage des Reichstagsbrandes. Die freie Lage des Runofunkgeländes führte dazu,
daß der Brand von allen großen Plätzen Verlins esehen werden konnte. Im Westen der Reichs- auptstadt war der Himmel dunkelrot von Flammen.
Die erste Meldung von dem Brand wurde der Feuerwehr durch einige Männer gemacht, die aus der Halle 4 eine Flamme herausschlagen sahen. Es handelte sich um Besucher, die soeben die Halle verlosten hatten. Weiter haben die im Laufe der Nacht in der Halle 4'stationierten Wächter der Leitung des Messeamtes die Mitteilung gemacht, daß sie in der Halle etwa um 8,15 Uhr eine große Stichflamme gesehen haben, dann ist eine brennende Staubwolke aufgeflogen. Im nächsten Augenblick hat das Feuer schon einen Ausstellungsstand mit leicht brennenden Apparaten, aufgespannten Stoffen und das Valkengewölbe der Decke ergriffen.
Die Halle 4 muß dann nach den Beobachtungen der ersten Augenzeugen im Laufe von 5 Minuten in ihrer ganzen Ausdehnung in Flammen aufgegangen sein. Die Feuerwehr ist etwa 8,20 Uhr mit den ersten Fahrzeugen ausgerückt. Fast sämtliche in Großberlin verfügbaren Feuerwehr- fahrzeuge versammelten sich um die Funkhalle.
In der Halle 1, der Sendehalle, wurde bei Ausbruch des Brandes ein größe's Sendespiel gegeben. Die Mitwirkenden,, einige Abteilungen SA., SS., Arbeitsdienst, Hitler-Jugend und Wehrmacht, wurden sofort zur Bekämpfung des
Brandes herbeigerufen. Sie haben an der Eindämmung des Brandes großen Anteil.
Das größte Lob gebührt einer Abteilung der Feuerwehr, die unter Leitung von Vaurat Schäfer acht Menschenleben aus der schwersten Gefahr auf dem Funkturm gerettet haben. AIs die Flammen die ganze Halle 4 in Brand gesetzt hatten und auf Teile der Halle 3 und 5 übergriffen, fegte der Ostwind das Feuer auf den Funkturm zu. Auf dem unteren Drittel des Turms befindet sich ein Restaurant, dessen Wände aus Holz bestehen. Dieses Holz fing an zu brennen. Der Fahrstuhl im Turm setzte aus. Es befanden sich im ganzen acht Menschen aus der unteren und oberen Plattform, die sich vor dem Feuer nicht mehr hatten retten können. Um den Turm herum schlugen die Flammen 50 Meter hoch zum Himmel empor. Baurat Schäfer ging mit einigen Feuerwehrleuten an den Fnnkturm heran und stieg über die eisernen Leitern mit Wasserfchläuchen, die um den Leib gebunden waren, empor. Einige Feuerwehrleute erreichten das Restaurant. Es konnte rechtzeitig Wasser gegeben werden. Die brennenden Holzwände wurde abgelöscht, und die gcht Menschen konnten inmitten der Flammen 'mit nur geringen Verletzungen von den Feuerwehrleuten über die eisernen Leitern des Turms herabgebracht werden.
Amtlich wird über den Brand auf der Funk- ausstellung folgendes mitgeteilt:
In der Ausstellungshalle 4 am Berliner Funkturm brach heute abend kurz vor 28.38 Uhr ein Großbrand aus, durch den auch das Funkturm- Restaurant zeitweilig in Mitleidenschaft gezogen wurde. Es gelang den vereinten Kräften von Feuerwehr, SA., SS. und Politischen Leitern, Reichswehr, Arbeitsdienst und Landespolizei, das Feuer aus die Ausstellungshalle 4 zu beschränken, die, wie alle anderen Hallen, zu dieser Zeit schon vom Publikum geräumt war. Die Hallen des Volksfenders und die Fernseh-Halle wurden ebenso wie die übrigen Hallen nicht in Mitleidenschaft gezogen. Soweit bis jetzt bekannt geworden ist, sind Menschenleben nicht zu beklagen. Zur Zeit des Brandes im Funkturm- Restaurant befanden sich noch acht Personen auf dem Funkturm. Dem mutigen Eingreifen eines Feuerwehrtrupps, der von Baurat Dr. Schäfer geführt wurde, gelang es, alle aus dem Funkturm befindlichen Personen mit nur geringfügigen Verletzungen in Sicherheit zu bringen. Reichsminister Dr. Goebbels, der um 28.45 Uhr aus der Brandstätte erschien, ordnete sofort eine weitgehende Absperrung an. Gegen 22 Uhr traf Reichsminister Dr. Frick am Brandort ein. Der Brand der Halle 4 dauert an. Das Feuer ist aber eingekreist, so daß die Gefahr eines Umsichgreifens nicht mehr besteht. (Forts. 2 Seite.)
