Ausgabe 
(8.11.1935) Nr. 309
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parteiamtklageszeilung der NationalsozialistenVremens

Has flmtsblatt des Senats der Lreien fjanlestadt Vremen

Bremer Zeitung erscheint täglich (auch Montags). Monatsbezug: RM. 2,3V einschl. 30 Rps. ZustellungSgebühr; I durch die Post RM. 2,30 einschl. UeberweisungSgebühr auSschl. Postbestellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu I entrichten. Postscheck Hamburg 172 72. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz. I

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Nr. Z0S / 5. Jahrgang

srellag, S. November

kinzelpreis 1S Npf.

llem fülirer getreu bis in den lod l

die ersten Nekruten des stritten Neiches schwören unter der feierlich gehißten keichskriegsstagge dem obersten Befehlshaber stdolf Hitler unverbrüchlichen Sehorsam / stank für die Wiederherstellung der wehrfreiheit

Berlin, 8. November.

In -er Geschichte des deutschen Volles wird der 7. November 1936 denkwürdig bleiben für alle Zeiten, denn dieser Tag brachte zwei Ereignisse von einmaliger und doch ewiger Bedeutung. Die ersten Wehrpflichtigen des Dritten Reiches legten dem Führer des deutschen Volkes und ihrem Obersten Befehlshaber den heiligen Eid der Treue und des Gehorsams bis zum Tode ab. Ihr ferer-

Unser lagesspiege!

Gestern erfolgte im ganzen Reich, verbunden mit der Vereidigung der Rekruten, erstmalig die Hissung der neue» Reichskriegsslagge.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat an die Soldaten einen Flaggen- erlatz gerichtet.

Bei der Hissung der neuen Reichsdienstslagge hielt Reichsiunenminister Dr. Frick eine Ansprache.

In einer amtlichen Erklärung wird Deutsch­lands neutrale Haltung in der Frage der Genfer Sühnemahnahme« betont.

großen Kerzenleuchtern errichtet. Hinter ihm standen die Schulen, H2., Jungvolk und VDM., die Schüler der nationalpolitischen Erziehungs­anstalt in ihren braunen Uniformen, stand in dich­ten Reihen bis zum Marstall hin die Bevöl­kerung, die auch die Fenster, Erker und Dächer der umliegenden Baulichkeiten besetzt hielt. Die geschlossenen Gliederungen, der Bewegung und die Abordnungen der Soldatenverbände hatten mit ihren Fahnen auf dem linken Flügel der Truppen Aufstellung genommen. Die Mitte des Platzes nahm ein hoher weißer Fahnenmast ein, neben dem die Ehrenposten wie Bildsäulen stan­den. Eine Viertelstunde vor Beginn des feier­lichen Aktes marschierte die Fahnenkompanie vor der Rampe des Stadtschlosses auf und der Reichs­kriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehr­macht, Generaloberst von Vlomberg schritt die Front der Truppen und der Formationen ab. Der Kommandeur der 23. Division, Generalmajor

Busch, gab darauf den Erlaß des Führers über die Reichskriegsflagge bekannt, um mit dem von allen mit größter Spannung erwarteten KommandoHeißt Flagge !" den Befehl zum Aufziehen des neuen Symbols der jungen deut­schen Wehrmacht zu geben.Unter dem Donner der Salutbatterien und dem feierlichen Geläut der Potsdamer Kirchenglocken stieg unter den Klän­gen des Präsentiermarsches langsam die Reichs­kriegsflagge empor, von allen mit erhobenem Arm begrüßt.

Die feierliche Vereidigung wurde durch einen Feldgottesdienst eingeleitet,' bei dem Wehr­kreispfarrer Dr. Schütz an die Rekruten eine vom besten soldatischen Geist getragene An­sprache richtete.

Er ermähnte die jungen Angehörigen der Wehr­macht, in Not und Tod treu zu ihrem Eide zu stehen, lieber zu sterben, als zum Feigling und ehrlosen Verräter zu werden.

Die zwei Millionen Kreuze auf den Gräbern k der Gefallenen seien heute ihre Mahner. Der Kommandeur der 23. Division wies auf die denk­würdige Stunde hin, in der die ersten Wehr­pflichtigen des Dritten Reiches den Eid auf den Obersten Befehlshaber und Führer Adolf Hitler ablegen. Er ermähnte sie, sich würdig des Ver­mächtnisses ihrer Vater zu zeigen und dem Führer getreu bis in den Tod zu folgen.

