Ausgabe 
(4.11.1935) Nr. 305
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öremer

parteiamtl.Iageszeitung der

Nationalsozialisten Vremens

der Freien fjanfestadt Lremen

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Nr. 595 / 5. Jahrgang

Montag, 4. November

kiinzetpreis 15 Npf.

In neuen bauten der alte Kampfgeist!

der vaumeister des Keiches wurde;um Neugestalter Münchens / das denkwürdige Mchlfest der parteigebüude, der Ludwigsbrücke und der Slaspalastanlagen in flnweseicheit des süstcers / Uebergabe des NS-flerstekauses

München, 4. November.

Dem für München als Hauptstadt der Bewe­gung und als Stadt der deutschen Kunst so denk­würdigen 8. November war trockenes, wenn auch durch eine Hochnebeldecke herbstlich gestimmtes Wetter beschieden. In der Gegend der Ludwigs- Lrücke ballten sich schon frühzeitig dichte Spalier- reihen zusammen.

Am frühen Vormittag begab sich der Führer zur Grabstätte des Professors Paul Ludwig Troost, des leider zu früh verstor­benen großen Baumeisters. In stiller Andacht verweilte der Führer einige Minuten am Grabe

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Unser lagesspiegvl

In München fand in Anwesenheit des Führers das Richtfest der Parteigeväude, der Ludwigs- Lrücke und der Anlagen des Glaspalastes statt.

Ministerpräsident Gäring weihte die nach ihm benannte Rhein-Brücke bei Neuwied.

Der gestrigen Sammelaktion für das WHW. in Bremen war ein großer Erfolg beschieden.

Im Wilhelm-Decker-Haus wurde die Aus­stellungDas deutsche Buch" eröffnet.

Die Bremer Sanitätskolonnen hielten gemein­sam mit dem Nachrichtenzug derTeno" im Königsmoor eine große Geländeübung ab.

Im Kampf um den Fuhballbundespokal warf Siidwest Niedersachsen mit einem 5:2-Sieg aus dem Renne».

Werder besiegte den Bremer Sportverein in einem Freundschaftsspiel 3:1.

Frankreichs Amateur-Boxstaffel unterlag in Köln mit 8:11.

In ganz Deutschland standen am gestrigen Sonntag die Handballspiele im Dienste der Winterhilfe.

Professor Troosts und legte einen großen Lor- beerkranz mit weißen Chrysanthemen nieder. Zu beiden Seiten des in Blumen gebetteten Grabes loderte der Feuerschein zweier Pylonen als sinn­volle Ehrung für den Schöpfer der gewaltigen Bauten, deren Richtfest begangen wurde.

Sie kröffnung der Ludwigsbrücke

Die Feststraßen zu beiden Seiten der Ludwigs- Lrücke hatten einen wahrhaft großzügigen Schmuck erhalten. Nicht weniger als ISO hohe Fahnenmasten ließen die Banner des Reiches flattern. Die Bewohner der umliegenden Häuser hatten ihre Fenster mit Fahnen und Girlanden reich geziert. Von den vier Pylonen zu beiden Seiten des westlichen Brückenkopfes loderten die Flammen empor. Am östlichen Brückenkopf waren zwei Tribünen errichtet, auf der einen Seite die Tribüne für den Führer und das Führerkorps, ihr gegenüber eine Tribüne für die Gäste der Stadt. Am anderen Jsarufer war vor einer 18 Meter hohen, mit weinrotem Tuch verhängten Wand eine weitere Tribüne errichtet, ihr gegen­über eine vierte Tribüne, die für die Kriegs­beschädigten Platz bot. Der reiche Flaggenschmuck fand seinen eindrucksvollen Abschluß erst am Jsartorplatz.