Zerschlügt Mussolini den Völkerbunds
Zum krieg mit flbessinim entschlossen / wie es ;um flbbruch der vreierkonferen; kam
Paris, 20. August.
Zur „Vertagung" der Drei-Mächte-Konserenz wird in maßgebenden Kreisen erklärt, daß trotz der Bemühungen Lavals keine nennenswerte Ungleichung zwischen dem italienischen und dem englischen Standpunkte möglich gewesen sei. Am Sonntagvormittag teilte der italienische Vertreter, Baron Aloisi, dem französischen Ministerpräsidenten Lava! mit, daß Mussolini die ihm gemachten Borschläge verworfen habe. Darauf fand am Sonntagnachmittag zwischen Laval, Eden und Baron Aloisi ein neuer Meinungsaustausch statt, der zwei Stunden dauerte. Die drei Vertreter mußten die Unmöglichkeit feststellen, die Verhandlungen fortzusetzen. Baron Aloisi wies die ihm gemachten französischen und englischen Anregungen zurück mit der Begründung, daß sie keine zufriedenstellenden Verhandlnngsgrnndlagen bildeten. Zugleich verzichtete Aloisi aber darauf, irgendeine Forderung zu erheben, die Stoff zu Verhandlungen hätte bieten können. Daraus erklärte Eden, daß er bis zur äußersten Grenze in den Zugeständnissen gegangen sei, die er im Namen seiner Regierung hätte anbieten können. Unter
diesen Umständen war eine „Vertagung" unvermeidlich.
Ueber die Italien gemachten Vorschläge erfährt man folgendes: 1. umfangreiche wirtschaftliche Ausdehnungsmöglichkeiten in Abessinien anzubieten. 2. die Sicherheit der Grenzen Somalis und Erythräas zu gewährleisten, 3. den Schutz der italienischen Staatsangehörigen in Abessinien zu garantieren.
Gleichzeitig verlangt man jedoch die Achtung folgender drei Erunosätze: 1. die Aufrechterhaltung der politischen Unabhängigkeit und der gebietsmäßigen Unversehrtheit Abessiniens, 2. die Notwendigkeit des Einverständnisses des Negus mit der Regelung, 3. die Uebereinstimmung der Regelung mit dem Völkerbundspakt.
In Gens werde man, so verlautet in Paris, Italien mit Bestimmtheit verurteilen. Es werde zu wirtschaftlichen und finanziellen Sanktions- m abnahmen kommen, und Frankreich müsse sich diesen Maßnahmen anschließen, denn die Einsetzung eines besonderen Ausschusses für die Prüfung derartiger Sanktionsmaßnahmen sei ja gerade auf die Anregung Frankreichs erfolgt.
Das „Echo de Paris" schreibt, nach Schluß der Regenzeit im September werde Mussolini marschieren, und dann beginne ein großes Abenteuer für Italien und für Europa. Dazwischen liege der 4. September. Eden werde im Völkerbundsrat die Verantwortung Italiens für den drohenden Krieg darlegen, Laval aber werde sich, was es auch Frankreich kosten möge, den etwaigen Beschlüssen des Rates anschließen müssen. Italien werde alsdann den Völkerbund verlassen, der eine solche Krise vielleicht nicht überdauern werde.
Der dem Quai d'Orsay nahestehende „Temps" nimmt eine vorsichtige neutrale Haltung ein. Frankreich habe tiefgehende gefühlsmäßige Bindungen zu Italien. Die gleichlaufenden politischen Interessen seien zu stark, als daß es den italienischen Bestrebungen nicht sympathisch gegenüberstehe. Es könne aber unmöglich auf gewisse Grundsätze verzichten, auf die es seit dem Kriege seine ganze Außenpolitik aufgebaut habe. Die französische Regierung habe dem römischen Kabinett genug Beweise ihres guten Willens gegeben. Man dürfe aber von ihr nichts Unmögliches verlangen. (Fortsetzung auf Seite 2.)
