Ausgabe 
(30.11.1935) Nr. 331
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Parteiamtl-Iageszeitung der

NationalsozialistenVremens

M kinweiliung der Veutschlanddalle

Ein triumphales kreignis, den 6 ei st -er Kampfzeit atmend / Unbeschreiblicher Jubel um den sichrer

Immer wieder begeisterte sreuekundgebungen

seiner ständigen Begleitung, schreitet er unter

Unser logesspiegel

Die erste große Kundgebung in der Deutsch- landhalle wurde in Anwesenheit des Führers zu einem triumphalen Ereignis.

Die Geltungsdauer der Tteuerbesreiungs- Lestimmungen für Kleinwohnungen soll dem­nächst verlängert werden.

Der abessiuische Kaiser ist ins Hauptquartier , abgereist.

Im Hinblick auf die englisch-italienische Spannung hat sich Lava! für Grogbritannien entschieden.

Zur Beschlußfassung über die Oelzufnhrsperre wird die Sanltionskonferenz am 12. Dezember zusammenkommen.

In der französischen Kammer erzielte Mini­sterpräsident Lava! erneut eine Mehrheit.

In Finanzämtern von Moskau sind schwere Korruptionsfälle aufgedeckt worden.

Senator Bernhard sprach in Berlin über die nationalen Aufgaben des lleberseehandels.

In Bremen wird eine Familien-Erziehungs- anftalt geschaffen.

Exzellenz Lewald vom Olympia-Komitee unter­nahm eine Besichtigungsfahrt zu den Bremer Kampfstätten.

Bor seiner Fahrt nach Amerika gab Max Schmeling einem Sonderberichterstatter der Bremer Zeitung" ein Interview.

Der sichrer empfängt o. Levetzow

Berlin, 30. November.

Der frühere Polizeipräsident von Berlin, Admi­ral von Levetzow, wurde vom Führer zur Ab­meldung empfangen. Der Führer sprach Admiral von Levetzow seinen wärmsten Dank aus für die als erster Polizeipräsident der Reichshauptstadt seit der Machtergreifung geleisteten vortrefflichen Dienste. Weiterhin beglückwünschte der Führer den Admiral zu feiner Ernennung zum preußischen Staatsrat und gab dabei dem Wunsche Ausdruck, der Admiral möge auch in Zukunft seine bewährte Kraft der Bewegung und dem Reiche wie bisher zur Verfügung stellen.

sritz Souärel beauftragt

Die Wahrnehmung der Geschäfte des Reichsstatt­halters in Braunschweig und Anhalt

Berlin, 3V. November.

Um die vorläufige Wetterführung der Geschäfte des verstorbenen Reichsstatthalters rn Braun- schweig und Anhalt. Loeper, pcherzu,teilen. hat der Führer und Reichskanzler den Reichsstatt- balter in Thüringen, Fritz Sauckel mtt der Wahrnehmung der Geschäfte des Reichs,ratthal- rers in Braunschweig Anhalt beauftragt.

Amtssitz und Büro des Reichsstatthalters rn Braunschweig und Anhalt bleiben in Deau.

Sie k) am ?. Dezember

Berlin, 30. November.

Am Sonnabend. 7. Dezember dem Taa der Rationalen Solidarität", werden Nch °m BelM

des Reichsjugendfichrers , amtliche Hitler'Iugend' führer. vom Unterbannsuhrer, aupvarts und °ue

Junavolkfüürer vom stammfiihrer auswärts an den?n Nein Tage durchgeführten Sammlungen beteiligen. Die Hitler-Jugend ist beauftragt, sämtliche Kapellen und Sprelmannszuge lowre Svielscharen der HJ. und des Jungvolks zur Propaganda amTag der Nationalen Solidari­tät" zur Verfügung zu stellen.

