Par1eiamtl.lageszei1ung der Nationalsozialisten Vremens
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Nr. 227 / Jahrgang
Sonntag, 1S. flugust
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flach flattert die faline des füflrers!
ör. srick über den weg ;um naironalsoziatistischen ktntieitsreich stdolf stitlees / Sedenkworte anläßlich des morgigen
Jastrestages der Volksabstimmung für den sichrer und Neichskanster
llnsei' lagosspivgel
Der Führer prüfte in Nürnberg den Stand -er Vauarbeiten für den Reichsparteitag.
Der Reichsinnenminister hat die Auflösung aller noch bestehenden Freimaurerlogen angeordnet.
In Berlin ist die unter Staatsaufsicht stehende Kulturorganisation der Juden für das ganze Reich gegründet worden.
In Amsterdam kam es zu neue« kommunistischen Strahentumulten.
Die Dreieroerhandlnnge» zur Lösung der abessinischen Frage find völlig festgefahren.
Der Aufstand gegen den König von Albanien ist endgültig niedergeschlagen worden.
Der Sturm 7/78 unternahm im Rahmen des Reichswettkampfes der SA, eine Propaganda« sahrt mit dem Schnelldampfer „Libelle*.
Bremens Kleingärtner feierten traditionsgemäß ihr Laternenfest.
Georg Troste, der bekannte Bremer Dichter -es „Ottjen Alldag", ist gestorben.
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Her sichrer in Nürnberg
Ein Eroh-Stadion für 150 000—290 099 Personen Nürnberg, 18. August.
Der Führer besichtigte am Sonnabend in Nürnberg eingehend das gesamte Reichsparteitags- gelande, insbesondere auch das neue Zeppelrn- Feld und den Luitpold-Hain und überzeugte sich v°m Stand der Vauarbeiten. Anschließend hielt der Führer mit einer Reihe von führenden Männern der Partei Besprechungen ab, die der Ausgestaltung des Reichsparteitages 1935 galten. Außer dem Stab des Führers waren dazu u. a, erschienen: die Reichsminister Dr Goebbels. R. Walther Darre, Fr. Frank und Kerrl, die Reichsleiter Dr. Dietrich, Rosenberg, Amann, Bormann, Reichsarbeitsführer Hier!, der Reichsleiter der NSV. Hilgenfeldt, ferner Gauleiter Streicher, Gauleiter Staatsminister Wagner, Gauleiter Förster, der Eeneralinspektor des deutschen Straßenwesens Dr. Todt und Oberbürgermeister Liebel-Nürnberg.
Der Führer hat bei der Besichtigung des Kppelinfeldes Architekt Speer den Auftrag gegeben, im Stadion eine Startbahn für sportliche Erotzveranstaltungen zu schaffen, die der Größe der Kampffelder der Stadt der Reichsparteitage entspricht und 180 000 bis 200 000 Personen Platz bietet. Architekt Speer hat den Auftrag angenommen.
Berlin, 18. August.
Zum 19. August, dem Jahrestage der Volksabstimmung für den Führer und Reichskanzler, veröffentlicht der „Völkische Beobachter" einen Gedsnk- artikel des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern, Dr. Frick. Der Minister bezeichnet als den größten Gewinn der entsagungsreichen und niederdrückenden Zeit nach dem Weltkriege die alle Volksgenossen umfassende Politisierung des deutschen Volkes: „In den Flammen der marxistischen Revolten, im Fegefeuer der Inflation und in der Schande der Systemzeit hatte der deutsche Mensch erkannt, daß ohne eine starke, volksbewußte Staatsführung Aufstieg, Macht und Freiheit eines Volkes unmöglich sind. Die Sehnsucht der Nation nach Wiederherstellung ihrer Ehre und Freiheit aber hat sich in AdolfHit - ler verkörpert.
