Ausgabe 
(10.9.1935) Nr. 250
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

parteiamtl.Iageszeitung der

vas flmtsblatt des Senats

Nationalsozialisten Bremens

der Freien Hansestadt Sremen

Bremer Zeitung erscheint täglich (auch Montag?). Monatsbezug: RM. S.SO etnschl. SO Rp>. Zustellungsgebühr; I durch die Post RM. S. einschl. Ueberweisungsgebühr ausschl. Postoestellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu I entrichten. Postschech Hamburg I7S 72. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz. I NS.-Gauverlag Weser-Ems G. m. v. H., Bremen, Am Eeeren K8 / Fernsprecher: Roland K28. I

1 g z 5

Ameiaen-Krundpreise: Die SL-mm-Zeile im AnzetgenteU IS Rps.. die 70.mm.Z-U« lm Textte« 7b Rps.

Ermangle Erundpreis« (sür kleine Anzeigen. Familienanzeigen ». a-, sowie sonstige Bedingungen laut Preisliste 5. (Nachlaßstassel 0.) Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Eewöhr. Annahme chluß lS Uhr.

m-e»»alkch von 1213 Uhr: Schriktteituna Dienstag bis Freitag von 12 /»13 /, Uhr.

Nr. 250 / 5. lahrgang

Menstag, 10. September

kinzelprels 15 Npf.

Me Nlition erlebt den Nei chsp atteita g der frei li eit

Vie vlutfastne flattert über Nürnberg / Kolonnen der vewegung marschieren / In freudigster krwartung des sichrere

WW»

k'oto: Sodsrl-Lilchsrälsust

Utzioriivks bliabolunA ävr üiutknbne in XürnberA ilntsr xrobor ^ntsilnskws äsr ^ürndsrZsr LovölksiunA vuräs am 8onntsA äis Lintksdos, äis sonst im Llünoiisnsr Hans äsr UsioIissMrnnZ-88. nukASstsllt ist, in äis 8tnät äsr. ksiobs-

ps.rtstts.As sinAskoit.

Unssr Vagssspisgsl

Nürnberg steht im Zeichen des beginnende» Reichsparteitags der Freiheit.

Die Sejm-Wahlen in Polen haben der Re­gierung 13 Prozent Stimmenzuwachs gebracht.

Die Vollversammlung des Völkerbundes wählte den tschechoslowakischen Außenminister Dr. Benesch zu ihrem Präsidenten.

Auf Roosevelts schärfsten Gegner, den Senator Lang, wurde ein Revolverattentat verübt.

Die Newyorker Presse rückt vom Schandurteil des Richters Brodsky ab.

Der Kaiser von Abessinien ist bereit, weitere ausländische Berater in seine Regierung auf­zunehmen.

In der Martin Vrinkman AG., Bremen, wurde die erste Betriebs-Kunstausstellung des Gaues Weser-Ems eröffnet.

Dem Schweizer Segelflieger Schreiber gelang es, erstmalig im Segelflugzeug die Alpe» zq überqueren.

See öotschafterempfang In verlkn

Zum Empfang des neuen italienischen Bot­schafters Exzellenz Attolico beim Führer und Reichskanzler schreibt die Deutsche Diplomatisch- Politische Korrespondenz u. a.: In Deutschland ist man sich des verantwortungsvollen geschicht­lichen Augenblicks, wie ihn der italienische Bot­schafter gerade vom Gesichtspunkt seines eigenen Landes aus charakterisierte, durchaus bewußt. Das gegenseitige Verständnis für die Lebensnot­wendigkeiten der Völker ist gerade in Berlin wie­derholt als Leitsatz der deutschen Politik bezeich­net worden.

