Ausgabe 
(5.9.1935) Nr. 245
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Parleiamll-Iageszeilung der Nationalsozialisten ZZremens

Das flmtsblatt des Senats der Lreien fjansestadt Meinen

Bremer Zeitung erscheint täglich (auch Montag?». Mvnotsbczng: RM. 2.30 einfchl. Sv Rps. Zustellungsgebühr: I

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Nr. 245 / 5. Zaftrgang

Vonnerstag, 5. September

kinzelpreis 15 Npf.

Zeder Unternehmer muß mitmnrschieren! Zeder!

programmatische kede Ür. tegs vor den Saar-Industriellen an alle deutschen öetriebssichrer

Unser lagvsspisgvl

Vor den Saarindnstriellen richtete Dr. Ley einen Appell an die deutschen Betriebssichrer.

Die Manöver des VI. Armeekorps bei Celle neigen sich ihrem Ende zu.

Ueber die Arbeiten der Reichskulturkammer verbreitete sich der Reichskulturamtsleiter Moraller.

Aus Veranlassung Roosevelts wurde die Rickett-Konzession rückgängig gemacht.

Auf der Bölkerbundsratstagung in Gens legte Italien die Anklageschrift gegen Abesfimen vor,

Sieger der Gruppe Nordsee des SA.-Rcichs- roettkampfes wurde der SA.-Sturm 7/28 in Lamstadt.

Beim Stellwerk III wurde ein Beamter der Reichsbahn vom Zuge ersaht und getötet.

Ab heute treten die neuen Fleisch-, Wurst- und Eierpreise in Kraft.

Die sterblichen Hüllen der Opser vom Dampfer Eisenach" werden morgen in Bremerhaven gelandet.

Anläßlich der 1. Sitzung der Reichswirtschasts- kammer sprach Dr. Schacht.

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NSK0V und Neichsparteitag

lvrsbtderiM unserer kerliner 5cAriktIeitung1 Kr. Berlin, 8. September. Die Organisationsleitung für den Reichspartei­tag fleht sich aus gegebenem Anlaß gezwungen, darauf hinzuweisen, daß insbesondere Kriegsver- letzte, die am Reichsparteitag teilnehmen wollen, sich über ihre zuständige Bezirksleitung der NSKOV. melden müssen, um von dort aus Quartier- oder Teilnehmerkarten für den Reichs­parteitag zu erhalten. Kriegsverletzte ohne diese Ausweise können in Nürnberg nicht untergebracht werden.

loooo Industriearbeiter in Nürnberg

Berlin, 5. September

Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, hat das Amt für Reisen, Wandern und Urlaub in der NS.-EemeinschaftKraft durch Freude" beauftragt, 10 000 deutsche Arbeiter aus Industrie- und Grenzgauen zum diesjährigen Reichsparteitag nach Nürnberg zu bringen. Die Teilnehmer werden in den einzelnen Gauen aus­gewählt und erhalten diese Reise als besondere Ehrung der Deutschen Arbeitsfront. Es handelt sich um je 1000 Arbeiter aus den Gauen Westfalen-Nord, Westfalen-Süd, Essen, Sachsen, Schlesien, Eroß-Berlin, Bayrische Ost­mark, Koblenz-Trier, Köln-Aachen und München- Oberbayern.

Zum ersten Male in der Geschichte der Reichs- parteitage wird damit eine große Anzahl Indu­striearbeiter als Vertreter der Organisation aller Schaffenden, der Deutschen Arbeitsfront, am Parteitag der Freiheit" teilnehmen.

Sefchwaderstug über München

München, 5. September.

Trotz schlechten Wetters überflogen am Mittwoch ungefähr 100 Flugzeuge in mehreren Staffeln und Geschwadern unter Führung des Obersten Christiansen die Hauptstadt der Bewegung.

Nachdem es am Dienstag bei dem schon gemelde­ten Uebungsflug von Nord- nach Sllddeutschland im Zusammenwirken mit den Uebungen des Hee- res über der Donau zuLuftkämpfen" gekommen war, versammelten sich Mittwoch morgen die Ver­bände nördlich Münchens. Nach ihrem Geschwader- flug über der Stadt sind sie wieder in ihre Flug­häfen zurückgekehrt.

Den Uebungen wohnte General Wever bei, der in seinem Einsitzer die Luftkämpfer, die Landun­gen, die Versammlungen in der Luft und im Ee- schwaserflug über der Stadt begleitete.

von Momberg an Vr. tep

Berlin, 5. September.

