Ausgabe 
(1.7.1935) Nr. 179
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partei ag esz eitung der

Das flmtsblatt des Senats

NationalsoziaiistenVremens

der Freien Hansestadt Vremen

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Nr. 179 / Z. Jahrgang

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Montag, 1. Juli

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Köln - verlm in fünf kisenbalinftunden

Erste vlitzfastri desfliegenden kölner - Von der rheinischen Metropole ;ur Nelchshauptstadt und zurück an einem lag!

Unser lagesspiegel

Die von Stuttgart nach Paris zurückkehrenden französischen Frontkämpfer werden ^oon 88 deutschen Kameraden begleitet.

In Wien kam es bei einem Ausmarsch des Heimatschutzes zu einem Flaggenzwischenfall.

Die gestrige Pressefahrt desFliegenden Kölners" nahm einen glänzenden Verlauf.

Am gestrigen Sonntag ereigneten sich wieder zahlreiche schwere Antounfälle.

Berlin, 1. Juli

Heute nimmt der Schnelltriebwagen der Deut­schen Reichsbahn, derFliegende Kölner", den regelmäßigen Verkehr zwischen Köln und Berlin auf. Zum ersten Male lief der Kölner am Sonntagmittag die Reichshauptstadt im Rahmen einer Presse-Besichtigungsfahrt an. Die Abfahrt am Sonntag früh, 7 Uhr, vom Kölner Haupt­bahnhof wurde eine kl-ine Sensation: Frühauf­steher bewunderten die schlanke Stromlinienform des FDt. so ist seine bahntechnische Bezeich­nung. In beherrschter Kraft zieht derFlie­gende Kölner" seine Bahn. Dunkel klingen die

Elektromotoren,-der FDt. weiß noch nicht, was er leisten kann, solange die Fahrt durch das Ruhrgebiet geht. Zu gewunden ist die Strecke, sie hat viele Abzweigungen,' eine Stadt folgt der anderen, wo kurzer Aufenthalt genommen wird.

Dann summen die Motoren Heller, Telegraphen­stangen und Signalmasten überstürzen sich im Vorbeihuschen. Die vielen Kurven haben aufge­hört, es gibt keine Hindernisse mehr, die Ge­schwindigkeit wächst und wächst, bis 160 Kilo- meter. Kleine und größere Bahnhöfe werden durchführen, Menschen stehen auf den Bahnsteigen, sind einzeln nicht mehr mit dem Auge zu erfassen.

Kein Stoßen, keine Erschütterung ist im Wagen zu spüren. Pünktlich hält derFliegende Kölner" in Hannover, auf den Elockenschlag 12,20 Uhr trifft er in Berlin auf dem Bahnhof Fried­richstraße ein. 320 Minuten nur hat er ge-. braucht, um die Pressevertreter vom Kölner Dom zur Gedächtniskirche zu bringen. 7 Stunden blieben den rheinischen Freunden für Berlin, um 19,20 Uhr verließ derFliegende Kölner" wieder die Reichshauptstadt und traf um Mitternacht im heimatlichen Bahnhof ein ein Sonntagsaus­flug, wie man ihn noch nie für möglich gehalten hat.

Im Deutschen Derby in Hamburg-Horn siegte Sturmvogel" vorElaukos" undLampa- dius".

In Stockholm unterlag die deutsche Fußball- Nationalelf gegen Schweden mit 1:3.

Im HaNdüall-Länderkampf besiegte Deutsch­land Dänemark in Kiel überlegen 11:2.

In Barcelona konnte Mercedes-Benz durch Fagioli und Caracciola einen erneuten Triumph feiern.

Im Kesselberg-Renne» siegte Hans Stuck auf Auto-Union.

Me im anderen Sraben

Französische Frontkämpfer nehmen deutsche Kameraden mit

Stuttgart, 1. Juli.