Dann hoben die 4000 Rekruten die rechte Hand zum Schwur und sprachen Wort für Wort die Eidesformel nach, während von der nahen Garnisonkirche das Glockenspielkleb' immer Treu und Redlichkeit" mahnte. Der Vorbeimarsch der Fahnenkompanie und Salutbatterie beendete die geschichtliche Feier.

(Fortsetzung auf Seite 2)

krlch des Meers und obersten vefelsisliabers

»Vas stakenkceur sei tuch Symbol der kinlieit und Neiicheir der Nation"

Beim italienischen Vormarsch anf Makale sind weitere Ortschaften besetzt worden.

Italien hat die Sportbeziehnngen zu alle» Sanktionsländern abgebrochen.

In der Kampfbahn wurde« die Bremer Re­kruten vereidigt.

Auf dem Osterholzer Friedhof wird morgen die Urne August Fahlbnschs beigesetzt.

lichcs Gelöbnis aber geschah unter einem neuen Symbol, dem Zeichen der von ihm geschaffenen Bewegung, unter dem sich die tausendjährige Sehnsucht des deutschen Volkes erfüllt hat. Volk- werdung und Volksheer, Ehre, Freiheit und Zu- kunst der Nation sind, wie auch das äußere Zei­chen dieser unlöslichen Einheit, das Werk des Mannes, zu dem an diesem geschichtlichen Tag mit den jungen Waffenträgern der wiedererstan­denen deutschen Wehrmacht das ganze Volk mit tiefem Stolz und unauslöschlicher Dankbarkeit emporblickt, Adolf Hitler!

stuf dem Neichskriegsministerium

Auf dem Reichskriegsministerium er- folgte um 8 Uhr früh die Hissung der neuen Reichs- kriegsflagge. Auf der Kanalseite der Straße und auf der gegenüberliegenden Seite des Liitzow- Ufers hatten sich zu diesem Ereignis viele Men­schen angesammelt. Volksgenossen, die sonst ängst­lich darauf bedacht sind, pünktlich an ihrem Ar- Leitsplatz zu sein, blieben stehen. An Fenstern und auf' den Erkern standen und warteten Un­zählige auf das Hissen der Flagge, die pünktlich um 8 Uhr an drei hohen Masten emporstieg und grüßte. Still verharrte das morgendliche Berlin im deutschen Gruß, den auch die Volks­genossen bei der feierlichen Hissung der neuen Flagge auf dem Gebäude in derBendler- straße erwiesen.

... und auf dem Neichslufifokrtministerium

Mit einer besonderen Feierlichkeit war die His-- sung der Flagge auf dem Gebäude des Reichs­luftfahrtministeriums in der Behrens- straße verbunden. Um 7. Uhr marschierte eine Ehrenkompanie des Jagdgeschwaders ,Aicht- Höfen unter Vorantritt eines Spielmannszuges mit Musik auf. An den beiden Flügeln versam­melten sich sämtliche Offiziere des Ministeriums, die uniformierten Beamten sowie die Amtschefs und Inspekteure. In Vertretung des Reichsluft- sahrtministets und Oberbefehlshabers der Luft­waffe. General der Flieger Gering, schritt Staats­sekretär Generalleutnant Milch, nachdem ihm der Führer der Kompanie Meldung erstattet hatte, die Front ab. Punkt 8 Uhr gab der Kompanie­führer das Kommando:Achtung! Präsentiert das Gewehr! Heißt Flaggen!" Unter den Klängen des Präsentiermarsches wurde dann auf dem Dach des Hauses an zwei seitlichen Masten die Reichskriegsflagge langsam vorgeheißt. Am mittleren Mast ging gleichzeitig das Kommando- ze-chen des Reicheministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe hoch. Ehr­furchtsvoll grüßten alle, die dem feierlichen Schau­spiel beiwohnten, das neue Symbol. Generalleut­nant Milch brachte anschließend ein Sieg-Heil auf Führer, Volk und Vaterland aus. Das Lied der Deutschen und das Horst-Wefsel-Lied schloßen sich an. Der Vorbeimarsch der Ehrenkompanie unter den Klängen des Dadenweiler Marsches beendete den feierlichen Akt.

