Ausgabe 
(28.10.1935) Nr. 298
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Nationalsozialisten Vremens

Das flmtsblatt des Senats

der Lreien Hansestadt Lremen

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Montag, 2S. Vktober

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ööring: wir sind ein Volk und ein Neilk

öroße Kede des Ministerpräsidenten in der lalzrlzundertlzalle in vreslau /Niemals ein Legensast zwischen Partei und

Staat!" / Segen die stusnutzung steiliger Parteigrundsätze zu eigenem Profit

Vreslau, 28. Oktober.

Ministerpräsident General Eöring sprach am Sonnabendabend auf der Führertagung der NS- DAP. des Gaues Schlesien in der Jahrhundert­halle. Der Ministerpräsident gab einen Nachruf siir den am Sonnabend zu Grabe getragenen Reichsstatthalter Gauleiter Loeper. Das Leben und der Kampf des Verstorbenen seien ein Vor­bild zu dem Thema, Partei und Staat ge­wesen, ein Vorbild für jene einzige große und so notwendige Zusammenarbeit dieser beiden ge­waltigen Faktoren des heutigen Deutschland. An dem scheinbaren Gegensatz von Partei und Staat orakelten draußen die Schriftgelehrten und prophezeiten den Zusammenbrach des jungen Deutschland.

Wir aber wissen, so fuhr der Ministerpräsident sort, daß von einem Gegensatz von Partei und Staat darum nicht die Rede sein kann, weil ja dieser Staat durch die Partei erst geschaffen wor­den ist, weil wir vordem keinen Staat gehabt haben, und weil unser Staat erfüllt ist von der Idee und von dem Eeistesgut des Führers un­serer Bewegung und weil es letztens in der Hauptsache die Männer der Bewegung sind, die diesen Staat zu erfüllen und zu führen haben. (Beifall).

G»gen den Staat von Weimar waren wir nicht im Gegensatz, da waren wir im Kampf bis zur Vernichtung dieses Staates. (Stürmischer Beifall). Wir mutzten diese Führer beseitigen, um dem Volk jene Führung wiedergeben zu können, die das Volk auch wieder heroisch denken lehrte. Daß das deutsche Volk dazu fähig ist, begründete der Ministerpräsident mit einem Hinweis auf die Taten des Volkes in dem gewaltigen Ringen des Weltkrieges. Wenn heute >ein SA.-Führer oder ein Kreisleiter komme und sage, in leiner Stan­darte oder in seinem Kreis sei die Stimmung miserabel, dann gebe es nur die eine Antwort: Dann ist deine Stimmung schlecht". (Tosender Beifall). Denn so wie unter einem Geist von Scheide- und Stresemännern Deutschland nicht

Unser lagesspiegel

Ministerpräsident Hermann Eöring hielt in Vreslau eine bedeutsame Rede.

Am 9. November werden an sämtlichen Mordstellen der Opfer der Bewegung Ehren­wache» gestellt.

Reichsminister Dr. Goebbels sprach in Weimar zur Eröffnung der Woche des deutschen Buches.

Deutschlands Hockeyelf besiegte Dänemark sicher 6:9.

Im Vorrundenspiel um den Handballpokal besiegte Niederfachsen den Eau Mittel- rhein 14:5.

Niedersachsens Vertreter Hannover 98 und Eintracht Brannschweig schieden im Kampf um den Vereinspokal aus dem Rennen.

Auf Norderney wurden 16 deutsche Schwimm- rekorde aufgestellt; Fischer-Bremen schwamm 199 Meter Kraul in 58 Sekunden.

Der gestrige Sonntag stand in Bremen im Zeichen der Artistensammlnng für das WHW. Bei einem Eeneralappell der Bremer Hitler- Jugend nahmen Obervannführer Jung und Oberjungbannsührer Overbeck ihren Abschied.

stark und tapfer sein konnte, unter dem Geist von Adolf Hitler mutz es stolz und tapfer sein. (Tosen­der Beifall).

Damals haben wir oft darunter zu leiden ge­habt, daß man immer wieder uns als staats­feindlich, zum Begriff des Staates an sich. hin­stellen wollte. Wir haben damals den Leuten erklärt: Im Gegenteil, weil wir einen Staat wollen, müssen wir gegen euch gehen. Weil wir einen sauberen Staat wollen, müssen wir ein un­sauberes System zertrümmern. In einem Augen­blick, wo die Menschen verzweifelten in ihrer Auf­fassung von Deutschland, stellte der Führer jenes Fanal auf, dem erst wenige und dann schließlich im Gleichschritt das ganze deutsche Volk folgte, abgesehen von jenen Abseitsstehenden, die selbst­verständlich bei jedem Millionenvolk als Ab­schaum bestehen müßten. Unter rauschendem Bei­fall erklärte der Ministerpräsident, wir wollen

Weimar, 28. Oktober.