Nach einem-abwechslungsreich gestalteten Auf-, enthalt in Deutschland verließen am Sonntag­vormittag die 44 französischen Frontkämpfer, die acht Tage als Gäste von Robert Bosch in Stutt­gart weilten, Deutschland wieder. Die französischen Gäste haben einen guten Eindruck von der Ruhe und Sicherheit und dem feierlichen Willen nach Frieden und Verständigung des neuen Deutschland mit seinen Nachbarn bekommen. Bei ihrer Ab­fahrt, zu der sich eine große Menschenmenge ein- gefunden hatte, nahmen 50 deutsche Kriegsverletzte als ihre Gäste nach Frankreich mit.

slaggen-Zwischenfall

Bei einem Aufmarsch des Heimatschutzes in Wien

Wien, 1. Juli

Das Kraftfahrkorps des österreichischen Hei­matschutzes veranstaltete am Sonntag einen Auf­marsch in Wien, an dem etwa 2000 Fahrzeuge aus ganz Oesterreich teilnahmen. Gegen mittag fuhren die Kraftfahrzeuge über die Wiener Ringstraße. Anschließend daran ereignet^ sich in den ersten Nachmittagsstunden ein aufsehenerre­gender Zwischenfall, der allerdings noch nicht völlig geklärt ist. Eine größere Gruppe Heimat- schützler geriet darüber, daß aus dem Wiener Rathaus nicht die grün-weiße Fahne des Heimatschutzes gehißt wurde, in große Auf­regung und demonstrierte vor dem Rathaus­gebäude.

Es heißt, daß ein Trupp Heimatschutzler die geschlossenen Tore des Rathauses unter den RufenNieder mit den Klerikalen, nieder mit Bürgermeister Schmitt!" anrannten, in das In­nere des Gebäudes eindrang und aus dem Bal­kon eine grün-weiße Fahne hißte.

Paris muß umlernen, oder...

Vemerkenswerle Erklärungen des Senators Verenget zum deutsch-französischen Problem

(Orabtbsrlobt unssrsr Lsrlivsr Lobriktlsitung) Lr. Berlin, 1. Juli.

Die Erklärungen, die der Berliner Gauleiter, Reichsminister Dr. Goebbels, am Schlüsse seiner großen Rede auf dem Tempelhofer Felde über die Außenpolitik des Führers und Reichskanzlers ab­gegeben hat, findet ein interessantes Gegenstück und gleichzeitig eine von außen kommende Be­stätigung in den Worten, die der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des französischen Senats, Senator Vsrenger, zu einem deutschen Pressevertreter gesprochen.hat. Dr. Goebbels lieh: seine Rede in die Feststellung ausklingen, daß. heute die ganze Welt auf den deutschen Reichs-, kanzler hört, und daß er nicht nur immer recht gehabt, sondern auch immer recht bekom­men habe.. Senator Vsrenger sagte gleichzeitig in Paris, man habe keinen Anlaß an der Auf­richtigkeit der von der deutschen Regierung er­haltenen Versicherungen gemeint ist die fried­liche Einstellung Deutschlands gegenüber Frank­reich zu zweifeln. Diese Feststellung des fran­zösischen Senators ist um so wichtiger, als kurz vorher in der französischen Presse noch sehr viel unberechtigte Kritik hesonders an den Aeußerun­gen geübt worden war, die der deutsche Sonder­botschafter v. Ribbentrop in den Interviews nach dem Abschluß des Londoner .Vertrages getan' hatte. Es war ein völlig verfehlter Weg der französischen Blätter, sich auf das Gebiet einer solchen negativen Kritik zu begeben.

Denn nachdem zwischen Deutschland und Eng­land aus der Basis der deutschen Vorschläge und nach den von uns empfohlene» Methoden ein so bedeutsames Abkommen wie das über die Rüstungsbegrenzung zur See zustande gekommen war, mußte es für die ganze Welt und auch für Frankreich klar sein, daß die Zeit vorüber ist, in der man mit Deutschland im Tone rein negativer Polemik verkehren konnte. Der Flotten-Vertrag hat vielmehr bewiesen, daß das Deutsche Reich auf der Grundlage der vom Reichskanzler am 21. Mai abgegebenen Erklärungen eine durchaus aktive Rolle in der Weltpolitik aus eigener Kraft übernommen hat, und daß aus keiner Seite mehr die Möglichkeit besteht, mit uns anders als mit einer völlig souveränen Großmacht zu verkehren.

Die Engländer haben von selbst in richtiger Einschätzung dieser Sachlage datauf verzichtet, die Basis des Versailler Vertrages zur Grundlage der deutsch-englischen Verhandlungen zu machen,

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Die raoite Keiobsautobabnstrevüo. »lieb auk äio Lukakrtstraüo ckei- am Sonnabend vom kübrer orötknotsn Keiobsautobadv AüvobeuLolMrvbeu.

und nachdem nun auch Senator Vsrenger sich in mehreren Punkten so verständnisvoll über die Grundlinien der deutschen Außenpolitik und sogar über die Befürchtungen geäußert hat, die wir in Deutschland gegenüber den Auswirkungen des französischen Paktsystems haben, würde es wohl nach Berliner Auffassung auch für die französische Presse an der Zeit sein. die völlig überholten Ti- raden beiseite zu lassen.

