Ausgabe 
(11.9.1935) Nr. 251
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öremer W lätuno

parteiamtklageszeitung der

NationalsozialistenVremens

Bas Amtsblatt des Senats

der freien Hansestadt Bremen

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Nr. 251 / 5. Jahrgang

Mittwoch, 11. September

kinzelpreis 15 Npf.

Iriumpliciler km;ug des fülirers in Nürnberg

feierlicher kmpfang im Kachaus / das deutsche Neichsschweet ftdolf Hitler überreicht / 2er sichrer dankt der Stadt der Parteitage / per Neichspressechef der N8VPP. über Vedeutung, Kraft und Ziel der nationalsozialistischen Idee

kmpfang der presse

Nürnberg, 11. September. Bei dem Empfang der inländischen und ausländischen Presse anläßlich des Reichsparteitages 1938 hielt am Dienstag Neichspressechef der NSDAP., Dr. Dietrich, fo6 gende bedeutsame Rede:

Meine sehr geehrten Damen und Herren, meine Kollegen von der Presse! Ich habe die Ehre, Sie im Namen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei und im Auftrage des Führers auf dem Reichsparteitag 1938 zu begrüßen und

Unser lagesspüege!

Mit der Ankunft des Führers in Nürnberg nahm der Reichsparteitag der Freiheit seinen feierlichen Anfang.

Im August konnten weitere 48 999 erwerbs­lose Volksgenossen in Arbeit und Brot gebracht werden.

In einem Erlaß ordnet Reichsminister Rüst die Einrichtung von Zndenschule» an.

Zwischen Deutschland und der Schweiz ist ein neues Abkommen über den Reiseverkehr geschlossen worden.

Mussolini hat eine« Eeneralappell aller Schwarzhemden angeordnet.

Bremens Arbeitsdienstmänner fuhren in Stärke von weit über 199 Mann nach Nürn­berg ab.

Bor 25 Jahren wurde die Landesgruppe der Bremer Kleingärtner und Kleinsiedler ge­gründet.

danke Ihnen, daß Sie unserer Einladung nach Nürnberg gefolgt sind.

Es ist :m Laufe der Jahre zu einer erfreulichen Tradition geworden, die Reichsparteitage der NSDAP. durch den Empfang der Presse einzuleiten. Und ich möchte den tieferen Sinn, der darin zum Ausdruck kommt, als ein besonderes Zeichen des guten Verhältnisses ansehen, das die nationalsozialistische Partei mit den Männern der Presse verbindet, als ein Zeichen freundschaftlicher Gesinnung, die sie jeder positiven und fruchtbaren Pressearbeit im nationalen und internationalen Leben entgegenbringt. .. _ , ^

Ich habe im vorigen Jahre die Gelegenheit dieses Empfanges benutzt, um die Bedeutung der Presse im Leben der Völker aufzuzeigen und her­vorzuheben. Heute möchte ich Ihnen die Be­deutung der nationalsozialistischen Idee in ihrer inneren Dynamik und ihrer geisti­gen Spannweite in einigen kurzen Strichen um­reißen.

flus seelischem erleben ...

Die Reichsparteitage der NSDAP. sind Mani­festationen dieser nationalsozialistischen Idee. Aus seelischem Erleben wurde der Neichsparteitag- gedanke geboren. Aus jener inneren Glut der Herzen, die damals in den Kampfjahren 1927 und 1929 hier in Nürnberg wie eine Flamme zusam­menschlug, als die braunen Bataillone, verfolgt und geächtet, aber in Not und Tod zusammen­geschmiedet, nun aufmarschierten, um aus dem Eemeinschaftserleben dieser unvergeßlichen Demon­strationen neue Kraft zu schöpfen für den zähen erbitterten Weltanschauungskamps für die Seele des deutschen Menschen.

Und seitdem ist die Ueberzeugungskraft dieser einzigartigen Kundgebung der Partei in Nürn­berg' Sinnbild und Wesensausdruck ihres Seins und Wollens geworden.

Sie alle wissen, was die Partei in Deutschland ist, was sie für Deutschland bedeutet und was sie für alle Zukunft des Reiches sein wird:

Die Partei ist der durch seine politische Leistung geadelte Orden der deutschen Nation!