Adolf Hitler ist dem deutschen Volke nicht nur der Führer geworden, sondern auch zu feinem größte« politischen Erzieher emporgewachsen. Damit hat er alle großen Staatsmänner der deutsche» Geschichte Lbertroffen, denn er ist nicht an die Spitze eines durch die Entwicklung geformten Staates getreten, sondern hat im revolutionären Kamps em neues Volk und ein neues Reich geschaffen.
Paris, 18. August.
Ueber de« Zeitpunkt für die Fortsetzung der Dreier-Verhandlungen zur Lösung der abessini- schen Frage ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Daraus kann man schließen, oaß oie Fühlungnahme Baron Aloisis mit Nom bisber kein greifbares Ergebnis gezeitigt hat.
Der Abteilungsleiter für afrikanische Angelegenheiten im italienischen Außenministerim erklärte der Presse, daß Baron Aloisi keine neuen Instruktionen seiner Regierung nachgesucht habe und auch keine erwarte. Diese Erklärung der italienischen Abordnung hat in Pariser diplomatischen Kreisen umso größeres Aufsehen erregt, als Ministerpräsident und Außenminister Laval die Unterbrechung der Verhandlungen am Freitag damit erklärte, daß Baron Aloisi neue Instruktionen ^ c Rom nachgesucht habe und die ntwort der italienischen Regierung abwarte.
Der Schwerpunkt der am Freitag erwogenen Vorschläge scheint in einem Plan für eine gemeinsame italienisch-französisch- englisch e Auswertung Abessiniens zu liegen. Obwohl England in dieser Richtung nur beschränkte Interessen hat und Frankreich außer Erhaltung
Rein äußerlich wurde dieser Vorgang vor einem Jahre, am 19. August 1934, abgeschlossen, als den Führer und Reichskanzler 4V Millionen deutsche Volksgenossen zum Oberhaupt des Deutschen Reiches wählten. Damit zog das deutsche Volk einen Schlußstrich unter eine lange geschichtliche Entwicklung seiner Innenpolitik. Wie weit ist doch dieser Weg, der vom Aufstieg zum Verfall des ersten Reiches über die völlige Auflösung der Nation in eine Unzahl souveräner Kleinstaaten, über das Vismarckreich und den Staat von Versailles und Weimar zum nationalsozialistischen Einheitsreich Adolf Hitlers führte! Wie oft war das deutsche Volk in seiner Geschichte das Opfer egoistischer und kurzsichtiger Fürstenpolitik, das Werkzeug gewissenloser Parteiführer und fremdvölkischer Mächte geworden!
Es ist das alleinige Verdienst des Führers, daß er mit der Riesenorganisation der NSDAP. das Werkzeug schuf, durch das er das Reich, das noch vor wenigen Jahren von Partei- und Klassenkämpfen erschüttert und zersetzt war, rettete und zu einem Staat umgestaltete, der fester und einheitlicher aufgebaut ist, als dies in der tausendjährigen Geschichte deutscher Staatlichkeit jemals zuvor der Fall war.
Niemand soll glauben, diese Einheit des Reiches durch irgendwelche geheim oder offen auftretende feindliche Bestrebungen ungestraft angreifen zu dürfen.
An der Spitze dieses wehrfreien Staates steht Adolf Hitler, der Führer aus Kampf und Not, dem allein das deutsche Volk seine Wiedergeburt verdankt und der mit seinem Geist die deutsche Zukunft verbürgt. 2n seiner starken Hand sind Staatsführung, Oberbefehl über die Wehrmacht und Führung der Partei vereint, und das Führerprinzip ist damit restlos durchgeführt. Seit mehr als 13 Jahren fürht Adolf Hitler die Partei und hat sie, die einer Welt von Feinden gegenüberstand zum Siege ge- fLhr t.