Das Wort Verengere, man fei in Frankreich be­reit, in eine objektive Prüfung der deutschen Bor- schläge auf dem Gebiete eines Ausgleichs der deut- fchen und der französischen Rüstungen zu Lande einzutreten, - entspricht durchaus dem deutschen Wunsche, der von maßgebender Seite unmittelbar nach dem Abschluß des deutsch-englischen Flotten- abkommens in der Richtung geäußert wurde, daß auch andere Mächte nun nach dem Muster dieses Londoner Vertrages mit uns eine Verständigung suchen möchten.

England weiß, was es wM

Neville Chamberlain zum deutsch-englischen Flottenabkommen

London, 1. Juli.

Der englische Schatzkanzler Neville Chamber­lain äußerte sich während des Wochenendes auf einer konservativen Versammlung in Hinton zum deutsch-englischen Flottenabkommen Die englische Regierung habe, als sie das deutsche. Angebot er­hielt, vorausgewußt, daß einige Leute natürlich darin einen schlauen Versuch erblicken würden,

England von seinen französischen Freunden zu trennen. Aber was habe früher den Streit Eng­land mit Deutschland eingeleitet? Der Kaiser habe darauf bestanden, eine Flotte zu bauen, um die Vorherrschaft der britischen Marine heraus­zufordern. Das deutsche Angebot habe irgendeine Wiederholung dieser Herausforde­rung unmöglich gemacht.

.Nach einem Hinweis darauf, daß Deutschland auf alle Zeiten dem uneingeschränkten U-Boot- Krieg entsagt habe, erklärte Chamberlain, daß Lord Veatty und es gebe keine höhere Auto­rität als ihn das deutsch-englische Flotten­abkommen als eine große Leistung und eine. große Vermehrung der englischen Sicherheit begrüßt habe.Dieses Abkommen bedeutet nicht nur die Begrenzung der Rivalität zwischen den Flotten Deutschlands und Englands, es bedeutet eine ent­scheidende ZunahmedesgutenWillens" in Europa. Unsere nächste Aufgabe muß es sein, diese Gesundung noch weiter zu fördern in den Besprechungen, die baldigst unter den euro­päischen Nationen über andere Gesichtspunkte der Rüstungsfrage stattfinden werden." 2n der Zwi­schenzeit fördere England seine Luftrüstungspläne, die niemanden in Unruhe versetzen könnten, weil jedermann wisse, daß England keine feindseligen Absichten gegen irgend jemanden hege. Er, der Schatzkanzl'er, habe aber noch nicht die Hoffnung aufgegeben, daß es baldigst gelingen werde, eine Vereinbarung sür ei,ne allgemeine Begrenzung der Luftrllstungen zu erzielen, wodurch eine Durch­führung des englischen Luftprogramms unnötig würde.

Nie mehr zurück! Nur vorwärts!

Nust und hier! auf dem Saupartettag in Hannover

Hannover, 1. Juli.

Der Sonntag, der Haupttag des Eautages Süd- Hannover-Vraunschweig, brachte am Vormittag in Gegenwart von 60 000 die Großkundgebung auf dem Welfenplatz. Reichsarbeitsfllhrer Hier! sprach als erster. Er sagte u. a.:Dem Willen un- jeres Führers entsprechend hat die deutsche Reichs­regierung am.26. Juni'1935 die Einführung der allgemeinen Arbeitsdienst- pflicht gesetzlich festgelegt. Damit'wird der bis­herige freiwillige nationalsozialistische Arbeits­dienst umgewandelt in eine rein staatliche Einrich­tung. Diese Umwandlung bedeutet aber keines­wegs eine Loslösung oder Entfernung des Reichs­arbeitsdienstes von der nationalsozialistischen Bewegung und Partei. Mit der Verstaatlichung des freiwilligen nationalsozialistischen Arbeits­dienstes hat die nationalsozialistische Bewegung wiederum ein Stück Staat erobert. Meine Partei­genossen! Ich gebe Ihnen, die Versicherung, wir werden die hart erkämpfte Stellung halten gegen alle reaktionären Gegenangriffe, wir werden sie ausbauen und von ihr aus die Fahne unserer nationalsozialistischen Weltanschauung vor- wärtstragen im Angriff gegen alle ihre Feinde.

