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Nr. ;1Z / 5. Jahrgang
Menstag 12. November
kinzelpreis 15 Nps.
Keine kmsWung von Lebensmittelkatten
Staatsrat Meinberg auf dem Neichsbauerntag / Planvolle Lenkung der krzeugung auf bodenständiger Srundlage
Unser?e>gesspiegei
Der Führer nahm an der Vestattungsseier- lichkeit für Fran Förster-Nietzsche teil.
Staatsrat Meinberg erklärte in Goslar, daß die Einführung von Lebensmittelkarten unter keinen Umständen in Frage käme.
Die Hitler-Zngend ehrte in Berlin die Helden von Langemarck.
Gauleiter Reichsstatthaltcr Rover stattete der Stadt Vremerhaven einen Besuch ab.
Der Sicherheitsdirektor von Steiermark hat die 17 Jugendgruppen des Deutschen Schul- vereins Südmark aufgelöst.
Die italienische Regierung hat an die Sanktionsstaaten eine Protestnote gerichtet.
Der Negns dementiert die Einnahme Sassa- benehs durch italienische Truppen.
Am Donnerstag weilt Dr. Ley in Bremen.
Im Freihafen wurden fünf Krupp'sche Lokomotiven für Griechenland verladen.
Veutfcher Schulverein Südmark aufgelöst
Wien, 12. November
Der Sicherheitsdirektor von Steiermark, ein Oberst tschechischer Abstammung namens Zellburg (er hieß früher Sivni) hatte alle 17 Jugendgruppen des deutschen Schulvereins Südmark aufgelöst und verboten. Als Begründung wurde im wesentlichen angeführt daß bei der im Mai in Eraz durchgeführten Spendensammlung für den Deutschen Schulverein nicht alle Sammler das hierfür behördlich vorgeschriebene Abzeichen der Vaterländischen Front getragen hätten.
strbeitsämter stärker beansprucht
Berlin, 12. November
Aus einer Statistik der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung für die Zeit oom 1. Juli 1934 bis 30. Juni d. I. geht hervor, daß während dieser Zeit die Einrichtungen der Arbeitsämter von insgesamt 848 371 Volksgenossen in Anspruch genommen worden sind. Gegenüber dem Vorjahre mit rund 600 000 bedeutet das eine gar« erhebliche Zunahme. Während dieser zwölf Monate konnte die Arbeitsämter insgesamt 260 383 Jugendliche in Lehr- und Anlernstellen vermitteln. Auch hier ist die Zunahme gegenüber dem Vorjahr mit 184 000 recht erheblich.
12)82 weibliche NrbeitsdienstwMige
Berlin, 12. November
Aus einer Veröffentlichung des „Deutschen Frauenarbeitsdienstes" geht hervor, daß am 30. September d. I. insgesamt 12 382 weibliche Arbeitsdienstwillige in den Lagern waren.
Neichswettbewecb des NSVStv.
Lr. München, 12. November.
Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund hat mit dem ersten Reichswettbewerb der nationalsozialistischen Kulturgestaltung „Haus des NSDStB., der unter der Schirmherrschaft des Reichsleiters Alfred Rosenberä stand, einen erfolgreichen Weg neuer studentischer Selbsterziehung auf kulturpolitischem Gebiet beschriften.
Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund wird nun im Wintersemester 1935/36 für die deutschstämmigen Studenten auf den Hoch- und ipachschulen des Reiches den zweiten noch umfassenderen Reichswettbewerb unter dem Kennwort ^Olympia" durchführen. Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs, der vom NSDStB. in den DienstderErtüchtigungderdeutschen llugend gestellt wurde, werden dem Schirmherrn, Reichssportfllhrer von Tschammer und Osten, zur Werbung für die deutsche Leibeserziehung und zur Propaganda anläßlich der olympischen Spiele in Deutschland zur Verfügung gestellt.