Im historischen Potsdam

2m Potsdamer Lustgarten, wo die langen Kerle Friedrich Wilhelms I., die ruhm- gT-krönten Grenadiere Friedrichs II. marschierten, waren am Morgen des 7. November etwa 4000 Rekruten, die am 1. November im Standort Pots­dam eingezogen wurden, aufmarschiert. Vor der Mitte des Marstalls war, flankiert von Gewehr- und Trommelpyramiden, der Altartisch mrt

Berlin, 8. November.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat an die Soldaten der Wehrmacht znr Einführung der neuen Reichskriegsflagge folgenden Erlaß gerichtet:

Soldaten der Wehrmacht! Mit dem heutigen Tage gebe ich der wiedererstandenen Wehrmacht der allgemeinen Dienst- pflicht die neue Reichskriegsflagge.

Das Hakenkreuz sei Euch Symbol der Einheit und Rein­heit der Nation, Sinnbild -er nationalsozialistischen Weltan­schauung, Unterpfand -er Freiheit und Stärke des Reiches.

Das Eiserne Kreuz soll Euch mahnen an die einzigartige Tradition der alten Wehrmacht, an die Tugenden, die sie be­seelten, an das Vorbild, das sie Euch gab.

Den Neichsfarben Schwarz-Weiß-Rot seid Ihr ver­pflichtet zu treuem Dienst im Leben und im Sterben. Der Flagge zu folgen, sei Euer Stolz.

Die bisherige Reichskriegsslagge wird in Ehren einge­zogen. Ich behalte mir vor, sie an besonderen Gedenktagen setzen zu lassen.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht.

Adolf Hitler.

fluch -ie Neichsdienstflagge feierlich gehißt

Berlin, 8. November.

Auch die neue Reichsdienstflagge, die im Zeichen der Einheit von Partei und Staat in der linken oberen Ecke der Hakenkreuzslagge das Hoheits­zeichen trägt, ist am Donnerstag zum ersten Male feierlich gesetzt worden. Seit 11 Uhr vormittags weht sie auf dem Gebäude des Reichs- und preu­ßischen Ministeriums des Innern am Königsplatz in Berlin. Die feierliche Hissung war mit einer Ansprache des Reichs- und preußischen Innen­ministers Dr. Frick verbunden.

Der Minister schritt zunächst in Begleitung der Staatssekretäre Dr. Pfundtner, Erauert und Stuckart, sowie des Befehlshabers der deutschen Polizei, Generalleutnant Daluege, die Front der Ehrenhundertschaft der Schutzpolizei und der sämtlichen Beamten und Angestellten des Mini-

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steriums ab. Dann ertönte bei präsentiertem Karabiner das Kommando zum Hissen der Flagge, die darauf unter den Klängen des Präsentier­marsches auf den vier Ecktürmen des Gebäudes bei strahlenoem Sonnenschein hochging. In der

Ansprache führte Reichsminister Dr. Frick u. a. folgendes aus:

Heute vor siebzehn Jahren wurde die alte, ruhmreiche in tausend Schlachten sieggekrönte schwarz-weiß-rote Fahne von Landes- und Volks­verrätern, Deserteuren, Marxisten und Juden heruntergeholt und in den Schmutz gezogen. Nach fünfzehn Jahren der Schmach und Schande und des unentwegten heroischen Ringens um die Seele des deutschen Volkes hat unser Führer Adolf Hitler die Farben in neuer Gestalt, in dem Zeichen des uralten germanischen Sonnenrades, wieder zu Ehren gebracht.

Die neue Flagge soll uns und vor allem den deutschen Beamten in dieser feierlichen Stunde eine Mahnung sein, in demselben Kampfgeist, in dem Adolf Hitler in all diesen Jahren die Fahne vorangetragen und zum Siege geführt hat, weiterzuarbeiten in Treue zu Führer und Volk.

Die neue Reichsdienstslagge ist gleichzeitig auch auf dem Gebäude des preußischen Innen­ministeriums Unter den Linden gesetzt worden.