Nun ist ein Jahr vorübergezogen, seit der Führer und Reichskanzler nach dem Tode des greisen Generalseldmarschalls und Reichspräsidenten an die Spitze des Dritten Reiches trat. In ruhiger Sicherheit liegt das Steuer in seinen Händen, machtvoll und zielbewußt zieht das Staatsschifs seine Bahn durch den Strom der Zeit, der erfüllt ist von Kampf und Kriegsgeschrei. Hoch aus den Masten flattern die Fahnen des Führers, die Siegeszeichen der Bewegung, die Fahr?» des Reiches der Freiheit und des Friedens.
Schicksalsttächtige Verhandlungen
Krampfhaftes Suchen nach der Formel in Paris * Parks, 18. August.
Die Dreimächtekonferenz am Quai d'Orsay hat es überaus schwer. Sie soll Gegensätze ausgleichen, die unausgleichbar scheinen, einen Krieg verhindern, der bereits so gut wie ausgebrochen ist. Der italienisch-abessinische Konflikt hat sich zu einem italienisch-britischen Konflikt ausgewachsen und nur derjenige kann sich darüber wundern, der nicht von vornherein darüber im klaren gewesen ist, daß das Land des Negus ein Gebiet ist, das als Quellgebiet des Nils vom Standpunkt Englands aus nur beherrscht sein darf von einer Macht, die im Ernste keinen Augenblick England gefährlich werden kann. Gerade darin aber liegt die unüberbrückbar scheinende Kluft des abessinischen Streites, wo auf einer Seite das naturgegebene italienische Ausdehnungsbedürsnis, auf der anderen Seite Englands Sorge um den unbestrittenen Besitz Aegyptens und den Suez-Kanal steht.
Man muß sich nur vor Augen halten: sobald sich eine militärische starke Macht in Abesstnien festsetzt, kann sie im Besitze des Nil- Quellgebietes durch Störung der kunstvoll ausgebauten Bewässerungsanlagen Aegypten in kurzer Zeit wirtschaftlich zugrunde richten, und darüber hinaus noch nach Ansammlung starker militärischer Kräfte im beherrschten Gebiete zum Vorstoß längs des Nils ausholen, um in verhältnismäßig kurzer Zeit und jedenfalls eher als England imstande wäre, genügend Streitkräste herbeizuführen, bis zum Suez-Kanal vordringen.
Eine volle Million italienischer Soldaten sind für Abesstnien vorgesehen. Wenn sie in diesem Lande siegreich sind und verstehen, jeden Widerstand zu brechen, steht an der Grenze Aegyptens in Zukunft eine moderne Armee, die — rein theoretisch genommen — ohne große Widerstände ganz Aegypten erobern könnte. Daß dies, wie Italien versichert, seine Absicht nicht ist und sein kann, mag England ihm ohne weiteres glauben. Dennoch genügt für das britische Weltreich schon die bloße theoretische Möglichkeit, um unter allen Umständen und mit allen Mitteln gegen die Verwirklichung des Planes der italienischen Besetzung Abessiniens anzugehen. Welche Gründe immerhin Jta-
pariser Vreierverkandlungen stocken
Vorschläge zur wirtschaftlichen ftuswertung ftbessiniens —
seines Vorrechtes an der Eisenbahn Djibuti— Addis Abeba keine wirtschaftlichen Absichten hat, dürfte die erwogene italienisch-sranzösisch-englische Zusammenarbeit ist Abesstnien nicht zuletzt in einer Kreditgewährung Frankreichs und Englands zugunsten der italienischen Ausdehnung in Abesstnien bestehen. Falls Mussolini diesen Vorschlägen zustimmt, würde Abesstnien ein Plän zu einer Ausbeutung seiner Bodenschätze durch die Unterzeichner des Vertrages von 1996 vorgelegt werden können, wobei Italien der Löwenanteil an dieser Ausbeutung überlassen bliebe. Nach den bisherigen Verlautbarungen von italienischer Seite ist allerdings kaum damit zu rechnen, daß Mussolini seine Forderungen zurückstellt.
--fehler müssen bezahlt werden "
Mailand, 18. August.
