Ausgabe 
(9.8.1935) Nr. 218
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

alter

cücksichtigt

"lltisch

nur mit wer kam nach kai mit ändert, d "" "

Zukomn a zu A l Befr

s sein, lrchbrv! >ts als en ken.

npf

h di den

roten Schi

nege. die k I an Sehe, ä wie in a ner Trupp r die dyna Tod des K et.

igetan und !ren Kenn — reitet , Der.,! sondes >rgan der bst aber ist sichtbar. I ahr, wenn )er Sieg 'ritt er sel n ist dann mit aller

'e, wenn er sich standen Mann ! alten Vorder- rben die wohl- ihre Opfer nur d die Aethiopier ahrhundert Her­waffen gewesen. Schluß folgt)

lung

Georg

auf die Dielen, Ja, in den Bän­der vermuteten - die Soldaten Zohnzinimer zu- ein Bild drr bevoller Pflege alten, lag zer- i Boden. Das hestücke war be- Scherben von ^ Küchenschrank. nicht gefunden, lter Angst auf oer? Wenn sie dieser Gedanke Offizier: „Ihr Armeerevolver so werdet Ihr

Frau, nun sin- Zim erschießen! ren Mann an, mg? Nein, er stumme Frage

aller Anwe- og ruhig seine rchwühlten sie, und — fanden ging durch die

sich noch nicht Minder wurden

Jim O'Vrien, . Sie müssen ckte ihn finster > Waffe schon das war Ihr ir Sie an dir

en," sagte er

. uns. - - kta?" fragte

mtsch?" rief

ja doch a rhoam recht

>mde! Nun, i die Worte

rdviech mir

. . .! Weil sän. Sie sie an der

parteiamtl.Iageszeitung der Nationalsozialisten Vremens

Das flmtsblatt des Senats der freien kjansestadt vremen

Bremer Zeitung erscheint täglich (auch Montags). Monatsbezug; RM. 2,30 einschl. 30 Rps. ZustellungSgebühr; durch die Post RM. 3,30 einschl. Ueberweisungsgebvhr ausfchl. Postvestellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck Hamburg 172 72. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz.

NS.-Ganverlag Weser-Cms E. m. L. H., Bremen, Am Eeeren 8—8 / Fernsprecher: Roland 828.

ISIS

«nzelgen-Erundpreise: Die 22-wm.Zeile im Anzeigenteil 12 Rps.. die M.mm.Zeile tu, Wertteil 7b Rps.

Ermäßigte Erundpreise (für kleine Anzeigen. Familienanzeigen u. a.) ^owie sonst ge Bedingungen Preisliste 4. (Nachlaßstasiel 0.) Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr Annahmeschluß 10 Uhr. Sprechzeit: Verlaq werktäglich von 12—13 Uhr; Schristleitung Dienstag bis Freitag von 12 13 /- Uhr.

Nr. ris / !. lahre-n, sreliag, s. flugul« _ kini-Iprelo IS Npf.

Her lag der vewegung: ftusdruck der Kraft

flusfüiirliches Programm zum Neichsparteitag ISZS / Srundsteinlegung der kongreßlzalle

Unser lagvsspisgel

Im Brefter Kriegshafen ist nach neuen schweren Unruhen eine Entspannung der Lage einge­treten.

In Texas wurden arbeitswillige Schneider­innen als „Streikbrecher" nackt durch die Straßen getrieben.

Bei einem Flugzeugunglück in Nordafrika fand der italienische Arbeitsminister den Tod.

Die Export- und Import-Bank (USA.) hat Italien den nachgesuchten Baumwollkredit verweigert.

Zwischen Danzig und Polen ist durch Zurück­nahme der Kampsmaßnahmen der Wirtschafts- srieden wiederhergestellt.

Der Reichsjugendführer stattete den auslands- deutschen Jungen im Hochlandlager der HJ. einen Besuch ab.

Erotzfeurr vernichtete die bekannte Mühle in Osterholz-Tenever vor den Toren Bremens.