Sie ist die verschworene Gemeinschaft der dem Volke Geweihten. Ihre Weltanschauung ist die geistige Rüstung der Nation! Ihr im Kkmpf erprobtes eigenes Entwicklungsgesetz ist das Grundgesetz, die Verfassung des national­sozialistischen Staates. Die nationalsozialistische Partei ist die natürliche Auslese der Charakter­festesten und Willensstärksten der Unerschütter­lichsten der Nation. Ihre Organisation reicht hinunter bis in die letzten Verästelungen des öffentlichen Lebens und durchblutet sie unauf­hörlich mit den Grundsätzen und dem Ideen­gehalt ihrer lebensverbundenen Weltanschauung.

Vie Partei führt die Nation

Die Partei ist bestimmt zur politischen Führung der Nation. Ihr Führer ist der Führer des Deut­schen Reiches. Ihre Lebens- und Leistungsschnle ist die Wurzel im Erdreich des Volkes, aus der die politische Führung ihrr Kräfte zieht und die dem nationalsozialistischen Staat die Männer zur Führung gibt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

(Orabthsricbt äussres osob Rürnbsrg sutsaucktsu Louäsrdsricbtsrstattsrs)

Nürnberg, 11. September.

Mit dem triumphalen Einzug des Führers in Nürnberg hat gestern der diesjährige Reichspar­teitag seinen Ansang genommen. Unbeschreiblicher Jubel herrschte in den Mauern der alten Reichs­stadt, die bei dem bereits vor dem Einzug des Führers um 5.39 Uhr stattgefundenen Presse- empfang mit Recht als die deutscheste aller Städte bezeichnet worden ist.

Es war eine ganz tiefgründige und meisterhaft gegliederte Rede, die der Neichspressechef Dr. Diet­rich im Kulturvereinshaus zu den versammelten in- und ausländischen Pressevertretern hielt, und keiner der Anwesenden konnte danach über die Bedeutung der nationalsozialistischen Idee, ihrer

inneren Dynamik und ihrer geistigen Spann­weite im unklaren bleiben. Der Appell aber, den darauf der Auslandspressechef, Pg. Hanf- staengl, hielt, vervollständigte bei allen den tie­fen Eindruck, den der Beginn des Parteitages gestern auf alle, die ihn miterlebten, ausübte.

Während des Presseempfangs und schon vorher hatten sich die Straßen, auf denen der Führer zum Rathaus fahren wollte, mit unabsehbaren Men­schenmengen gefüllt, die mit Spannung, ja, mit Andacht des Kommens des Führers harrten. Bald darauf erschien er im Wagen, mit freundlichem Ernst den begeisterten Huldigungen der Massen dankend.

Unter Glockengeläute, Fansarenklängen und Salutschüssen vollzog sich der Einzug in das Rat­haus, wo den Führer ein wundervoller Vortrug eines Männer- und Knabenchors empfing. Groß

und packend, wie immer, wenn der Führer das Wort ergreift, war auch die Ansprache, die er als Erwiderung aus die ihm vom Bürgermeister der Stadt dargebrachte Begrüßung hielt.

Die darauf folgende Festaufführung derMei­stersinger" im Opernhaus gestaltete sich zu einem neuen, tiefen Erlebnis dieses Tages, dem schon am frühen Morgen der Marschtritt von Manne und Formationen des Reichsheeres sein Gepräge gab.

Den ganzen Tag über waren Sonderzuge im prachtvoll geschmückten Bahnhof Dutzendteich und im Rangierbahnhof eingelaufen, die in der Hauptsache Reichsarbeitsdienst brachten. Die im herrlichsten Schmuck prangenden Straßen Nürn­bergs sind ein einziger gewaltiger Ausdruck von der Kraft und der Freude des Volkes.

kin sichrer, ein Volk

(vraktbsricbt unseres In tlürnberg rvsilsucksil Aauptsobriktlsitsis^

Nürnberg, 10. September. Nürnberg, die alte, ehrwürdige Noris, die Stadt, die das Glück und die Ehre hat, die Stadt der Parteitage zu sein, hat sich wieder geschmückt zum Empfang des Führers, zum Empfang der Partei, zum Empfang Deutschlands. Denn mit dem Führer der Partei weilt Deutschland währ rend dieser Tage in Nürnbergs Mauern, und nies mand hat das Recht, sich Deutschland zuzurechnen, der nicht wenigstens im Geiste und mit dem Herzen hier zugegen ist.