Unsere gemeinsame Liebe und Treue zu unserem Führer, unserem Volke und unserem national­

sozialistischen Glauben ist ein fester Kitt, der keine Spalten offenläßt für Wühlmäuse. So wie heute unsere Arbeitsmänner bei diesem Gau­treffen inmitten der Gliederungen der Partei stehen, so wollen wir immer zusammenstehen, äußerlich und innerlich. Der Rerchsarbeitsdienst ist und bleibt nationalsozialistisch bis auf die i Knochen.

Darauf sprach noch einmal Reichsminister Gau­leiter Ruft. An den Aufstieg und Niedergang in der deutschen Geschichte erinnernd wies er auf das Wunder hin daß im Volk ein Führer er­stand, den das Volk verstand und an den es glaubt, wie er an sein Volk. Aber einst werde auch der Führer in die Geschichte eingehen und dann dürfe es nicht wieder hinuntergehen. Deutschland solle, wenn unser Geschlecht einmal vom Schauplatz der Geschichte abtritt, weiterleben. Und dazu genüge es nicht, Waffen zu tragen; es müsse in unserem Volke ein für allemal das Bewußtsein lebendig bleiben, daß nur aus der Geschlossenheit des Volkes die Zukunft Deutschlands ruht. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, die der Führer an die Macht führte, solle seine Gedanken für die künftigen Geschlechter in treue Pflege nehmen. Nie mehr zurück, nur vorwärts! Wir geloben Dienst unserem Volk, Treue und Gehorsam dem Führer! Unser Führer Adolf Hitler Sieg-Heil.

Im fluto verbrannt

Dresden, 1. Juli

In Dresden geriet am Sonntagmorgen in der Heideparkstraße ein mit vier Personen besetztes Auto in den Straßengraben und fing sofort Feuer. Einem Insassen gelang es, sich durch ein Fenster zu retten. Trotz eigener starker Ver­brennungen trug er noch ein 22jähriges Mädchen aus dem Wagen, das aber den erlittenen Brand­wunden inzwischen im Krankenhaus erlegen ist. Die 18jährige Schwester des Mädchens sowie der Kraftwagenführer verbrannten im Kraftwagen.

Amerikanischer Kohlenarbeiterstreik vertagt. Der für Montag angesetzte Kohlenarbeiterstreik in USA. ist auf Ersuchen Roosevelts zunächst sür die Dauer des Monates Juli vertagt worden.

Kraflwagenunglück in Italien

Mailand, 1. Juli.

In der Stadt Moncalvo in der norditalienischen Provinz Alcssandria ereignete sich ein furchtbares Krastwagenunglllck, das sechs Tote und 120 zum Teil Schwerverletzte forderte. Eine Gesellschaft von 188 Kindern des Turiner Salesianer-Jnstituts machte in einem Lastkraftwagen mit Anhänger einen Ausflug. Während der Fahrt platzten zwei Reisen des Wagens, ohne daß der Krastwagenfüh- rer es sür nötig hielt, den Schaden zu beheben. Auf einer abschüssigen Straße geriet der Wagen­zug dann in zu schnelle Fahrt und als der Fahrer plötzlich die Bremsen anzog, prallte der Anhänger so heftig an den Lastwagen, daß er sich loslöste und über die Straßenböschung abstürzte.

Sft. Kämpft

Neue Wege im teistungsnachweis

Der Führer hat als Oberster SA.-Führer einen Leistungswettkampf der gesamten SA., der einen Ueberblick über den allgemeinen Ausbildungsstand in der SA. geben soll, an­geordnet. Damit hat der Prozeß der Umorgani- sation, in dem sich die SA. befand, auch nach außen einen sichtbaren Abschluß gefunden. Ein Wettstreit beginnt, der den letzten Kräfteeinsatz eines jeden Mannes, eines jeden Führers und einer jeden Formation erfordert.