Der Reichskriegsminister Generaloberst o. Blom- berg hat an Reichsleiter Dr. Ley folgendes Dank­telegramm gerichtet:

Für Ihre und der Deutschen Arbeitsfront Glückwünsche zu meinem Geburtstag danke ich herzlich. Der deutsche Soldat wird es nie ver­gessen, daß er die Grundlage seiner Kraft in der Einigkeit und Schicksalverbundenheit wiederge­funden hat, die das deutsche Volk seinem Führer verdankt.

gez. von Blomberg.

Kaiserslautern, 5. September.

Die Bezirksgruppe Saarland-Pfalz der Reichs­gruppe Industrie veranstaltete am Dienstagabend in der Fruchthalle in Kaiserslautern eine Arbeits­tagung, die von dem Saar-Industriellen Röchling geleitet wurde. Dr. Ley ergriff sofort das Wort zu einer fast zweistündigen Rede, die sich über den örtlichen Rahmen der Tagung hinaus an die gesamten Vetriebsführer und Unter­nehmen Deutschlands wandte und damit auch für die Gefolgschaft aller deutschen Betriebe eine Kundgebung programmatischer Bedeutung wurde. Dr. Ley führte u. a. aus:

Ich will und werde zu Ihnen so sprechen, wie ich eben vor Abertausenden von Arbeitern ge­sprochen habe. Wenn ich das, was ich vor einem Teil der Nation sagte, nicht ebenso gut vor dem anderen Teil sagen kann, dann muß etwas falsch sein, oder ich muß irgendetwas anderes wollen. Wenn ich dem einen Teil sage:Ich will dein Glück und will dir helfen" und sage dem anderen Teil genau dasselbe, muß aber dann Weg und Ziel vor beiden Teilen verschieden begründen, vor dem Unternehmer so und vor dem Arbeiter wie­

der anders dann besteht über den Charakter solcher Doppelzüngigkeit wohl kein Zweifel. Hier allein lag schon die Unwahrhaftig- keit im System. Hier wurden systematisch beide Teile belogen und beirogen.

Deshalb als Erstes und vor allem: Wahr­haftigkeit! Wir alle sind zur Unwahrhaftig- keit erzogen worden. Unser ganzes Leben spielte sich in einem Dunst von falschen Begriffen, falschen Worten und falschen Zielen ab. Nur dann kann man wirklich etwas leisten, wenn man eine Ge­meinschaft hat, wenn man erkennt, daß das Leben hart ist, ein ewiger Kampf. Für diesen Kampf muß die Gemeinschaft eingesetzt werden. Dazu muß man wahrhaftig sein.

Die Menschen müssen begreifen, daß bei aller Unterschiedlichkeit in der Ansicht über irgendeine Sache ein Glaubenssatz alle beherrschen muß: Wir bilden eine Gemeinschaft! Der Betrieb ist eine Einheit.

Wer sich dagegen sträubt, den mutz man beleh­ren, zunächst im Guten. Wenn er dann noch nicht will, muß man ihn hart anfassen. Und wenn er

schließlich und endlich überhaupt nicht will, muß man ihn vernichten. Wie für die Kirche das Dogma gilt: Der Papst ist unfehlbar, so gilt für uns im neuen Deutschland der Satz: Der Be­trieb ist eine Einheit. Wir werden eifer­süchtig darüber wachen, daß diese Einheit von keiner Seite angetastet oder zerstört wird.

Wir sind eine unzertrennbare Kameradschaft von treuen Kämpfern. Kein Land jenseits unserer Grenzen kann sich rühmen, den Klassenkampf überwunden zu haben. Wir haben uns gesagt: Wollen wir den Klassenkampf überwinden, dann müssen wir dort unten beginnen, wo die Men­sche» schicksalhaft beisammen sind, wo sich keiner dieser Gemeinschaft entziehen kann, selbst wenn er wollte. Dort müssen wir beginnen: im Be­trieb: Drei Zellen sind es, in denen sich das menschliche Leben entfaltet und abspielt: der Be­trieb, die Familie und die Gemeinde! Diese drei Urzellen sind eine Einheit, und man darf sie nicht zerstören, nie!