Und während die Glocken von den Türmen der Stadt den Parteitag einläuten, zieht der Retter Deutschlands, der Einiger des deutschen Volkes, der Schöpfer des starken deutschen na, tionalsozialistischen Reiches unter dem unaufhör« lichen brausenden Jubel der Menge in das Rat, Haus der Stadt ein, wo ihn bei schmetternden Fansarenklängen und den donnernden Grützen der Kanonen die Spitzen von Partei und Staat empfangen.

Jedesmal noch ist der Reichsparteitag ein na, tionales Fest aller Deutschen gewesen, und immer wurde er von allen, die ihm beiwohnen dursten, tiefinnerst als ein hohes Glück empfunden. Das. erstemalSieg des Glaubens", das anderemal Triumph des Willens", ist der Reichsparteitag von 1935 gemäß dem Willen des Führers zum Tag der Freiheit" geworden.

Versklavt und diffamiert durch die Bestimmun­gen eines schmählichen Vertrages, war Deutsch­land bis vor kurzem noch mit dem Makel eines Helotenvolkes behaftet, und weder die Welt noch das deutsche Volk konnte erwarten, daß dieses Deutschland über Nacht seine Ketten abwerfen und die Schmach auslöschen werde. Da es auf ein­mal dann geschah an jenem ewig unvergetz, lichen Märztage erwarb sich Deutschland ganz unvermittelt seine Waffenehre wieder uny steht am diesjährigen Parteitage vor der Welt im Schimmer dieser Ehre und im Glänze seines Sieges über Knechtschaft und Schmach.

Kein Wunder, wenn zu den schon gewohnten« wenngleich in ungeschwächter Kraft begeisternden Bildern der Reichsparteitags von früher das neue Bild des an diesem Parteitage in besonderer Stärke teilnehmen­den Reichsheeres alle deutschen Herzen höher schlagen läßt, kein Wunder, wenn die Salutkanonen beim Einzug des Führers ins Rat­haus der alten Stadt für jeden, der den Einzug miterleben durfte, eine ganz besondere Sprache redeten. Die wogenden Menschenmassen, ihre brausenden Heilrufe, der frohe Rhythmus endlos marschierender Kolonnen in den Straßen, alles, alles ist der Ausdruck eines einzigen, ein Volk von 65 Millionen durchpulsenden Empfindens, Ausdruck unendlicher Dankbarkeit für den Mann, der für sein Volk so Großes schaffen, seinem Volk so unerhört viel geben konnte.

Aber weit entfernt davon, mit dem Errun­genen sich zufrieden zu geben, weit entfernt da­von, an Lorbeeren zu denken, auf denen man ausruhen könnte, ist der Führer nach wie vor aufopferungsvoll am Werke, seinem Volk weiter zu dienen, Deutschland weiterem Glück und wei­terer Größe entgegenzuführen. Diesem Zweck und diesem Ziele und nichts anderem- dienen vor allem die Reichsparteitage, und diesem Zweck und diesem Ziele dient selbst­verständlich auch der Reichsparteitag 1935.

Man braucht ja nur das vielgestaltige, reich­haltige Programm in diesem Jahre wieder an­zusehen, um sofort zu erkennen, wie weit die Be­deutung eines Reichsparteitages hinausreicht über bloßes Feiern und bloße Kundgebungen. Arbeit, Arbeit und wiederum Arbeit steht hinter allem, was in diesen Tagen hier in Nürnberg geschieht, und wenn die Mitstreiter und Mitarbei­ter Adolf Hitlers in zahlreichen Sondertagungen hier dem Führer und dem Volke Rechenschaft ab­legen über das, was sie bisher und besonders im letzten, vergangenen Jahre auf Befehl des Füh­rers für Deutschland geleistet haben, so vermittelt ihnen der Führer selbst hier neue Gedanken und neue Pläne für die Arbeit des kommenden Iah-

feierlicher beginn des Parteitages der frechen

Me Ansprache des sichrere im Nochaus / Nürnberg,Stadt der neuen deutschen krbebung"

Nürnberg, 11. September.

Ein unübersehbares Gewoge erfüllte in den Nachmittagsstunden die ganze Innenstadt; Schritt für Schritt ringt sich die Menge staunend und bewundernd durch das Schmuckkästchen, das die kunstliebenden Bürger aus ihrer Innenstadt gemacht haben.

