Ausgabe 
(15.11.1935) Nr. 316
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parteiamtl.Iageszeitung der

Jas flmtsblatt des Senats

Nationalsozialisten Vreinens

der §reien Hansestadt Bremen

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Mitkämpfen in der krreugungsschlacht Ist das wichtigste öebot der Stunde / stöstepunkt des vritten Neichsbauerntages

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Der Führer empfing Bremer Vorstandsmit­glieder der Gesellschaft zur Rettung Schiff­brüchiger.

In der Eingangshalle des Volksgerichtshofes fand die Einweihung einer Führerbüste statt.

Auf einer Berliner Großkundgebung sprach Ministerpräsident Göring über die Aufgaben des Reichsluftschutzes.

Der Reichsbauerntag in Goslar erreichte mit Beratungen über die Erzeugungsschlacht seinen Höhepunkt.

In Berlin begann der Deoisenprozeß gegen den Bischof von Meißen.

König Georg von Griechenland ist von Lon­don in seine Heimat abgereist.

Auf dem ostafrikanischen Kriegsschauplatz haben die Abessinier Teilerfolge zu ver­zeichnen.

Die politischen Unruhen in Aegypten forder­ten auch gestern mehrere Tote.

Die deutsche Ein- und Ausfuhr befand sich am 30. September nahezu im Gleichgewicht.

Reichsorganisationsleiter der NSDAP., Pg. Dr. Sey, vollzog in Bremen die Gründung der Arüektskammer.

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Vor süftrer stiftet ein Nettungsboot

Berlin, 18. November.

Der Führer und Reichskanzler empfing gestern eine Abordnung derDeutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger", die in diesem Jahre auf ihr 70jahriges Bestehen zurückblickt, und nahm den Bericht über ihre Organisation und Arbeit ent­gegen. Als Zeichen des Dankes für die ihr zuteil gewordene Förderung überreichte der Vorsitzer der Gesellschaft, Ad.albert K o r f f - Bremen, dem Führer und Reichskanzler, dem Schirmherrn "des Deutschen See-Rettungswerkes, das Modell des neuesten halbgedeckten Motorrettunasbootes.

Der Führer dankte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und allen, die mit dieser dem deutschen Seerettungswerk dienen, für die bisher geleistete opfermutige Arbeit und sagte auch fernerhin sein Interesse und seine Förderung zu. Als Ausdruck der Wertung, die er selbst wie die NSDAP. der tapferen Rettungsarbeit deut­scher Seeleute entgegenbringt, stiftete der Führer namens der NSDAP. derGesellschaft zur Ret­tung Schiffbrüchiger" ein Motor-Rettungsboot modernen größeren Typs.

Die Abordnung bestand aus dem Vorsitzer Adal- Lert Korff, Bremen, dem stellvertretenden Vorsitzer August Nebelthau, Bremen, dem Generalsekretär Syndikus Röfing, Bremen, dem Inspektor Kapitän Benno Mentz, Bre­men, dem Vormann der Rettungsstation Horu- mersiel Heinrich Tiarks ferner dem Borsitzer des Bezirksvereins Oldenburg Geheimer Kommer- zienrat Dr. h. c. Stalling. dem Vorsitzer des Bezirksvereins Berlin Major a. D. Heinnch von Sybel, dem Schriftführer Heinrich Prinz Reug sowie dem Werbeleiter von Alten, Berlin.

flufruf Vr. sricks

Zum Sammeltage der deutschen Beamtenschaft für das WHW.