Die Wochen und Monate, die hinter uns lie­gen, haben nicht nur gezeigt, daß die SA. im politischen Aufbau ihren Mann steht, sondern auch, daß hier in unermüdlicher Arbeit des einzelnen SA.-Führers weltanschaulich politische Einheiten geschaffen worden sind, die in sich den Kampfgeist der alten SA.-Garde verwirklicht haben. Das gewaltige politische Ringen des Na­tionalsozialismus vor der Machtübernahme hat gelehrt, daß kein anderes Mittel so geeignet ist, den Menschen innerlich zu erziehen und politisch zu formen, wie das sozialistische Erlebnis einer weltanschaulich einheitlich ausgerichteten Gemein, schaft, die nichts anderes kennt und fordert, als den letzten Einsatz für die Nation.

Die Arbeit, die hier in den einzelnen Formatio­nen bis hinunter zum Sturm geleistet worden ist, ist geradezu vorbildlich, wenn man bedenkt, unter welchen schwierigen Verhältnissen sie geleistet werden mußte. Und vor allem, wo es sich hierbei nicht um die Vermittlung eines irgendwie ge­arteten politischen Wissens handelt, sondern um die Wirkung der einzelnen Führer­persönlichkeit im Rahmen der Formatio­nen, eine Wirkung, die sich nicht so einfach in Worte fassen läßt wie eine reine Wissensvermitt­lung. Es ist eine alte Erfahrung, daß es dabei nicht auf irgendwelche intellektuelle Fähigkeiten ankommt, sondern daß es viel wichtiger ist, dem einzelnen Mann das Erlebnis der Kampfzeit nahezubringen, nicht durch Erzählungen und Be­richte, sondern durch jedes Tun und jedes Han­deln, durch die Art, wie man denkt und spricht und die Kameradschaft Wirklichkeit werden läßt, also kurz gesagt, daß man Nationalsozia­lismus vorlebt: Wie der Führer, so die Formation!

In diesem Geist, der stets in der SA. lebendig war und der das eigentlich Neue an dem Er­lebnis der SA. überhaupt darstellt, soll nun zum ersten Male ein großer, das gesamte Reich umfassender Wettkampf durchgeführt werden. Es geht hier nicht allein um körperliche Dinge, es geht auch nicht um einen sportlichen Wettstreit im alten Sinne; sondern innerlich ge­festigte Einheiten treten miteinander in den Kampf um die beste Leistung. Jeder Sturm hat den Ehrgeiz, das Beste herauszuholen, nicht aus dem einzelnen Mann, sondern aus der Gesamtheit- Der körperliche Wettstreit ist nur Symbol, ist nur Ausdruck einer inneren kämpferischen Haltung.

An der Spitze der sieben großen Leistungs­gruppen steht denn auch die Welt­anschauung, die Ausdruck finden soll in der Eesamthaltung des Sturmes, innerlich und äußerlich, im privaten Leben und in der Ka­meradschaft. Das zeigt, wie auch hier aus dem Nationalsozialismus heraus neue Wege ge­gangen werden, die mit den bisherigen Formen eines Wettkampfes nichts mehr zu tun haben. Der Mensch wird nicht mehr als Einzelwesen genom­men, wobei dann auch noch eine Trennung nach körperlicher und geistiger Leistung, nach privatem und öffentlichem Leben vorgenommen wurde, son­dern der Mensch wird in seiner Ganz­heit geweitet, innerhalb der Gemeinschaft, in der er steht. Dieser Gemeinschaft hat sich alles ein- und unterzuordnen. Die SA. geht also auch in diesem Leistungskampf, den sie auf Anordnung des Führers durchführt, neue Wege, die für unser gesamtes Wettkampfwesen vorbildlich sind.

Schiffszusammenstoß

London, 1. Juli.

Ein schwerer Schiffszusammenstoß ereignete sich am Sonnabendabend am Eingang des Hafens von Harwich zwischen dem dänischen DampferEsb- jerg" und dem auf der Strecke Vlissingen-Harwich verkehrenden HEndischen Dampfer'Prinzessin Juliana". DiePrinzessin Juliana". die 311 Fahrgaste an Bord hatte, wurde besonders schwer beschädigt. An der vom Zusammenstoß betroffe­nen Schiffsseite wurden die Platten aufgerissen; das Promenadendeck wurde teilweise eingedrückt Auch der dänische Dampfer, der 133 Fahrgäste nntsührte, erhielt starke Beschädigungen. Auf'vem holländischen Schiff wurden 3 Personen verletzt.