Der Führer traf mit seinem Stab gegen 16.39 Uhr auf dem Nürnberger Flughafen ein, wo ihn eine vieltausendköpfige Menschenmenge erwartete.

Der Stellvertreter des Führers. Rudolf Heß, der ebenso wie die meisten Reichsleiter, Gauleiter und höheren Führer der SA., SS., des NSKK. und der übrigen Gliederungen schon am Vormittag in Nürnberg eingetroffen war, be­grüßte den Führer in der Reichsparteitagsstadt. Ferner hatten sich zum Empfang des Führers Gauleiter Streicher-Nürnberg und Gauleiter Wagner-München eingefunden. Der Führer begab sich dann im Wagen durch ein dichtes Spalier von Massen zumDeutschen Hos".

8er kmpfang des sichrere

So mögen in der Zeit, die Nürnberg erlebte, wohl nie Fürsten und Könige empfangen worden sein, wie der Führer auf diesem Reichsparteitag der Freiheit. Ein geradezu märchenhaftes Bild für das Auge: Diese wunderherrliche alte Stadt, die ein wahrhaft stammgewordener Ausdruck des Deutschtums ist, im Schmucke der bunten Fahnen und des Grüns, im Schmucke von Hunderttau­senden deutschen Menschen, die nun Ange­hörige eines freien Volkes sind, eines Volkes, das sich nach langen Jahren der Schmach seine Freiheit selbst wiedererkämpfte und wiedergab. Das ist bestimmendes Merkmal dieses Reichsparteitages. Man fühlt es auf Schritt und Tritt an den Menschen, man sieht es an ihren Augen, daß sie sich der historischen Größe dieser Tage bewußt sind, in denen nach der Erklärung der deutschen Wehrhoheit zum ersten Male das deutsche Volk sich in Nürnberg trifft.

Vor dem Rathaus erfolgte der Empfang des Führers durch die Ehrenkompanien der Wehr­

macht und der LeibstandarteAdolf Hitler". Dann betritt der Führer, geleitet von Gauleiter Streicher und von Oberbürgermeister Lie­be!, das Rathaus, den wunderbaren Rathaus­saal, der ebenfalls etwas Einzigartiges ist. Fan- farengeschmetter kündete im Rathaussaal sein Kommen. Der Führer nahm gemeinsam mit dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, Gauleiter Streicher und Oberbürgermeister Liebel auf den hohen Ratsstllhlen Platz.

Ver öruß der alten Neichsstadt

Dann erklang die Ouvertüre zuJulius Caesar" von Händel und anschließend brauste ur- gewaltig der ChorWacht aus" aus denMeister­singern von Nürnberg" auf.

Nun betritt Oberbürgermeister Liebel das Pult und hält seine Begrüßungsansprache, in der er u. a. ausführte: Mein Führer! Wiederum darf Ihnen Ihre treue deutsche Stadt Nürnberg am Beginn eines neuen Reichsparteitages in diesem weihevollen und denkwürdigen Rathaussaal aus dank- und freudeerfülllem Herzen ehrerbie­tige Willkommensgrllße entbieten! Die einstige deutsche Reichsstadt, die Sie, mein Führer, zur Stadt der Reichsparteitage erhoben haben, hat sich abermals zu Ihrem und Ihrer Getreuen Empfang feierlich geschmückt und sich bemüht, aus diesesmal wieder dem neuen ge­waltigen Erleben der kommenden Tage einen würdigen Rahmen zu geben.

Mit den sonstigen äußeren Zeichen der Größe, Pracht und Herrlichkeit eines versunkenen Reiches, den Reichskleinodien, die jahrhunderte­lang in Nürnberg aufbewahrt wurden, hatten wir im vergangenen Jahr zum Reichsparteitag hier im großen historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg auch das über 1000 Jahre alte deutsche Reichsschwert zur Schau gestellt, das dereinst Symbol der deutschen Einheit, Macht und Stärke des ersten Deutschen Reiches war.

