parteiamtl.Iageszeitung der
vas flmtsblatt des Senats
Nationalsozialisten vremens
der Lreien Hansestadt tZremen _
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Sonntag, 4. flugust
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gewissenlose Hetzer sind wieder am Merk
wie der politische Katholizismus die öfl zu verdächtigen versucht / die Seduld des Staates erschöpft
Unser lagvsspisgvl
I« der Schlußsitzung des Genfer Völkerbundsrates wurde die Wiederaufnahme der italienisch-abessinischen Schlichtungsverhand- lungen beschlossen.
Aus Dschibuti werden abessinische Ueberfälle aus Missionsstationen gemeldet.
In Werne wurde ein heimtückischer Angriff des politischen Katholizismus gegen die SA. aufgedeckt.
Der „Bund reisender Kaufleute" ist ausgelöst worden.
Der Nordwolle-Konkurs wird voraussichtlich erst Ende 1936 beendet sein.
Im Juni reisten über bremische Häfen 3819 Fahrgäste aus.
Das Grogseuerwerk am Hollersee wurde von etwa 199 999 Bremern besucht.
Bremer Eltern fuhren gestern nach Bad Essen ins Sommerlager der HJ.
Münster, 4. August.
Die Staatspolizeistelle für den Regierungsbezirk Münster teilt mit:
Es ist gelungen, einen versteckten Angriff, der von der Kolping-Familie in Werne an der Lippe gegen SA. und andere NS.-Formationen gerichtet wurde, aufzuklären. In der Nacht zum 1. August wurden in Werne a. d. L. an katholische Einwohner Flugblätter verteilt, die ein Spottlied auf den Bischof von Münster und ein Hetzlied gegen die Devisenverbrechen enthielten. Der Verdacht gegen die Verteiler des Flugblatts richtete sich seitens der katholischen Bevölkerung gegen die Mitglieder der SA. und die NS.-Formationen.
Die sofort aufgenommenen Ermittlungen führten zu dem Ergebnis, daß als Hersteller und Verbreiter dieses Flugblattes neun Mitglieder der Kolping-Familie aus Werne in Frage kamen. Acht Täter konnten festgenommen werden, während der neunte nach Holland flüchtete. Alle Beteiligten haben ein Geständnis abgelegt und gaben an, daß sie die Flugblätter verteilt haben, um die katholische Bevölkerung in
Werne über die angebliche kirchenfeindliche Einstellung der NSDAP. und ihrer Gliederungen aufzuklären. Aus dieser Tatsache ergibt sich klar und deutlich, mit welchen heimtückischen und hemmungslosen Mitteln der politische Katholizismus seinen Kamps gegen Staat und Bewegung führt.
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Die Aufdeckung dieser neuen Hetze gegen den Nationalsozialismus wird die verantwortlichen Stellen veranlassen, nunmehr mit äußerster Schärfe gegendieMethodenpolitischer Verhetzung vorzugehen. Es liegen jetzt drei Fälle nacheinander aus einem geographisch engbegrenzten Gebiet vor, bei denen stets eine besonders gemeine Handlungsweise.gegenüber der katholischen Kirche so vorbereitet wurde, daß der Eindruck entstehen mußte, Angehörige der nationalsozialistischen Bewegung hätten die Verantwortung dafür zu tragen. Der erste Fall ereignete sich Anfang Juli in der Nähe von Reck- linghausen. Damals wurden in einer Kirche der Altar und der Beichtstuhl angesteckt und die Kirche wurde in widerlicher Weise beschmutzt.
Die Schuld sollte, bei Angehörigen der SA.-Sport- schule Vehlen zu suchen sein. Man faßte aber das Mitglied eines katholischen Vereins als Täter. Ende Juli wurden kirchliche Denkmäler in Vocholtin übelster Weise beschmutzt. Als Täter wurden Kommunisten gefaßt, die in Beziehungen zu früheren Zentrumsmitgliedern getreten waren.
