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Das Amtsblatt des Senats
Nationalsozialisten Bremens
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Nr. 22ö / Z. Zalzrgang
Sonnabend, 17. August
Einzelpreis IS Npf.
Iriumplialer Siegeslauf des Nundfunks
Vr. öaebbels eröffnet -ie Ausstellung / Vor Volksempfänger marschiert / strbeitsfront-kmpfönger für -ie vetriebe Ver kundfunk eine geistige vrücke Veutschlan-s zur Welt / Unentbehrliche Stütze des stuslandsdeutschtums
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Die 12. 6roüe veutseiie li.undkunIrs.ussteIIunA vröktnet
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Berlin, 17. August.
Die 12. Troge Deutsche Rundsunkausstellung Berlin 1935 ist am Freitagmittag im Ehrenranm der Ausstellungshallen am Kaiserdamm von Sieichspropagandaminister Dr. Goebbels feierlich erössnet worden.
Der Eröffnungsfeier wohnten etwa 2000 Ehrengäste bei. Das Ausland war durch Mitglieder des Diplomatischen Korps vertreten. Auch eine
Unssr lagSsspisgvI
Reichsminister Dr. Goebbels eröffnete in Berlin die Deutsche Rundsunkausstellung 1935.
Die litauische Regierung unternimmt mit einer neuen Wahlordnung einen Anschlag auf die Wahlsreiheit der Memelländer.
Beim Zusammentritt der Drei-Miichte-Kon- serenz über den abessinischen Konslikt traten unüberbrückbare Gegensätze zwischen Italien und England hervor.
Aus Albanien kommen Meldungen über einen Ausstand gegen den Känig.
In Hamburg ist ein jüdischer Devisen- schmuggel aufgedeckt worden.
Die Reichssteuereinnahme entwickelt sich weiter günstig.
Bei der Reichspost wurden neue Vetriebs- mrd Verkehrsverbesserungen vorgenommen.
Das 1. Bataillon des J.R. 18 (Oldenburg) hielt bei Adelheide eine Gefechtsübung ab.
Am vorletzten Tag vor Abschluß des Reichs- wettkampses der SA. führte der Sturmbann 1/75 einen Fackelzug und eine Kundgebung durch.
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80 Mitglieder starke Abordnung französischer Funkhändler nahm an der Eröffnungsfeier teil.
Reichsminister Dr. Goebbels, von Staats- iommissar Dr. Lippert in den Saal geleitet, wurdo bei seinem Erscheinen von den Anwesenden mit erhobener Rechten empfangen. Die „Hymne der Arbeit" von Blume, gespielt vom großen Funkorchester und gesungen vom Funkchor und vom Chor des Theaters des Volkes, leitete die Feier ein.
Äaatskommissar Dr. Lippert nahm dann bos Wort zur Begrüßungsansprache. Er er- erinnerte daran, daß Berlin nicht nur den ersten Rundfunksender in Deutschland gehabt habe, sondern daß es auch die Geburtsstadt des Fernsehens ist, weil es den genialen Erfinder Nipkow zu seinen Bürgern zähle. Zum Schluß seiner Ausführungen sprach Staatskommissar Dr. Lippert allen, die an dem Zustandekommen der Ausstellung teilgehabt haben und vor allem dem
Führer und Schirmherrn des deutschen Rundfunks, Reichsminister Dr. Goebbels, den Dank der Reichshauptstadt aus.
Dann trat Reichsminister Dr. Goebbels an das Rednerpult, hinter dem zahlreiche Fahnen von Werkscharen der Rundfunk,-Industrie Aufstellung gefunden hatten, um die Ausstellung mit folgender Ansprache zu eröffnen:
„Als der Führer am 30. Januar 1933 um die Mittagsstunden an dieVerantwortung gerufen wurde, teilte der Rundfunk zuerst dem deutschen Volke diese historische Nachricht mit. Offenbar aber glaubten die damals in den Funkhäusern noch regierenden System-Statthalter, damit ihrer öffentlichen Pflicht Genüge geleistet zu haben, wohl in der Annahme, daß auch dieser Regierungswechsel, wie so viele vorhergegangene, nur auf Zeit und Abruf gemeint sei.
