Ausgabe 
(14.9.1935) Nr. 254
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partelamtklageszeitung der NationalsozialislenVremens

Das Amtsblatt des Senats der Lreien Hansestadt Dremen

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Nr. 254 / 5. Jahrgang

Sonnabend, 14. September

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Her fülirer spricht ;u seinen politischen teitem

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flufmarsch der 100000 auf der Zeppetinwiese / fldolf stiller gibt die Marschrichtung für das kommende kampfjastr

Partei steißen wir uns und find doch Deutschland!"

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Kommunismus ostne Maske

Nürnberg, 14. September.

Bei leicht bewölktem, aber noch freundlichem Himmel traten am Nachmittag des Freitags 100 000 politischer Leiter auf der Zeppelinwiese zum Appell vor ihrem Führer an.

Wieder waren die Haupt- und die Neben- tribünen, die sich um das gewaltige Viereck ziehen, von Zehntausenden von Besuchern besetzt, wäh­rend auf dem Feld in 24 tiefen Säulen die politi­schen Soldaten des Führers in. Zwölferreihen

Unser lagesspisget

Im Rahmen des Reichsparteitages marschier­ten hunderttausend Politische Leiter vor dem Führer auf.

In einer Rede vor dem Völkerbund betonte Laval das französisch-englische Einvernehmen.

Griechenland erhebt gegen den unerlaubten Aufenthalt italienischer Kriegsschiffe in seinen Hoheitsgewässern Einspruch.

In einer Erklärung zur Abessinien-Frage warnt der amerikanische Staatssekretär Hüll vor Mißachtung des Kellogg-Paktes.

Die SA.-Kruppe Nordsee trat in vier Sonder- zügen ihren Weg nach Nürnberg an; ebenso verließ das NSKK. Bremen.

In Bremen ereigneten sich wieder zwei töd­liche Verkehrsunfälle.

Die Landesschulbehörde erläßt Richtlinien zur Förderung des Naturschutzgedankens.

mit Spielmanns- und Musikzügen an der Spitze aufmarschiert waren. Kurz nach 5 Uhr traf, mit Jubel empfangen, der Führer auf der Zeppe­linwiese ein und fuhr um das Feld herum, um dann auf der der Haupttribüne gegenüberliegen­den Seite, begleitet von den Reichs- und Gau­leitern und Hauptamtsleitern der Reichsleitung, die ihn vor der Mittelstrage erwartet hatten, durch die breite Straße zum Führerturm auf der Haupttribüne zu gehen, während das hellbraune Heer der politischen Leiter Front zur Mittel- straße genommen hatte. Als der Führer den Turm der Haupttribüne erreicht hatte, begrüßten ihn die politischen Soldaten mit einem dreifachen Sieg-Heil, in das die mehr als ISO 000 Zuschauer begeistert einstimmten.

Iwanfigtausend sahnen

Unter den Klängen des Hohenfriedberger- marsches zog dann über die Treppe der Eegen- tribüne der Wald der 20 000 Fahnen in neun breiten Gruppen in die zwischen den ein­zelnen Säulen frei gelassenen Gasten ein. Der Anblick des großen Fahnenwaldes zwischen den braunen Marschsäulen und der mit Menschen be­säten Zuschauertribünen, vor der grünen Kulisse des Stadtwaldes, ritz die Masten zu spontanen Beifallsstürmen hin.

Dr. Sey tritt nun neben den Führer auf das Podium und spricht kurze Worte des Gedenkens für die Gefallenen der Bewegung, für die Toten des großen Krieges und für die Opfer der Ar­beit. Das Lied vom guten Kameraden erklingt unter leisem und dann immer mehr anschwellen­den Trommelwirbel. Die Fahnen senkten sich, die Hunderttausende erheben sich von ihren Plätzen und weihen den Toten einige Minuten stiller An­dacht.

' Dann meldete Dr. Ley dem Führer die aus allen deutschen Gauen erschienenen politischen Leiter.