(Fortsetzung auf Seite 2)

Setarnle Segner

Von

58.-Oruppen!ükrer ki. ttevctrick

Der Chef des Sicherheitshauptamtes des Reichssührers SS. läßt unter dem Titel Wandlungen unseres Kampfes' im Franz Eher Verlag, München, eine Broschüre erschei­nen, die wegen ihrer Enthüllungen über die Kampsmethoden unserer sichtbaren und un­sichtbaren Gegner stärkste Beachtung finden muß. Wir veröffentlichen im folgenden einen Auszug aus der Broschüre.

Im Gegensatz zum sichtbaren Gegner ist der ge­tarnte Gegner nicht organisatorisch faßbar. Er ar­beitet illegal. Sein Ziel ist, die Einheit der Füh- rung in Staat und Partei zu zerstören, um die Erreichung der weltanschaulichen Aufgaben des Nationalsozialismus unmöglich zu machen. Das Volk soll der Führung gegenüber zurückhaltend und unsicher werden. Die Führer sollen nervös werden und sich gegenseitig mißtrauen. Zu diesem Zwecke besteht ein Netz von Querverbin- dungen zu fast allen Stellen des Staatsappara­tes, des öffentlichen Lebens und der Bewegung. Dieses Kanalsystem unterrichtet einerseits den Gegner über die ihm bevorstehende Gefahr. Er er­fährt so rechtzeitig alle vorbereiteten staatlichen Maßnahmen, Anordnungen und Gesetze. Das gleiche Kanalsystem dient aber andererseits der Aufgabe, die für den Gegner wichtigen Gegenmaß­nahmen vorzubereiten. Die Hauptstützen dieser geg­nerischen bewußt verräterischen Arbeit sind einige imStaatsapparatverbliebene feinde liche Elemente, die sich sofort gleichschalteten. An ihnen ging das Beamtengesetz vorüber. Im Glauben an die Echtheit ihrer Treueerklärungen wurden sie als Fachleute in ihren Stellungen be­lassen. Während wir Nationalsozialisten unter Bürokratie im guten Sinne den Begriff der voll­endeten Exaktheit eines Geschäfts- und Verwal- tungsapparates verstehen, mißbrauchen diese seelen­losen und feindlichen Elemente die gleiche Büro­kratie zum Hindern, Hemmen und Abbiegen unse­rer nationalsozialistischen Aufgaben. Die Verzwei­gung dieses Netzes ist ungeheuerlich. Eine lücken­lose Aufzählung ist hier unmöglich. Erkennen kann der Laie die Verzweigungen nur an der Auswir­kung: Hier werden Versuche gemacht, gesetzgebende Maßnahmen abzudrehen. Dort wird versucht, die Finanzierung für die für Bewegung und Staat lebenswichtigen Aufgabengebiete zu'drosseln.

Auf den Hochschulen wird versucht, durch rein wissenschaftliche und sachliche" Behandlung nationalsozialistisches Gedankengut zugunsten des Liberalismus zu verbiegen. In der Borge» schichtsforschung wird versucht, einseitigen, unoölkischen Elementen die Führung der Ausgra­bungen in die Hände zu spielen, damit weiterhin die Behauptung von derKulturlosigkeit" unserer Ahnen ungefährdet aufrechterhalten werden kann. Durch den Versuch einer antinationalsozialistischen Personalpolitik wird angestrebt, wichtige Schlüsselstellungen im Staat wieder in die Hände zu bekommen, damit, falls ein nationalsozialisti­sches Gesetz durchgeht, die Ausführung sabotiert und durch Ausfllhrungsbestimmungen Hintertüren ge­öffnet werden können. Bei den nationalsozialistisch gut gesinnten Männern wird durch gesellschaftliche Verflechtungen (Einladungen, Klubs usw.) der Versuch gemacht, auch auf sie Einfluß zu gewinnen. Den heißen Willen nationalsozialistischer Vorgesetz­ter, die deutsche Gesetzgebung und die deutsche Ver­waltung dem Wesen und dem Empfinden des Vol­kes anzupassen, verdrehen sie in der Ausführung und versuchen damit, diese nationalsozialistischen Männer in Gegensatz zur Bewegung zu bringen.