Zu den ununterbrochenen Rüstungen in Italien schreibt der „Popolo d'Jtalia": Italien hat das stärkste Heer in Europa, wenn im September eine Million Mann unter den Waffen stehen. Es ist wunderbar eingeteilt, ausgerüstet und ausgebildet. Abesstnien mutz entwaffnet und kontrolliert werden. Die mit Kolonialreichen beladenen Mächte
Nelse nach Nom?
Die Außenpolitikerin des Pariser Blattes „Oeuvre" schreibt: Frankreich und England hätten im Laufe des Freitag getrennte Angebote an Italien gemacht, während zu gleicher Zeit bekannt geworden sei, daß der aöessinischo Kaiser bereit sei, die italienisch-abessinische Grenzzone zu entmilitarisieren, um dem Duce Genugtuung zu geben. Die drei in Paris versammelten Unterhändler hätten jedenfalls die Absicht, unbeirrt an der Lösung der schwierigen Fragen weiterzuarbeiten. Man trage sich sogar mit dem Gedanken, gegebenenfalls nach Rom zu reisen, um Mussolini dazu zu bestimmen, ein Abkommen anzunehmen, das der Völkerbund am 4. September unter seinen Schutz nehmen könne.
dürfen uns den Weg nicht versperren. Ein Widerstand gegen unsere Lebensbedürfnisse wäre ein Verbrechen gegen die Geschichte und Zivilisation. Was würden morgen die Völker sagen, wenn ein toller und grausamer europäischer Krieg durch die unerhörte Anmaßung verursacht würde, daß Großmächte Italien ein fernes Land in Afrika streitig machen, nachdem sie sich die fette Kriegsbeute aller Kontinente geteilt haben? Ein ungeheurer Irrtum wurde in Versailles begangen und Fehler müssen bezahlt werden. (Siehe auch Seite 2)
Nordische Volksmusik
.Tchts Volksmusik ist nicht ausschließlich ein »eelenprodukt des Menschen, sondern in ihr weht der Atem des Landes, ertönt der Lockruf der Naturgeister, und fordert die Erde ihr Recht. Heiß und erdverbunden erklingen die Lieder des Südens. Neapel und Sizilien senden uns Eanzonen von bestrickender Schönheit, trotz aller Erschütterungen aber klingen sie leicht aus, denn es lebt sich dort schneller, und Werden und Vergehen umschließt ein flüchtiger Sinnenrausch. Schwer und melodisch erklingen die Lieder in den weiten «teppen Rußlands, ein dunkler Schicksalsbann lugt auf ihnen, der in feierlich choralischen Formen ausklingt. Befreit und heiter tönt dagegen das deutsche Volkslied, naturverbunden und beglückend.
Die Lieder des Nordens, in Skandinavien, Dsland und auf den dänischen Inseln hält ein seltsamer Naturzauber gebunden. Sie sind im Lause der Zeiten völlig unberührt geblieben, wie das Polarmeer, über dem sich in grünlicher Helle me Sommernacht mit dem Tage vermählt, -menschliches Leid und Glück haben in ihnen geigen Raum, sie lösen sich auf in einem großen matuierleben, in dem die alten Götter und miesen, die Elfen, Nixen und Trolle in ewiger Verjüngung ihr Spiel treiben. Gerät der Mensch m ihren Bann, so ist das Ende nicht Leid und mlage, sondern ein schwermütig beglücktes Sich- uuigeben. „Lauschest du dem Elfenringelreihn. Wtz in ftin Schlingen zaubrisch dich hinein" Norwegisch).