Mein Führer! Hier sind Männer aus allen deutschen Gauen, aus dem Norden und Süden, dem Westen und Osten. Hier sind Männer aus allen Berufen und Schichten und Klassen, der Arbeiter neben dem Bauern, der Künstler neben dem Handwerker. Hier sind Män­ner aus Deutschland, geeint durch Sie, mein Mb rer. Durch Ihren Glauben sind diese Männer fanatisch durchpulst, und diese Männer hörten vor einem Jahr Ihren Befehl, der da lautete: So wollen wir an diesem Abend auf diesem wei­ten Feld uns und dem Volke das Gelöbnis geben, an uns selber weiterzuarbeiten, damit wir uns bester machen, damit das Volk in uns seine wahre Führung sehe!"

Mein Führer! Das haben diese Männer und wir alle getan. Wir haben gearbeitet und ge- kämpft dieses Jahr. Und diese Männer und wir alle, draußen die Millionen, die in dieser feier­lichen Stunde diesen Appell miterleben, erwarten Ihre Befehle sür das Jahr und die Parole, die Sie uns geben werden.

fldolf stitkrr spricht:

Parteigenossen! Wieder ersteht uns das große Erleben des höchsten Festes der Bewegung, des Parteitages zu Nürnberg. Partei heißen wir uns und sind doch Deutschland! Deutschland in seiner Einigkeit, Deutschland in seinem neuen Willen, in seiner neuen Lebens­auffassung und auch in seiner neuen Tatkraft. Parter heißen wir uns, weil dieses Deutschland

in dieser Bewegung, in diesen Menschen seinen geistigen und willensmäßigen Mittelpunkt besitzt.

Es ist nicht möglich, 86 Millionen Kopf an Kopf an einem Platz zu vereinen, und trotzdem stehen jetzt vor mir nicht 150 000 oder 180 000 Leiter der nationalsozialistischen Partei, sondern in euch steht jetzt vor mir Deutschland, das deutsche Volk. Denn dieses deutsche Volk van heute, es hat nur euren Willen. Ihr seid ihm heute vorgesetzt als lebendige Führung des Volkes.

Es ist für mich tief bewegend, immer wieder an diesen Tagen meine alten treuen Kampfgefährten aus den langen Jahren unseres Ringens um mich zu sehen, tief bewegend, um mich zu sehen die Männer, die es mit einem unerhörten Mut und einem einzigartigen Glauben unternommen haben, gegen' eine Welt von Meinungen, Vor­stellungen und Auffassungen anzutreten und ein neues Deutschland zu schaffen.

Wer dieses hier sieht und zum ersten Male sieht, ohne den langen Kamps zu kennen, der dem vor­ausging, der ahnt nicht, wie schwer es war, das alles zu erreichen. Ihr aber, Ihr seid jene Garde gewesen, die einst gläubigen Herzens mir folgte.

Es ist gut, wenn wir uns jedes Jahr wieder einmal sehen können. Ihr den Führer und der Führer Euch (tosende Heilrufe). Das kann auch für alle jene eine Belehrung sein, die so gerne eine Trennung vornehmen möchten zwischen dem Führer und seiner Gefolgschaft, die so gar nicht verstehen, daß es zwischen uns gar keine Trennung geben kann (begeisterte Zu­stimmung), dre so gerne sagen möchten: Der Führer, ja! Aber die Partei, ist das notwendig? Ich frage nicht, ist das notwendig, sondern war das notwendig? Ein Feldherr ohne Offiziere und Soldaten,' das könnte so manchem passen.

Ich werde nicht der Feldherr ohne Soldaten

sein, sondern ich werde bleiben Euer Führer!

Ihr stakt gesiegt"

Für mich seid Ihr die politischen Offi­ziere der deutschen Nation, mit mir ver­bunden auf Gedeih und Verderb, so wie ich mit Euch verbunden bin auf Gedeih und Verderb Nicht einer hat Deutschland erobert, sondern all­gemeinsam haben Deutschland erobert. Einer hat Euch gewonnen, und Ihr habt das deutsche Volk gewonnen! Einer hat mit seinem Willen gesiegt und Ihr habt gesiegt mit Eurem Willen.

Ihr seid meine ersten Anhänger gewesen, die an mich geglaubt haben. Und Ihr seid damit des deutschen Volkes gläubigste, treuestc und beste Söhne gewesen. Und es ist nicht nur sür Euch schön, an einem solchen Tag einmal im Jahre die Führer der gesamten Bewegung vor Euch zu sehen und den Mann zu sehen, dem Ihr Euer Schicksal anvertraut habt.