Diesmal aber lagen die Dinge anders. Ein geschichtliches Ereignis war eingetreten. Eine Revolution hatte ihren Anfang genommen Wenige Stunden später wälzten sich durch die Straßen der Reichshauptstadt die revolutionären Massen des erwachten Berlin und zogen durch die Wilhelmstraße am Reichspräsidenten und am Führer vorbei. Ganz Deutschland befand sich nn Taumel. Nur das Funkhaus in der Masuren- Allee lag still, weitab vom Lärm des Zentrums, ohne Licht, zwar nicht ohne Mannschaft, aber ohne Führung. Die hatte sich mach Dienstschluß nach Zause begeben in der gewohnheitsmäßigen Annahme, daß nun ihre Pflicht getan sei. Was das Volk, anfing, und was das Volk deshalb auch hören wollte, das ging sie nichts an.
Vor Nundfunk politisch
Damals sind revolutionäre Nationalsozialisten ohne Amt und Auftrag in das Funkhaus hineingegangen, haben Mikrophone und Apparaturen auf Antotaxen geladen, sind in die Reichskanzlei gefahren und haben von der Reichskanzlei aus über die Aetherwellen das ganze deutsche Volk am nationalen Aufbruch der Neichshauptstadt teilnehmen lassen.
Da ist der Rundfunk zum ersten Male politisch geworden. Seine damaligen Außenseiter — das sind dieselben Männer, die ihm heute Gesicht und Haltung geben — haben ihn unmittelbar an das Volk herangeführt und damit auch das Volk für den Rundfunk erobert.
Männer der nationalsozialistischen Bewegung stellten ihn mitten in das Geschehen des Tages hinein: sie gaben ihm modernes Gepräge, verliehen ihm bewußt eine Tendenz und überantworteten ihn dem leidenschaftlichen und bedingungslosen Dien st am neuen Regime. Sie traten nicht wie ihre Vorgänger nach Ueber- tragung einer Ministerrede an die Regierung um Erhöhung ihrer Gehälter heran: ste taten die nationalsozialistische Sache um ihrer selbst willen, weil sie selbst auch von Blut und Bewußtsein aus Nationalsozialisten waren.
Literaten, Liberalisten, Nur-Techniker, Geldverdiener und Spesenmacher sahe» dadurch in ihrer Naivität den Rundsunk, als dessen Vater sie sich aufzuspielen beliebten, bereits ruiniert und vollkommen vernichtet. Während aber sie selbst vor Gericht kamen und in der Versenkung verschwanden, hat der deutsche Rundsunk seinen triumphalen Siegeslauf angetreten.
Aufschwung der ftörerzatilen
Das zeigt sich am besten im ungeahnten Auf- ichwung der Rnndsunkhörerzahlen. Während wir Ende des Jahres 1932 nur 1398 889 Rundfunk- hörer verzeichneten mit ständig zunehmender Abnahme, stiegen diese Ende des Jahres 1933 aus 5 Millionen, im Jahre 1931 aus 6198 888 und weisen am 1. Mai 1935 einen Bestand von
6 798 889 auf. Das bedeutet eine Zunahme von 2188 888 Hörern und eine Vermehrung der Hörerzahlen, die wir übernahmen, um mehr als die Hälfte.
Ti« nationalsozialistische Führung des Rundfunks blieb demgegenüber nicht untätig, sondern suchte den natürlichen Zuwachs der Horerzahlen durch besondere, in die Augen fallende Leistungen weiterhin auszuweiten. Im Mai 1983 wurde nach langem Für und Wider zum ersten Male die Auflegunq von 100 900 Volksempfängern zum Preise von 76.— Reichsmark beschlossen: denn es hatte sich gezeigt, daß gerade wegen der hohen Preise für deutsche Apparate die breiten Massen der Bevölkerung, vor allen Dingen die Aermsten unseres Volkes, vom Rundfunk ausgeschlossen blieben.
(Fortsetzung auf Seite 2)
bustav w. Lberlein (Nomf
Ueberlingen, die Stadt am See
Dem Haus im Schilf, wo ich nun wohne, liegt sie gerade gegenüber: die Stadt am See. Wenn ich auf die Loggia des Hauses in Tuskulum hinaustrete, dann liegt dort unten Rom.
