Ausgabe 
(9.11.1935) Nr. 310
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Das Amtsblatt des Senats

Nationalsozialisten Vremens

der freien ljanlestadt Vremen

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Nr. Zw / r. Jahrgang

Sonnabend, S. November

kinzelpreis 15 Npf.

Her lag -es lieldischen Opfers

Me loten des 8. November IS2Z werden in kbrentempeln alskwige wache" für immer chren Platz tzaben und Matzner sein für das ganze deutsche Volk / feierliche Überführung der Sefallenen in die feldtzerrntzalle

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Zug der öefallenen

der S. November 1SZS in München

München, 9. November.

München, die Hauptstadt der Bewegung, hallte gestern den ganzen Tag wider vom festen Marsch­tritt der SA., SS., des NSKK., des Arbeits­dienstes, der Politischen Leiter, der HJ. Reicher Flaggenschmuck grützte die aus dem ganzen Reich mit Sonderzügen eingetroffenen Gäste der Feier­lichkeiten des 8. und 9. November.

Auf drei großen Münchener Friedhösen wurden am Mittag die 18 Gefallenen des 9. November 1923 feierlich aufgebahrt. Im Waldfriedhof, im Nordfriedhof und im Ostfriedhos waren die Ans- segnungshallen mit hohen Lorbeerbäumen ge­schmückt, vor denen aus acht tannen-umwundenen Pylonen Opferslammen aufloderten.

Die einheitlichen, edel geformten Zinnsärae, in die die sterblichen lleberreste der Männer gebettet wurden, die vor 12 Jahren an der Seite Adolf Hitlers ihr Leben Hingaben für die Freiheit und die Ehre des deutschen Volkes, trugen als einzigen Schmuck ein dunkelrot-samtenes Bahrtuch, auf dessen Mitte von weißem Grund das Hakenkreuz aufleuchtete, das Siegeszeichen, für das sie in den Tod gingen, zu Füßen des Hakenkreuzes trug Las Bahrtuch in goldenen Lettern den Namen des Gefallenen. Vor federn Sarg stand ein Korb mit riesigen weißen Chrysanthemen.

fluftug der ktzrenwache

Punkt 12 Uhr zog unter feierlichem Orgelklang die Ehrenwache der SA. auf, die das bis­herige Wachkommando der SS.-Stan­darteDeut'chland" ablöste. Die Ehren­wache mit den Fahnenträgern der die Namen der Gefallenen tragenden Traditionsstürme nahm hin­ter den Särgen Aufstellung. Die Angehörigen der toten Helden wohnten dem Aufbahrungsakt bei und weilten in tiefer Ergriffenheit vor den Särgen. Nach dem Aufzug oer Wache, deren Posten bis zum Abend von Stunde zu Stunde ab­gelöst wurden, wurde der Bevölkerung Gelegenheit geboten, den gefallenen Vorkämpfern des Dritten Reiches ihre Ehrfurcht zu bezeugen.

Me nüchtliche Irauerparade

Schon lange vor der Stunde, die für die feier­liche Ueberführung der 16 Gefallenen der nationalsozialistischen Bewegung von den drei großen Friedhöfen in die nördlich des Sieges­tores gelegene Leopoldstraße vorgesehen war, säumten dichte Menschenmengen die Straßen, die von den Friedhöfen in die Stadt Hereinführen. Einige Zeit vor Annäherung der Trauerparaden wurde der Fährverkehr eingestellt, das Licht der Schaufenster erlosch, die Straßenbeleuchtung wurde ausgeschaltet. So lag der Zug der Trauer­paraden in nächtliches Dunkel gehüllt, in das nur dann und wann aus Wolken und Nebelfetzen ein fahler Streifen Mondlicht fiel.