Die Eröffnung ver Woche des deutschen Buches in der Weimar-Halle gestaltete sich zu einer ein­drucksvollen Kundgebung deutschen Kulturwesens. Die Feierstunde, der Rsichsminister Dr. Goeb­bels, Reichsstatthalter Sauckel, der Präsi­dent der Reichsschristtumskammer Hanns Johst, Reichsdramaturg Reiner Schlösser und viele hervorragende Vertreter der Kunst und Wissenschaft beiwohnten, wurde mit dem Chor aus dem zweiten Akt desTurmhäuser" einge­leitet. Dann sprach der Präsident der Reichs­schrifttumskammer Hanns Iohst. Im Gegen­satz zu anderen Sprachen verknüpft sich uns, so sagte er, mit dem Buch kein liberaler Begriff. Nicht die Liberalität ist uns erstrebenswert, sondern die innere Notwendigkeit allein bleibt ausschlag­gebend. Wir Deutschen sehen in dem Buch keine Ware, sondern ein Wesen, nicht einen Wirtschafts­faktor, sondern einen Charakter, keinen ästheti­schen Anlaß, sondern einen unerbittlichen Grund­satz, und diese sittliche charaktervolle Verpflichtung des Buches und seines Schöpfers nimmt unser Deutschland, nimmt das Dritte Reich beim Wort. Von der national­sozialistischen Enzyklopädie, von Hitlers Werk Mein Kampf" her, entwickelte sich ein neues Schrifttum. Die Macht ist durch die Stoßkraft der Bewegung gewonnen. Diesen Sieg auch zum Gewinn für alle Deutschen werden zu lassen, ist die Losung dieser Buchwoche, das heißt die Lo­sung:Mit dem Buch in das Volk". Das Schrifttum, für das wir werben, und das wir in unser Volk hineingetragen wissen wollen, muß unter dem Beiwort stehen:Gewissen, Gehorsam, Gnade!" Diese Dreieinigkeit allein garantiert: Innere Reinheit, Lpferbereitschaft und wahr­hafte Berufung."

So will die Buchwoche des Jahres 1935 das Buch als Mittler und Bermittler zwischen Kraft und Freude, zwischen Denken und Andacht, zwi­schen Mut und Demut stellen.

nicht das Volk hundertprozentig hinter uns, denn dann würden auch jene Gauner und Betrüger und unsittlichen Element« in unseren Reihen stehen.

Noch nicht drei lalzre ...

Mit Nachdruck erklärte Ministerpräsident Eöring dann, er müsse immer wieder daran erinnern, noch keine drei Jahre sei es her, daß über das deutsche Volk der Blutrausch des Kommunismus hinwegstürmte, noch keine drei Jahre, daß nicht in jeder Woche zehn, zwanzig, vierzig, fünfzig Tote und Verwundete in den Reihen der Bewegung fielen und bluteten. Noch nicht drei Jahre, daß über Deutschland in der Welt überhaupt nicht disputiert wurde, und wenn überhaupt, dann nur in dem Sinn, daß Deutsch­land das Objekt der Weltpolitik geworden war

und andere Mächte auf dem Rücken Deutschlands ihre Gegensätze austragen konnten; das, wenn man sich in Genf nicht einigen konnte, immer nur Deutschland die Zeche bezahlen mußte.

Daß wir, so fuhr der Ministerpräsident weiter fort, zu dem heutigen Staat nicht im Gegensatz stehe/ können, ist so sonnenklar, denn wir haben diesen Staat ja selbst gebaut.

Die nationalsozialistische Partei kann nicht mit anderen Parteien verglichen werden, denn niemals sollte vergessen werden, datz das Programm der NSDAP. ein Programm ist, das die Seele und den inneren Menschen erfüllen will und nicht ein Programm, das aus die Lebensformen des Alltags ab­gestellt ist.

(Fortsetzung auf Seite 2)

kill Mr vetriebsappelle

Von Hauptamtsleiter Otto Eohdes

Heute sendet der Deutschlandsender einenBe­triebsappell bei der Reichskredit-Eesellschast' und zwar von 8.10 bis 8.30 Uhr. Diese Sendung gibt einen Ueberblick über das Ziel, durch Abhaltun­gen von Betriebsappellen die Betriebsgemein­schaft zu fördern und damit der Volksgemein­schaft wieder einen Schritt näher zu fein.