Das Erste Deutsche Reich verfiel, des Zweiten Reiches Trümmer sanken in Schmach und

Schande. Sie aber, mein Führer, haben ein Drittes Deutsches Reich. geschaffen und es in Einheit, Kraft und Stärke nach innen und außen machtvoll und in wahrer Größe neu erstehen lassen. Im Frühling dieses Jahres gaben Sie dem deutschen Volke durch die Wieder­einführung der mit ungeheurer Be­geisterung begrüßten allgemeinen Wehrpflicht schließlich auch die Freiheit.

Mit der von Ihnen geschaffenen nationalsozia­listischen Bewegung und damit dem ganzen deut­schen Volke dankt Ihnen dies am Beginn des Parteitages der Freiheit auch die deutscheste aller deutschen Städte: Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage. Ünserem heißen Dank wollen wir in dieser Feierstunde sichtbaren Aus­druck verleihen. Ich bitte Sie, mein Führer, von der Stadt Nürnberg altem deutschen Brauch ge­mäß ein Zeichen ihrer Dankbarkeit, Treue und Er­gebenheit entgegennehmen zu wollen.

Das Kleinod, das die alte Reichsstadt Nürnberg dereinst Jahrhunderte hindurch als ein Symbol der Einheit, Größe, Macht und Stärke der deut­schen Nation in ihren Mauern hüten und bewah­ren durste, würdig nachgebildet aus edelstem Ma­terial, lege ich in Nürnbergs Namen als ein Ge­schenk der Stadt in Ihre Hände: Das deutsche Reichsschwert dem Führer aller Deutschen, der Deutschland wieder einig, stark und frei gemacht!

Sichtlich bewegt nimmt der Führer die Nach­bildung des alten deutschen Reichsschwertes aus den Händen des Oberbürgermeisters entgegen.

Me Anspräche Adolf Hitlers

Herr Oberbürgermeister! Ich danke Ihnen und der Stadt Nürnberg für den so herzlichen Emp­fang am heutigen Tage. Zum fünften Male fei­ern wir hier das größte Fest unserer Bewegung. Wieder sind unzählige Menschen aus allen deut­schen Gauen, erfüllt von der Kraft der national­sozialistischen Idee, in diese uns alle so liebe und teure Stadt gekommen. Stärker noch als in den vergangenen Jahren wird sich die Eigenart Nürn­bergs den Parteigenossen einprägen. Die Stadt der herrlichen deutschen alten Kultur erweitert sich zusehends zur Stadt der neuen deutschen Er­hebung. Gewaltig sind die Bauwerke und An­lagen, die der Abhaltung dieser Feste dienen sollen.

Mit dem Heuer im wesentlichen vollzogenen Aus­bau des Luitpold-Hains ist der erste dieser ein­zigartigen Schauplätze des nationalsozialistischen Reichsparteitages vollendet. Er ist uns allen be­sonders an das Herz gewachsen, weil sich auf ihm noch während der Kampfzeit eine der ersten Standartenweihen zu Nürnberg vollzogen hat. Der vorläufige Abschluß des Um­baues der Zeppelinwiese gibt bis zur Erstellung des neuen großen März-Feldes der politischen Organisation der Bewegung und insbesondere der Wehrmacht die Möglichkeit des neuen Auftretens. Es ist für uns alle eine große Freude, daß wir diese Neuanlage in so erhebender Weise einwei­hen können durch die Volksarmee der deutschen Nation. Nun, nach der Wiedererstehung der Kraft und der Stärke des Reiches sind wir aber auch besonders glücklich, gerade in dieser nicht nur schönen, sondern einst auch so stark bewehrten Stadt den Reichsparteitag feiern zu können.

Das symbolische Zeichen deutscher Reichskraft, das Sie mir hier als Geschenk übergeben, soll mich selbst immer aufs neue erinnern an diesen denkwürdigen Par­teitag des dritten Jahres der nationalsozialisti­schen Revolution und des ersten Jahres der neuen deutschen Freiheit. Ich danke Ihnen, Herr Ober­bürgermeister, noch einmal für diesen Empsang und das wunderschöne Geschenk und bitte Sie alle, der alten Stadt der Reichsparteitage unse­ren deutschen Gruß zuzurufen: Nürnberg Heil!

Gewaltig klingt dann das Heil auf die Stadt Nürnberg auf, da? der Führer ausbrachte. Das Deutschland-Lied und das Revolutionslied der nationalsozialistischen Bewegung, das Horst- Wessel-Lied, schließen die Feierstunde.

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