erst kommt 0er a r ische flrbeiter

Lr. Berlin, 30. November Inder NS Sozialpolitik", der Monatsschrift des Sozialamtes der Deutschen Arbertssront wird zu zwei Berliner Arbettsger, chtsurterlen Stellu g

genommen. die die Rassensrage in den

Betrieben behandeln. 2n berd-n Fallen handelt es sich um die Frage. F m der Entla,

fang eines jüdischen A rbe-te " E unbillige Härte nach den heute berrichenden An

schauungen erblickt werden könne Das eine Ar

tett bejaht die Frage, wahrend das andere e,ne unbillige Härte verneint. Das eine unbillig Härte bejahende Urteil tt-hrt a^, dag es w»d» sinnig sein würde, zwar die Anwendung des K dignngsfchutzes aus Nichtarier zu bejah , zu sahen? daß Richtarier schlechthin arbeitslwen Volksgenossen ih« Arbeitsplatze einzuräumen haben Das Blatt des Sozialamtes erklärt da,».

daß dieser Begründung keinessalls b°,gep lichtet werden könne Dadurch, dag e.n llrtetl tn der Kündigung eines nichtarischen Arbeiters e »e billige Hätte nicht erblicke, lehne es doch ke nes- falls die Anwendbarkeit des Arbeitsordnungs- Gesetzes auf nichtarijche Arberter ab. Es immer am die Lage des einzelnen Fall -

kommen. Grundsätzlich sei aber zu betonen, 8

n.chrattsche Gefolgschastsmitglteder arftchen

folgschaftsmitgliedern zu welchen haoeu.

Berlin, 38. November.

Mit einer Kundgebung des Gaues Groß-Berlin der NSDAP. wurde am Freitagabend Europas schönster Eroßhallenbau, die Deutschlandhalle, in Anwesenheit des Führers und Reichskanzlers und der führenden Männer aus Bewegung und Staat feierlich feiner Bestimmung übergeben.

Als gewaltiger leuchtender Block liegt der rie­senhafte Bau auf dem weiten Felde unweit des Bahnhofs Cichkamp, das schon zum olympi­schen Viertel der Reichshauptstadt gehört. Scheinwerfer tauchen die Stirnfront in gleißendes Licht. Zwischen den acht hohen Vier- kantsäulen hängen in langen Bahnen die Reichs­flaggen, die auch von den Fahnenmasten auf dem Dach wehen. Lorbeergrün ist der einzige Schmuck der durch ihre Linienführung eindrucksvoll wir­kenden Halle.

SS- hat den Auffahrtsweg abgesperrt. In dich­ten Scharen strömen seit Stunden die Masten in das Innere. Der breite Wandelgang mit seinen hellen FarLtönen, den geschickt angebrachten Leucht- körpern, den schmucken Verkaufs- und Ersrischungs- ständen, dem eigenen Postamt, löst die erste Be­wunderung aus

Des Staunens aber ist kein Ende, als die Be­sucher den inneren Raum betreten. Völlig ohne Säulen bietet der 25 Meter hohe Raum von allen Plätzen eine hervorragende Sicht. Die Stirnfront mit dem Aufbau, der sich über die ganze Breite der Halle hinzieht, trägt aus schwarzem Tuch das silberne Hoheitszeichen, flankiert von den Frer- heitsfahnen der Bewegung. Der Aufbau selbst ist mit frischem Grün und leuchtenden C ryfanthemen abgedeckt.

Als die nach vielen Tausenden zählenden Be­sucher um 18 Uhr Einlaß erhalten, können sie dank der vortrefflichen Anordnung der Zugänge an ihre Plätze geleitet werden. Kurz vor Beginn wird die ganze mittelbare Beleuchtung eingeschaltet, die den bis auf den letzten Platz besetzten Raum mtt schö- nem und angenehmem Licht erfüllt. Das riesige Oval mit dem Kopf an Kopf besetzten Innenraum, mit den überfüllten hochansteigenden Rängen bie­tet ein noch nie gesehenes Bild.

Kurz nach 28 Uhr kommt neue Bewegung in die Massen. Alles erhebt sich von den Plätzen: Der Führer kommt! Geleitet von Gauleiter Dr. Goebbels, dem stellvertretenden Gauleiter Eör- litzer, sowie Staatskomuristar Dr. Lippert und

seiner ständigen Begleitung, schreitet er unter donnernden Heil-Rufen durch den Mittelgang zum Podium. Dann ziehen die Standarten und Sturmfahnen des Gaues in die Halle und nehmen im Halbrund auf dem Podium Aufstellung.