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Die Reichssrauensührerin spricht
Die Reichssrauensührerin Gertrud Scholz-Klink wird am 27. August auf zwei Großveranstaltungen der NS.-Frauenschast sprechen. Für den südlichen Teil des Gaues Weser-Ems findet die Veranstaltung in der Markthalle in Cloppenburg um 16 Uhr statt; an ihr nehmen teil die Frauen der Kreise Hümmling, Meile, Bremen, Cloppenburg, Os- nabrück-Land, Osnabrück-Stadt, Lingen, Ventheim, Bersenbrück, Delmenhorst, Oldenburg-Land, Oldenburg-Stadt, Vechta und Wesermarsch.
Am gleichen Tage spricht die Reichsfrauenführe- rin in Leer auf einer Eemeinschastsveranftaltung der NS.-Frauenschast und der NS.-Volkswohl- fahrt, an der auch Hauptamtsleiter Pg. Hilgenseldt teilnehmen wird. Diese Veranstaltung findet in dem 12 088 Personen fassenden Zelt am Messege- bäude um 19.38 Uhr statt; an ihr nehmen teil die Männer und Frauen des nördlichen Teiles des Gaues Weser-Ems mit den Kreisen Ammerland, Meppen, Friesland, Mlhelmshaoen, Emden, Aschendorf, Aurich, Norden, Wittmnnd und Leer.
Deutsche Frauen und Männer! Der NS.-Frauenschast des Gaues Weser-Ems wird die große Freude zuteil, die beiden ersten Führer der gesamten deutschen Frauenschast bei sich begrüßen zu dürsen. Noch erinnern wir uns der Tage von Nor- derney; damals sprachen Gertrud Scholz-Klink und Pg. Hilgenseldt nur zu den Amtswalterinnen der NS.-Frauenschast. Dagegen werden die Kundgebungen in Cloppenburg und Leer nicht nur siimt- liche Mitglieder der NS.-Frauenschast und des deutschen Frauenwerks ausrufen, sondern darüber hinaus jeden einzelnen Volksgenossen, insbesondere alle Frauen, die willens sind, im nationalsozialistischen Geiste am Llusbau unseres Vaterlandes mitzuarbeiten.
Der 27. August, der Tag von Cloppenburg und Leer, wird ein letzter großer Appell, eine letzte Besinnung und Ausrichtung vor dem Reichsparteitag sein. Von allen Orten aus werden Sonderzüge eingesetzt, Tausende werden an diesem Tage im südlichen und nördlichen Teil unseres Gaues zusammenströmen.
Die Frauen des Gaues Weser-Ems werden Gertrud Scholz-Klink ihre Einsatzbereitschaft durch ihre Teilnahme an den Kundgebungen beweisen!
NS.-Frauenschast, Gau Weser-Ems, Eauführung.
Neue Sinngebung des „Nankgebets"
„deutsches Lebet" oder „Niederländisches Nankgebet" — Joseph weift als Jude entlarvt
Der Sonderbeauftragte des Reichsarbeitsmini- irs für Musikwesen, Hermann Blume, führte «its lauge vor der Machtübernahme einen ufklärungsfeldzug gegen den Berdeutscher des «ederländischen Dankgebets, Joseph Weyl. innre beanstandete eine Reihe textlicher Versäl- stußen, die auf einen jüdischen Uebersetzer stiegen lassen.
Der Urtext des Arian Valerms heißt: „Wilt :den nn treden voor Got den Heere". Weyl acht daraus „Wir treten zum Beten vor Gott Gerechten". In seiner Betrachtung des Tex- - bemerkt Blume bereits 1932: „Der Niederster aus der Zeit der Befreiungskriege des >. Jahrhunderts war ein streitender um Reli- s»n und Freiheit kämpfender Christ. Gott war lr ihn der Herre" und nicht „Gott der Geschieh Nr ihn gab es nur ein Volk und keine Gemeinde" (ein spezifisch jüdischer Ausdruck, der ler völlig den Sinn entstellt). Und sein jahr- chntelanges Ringen um Freiheit konnte er un- >oglich mit den Worten ausdrücken: ,cha ward, wm begonnen, die Schlacht schon gewonnen"; ein anderspiel war es wahrlich nicht. Es ist nun «lschnend für die vielfach oberflächliche Art, " ber heute Ariernachweise geführt werden, daß
Verleger des Niederiändischen Dankgebetes 'e angeblich ausreichenden Abstammungsurkun- E zugestellt wurden. Daraufhin erfolgte eine sdrenrettung Joseph Weyls. Erst den gründen Nachprüfungen des Sachverständigen für "agesorschung ist es gelungen, den Nachweis der M'chsn Abstammung zu erbringen. Der Vater
wurde im Jahre 1783 in Innsbruck als -ahn des jüdischen Kaufmanns Abraham Wevl >edoreu.