Der dritte Fall aus Werne beweist endgültig, daß man in einem kleinen Kreis ganz besonders gemeiner Hetzer Material herstellt, das den Eindruck erwecken soll, als ob es von nationalsozialistischer Seite stammt. Man verteilt das hergestellte Material dann an Katholiken und behauptet, daß mit ihm die Gesinnung des Nationalsozialismus gegenüber der katholischen Kirche offenbar sei. Die Entdeckung dieser gemeinen Methode gibt nicht nur die Möglichkeit, mit gehöriger Schärfe diese Hetzer auszurotten: sie läßt hoffen, daß endlich auch das Ausland merkt, woher das Material stammt, mit dem man seit Wochen gegen Deutschland agitiert.
Die SA.-Standarte 78 zeigte im Reichswett- kamps vorbildliche sportliche Leistungen.
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„Sund reisender Kaufleute" aufgelöst
Berlin, 4. August.
Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, erläßt folgende Anordnung:
„Ich habe festgestellt, daß immer noch der frühere zum DHV- gehörende Bund reisender Kaufleute in Untergliederungen besteht und weiter besteht. Da durch den Ausbau der DAF. alle sozialen Fragen der Handelsvertreter und der Geschäftsreisenden in der Reichsbetriebsgemeinschaft Handel bearbeitet werden, gilt der Bund reisender Kaufleute aufgelöst. Ich untersage hiermit die Weiterverwendung der Briefbogen dieses Bundes und bestimme in diesem Zusammenhang daß im „Amt für Arbeits- fuhrung und Berufserziehung" die frühere Abteilung „Gruppe der reisenden Kaufleute" mit sofortiger Wirkung die Bezeichnung führt: „Abteilung Handelsvertreter und Geschäftsreisende".
Genf, 4. August.
Der Völkerbundsrat war Sonnabend abend zu einer öffentlichen Sitzung zusammengetreten, die zugleich Eröfsnungs- und Schlußsitzung der gegenwärtigen Tagung war. Es wurden zwei Entschließungen vorgelegt.
Die politisch wichtigere Entschließung lautet folgendermaßen: „Der Rat beschließt, in jedem Fall am 4. September zusammenzutreten, um die allgemeine Prüfung der Beziehungen zwischen Italien und Abessinien nach ihren verschiedenen Seiten aufzunehmen." Die andere Entschließung befaßt sich ausführlich mit der Fortsetzung der Schlichtungs- und Schiedsverhand- l u n g e n. Der Rat nimmt zur Kenntnis, daß die Vertreter der beiden Parteien ihrem Willen Ausdruck gegeben haben, ein Schlichtungs- und
Stettiner Juden provozieren
Stettin, 4. August.
Einige jüdische Stettiner Firmeninhaber haben auf Grund der gesetzlichen Propaganda der NS.- Hago während der Äusverkaufszeit an das Reichs- wirt'chaftsministerium Berlin folgendes Telegramm gerichtet:
„Saison-Schlußverkauf jüdischer Geschäfte durch judenfeindliche Maßnahmen schwer behindert. Patrouillen. Flugzettelverteiler, Transparente, Straßenauiläufe. Beschimpfungen der Käufer hindern das Gelchäft Ohne sofortige durchgreifende Abhilfe ernste Gefahr für die Wirtschaft, gez Gebr. Karger, Naumann Rosenbaum, Otto Lind-
ner. Max Kurnik, Hermanns und Froitzheim" Auf Grund dieser offensichtlichen Provokation kam es am Freitagabend in Stettin zu einer spontanen Massenkundgebung. Etwa 39 990 Volksgenossen bildeten mit SA.'- und SS.- Männern, Angehörigen der PO. und der NS.- Hago einen gewaltigen Demonstrationszua und marschierten zum Kaiser-Friedrich-Platz, wo der Kreisleiter von Eroß-Stettin eine Ansprache hielt und mitteilte, daß die jüdischen Firmen bereits freiwillig beim Stettiner Polizeipräsidenten das erwähnte Telegramm inhaltlich widerrufen und zugegeben hätten daß weder die national- lozialistische Bewegung noch ihre Gliederungen an den erwähnten Vorfällen beteiligt gewesen seien,
ssenfer verlegmlMMsimg: Vertagung
Schlußsitzung des Völkerbundsrats / flbesstnssche Uebersölle auf MWrmssttttionen
MIaktlkderWen durchkreuzt
Valuege über die nationalsozialistischen stbwelzrmaßnalzmen
Berlin, 4. August.