Berlin, 15. November

Der Reichs- und Preußische Minister des In­nern, Dr. Frick, veröffentlicht anläßlich des x Sammeltages der deutschen Beamtenschaft für 'das WHW. am 1. Dezember folgenden Auf- ruf:

Am 1. Dezember stellt sich die gesamte Beam­tenschaft ve-s Reiches, der Länder und Gemeinden öffentlich rn die Front des Kampfes gegen Hun­ger und Kälte. An diesem Tage wird sie im ganzen Reichsgebigt eine Straßensammlung vem anstalten und dadurch ihrer nationalen Soli­darität mit jenen Volksgenossen Ausdruck geben, die leider noch immer ohne Arbeit oder genü­gendes Einkommen sind. Die deutsche Beamten­schaft beweist mit ihrem Einsatz für die notlei­denden Volksgenossen, daß sie die Kamerad­schaft desSchiitzengrabens, des Ein­stehen? des einen für den anderen, aus der die Idee des Nationalsozialismus geboren wurde, begriffen hat und praktisch betätigen will.

Der nationalsozialistische Staat fordert vom deutschen Beamten, daß er sich dem Volk ver­bunden fühle. Er dar? kein sich selbst genügendes, in klasscnkämpserischen Dünkel ausartendes Son- derdasein führen, sondern muß sich offen und ehr­lich zur deutschen Volksgemeinschaft bekennen. Der deutsche Beamte war immer ein Muster der Staatstreue, der Ehrenhaftigkeit und der Sau­berkeit. Das große Sammelwerk des Wintsr- hilfswerks wird beweisen, daß er in praktisch be- tätigtem Opfersinn keiner anderen Gruppe des deutschen Volkes nachsteht. Der 1. Dezember, der Tag der Rcichsstraßensammlung der deutschen Beamten, soll und wir- ein Ruhmesblatt in der Geschichte des deutschen Beamtentums und ein Ehrentag der nationalen Solidarität werden.

Deutsche Beamte an die Front! Der Führer ruft zum Krieg gegen Hunger und Kälte! Wir l-lgen seinem Befehl!

Goslar, 15. November.

Bei strahlendem Sonnenschein begann gestern die Haupttagung des dritten Reichsbauerntages. Ha- kenkreuzbanner und mit Fahnen umspannte Säu­len umrahmten die breite Anfahrtstraße, die zum Haupteingang der riesigenStadthall.- Goslar" führte. «schon lange vor Beginn war die feier­lich geschmückte Stadthalle, die würdige Versamm- lungsstäte des neuen deutschen Bauernvolkes, von den Bauernvertretern dicht gefüllt. Der Reichs- bauernführer und die sührenden Mitglieder des Reichsbauernrates passierten auf der Fahrt zur Halle ein dichtes Spalier von Angehörigen aller Parteiformationen. Die Vevölkerung von Goslar, die an dieser ersten eigentlichen Haupt­tagung des Reichsbauerntages schon früh auf den Beinen war. bereitete den bekannten Führern des deutschen Bauernvolkes begeisterte Kundgebungen.

Nach altem nationalsozialistischen Brauch brachte der Sprecher des Reichsbauernrates, Ministerprä­sident a. D. Eranzow, zur Eröffnung der ersten Haupttagung ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer und Kanzler des Tritten Reiches aus.

in, das die Männer des deutschen Bauernvolkes begeistert einstimmten, und begrüßte sodann die anwesenden Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht, der SA. SS. des Arbeits­dienstes und der städtischen Behörden. Mit be­sonderer Herzlichkeit hieß er die anwesenden ausländischen Bauern vertreter will­kommen. und zwar Angehörige von Bauernorgani­sationen aus Belgien. Bulgarien, Dänemark, Frankreich. Großbritannien. Holland. Ungarn. Italien. Jugoslawien, Lettland. Norwegen. Po­len. Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Als erstem Redner der Haupttagung wurde sodann dem Stabsabteilungsleiter Dr. Merkel das Wort erteilt zu seinem Bortrag überDie Neuordnung des Rechtes als Voraussetzung neuer Wirtschafts­gestaltung".

Dr. Merkel ging aus von den drei großen Le­bensordnungen des deutschen Mittelalters, der Marktgenossenschaft des deutschen Bau­erntums, der Zunftordnung der deutschen Städte und dem Deutschen Ritterorden.