Hartnäckigkeit, mit der eine Reihe von Mstn hindurch von der Gegenseite um die Ver- Mnerung der Angelegenheit gekämpft wurde,
2kd-i, Faging: Deutschland, es l«r«, grob, ft-rl und steil
sollte zu denken geben. Es ist natürlich ein recht wirksamer Weg zur Vergiftung der Volksseele, wenn man ein so häufig csesungenes Lied in einem undeutschen Sinn verfälscht. Deshalb muß jetzt die Forderung erhoben werden, die eingebürgerte Fassung des Niederländischen Dankgebetes auszurotten.
Der Berufsstand der deutschen Komponisten hat auch bereits eine Neufassung von Text und Musik durch Käthe Sommer und den Komponisten Hermann Blume als wertvollen Ersatz für das Altniederländische Dankgebet" bezeichnet. Es Heißt jetzt ..Deutsches Dankgebet". Volkslieder kann man nicht erzwingen, also wird man abwarten müssen, ob sich d-re Neuschöpfung bewährt.
Zum mindesten aber ist die Einbürgerung des neu gestalteten Liedes fraglich. Und da erhebt sich die Frage, ob man nicht über dieses Lied hin- w««schreiten und zu einem ähnlich gewaltigen Lied übergehen soll, das in der Jetztzeit entstanden und dazu von echtem nationalsozialistischem Geist und Gehalt erfüllt ist. Man denke z. V. an das noch viel zu wenig bekannte „Deutsche Gebet" von Ernst Volker: „Vater, in Demer all- mäckitiaen Hand steht unser Volk und Vaterland , Ls Mü?glich als „Thüringer Schulgebet" herauskam — Sans Banjer schrieb bereits einmal d-7' Musik" darüber. Der Text entstammt den Entwürfen zu Schulgebeten die seiner Zert auf Veranlassung von Dr Fr.ck wahrend semer Reg erunastätigkeit in Thüringen entstanden Die Einführung dieser Gebete mußte seiner Zert leider infolge Einspruchs der damaligen Rerchs- regterung unterbleiben
dem Text. den wir am Schluß des Artikels veröffentlichen schuf Ernst Volker 1930 eine volks- KmDe Hymne, die in ihrer edlen Melod.« und der b^ zum Schluß mächtig anwachsenden -ter- ^runa eine den Gehalt des Textes voll aus- FöMnd« Vertonung darstellt. In manchen Ge
genden ist das „Deutsche Gebet" bereits tatsächlich an die Stelle des „Altniederländischen Dank- gebetes" getreten. Warum sollte auch eine auq dem neuen Geist und der neuen Zeit heraus geborene Weise sich nicht die Herzen des Volkes ebenso oder noch stärker erobern, wie die niederländische in früherer Zeit, um so mehr als diese dem Geist der heutigen Zeit nicht mehr entspricht. Vater, in Deiner allmächtigen Hand steht unser Volk und Vaterland.
Du warst der Ahnen Stärke und Ehr, bist unsere ständige Waffe und Wehr, drum mach uns frei von Betrug und Verrat, mache uns stark zu befreiender Tat!
Schenk uns des Heilands heldischen Mut,
Ehre und Freiheit sei höchstes Gut!
Unser Gelübde und Losung stets sei: Deutschland erwache, Herr mach uns frei!*) Deutschland erwache, Herr mach uns frei!
Die älteste 0per wiedererstanden
wissenschaftliche kesellschast für custfalirt
Vom 4. bis 5. September findet in Hamburg die 24. Ordentliche Mitgliederversammlung der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt unter dem Vorsitz ihres Präsidenten, Eeheimrat Pros. Dr. e. h. Joh. Schütte, statt. Die Tagung wird sich u. a. mit der Betriebsstoffversorgung der deutschen Luftfahrt und der deutschen Flughäfen beschäftigen. Im Anschluß an die Tagungen finden Besichtigungen bei Vlohm K Boß und der Verladestellen des Hamburger Petroleumhafens statt.