Gegen 10 llhr setzte der Aufmarsch der Ehrenformationen ein, die von der äuße­ren Zweibrllckenstraße bis zu den Tribünen Spa­lier bildeten. Ein Bataillon Infanterie, drei Züge der Fliegertruppe, Ehrenformationen der SS., der SA., des Arbeitsdienstes, des NSKK. und des Luftschutzes traten an, während HJ. und BDM. ihren Platz auf den beiden Seiten des westlichen Brückenkopfes fanden und die gesamten am Brückenbau beteiligten Arbeiter mit ihren Arbeitsgeräten und Maschinen sich unter einem geschmückten Kran versammelten. Auch städtische Beamte und Arbeiter waren angetreten.

Auf der -Tribüne des Führers flankierten zwei Münchener Kindl das Rednerpult. Jungvolk­pimpfe hielten das rote Band, das zunächst noch den Eingang zur Brücke sperrte. Punkt 11 Uhr kündeten Jübelrufe der Masten das Herannahen des Führers, der unter den Klängen des Prä- sentiermarsches die Front der Ehrenformationen abschritt. Auf der Tribüne des Führers hatten u. a. die Reichsleiter, die meisten Gauleiter, die Generäle des Reichsheeres und der Luftwaffe und die Mitglieder der Landesregierung sich ver­sammelt. Der Münchener Oberbürgermeister Fiehler gab dann in einer Rede einen Ueber- vlick über die Eeichichte der Ludwigs­brücke und die gewaltige Bedeutung des jetzt beschaffenen Neubaues. Seine Worte klangen aus rn ein dankerfülltes Sieg-Heil auf den Führer, auf Volk und Vaterland, das begeisterten Wider­hall fand und zum Gesang des Deutschland-Liedes überleitete.

Ver sichrer spricht

Dann ergriff der Führer selbst das Wort. Er gab in einer kurzen Ansprache seiner großen Freude über das Gelingen des Werkes Ausdruck, das sich in das schöne Bild der deutschen Kunst­stadt gut einfügen werde. Der Führer sprach

seinen besonderen Dank den Parteigenossen Fiehler und Weber aus, die sich in erster Linie um das große Werk verdient gemacht hätten. Er hoffe, daß die vielen traurigen Ereignisse, die in der Vergangenheit diese Brücke heimgesucht hätten, sich in Zukunft nicht wiederholen mögen, und daß der Zug vor 12 Jahren das letzte düstere Erlebnis dieser Brücke gewesen sein möge. Von nun ab möge die Brücke, und das sei sein Wunsch, nur »och Zeugnis sein eines glücklichen Marsches der deutschen Nation in ein Zeitalter der Freiheit und eines inneren gesegneten Lebens. Mit diesem Wunsche übergebe er die Brücke dem Verkehr.

Der Führer schritt hierauf, gefolgt von de» Repräsentanten der Bewegung, des Staates und

der Wehrmacht, zur Brücke. Schlag ^12 Uhr trennte er das Band und nahm damit symbolisch die Einweihung der Ludwigsürücke vor.

Während das Horst-Wessel-Lied erklang, schrit­ten der Führer und die Ehrengäste langsam über die Brücke. Auf der Vrückeninsel verweilte der Führer kurz, um den Gruß der dort versammelten Arbeiterschaft zu erwidern.

Unmittelbar nachdem der Führer auf der gegenüberliegenden Seite der Isar die dortige Tribüne betreten und den Kriegsbeschädigten seinen Gruß entboten hatte, rückten auch schon die Ehrenformationen unter klingendem Spiel zum

Vorbeimarsch heran. Dem Bataillon Infanterie folgten die Züge der Fliegergruppe, dann eine Abteilung Artillerie mit vier Geschützen, an­schließend SS., Arbeitsdienst mit geschultertem Spaten, SA. und NSKK. und Luftschutz. Wieder war es ein glänzendes Schauspiel deutscher Marsch- disziplin, das die Zuschauermassen zu Kund­gebungen der Begeisterung hinriß.

Nach dem Vorbeimarsch trat der Führer in Be­gleitung von Reichsminister Dr. Goebbels und der übrigen Reichsleiter durch die herrlich ge­schmückten Straßen unter den stürmischen Heil­rufen der spalierbildenden Massen die Weiterfahrt zum Braunen Hause an.