Erfaßt werden die Gebiete der bildenden Kunst, der Architektur, des Kunsthandwerks, der Musik, der Sprachgestaltung. des künstlerischen Schrifttums, des Rundfunks, des Films, der Fotografie, ^fr Philosophie, der Geschichte, der Leibesübungen, E Biologie der Leibesübungen, der sportärztlichen Fragen, der Rechts- und Verwaltungslehre oer Leibesübungen. Der Reichswettbewerb „Olym- ruft die gesamte deutsche Studentenjugend N!" öffentlichen Beweis ihrer am Nationalsozialismen Geiste erstandenen zuchtvollen Ideale, nach weichen pe nicht nur auf den olympischen Kampfzonen, sondern auch in ihrer Bereitschaft für die große Aufgabe der deutschen Volksertüchtigung an-
^Den Urteilsspruch fällt das Preisqe üuhrung von Reichsleiter Alfred Rose Mttbrwerbsbedingungen werden für!
örtlichen Dienststellen des NS sto Aovember vermittelt. Ihr Bezug rmnahmeberechtigten Studenten frei.
Goslar, 12. November.
Auf dem am Sonntag feierlich eröffneten dritten Reichsbauerntag begannen am Montag früh die Sondertagungen der verschiedenen Abteilungen des Reichsnährstandes. Es handelt sich bei diesen geschlossenen Sitzungen um die sachliche Beratung der verschiedenen Einzelheiten, wobei gleichzeitig alle Sonderfragen als Vorbereitung auf die abschließende öffentliche Haupttagung durchgearbeitet werden. So folgte in den Sondertagungen eine besonders ins Einzelne gehende Schulung der Bauernführer und der Sachbearbeiter. Die Bedeutung dieser Schulungsarbeit ergibt sich schon daraus, daß hier die Grundlage für die Durchführung der Richtlinien des Reichsbauernführers für ein ganzes Jahr gelehrt wird.
Den Anfang machte Montag früh eine Sonder- tagung der Reichshauptabteilung II für die Kreisbauernführer und die Kreishauptabteilungsleiter II unter Leitung des Reichshauptabteilungsleiters Dr. Vrummenbaum, der sich, ebenso wie sein Stabsleiter Dr. Krohn, mit den Hauptgesichtspunkten des zweiten Abschnittes der Erzeugungsschlacht beschäftigte. Es komme
darauf an, bis in die letzten Ortsbauernschaften hinein selbständige Träger der Erzeugungsschlacht zu haben, die auch nach den Ortsverhältnissen für die richtige Zielsetzung der Erzeugungssteigerung sorgen. Dr. Krohn wies dabei u. a. auf die Schlußfolgerung hin, die sich aus der Tatsache ergibt, daß die Wiesen und Weiden rund 22 v. H. der landwirtschaftlichen Nutzfläche einnähmen, aber nur 10 v. H. des Gesamtertrages der Markt- erzeugung liefern.
Staatsrat Meinberg benutzte die Gelegenheit, besondere Gesichtspunkte für die künftige planvolle Lenkung der Erzeugung herauszustellen. Beim Eingehen auf die Frage der Fettwirtschaft betonte er ausdrücklich, daß die Verlegenheitslösung der Einführung von Lebensmittelkarten unter keinen Umständen in Betracht käme.
Es handele sich auch hier angesichts der Lage, die bei der Machtübernahme vorgefunden wurde, um «ine Rohstofffrage, die ihr besonderes Gesicht dadurch bekommen habe, daß die Einschaltung von fünf Millionen Arbeitslosen in den Arbeitsprozeß einen natürlichen Zuwachs des Ernährungsbedarfs gebracht habe, der sich stark auf dem Gebiete der Fett- und Fleischversorgung bemerkbar mache. Gerade deshalb komme es darauf an, nicht
mit Redensarten die Lage zu erörtern, sondern die Gestaltung der Erzeugung so zu lenken, daß das nun wieder in vollem Umfange in der Arbeit stehende deutsche Volk auch die angemessene Ernährung finde.
So erscheine gegenwärtig die Erzeugungsschlacht als die vordringlichste der vielseitigen Ausgaben des Reichsnährstandes.
Dabei werde daraus Rücksicht zu nehmen sein, daß die Leistungssteigerung auf bodenständiger Grundlage erfolge. So solle die Viehzucht ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der vollwertigen Ausnutzung des Eigenfutters ausgebaut werden. Bei dieser Sondertagung kam auch die Frage der Stickstoffpreise zur Sprache. Außerdem wurde eine Sondertagung der Reichshauptabteilung I durchgeführt, bei der Reichshauptabteilungsleiter Haidn über die Stimme des Blutes als Gesetz des Volkes sprach, und Stabsabteilungsleiter Dr. Merkel das Eigentum in germanisch-bäuerlicher Auffassung und in der jüdisch-bolschewistischen Anschauung behandelte. Ferner traten die Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft und die deutsche Milchwirtschaftsvereinigung zu Fachbesprechungen zusammen.