Schauspielhaus. Friedrich Lindemanns durch den großen Berliner Erfolg schon über viele Bühnen getragene Seemannskomödie „In Luv und Lee die Liebe" gelangt in der Inszenierung des neuverpflichteten Otto Kurth zur Erstaufführung. Die Hauptrollen sind mit den in das Ensemble des Schauspielhauses neu aufgenommenen Schauspielern Kurt Peter Hamel, Georg Heding und Heinrich Troxbömker sowie den schon bewährten und bekannten Künstlern des Ensembles Eva Eras, Toblina Eondy, Lisa Wehn, Ernst Altmann, Oscar Dimroth, Wolf Kersten, Hermann Menschel, Justus Ott und Holmer Winzer besetzt. Die Bühnenbilder schuf Max Eschwind.
Ausstellung friesischer Künstler
Monteverdis Oper „Orfeo", die am Anfang der mustkdramatischen Kunst in Italien steht und 1607 entstanden ist, wurde bereits vor Jahren in einer Neubearbeitung dem Musikleben zurückgewonnen. Es fanden mehrfach oratorische Aufführungen des Werkes statt. In der neuen Spielzeit unternimmt es die Dresdener Staatsoper, das Werk in szenischer Form herauszubringen.
Vas wachsest 1SZ6 in Königsberg
Professor Simons scheidet aus dem Vorstand der Neuen Bach-Gesellschaft aus
In der während des 22. Deutschen Bach-Festes veranstalteten Mitgliederversammlung der Neuen Bach-Gesellschaft wurde als Tagungsort für das nässte Bachfest Königsberg bestimmt. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Reichsgerichtspräsident und Außenminister a. T. Pros. D. Dr. Simons, hat mit Rücksicht auf sein hohes Alter sein Amt niedergelegt. Er wird es vertretungsweise noch bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres ausüben.
Die Klunderburg beherbergt zurzeit eine Ausstellung oft- und nordfriestscher Maler, die am Sonntagvormittag eröffnet wurde. Mit dieser Bilderschau wird nach langjähriger Pause zum ersten Male wieder der Weg fortgesetzt, der von der 1925 entstandenen „1. Ostfriesischen Kunst", einen Zusammenschluß von Künstlern in der Kunstwoche, mit der Ausstellung ihrem Werke begonnen worden war, und die viele Jahre hintereinander die Ausstellungen veranstaltet hat. Gefördert wurde der Neuaufbau dadurch, daß die bis vor einigen Monaten bestellenden beiden Kunstvereinigungen in Emden jetzt zu einer einzigen verschmolzen worden sind.
Einen neuen Impuls hat, wie der Leiter der Ausstellung, Kappelhoff, in seiner Eröffnungsansprache betonte, das Geschehen der letzten Leiden Jahre dem Kunstschaffen gegeben. Gegenwart und Zukunft warten darauf, im künstlerischen Schaffen erfaßt zu werden. Weitere Kunstausstellungen sollen folgen: die nicht sehr günstigen Räume der Klunderburg werden mit größeren Räumen im Rathaus vertauscht werden können.
Kreisleiter Folkerts sprach zur Eröffnung im Namen der Bewegung, die mit der Erneuerung der rassischen Erziehung auch die Erneuerung des künstlerischen Lebens erstrebe. Aus nordischem ^lut neues Künstlertum zu erwecken, sei die Aufgabe dieser Schau.
Der Betreuer der Ausstellung. Dr. Rieverts, gab dann einen lleberblick über den Aufbau der Ausstellung, ^-nen gesamtfriesischen Stil könne man bisher n .) nicht feststellen, wohl aber, daß der Künstler in einem festen Verhältnis zum Gegenständlichen und zur Natur seiner Heimat steht. In d"r Ausstellung sind vereinigt Künstler oft- und nordfriestscher Abstammung, wie auch aus Oldenburg und Nachbargebieten, die in ihren Bildern ostfriesische Motive in ihrer Eigenart erfaßt haben. Einen anschaulichen Vergleich mit der ostfriesischen Landschaft mit ihrer oft farbenfreudigen Wiedergabe von Land und Wolken oder der Bewegtheit der See bieten die Wiedergaben der Eintönigkeit der nordfriesischen Hallig- landschaft in ihrer herben Schönheit, die in den Werken in verschiedener Auffassung ihren künstlerischen Ausdruck finden.