Ver seslakl vor den sühreebauren

Dom Braunen Hause aus begab sich der Führer zum zweiten Akt dieses ereignisreichen Tages: Zum Richtfest der Führerbauten, der monumen­talen Häuser, die zugleich Denkmal und Offen­barung, Sinnbild und Wegweiser find. Während auf dem neugestalteten Königsplatz schon längst vor dem Beginn des Richtaktes viele Tausende Anstellung genommen hatten, waren an der Front des Führerbaues Ehrenformationen der SS, der SA und des Arbeitsdienstes aufmar­schiert. Vor dem Führerbau und dem Verwal­tungshaus grüßten mächtige bändergeschmückte Richtbäume. Von den Leiden großen Balkönen leuchtete auf tiefem Braun ein goldenes Haken­kreuz.

Die gesamte am Bau beteiligte Arbeiterschaft hat am Führerbau Aufstellung genommen. Um Frau Professor Troost und Chefarchitekt Pro­fessor Gall scharten sich die Angehörigen des Baubüros.

Nachdem der Führer die Fronten der aufgestell­ten Ehrenformationen abgeschritten hatte, nahm er, umgeben von den Reichsleitern. Gauleitern, den Führern der Parteigliederungen. der Wehr­macht, der Landesregierung usw. gegenüber einem grün verkleideten Rednerpodium Aufstellung.

Als Reichsschatzmeister Schwarz von dem großen weit ausladenden Balkon des Führer­hauses mit markiger Stimme zu seiner Rede an­setzte, drang ein Heller Sonnenstrahl durch die graue Hochnebeldecke. Die kurze, aber eindrucks­volle Schilderung der Geschichte der Geschäfts­stelle der Bewegung und des Werdens dieser ge­waltigen, die Kraft des Führertums, die um­fassende Organisation, die Größe der Bewegung und des Vaterlandes versinnbildlichenden Bauten schloß Reichsschatzmeister Schwarz mit einem drei­fachen Siegheil auf die nationalsozialistische Be­wegung und ihren Führer, das stürmisch aufge­nommen wurde.

Dann trat ein Arbeitskamerad aus der Arbeiterschaft auf das Rednerpodium und hielt eine kurze, tapfere Ansprache, in der er schilderte, wie Treue und Glaube die Fundamente dieser Häuser am Königsplatz seien, wie ein Wille, ein Glaube, ein Ziel, ein Symbol, ein Richtspruch alle Mitschaffenden vereint, habe: Deutschland. Er rief den Kamelien des Spatens und der Kelle, der Feder und des Zirkels zu:

Wir haben gebaut die Häuser der Partei, Deutschland zur Ehr', dem deutschen Volk zur Wehr!

Das dreifache Siegheil dieses sympathischen und wortgewandten Arbeiters fand freudigen Wider­hall.

Sie Lrinkspriicke

Nach ihm bestieg ein Polier die Redner­kanzel, um den herkömmlichen Richtspruch zu halten, bei dem nach guten Handwerksbrauch auch das Glas Wein nicht fehlen darf, das mit vollen Zügen ausgetrunken und dann als Zeichen des Glücks für den aufgeführten Bau in viele Scherben zersplittert werden muß. Der Polier gedachte in gebundener Sprache des großen Bau­meisters des Dritten Reiches und brachte auf ihn ein brausend aufgenommenes Siegheil aus. Wäh­rend die Ehrenformationen präsentierten, leerte der Sprecher sein Glas auf den Führer und zer­schellte es an den Kanten der Rednerkanzel.

Der zweite Trinkspruch galt dem genialen For­mer der Führerbauten, dem verewigten Professor Troost:Dies Glas kann ich nicht leeren, voll wie es ist, soll's ihm gehören!"

