Ausgabe 
(7.9.1935) Nr. 247
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parteiamtklageszeitung der

Das flmtsblatt des Senats

Nationalsozialisten Vremens

der Zreien tzansestadt Vremen

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Nr. 247 / Z. Zabrgang

Sonnabend, 7. September

ernzelprels 15 Npf.

ftdolf Hitler, der oberste vesesttsstaber der Wehrmacht, bei seinen Gruppen in der LLneburger Heide / erbittertes hingen

um die wichtigen höhen westlich des Munsterlagers

kampfiibulMN unter den ftugen des Mrers

vnse^ lagesspisgsl

Der Führer hat gestern den gro'gen Manö­vern in der Lüneburger Heide beigewohnt und dabei eine Reihe namhafter Männer der Bewegung, u. a. auch Bremens Regie­renden Bürgermeister Otto Heider, persönlich begrüßt.

Für die Zeit des Reichsparteitages wurde Nürnberg als Lustsperrgebiet erklärt.

Reichsstatthalter Gauleiter Röver wurde an die Akademie für deutsches Recht berufen.

In Gens wurde wieder einmal durch Bil­dung eines Ratsausschusses eine Verlegen­heitslösung gefunden.

Bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse Bre­mens drückt sich die wirtschaftliche Belebung in der steigenden Zahl der Versicherten aus.

In der Calvinstraße fand die feierliche Er­öffnung der Schuhmacherfachschule statt.

Mit dem LloqddampferBremen" kehrten gestern die Toten des D.Eisenach" heim.

Die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen ist so weit zurückgegangen, daß aus jede offene Stelle nur noch 1,7 Arbeitsgesuche entfallen.

ktzrung unseres Sauleilers tarl Növer

Oldenburg, 7. September

Der Präsident der Akademie für deutsches Recht, Reichsminister Dr. Frank, hat im Austrage und in Vollmacht des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler den Gauleiter für Weser-Ems und Reichsstatthalter für Oldenburg und Bremen Carl Röver in Anerkennung seiner Verdienst« und im Vertrauen aus seine gewissenhafte Mit­arbeit an der deutschen Rechtserneuerung zum Mitglied der Akademie für deutsches Recht er­nannt. I« dem Begleitschreiben zu der Ernen­nungsurkunde weist Dr. Frank auf die großen Verdienste hin, die sich Gauleiter Carl Röver als alter Kämpfer Adolf Hitlers für die Bewegung und für das deutsche Volk erworben hat.

Me ersten Sonderzüge trafen ein

Nürnberg, 7. September.

Während auf dem Reichsparteitaggelände und in der Stadt Nürnberg alles fieberhaft an der Fertigstellung der gigantischen Aufmarschanlagen und an der Ausschmückung der Stadt arbeitet, trafen am Freitagnachmittag auf dem Bahnhof Dutzendteich und im Nürnberger Hauptbahnhof bereits die ersten Sonderzüge ein. Pünktlich um 13.45 Uhr kam der Sonderzug mit 1200 Berliner Hitler-Jungen im Bahnhof Dutzendteich an. Im Laufe des Nachmittags folgten vier weitere Son- derzllge der Hitler-Jugend aus Duisburg, Min­den i. W., Flensburg und Eleiwitz, während im Hauptbahnhof der erste Sonderzug mit politischen Leitern aus Berlin einlief.

Lustsperrgebiel über Nürnberg

München, 7. September.

Das Luftamt Nürnberg veröffentlicht imVöl­kischen Beobachter" eine Anordnung, wonach der Luftraum über der Stadt Nürnberg in einem Um­kreis von 20 Kilometer Durchmesser mit dem Mit­telpunkt Hauptbahnhof Nürnberg für die Dauer desReichsparteitages sowie des Vor- und Nachtagcs, vom 9. bis 17. September 1985, als Luftfperrgebiet erklärt wird. Der An- und Abflug zum und vom Flughafen Nürnberg ist nur Regi«rungsflugzeugen und Flugzeugen des planmäßigen Luftverkehrs freigegeben. Um eine Störung der Ansprachen, Aufmärsche und Ver­sammlungen zu vermeiden, darf der An- und Ab­flug dieser Flugzeuge nur in dem nördlich Nürn­berg liegenden Luftraum stattfinden, der durch die Staatsstraße Niirnberg-Bayrcuth und Nllrnberg- Erlangen gekennzeichnet wird Die an den Vor­führungen 'der Wehrmacht beteiligten Flugzeuge der Luftwaffe werden von dieser Verordnung nicht betroffen.