„MP Sie flogen aus..!"
samttienforschung tut not
Von Ltaatsarobivrat Dr. 8. Ring, Rawbsrg
Der auf neue Fundamente gestellte Staat Adolf Hitlers hat auch der verknöcherten Ahnenforschung eine überraschende, volkstümliche Bedeutung gebracht. „Ahnenforschung" erscheint vielleicht manchem werktätigen Volksgenossen nicht als das treffende Wort, denn der schaffende Arbeiter in Fabrik, Werkstätte oder Schreibstube, der schlichte Mann aus dem „Volke", hat keine Ahnen, sofern man darunter Voreltern in gehobener Lebens- stellung und mit ererbtem Besitztum versteht. Doch hat die Forderung des arischen Vlutnachweises einen ganz anderslautenden Sinn, der selbst vielen jener feudalen Abkömmlinge aus dem siechen Gedächtnis entschwunden war. Nicht mehr um Geld, Gunst und Liegenschaften geht heute die Frage, sondern nur darum: BistdueinDeutscher? Hat dein Geschlecht die Reinheit des deutschen Namens und Blutes bewahrt oder verfiel es der Rassenschande infolge verwerflicher Mischung mit artfremdem Blute?
Durch einen wohlgehüteten ,-stammbaum" suchte der adlige Großgrundbesitzer dereinst seine Rechtsansprüche auf das fsudaleAhnenerbo zu wahren und eine wappengeschmückte Ahnentafel mit den Ahnherren des Geschlechtes und den „ebenbürtigen" Ahnenfrauen gab den jüngeren Söhnen die Anwartschaft auf eine einträgliche Domherrenpfründe oder den unverheirateten Töchtern beruhigende Aussicht auf lebenslängliche Versorgung in einem Stift. Die Prüfung der reinadeligen Herkunft aber hieß die „Ähnenprobe".
Unsere neue „Ahnenprobe" der arischen Herkunft erstreckt sich auf das Anrecht des Staatsdieners und Volksgenossen und geschieht letzten Endes um der Erhaltung des Volkes willen. An der verderblichen Vlutmischung, an der Blutvergiftung und Rassenverschlechterung sind die Völker zugrunde gegangen.
Die vertiefte Familien- und Heimatgeschichte ist berufen, alle vom volkszersetzenden Marxismus bewußt geleugneten und verlästerten Zusammenhänge des Blutes im Volkskörper wieder herzustellen. Die meisten Familien vom heute sind entwurzelt, vereinsamt, losgelöst aus dem Schoße ihres Geschlechtes. Sippe und Sippschaft haben einen verächtlichen Klang erhalten. Und doch sind unsere Vorfahren, die alten Germanen, dereinst in Sippenverbänden ins Land gekommen, sippenweise haben sie den Urwald gerodet und die Dörfer aufgebaut; nach Sippen geordnet, zogen sie in den Kampf. In der todesbereiten Treue und Hilfsbereitschaft gegenüber dem Sippengenossen lag ihre Unüberwindlichkeit und ihr Uebergewicht gegenüber den besser gerüsteten römischen Söldnerscharen.
Die deutsche Geschichte des Mittelalters bis herein ins 19. Jahrhundert ist im Grunde genommen Familiengeschichte. Denn die adeligen Grundherren und Fürsten spielten ihre Rolle nicht als einzelne, sondern als Vertreter, ihres Geschlechtes. Familienwappen an Burgtoren, Kirchen und Gedenksteinen in Stadt und Land weisen den Nachfahren noch heute die Wege ihrer Ahnen. Nichts Schlimmeres konnte dem Adeligen geschehen, als der Eeschlechtertod, das Aussterben seines Geschlechtes. Mit dreimaligem Weherufe wurden Schild, Helm und Schwert zerbrochen und zu dem letzten Sprossen in die Gruft gesenkt. Auch im Handwerker- und Bauernstände ist die Erinnerung an Geschlecht und Sippe bis heute niemals ganz erloschen. Da die Geschlechter untereinander freiten, da man somit nicht nur den einzelnen kannte, sondern sein ganzes Geschlecht, also sozusagen die Erbtüchtigkeit des Ehepartners vor Augen lag, waren Mißheiraten so gut wie ausgeschlossen. Noch heute sucht der Bauer die Wichtigkeit der Ehe seinem kraftvollen Stammhalter mit den Worten einzuprägen: „Lümmel, mach die Augen auf, Heirat ist kein Ochsenkauf!"