Dr. Hirsch-Hosfmann übernahm als Nach­folger Pros. Dr. Schmidts die Leitung der Frauenklinik der Krankenanstalt Bremen.

iWWWWWUWW!!^

Vor Slaal greift durch

Münster, g. August

Die Staatspolizeistelle für den Regierungsbezirk Münster teilt mit:

Auf Grund des Z 1 der Verordnung des Reichs­präsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 ist die Kolping-Familie im Be­reich des Kreises Lüdinghausen (Regierungsbezirk Münster) auf Grund der bekannten Vorfälle in Werne an der Lippe mit sofortiger Wirkung auf­gelöst worden.

wirtschaftsfriede Vanzlg-Polen

Danzig, 9. August.

Die Pressestelle des Senats teilt mit: „Anläß­lich eines Besuches, der im Hafen von Gdingen abgestattet wurde, kam der Danziger Senatspräsi­dent Greiser mit dem polnischen Außenminister Beck kurz vor dessen Abreise nach Helsingfors zu­sammen und hatte Gelegenheit zu einer Rück- spräche. Dabei wurden die interessierenden Fragen erörtert, und in der Linie der bisherigen guten persönlichen und staatlichen Beziehungen völ­lige Uebereinkunft erzielt."

Weiter verlautet, daß am 8. August nachmittags zwischen der Danziger und der polnischen Regie­rung ein Abkommen paraphiert worden ist. Danach macht die polnische Regierung die Zollordnung vom 18. Juli rückgängig. Danzig hebt seinerseits die als Folge der polnischen Verordnung getroffe­nen Maßnahmen zur zollfreien Einfuhr bestimmter Waren auf. Die Verhandlungen für Regelung der zwischen Danzig und Polen noch schwebenden Lin­zelfragen werden noch fortgesetzt.

(Oisbtbsriokt uvssrsr Zsrllusr Zokriktlsituvg) Lr. Berlin, 9. August.

Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz gibt folgendes Programm des Reichsparteitages 1935 bekannt:

Dienstag, 10: September: 1560 Uhr Empfang der Presse im Kulturvereinshaus durch den Reichspressechef der NSDAP., Pg. Dr. Dietrichs

17.30 bis 18 Uhr Einläuten des Parteitages durch die Glocken sämtlicher Kirchen Nürnbergs; 18 Uhr Empfang dea Spitzen von Partei und Staat im Rathaussaal; 19.30 Uhr im Opernhaus Festauf­führung „Meistersinger von Nürnberg"; 10 bis 18 Uhr Eintreffen' der Sonderzüge des Reichsarbeitsdienstes auf dem Bahn­hof Dutzendteich und Rangierbahnhof.

Mittwoch, 11. September: 11 Uhr feierliche Eröffnung des Parteikongresses der NSDAP. in der Luitpoldhalle.

18.30 Uhr Grundsteinlegung zur Kongreßhalle

Es marschieren dazu auf je eine Abordnung Politischer Leiter, SA., Reichsarbeitsdienst, NS. KK., Flieger, SS. und Hitler-Jugend. Das Reichsheer und die Gruppe „General Göring" stellt je eine Ehrenkompanie; 20 Uhr: Kultur­tagung im Opernhaus; 20 bis 21.30 Uhr Stand­konzert am Adolf-Hitler-Platz: ab 19 Uhr Ein­treffen der Sonderzüge der Politischen Letter.

Donnerstag, 12. September: 10 Uhr: Vorbeimarsch des Reichsarbeitsdienstes vor dem Führer auf der Zeppelinwiese. Abschließend Marsch durch folgende Straßen: Zeppelinwiese. Regensburgerstraße, Marienstraße, Königstor­graben, Königsstraße. Karolinenstraße, Ludwig­straße, Frauentorgraben, Vahnhöfsplatz, Allers- bergerstraße, Langwasser. 11 Uhr: Tagung der Eeldverwalter der Hitler-Jugend und des BDM.

im Sitzungssaal des Rathauses. 17.30 Uhr: Fort­setzung dos Parteikongresses. 20.30 Uhr: Fackel­zug der Politischen Leiter durch die Straßen: Hainstraße, Regenburgerstraße, Marienstraße, Bahnhofstraße. 21 Uhr: Abnahme des Fackelzuges der Politischen Leiter durch den Führer am Bahn­hof. Der Fackelzug marschiert weiter durch: Frauentorgraben, Plärrer, Fürtherstraße, Will- straße, Te'utschherrnstraße.