Nach dem Fahnenaufmarsch wiederholen sich die Kundgebungen für den Führer. Zum erstenmal steht dann in der neuen und schönen Halle, be­geistert empfangen, der Eroberer Berlins, Gau­leiter Dr. Goebbels, vor seinen Berlinern. Er eröffnet auch diese große Kundgebung mtt dem alten Kampfruf auf den Führer, in den die 28 880 jubelnd einstimmen.

Für den Gau Berlin sei es eine besondere Ehre, den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in seinen Reihen zu sehen, einen der wenigen Staatsmänner der Welt, der mit Stolz bekennen könne, daß er es durch seine weitschauende Poli­tik verstanden habe, sein Volk aus den Händeln der Welt herauszuhalten. Er habe das nicht unter Verzicht auf den deutschen Ehrsnstandpunkt und durch unterwürfigen Pazifismus, sondern unter ständiger Wahrung der deutschen Ehre und ständiger Mehrung der deutschen Macht getan.

(Fortsetzung auf Seite 2)

knglanv süßt Italien warnen

Sie Mitteilung über bevorstehende italienische Iruppenbewegungen / kine Drohung Italiens;

London, 38. November.

Der Parijer Vertreter desDaily Telegraph" berichtet, daß der Zweck des Besuches, den der bri­tische Botschafter am Mittwoch Laval abstattete, nunmehr bekanntgeworden sei. Sir George Clerk habe Weisung gehabt, Laval zu ersuchen, Rom da­von zu unterrichten, daß sich Italien im Falle eines Angrisss seiner Flotte oder Luftmacht aus britische Streitkräfte einem völlig einigen Eng­land und Frankreich gegenüber befinden und die ganze Welt gegen sich haben wurde. In England glaubt man, daß Mussolini in dieser Beziehung eine falsche Vorstellung habe und daß diese Tat­sache eine Gefahr für den Friede» bedeuten könnte. Die Haltung Roms ergebe sich aus der seinen diplomatischen Vertretern im Ausland gegebenen Weisung, daß Italien eine Oelsperre als feind­selige Handlung betrachten würde.

Dem Berichterstatter zufolge habe Laval dem britischen Botschafter erklärt, er werde die von London angeregten Schritte tun. Am Donners­tagvormittag habe er dann eine lange Besprechung mit dem italienischen Botschafter gehabt. Nach­mittags habe Sir George Elerk den Generalsekre­tär des französischen Äußenministeriums, Leger, besucht, um sich über den Stand der Dinge zu unterrichten.

Ueber die Bedeutung der angekündigten ita­lienischen Truppenbewegungen im Zusammenhang mit der aufgehobenen Beurlaubung von IM 888 italienischen Soldaten besteht in der Londoner Presse infolge des Schweigens der amtlichen Kreise Londons nach wie vor Unklarheit. Man weiß nicht, ob es ,,ch um Truppenbewegungen in Italien oder in Libyen oder in Italien und Libyen handelt. Es wird aber nicht bezweifelt, daß die italienische Mitteilung eine Drohung für den Fall einer Oelsperre bedeutet.

Reuter meldet aus Rom, daß der Vertreter der Londoner Versicherungsgesellschaft Lloyds in Livorno, Claude Henderion, Italien auf Er­suchen der italienischen Behörden habe verlogen müssen. Der Grund ist nicht bekannt.

Und Sie Delindustrie;

London, 38. November.

Der Vizepräsident der Standard Oft Co. von Kalifornien. Moffelt, der sich gegenwärtig auf einer Reife nach Europa befindet, erklärte, daß die amerikanischen Oelgesellschaften auf ein ent­sprechendes Ersuchen der Regierung hin nicht auf dem Verkauf von Oel an Italien bestehen würden.

Skhikksalstag Italiens

Santtionsausschuß für den 12. Dezember einberufen Genf, 38. November.

Der Arbeitsausschuß der Sanktionskonjerenz, der über die Erweiterung der Rohstoffiperre gegen Italien beschließen soll, ist auf den 12. Dezember einberufen worden.