Immer mehr anschwellender Trommelwir­bel kündete der harrenden Menschenmenge drs langsam-feierliche Herannahen der Trauerparaden an. An der Spitze jeder Trauerparade marschierte ein Spielmannszug, der unablässig die Trommel rührte. Die von sechs Pferden gezogene Lafette mit dem Sarg, der mit dem Bahrtuch geschmückt war, wurde auf dem ganzen Wege von sechs alten Kämpfern im ordengczierten Braunhemd geleitet. Ehrenstllrme der >8A., der SS., des NSKK., eine Abteilung des Arbeitsdienstes mit geschultertem Spaten und eine Bereitschaft Politischer Leiter marschierten verhaltenen Schrittes in der Ehren- abordnung. Zu beiden Seiten des Marschweges standen in Abständen von je zehn Metern SA.- Männer mit Fackeln.

Ehrfürchtig und schweigend stand entblößten Hauptes die Menge. Als die Lafette mit dem Sarg herannahte, erhoben sich die Arme empor zur letzten Ehre für einen der Tapferen, aus deren Herzblut das neue Reich entsprossen ist. Kein stärker zu Herzen gehender Akt der Verbundenheit zwischen den Toten und den Lebendigen, in deren Seelen sie weiterleben, ließe sich denken, als die ser Zug aus der herbstlichen Stille der Friedhöfe durch die ehrfurchtsvoll schweigende nächtliche Stadt; kein größerer Triumph aber als die Ge­wißheit, daß auf diesen Sieg der Tote» folgen wird der Sieg der Auferstehung und de« ewigen Weiterlebens von Volk und Nation.

vor den Mauern des Siegestores

Wiederum lag Dunkelheit nur durchbrochen durch die Fackeln der spalierbildenden SA. üher den Straßen, als gegen 22 Uhr die Trauerzüge mit den gefallenen Helden sich in der Ludwig- straße zum gemeinsamen Gang zum Siegestor und der Feldherrnhalle vereinigten.

Buch die 3000 Unterführer waren bereits von der Kundgebung im Zirkus Krone (über die wir

im Innern des Blattes berichten. Die Schriftl.) heranmarschiert, ebenso die alten Kämpfer, die noch unter dem Eindruck der Fllhrerrede im Bür- aerbräukeller standen. Zu ihnen gesellten sich Riesenkolonnen der 10 000 Fahnenträger und der Abordnungen, die Standarten der Bewegung aus dem ganzen Reich nach München gebracht hatten.

Kurz vor dem Siegestor nahmen die Lafetten auf der westlichen Seite der Leopoldstraße Auf­stellung. Dann setzte sich langsam und feierlich die Trauerparade in Bewegung, um die 16 ersten Vlutopfer des Kampfes für das Dritte Reich durch das Siegestor zu geleiten. Die Vlutfahne, ge­

folgt von sämtlichen Standarte», flatterte im nächtlichen Winde voran.

Unter den feierlichen Klängen des Hörst-Wessel- Liedes marschierten die 10 000 Fahnen der Be­wegung auf dem Odeonsplatz auf'und nahmen vor der Feldherrnhalle Aufstellung. Lautlose Stille herrschte auf der weiten Runde des Platzes, auf dem Tausende von Volksgenossen dem Einzug der Fahnen entblößten Hauptes beiwohnten. Lang­samen Schrittes und in stummer Ehrfurcht gegrüßt, schritt der Führer den Weg, den die toten Helden auf den Lafetten gekommen wären, zur Feldhern- halle. Von seinen getreuen Paladinen, begleitet,

stieg der Führer die Stufen zu der Stätte empor, wo er jetzt mit seinen toten Kameraden vor ihrer ewigen Ruhe in den Ehrenhallen die letzte stumme Zwiesprache halten sollte. Das Lied vom guten Kameraden weihte diesen unvergeßlichen Augen­blick. Nach einigen Minuten ehrfürchtigen Ver- weilens vor den Särgen der Vlutopfer des g. November verließ der Führer die Halle und durchschritt die Reihen seiner ältesten Mitkämpfer.

Während der Nacht verblieben die Särge in der Feldherrnhalle. Bis zum Morgengrauen ging der Zug der Lebenden an den unsterblichen Toten der Bewegung vorüber . . .

Hoch gesiegt!