Mit dem dritten Trinkspruch wandle sich der Polier an die NSDAP.: . Die den Auftrag ge­geben, der wünsch' ich Glück und Segen, mög' auch in den neuen Bauten der alte Kampfgeist

sich stets regen!" In seinen weiteren von Hans Zöberlein heiter und humorvoll verfaßten Wor­ten wandte sich der Sprecher dem Reichsschatz­meister Schwarz zu,um den Mann zu loben, von besten Konto wir abgehoben". Der Sprecher ließ dann sein leeraetrunkenes Glas gleichfalls zer­splittern. Der fröhliche Richtspruch galt dann noch Frau Profestor Troost, dem Chefarchitekten Gall, den Architekten und Ingenieuren und allen Ar­beitsleuten vom Bau, und schließlich brachten die Verse den Wunsch zum Ausdruckt ,sdaß bald des Führers Gunst neue Aufgaben weist für unsere Kunst!"

Nach dem Richtspruch erklangen, von der Menge gesungen, die Nationalhymnen.

Dann ließ sich der' Führer die beiden Sprecher der Arbeiterschaft herbeirufen, reichte ihnen die Hand und klopfte dem Polier anerkennend auf die Schulter. Der Badenweiler Marsch gab den feierlichen Ausklang des Richtaktes.

Im Anschluß hieran betrat der Führer das Füh­rerhaus, um als Vaumeister dem Führerkorps der Partei den monumentalen Bau zu zeigen. Sprechchöre der auf dem Königsplatz versammel­ten Tausenden riefen schon nach wenigen Minuten nach dem Führer, der denn auch bald auf dem Balkon erschien und für die sich immer wieder aufs neue wiederholenden Heilruse dankte. In ihnen kam nicht zuletzt die Freude und der Stolz der Münchener Bevölkerung dafür zum Ausdruck, daß der Baumeister des Reiches durch die Schaf­fung dieser großartigen Bauwerke auch zum Neu­gestalter Münchens geworden ist.

Vas Mcklsesl der Slaspalastanlagen

Als dritte Veranstaltung folgte nun das Richt­fest der Elaspalast-Gastätte und -Parkanlagen, die aus dem Schutt und der Wüstenei des Elas- palastbrandes vom 6. Juni 1931 phönixgleich neuerstanden sind. (Fortsetzung auf Seite 2.)

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Seendigung der Neickstagung in MSenburg

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Laie. Oldenburg, 4. Noveckber.

Vom 1. bis zum 3. November stand die Stadt Oldenburg und mit ihr der ganze Gau Weser- Ems im Zeichen der Hitler-Jugend, im Zeiche» der Arbeit für ein umfassendes deutsches Jugend­recht, das Hand in Hand geht mit der Aus- merzung jüdisch-römischer Juristerei und der Schaffung eines arteigenen, deutschen Volks­rechtes.

Eine Reihe von Fachreferaten beschlossen am Sonntagnachmittag die bedeutsame Tagung im ehemaligen Oldenburger Landtag. Der Abend sah dann die Teilnehmer im Verein mit Reichs­statthalter Rover beim Kameradschaftsabend in Bad Zwischenahn.

Die Selbstherrlichkeit der starren Gesetze und Paragraphen, das bewies die Tagung, fallt! Ge­setze sind nichts, Paragraphen sind tot, wenn sie nicht den Willen des Volkes, für das sie be­stimmt sind, in sich tragen. Die düstere Allmacht Justiz, an deren toten Paragraphen ungezählte Menschenleben zerbrachen, wird begraben. Ein neues Recht ersteht aus dem Willey des Volkes> gefügt, geheiligt und getragen von diesem Volk selbst. Damit ist Rechtsdienst nicht mehr Juristerei sondern Volksdienst geworden. Das ist die gigantische Neuformung eines jahr­tausendealten Problems: Volkswillen und

Volksgemeinschaft ins Recht einzuschalten. Fremde, gar jüdische Eesetzesbücher, die nicht den Willensstempel unseres Volkes tragen, ver­lieren ihre Wirksamkeit. Das deutsche Volk hat durch den Nationalsozialismus seine innere und äußere Freiheit zurückerobert. Damit find die Voraussetzungen auch für die Schaffung eines arteigenen Rechtes gegeben: Mit der, abge­schüttelten Fremdherrschaft fällt gleichsam das fremde Recht.