Bekanntlich sollte der Ausschutz ursprünglich am gestrigen Freitag zusammentreten. Die Tagung wurde aber auf Wunsch des französischen Minister­präsidenten Laval abgesagt. Auch beim Meinungs­austausch über den neuen Termin stellte sich Laval, wie man in Genf hört. auf den Stand­punkt. daß er an der Beschlußfassung über die Petroleumsperre persönlich teilnehmen wolle und Laß deshalb vor Klärung der parlamentarischen Lage in Frankreich die Tagung nicht stattfinde»

könne. Verschiebung des Termines um 11 Tage, die heute nach ausgedehnten telephonischen Ver­handlungen zwischen Genf und Paris beschlossen wurde, ist nach Genfer Auffassung das äutzerste Entgegenkommen, das Laval in dieser Frage erreichen konnte. Auf englischer Seite soll man jedoch entschlossen sein, bei Zusammentritt des Ausschusses zu beantragen, daß die P e t r o l e u m- sanktion innerhalb weniger Tage in Kraft gesetzt wird.

Frankreich auf feiten knglanös

London, 38. November

Reuter verbreitet am Freitagabend folgende Meldung:

Die drohende Zunahme der Spannung zwi­schen Italien und den Bölkerbundsmächten über die Frage des Oelausfuhrverbots wird Groß­britannien und Frankreich Schulter an Schulter finden.

Laval hat sich entschlossen an die Seite Eng­lands gestellt. Er unterrichtete gestern den ita- lienifchen Botschafter in Paris nicht nur über

die Verpflichtungen, gemäß denen Frankreich Eng­land im Falle eines Angriffes unterstützen mutz, sonder» auch darüber, daß Frankreich und Eng­land in der Angelegenheit des vorgeschlagene» Oelembargos zusammenhalten werden.

Kein Durchfuhrverkehr noch Italien

Gens, 38. November.

Im Genfer Wirtschaftsausschuß für die Durchführung der Sanktionen berichtete Freitag der englische Vertreter über die von den einzelnen Ländern getroffenen Maßnahmen zur Verhinde­rung von Umgehungen der Einfuhr- und Ausfuhr­verbote. Es wurde festgestellt, daß eine Anzahl Regierungen bereits Schritte unternommen habe. um einen Durchfuhrverkehr, der die Wirk­samkeit der wirtschaftlichen Sanktionen beein­trächtigen könnte, zu unterbinden. Jedoch lassen diese Maßnahmen nach Ansicht des Ausschusses noch die gewünschte Einheitlichkeit vermissen. Man will, ehe der Konferenz neue Empfehlungen vor­geschlagen werden, abwarten, wie sich die einzelnen Systeme in der Praxis bewähren.

Der Negus ins Hauptquartier abgereist

Widersprechende Meldungen der Italiener und der ftbeftmier

Addis Abeba, 38. November.

Der Kaiser von Abcsstnicn ist Donnerstag unter größter Anteilnahme der Bevölkerung nach Sem großen Hauptquartier in Dessie abgereist. In fei­ner Begleitung befinden sich zwölf Männer seiner engsten Umgebung, fein gesamtes Büro, eine Funkstation, ein Feldlazarett sowie ein Teil der Post- und Telegraphenverwaltung.

Der Kronprinz, der den Kaiser ein Stück des Weges begleitete, übernimmt während der Ab­wesenheit seines Vaters in der Hauptstadt die Regierungsgeschäfte. Die gesamte Reisegesellschaft besteht aus 23 Kraftwagen und Lastwagen. In Dessie wird der Kaiser im alten Schloß Wohnung nehmen. Die Stadt ist gegen Fliegerangriffe bestens gesichert. Neben zahlreichen bombensicheren Kellern ist eine große Anzahl der neuesten 7,5 Zen- timeter-Luftabwehrgeschiitze vorhanden, die einen dichten Kranz um Dessie schließen. Die Dauer des kaiserlichen Aufenthalts im Hauptquartier ist noch unbestimmt.