Freitag, 13. September: Sondertagun- gen: 8 Uhr: Auslandsorganisation der NSDAP. im Apollotheater,. NS.-Deutscher Studentenbund im Katharinenbau. 8.30 Uhr: Amt für Beamte im Opernhaus. 9 Uhr: Reichsrechtsamt der NS- DAP. und Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen im Kulturooreinshaus. 10.30 Uhr: Fort­setzung des Parteikongresses. 13 Uhr: Tagung der Hauptschriftleiter der Parteipresse, sowie der Presseamtsleiter und der Pressereferenten im großen Rathaussaal. 11.30 Uhr: NSKOV. im Kulturooreinshaus. Finanzwesen und Verwal­tung im Sitzungssaal des Rathauses. Partei­gerichtsvorsitzende im Opernhaus. Reichsarbeits­dienstführer im Apollotheater: 17 Uhr: Appell der Politischen Leiter auf der Zeppelinwiese; 20 Uhr: Frauenkongreß in der Luitpoldhalle; 7 Uhr: Eintreffen der letzten Sonderzüge der Po­litischen Leiter; 7—15 Uhr treffen die Sonder­züge der HJ. am Bahnhof Dutzendteich ein; ab 18 Uhr Eintreffen der Sonderzüge der SA.) SS., NSKK.

Sonnabend., 11. September: 10 Uhr:- Der Führer spricht zur Hitler-Jugend m der Hauptkampfbahn des Stadions; 11.30—11 Uhr: Dritte Jahrestagung der Deutschen Arbeitsfront, Einsetzung des Reichsarbeits- undWirtschastsrats; 12 Uhr: Tagung der NSV. im Kulturoereins- haus; Tagung des Schulungsamts im Opern­

haus; 15 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses; ab 15 Uhr Einlaß zum Volksfest im Stadion­gelände. Eröffnung des Volksfestes durch die Werkscharen der Deutschen Arbeitsfront; 20 Uhr: Großes Feuerwerk; 13 Uhr: Eintreffen der letzten Sonderzüge der SA., SS. und NSKK.

Sonntag, 15. September: 8 Uhr:

Appell der SA., SS., NSKK. in der Luitpold- Arena, anschließend Marsch durch die Straßen: Wodanstraße, Allersberger Straße, Bahnhofs- platz, Frauentorgraben, Plärrer, Ludwigstraße, Kaiserstraße, Fleischbrücke; 11.30 .Uhr (ungefähr): Vorbeimarsch vor dem Führer auf dem Adols- Hitler-Platz; 18 Uhr: Fortsetzung des Partei­kongresses.

Montag, 1.6. September: Sonder-

tagungen: 9 Uhr: Gau- und Kreisleiter, Gauper- sonalamts- und Gauorganisationsleiter im Opern­haus; Gau- und Kreispropagandaleiter im Apol­lo-Theater; Agrarpolitischer Apparat im Katha­rinenbau; Kommission für Wirtschaftspolitik im Kulturvereinshaus; Amt für Technik im großen Rathaussaal. 9 Uhr: Erste BGrfiihrung der Wehr­macht; 10 Uhr: Amt für Kommunalpolitik in der Luitpoldhalle; 12 Uhr: Amt für Volksgesundyeit im Kulturvereinshaus; 11 Uhr: Vorführungen der Wehrmacht: 16.10 Uhr: Ansprache des Führers an die i« Paradeaufstellung angetretenen Truppen; 17 Uhr: Vorbeimarsch der Truppen vor dem Führer auf der Zeppelinwiese; 18.30 Uhr: Fortsetzung und Schluß des Parteikongresses; 21 Uhr: Truppenteile der Wehrmacht haben auf der Zeppelinwiese Biwak bezogen.