Nun besteht ja. ich glaube, wir dürfen das zugeben, einigermaßen ein Unterschied zwischen Dingelsdors und Rom, aber manchmal gebe ich siech gerne des ganzen Südens grelle Sonnen- icherben für eine stille Bank am See, am lleber- lingersee. Dazu braucht man keinen Urlaubs- ichwips zu haben, wenn wir uns auch weiter zugeben wollen, daß die Heimat zu den berauschenden liessen gehört. Manche Leute merken das freilich erst, wenn sie einmal länger in der Fremde waren, bie ihnen reizvoller dünkt, weil sie anders ist. Wenn einer aber viel in der Welt herumgekommen 'ü. wenn er dort draußen seit einem halben Menschenalter wohnt und, in Ferien nach Hause üinmend. behauptet: Ueberlingen ist schön, die btadt am See ist wunderschön!— so sollte man 'hm das glauben.
Vielleicht bin ich in Dingelsdorf verliebt, weil «s. schon der Name klingt so herzeinnehmend anspruchslos, wie der Gegenpol ist zu dem großen, muten, hochmütigen Rom. Und dann brauHe ich uur die Augen aufzuschlagen, um das Innigste zu "blicken, was unjeres Reiches Herrlrchkert zu meten hat: die deutsche Kleinstadt. Ich brauche mich nur ins Boot zu setzen, um ihr in die Arme g" gleiten.
ist schön, einer geliebten Stadt in die Arme ?u gleiten
. So ganz langsam und träumerisch, wie es. Blau !? Blau, nur ein Ruderboot vermitteln kann. und ich gxh^ njchj. schnell und ich eile nicht, mich »mht ein weiches samtnes Band in der Liebe Licht 77 lawohl, das singe ich so vor mich hin — in ein
laues mildes Licht... zu der schö—önften
So recht durcheinander, durch Seegrün und Sommerblau, mögen die Felchenfischer mich immerhin verrückt glauben.
Sie liegt in der Liebe Licht, die Stadt am See.
Das „schwäbische Nizza" — wer nur auf den albernen Vergleich gekommen ist? Ueberlingen hat so viel Eigenart, so viel deutsche Art, daß es aus den Wert einer billigen Kopie gewiß verzichten kann. Es hat mit Nizza so viel gemein, wie Nizza mit Ueberlingen: nichts. Und das ist gut so. Es braucht keine Abglanzstellung. Wenn ich zum Absinth im Palais d' ötö auf der Promenade in Nizza saß und die eleganten Kokotten bewunderte, so war ich ganz und gar in Frankreich, und gewiß hatte das seinen Reiz. Aber Ueberlingen mit seinem Münster, das nun so warm, so urtiefen- haft zu läuten, zu rauschen zu dröhnen anhebt, Ueberlingen mit seinem stillen lieben Ufer, mit seinen blondzöpfigen Mädels — das war unendlich weit, zum Sehnsuchtkriegen nah, dem Herzen nah und daher der Fremde so fremd. Versteht ihr das?
Wir sollten uns auch hüten, Lindau als das bayerische Benedig zu bezeichnen. Das hat es nicht nötig. Wie ist der Bodensee so reich: Konstanz, die Stadl zwischen oen Seen; Meersburg, die Burg am Meer, Lindau, die Stadt im See; Ueberlingen' die Stadt am See. Wundervolle Mannigfaltigkeit, unvergleichliches deutsches Land!
Was habe ich Angst gehabt, als sie ein neues Postamt bauten in der Stadt am See! Würde es im Allerweltstil der Sachlichkeit, der uns nun in' Littoria wie in Rom. in Erenoble und Oxford in Oklahoma und Barcelona und Tokio anödet würde es sein Schablonentum auf den blauen See'binausschreien? Nein die Bürger gaben ihm Charakter, das Postamt könnte nicht in Nizza lieben So ist das in der deutschen Kleinstadt. Sie verschmäht es. ihren Seelenadel zu normen.
Da wuchten nun die alten Turme heran, der ein« setzt sich wie ein würdiger Schloß- und Siegel«
bewahrer gegen den Mantelhafen zu in Bewegung, Giebel an Giebel, riesiges Dach da vorne, wie die Mauthalle in Nürnberg, erster Blick in krumme Gassen Fauler Pelz heißt die erste Wirtschaft — ist das nicht unendlich mehr als Continental und Majestic und Excelsior?