Es ist für mich genau so schön, Euch, meine alten Kämpfer, wiederzusehen und in Eure Augen schauen zu können. Es ist für uns alle auch not­wendig, daß wir über all dem, was das Schicksal mit uns vorhat, nie den Weg vergessen, den wir gehen mußten, um an diese Stelle hier zu kommen. Es ist für uns Führer gut und heil­sam, immer wieder in diese unzähligen treuen alten Gesichter blicken zu können, denen Deutsch­land alles zu verdanken hat, denn nicht der klü­gelnde Verstand ist es gewesen, der Deutschland aus der Not erlöst hat, >ondern Eure Gläubigkeit ist es gewesen, Euer Herz, Euer Gefühl, Euer Wille ist es gewesen, Ihr habt mitgeholfen und Ihr habt es erreicht.

Einer stand an der Spitze vor dem Reich und Ihr standet jeder an der Spitze des Kampfes vor einem Gau oder einem Bezirk oder einer Orts­gruppe und überall war der National­sozialist, der an der Spitze stand, besser als die Gegner, die ihm gegen­über st anden! So wie der dauernde Erfolg eines Heeres nicht denkbar ist, wenn ein genialer Chef des Stabes eine untüchtige Armee besitzt, so ist es auch hier. Der genialste der Führer, er wird seine Gedanken und Pläne nur verwirklichen können, wenn er ein durch und durch dem Feinde überlegenes Instrument besitzt. Und das ich Deutschland eroberte, verdanke ich diesem Instrument, das in der nationalsozialistischen Be­wegung und in ihren Organisationen geschaffen wurde.

Ist nun dieser Kampf abgeschlossen?

Die Eroberung der Macht ist ein Vorgang, der nie, nie beendet wird, d. h. wenn irgendwo, dann gilt hier der Grundsatz: Was Du ererbt hast, erwirb es stets aufs neue, um es zu besitzen ! E s ist keinem Volk in der Geschichte die Befreiung geschenkt, es wird auch keinem Volke die Freiheit als Geschenk erhalten bleiben! Immer und immer muß dieses kostbare Gut seine fortgesetzte

Bewahrung finden. Und dazu sind wir National­sozialisten entschlossen!

Wir glauben nicht, daß unsere Entwicklung zu Ende ist, sondern im Gegenteil, wir werden weiter arbeiten und weiter bilden und uns immer mehr würdig machen, die ausschließlichen Machtträger des deutschen Volkes zu sein.

Mezweite große flusgabe

So geht der Kampf weiter und wir kommen in die Periode der zweiten großen Auf­gabe, der fortgesetzten Erziehung unseres Volkes und der lleberwachung un­seres Volkes. Der Erziehung mit dem Zweck, uns alle und unser deutsches Volk immer mehr in die Welt der nationalsozialistischen Idee Hineinzu­führen und der lleberwachung, um fortgesetzt wachsam zu prüfen, daß nirgendwo ein Rückschritt oder gar ein Verfall stattfindet.

Uns soll nicht das Schicksal der Welt treffen, die im Jahre 1818 abgelöst wurde. So wie wir hier Jahr für Jahr zu diesem General­appell zusammentreten wollen, so halten wir fortgesetzt Appelle ab über die deutsche Nation. Und das ist notwendig. Ihr seid ganz besonders vom Schicksal bevorzugt worden, denn Eure Schule war die Schule des Kampfes. Sie hat Euch Alten ausgebildet, die deutsche Ju­gend aber mutz in die Schule der Alten gehen. Sie kann dabei etwas lernen; die Bedeutung des Menschen nach einem höheren Gesichtspunkt zu messen als den seiner Herkunft, seines Berufes, seines Standes. Wo würde Deutschland sein, wenn die Wiederauferstehung der Nation hätte warten müssen auf die, die einst glaubten, zur Führung der Nation berufen zu sein. (Ungeheurer Beifall). Es gibt nur eine einzige Berufung, die nur im Kampf selbst sichtbar wird.

... sonst niemand

Zieht das Banner auf des Mutes, der Opfer­willigkeit, der Hingabe, und paßt aus, wer sich um dieses Banner schart, und die, die von dem Ban­ner angezogen werden, die sind berufen, ein Volk zu führen, und sonst niemand.

