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Nr. 502 / 5. Jahrgang
frettag, 1. November
kinzelpress 15 Nps.
die HJ schafft einen neuen ^,.
steute veginn der ersten Keichstagung der stitlerjugend-Nechtsorganisation in Mdenburg
Unser lagesspiegvl
Reichsminister Dr. Frick sprach vor der Berliner Beamtenschaft.
In Oldenburg fand die Vorbesprechung zur ersten Reichstagung der Hitler-Jugend-Rechts- organisation statt.
Auf dem abessinischen Kriegsschauplatz ist zum ersten Male eine wirkliche Schlacht im Gange.
Der Widerstand Italiens gegen die Genfer Sühnematznahmen ist im Wachsen begriffen.
Im Dezember und Januar erfolgt die Rekrutenmusterung aus der seemännischen und halbseemännischen Bevölkerung.
Nach dem Spruch des Seeamts Bremerhaven trifft Dampfer „EUenach" a» dem Zusammen- stotz mit dem Schlachtschiff „Ramillies" kein Verschulden.
Im Falle Hayungs wurden wegen Verletzung ihrer Betriebsführerpflichten Hans Hayungs jun. zu 80V Mark und seine Mutter Anna Hayungs zu 188 Mark Geldstrafe sowie zu den Kosten des Verfahrens verurteilt.
Pros. Hans Groß vollendete den „Teppich der Bewegung".
Zur Beratung „ratloser Hausfrauen" wird die „B. Z." fortan täglich zweckmiitzige Speisefolgen mit entsprechenden Kochanweisungen veröffentlichen.
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Besandtenkmpfang beim sichrer
Berlin, 1. November.
Der Führer und Reichskanzler empfing Donnerstag mittag den Gesandten des Königreiches Irak, Seine königliche Hoheit Emir Zeid-el- Hussein, ferner den neuernannten lettischen Gesandten, Eelmins zur Entgegennahme ihrer Beglaubigungsschreiben. An dem Empfang nahmen teil der Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Neurath und die Herren der Umgebung des Führers. Zeid-el-Hussein ist der erste Gesandte feines Landes in Deutschland, nachdem Irak vor einiger Zeit seine staatliche Selbständigkeit erlangt hat. In den bei den Empfängen gewechselten Ansprachen wurden von den Gesandten, ebenso vom deutschen Reichskanzler, die freundschaftlichen Beziehungen hervorgehoben, die beide Länder mit dem Deutschen Reich verbinden; auch die Förderung des gegenseitigen Warenverkehrs wurde zugesagt.
sunktion der nsvflp. öffentlich
Eine wichtige Reichsgerichtsentscheidung Lr. Berlin, 1. November.
Das Reichsgericht hat in einem neueren Urteil den Grundsatz aufgestellt, daß Urkunden der Reichsleitung der NSDAP. beim Vorliegen der sonstigen gesetzlichen Voraussetzungen öffentliche Urkunden im Sinne der Paragraphen 267 und 268 des Strafgesetzbuches sind, denn bei der Bedeutung dieser Parteistelle im öffentlichen Leben bedürften ihre Urkunden des gleichen Rechtsschutzes wie die Urkunden der Staatsbehörden. Dieser Grundsatz des obersten Gerichts wurde einem Angeklagten zum Verhängnis, der einen als Niete gezogenen Prämienschein der Winterhilfslotterie durch Aufkleben von Ziffern gefälscht und damit versucht hatte, sich einen auf die gefälschte Nummer entfallenen Gewinn auszahlen zu lassen. Er wurde nach den für die Fälschung öffentlicher Urkunden bestehenden schärferen Bestimmungen bestraft. Das Reichsgericht sagte u. a. noch grundsätzlich, daß die NSDAP. zwar ihre Befugnisse, Tätigkeit und Funktionen nicht aus der Staatsgewalt ableite.
Befugnisse, Tätigkeit und Funktion der NSDAP. seien deswegen aber nicht weniger öffentlicher Natur als Befugnisse, Tätigkeit und Funktion der staatlichen Behörden.
kine Nichtigstellung
Berlin, 1. November.
In ausländischen Blättern sind Meldungen verbreitet, denen zufolge das Propagandaministerium seine Nachgeordneten Dienststellen angewiesen habe, die Namen im Kriege gefallener Juden von Kriegerdenkmälern und Gedenktafeln zu entfernen. Gegenüber diesen Meldungen wird amtlich fest- gestellt, datz eine solche Anweisung nicht ergangen ist.