Vor Marsch des S. November

ir. dlü. Nicht nur die Hauptstadt der Be­wegung, dieganzeNation begeht heute den 12. Jahrestag des Marsches zur Feld­herrnhalle als einen Tag des nationalsozia­listischen Opferbekenntnisses und der natio­nalsozialistischen Tat. Sechzehn der ersten todesmutigen Mitstreiter Adolf Hitlers, von unerschütterlichem Glauben an das ewige Deutschland erfüllt, ließen am 9. November 1923 vor der Feldherrnhalle und im Hof des Bayerischen Kriegsministeriums für den Führer, für die Bewegung, für das Dritte Reich ihr Leben. Diesen Blutzeugen des Kampfes um die innere und äußere Befrei­ung Deutschlands, diesen unsterblichen Vor­bildern stahlharter Mannestreue und helden­hafter Einsatzbereitschaft wird heute die höchste Ehrung zuteil, die das junge Reich auf Befehl des Größten aller Deut­schen erweisen kann: sie werden in den Ehrenhallen auf dem Münchener Königs­platz zwischen den Neubauten der Reichslei­tung der NSDAP. feierlich beigesetzt. Zur ewigen Ruhe werden sie gebettet und gehen doch ein in das Reich unvergänglichen Le­bens!

Der äußere Sieg konnte diesen Män­nern des 9. November 1923 in der Stunde ihres Sterbens, da ihr Blut heiligen Boden tränkte, nicht zuteil werden. Sie, die dem sicheren Tod mit dem LiedeDeutschland hoch in Ehren" auf den Lippen entgegenmar- schierten, haben aber in der Gewißheit, daß sie durch ihr Opfer den späteren Sieg der Bewegung entscheidend miterkämpften, das gigantische Werk des Führers im Geiste als Bürge ihrer eigenen Unsterblich- keit erschaut. Denn unsterblich sind sie wie alle die anderen, die nach ihnen bis zum letz­ten Atemzüge für den Führer und seine Idee stritten und genau so unerschrocken, genau so zukunftsfreudig ihr Kostbarstes, ihr Leben, Hingaben.

Und Ihr habt doch gesiegt! Obschon vor zwölf Jahren von mörderischen Kugeln nie­dergestreckt, seid Ihr heute und alle Zeiten mitten unter uns. Warum Ihr über Tod und Verrat, über Staub und Asche trium­phiert? Weil Euer Blutopfer mit zwingender Notwendigkeit Millionen Irregeführter den marxistischen Hetzern entreißen mußte, weil Euer Marsch zur Feldherrnhalle das Signal für den Aufbruch einer ganzen Nation war, weil Euer grenzenloser Glaube an Adolf Hitler das schlummernde Gewissen unzähli­ger Männer und Frauen, die noch abseits ständen, mit elementarer Gewalt wachrüt­telte. Ihr trugt die Fahne dem Feind bis in die vorde-ste Front entgegen, folgtet dem Hakenkreuz bis an die Pforte des Todes, gabt einem heroischen Wollen den Schwung der heroischen Tat. Darum werdet Ihr Kraft Eures Heldentums leben und wirken solange Deutschland lebt, Jahr­tausende, ewig . . .

Denn das ist der Sinn dieses Opfers deut­scher Freiheitskämpfer: es wurde darge­bracht einem Reich und seiner Volksgemein­schaft, die noch erstritten werden mußten, die erst in den Herzen weniger Glaubensstarker lebten. Weil Treue, Glaube, Mut und Wil­lenskraft der ersten marschierenden Natio­nalsozialisten auch im Kugelregen sich be­währten, mußten am 9. November zündende Funken aus der unsichtbaren Welt einer kühnen Idee in die erkaltete Wirklichkeit springen und ein wachsendes Flammenmeer der Begeisterung für den Führer und seine herrliche Bewegung erzeugen. Hunderte folgten dem Marschtritt der Sechzehn, achteten wie sie ihr Leben ge­ringer als das Bekenntnis zum National­sozialismus. Hunderte verbluteten, die Rei­hen fest geschlossen, auf dem steinigen Wege zur Befreiung der Nation mit der gleichen Todesbereitschaft wie die Gefallenen, deren I stolze Heimkehr wir heute miterleben. Auch

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