Die Gerechtigkeit für jedes einzelne Land und der allgemeine Frieden sind untrennbare Begriffe, so daß eine fruchtbringende friedliche Zusammen­arbeit der Nationen notwendigerweise das Haupt­ziel jeder aufbauenden Politik sein muß. Deutsch­land erinnert sich in diesem Zusammenhang dank­bar der Dienste, die auf internationalem Boden und in einem heiklen Augenblick vor nicht langer Zeit ein hoher itlaienischer Diplomat, Lei aller Vermeidung ungebührlicher Parteilichkeit, der Sache des Rechts und des Friedens zu leisten vermochte. Durch die glückliche Entwicklung vom deutsch-polnischen Abkommen bis zum deutsch­englischen Marinepakt ist die Linie der national­sozialistischen Friedenspolitik eindeutig gekenn­zeichnet, und die deutsche Bereitschaft zur Teil­nahme an einer echten Zusammenarbeit in Eu­ropa bleibt ungemindert, wenn auch gewisse Pakte und Fronten in Deutschland nach mancherlei Er­fahrungen als wenig geeignete, ja als gefährliche Mittel zur internationalen Verständigung und somit zur besseren Sicherheit beurteilt werden müssen.

Daß ein wirklicher Ausgleich und eine dauer­hafte Verständigung in Europa dringend notwen­dig sind, darin ist sich die Reichsregierung mit allen Mächten von gutem Willen einig, und sie fördert daher überall bewußt jenes wachsende Verständnis von Volk zu Volk nach besten Kräf­ten, zu dem sich der soeben in Berlin willkommen geheißene Vertreter des Königreiches Italiens für sein Land und Volk bekannt hat.

falsche Kombinationen

Nürnberg, 10. September.

Am Montag, dem letzten Tag vor dem offizi­ellen Beginn des Reichsparteitages der deutschen Freiheit, führte Architekt Speer die Nürnberger sowie die in Nürnberg bereits anwesenden Ver­treter der auswärtigen Presse bei einer letzten Rundfahrt zu den Aufmarschstätten des Reichsparteitages. Die Kongreßhalle ist fast fertig, die Bestuhlung mit den 12 000 neuen Klappsiühlon ist eingerichtet. Eben werden die langen roten Teppiche gelegt. Auf der Standar- tentribllne sind alle Standarten aus allen Gauen Deutschlands aufmarschiert zu einer letzten Probe der Kongreßeröfsnung. Die weite Halle als ein­ziges Bild der Würde und Feierlichkeit. Ganz besonders vorteilhaft wird die angenehm-frische und feine Luft empfunden, die durch die ganze Halle zieht, von den 90 Verteilungsstellen der großen Lüftungsanlage durch den weiten Raum geblasen. Die technischen Anlagen dieser größten Klimaregulierungsanlage der Welt sind zu bei­den Seiten der Halle in einfachen Schuppen un­tergebracht. Mit ihrer Wasserberieselung der Lust, den Trockenwärmern, den Gebläsen und Verteilungskanälen dürfen sie wohl als das größte technische Wunderwerk ange­sprochen werden, das auf dem diesjährigen Par­teitag neu eingerichtet wurde.

Vor Seundsteinlegung der Kongreßhalle

Auf dem Platz sür die Grundsteinlegung der neuen Kongreßhalle sind die Arbeiten ebenfalls fast beendet. In großem Halbkreis lassen die auf­gestellten Fahnenmasten das gewaltige Rund der Halle erkennen, die hier errichtet werden soll. Die Luitpold-Arena bietet mit den großen, grünen Rasenflächen ein eindrucksvolles Bild der Geschlossenheit, gekrönt von den mächtigen Fah­nen über der Ehren- und Standartentribüne. Zu deren beiden Seiten bilden die neuen Riesenadler mit ihren scharfen Konturen ein Symbol für die harte Wucht der Vewegung, fein abgestimmt auf die ebenfalls harte und klare neue Autzenfront der Kongreßhalle, von deren Vorderbau die breite Führerstandarte über das weite Aufmarschfeld grüßt.

Im Gegensatz hierzu auf der Zeppelinwiese ein einziges Bild der Arbeit. Hier bauen die Pioniere des Reichsheeres und die Nürnberger Truppenteile drei große Straßen mit Asphalt- und Schotterdecken, da der weiche Rasenboden die schweren Fahrzeuge und Geschütze für die Reichsheer-Vorführungen nicht trägt. Heute noch alles ein Durcheinander von Bohlen und Stan- gengewirr, morgen schon fertig für den Aus­marsch des Reichsarbeitsdienstes, der am Mon­tagmorgen an der gleichen Stelle seine Vorfüh­rungen, Lieder und den Vorbeimarsch probte. Draußen in den Zeltstädten am Langwasser treffen die ersten Züge des Arbeitsdienstes ein. Sie marschieren über die neue breite Heerstraße, die mitten durch das Lager führt.