sehnlich klingt die Ballade von Herrn Oluf aus der am Vorabend seiner Hochzeit in den ruald reitet und in den Bann der Elfenkönigin Mat (Dänisch). — Zum Verständnis der nordi- Mn Volksmusik, wie sie uns Edvard Grieg und
us Ende nahegebracht haben, gehört aber auch !>; gewisse Einfühlung in das Temperament und "eichtlebigkeit des Nordländers, die den uremden oft überraschend anmutet. Die Vor-
e für starke lichtfreudige Farben, die Kunst Ausdauer des Festefererns, die Freude an nkgelagen, die allgemeine Gastfreiheit stehen inbar in scharfem Gegensatz zu seiner schwer- iigen Natur. Das Leben in einer großartigen, r kargen Natur, die lange Dunkelheit des aters haben in hohem Maße im Nordländer Gabe geweckt, die Höhepunkte in Natur und en zu erfassen und sich daran zu berauschen, e angeborene Aktivität treibt ihn dazu. Er darin grundverschieden von dem schwermütig Renten Slawen und dem fatalistischen Orien- m. Man hüte sich aber, beim Verständnis der bischen Volksmusik die germanische Stammes- bundenheit gar zu sehr ins Treffen zu führen, olge der großen Starre und llnberührtheit er Natur erlebt der Nordländer völlig anders der Deutsche, und zudem hat er das Glück ge- t, daß ihm seine Kunst- und Kulturgüter erteil blieben zu Zeiten, als er kräftig mithalf, unsren zu zerstören.
>as Leben des Nordländers ist einsam. Auf grünen Alm im Gebirge haust der Hirt den zen Sommer allein mit seinen Tieren, die er ck und mit Lockrufen sammelt. „Ziegenbock, ge hell, kleines Zicklein, Zapfenfell, euer Spielen steigt zu Berge." Schöne Stimmen hört r unter den Hirten, und das melodische Moll >r Lieder klingt nicht trübe, sondern rein und :. Wenn in den hellen Nächten sich einmal Jahr die Bewohner entfernt liegender Ort- ften zusammenfinden und ihr Heimatfest rn geschieht es meist oben an einsamer Verbilde wo der dunkle Wald den grünen Tanztz umschließt und „Schnecke und Schecke, Trude > Drude, weitab und seitab Kobold und Puck" ildas Lockruf) zu Hause sind. ün merkwürdig starker Gegensatz besteht zun- n den Tanzweisen und den Liedern. Der ielmann. der das Fest anführt, ist eine vielehrte Persönlichkeit, an seine Kunst werden
hohe Anforderungen gestellt. Er muß improvisieren können, und der Südländer würde sich wundern über die Lebhaftigkeit und Ausdauer, mit der im Norden getanzt wird. Diese Leidenschaft erstreckt sich bis hinunter nach Schleswig- Holstein, wo man sich an langen Winterabenden auf den Bauernhöfen die Zeit mit Tanzen vertreibt. Die nordische Tanzmusik verteilt sich auf Geige und Ziehharmonika, und in bezug auf Gewandtheit und Erfindung haben beide Spieler viel zu leisten. Es gibt aber auch Volkstänze, zu denen nur gesungen wird. So beherrscht den berühmten Fackeltanz, wie er in der Landschaft Dalarne getanzt wird, eine feierlich religiöse Stimmung. Das Liebeswerben, das in den Bewegungen und Figuren der Fackelträger zum Ausdruck kommt, ist von einer schwermütig sakralen Musik begleitet. Die Mädchen antworten im Kehrreim. Erst bei der allmählichen Annäherung gewinnt die Melodie an Lebhaftigkeit. Die Form des Tanzes umfaßt das magische Quadrat.
Die hellen Nächte (vier Wochen um Johanni) sind im Norden mit Gesang und Tanz erfüllt,
„klns lsiouptquslls clss klsncls ist, clok <öis ftssnscsisn nicht an isirsr richtigen 5tsIIs slncl. filonchsr Kaufmann wäre kssssr ein siächtsr, mancher Korcsinol ftssssr ein Küster geworden."
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man schläft am frühen Morgen einige Stunden, das wache Licht läßt in der Nacht keinen Schlummer aufkommen. In den kleinen Städten werden Märkte abgehalten, die während der ganzen Nacht offen sind. Wer es irgend kann, legt die Volkstracht an, und die Festfreude in Gesang und Tang weckt die Geister der Vergangenheit.