Der Befehlshaber der deutschen Polizei, SS.-- Obergruppenführer Daluege, beschäftigt sich im „Angriff" unter der Ueberschrist „Gesetz und Grundsatz in der Judenfrage" mit dem Judenproblem. SS.-Obergruppenführer Daluege schreibt einleitend: „Als zum ersten Male in Deutschland Adolf Hitler vor kurzem der hohe Prozentsatz der Juden in der Kriminalität durch eine amtliche Statistik belegt wurde, geschah dies etwa nicht in der Absicht, die Stellung des nationalsozialistischen Staates zur Judenfrage zu rechtfertigen, sondern um nur aus einem kleinen Gebiete zu unterstreichen, welche Bedeutung die Judenfrage nicht nur für Deutschland. sondern für alle Länder besitzt" und weist dann darauf hin, daß die Auslandspresse im großen und ganzen auf diese amtliche Statistik mit Stillschweigen geantwortet hat. Ein Teil habe das amtliche Zahlenmaterial als einen Rechtfertigungsversuch für die zu erwartenden gesetzlichen Maßnahmen gegen die zu erwartenden jüdischen Anmaßungen in Deutschland hingestellt. Das sei Böswilligkeit oder zum mindesten Mangel an Verständnis gegenüber dem Standpunkt des deutschen Volkes in der Judenfrage!
Wenn die Polizeibehörden des nationalsozialistischen Deutschland die Statistik der Kriminalität unter dem besonderen Gesichtswinkel des Anteiles des Judentumes erfassen und vor allen Dingen der Öffentlichkeit zur Beurteilung unterbreiten, so liegt der Grund eben in unserer grundsätzlichen Stellung zur Judenfrage.
Daß das Judentum selbst hinter den Kulissen die angeborenen Eigenschaften ihrer Stammesgenossen, vor allem auf ganz bestimmten Gebieten der Verbrechen, und die Gefahr, die sich hieraus für das Judentum im allgemeinen ergeben mußte, sehr zeitig und zwar schon zu Zeiten seiner Macht erkannt hat, beweist ein Schriftverkehr, der sich bei den Akten des Polizeipräsidiums Berlin befindet. Am 1ö. Mai 1918, glaubte nämlich der „Zentralverein Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" dagegen protestieren zu müssen, daß der Öffentlichkeit gegenüber die festgenommenen Taschendiebe zumeist' als polnische und galizische Juden identifiziert würden. Er fragte beim Polizeipräsidium Berlin an, „ob denn auch statistisches Material vorläge, das die beiagte Behauptung rechtfertige". Und als der Polizeipräsident in begreiflicher Loyalität gegenüber den Juden diese Anfrage nicht ernst nabm, brachte es der Zentralverein siegessicher und überheblich fertig, an die Erledigung am 6. Juni 1918 zu mahnen.
Als aber der Polizeipräsident ihnen eine Aufstellung schickte, die bewies, daß die Taschendiebstähle säst ausschließlich von „Männern und Frauen mosaischen Glaubens" ausgeführt wurden, und dem jüdischen Zentralverein sogar eine Namensliste der in letzter Zeit festgenommenen Personen zur Einsicht übersandte, da legte begreiflicherweise das Judentum keinen Wert mehr darauf, sich weiter mit diesen Dingen zu befassen.
Der Jude, vor allem der Jude in der Presse des Auslandes, hat kein Recht, die nunmehr fortlaufend zur Peröffentlichung gelangenden Statistiken über den Anteil des Judentumes am Verbrechen zu kritisieren. Es ist bei der ersten Veröffentlichung schon einmal betont worden, daß die Statistiken amtlich aufgestellt und jederzeit für jeden Fachmann des Auslandes, unter denen sich ja, Gott sei Dank, wenig oder keine Juden befinden, zur Einsichtnahme zur Verfügung stehen.