Ueberall klappt alles bis zum Letzten." Ein besseres Lob konnte Architekt Speer bei dieser Rundfahrt für die ausgezeichneten Organisations­arbeiten nicht gesagt werden.

Nürnberg am Vorabend

Am Vorabend der offiziellen Eröffnung des Reichsparteitages steht Nürnberg ganz im Zeichen dieser gewaltigen Heerschau der nationalsoziali­stischen Vewegung. Der Verkehr in der Innen­stadt hat in beängstigendem Maße zugenommen. Ueberall beherrschen die Dienstfahrzeuge der Par­

teigliederungen und die Wagenkolonnen des Reichsheeres das Nürnberger Straßenbild. Die Polizei hat umfangreiche Vorkehrungen getroffen, bis am Dienstag die Verkehrssperre um Nürn­berg und in der Stadt selbst beginnt. Alle Polizei­streifen sind durch Feldjäger verdoppelt und ver­dreifacht. An den Brennpunkten des Verkehrs stehen Sonderkosten, um auch dem Fußgänger noch zu seinem Recht aus der Straße zu verhelfen.

Am Hauptbahnhof treffen den ganzen Tag über mit den einzelnen fahrplanmäßigen Zügen die Vorkommandos der SA., SS. und des Arbeits­dienstes mit den Standarte» und Fahnen der Ve­wegung ein. Inzwischen ist es auch in den Zelt­lagern der SS. am Hasenbuck und des NSKK. in Mögeldors lebendig geworden. Große Kontingente der Absperrungsmannschaften der SS., die mit 12 000 Mann den Sicherungsdienst versehen, haben ihre Quartiere in den Schulhiiusern der Altstadt bezogen. In den Straßen selbst wird die letzte Hand an die festliche Ausschmückung der Häuser und der Geschästsgebäude gelegt. An den lange» Reihen der Fahnenmasten in den Hauptstraßen, auf den großen Plätzen und an den großen Auf­marschstraßen entlang wehen seit Sonntag die langen Fahnen und Flaggen von 20» deutschen

Städten. Eine einzigartige Sinfonie von präch­tiger FarLenbuntheit und zugleich ein lebendiges Symbol der festgefügte» Einheit des Reiches.

In den Vorstädten das gleiche Bild wie in der Innenstadt: Dekorateure und Gärtner arbeiten allenthalben fieberhaft an der Ausschmückung der Hauseingänge, Ladengeschäfte und Fabriktore, die vielfach ganz mit Tannengrün verkleidet sind. Schon schwingt die richtige Parteitagsstimmung über Nürnberg, seine Bevölkerung und überall die Zehntausende seiner Gäste, eine Stimmung, wie sie nur aus echter Volksgemeinschaft und freu­diger Begeisterung für das große Geschehen des Parteitages der deutschen Freiheit geboren sein kann.

Sie Sgmbole der alten Wehrmacht

Am Montagnachmittag wurden die im Ee- neralsgebäude in Nürnberg untergebrachten 120 Fahnen, Feldzeichen und Standarten der älte­sten deutschen Regimenter, die auf Veranlassung des Führers aus allen Teilen Deutschlands zum Parteitag der Freiheit nach Nürnberg gekommen sind, abgeholt und von einer Ehrenkompanie begleitet unter klingendem Spiel durch die Straßen Nürnbergs hinaus ins Zeltlager der Wehrmacht bei Gebersdorf geleitet.

(Fortsetzung auf Seite 2)

sinschlag aus kooseoelts Vegner Lang

Ver röter, ein flrzt, von Longs Leibwache niedergestreckt

über den Empfang des italienischen Botschafters Berlin, 10. September.