Es ist jetzt etwas länger als ein Jahr her, Latz der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Dr. Ley, die Idee der Vetriebsappelle verkündete. Die Notwendigkeit hierzu ergab sich, wie bei vielem anderen, ganz von selbst durch den stetig fortschreitenden Umbruch im Merks» geschehen und in den Betrieben. Es mutzten neue Wege gefunden werden, den deutschen Ar- Leitsmenschen der Faust und der Stirn in den einzelnen Betrieben immer mehr und mehr zu einem festen Block zusammenzuschmieden. Voraus­setzung hierzu war, datz alte Schranken des Klassenkampfes und des Standesdünkels, des un­würdigen Kontrollsystems niedergerissen werden mußten. Ein Mittel hierzu sollten und und sollen die Vetriebsappelle sein. Diese Idee war so neu, datz viele Betriebsführer und auch Eefolgschasts- mitglieder diesen Gedanken nicht so schnell be­greifen konnten. Es ist klar, datz hier nur lang­sam und zielbewußt vorgegangen werden konnte. Und trotzdem ist in der verhältnismäßig kurzen Zeit schon viel erreicht. Es werden allerorts heute monatliche, lltägliche, wöchentliche oder tägliche Vetriebsappelle durchgeführt. Rund 10 v. H. aller Groß-, Mittel- oder Kleinbetriebe sind heute be­reits erfaßt.

Die Jahresübersicht ergibt, daß die Betriebe, die nach nationalsozialistischen Grundsätzen ge­leitet sind, zuerst den hohen Sinn der Betriebs­appelle erkannt haben. Voraussetzung ist hierbei immer, datz Vetriebsführung und Be­triebsgefolgschaft in gutem Ein­vernehmen zueinander stehen. Auf der ande­ren Seite gibt es noch heute sehr viele Menschen> die den ideellen Sinn der Vetriebsappelle durch­aus nicht begreifen wollen, weil sie ihn wahr­scheinlich nicht begreifen können, denn sie kommen mit Einwendungen, die materiell begründet wer­den. Manche sagen, die Durchführung der Ve­triebsappelle sei Zeitverschwendung und koste nur unnötigen Arbeitslohn. Sie vergessen hierbei, datz der richtig durchgeführte Vetriebsappell bei den Eefolgschaftsmitgliedern die Freude am Werksgeschehen und an der Arbeit und an der Mitverantwortung im Betrieb weckt.

Der Bctriebsgemeinschaftsgeist wird gefördert, das Gefühl der unbedingten Zusammengehörig, keit zwischen Betriebsgefolgschaft und Betriebs- führung wird geweckt und fest verankert. Manche Schwierigkeiten werden sich-somit ganz von selbst ausgleichen. Die Grundlage des gegen­seitig en Ver tr auen s ist die beste Gerpähr für ein erfolgreiches Arbeiten des Betriebes, wo­durch beiden Teilen, der Führung und der Gefolg­schaft, geholfen ist. Die Sorgen und Nöte des ein­zelnen und die Sorgen und Nöte des ganzen Ve- triebes müssen jeden einzelnen im Betrieb an­gehen. Gute und böse Zeiten des Betriebes müssen gleichermaßen Angelegenheit aller Vetriebsmit- glieder sein. Zur Erreichung dieser Ziele dienen die Betriebsappelle.

Die Durchführung solcher Vetriebsappelle wird in der Regel nur kurze Zeit in Anspruch nehmen. Der Betriebssichrer spricht zur Gefolgschaft, es wird, wo angängig, die Hakenkreuzflagge gehißt, eine kurze Tages- oder Wochenlosung der Arbeit ausgegeben, Betriebsfragen werden kurz erörtert, die dann im Einvernehmen mit dem Betriebs- Walter ihre Erledigung finden.

EineSchematisierungdesBetriebs-

appells darf auf keinen Fall ein- treten, d. h. er darf nicht verflachen, sondern muß stets eine symbolische Handlung darstellen. Um dies zu gewährleisten, werden in allen hierzu geeigneten Betrieben Werkscharen aufgestellt die neben ihren sonstigen kulturell-weltanschau­lichen Aufgaben auch die Gestaltung der Betriebs­appelle übernehmen werden.