Ist es nicht seltsam in einer Zeit, da Hunde und Pferde weitreichende Stammtafeln ausweisen, daß der moderne Mensch nicht imstande ist, über seine Eroßeltern hinauszudenken daß er, zur die Vergangenheit blind, auch in die Zukunft seines Geschlechtes nicht schauen kann, daß er, der Weitgereiste, nicht weiß, wo im deutschen Lande die Urheimat seiner Väter liegt. Die
„wir find Seift von eurem Seift"
Ne deutsche lugend ekrt die gefallenen beiden von Langemarck
Berlin, 12. November.
Nach dem Totengedenktag der nationalsozialistischen Bewegung ehrte die Hitler-Jugend am 21. Jahrestag das Andenken der gefallenen Helden von Langemarck. Die Reichsjugendführung und der Langemarck-Ausschuß veranstalteten am Sonntag im Theater am Horst-Wessel-Platz eine Feierstunde, die sich zu einem machtvollen Bekenntnis der deutschen Jugend zum Geist, des Front- soldatentums gestaltete. Der Gedenkfeier ging eine Kranzniederlegung durch den Reichsjugendführer am Ehrenmal Unter den Linden voraus. Gemeinsam mit Vertretern der Wehrmacht, dem Ober- gebietsfiührer Axmann und Oberbannführer Moka, dem Leiter des Langemarck-Ausschusses, ichritt der Reichsjugendführer die Front der Ehrenformationen ab. Unier den Klängen des Liedes „Ich hatt' einen Kameraden" legte er sodann den Kranz nieder, der die Aufschrift trug: „Den Helden von Langemarck. — Der Jugendführer des Deutschen Reiches". In der Feierstunde im Theater am Horst-Wessel-Platz, der zahlreiche Angehörige der Wehrmacht und Vertreter der Partei und Staat, alle Amtsleiter der Reichsjugendführung und des Gebietes Berlin und viele Kriegsteilnehmer beiwohnten, begrüßte der Reichsjugendführer in seiner Feieransprache mit herzlichen Worten die anwesenden Flandern- und Langemarck-Kämpfer. Jahr für Jahr, so fuhr er fort, solle die Jugend an diesem Tage zu einer Feier zusammentreten und ihr Herz erheben im Bekenntnis zu Treue und Opfer, im Bekenntnis zum Geiste von Langemarck.
Dieser Tag soll kein Tag der Trauer sein, sondern die sich immer wiederholende Begegnung der lebenden Jugend mit den Geistern der Gefallenen.
„Mag das Erlebnis, das Ihr" — mit diesen Worten wandte sich Baldur von Schirach an die anwesenden Kämpfer — „vor uns voraus habt, das Erlebnis, das euch in der Achtung der Nation und in der Dankbarkeit der Jugend höher stellt als alle anderen Glieder unseres Volkes auch noch so gewaltig und für uns über alle Vorstellung er
haben sein: es bleibt dennoch kein Mißverständnis und keine Fremdheit zwischen uns, denn wir sind Geist von eurem Geist. Ihr habt den Sozialismus der Front geboren, wir haben den Sozialismus im Frieden, aber nach eurem Vorbild. gestaltet. Ihr habt uns durch euch selbst das Erlebnis des Heldischen geschenkt. Vater und Söhne haben ein Ideal, das sie zusammenführt und in dem sie verschworen find."
Baldur von Schirach wandte sich sodann gegen das Geschwätz jener Besserwisser, die von der „Legende von der Sinnlosigkeit des Opfers von
Eöttinge«, 12. November.