Er behandelte die Zerstörung dieser Ordnungen l durch den Kapitalismus und zeigte, wie die ent­standene volksfremd gewordene Rechtsordnung durch die vom Nationalsozialismus aufgebaute neue Lebensordnung der Volksgemeinschaft ab­gelöst wurde, die durch eine neue Rechts­und Wirtschaftsordnung getragen wird.

Im Reichsnährstand hat der Nationalsozialis­mus diese Forderungen verwirklicht und als neue Standesordnung eine neue Lebensgemeinschaft des deutschen Bauerntums geschaffen. Dazu gehört eine neue Bodenordnung und eine neue Markt­ordnung. Die neue Marktordnung bedingt eine Lenkung der aus dem Leistungsprinzip aufgebau­ten Erzeugung. Diese Lenkung erfolgt durch das neue Lieferungsrecht, das neue Vetriebsrecht und das neue Verufsrecht.

Das neue Lieferungsrecht hat Spekula­tion und Börse ausgeschaltet und damit das Steuerungsmittel für die gesamte bäuerliche Er­zeugung im Dienste der Volksernährung ge­schaffen.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Neue Zusammenstöße In siMptt»

Polizei schießt auf wafd-pnftänger / Studentenschaft kampfentschlossen

Kairo, 15. November.

Die zwischen den Anhängern der Wafd-Partei und der Polizei entbrannten Unruhen in Äegqp- ten dauerten auch in den frühen Morgenstunden des Donnerstags an. Im Laufe der Nacht erhielt die Polizei in Kairo die Meldung, daß etwa 1500 ägyptische Nationalisten mit Stöcken und Knüp­peln bewaffnet aus Eizeh auf Kairo im Anmarsch seien. Eine Polizeiabteilung in Stärke von 200 Mann, die unter dem Befehl eines britischen Offi­ziers stand, wurde der anrückenden Gruppe ent- gegengesandt. Nachdem sie zunächst einige Male er­folglos geschossen hatte, wurde eine Salve gefeuert, worauf die Volksmenge entschlossen zum Gegen­angriff überging. Der britische Polizeiossizier soll in der Notwehr vier der Angreifer erschossen haben.

Trotz der scheinbaren Ruhe in der ägyptischen Hauptstadt trifft die Regierung weitere Vorsichts­maßnahmen, um gegen alle Möglichkeiten gewapp­net zn sein. Aus den zwei Hauptplätzen der Stadt hat ägyptische Infanterie Lager bezogen, während die ausländischen Gesandtschaften nach wie vor von der Polizei bewacht werden.

In den Mittagsstunden versuchten wiederum

mehrere tausend Studenten, in die Stadt zu ziehen. Sie bewegten sich auf die Abbaas-Brücke zu, die über den Nil, in die Stadt führt, wobei aus der Menge ^ andauernd Rufe wiöHoch Aegypten!,Es lebe die Freiheit! Nieder mit England! Nieder mit dem Verräter Hoare!" laut würden. Unterwegs be­waffneten sie sich mit Stöcken und großen Stei­nen, An der Abbaas-Brücke traf der Zug auf die Absperrung der Polizei, die unter Leitung eines englischen, Polizeioffiziers stand.

Ein wildes Handgemenge entstand, in dessen Verlauf sich die Polizei gezwungen sah, von der Schußwaffe Gebrauch zu machen. Die Menge strömte zurück, wobei sie ihre Toten und Ver­wundeten mit sich nahm. Vier Studenten sollen bei dem Zusammenstoß getötet und sechs schwer verwundet worden sein. Auf seiten der Polizei wurde der englische Offizier und ein englischer Sergeant schwer verletzt.