21.30 Uhr: Es marschieren sämtliche am Par­teitag teilnehmenden Musikkorps der Wehr­macht zum Großen Zapfenstreich vor dem Führer auf der Zeppelinw-ese: Großer Zap­fenstreich. Anschließend Abtransport aller Teilnehmer am. Reich-parteitag.

Mit Men getretene frauenwürve

Nackt werden Nrbeitswttlige barbarisch durch die Straßen getrieben

Newyork, 9. August.

In DalIas (Texas) streiken seit einiger Zeit die Schneiderinnen. Unorganisierte Frauen, die sich arbeitswillig den Streikenden nicht anschließen wollten, erregten den Unwillen der Streikenden und es kam so zu ganz unerhörten und jeder Kul­tur hohnsprechenden Ausschreitungen. Die arbeits­willigen Frauen wurden von den Streikenden überfallen und ihnen die Kleider buchstäblich vom Leibe gerissen. Nackt wurden sie in rohester und barbarischster Weise durch die Straßen ge­trieben und blutige Rinnsale rieselten ihnen an den Leibern herab, die von den Fingernägeln der zu Megären gewordenen Streikenden oerur- I sacht worden waren.

So etwas kann heute noch geschehen im soge­nannten freiesten Lande der Welt, in den Bereinigten Staaten von Nordamerika. Um der Meinungsverschiedenheit wegen einiger Lohn­pfennige willen dürfen verhetzte, zu Bestien ge­wordene Weiber gegen ihre Mitschwestern in so unmenschlicher und rohester Weise handeln, je­der Frauen würde zum Hohn; und die Träger der öffentlichen Gewalt sind n i ch t in der Lage, solche entsetzlichen und unglaublichen Vor­fälle zu verhindern, die doch jeden Kultur­volkes unwürdig sind.

Aber „seltsamerweise" suchen wir vergebens nach dem Ausbruch des Entsetzens über solche un­erhörte Barbarei m den maßgebenden Zeitungen der Weltpresse! Wir haben erlebt, daß diese Zei­tungen monatelang immer wieder einen Fall be­handelten, der sich in einer deutschen Stadt zuge­

tragen haben soll. Angeblich sollen dort junge Männer der Dirne eines jüdischen Zuhälters das lange Haar abgeschnitten und sie mit einem ent­sprechenden Schild um den Hals durch die Stra­ßen geführt haben. Es wird gar nicht behauptet, daß die Frau etwa mißhandelt worden sei. Nur zur Abschreckung habe man st« durch die Stra­ßen geführt. Dennoch ist es ganz unmöglich, die Ausdrücke wiederzugeben, mit denen dieser angeb­liche Vorfall immer wieder und wieder in gewis­sen jüdischen Auslandsorganen kritisiert worden ist, während der viel schlimmere Borfall in den Vereinigten Staaten in der großen jüdischen amerikanischen Presse lediglich mit einem behag­lichen, ja faunischen Schmunzeln behandelt worden ist.

Moskauer

flnschauungsunlerrichr

k. Xlü. In mehreren französischen Häfen, vor allem in Brest, sind die Arbeiter, von bolsche­wistischen Hetzern aufgeputscht, von den Werften und anderen wichtigen Betrieben aus auf die Straße gezogen — nicht nur, um in Kund­gebungen gegen die Notverordnungen der Pari­ser Regierung zu protestieren, sondern um sich in offener Revolte der Staatsgewalt überhaupt entgegenzustemmen. Angesichts des ernsten kom­munistischen Aufruhrs in Brest wäre es für uns ein Leichtes, mit einer gewissen Schadenfreude an alle die warnenden deutschen Stimmen zu erinnern, die das französische Volk auf die von Sowjetrußland her drohenden außerordentlich schweren Gefahren für seinen eigenen kulturellen und nationalen Bestand aufmerksam machten, als der seltsame Pakt Paris-Moskau unter Dach und Fach gebracht werden sollte. Wir sagen, es wäre uns ein Leichtes, so zu urteilen, aber wir haben nach den außenpolitischen Ereignissen der letzten Wochen doch wiederum keine Veranlassung, die dramatischen Vorgänge in Frankreich lediglich frohlockend im Sinne einer Bestätigung unserer Voraussage zu werten. Vielmehr bedauern wir aufrichtig, daß das französische Volk jetzt die Aus­wirkung bolschewistischer Verhetzung so tiefgrei­fend zu spüren bekommt. Gerade das mili-, tärische Bündnis zwischen Paris und. Moskau hat den Sendboten Stalins die Wühlarbeit leicht gemacht, und in den Bundesgenossen entpuppen sich jetzt ver­schworene Staatsfeinde und unbelehrbare Geg­ner von Ruhe und Sicherheit.