Mit der Weihe des ersten Kameradschaftshauses der Hitler-Jugend in Deutschland, das am Montag in Eöttingen eröffnet wurde, hat sich nach der Auflösung der Korporationen ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Heranbildung eines neuen deutschen Hochschultyps vollzogen. Wenn hier im Eöttinger Kameradschaftshaus im gleichen braunen Hemd die Studenten und Jungarbeiter sich zusammengefunden haben, so ist damit das Ziel gewiesen, dem die Arbeit an der Neuformung unseres Hochschulwesens zustrebt: Die Hochschule nicht mehr als Bildungsstätte einer bevorrechtigten Schicht zu betrachten, sondern aus ihr eine Erziehungsstätte für eine ausersehene Schar künftiger FührerdesVol- kes in allen sozialen Gliederungen zu machen.
Vannführer Heintzmann eröffnete die Weihestunde mit dem Hinweis darauf, daß die HJ. mit der Errichtung dieses Mannschaftshauses für das Streben nach wahrer Volksgemeinschaft ein leuchtendes Vorbild gebe. Der Führer der Studenten, Biechelmann, dem das Heim bis-
Langemarck" sprächen. „Schaut auf die Millionen der Jugend"; so rief er aus, „das ist die Sinngebung von Langemarck. Daß wir uns selbst vergessen/ daß wir uns opfern, daß wir treu sind, das ist die Botschaft der Gefallenen an die Lebenden. Die junge Generation wird niemals dem Vermächtnis dieser ewigen Toten untreu werden können. Sie wird dazu erzogen, immer und überall ihre Schuldigkeit zu tun.
Denn über Krieg und Frieden steht für uns Deutschen der Begriff der Pflicht und der Dienst an der Idee, die größer ist als wir selbst."
her unterstand, zeichnete in seinen Worten den Lebensstil, mit dem die junge studierende Mannschaft gegenüber den veralteten Korporationsidealen die Hochschule für sich erobern wolle und der in diesem Heim seine vollkommene Verwirklichung finden solle. Gebietsfllhrer Vlomquist übernahm das Heim sodann für die HJ. mit dem Hinweis darauf, daß noch viel Arbeit zu leisten sei, ehe das große Ziel erreicht sei, auf der Hochschule die wirklichen Führer des Volkes heranbilden zu können. Deshalb müsse das Kameradschaftsheim eine lebendige Zelle sein, in der die studierenden HJ.-Kameraden mit den jungen Arbeitern der HJ. politisch und weltanschaulich ausgerichtet würden.
wirtschaftskockstkule Verlin
Berlin, 12. November.
Der Reichs- und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat einen bedeutsamen Schritt zur Neugestaltung des gesamten wirtschaftswissenschaftlichen Studiums getan. Gemäß Beschluß des preußischen Staatsministeriums vom 1. November 1935 wird die bisherige Handelshochschule Verlin zu einer Wirtschaftshochschule erweitert. Die Handelshochschule wird damit zum Kern der gesamten wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung in der Reichshauptstadt gemacht. Diese Tatsache soll eine Gewähr für die enge Verbindung von Forschung und Lehre mit der Praxis bieten.
Die Studierenden der Volkswirtschaftslehre werden wie bisher ausschließlich an der Universität, die Studierenden der kaufmännischen Disziplinen ausschließlich an der Wirtschaftshochschule immatrikuliert. Die Immatrikulation berechtigt dazu, an beiden Hochschulen Vorlesungen zu belegen. Für die Prüfung der Diplom-Volkswirte, der Diplom- Kaufleute und der Diplom-Handelslehrer wird ein einheitliches Prüfungsamt errichtet. Es ist ferner beabsichtigt, die Wirtschaftshochschule in weitem Umfang der wirtschaftswissenschaftlichen Weiterbildung anderer Berufe (Referendare, Assessoren, Beamte der Verwaltung und andere) dienstbar zu machen.
Japan ekrt die Loten des 9. November
München, 12. November.
Montag vormittag legte für die kaiserlich-japanische Botschaft in Berlin der stellvertretende Botschafter, Geschäftsträger Dr. Inouö, in Begleitung der beiden Vertreter des Münchener Generalkonsulats an einem der beiden Ehrentempel am Königsplatz einen Lorbeerkranz mit Widmung der Botschaft nieder.
Lukoabme: Veltbilck
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Student und Jungarbeiter in einer front
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