Bekanntlich sind zu dem heute beginnenden Reichsparteitag der NSDAP, die in Berlin akkreditierten Diplomaten als Ehrengäste der nationalsozialistischen Partei eingeladen. Um es auch dem für Berlin bestimmten neuen königlich­italienischen Botschafter zu ermöglichen, der Ein­ladung der nationalsozialistischen Partei zum Reichsparteitag zu folgen, fand, wie die NSK. mitteilt, der vorgesehene Empfang des königlich-italienischen Botschafters am Sonntag vor der Abreise des Führers statt, der bereits ab Dienstag für längere Zeit in Nürnberg sein wird. Damit entfallen alle in einem Teil der Auslandspresse angestellten Kombinationen, die an die Tatsache des Empfangs des königlich­italienischen Botschafters am Sonntag unzu­treffende Kommentare knüpften.

ksteengöste des fichrers

Berlin, 10. September.

Am diesjährigen Reichsparteitag nehmen neben dem Reichsminister des Auswärtigen Freiherr» von Neurath und Staatssekretär von Bulow als Ehrengäste des Führers eine Reihe von deutschen Botschaftern, Gesandten und Generalkonsuln bzw. Konsuln und außerdem eine größere Anzahl höherer und mittlerer Beamter des auswärtigen Dienstes teil.

London, 10. September.

Reuter meldet aus Newyork, Huey Lang, der vielfach alsDiktator" bezeichnete Gouverneur von Louisiana und Präsident Roosevelts erbit­terter Kritiker, wurde am Sonntagabend in einem Gang des Parlamentsgebäudes von einem Mann durch einen Schuß in den Magen verletzt. Der Angreifer wurde von Längs privater Leibwache, die aus zwei bewaffneten Männern bestand, durch einen Kugelhagel aus Schnellfeuerpistolen tot zu Boden gestreckt. Die Aerzte mußten bei Long sofort zu einer Operation schreiten.

Der erschossene Angreifer ist ein junger Arzt aus Baton Rouge. In einer kürzlich im Senat gehaltenen Rede hat Long gesagt, er wisse von einer Verschwörung gegen sein Leben, doch war diese Aeußerung nicht ernst genommen worden. Longs Zustand wird als sehr ernst bezeichnet. Mehr als hundert Anhänger Longs haben sich für eine Bluttransfusion zur Verfügung gestellt. Ein Flugzeug wurde gemietet, um einen Wund­arzt aus der Staatsuniversität herbeizuschaffen.

Nach einer späteren Meldung entschlossen sich die Aerzte am Montag früh zu einer Bluttrans­fusion, von der sie sich eine Besserung für das Befinden Senator Longs versprechen. Die Un­tersuchungen haben ergeben, daß die Kugel den Magen durchbohrt hat. Man rechnet mit der Möglichkeit, daß die Kugel vergiftet war und so zu einer inneren Blutvergiftung führen «fitz.

H'oto: 8edörl-IZU6srcIiellst

LonLtpy Luox?. IwiiA

Long war ursprünglich Anhänger Roosevelts und seiner neuen Wirtschaftspolitik; später wurde er sein erbitterter Kritiker. Durch ge­schickte politische Manöver und reichliche Gewäh­rung von Protektionen hatte er sich in der Stel­lung als Gouverneur von Louisiana den Platz einesungekrönten Königs" verschafft. Er war auf dem Felde der Politik als Führer der Bewe­gung erschienen, die fürVerteilung des Wohl­standes" eintrat. Alle Vermögen von mehr als drei oder vier Millionen Dollar sollten liqui­diert werden, jeder Familie sollte ein bestimmtes Einkommen gesichert werden und außerdem sollte jede Familie einen Kraftwagen und einen Rund­funkapparat erhalten.

Iwei nette Amerikanerinnen

Newyork, 10. September.

Als jünstes Beispiel von Ausschreitungen gegen Angehörige fremder Nationen seitens amerikani­scher Bürger meldetNewyork Times", daß der italienische Vizekonsul Prinz Eolonna am Sonn­abend von zwei Amerikanerinnen, die ihn angeb- sich um Auskunft ersuchen wollten, tatsächlich aber im Auftrage der kommunistischen Liga gegen Krieg und Faichismus kamen, mit Tinte besudelt wurde. Beide Frauen behaupteten daß sie das Tintenfaß nicht geworfen, sondern daß es im Laufe einer erregten Auseinandersetzung über die Afrikapolitik Italiens umgeworfen wurde.

Für Veutschland!