Unsere Einstellung gegenüber dem Judentum war seit Anbeginn des nationalsozialistischen Kampfes um Deutschland und ist heute nach Er- ringung der Macht durch die nationalsozialistische Bewegung unabänderlich! Diese Einstellung zum Judentum ist ein Teil unserer nationalsozialistischen Weltanschauung. Die gesetzlichen Maßnahmen, die sich zwangsläufig aus dem Bekenntnis des deutschen Polkes zu den Bindungen der Rasse ergeben, werden dem Judentum'die Grundlage jeder heutigen und jeder zukünftigen Vormachtstellung entziehen.
Es wird weiter immer die Aufgabe der nationalsozialistischen Bewegung und des nationalsozialistischen Staates bleiben, mit wachsamen Augen die nur allzubekannte bewegliche Taktik und Tarnung der Juden zu beobachten und fortlaufend die Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um unsere Grundsätze gegenüber dem Judentum durchzuführen. Hierzu aehört auch der Kampf gegen das Judentum im Verbrechen, der fortlaufend mit der immer klareren Erkenntnis des hohen prozentualen Anteiles selbstverständlich schärfste Abwehrmaßnahmen zeigen wird und muß. Der von dem stellvertretenden Gauleiter Westfalen, Pg. Stllrtz, vor kurzem formulierte Satz: „Der Jude ist und wird im heutigen Deutschland das, was wir aus ihm werden lasten", hat volle Gültigkeit.
Die nationalsozialistische Bewegung und der nationalsozialistische Staat sind stark genug, um die entsprechenden Wege zu beschreiben, die mit der Würde unseres stolzen nationalsozialistischen Deutschlands in Einklang stehen.
Schiedsverfahren unter den in Artikel V des Vertrages von 1928 festgesetzten Bedingungen wieder aufzunehmen.
Der abessinische Vertreter Jsze erklärte, daß Abessinien im Interesse des Weltfriedens sich veranlaßt sehe, ein großes Opfer zu bringen. Der Text der Resolutionen spreche eine deutliche Sprache, aber die abessinische Regierung wolle dem Rat nochmals den Beweis ihres Vertrauens und ihres guten Willens bringen und ihm die Lösung der schwierigen Aufgaben erleichtern, die er im Interesse der Aufrechterhaltung des Friedens unternommen habe.
Der italienische Delegierte Baron Aloisi erklärte, die Entschließung über die Schlichtungsverhandlungen anzunehmen. Was jedoch die Entschließung anlange, die sich auf die Ratstagung vom 4. September beziehe, so werde er sich der Stimme enthalten. Der französische Ministerpräsident Laval stellte fest, daß die Verhandlungen sich sehr schwierig gestaltet haben. Die Ernennung des fünften Schiedsrichters berechtige den Rat zu der Hoffnung, daß alles getan werde, um den Zwischenfall von Ilal-Ual endgültig zu regeln.
Der englische Delegierte Eden befürwortete im Namen der britischen Regierung die Annahme der Entschließungen. Auf jeden Fall werde der Rat am 4. September zusammentreten, um die allgemeine Frage der Beziehungen zwischen Italien und Abessinien zu prüfen. Man hoffe, daß zu jenem Zeitpunkt die gegenwärtigen Schwierigkeiten in befriedigender Weise beseitigt sein werden. Sollte dies jedoch unglücklicherweise nicht der Fall sein, so werde es Pflicht des Rates fein, die Eesamtfrage, wie sie dann besteht, zu behandeln.
Ratsvorsitzender Litwinow erklärte, er habe mit Befriedigung festgestellt, daß die beteiligten Mächte einig, geworden seien, untereinander in Verhandlungen einzutreten. Er sprach zugleich im Namen des Rates die Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang dieser Verhandlungen aus.
Die Entschließung zur Fortsetzung des Schlichtungs- und Schiedsverfahrens wurde einstimmig angenommen. Bei der zweiten Entschließung, die die Prüfung des Gesamtproblems am 4. September vorsieht, enthielt sich der italienische Vertreter der Stimme. Nach der Geschäftsordnung gilt diese Entschließung gleichfalls als einstimmig angenommen.