Seneroiprobe derMeistersinger"

Nürnberg, 7. September.

Die Generalprobe für die Festaufführung der Meistersinger" als geschlossene Veranstaltung der NSDAP. im Rahmen des Reichsparteitages am 10. September findet am Sonntagnachmittag im neugestalteten Opernhaus am Ring statt und zwar als Festvorführung für sämtliche Un­ternehmer und Arbeiter, die an dem Umbau mitgewirkt haben. Diese Veranstaltung entspricht einem ausdrücklichen Wunsche des Führers. Oberbürgermeister Liebel ließ des­halb an etwa 1500 Arbeiter der Stirn und der «zaust, die bei dem Opernhaus-Umbau und im Reichsparteitagsgelände während der vergange­nen Monate beschäftigt waren, schriftliche Ein­ladung ergehen.

Celle, 7. September.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht, Adolf Hitler, traf am Freitag früh zur Teilnahme an den Herbstübungen des VI. Ar­meekorps mit seinem Stäbe im Munsterlager ein und begab sich sogleich zur Truppe in das Manö­vergelände. Ebenso wohnen den Uebungen der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generaloberst von Vlomberg, und der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artil­lerie Freiherr von Fritsch, in Begleitung anderer höherer Offiziere bei.

Der Führer besuchte u. a. die Uebungs­leitung und ließ sich vom Kommandierenden General des VI. AK., Generalleutnant von Kluge, und bei den Stäben der beiden kämpfenden Parteien, Rot und Blau, von den Parteien-FLHrern über die jeweilige Eefechts- lage Vertrag halten. Der Führer wurde im Manövergelände auch vom Reichskriegsminister Generaloberst v. Vlomberg und vom Ober­befehlshaber der Kriegsmarine, Admiral Dr. h. c. Raeder, begrüßt. Ferner sah man den Chef des Wehrmachtamtes im Reichskriegsministerium, Generalmajor v. Reichen au.

Im Mauövergeläude hatte der Führer Ge­legenheit, eine Reihe von bekannten Führern der nationalsozialistischen Bewegung zu be­grüßen. So sah man u. a. den Gauleiter von Essen und Oberpräsidenten der Rhein- provinz Terboven, die Gauleiter Grohe-Köln, Telschow-Osthannover, Florian-Düsseldorf, den Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Meyer- Westfalen-Nord, den stellvertretenden Gau­leiter von Westfalen-Süd Stürtz, Landes­hauptmann Haacke-Düsseldorf, die Regieren­den Bürgermeister Krogmann-Hamburg und H e i d e r - Bremen, die SA.-Gruppenführer Kasche (Niedersachsen), Kob (Mitte), Vöhmcker (Nordsee), Schramme (Westfalen), ferner vom NSKK. Gruppenführer Seydel, SS.-Obergruppenführer Polizeipräsident Weitzel-DLsseldorf, die SS.-Vrigadefllhrer und Polizeipräsidenten Zech-Essen und Schleß- mann-Vochum, ferner den Regierungspräsi­denten Dr. Diels-Köln.

Der Führer wurde überall, wo er im Manöver­gelände erkannt wurde, begeistert begrüßt, ganz

besonders auch von den jungen Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Dem zweiten Teil der Herbstübungen lag fol­gende Ausgangslage zugrunde: Blaue

Streitkräfte hatten im Angriff die feindliche Front an der Elbe durchbrochen und befanden sich am frühen Morgen des Ilebungstages in weiterem Vordringen in südwestlicher Richtung. Im Verlauf der Kämpfe war in der Gegend nordwestlich der Stadt Munster in der Nähe von Vispingen eine breite Lücke in der feind­lichen roten Front entstanden, in die wei­tere neu herangeführte blaue Kräfte in der all­gemeinen Richtung auf Soltau hineinstoßen sollten.