Kroße Normalstädte lassen sich auf Bestellung bauen das ist schließlich nur eine Geldfrage, Ueberlingen könnte mit allen Colddollars nicht bezahlt werden, so wenig wie eine geheime Liebe.
Bummel am Strand. Hundertjährige Karpfen, die sich vom gewiegtesten Sportfischer nicht fangen lassen Kann ich verstehen, kann ich gut verstehen. Ein bewimpelter Dampfer schüttet junges Volk aus, lustiges Backfischgesindel, im Rucksack scheinen sie nicht einmal Rouge und Lippenstift zu haben. Addio Nizza, lebwohl, fernes Nice!
Ich lobe mir die Stadt am See.
„Mein Kampf" als ständige fjochzeitsgabe
In der letzten Eemeinderatssitzung der Gemeinde Weitershain bei Gießen unterbreitete der Bürgermeister dem Gemeinderat einen Beschluß, wonach die Gemeinde zukünftig jedem neuvermählten Paar am Hochzeitstage das Buch des Führers „Mein Kampf" zum Geschenk macht. So will die Gemeinde zu ihrem Teil dazu beitragen, daß das Standardwerk der nationalsozialistischen Bewegung Allgemeingut des ganzen Volkes wird. Ein nachahmenswertes Beispiel!
Zur Kenntnisnahme und — wenn möglich — zur Anregung anderer Stellen!
vr. Bernhard pagr
Schrifttumspolitik der Segenwart
Die Zeit, in der wir leben, ist gekennzeichnet durch die großen geistigen Auseinandersetzungen, die der Gestaltenwandel unseres Jahrhunderts für das gesamte Abendland mit sich bringt. Mit den Schicksalsfragen, die in unseren Tagen des revolutionären weltanschaulichen Kampfes und des völkischen Aufbruchs die Geister in Deutschland erfüllen, ist auch das deutsche Schrifttum unlösbar verbunden. Dieses Schrifttum ist heute nicht mehr die Sonderangelegenheit einer dünnen Schicht von Intellektuellen, welche die Kunst für sich allein zu pachten wünschen, sondern es ist — wie Reichsleiter Rosenberg einmal gesagt hat — „der geformte Wille der deutschen Volksseele".
So sehr wir alle von der Größe des kämpferischen Geschehens unserer Zeit in Anspruch genommen werden, so wenig wolle»- wir darüber vergessen, daß sich der tiefere Sinn dieses Ringens uns nicht im Tageskampf enthüllt, sondern daß wir von Zeit zu Zeit der Einsamkeit und Stille bedürfen, um die Willensrichtung unseres
Volkes in ihren letzten Ursachen und Zusammenhängen und damit die innere Einheit unseres Wesens zu erkennen. Hier hat der Blick sich jenen ewigen Werten zuzuwenden, welche den Umfanß der geistigen Welt bestimmen, in die wir seit Anbeginn der deutschen Geschichte gestellt sind. Und diese Ewigkeitswerte gilt es heute mehr denn je herauszustellen und festzuhalten, damit sie allmählich in das Bewußtsein des ganzen Volkes eingehen und zum Allgemeinbesitz einer völkischen Bildung werden. Das junge Schrifttum des neuen Deutschland aber, das um die Lösung der großen Fragen unseres Jahrhun derts ringt, bedarf einer nachdrücklichen Förderung, um sich den Jahrzehnte hindurch erfolgreichen Erzeugnissen einer liberalistischen Geisteshaltung gegenüber durchsetzen zu können.
Wenn wir im heutigen Deutschland die Durchführung einer zielbewußten Schrifttumspflege und Schrifttumspolitik fördern, so stellen wir uns damit bewußt in Gegensatz zu der Welt von
NS.-kultur-pusstellung
Bon
Reichssendeleiter Hadamovskq
„Die Fahne hoch, marschiert!
Voran der Führer führt.
Mit unsern Fahnen ist der Sieg.
Flieg deutsche Fahne, stieg."
Als die Chöre der Arbeitsmänner und Soldaten nach den Eröffnungsworten von Dr. Goebbels gestern den jubelnden Refrain dieses neuen Liedes sangen, als die Stöße der Fanfaren das Brausen dieser Klänge immer gewaltiger steigerten, bis die Riesenhalle am Kaiserdamm mit den Taufenden und Tausenden im gleichen gewaltigen Rhythmus bebte, da hatte eines der grandiosesten Schauspiele in der Geschichte des Rundfunks begonnen. Der Volkssender, der die Bauern der Heide, die Fischer des Haffs und die Kumpel aus den Berg- revieren zusammengeholt hat, beginnt mit seiner Sendung an die Nation.