Neue krregung in Nom
Rom, 4. August.
In Rom werden Nachrichten aus Dschibuti veröffentlicht, wonach die bei Harrer im Innern Abesfiniens gelegene französische Missionsstation Dubbo von bewaffneten Abessiniern geplündert und in Brand gesteckt worden sei. Zwei weitere französische Missionsstationen im Gebiete von Sidamo und Uollamo seien ebenfalls heftigen abessinischen Angriffen ausgesetzt gewesen. Der oberste Geistliche dieser Stationen, der apostolische
Präfekt Frankreichs, Monsignore Jarousseau, sei hierbei von den abessinischen Bewaffneten bedroht worden. Obwohl noch nähere Einzelheiten fehlen, haben diefe Nachrichten große Aufregung und Beunruhigung in Rom hervorgerufen. Man erklärt, daß durch die Vorgänge erneut die abessinische Angriffslust bewieftn sei; es sei wohl auch mit weiteren abessinischen Feindseligkeiten zu rechne«.
knttöuschung in flddis flbeba
London, 4. August.
Der „Times"-Korrespondent in Addis Abeba meldet, die in Genf erörterten Pläne hätten in abessinischen Kreisen Enttäuschung und stellenweise sogar Verbitterung verursacht. Die extreme Auffassung sei, daß der Genfer Plan die Lage unverändert lasse, und daß das wahrscheinliche Ende die Einteilung Abessiniens in Einflutzzonen sein werde. In diesem Falle werde Widerstand bis zum Ende geleistet werden. Die gemäßigten Kreise seien dagegen der Meinung, daß alles davon abhänge, wie weit der Vertrag von 1996 angewendet werde.
„Soliöaritöt der Neger"
Sympathiekundgebungen für Abessinien London, 4. August.
Reuter meldet aus Georgetown (Britisch- Euayana): Auf einer Tagung für den Fortschritt der Neger wurden Entschließungen angenommen, in denen die britische Regierung aufgefordert wird, einen italienisch-abessinischen' Krieg zu verhindern, und in denen der abessinische Kaiser der Sympathien der Neger versichert wird. Außerdem hat der Bund der Negerarbeiter folgendes Kabel an den Kaiser gesandt: Die Neger von Britisch-Euayana begrüßen Ihre Erklärung, daß Sie Ihr Reich bis zum letzten Mann gegen einen fremden Angriff verteidigen wollen. Wir fasten Mussolinis Drohung als eine Herausforderung der Solidarität der Neger auf und verpflichten uns, das Vaterland zu unterstützen.
Nach eines Havas-Meldung aus Addis Abeba soll sich der abessinische Volksstamm der Astn aras, der in Erythräa beheimatet ist, entschlossen haben, im Falle einer Eröffnung der Feindseligkeiten zwischen Abessinien und Italien auf seilen Abessiniens zu stehen.
Der ägyptische Prinz Ismail Daud, der Vorsitzende des Abessinien-Ausschusses der islamischen Vereinigung junger Männer hat sich als Freiwilliger für die abessinische Armee gemeldet. Nach Pressenachrichten haben sich bisher 1789 Aegypter und zum Teil auch Syrier freiwillig für Abessinien gemeldet. - '
Ein indischer Zeitungskonzern hat sich mit der gesamten hinter ihm stehenden Presse für Abessiniens Standpunkt ausgesprochen. Man werde notfalls Abessinien mit Hilfsmitteln aller Art beistehen.
kuropa erwache!