Was hatte doch der französische Außenminister und Ministerpräsident Laval mit dem so um­strittenen Pakt zwischen dem kapitali­stischen Westen und dem bolschewisti­schen Osten Europas bezweckt? Wollte er nicht, in die Fußstapfen Herriots tretend, einen Bundesgenossen gegen (das ohne jeden Grund kriegerischer Absichten verdächtigte) Deutschland gewinnen? Und hatte der sowjetrussische Außen- kommissar Litwinow dem Ministerpräsidenten Laval unter Hinweis auf die angebliche Harm­losigkeit des Kommunismus nicht die Einstellung jeder bolschewistischen Propaganda in Frankreich versprochen? Nun, nach den Vorgängen in Brest, Toulon und Le Havre wird man ja wohl nicht nur in den Pariser Rechtsblättern die er­schreckende Entdeckung gemacht haben, daß die französische Nation nicht den Sowjetstaat für

Nudolf paulsen

Wiederkehr der Schönheit

Wenn der Führer gesagt hat, daß wir uns bestreben sollen, aus dem Primitivismus der Lebenshaltung herauszukommen, so bedeutet das für die Kunst nichts anderes als die Berechtigung zur Wiederkehr der Schönheit. Schönheit ist in dem Gebiet der Kunst ein An­spruch und keine Selbstverständlichkeit. Es ist nicht wahr, daß jede Armut schon Schönheit habe. Zur Schönheit gehört etwas mehr als das Natur­gegebene! Etwas darüberhinaus, etwas über die Notdurft. Im Primitivismus kann Schönheit sein, wenn er echt ist; aber unser von dem west­lichsten Berlin geförderter und genossener Primi­tivismus war nicht schön. Hier wurde eine Speise verlangt, die dem verwöhnten Gaumen durch Eegensatzwirkung reizvoll erschien, das heißt: man begehrte deftige Nacktheiten und „proleta­rische Gerüche" als letzten Reiz für die erschlafften Sinne. Oder aber die religiöse Reue der Reichen (wenn es dergleichen je echt gegeben) erblickte im Elend armer Luder die Tugend ...

Für dergleichen Reizgenüsse ist im Dritten Reich kein Raum. Wir wollen soviel Schönheitsansprüche erheben und befriedigen, als irgend möglich ist, und was der einzelne sich nicht leisten kann, das wird ihm in der Gemeinschaft geschenkt, so zum Beispiel in den großen Bauten.'die in München usw. erstellt werden. Wir sind als Deutsche einfach nicht bescheiden genug, um uns mit lumpigem Plunder zu begnügen. Und unsere Künstler sind gehalten, an innerem Reichtum ihrer Werke zu ergänzen, was an äußerem Reichtum vorerst vielleicht fehlen muß. Hier ist es sogar gut, daß wir nicht zu reich an äußeren Mitteln sind; denn so sind wir geschützt gegen den Fall im Hohlen Prunk Andererseits aber wollen wir nicht die bloße Befriedigung praktischer baulicher Be­dürfnisse schon Tugend und Schönheit nennen. Die Kunst soll überall dabei sein und für die Er­

haltung des Organischen sorgen, damit wir nicht im bloß Mechanischen untergehen. Was hier gemeint ist, wäre leicht durch den Vergleich einer Schnitzerei etwa von 1700 mit einer von 1900 zu erläutern. Dort ist die Hand mit dem Schnitz­messer so verbunden, daß jede Linie zu atmen scheint; hier dagegen hat man den Eindruck, das Messer habe die Hand geführt und diese sei aus mechanischen Gleisen dahergefahren. In jener alten Schnitzerei finden wir eine Handschrift, die wir auf der neueren schmerzlich vermissen, abge­sehen davon, daß dort das Muster wie improvisiert wirkt, hier aber wie tausendfach zu wiederholende Schablone.