In politische» Kreisen von Addis Abeba nimmt man mtt Sicherheit an, daß der Krieg auf abes- sinischer Seite nach dem Eintreffen des Kaisers im Hauptquartier ein anderes Gesicht bekommen werde und daß die abessinischen Truppe» zu einem planmäßigen Eegenangrifi übergehen. Der abessinischen Heeresleitung sind, so wird versichert, die Schwächen der italienischen Stellung genau bekannt, so daß die abeyinischen Truppe» trotz der Ueberlegenheit der italienischen Kriegsmittel bei größeren Angriffen nicht aus unvermutet« Schwierigleiten zu stoßen hoffe», zumal ihre Aus­rüstung erst kürzlich auch Lurch einige tausend Maschinengewehre verbessert wurde. Jetzt schon versucht Ras Senoum die Verbindung mit Ras Kassa aufzauehmen, um eine einheitliche Linie gegen die italienische Nordsront herzustellen.

Amtliche Stellen von Abessinien behaupten weiter, daß die italienischen Gruppen «n der Nord- wie auch an der Südfront zurückweichen. So sollen im Norden die Provinzen Tembien und Eeralta frei von italienischen Truppen sein,

während an der Somalifront Eorrahai, Getto gubi und Wardere kurz vor der Besetzung durch abessinische Truppen stünden. Dagabur haben italienische Flieger angeblich mit zahlreichen Bomben verschiedenster Art belegt. Im Gegensatz zu diesen Meldungen spricht der italienische Hee­resbericht von einem weiteren Vorrücken und kleinen italienischen Siegen beim Abaro-Paß und im Gebiet von Mai Canetta.

Italien zielst Divisionen vom vrenner stirükk

London, 38. November.

Reuter meldet aus Innsbruck, daß nach dort ein- getrosfenen Meldungen aus Südtirol zurzeit in Norditalien umfangreiche Truppenbewegungen im Gange seien. Von den 7 Divisionen, die bisher dem Hauptquartier in Bo.zen unterstellt waren, würden nur 3 zur Verteidigung des Brcnnerpasses zurückbleiben. Während der letzten beiden Tage, so behauptet Reuter, seien 3 Divisionen an die italienisch-französische Grenze abgegangen. Eine motorisierte Division stehe kurz vor dem Abmarsch nach Süditalien, wo ibr eine Sonderausgabe in Verbindung mit der Küstenverteidigung zugeteilt werden solle. Gleichzeitig berichtet Reuter, daß große Mengen Munition von Franzensfefte in Südtirol »ach Südikalien abtransportiert worden feien.

Italienischer Klerus opfert

Rom, 38. November.

Nach Meldungen der italienischen Presse steht die Beteiligung der Bischöfe des italienischen Ale- rus an der ^anktionsabwshr, Leanders durch Ablieferung des Goldes, das sich im Besitz der Kirchen und Kloster befindet, <m erster Stelle.

kln neues Wahrzeichen der Neichshauptstadl

blv. Ein neuer Riesenbau kündet in der Reichs­hauptstadt von nationalsozialistischem Gestaltung?» willen und dem unermüdlichen Schaffen der suh­lenden Männer des Dritten Reiches: inmitten des olympischen Stadtteils Berlins, unmittelbar in der Nähe des Bahnhofs Eichkamp, erhebt sich die nach den fortschrittlichsten Gesichtspunkten er­richtete Großanlage der Deutschlandhalle, die mit Genehmigung des Führers und auf Ver­anlassung der Partei erbaut wurde.

Das neue Wahrzeichen Berlins wird künftig sowohl bei den Großkundgebungen der NSDAP. und ihrer Untergliederungen Zeugnis ablegen von den gewaltigen Leistungen der nationalsozia­listischen Bewegung und des nationalsozialistischen Staates, als auch in unzähligen Sportereignissen größten Ausmaßes den überall zu verzeichnenden Aufstieg des deutschen Sports Tausenden von Be­suchern vor Augen führen.