flußenpolMsche Streiflichter
ki. Kill. Die vom Moskauer Komintern-Kongreß beschlossenen sieben Parolen zur „Vorbereitung der Weltrevolution" rechtfertigen in vollem Umfange die — im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten beobachtete — Wachsamkeit und unversöhnliche Kampfeinstellung des Nationalsozialismus gegen den Bolschewismus. Es gibt in der Frontstellung des Dritten Reiches gegen die Moskauer Agitation keine abschwächenden Rücksichten, mag der sowjetrussische Außenkommissar Litwinow sein Genfer Täuschungsmanöver auch noch so raffiniert in Szene setzen! Wir wissen, was von seinen Friedensbeteuerungen zu halte« ist und bedauern nur, daß man in anderen Ländern die unermeßlichen Verdienste der nationalsozialistischen Bewegung um die Sicherung europäischer Kulturwerte vor bolschewistischem Zugriff noch immer nicht erkennen will. Die kommunistischen Pläne, in Zukunft mit Hilfe des politischen Katholizismus besonders in der Iugend zersetzend zu wirken, werden in Deutschland von scharfen Gegenmaßnahmen der nationalsozialistischen Staatsführung durchkreuzt werden; aber auch schon hinsichtlich des organisch gewachsenen nationalsozialistischen Geistes der deutschen Jugend wird der Stalinismus im früheren Bereich der niedergeschmetterten „KPD." auf Granit beißen. Im übrigen sollte sich die Weltöffentlichkeit nicht die Gelegenheit entgehen lasten, auf Grund des neuesten Moskauer Anschauungsunterrichts der „proletarischen weltrevolutionären Kampftruppen" einen Vergleich zwischen der nationalsozialistischen und der bolschewistischen Propaganda zu ziehen: Hier die lediglich auf die eigenen Volksgenossen sich richtende Aufbauarbeit am Rastegut einer schicksalsverbundenen Blutsgemeinschaft, mit der ausgesprochenen Tendenz unbedingter Friedenserhaltung — dort die bewußt volkszersetzende, alle Staatsgrenzen und Nationaleigenarten mißachtende, Ruhe und Ordnung hassende Tätigkeit blutgieriger Hetzer.
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Ein Musterbeispiel für die Leichtfertigkeit, mit der seit einiger Zeit auch von sonst ernst zu nehmenden Nachrichtenstellen des Auslandes Lügen- meldungen über Deutschland verbreitet werden, stellte soeben die aus Oesterreich stammende „Mitteilung" dar, die Passionsspiele in Oberammergau würden nicht mehr in der bisherigen Form durchgeführt. Das französische Büro Havas hält es für richtig, diese in Wien aus den Fingern gesogene Meldung ohne Rückfrage bei seinem Berliner Vertreter als angeblich feststehende Tatsache weiterzugeben, obschon das Unsinnige ihres Inhalts offen zutage treten mutzte. Was würde wohl der französische Zeitungsleser sagen, wenn sich das Deutsche Nachrichtenbüro aus London oder sonstwoher berichten ließe, daß man an der Seine beschlossen habe, in den nächsten Jahren keine Pariser Kunstausstellungen zu veranstalten. Man würde nicht nur von einer den Fremdenverkehr der französischen Hauptsta-t schädigenden Unfreundlichkeit gegen unseren westlichen Nachbarn sprechen, sondern auch die M e - thode dieser Berichterstattung als äußerst hinterhältig, gesinnungslos und friedensftörend zurückweisen. Mit Recht! Denn zu welchen Zuständen soll es im zwischenstaatlichen Nachrichtenwesen führen, wenn die schmutzigen Erzeugnisse irgend einer kulturzersetzenden Lügenzentrale — in diesem Fall sitzt sie in Wien — ohne Kontrolle ihren Weg über amtliche Telegraphenbüros nehmen können! Wir sprechen nicht nur im Namen der deutschen Oeffentlichkeit, wenn wir gegen solche frivole Verletzung der obersten journalistischen Pflicht, der Wahrheit zu dienen und der Lüge die Maske von der Stirn zu reißen, schärfsten Protest einlegen. Man lenkt jenseits der deutschen Grenzen die Aufmerksamkeit von den Schwierigkeiten im eigenen Lande bestimmt nicht ab, wenn man die Welt mit Falschmeldungen über das nationalsozialistische Deutschland überrascht. Es stärkt aber auch nicht den Glauben des Zeitungslesers an die Wahrheitsliebe der Pressebüros von der Art der Agence Havas, wenn sich Journalisten an Verantwortungsreichen stellen skrupellos vor den Magen einer üblen internationalen Hetze spannen lasten. Dieser Vorstoß gegen die Ehre des ausländischen Journalisten wird sich einst bitter gerade an denen