(feilernlmnior Strnuü, ksxioi-onller SürKei-moister I'A. Ueiüoi- un<i UeAimont^üvmmaniIour Oberst von Soäenstorn sebrsitea vor äsr Vsr- Misnns älg Lr.Vt äsy Bremer Ueicraten nnl äsr, Bremer, Lampkdndn ab ^uin.: 8-bosksr

Stolze steimkelze

per S. und der S. November 1S2Z und ISIS

Die Nationalsozialistisch« Parteikorrefpondenz, der Pressedienst der RSDAP., schreibt zu den Münchener Feierlichkeiten am 8. und S. No­vember:

Vor zwölf Jahren formierte sich draußen am Vürgerbräukeller in München in den Mittags­stunden eines klaren Novembertages der Zug der Nationalsozialisten, um mit einem Marsch durch die Stadt die Atmosphäre der Ungewißheit zu lösen und dem Volk zu zeigen, daß die NSDAP. gewillt war, sich offen zu dem begonnenen Werk der Erhebung zu bekennen. Die meisten von denen, die in den ersten Reihen an der S?ite Adolf Hitlers marschierten, haben sicher dabei das Schicksal geahnt, das sie dann an der Feldherrn­halle erreichte. Sie marschierten trotz­dem, genau so selbstverständlich wie Adolf Hitler an ihrer Spitze durch den Jubel der Bevölke­rung in den Kugelregen am Odeonsplatz.

Was diesen Männern und allen denen, die damals mitmarfchierten, die innere Kraft zu ihrem Tun gab, konnte nicht mehr der Glaube an den unmittelbaren Sieg sein, denn zu klar um­rissen war bereits die durch Verrat geschaffene politische Lage, sondern nur die Erkenntnis der Notwendigkeit ihres Opfers für Deutschland und seine Zukunft. So mögen die deutschen Soldaten in die Schlachten an der Somme oder vor Verdun marschiert sein: zwar den Tod vor dem Auge, nicht aber den Sieg, dabei beseelt von dem tieferen Bewußtsein der Notwendigkeit ihres Mutes und ihres Aus­harrens für die Existenz des Volkes und Reiches. So hat Deutschland 1914 bis 1918 der Welt ge­trotzt, so hat 1923 seine Erhebung begonnen.

Es hat eine tiefe symbolische Bedeutung, daß an den Tagen, an denen Deutschland der Toten der Feldherrnhalle gedenkt, eine neue Flagge über der neuen Wehrmacht weht, die das Zeichen trägt, für das jene fielen. Denn auch ihr Opfer war nicht umsonst. Nicht nur, daß die Saat, die dieser 9. November 1923 tausendfach in den Herzen deutscher Männer und deutscher Jugend im ganzen Reich auswarf, millionenfach aufge­gangen ist auch damals hat ihr Opfer eine große Mission für Deutschland erfüllt.

Denn durch die deutsche Erhebung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei am 8. und 9. November 1923 wurde in München den Kreisen die letzte und entscheidende Antwort gegeben, die dort seit Kriegsende glaubten, mit einer Trennung Bayerns vom Reich dieses zerschlagen zu können. Ihrer scheinheiligen Parole:Los vom roten Berlin" setzte damals die NSDAP. die Parole entgegen:Erobert das rote Berlin", und zwang sie so, den einzigen mit den Interessen Gesamtdeutschlands zu vereinbarenden Weg der politischen Umwälzung zu gehen.

Es ist Adolf Hitlers historisches und staats- männisches Verdienst gewesen, daß er damals

flaggen lieraus rum S. November

Berlin, 8. November Der Neichsminister des Innern gibt folgend«! bekannt: Aus Anlaß der Uebersllhrunq der Heldei des 9 November 1923 in die Feldherrnhalle un! Ehrentempel rn München flaggen die staatliche, und kommunalen Verwaltungen. Anstalten un Betriebe, die sonstigen Körperschaften, Anstalte, «tntungen des öffentlichen Rechts und di öffentlichen Schulen im ganzen Reich am 9. No vember, rn München außerdem am 8. November und zwar vo .mast. Die Bevölkerung wird gebeten rn gleicher Weise zu flaggen.

durch den Einsatz seiner Bewegung den Zerfall des Reiches verhindert hat. Und die National­sozialisten, die damals starben, fielen auch für die Erhaltung des einzigen Erbes, das uns der No­vember 1918 ließ, das Bismarcksche Reich.

Selten in der Geschichte des Volkes hat der Opfertod von sechzehn Männern das Schicksal einer Nation so tief beeinflußt, als das Sterben der Männer, die jetzt unter der Teilnahme ganz Deutschlands ihre letzte Ruhestätte finden.

Indem ihr Einsatz damals den völligen Zer­fall des Reiches verhinderte, wurden