Um eine Maßnahme des Führers oder eines sei­ner Beauftragten abzubiegen, oder um unbequeme und gefährliche Organisationen der Bewegung und des Staates zu Fall zu bringen, dient ihnen das Mittel der systematischen Gerüchtebildung und Pressehetze. Ueber Tausende von Kanä­len wird den maßgebenden Stellen eingeflüstert, welcheGefahren" der Politik des Führers angeb­lich durch diese Maßnahmen oder diese Organisatio­nen drohen; gleichzeitig setzt eine Beschwerdewelle ein. Die Vielseitigkeit dieser Be­schwerden läßt oft bli tzartig das Ka­nalsystem des Gegners erkennen. Auf K mmando meist einer der frcimaurerischen Schweizer oderdeutschen" Emigrantenzeitungen wird der Angriff durch eine systematische Artikel­serie der übelsten Lügen vervollständigt. Im glei­chen Augenblick wird nun der Apparat zur Aus­nutzung der Charakterschwächen der einzelnen Men­schen in Bewegung gesetzt. Der Mensch neigt nur zu leicht dazu, unwahren und unglaubhaften Ge­rüchten mehr als sachlichen Tatsachen Glauben zu schenken. In Kenntnis dieser Schwächen und der Klatschsucht der Menschen werden die Gerüchte an Persönlichkeiten herangetragen, die bestimmte Sympathie oder Antipathie für diese Organisatio­nen haben und damit von sich aus wieder in positi­vem oder negativem Sinne für die weitere Ver­breitung sorgen. Nur zu schnell ist eine vorgefaßte Meinung erzeugt, die dann den Boden für die Er­füllung der Augenblicksziele der Gegner bildet

So wird allmählich versucht, das Gefllge des Staates zu zersetzen und einen Keil zwischen Füh­rung und Gefolgschaft zu treiben. In der Unter­streichung der noch nicht erfüllten Aufgaben sollen

NSchMe Mnöoerübling: kückzug von Mau

Kriegsmößige Sperren im sorst von Munster / Sonnabend große Korpsparade

(Louäsrbsriobt äsrBremse Zeitung")

Or. Celle, 5. September.

Die Uebungsleitung der Herbstmanöver des VI. Armeekorps gab über den bisherigen Verlauf des 1. September folgenden Bericht:

Nach Beendigung der Eefechtspause nahm die Uebung am 3. September ihren Fortgang. Die Nacht brachte bei sternklarem Himmel rege Er­kundungstätigkeit. Um Mitternacht trat eine ent­scheidende Wendung der Lage ein. Während Rot auf die Fortsetzung des Angriffes am nächsten Morgen wartete, mußte Blau mit Rücksicht auf grundlegende Veränderungen der Lage bei an­genommenen Nachschubtruppen noch in der Nacht seine Stellungen räumen und weit nach Norden zurückgehen. Es war interessant, zu beobachten, wie diese schwierige Operation im Schutze von Sicherungen sich trotz der Dunkelheit in völliger Ordnung und mit größter Sicherheit vollzog. Erst in der Frühe des 1. September gewann Rot über die inzwischen veränderte Lage bei Blau Klarheit und stieß nun dem Gegner energisch nach. Nachdem es noch einmal zu einem Aufhalten der nachdrängenden roten Kräfte an den Aus­läufern der großen Forsten bei Munster ge­kommen war, fand die Uebung ihren Abschluß, »

Leider konnte die Presse von dieser interessanten Veränderung der Lage, von dem nächtlichen Rück­zug und von den Nachhutgefechten am Morgen Lei den großen Forsten bei Munster nichts mehr beobachten, trotzdem sie bereits gegen S Uhr früh unterwegs war. Der Anmarschweg von Celle bis Munster hatte inzwischen eine ganz schöne Länge erreicht.

Was noch zu beobachten war, das waren die geschickte angelegten Sperren, die die abziehenden Blauen angelegt hatten, um dem nachdrängenden roten Gegner die Verfolgung zu erschweren. Wir sind an eine solche Sperre herangefahren und konnten feststellen, daß sie vollkommen kriegs- mäßig von den Pionieren der Blauen angelegt worden war.

Diese Sperren lagen mitten im Walde. Rechts und links des Weges waren die Bäume gefällt und lagen kreuz und quer über der Straße. Das Fällen dieser Bäume wurde mit einer neuartigen Motorsäge bewerkstelligt. Diese Säge arbeitet so schnell, daß sie in einigen Sekunden einen starken Baum umlegt. Diese, kreuz- und quer­liegenden Bäume sind durch Stacheldraht unter­einander verbunden. Außerdem sind in diesem Draht- und Vaumgewirr Minen und Schreck­ladungen eingebaut, die dem Feind das Besei­tigen dieser Straßensperren sehr erschweren.