Die Kunst soll überall dabei sein!

Das will nun nicht sagen, daß sie irgendwo auf­gepappt werden solle. Die Requisitenkunst sind wir gründlich leid. Aber die großen Gestaltungen der Kunst werden jetzt erst möglich. Selbst beim Reichsautobahnenbau ist die Kunst dabei, sofern sie die Straßen organisch in die Natur fügt. Und so ist es überall: die Durchgestaltung des Reiches, der Aufbau, den der Führer als Eesamtwerk will, ist geradezu Kunst, Kunst als menschgöttliches organisches (heißt naturgemäßes) Schaffen, nicht aber gottfernes mechanisierendes Künsteln, als welches uns Marxismus und Bolschewismus dünken

Bauendes Leben als Kunst im weitesten Sinne erstr-ckt sich künftig überallhin im deutschen Lande. Auck er Bauer baut, ja, er baut zu allererst. Von sein Baukunst aus dringt das Organische rost 'm. soweit auch dem nächsten Zwecke nach die iorderungen der Stadt sich davon zu ent­fernen scheinen, in alle Sch'chten des Volkes, sobald sie Ernst und Würde des Bauerntums begriffen haben. Damit aber wird eine rein intellektualistische, bauerntumserne Stadtkunst

unmöglich. Das Ur steht auch mitten in der Stadt auf. Und damit werden wir fromm. Wir bauen nützlich innerhalb der gottgebotene^ Grenzen des Natürlichen, das heißt: wir befreien uns von der Künstelwelt raffinierter Genüsse und entsagen den bodenfremden Dämonen.

Die Frommheit und Demut in der Kunst heißen nun aber nimmermehr, daß der Künstler die unendlich reiche und schöne Welt Gottes arm und häßlich mache! Dann wäre der völlige Verzicht auf Kunst als höchste Frömmigkeit vorzuziehen und wir würden wieder beim Wüstenheiligen in seiner Anspruchslosigkeit und seinem Schmutze landen. Nein! Der Künstler soll den Reichtum und die Schönheit der Gotteswelt preisen, indem er ihnen einen reichen schönen Abglanz gibt, soweit Menschen das vermögen, und in Dankbarkeit gegen den Himmel seine Gaben im Werk nachbilde. Ist die Kunst religiös, dann braucht man sie nicht aus Religion zu verwerfen! Im Gegenteil: wie sie die Religion fördert, schafft sie zugleich etwas Wertvolles und Bleibendes für diese Welt. Nur braucht das Religiöse nicht im „Stoff" des Kunst­werkes zu liegen. Oder vielmehr: wahre Schönheit der Natur (der Landschaft und des menschlichen Leibes) ist religiös.

Allzulange ist uns das Niedrige, Gemeine, Häßliche als das eigentlich Schöne und Fromme aufgeschwatzt worden. Das soll jetzt völlig anders werden. Hier heißt es scharf aufpassen, hier heißt es scheiden. Es gibt von allem Hohen, Göttlichen eine Spiegelwelt, die jenes verzerrt abbildet, das Schöne häßlich macht, das Wahre falsch, das Gute bös, das Erhabene niedrig, immer aber das Häß­liche schön, das Falsche wahr, das Böse gut, das Niedrige erhaben nennt. Und so zur Kunst gibt es eine Afterkunst, die alle hohen Werke leis ver­schiebt und verschiest: eben noch ist es das Echte, und dann ein ganz sachter Dreh, und schon ist es das Verdrehte, das Pervertierte. Da ist oft nicht leicht zu unterscheiden, weil der Schritt so klein ist. Man denke an den Bleisoldaten, den man in der Neujahrsnacht in den Löffel tut und über die Flamme hält: eben noch ist es der vollkommene Bleisoldat, der Gestalt nach, und ist doch schon