Mit dieser Aufgabe wurde die zunächst verfüg­bare VI. Division des VI. Armeekorps unter Füh­rung des Generalmajors Keitel betraut, die nun auf mehreren Marschstratzen beiderseits von Vispingen in der Richtung SoltauWalsrode, also von Nordosten nach Süd-westen vorgeht.

Der Aufmarsch der beiden Kolonnen, die in Marschordnung ihrem Ziele zustrebten, vollzog sich keineswegs ungestört. Beide Parteien arbeiteten mit ungewöhnlich starkem Einsatz der Flieger- kräfte, vornehmlich der Tiefflieger, die in gerin­ger Höhe Aber den Kolonnen Bomben abwarfen und die Truppen mit Maschinengewrhrfeuer br-

Genf, 7. September.

Der Bölkerbundsrat hat Freitag nachmittag in öffentlicher Sitzung beschlossen, em Ratskomitee von fünf Mitgliedern einzusetzen, das die Ge­samtheit der italienisch-abessinischen Beziehungen priiftn soll, um eine friedliche Lösung zu suchen, Dem Komitee gehören England, Frankreich. Po­len, Spanien und die Türkei an.

Die Einsetzung dieses Komitees, dessen Zusam­mensetzung der Ratspräsident vorschlug, wurde ohne Aussprache beschlossen. Der Ratspräsident gab dabei bekannt, daß ihm der italienische Dele-

legten. Vor allem die große Schwenkung der blauen Partei veranlaßte den Gegner zu ver­stärktem Einsatz seiner Flieger. Ein wundervolles Kampfbild bot sich dann am Abend, als Rot von allen Punkten seiner Front aus die Höhen an­griff, deren Besitz für den Ausgang der Schlacht wahrscheinlich von entscheidender Bedeutung sein wird."

Die Manöverleitung hat zum heutigen Abschluß der Herbstiibung des VI. Armeekorps als Ehrengäste aus Niedersachsen unter anderem geladen: Reichsstatthalter Gauleiter Röver-

Oldenburg, Bürgermeister Heider- Bremen, Gauleiter Staatsrat Telschow - Harburg, SS.- Obergruppenführer Nordwest I e ck e l n - Braun­schweig, SA.-Gruppenführer Nordsee Vöhmcker- Bremen, Arbeitsgauführer Klein- Bremen, HJ-- Gebietsführer Hogrefe -Oldenburg, Treuhänder der Arbeit für Niedersachsen K i m m i ch - Hanno­ver, Generaldirektor Firle vom Nordd. Lloyd- Bremen, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Nordd. Lloyd Lindemann, Generalkonsul Rose- l i u s - Bremen, Generaldirektor der A.-E. Weser S t a p e l f e l d - Bremen, Kapitän zur See Wolf-Kriegsmarinedienststelle Bremen, Freg.- Kapitän a. D H i ntz in a n n - NSD Marinebund Bremen. (Weitere Berichte s. übernächste Seite.)

gierte seine Stimmenthaltung mitgeteilt habe. Wie bereits gemeldet, hatte der italienische Ver­treter erklärt, daß Italien gleichfalls im Ausschuß vertreten sein müsse, wenn Frankreich und Eng­land ihm angehören sollten.

Baron Alorsi hat an den nichtöffentlichen Vor­besprechungen, die zu diesem Beschluß führten, teil­genommen, ist aber der öffentlichen Sitzung wie­derum ferngeblieben.

Vor dem Beschluß des Völkerbundsrates hatte lediglich der mexikanische Vertreter das Wort er­griffen, um an die Erklärung der latein­amerikanischen Staaten vom 3. August 1932 über die Nichtanerkennung gewaltsamen Ge­bietserwerbs zu erinnern. Unter'allgemeiner Jn- teressenlosigkeit wendete sich der Rat nach dem Beschluß in der italienisch-abessinischen Angelegen­heit kleineren Fragen seiner Tagesordnung zu.