Braunschweig, 8. September Bei den Flakmanövern der Luftwaffe ist am Dienstagnachmittag der erwartete Großangriff von Bombern und Easflugzeugen auf das im Mittelpunkt der Uebungen stehende Peiner Walz­werk erfolgt. Die Flakbatterien hatten zum Teil ihre Stellung gewechselt, weil sie tags zuvor von der feindlichen Luftaufklärung erkannt worden

Aus einiger Entfernung waren wir dann Zu­schauer der Kritik, die der Kommandierende Ge­neral des VI. Armeekorps, Generalleutnant von Kluge, von einem weithin das Gelände be­herrschenden Hügel, einem richtigenFeldherrn­hügel", abhielt. Am Fuße des Hügels hatten sich Hunderte von Fahrzeugen eingefunden, mit denen die Offiziere von Blau und Rot herbeigeeilt waren.

Nach der Kritik nahm Generalleutnant von Kluge noch Gelegenheit, kurz die Presse zu be­grüßen und ihr für ihre Arbeit zu danken.

Die Soldaten, Blau und Rot, rückten inzwischen in ihre Quartiere. Drei Tage sind sie nicht aus den Kleidern gekommen. Nun haben sie am heu­tigen Donnerstag ihren wohlverdienten Ruhetag.

Am Freitag beginnen die Manöver noch einmal und enden am Sonnabend mit einer großen Korps­parade, für die bereits eine große Tribüne gebaut ist.

waren. In der weiteren Umgebung von Peine, insbesondere zwischen den Bohrtürmen der Pe­troleumfelder um Vechelde, hatten die Schein- werserbatterien ihre Stellung für die nächste Nachtarbeit verbessert.

Während in der Nachmittagshitze nur wenige Schulkinder und junge Leute in achtungsvoller Entfernung die Flakgeschütze und die automati­schen Maschinenflak's (M-Klak) umstanden, ruft plötzlich der Meldeposten einer Flakbatterie Fliegeralarm".

Hoch in den Wolken, die aus etwa 8000 Meter ziehen mögen sind die ersten roten Bomber auf­getaucht, während unten noch der Tiefangriff der Jagdflieger vor sich gegangen war. Aber die Luftspäher der Batterien waren auf dem Posten ewesen. Inzwischen sind in. den Wolken plötz- ich auch leichte einmotorige Maschinen erschienen. Die Flakbatterien, die bisher eine Salve nach der anderen zwischen die Bomber gelegt hatten, stellten ihr Feuer ein und nun entwickelte sich eine Serie von Luftkämpfen in vier bis fünf­tausend Meter Höhe. Der Bomber ist gegenüber dem Jagdflieger nicht etwa wehrlos. Er hat wirksame Waffen zur Luftabwehr, die unter Um­ständen zum Erfolg führen können, ehe der Jagd­flieger den ersten Feuerstoß in die große Kiste zu jagen vermag.

Vor der Flugabwehr war schon gewarnt worden. So konnten auch die Jagdflieger in Braunschweig noch rechtzeitig genug aufsteigen, um gerade an­zusehen, wie die Bomber das Peiner Walzwerk belegen wollten. Dies war der Zusammenarbeit des zivilen Luftschutzes im Rahmen dieses Ma­növers zu verdanken Die Manöverarbeit der Zivilbevölkerung beschränkt sich nicht lediglich auf die abendliche Verdunkelung. Auch die Flug­wachen (Fluwa) uno die Flugwachkommandos (Fluko) sind Tag und Nacht beietzt und arbeiten kriegsmäßig, wie das der Manöverannahme entspricht Solche Fluwas und Flukos sind nach dem Organisationsplon über das ganze Reich der­artig verteilt, daß man theoretisch den Weg jedes Flugzeuges genau verfolgen kann. Voraussetzung dazu ist natürlich «ine sehr sorgfältige Ausbildung und laufende Schulung des aus allen Kreisen der Bevölkerung gestellten Personals. Ein Besuch beim Fluko Braunschweig gibt ein eindeutiges Bild von dieser unsichtbaren aber für den Schutz der Bevölkerung heute unentbehrlichen Arbeit.

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flakiibllngen der Luftwaffe

Kämpfe Mischen Vombern und lagdstugreugen / Mitarbeit der Bevölkerung