Ein Jahr Arbeit liegt hinter uns. Wir werden auch im kommenden Jahr zweifellos ein weiteres Stück vorwärts kommen.

Mit dem Such in das deutsche Volk'

Neichsminister Vr. Soebbels, kanns lokst und Neichsstatchatter Sauckel sprechen in Weimar ;ur kröffmmg -erwache des deutschen Vuches «Unser Veitrag zur seelischen Versöhnung der Völker"

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Rsichsstatthalter Sauckel kennzeichnete dann in einer kurzen Rede am Beispiel eines persön­lichen Erlebnisses den inneren Wert des deutschen Buches. Ein Leben ohne das deutsche Buch würde schal und leer sein. Der schaffende Mensch, der Tag für Tag und Stunde für Stunde seine harte -Berufsarbeit zu verrichten hat, brauche das Buch. Denn wie könnte der Mensch, der suchende Mensch, über den Alltag hinwegkommen, ohne das deutsche Buch?' Wenn ich, so schloß der Reichsstatthalter, Sie alle, die Sie irgendwie schöpferisch und ge­staltend als Mitarbeiter, als Drucker oder Buch­händler am deutschen Buch mitarbeiten, um eines bitte, dann um dies: Tun Sie alles, um deut­sche Weltanschauung in jedem deutschen Buch zu verankern. Die deutsche Nation und ihre Zukunft werden den Segen davon haben.

Von nicht endenwollendem Jubel begrüßt, be­trat Reichsminister Dr. Goebbels das Podium.

vr. Voebbels spricht

Nach einer einleitenden Würdigung Weimars als der Stadt Goethes und Schillers und damit als der Stadt deutscher Dichtkunst kam Dr. Goeb­bels aus den Wert der deutschen Dich­tung und des deutschen Vuches zu sprechen:

Völker und Zeiten mögen vergehen, bleiben aber wird das, was ihre Staatsmänner und Sol­daten an Leistungen vollbrachten, was ihre Bild­hauer in Marmor und Stein verewigten, was ihre Dichter und Denker an Unsterblichkeit dem Buche einhauchten. Staatsgebilde und Kriegsbild­werke, Bauten und Bücher sind die Mittel, mit denen ein Volk sein Leben über die Jahrtausende hinweg erhalten kann. Das sei aber nur dann möglich, wenn die Kraft, die sie im Innern hält, dem Volke selbst entspringt. Das Volt müsse Pate stehen bei der Geburt der ewigen Kunstwerke, die aus seiner Seele geschaffen, allein auch zu seiner Seele wieder zu sprechen vermögen.

Auch unsere Zeit bedarf wieder dieser tiefsten Veziehungssetzung zwischen dem Volk und seinen Dichtern. Nur, wenn sie fest geknüpft ist, wird die lange Frist, in der wir aus die Verkündigung unseres nationalen Mythos warten, am Ende doch das dichterische Genie der größten Volks­umwälzung der modernen europäischen Geschichte hervorbringen."

Der nationalsozialistische Staat habe, soweit es an ihm liege, diese neue Blütezeit einer künst­lerischen Schafsensperiode in Deutschland auf das beste vorbereitet und Hemmungen und Hinder­nisse, die ihr im Wege standen, beseitigt.

Die erste Aufgabe, die wir nach der Machtergreifung zu lösen hatten, war die radikale Säuberung des deutschen Schrift- tumes von der schmählichen literarischen Hin­terlassenschaft der liberalen Zeit, die dem guten Buch den Weg zum Volke versperrte." Diese Säuberung habe dann im Aufbau des Standes ihre Weisterführung gefunden. Während die Organisationen des liberalen Staates als reine Jnteressenverbände nur die Aufgabe hatten, ihre Mitglieder wirtschaftlich zu betreuen, seien die Organisationen im. nationalsozialistischen Staat verpflichtet, durch unablässige Schulung und Erziehung ihrer Angehörigen das na­tionale Verantwortungsgefühl wachzuhalten. Diesem Zwecke diene vor allem die im Laufe des letzten Jahres geschaffene Reichsschule des deutschen Buchhandels, die jeder durch­laufen müsse, der als Verleger oder Buchhändler, als Büchereiinhaber oder Vuchvertreter an Ver­breitung und Vertrieb des Buches irgendwie be­teiligt ist. Darin zeige sich auch auffällig der Wandel, der sich in Deutschland vollzogen habe, Senn. wäbrend friiber der Börsenverein der deut­schen Buchhändler reiner Prinzivalverband ge­wesen sei, umschließe er heute mit dem Bunde Reichsdeutscher Buchbändler in einheitlicher Zu­sammenfassung Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Da das Buch für Millionen Volksgenossen ein Mittel der Entspannung im schweren Alltag sei,