Der Schaffung neuer, vom deutschen Volks­willen getragenen Gesetze galt die erste Reichs­tagung der HJ.-Rechtsorganisation in Oldenburg unter dem Protektorat unseres Gauleiters.

Welche Bedeutung der in diesen Tagen geleiste­ten Arbeit zukommt, geht schon daraus hervo^daß führende Männer der Reichsregierung das Wort ergriffen, um nunmehr der Begriffsjüristerei, die den Begriff, den Paragraphen über das Leben stellte, das starre Rückgrat zu brechen. Was der Nationalsozialismus will und was besonders die Jugend mit glühendem Eifer erstrebt, entspricht den natürlichen Gesetzen des Lebens. Die Ge­meinschaft der Erwachsenen aber als Träger aller Lebensrechte tut gut, vom Recht der Jugend zu hören und zu sprechen. Denn das Kind ist nicht ein noch unvollkommener Erwachsener oder das Geschenk des Himmels allein, das Kind ist gleich­falls Träger von Rechten gegenüber der Gemeinschaft.

So ging von dieser Oldenburger Tagung ein flammender Appell aus an die Müden und Lauen, die da glauben, es sei Anmaßung, wenn die Ju­gend nach Recht ruft. Jugend hat Recht auf , gründliche Erziehung und fürsorgliche Hilfe, weil sie die lebendige Brücke alles-dessen ist. was von uns an Großem und Heiligem in die Ewigkeit getragen werden soll, damit es weiterlebe in spä­teren Geschlechtern unseres Volkes. Erziehung und Hilfe kann selbstverständlich nur von Führern, von Nationalsozialisten ausgehen.

Ein Beispiel mag uns Klarheit über den Wil­len des neuen Staates schaffen. Wer während der liberalistischen Tystemzeit ein Bismarckdenk- mal beschmierte, begingSachbeschädigung" und wurdesachgemäß verurteilt. Daß aber dieses Denkmal AusdruckderVolksverehrung für den großen Deutschen ist, und daß der Schmier­fink mit seiner Tat bewies, daß er weder Achtung vor Bismarck noch Respekt vor der Verehrung und Liebe des ganzen Volkes zu diesem Mann hat, stand nicht zur Debatte, hatte nichts mit der Sache" zu tun. Dem Nationalsozialismus be­deutet dieSache" nichts. Aber er wertet diesen Schmierfink als Volksfeind, der durch seine Tat bewiesen hat, daß er nicht bereit ist zu achten, was das deutsche Volk achtet, daß er beschmiert, was von der Volksgemeinschaft als Denkmal ge­schaffen wurde.Recht ist, was dem Volke nützt. Unrecht, was ihm schade t." Hier würde Unrecht am Volksgut begangen, und dieses Unrecht sühnt das Volksrecht!

Weil man aber einen falsch oder gar nicht er­zogenen Jungen, der kaum weiß, was ein Vis- marck für Deutschland bedeutet, nicht wie einen wissenden Schmierfinken behandeln kann, weil er zwar ein Unrecht, aber ein ganz anderes als der Wissende beging darum muß auch seine Strafe eine andere sein.

Hier bleibt die Aufgabe, den Jungen zu schulen, zu erziehen, ihn zum Kameraden und damit schließlich zu einem vollwertigen Volks­genossen zu machen. Er geht durch die Schule des Jungvolks, der Hitlerjugend, der SA. des Arbeitsdienstes, der Wehrmacht und wird zu­nächst lernen, daß Kamerad sein den Kameraden achten heißt, er wird begreifen, daß zur Er­haltung der Gemeinschaft die Unterordnung gehört und er wird schließlich auch ein Denkmal des Volkes, das ihm heilig ist, als sein Hei­ligtum ansehen. Fehlt er irgendwo auf dem