Auf das engste verknüpft mit dem Ringen der Bewegung in der Reichshauptstadt war der mäch­tige Sport-Palast, in dem der Führer und nach ihm vor allem Dr. Goebbels als Gauleiter und Eroberer Berlins, sowie viele andere lei­tende Persönlichkeiten der NSDAP. die Deutsch­land wiederaufrüttelnde Lehre des Nationalsozia­lismus verkündeten. Den immer weiter anstei­genden Ansprüchen war dieser Bau schon seit lan­gem nicht mehr gewachsen. Die Deutschlandhalle hingegen überragt mit ihrem Fassungsvermögen von 28 888 Personen die Ausmaße des Sport- Palastes erheblich, ohne daß dabei der Bau bei Veranstaltungen mit geringerer Beteiligung sinnreiche Vorrichtungen der »«»zeitlichen Riesen­halle ermöglichen eine Verkleinerung des Raums bis zu einem Fassungsvermögen vonnur" 15 888 Personen weniger festlich erscheinen würde. So wird die neue repräsentative Dsrsammlungsstätte und Kongreßhalle, die bislang der Reichshaupt­stadt fehlte, in weitaus besserem Maße für Kund­gebungen der Bewegung, für kulturelle Veran­staltungen, für Theateraufsührungen und Kon­zerte, sowie Filmaufführungen, große Ausstellun­gen und nicht zuletzt für Sportveranstaltungen dienen können. Eine ganz besondere Bedeutung ist der Deutschlandhalle in bezug auf die bevor­stehenden Olympischen Spiele 1936 in Berlin beizumessen. So werden bei der Sommer- Olympiade im August nächsten Jahres die gesam­ten Wettkämpfe der Ringer, Gewichtheber und Boxe: in der hierzu bestens geeigneten Deutsch­landhalle stattfinden.

Auch Trabrennveranstaltungen, großen Reit- und Fahrturnieren sowie anderen Festen und Wettkämpfe» der einzelnen Gruppen des ab 1. Januar 1838 den gesamten Sport umfassenden Reichsbundes für Leroesübungen wird die Halle zur Verfügung stehen.

So bieten sich für den größten Hallenbau Deutschlands, der mit zu den schönsten ganz Europas gezählt werden kann, unzählige Be- nutzungsmöglichkeiten. Bei allen Veranstaltungen in dieser eindrucksvollen Stätte aber werden die Größe und die Kraft des national­sozialistischen Deutschlands zum Aus­druck kommen.

In der Nähe des Reichssportfeldes sowie der übrigen großen Sportanlagen der Reichshaupt­stadt gelegen, umfaßt der riesenhafte Bau ein Gelände von insgesamt 68 888 Quadratmeter. Hiervon nimmt allein die große Arena 35 888 Quadratmeter ein. Da die Deutschlandhalle außer­halb des Stadtzentrums errichtet werden mußte, war naturgemäß für einen größeren Kraftwagen­park Sorge zu tragen. So können allein vor der Hauptsront 1588 Wagen Ausstellung finden. Für die mit der «--Bahn kommenden Besucher besteht ein unmittelbarer Zugang, so daß eine Stockung des Verkehrs in jeder Weise von vornherein aus­geschaltet ist. Wie sinnreich die Konstruktion der Riesenhalle getroffen ist, erhellt auch die Tatsache daß ansstchtstörende Pfeiler beim Bau vollkom­men vermieden wurden: die Dachkonstruktion ist völlig freitragend Eine unter dem Dach ange­brachte. aus z-mentgebundenen Holzfaserplatten hergestellte Zwischendecke dient zur Erreichung be­sonders guter akustischer Möglichkeiten. Groß­artige Anlagen zur Warmhaltung des großen Raumes sowie zur Entrüstung, ebenfalls nach neuesten technischen Errungenschaften hergestellt, ferner vielseitig zu verwendende Licht- und Kraft­anlagen kennzeichnen weiterhin diesen größten Hallenbau Deutschlands.

Daß in der Deutschlandhalle eine eigene Reit­halle mit den nötigen Stallungen geschaffen wor­den ist. wird besonders vorteilhaft fein für den nicht zuletzt durch die unermüdliche Arbeit der SA.- und SS.-ReitersiLrme wiHer aufzehlühtez

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