Sicher wird das phantastische Jneinanderspielen kompliziertester elektrischer Maschinen, Mikrophone, Schallaufnahme-Apparaturen, Verstärker usw. die Neugierde und Wißbegier von Tausenden und aber Tausenden anstacheln und wecken. Vor asten Dingen, weil, sie diese Dings nicht hinter den Schranken betrachten, sondern sich als Mit- wirkende mitten unter ihnen bewegen, weil sie selbst über die Mikrophone sprechen, auf Schall- platten ihre Stimme hören, über die Runkfunk- sender ganz Deutschlands ihren Lieben daheim ihre Grüße zurufen. Und doch ist das nur ein äußerlicher technischer Anziehungspunkt des Volkssenders. Denn hier wird der Versuch gemacht, mit einem Experiment gewaltigen Ausmaßes eine Kulturaufgabe anzupacken, die uns schon lange gestellt ist.
Schon der erste Blick in die weithin verzweigten Räume der über 120 Meter langen Riesenhalle zeigt dem eintretenden Besucher ein unerwartetes Bild. Maschinen, Geräte, Mikrophons, Verstärker, die Sendeanlagen, das alles ist auf den ersten Blick fast unsichtbar. Viel eher möchte man glau- ben, in die Jnnenhöfe eines weiten weißen Tempels einzutreten, oder die Bühnen eines weiträumigen Theaters in der Ferne zu erblicken.
Dieser erste Eindruck beherrscht die gesamte Rundsunkausstellung und zeigt sinnfällig, daß die Technik hier nicht mehr im Mittelpunkt des Ausgestellten steht, sondern Dienerin an einer
gestern, die nur die allgemeine Willkür in den Bezirken des Geistes gelten lassen wollte und nicht begriffen hatte, daß sie an die Stelle der wahren geistigen Freiheit, die von der höheren Notwendigkeit einer völkisch-überindividuellen Zielsetzung untrennbar ist, Zuchtlosigkeit und geistigen Verfall gesetzt hatte. Die letzten Jahre vor der Machtübernahme haben uns zudem einen wahrhaft erschreckenden Rückgang der Kulturetats, die aus Mitteln der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellt wurden, sowie der privaten Hilfsmittel mit sich gebracht. Damit hat eine unerträgliche materielle Einengung an den Bibliotheken und Theatern, den Volksbildungsanstalten und Hochschulen eingesetzt. Aber nicht nur die Einrichtungen des öffentlichen geistigen Lebens haben unter diesen Kürzungen der llnterhaltsmittel auf das schwerste zu leiden gehabt, sondern vor allem unsere deutschen Dichter und Schriftsteller selber, die insbesondere von der allgemeinen Notlage des deutschen Verlagsbuchhändlers betroffen wurden. Alle diese geistigen und materiellen Schäden, die wir in den letzten Jahren erleben mußten, lasten sich nur in langsamer und zäher, zielbewußter und einsatzbereiter Arbeit überwinden.
VilderpreisaussHreiben 1SZ5
Der Volksdeutsche Bilderdienst Stuttgart, der vom Deutschn« Ausland-Institut in Verbindung mit dem VDA. betrieben wird, hat soeben die Bedingungen eines neuen Bilderpreisausschrei-. bens veröffentlicht. Dieses Preisausschreiben erstreckt sich aus E u r o p a w e st l i ch d e r d e u t-, Ichen Reichsgrenze, d. h. es sind alle Bilder zugelassen, deren Gegenstand westlich der deutschen Reichsgrenze zwischen der Nordsee und dem Mittelmeer liegt, einschließlich Großbritannien und Irland und der Jherischen Halbinsel Ein ' ie serungst-rmin ist der 1. April 1936 Die näheren Bedingungen des Pretsausschren bens, für das Barpreise im Gesamtwert von 1500 Mark ausgeschrieben sind, werden aus Wunsch vom Volksdeutschen Bilderdienst Stutt- gart-S., Haus des Deutschtums. Danziger Freiheit 17, kostenlos übersandt.