Von

Reichsminister Dr. Wlhelm Frick

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter­partei hat sich zu allen Zeiten als dgs große Werkzeug gefühlt, das sich der Führer schuf, um ein neues Deutschland zu bauen. Alles was diese Bewegung tat, von der kleinsten Versammlung bis zu den größten Aufmärschen, von der ernsten Arbeit in den Schulungslehrgängen bis zu den großen Parteitagen, alles diente und dient immer nur dem Zweck, das Werkzeug des Füh­rers blank und seinem Willen dienstbar zu er­halten.

Hitlers Wille ist Deutschlands Wille. Die Parteitage der NSDAP. waren seit jeher mehr als bloße Aufmärsche der mächtigsten Organisation, die jemals unser Volk gestaltete. Sie sind seit jenem Tag, an dem die Hakenkreuzfahne am Marsfeld zu München das erstemal einem Parteitag die Gestalt und die Prägung der neuen Bewegung gab, Aufrufe und Sinnbilder der Kämpfe gewesen, die der Führer um die Seele der Nation führte. Die Parteitags der NSDAP. waren schon in der Systemzeit Kundgebungen, die nicht nur in Deutschland, son­dern in der ganzen Welt als große politische Manifestationen gespannt verfolgt wurden. Hier marschierten die Kämpfer einer Bewegung auf, die keine Feste und Festtage, sondern nur Dienst, Opfer und Unterordnung kannten. Hier marschierten nicht die Anhänger und Mitläustr, sondern die Träger des Kampfeswillens, die harten Soldaten Adolf Hitlers auf, die bereit waren, dem Führer in seinem Kampfe, bis in den Tod, zu folgen.

Diese Kampftruppen der Partei haben die Organisationen der Bewegung, das .Werkzeug des Führers, auch in jenen Zeiten schlagfertig er­halten, da es schien, als ob aller Kampf um Deutschlands Freiheit vergeblich sei. Sie haben am Odeonsplatz zu München und auf allen Straßen Deutschlands geblutet, in den Kerkern des Systems in Not und Entbehrung gelitten, und, niemals zweifelnd, für die Sache des Füh­rers, die die Sache Deutschlands ist, gekämpft. Sie haben den Terror des Marxismus zerbrochen, die Feigheit der Massen überwunden und die Fahne des Führers im Siegeszug durch das Branden­burger Tor getragen.

Die Parteitags von Nürnberg sind ihre Kampf- und Ehrentage. Parteitag des Sieges! Der Triumph des Willens! So haben wir die beiden ersten Nürnberger Reichsparteitage nach der Machtergreifung, dem Willen des Führers gemäß, genannt. 1935 marschieren wir zum Parteitag der Freiheit!

Was noch vor einem Jahre fast unmöglich schien, ist zur Wirklichkeit geworden. Das deutsche Volk hat seine Wehrpflicht wieder! Mehr als 16 Jahre sind verstrichen, seit marxistische Propaganda den Wehrwillen der Nation in entscheidenden Stunden lahmte und an jenem grauen 9. November 1918 den Front­soldaten des Weltkrieges die Waffen zerbrach. Damals lag, aus der Hölle der Westfront nach Pasewalk gebracht, von Gasgranaten fast völlig ums Augenlicht gekommen, im Lazarett der un­bekannte Soldat AdolfHitler. Dort faßte er, von einer Nacht umhüllt, in den trübsten Tagen Deutschlands, den festen Vorsatz:Das darf das Ende nicht sein!"

Wie weltenweit ist der Weg vom Lazarett in Pasewalk über München und sein Braunes Haus, in die Reichskanzlei des 66-Millionen- Reiches! Wie weit ist der Weg von jenen trüben Novembertagen, in denen Verrat die Wehr des Reiches zerbrach, Deserteure, Marxisten und Ver­brecher die Macht in Deutschland an sich rissen, bis zu jenem strahlenden Frühlingstage, an dem der Führer dem deutschen Volke die Wehrfreiheit wieder zurückgeben konnte.

Ein Triumph des Willens hat dies vollbracht, und er ist es, der uns den Parteitag der Freiheit schenkt.

Zum erstenmal wird an diesem Tage in Nürn­berg die deutsche Wehrmacht frei von allen Fesseln der Eewaltdiktate an ihrem Obersten Befehlshaber, dem Führer und Reichskanzler, vorüberziehen. Die Wehr ohne Zwang, in alter