Für den Wlkeröund hat die Einsetzung eines Ausschusses die Bedeutung, daß damit die öffent­liche Behandlung des italienisch-abessinischen Streitfalles vorläufig abgeschlossen und Zeit für die Fortsetzung der Verhandlungen der Groß­mächte gewonnen wird.

Die abessinische Regierung hat am Freitagvor­mittag eine längere amtliche Verlautbarung zu dem Schiedsspruch des Ual-Ual-Aus- schusses veröffentlicht. In der Erklärung wird u. a. festgestellt, daß der Zwischenfall von Ual Aal, der den Anlaß zu dem gegenwärtigen italienisch- abessinischen Streit und zu den militärischen Vor­bereitungen Italiens gegeben habe, erledigt sei. Dessenungeachtet bleibe das italienisch-abessinische Problem weiterhin bestehen, da Italien die An­wendung des Vertrages ablehne, der die Grenzen zwischen Somali und Abessinien festsetzte. Es sei nun die Aufgabe des Völkerbundsrates, den zwei­ten Teil seiner Entschließung vom 4. Au­gust 1 935 durchzuführen, auf Grund deren er sich mit dem gesamten abessinisch-italienischen Streitfall zu befassen habe. Abessinien als Mit­glied des Völkerbundes ersuche den Völkerbunds­rat, über die gesamten Streitfragen, die beide Länder trennen, Beschluß zu fassen. Poli­tische Fragen dürften das rechtliche Problem nicht in den Hintergrund drängen und Zweckmäßig- keitserwägungen über die Aufrechterhaltung des Friedens dürften die Würde und das internatio­nale Recht nicht verletzen. Die Aufrechterhaltung des Friedens dürfte nicht durch Mittel erzielt werden die eine Verletzung der wichtig- stenErundsätze des internationalen Zusammenlebens bedeuten würden: der souveränen Unabhängigkeil und der gebietsmäßi­gen Unantastbarkeit der Völkerbundsmitglieder.

»

Reuter meldet aus Addis-Abeba, daß die abessi- uilch.' Regierung zehn Schweizer Offi­ziere. meist Artilleriesachverständige, in ihre Dienste genommen habe. Außerdem seien vier französische Offiziere in Addis Abeba angekom­men: der Zweck der Sendung sei unbekannt.

Sperrung des SiE-konaks erlaubt?

Kairo, 7 September

Die ägyptische Regierung hat drei Juri­sten beauftragt die einschlägigen Verträge auj die Möglichkeit einer Sperrung des Suez-Kanals bin zu prüfen Man glaubt hier, daß nach den Statuten der Kanal-Gesellschaft eine Sperrung ausgeschlossen ist, daß Dagegen Der Völkerbund das Recht härte, -ine Sperrung zu beichließen, Da die Satzungen der Kanal-Gesellschaft beim Völ­kerbund registriert feien.

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Msausschuß prüft abessinische frage

Frankreich und kngland trotz des kinspruchs Italiens im flusschuß vertreten

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Heerschau und Leistungsvilanz der NSDAP. auf dem Parteitag der Freiheit

Von Helmut Lttaäsrwauu

Ebenso wie die Partei durch die nationalsozia­listische Revolution neu in die Skala der staats- politischen Begriffe eingeordnet wurde, ist auch der Reichsparteitag ein Ereignis, für das uns Vergleiche aus der früheren Welt fehlen.

Der Reichsparteitag ist nichts weniger als das, was man einst als Parteienwelt kannte: woer­fahrene Politiker" inKomitees" undAus- schüssen" weise Reden hielten, wo alljährlich neue Parteiprogramme entworfen und auf ihre pro­pagandistische Zugkraft untersucht wurden, wo schließlich über die Haltung der Parlaments­fraktion eine ausdauernde Debatte stattfand, um das Kompromiß zwischen den inneren Absichten und dem äußeren Schein zu suchen und zu finden.

Es ist keineParade" im althergebrachten Sinne, wie mancher Verständnislose draußen im Ausland sich dieses besondere Ereignis zu er­klären versucht. Nein, der Reichsparteitag der NSDAP. herausgewachsen aus der stolzen Tradition der Tage, an denen einst die wenigen Vorkämpfer des Nationalsozialismus aus dem ganzen Reiche sich zusammenfanden ist mehr als das, was man mit bekannten Begriffen er­klären und abtun kann, denn er ist ebenso ein Begriff für sich, wie das nationalsoziali­stische Deutschland überhaupt.