Sechzehn Jahre besteht nun unsere Partei, für unsere Gegner sicherlich eine unerträglich lange Zeit (Heiterkeit), für uns kaum ein Be­ginn, denn wenn unsere Gegner glauben, das Ende dieser Bewegung vielleicht doch noch ab­warten und damit erleebn zu können: Sie haben noch nicht einmal den Ansang erlebt! (Minutenlang anhaltender stürmischer Beifall der Hunderttausende).

(Fortsetzung auf Seite 2)

(Ilralitbs'iiabt unseres In Mrrrbsrg rvdilsnäsn Uanptsoliriktleitsis)

Nürnberg, 14. September.

Der kräftige Pulsschlag des Reichsparteitages 1035 schlägt in unverminderter Stärke weiter. Zwischen Aufmärschen und Sondertagungen nimmt der Kongreß seinen Fortgang, wobei in Anwesenheit des Führers durch die in der Partei führenden Persönlichkeiten die Probleme natio­nalsozialistischer Staatssührung behandelt wer­den. Es sind diese Probleme in vieler Hinsicht auch die Probleme Europas, und wenn es auch ganz gewiß richtig ist, was Dr. Goebbels in seiner Kongreßrede sagte, nämlich, daß der Nationalsozialismus weder weltanschaulich noch politisch eine Exportware sei, so bleibt nichts­destoweniger die Tatsache unbestritten, daß zu­mindest die Völker des Abendlandes aus natio­nalsozialistischen Problemlösungen lernen könn­ten, ihren eigenen Nöten zu begegnen.

Kommunismus ohne Maske" war das . Thema,, das Dr. Goebbels sich für seine.dies­jährige Kongreßrede gestellt hätte. Nachdem be­reits der Führer in seiner Proklamation diese Note angeschlagen hatte und sie dann ganz von selbst weiterklang in den folgenden Reden des Kongresses, in Rosenbergs, Wagners, Darres Rede, ließ sie nun gestern Dr. Goebbels in voll­ster Kraft und Stärke ertönen, gleichzeitig der Welt vor Augen führend, warum Deutschland antijüdisch ist und weiter, warum Deutschland dem Weltjudentum den Kampf angesagt hat und ihn mit unerschütterlicher Folgerichtigkeit weiter­führt zum Vorteil einer ganzen Welt.

Mit der nationalsozialistischen Idee ist eines der größten schöpferischen Prinzipien des Geistes in die Weltgeschichte eingetreten" konnte Alfred Rosenberg voll berechtigtem Stolz in seiner Rede sagen, und indem er das aussprach und gleich­zeitig die nationalsozialistische Idee als neues, fruchtbares Prinzip im internationalen Gemeinschafts­leben aufzeigte, konnte er gar nicht umhin, auch den negativen Kräften des heutigen Weltge­schehens nachzuspüren und mutzte dabei auf die Kräfte stoßen, die zielbewußt und fortgesetzt das Gemeinschaftsleben der Welt stören und vergiften.

Wenn aus durchaus gesundem Instinkt heraus die Bevölkerung hier in Nürnberg in großen be­schrifteten Bändern den Besuchern der Stadt die Mahnung vor Augen führt:DieJudensind unserllnglL ck", so hat diese Feststellung nicht

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zuletzt ihre glänzende Begründung in ganz beson­derer Tiefe in dem bei den Kongreßreden vorge­brachtem Material erfahren. Wer diese Reden hörte oder sie wenigstens nachträglich genau studiert, kann angesichts des aufgeführten Tat­sachenmaterials nichts anderes tun als zugeben, daß die Juden in der Tat Deutschlands Unglück waren und noch wären, wenn der Nationalsozia­lismus ihnen nicht das Handwerk gelegt hätte.

Aber mehr noch: Die Juden sind das Unglück der Welt schlechthin. Denn wenn je von den Staatslenkern Europas anerkannt werden will, daß der Bolschewismus die Welt ins Unglück stürzen würde, dann gebietet die Logik diesen gleichen Staatslenkern auch, anzuerkennen, daß das internationale Judentum, dessen Satans­geburt die bolschewistische Weltanschauung und die bolschewistische Praxis ist, ein Unglück für die Welt bedeutet.

Indem Dr. Goebbels diese Erkenntnis aller Welt vor Augen führte und wahrlich nicht geizte mit Beweisen dafür, hat er nicht allein dem Kom­munismus die Maske herabgerisien, sondern auch

Keine Irennung zwischen sichrer und Sesolgschast