Z,ur gleichen Zeit sammelten sich Studenten vor der medizinischen Fakultät im südlichen Stadtteil Kairos. Da das Gebäude von starken Polizei­kräften umgeben war, erkannten die Studenten die Aussichtslosigkeit einer Kundgebung. Ein Student hielt eine Ansprache, in der er betonte,

daß die Studentenschaft entschlossen sei, bis zum letzten Mann für die Unabhängigkeit Aegyptens zu kämpfen. Die Gesamtzahl der Toten beträgt 11, die der Verletzten 155, von denen mehr als die Hälfte Polizisten sind.

In einer Sondersitzung beschloß das ägyp­tische Kabinett, die Universitäten ab Sonntag für eine Woche zu schließen, wenn die Studenten bis Sonnabend ihre Arbeit nicht wieder aufnehmen. Ein Bericht über das abgelaufene Regierungs­jahr, den Ministerpräsident Nessim Pascha ver­öffentlichte, betonte u. a., daß England Aegypten in internat lonalen Angelegenheiten weitgehend ge­holfen habe und weist die Beschuldigung, daß die Regierung den englischen Forderungen gegen­über zu nachgiebig gewesen sei, zurück. Die Reden von Sir Samuel Hoare und Rahas Pascha, die Rücktrittsforderung der Wafd-Partei und die blutigen Vorfälle werden mit keinem Wort be­rührt.

In London wurde am Donnerstag amtlich mit­geteilt, daß die Unruhen in Aegypten zu keinem politischen oder anderweitigem Vorgehen Eng­lands Anlaß gäben. Den letzten Nachrichten zu­folge seien die Behörden Herr der Lage. Die britische Regierung habe schon vor einiger Zeit in Rom einen Schritt gegen die italienische Pro­paganda getan

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(Leder! Lilcksrckienst)

vr. voobbels .vor- 2000 Arbeitern bei Ser »5leistersillser"-6eueralprobs im uwxebauteu veutsebeu Opsrubaus 211 Lerlin

Städter, faß' mit an!

0er Neichsbauerntag betrifft auch dich

Aus dem Dritten Reichsbauerntag in Goslar werden dieser Tage die richtungsweisenden Pläne für den zweiten Abschnitt der Erzeugungs­schlacht festgelegt. Nicht nur der Bauer, auch der Städter, alle haben mitzuhelfen in die­ser Schlacht, die das stärkste Mittel ist im Kamps um Deutschlands Nahrungssreiheit.

Die Führer des deutschen Bauerntums haben sich zum Dritten Reichsbauerntag in Goslar ver­sammelt. Von dieser Stadt aus werden sie in einigen Tagen in alle deutschen Gaue gehen und die Weisungen für die Gefolgschaft mitnehmen, die sie brs in den letzten Bauernhof tragen wer­den. Nach den Richtlinien, die aus der Beratung und Bestimmung der hier vereinten Führerschaft herauswachsen, werden die Bauern für ein Jahr und länger ihre Betriebs bewirtschaften. Von Goslar empfangen sie die Mahnungen auch für ihre sittliche Haltung, für ihr Verhältnis zur Volksgemeinschaft und zum Staate. Wichtige Dinge des deutschen Schicksales sind im Laufe der Geschichte in der Stadt Goslar bestimmt worden. Die Beschlüsse des Reichsnährstandes sind ebenso von schwerem Gewicht für die deutsche Gegenwart wie Zukunft. Denken wir nur an die vorjährige Verkündungder Erzeugungsschlacht, zu der auf dem Zweiten Reichsbauerntag Reichs- bauernführer Darre 1934 aufrief, so erkennen. wir leicht die Bedeutung dieser Zusammenkunft der _ bäuerlichen Führerschaft für das ganze deutsche Volk und Land.