Es ist die Heerschau des Führers über seine nationalsozialistische Bewegung, die ihm Motor und Garant seines Reiches ist. Eine Heer­schau über die Partei aber ist eine Heerschau über die gesamte innere Kraft des deutschen Volkes. Die Partei führt das Volk und repräsentiert die Nation. Die Hunderttausend« von Männern und Frauen, die nach Nürnberg kommen, sind nicht eine Schicht des Volkes, sondern sie kommen und marschieren als die Vertreter aller derer, die draußen in den Dörfern und Städten, in den Büros und Fabriken neben ihnen und mit ihnen schaffen im gleichen Geist. Als Parteigenossen wissen sie nur von größeren Pflichten, die sie freiwillig gegenüber der Ge­meinschaft auf sich genommen haben. Je verant­wortungsbewußter und je tatkräftiger sie diese ihre Pflichten erfüllen, um so stärker und zufrie­dener sind die Millionenmassen der schaffenden deutschen Menschen.

Das Feuer der Begeisterung, mit dem sie dem Reichsparteitag den Stempel aufdrücken, ist das Feuer der Tatkraft, das draußen während des Jahres immer in ihnen brennt, das sie aus­zeichnet vor allen Volksgenossen und ihnen die Autorität verschafft, die sie als Männer der Par­tei vertreten.

Die Disziplin, die in Nürnberg vor den Augen des Führers sich bewähren mutz, ist Aus­druck des inneren Zusammenhaltes, der die Par­tei wappnet für die Schwere ihrer Aufgabe und ihre Verantwortung.

Die Kameradschaft, mit der in Nürnberg Parteigenosse neben Parteigenosse marschiert, wird zu innerem Erlebnis, das die Kraft gibt, tausend Widerwärtigkeiten und Streitigkeiten der Tages­arbeit mit dem Gedanken an die große gemein­same Pflicht und an das gemeinsame Schicksal zu überwinden.

So ist die Nürnberger Heerschau eine gemein­same Kraftquelle, die über den Rahmen der Par­tei hinaus im ganzen Volke Segen spendet. Denn wo die Partei sich rüstet, da rüstet sie sich zu neuem Dienst am Volke, wo sie sich stärkt, da wachsen die Kräfte der Nation, wo sie marschiert, da marschiert Deutschland.

Wie der Reichsparteitag so in die Zukunft weist und Kräfte sammelt für neue Aufgaben, neue Taten, so ist er aber auch das Forum, auf dem die Partei vor aller Öffentlichkeit Rechen­schaft gibt über das, was sie geleistet und getan. Die Zeiten sind vorbei, in denen die verant­wortlichen Systeme sich hinter Parlamenten und Paragraphen verkrochen, wenn über das Ge­schehene gesprochen werden sollte.

Wie die Partei die absolute Autorität ihrer politischen Führung, die Adolf Hitler ihr über­tragen hat. als unumstößliches Postulat erhebt, so tritt sie aber auch geschlossen vor das deutsche Volk bin und spricht offen und deutlich über das, was sie in ihrer Aufgabe erfüllen konnte, und über das. was sie an nächsten Zielen erreichen will.

So vereinigt der Reichsparteitag in sich die Kraft eines Erlebnisses der ganzen Nation das den Höhepunkt des Jahres bildet mit der Bedeu- tung eines politischen Aktes, in dem ein umfal­lender Querschnitt durch die politischen Aufgaben der Zeit in verantwortungsbewußter Weise der ganzen Nation aufgezeigt wird. Täglich ist die Arbeit, der Kampf, das Ringen der Partei um die innere Stärke des Reiches, um sein neues Leben in Nürnberg tritt sie hervor in das Licht gewaltiger Tage die die Nation und die Welt miterleben

Seit zweieinhalb Jahren ist die NSDAP. an der Macht. Offen tritt sie in Nürnherg vor das