Man hört viel alte Balladen zur Laute singen, vom Neck, der aus dem Meeresgrund aufsteigt und um die Göttin Freia wirbt, von Frau Holda, „die ihr Haar zum goldnen Band flicht an der Quelle klarem Spiegel", von der Königstochter, die von den Trollen und Zwergen entführt ist. Der Fremde verirrt sich selten in diese ländlichen Zentren, man muß schon von Einheimischen geführt sein, und das Nordland ist weit und oft schwer zugänglich. Der Klang der Landschaft aber, der in den Liedern lebt, tönt zu uns herüber wie eine ferne Erinnerung.
rrle,l,aie nunftausstellung
Das Ostfriesische Landesmuseum in Eindem ei öffnet am 18. August in der Klundorburg ein Ausstellung von Werken oft- und nordfriesische Künstler der Gegenwart.
Von den zwanzig Künstlern, die schon jetzt ihr Beteiligung zugesagt haben, seien der Moormal« Georg Bakenhus, der Maler der Vogelwe! an der Nordsee, Karl Sartorius die nort lrlemchen Marsch- und Halligenmaler Fedder sen, Alberts, Ingwer Paul sen und Jo yannsen genannt.
krgebnis des Ideenwettbewerbs
fjorst-wessel-kiirmmal im Süntel
Unweit des Vückeberges, wo alljährlich das deutsche Bauerntum das Reichserntedankfest begeht, wird das deutsche Volk auf der Höhe des Süntel- Gebirges dem g: ßen, für das nationalsozialistische Freiheitsbanner im Kampf der SA. gegen das ehe- mals rote Berlin gefallenen Kämpfer, Horst Wessel ein Ehrenmal errichten. Die Stätte für dieses Ehrenmal wurde deshalb gewählt, weil Horst Wessel bekanntlich aus einem alten niedersächsischen Bauerngeschlecht stammte: noch heute steht der alte W e sselhof unweit von Hameln. Als der Führer sowie der Reichspropaganda- minister im vergangenen Jahre ihre Zustimmung und ihren Willen zu der Errichtung eines Horst - Wessel-Ehrenmals bekundet hatten, wurde ein Jdeenwettbewerb für die Ausgestaltung des gewählten und bereits hierfür genehmigten Platzes auf dem Süntel in der Nähe der Jahnhlltte ausgeschrieben, dem namhafte deutsche Künstler Folge geleistet haben.
Unter dem Vorsitz des Stabschefs der SA. und Oberpräsidenten der Provinz Hannover, Lutze. trat jetzt in Hameln das Preisgericht zusammen, dem der Rcichsarchitekt S p e e r - Berlin, in dessen Händen auch die Neugestaltung des Vückeberges und die Ausrichtung der Achse der Erntedankstätte auf den für das Ehrenmal bestimmten Platz liegt,
U-^lom or vonHugo - Hannover, feßor «chmrdthenr er-Stuttgart, R rungsLaumeister Distel-Hamburg und ^ Deutschen Gemeindetages „"/Dr. angehörten. Der erste 9
zwölf eingegangenen Arbeiten w den durch ihren Entwurf zum Tannenüergden bekanntgewordenen Berliner Architekten W a I m Gemeinschaft mit dem Ber Bildhauer Paul Vronich zuerkannt. Den ? ^ Preis erhieltsn der Bildhauer von'Grä H 'FEuttgart und der Architekt Tiedae - S gart. Der dritte Preis fiel an den Berliner Ai ^ Architekten Grimmeck -
L Preisrichter gaben im Anschluß an iü/ ^ Entwürfe nicht endgi
ktrage kämen, sondern einen Fingerzeig für die ungefähre Ausgestali
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mge weiterzuarbeiten, um einen endgült ^ gewaltiges und bedeut! Monument, wie es das Horst-Wessel-Ehre werden soll, zu erhalten. Dieses könne aber von heute auf morgen geschehen, sondern muss den Jahren wachsen und rei sen. bis