ohne Leib und unterhöhlt, wie schnell entweicht ihm dann die sichere Schönheit, und er verfratzt sich ... Was nun soll die Kunst für wichtig halten: das volle, saftige, farbige, schöne, große Leben oder jenes Zerfallen in dem Augenblick, der voll Be­wegung ist und doch den Tod bedeutet? Wie viele Künstler geben uns diese Bewegung abwärts und nennen's berauschte Kunst! Oh, ja, es gibt auch Unterweltkunst und Unterweltkünstler,' und zu jeder Bachschen Fuge gibt es gewiß eine verzerrte Teufelsfuge von „dämonischer Schönheit" für Dä­monen, die alles nur in der Schiefe genießen, da wird aus der Muttergottes eine satanische Dirne für Unterweltler, wird alles sonnige Sein in eine Schein- und Ehaosmaske verkekrt. . . wollen wir das? Oder wollen wir, eingedenk Gottes und seines göttlichen Lichtes in der Kunst und im Leben das Schöne und Göttliche abzubilden uns bemühen? Das ist die Frage, auf die heute die Antwort leicht und eindeutig sein sollte, da wir uns zu dem Geschlechte bekennen, das aus dem Dunklen ins Lichte strebt.

Lasset die Toten ihre Toten begraben! Das gilt auch hier. Die Schönheit sei uns nicht verboten!

Die Reichsfachschaft III „Musikerzieher der Reichsmustkerschaft in der Reichsmusikkammer" faßte in den Sommerferien zahlreiche Privat- musiklehrer aus dem ganzen Reich in Schulungs­lagern zusammen mit dem Ziel, diese bisher voll­kommen sich selbst überlassenen und daher auch vielfach den Anforderungen unserer Zeit ver­ständnislos gegenüberstehenden Musikerzieher mit den volksmusikalischen Grundsätzen und Elemen­ten vertraut zu machen. Genau im gleichen Maße wie die Reichsmusikkammer alle Kategorien der

Und nicht gestattet sei Micker- und Muckertum! Das empfinden wir wahrlich als mickrig und muck- rig, wenn sie uns das Häßliche, Minderwertige, Untermenschliche als schön und fromm aufreden wollen. Die deutsche Wiedergeburt meint auch den Leib! Darum bleibe uns fern jene verzwei­felte Madensackphilosophie, ebenso fern wie der ruchlose Optimismus eines übertünchten Grabes! Mit vollkommenem Ernst wollen wir uns der Schönheit und des Reichtums freuen in Dankbar­keit gegen Gott, und wo wir arm sind, da wollen wir, soweit wir mit heiligem Eifer vermögen, Schönheit und Reichtum schaffen.

Nichts kann uns ärger betrügen als die Vor- täuschung einer häßlichen Kunstwelt als schön und reich, höchstens eine schnellfsrtige Pseudoschönheit, ein süßer Kitsch. Doch wird es schwer halten zu entscheiden, was ein größeres Aergernis sei: bit­teres oder süßes Gift. Töten können beide.

Wir wollen weder dieses noch jenes Gift, son­dern in der schönen Wahrheit unseres Lebens die wahre Schönheit unserer Kunst, nach welchen beiden wir lange genug gedarbt haben.

Berufsmusiker zu den elementarsten Formen der Volksmusik als dem Ausgang alles volkhafien Musikgeschehens hinführen wird, so Hai sie jetzt folgerichtig aus der untersten Stufe angefangen und die Prioatmusiklehrer darauf hingewiesen, wie unumgänglich notwendig für die künftige Arbeit Verankerung tm Volksmusizieren. Viel­seitigkeit und die Fähigkeit mit der Gemeinschaft zu arbeiten ist. Man bat erkannt daß die Nolks- musik jenes Gemcinschnfc--must,!er,"> und Singen beispielsweise in der HJ. and den anderen Organisationen, vielfach den Privcnmusiklehrern toter Begriff ist. Daher bildeten diese Schu­lungswochen. die in Frankfurt an der Oder,

fluf dem Wege zum Volksmusikerzieher

Rückblick aus die Schulungswochen der ^eichsmusikkaminer für privatmusiklelzrer

(Von unserem Loniterbsriobtorstattsr Harms zieseste)