Darum nimmt auch das ganze Volk, gleich welchen Standes, mit Aufmerksamkeit teil an dieser Arbeitstagung unseres Bauerntums. Die Tage in Goslar entbehren fast jeden äuße­ren Glanzes und jeder werbenden Aufmachung, wie sie etwa der andere Bauerntag, der Ernte­danktag am Biickeberg, hat. Gewiß zeigt sich Goslar festlich im Sonntagsstaat, hat grüne Gir­landen und Hakenkreuzfähnen angelegt, aber gleichwohl steht über allem Geschehen doch der Ernst entscheidender Tagungen. Weil die hier gefaßten und verkündeten Beschlüsse das ganze Volk angehen, weil jeder auch in der Stadt weiß. wie stark das deutsche Schicksal dem Wesen dieser Bauern verbunden ist, darum weilen die Gedanken aller Deutschen in diesen Tagen in Goslar. Was kümmerte sich früher schön der Dreher oder Kürschner darum, wenn irgendeiner der tausend landwirtschaftlichen Bünde öder Ver­eine seine Reichstagung abhielt. Da war ja nur für die Bauern, hinten weit irgendwo in der Provinz, das ging die Städter nichts an. So aber, wie heute der Bauer an der Freude und am Leide des Städters kameradschaftlichen Anteil nimmt, so schauen heute die Städter mit offe­nen Augen nach Goslar, um zu sehen und zu er­fahren, welche Sorgen, eigene und ganz allge­meine. das Bauerntum durch sein Wirken ver­ringern oder tilgen will.

Welche die Hauptsorgen unserer Ernährung sind wissen wir leider alle zu gut. Wir wollen auch bereit sein. mitzuhelfen, die Not zu über­winden. wenn setzt die Bauernschaft, gehorsam dem Aufrufe zum zweiten Einsatz für die Er- zeugunasschlacht, antritt, um durch geeignete Maßnahmen zuerst einmal die Fettknapp - heit zu überwinden. Es mag manchen Städter geben, der fragt, was er. der Mann aus der Stadt, denn mit bei der Erzeugungsschlacht leisten soll: das sei doch allein Sache der Bauern. Keineswegs ist der Kampf um die deutsche Nah­rungsfreiheit Sache, lediglich der Bauern. Alls müssen mithelfen ! Die Erzeugungsschlacht ist schließlich nur ein Mittel freilich das stärkste iln Kampfe um unsere Nahrungs- fr<> iheit. Daneben, man möchte sagen: dahinter als Etappe, stehen andere Möglichkeiten und Not­wendigkeiten des Einsatzes, lind hierbei wie bei der eigentlichen Erzeugunqsschlacht hat der Städter mitzuhelfen.

Mancher hat selbst einen Garten oder irgend­ein anderes Stückchen Land, das ihm nicht nur den Anbau von Gemüse und Obst ermöglicht, son­dern ihm auch noch gestattet, Kleinvieh, vielleicht Hühner oder Kaninchen, oder gar eine Ziege, zu halten. Es bedarf keiner Frage, daß solche Vor- stadtlandwirtschast, deren Vielzahl in der Summe schließlich viele große Höfe ausmacht, auch nach den Grundsätzen oer Erzeuqungsschlacht geleitet werden muß. Ebenso wichtig und gar noch wich­tiger ist die Lenkung des 'städtischen Verbrauches von den knappen Gütern weg zu jenen, von denen wir genügend haben oder deren Mehrerzeugung uns wenigstens leichter fällt. Das Allerwichtigste für den Städter in der Sorge für unsere Nahrungsfreiheit ist aber die Schädlingsbekämpfung und der Vorratsschutz auch im städtischen Haushalte. Lebensmittel im Werte von einer Milliarde Mark verderben, jährlich weil sie nicht richtig behandelt oder gelagert oder verwendet werden. Solcher Verschwendung, die wir uns einfach nicht leisten können, muß die größere Sorgfalt einen Riegel vorschieben Witz die Nahrungsmittel besser behandelt werden da­mit von ihnen weniger der Fäulnis, dem Schwund oder anderer Verderbnis anheimfällt das wird in diesem Winter auch dem Städter aelebrt werden.

Wir sehen an dieser Hilfe, die jeder mit für die Front m der Erzengungsschlacht, für den er. fvlgrerchen Gewinn der Nrhrungsfreiheit leisten