erscheine es um so wichtiger, daß seichter Kitsch und geistlose Amüsterware durch handfeste Tages­kost ersetzt würden. Unterhaltung dürfe nicht mit Volksverdummung und gewissenloser Eeschäfte- macherei gleichgesetzt werden. Darum sei es eine gebieterische Aufgabe, produktiv und anregend einer guten und brauchbaren llnterhaltungs- literatur den Weg zum Volke zu eröffnen und ihr weiteste Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern.

Daneben stünden die umfangreichen Maßnah­men zur Förderung dichterischer und schriftstelle­rischer Werke vün Rang, denen der Eingang ins Volk frei gemacht werden müsse.Mit dem Mittel moderner Propaganda", so erklärte Dr. Goebbels, haben wir hier vorbildlich zu wirken versucht und jungen, bisher noch unbekannten Kräften, die zumeist aus der kämpfenden Bewegung her­vorgegangen sind, die Möglichkeit freien und sor­genlosen künstlerischen Schaffens gegeben. Es hat an diesen starken Kräften niemals gefehlt, auch zu unserer Zeit nicht.

Sowohl 1933 wie im Jahre 1934 konnte der deutsche Nationalpreis alten Kämpfern der Bewegung verliehen werden und zwar für Werke, die weit über das zeitgenössische Schaffen hinausragten."

Erfreulicherweise hätten sich auch zahlreiche öffentliche Körperschaften und private Vereini­gungen durch Stiftung von Preisen an der Un­terstützung des dichterischen Schaffens in Deutsch­land beteiligt. Es gelte daher, auch dafür zu sor­gen, daß die Schätze deutschen Geistes und deut­scher Dichtung über den engen Rahmen einer schmalen Bildungsschicht hinaus den Sieg in der breiten Masse des Volkes finden.'

Die Werte einer Nation, an denen das Volk im Glucke teilhaben muß, um sie im Unglück verteidi­gen zu können, liegen nicht so sehr im Mate­riellen wie im Ideellen begründet. Man muß ein Volk kennen, um es zu lieben. Und man muß zeden, dessen Liebe zu seinem Volke eine harte "atonale Verpflichtung in sich schließt, auch die Möglichkeit zum Kennenlernen seines Volkes in tiefstem Sinne geben.

Me ganze Nation muß erfaßt werden

. Darum habe die Reichsschristtumskammer in der Reichsarbeitsgemeinschaft deut- icherVuchw erbring all die Kräfte zusam- mengefaßt, die sich dieser Aufgabe widmeten. Diesem Ziele diene auch dieWoche des deutschen Buches". Im Gegensatz zu dem einenTag des Buches der Vergangenheit gehe es dabei'nicht um eine zu nichts verpflichtende Verbeugung.

Es gehe vielmehr um die tiefgreifende und weitreichende Wirkung des Vuches im Volk ,elbst, das unmittelbar davon erfaßt und an­gesprochen werden soll.

Es wird in dieser Woche kaum eine Stadt in Deutschland geben, in der nicht in großen Kund­gebungen und Veranstaltungen das deutsche Buch zu Worte käme, kaum 'ne Organisation, die sich mcht in irgendeiner Weise an dieser arokzüaiaen Werbung beteiligte. Presse und Rundfunk sind' in weitestem Umfange an dieser wirklich geistigen Propaganda beteiligt. Film und Plakat'werden dienst stellen. In allen Ländern und Erdteilen der Welt finden sich deutsche Volks­genossen Zusammen, um ihr Bekenntnis zum na- tronalen Geistesgut ihres Heimatlandes abzu­legen.

In welcher anderen Zeit wäre das möglich ge­wesen, welches andere Land hätte dem auch nur annähernd Gleiches entgegenzustellen? Das in der ganzen Welt von den Federbeinen des Libe­ralismus als barbarisch hingestellte national- ioftali^ii^e Deuti-i'sgnd gibt damit allen Völ­kern ein Beispiel: Im Bekenntnis zum eigenen Geistesgut drückt es seine Achtung und Bewunde­rung vor dem Eeistesgut anderer Nationen aus und glaubt auch hierin seinen Veitrag zur seeli­schen Versöhnung der Völker zuzusteuern, die dem politischen Frieden immer vorauszugehen pflegt."