Besangnis für ten ffompel
Münster, 1. November.
Hn der Strafsache gegen den ehemaligen Generaldirektor der Wiking-Werke, Dr. h. c. R u dolf ten HompeI, hat die erste Große Strafkammer des Landgerichts in Münster das Urteil verkündet. Der Angeklagte wurde wegen handelsrechtlicher Untreue, Untreue und Vergehens gegen das Gesetz über die Gesellschaften mit beschränkter Haftung zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren Gefängnis und zu einer Geldstrafe von 22VV0 Reichsmark, ersatzweise zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Die erlittene Untersuchungshaft wurde in Höhe von sechs Monaten auf die erkannte Strafe angerechnet.
(Sonderbericht der „Bremer Zeitung.)
Leb. Oldenburg, 1. November.
Nachdem seit drei Jahren innerhalb der Reichsführung der Hitler-Jugend zäh und unermüdlich an der Erfassung der Jugend auch auf rechtlichem Gebiet durch das Gesetz gearbeitet wurde, tritt nunmehr die neugeschaffene HJ.-Rechts - organisation mit einer ersten Reichstagung an die Öffentlichkeit. Der Tagung, die unter dem Protektorat des Gauleiters Weser-Ems und Reichsstatthalters Carl Röver in der Zeit vom 1. bis zum 3. November im Oldenburger Landtag stattfindet, erhält schon rein äußerlich eine ganz außerordentliche Bedeutung durch die Anwesenheit des Reichsjugendführers Valdur von Schirach, des Präsidenten der Akademie für Deutsches Recht, Reichsministers Dr. Frank II, des Staatssekretärs Dr. Freißler, des Vorsitzenden des Obersten Parteigerichts Reichsleiter Buch, des Reichsamtsleiter Gesandten Daitz, sowie weiterer führender Juristen des Reiches und der Reichs- jugendsührung.
Berlin, 1. November.
„Erst Deutscher — dann Beamter" — unter diesem Leitwort steht die Arbeit des Beamten im neuen Deutschland. Das wurde treffend bewiesen, durch den überaus eindrucksvoll verlaufenen Generalappell der Berliner Ee- meindebeamten im Sportpalast, bei dem Reichsminister des Innern Dr. Frick sprach.
Dr. Frick erklärte eingehend, er nehme gern die Gelegenheit wahr, um der gesamten deutschen Beamtenschaft seine Anerkennung und seinen Dank für ihre treue Mitarbeit am Aufbauwerk Adolf Hitlers in den letzten 2X Jahren auszu- sprechen. Ohne die treue Mitarbeit der deutschen Beamtenschaft hätte dieses gewaltige Werk in der kurzen Zeit nie vollbracht werden können. Der Reichsminister warnte sodann davor, die Vorwürfe der Bürokratie zu verallgemeinern. Es sei im Verlauf der nationalsozialistischen Revolution nicht immer leicht gewesen, den Schwung der jungen Bewegung mit dem Gang der Verwaltung in Einklang zu bringen. Aber das sei nicht wesentlich ins Gewicht gefallen.
Der Minister fand äußerst treffende und von den Beamten mit großer Begeisterung aufgenommene Formulierungen über die Pflichten der deutschen Beamten:
„Je mehr der deutsche Beamte sich seinem Volk verbunden fühlt, und je mehr er vom nationalsozialistischen Geist erfüllt ist, desto mehr werden die Vorwürfe der Bürokratie verschwinden. Der Beamte muß volksverbunden sein und er darf sich nicht abschließen. Er muß der Freund und Berater jedes Volksgenossen sein, der sich an ihn hilfesuchend wendet. Gerade die Beamten der Gemeindeverwaltung sind dazu als erste berufen, die unmittelbare Fühlung mit dem Volk zu halten."
Rechtsamtsleiter Dr. Theo Gold mann umriß gestern nachmittag in großen Zügen Werdegang, Aufbau und Zweck der neugeschaffenen HJ.-Rechtsorganisation. Wie überall im Dritten Reich der politische Mensch in den Vordergrund gestellt wird, so müsse auch die Jugend politisch erzogen werden.
Dir Rechtsorganisation habe das Ziel, durch einheitliche Rechtsschulung einen neuen Menschentyp heranzubilden. Fast 1086 Rechtsreserenten seien auf diesem Gebiet tätig.
Dr. Picker als Referent für die HJ.-Rechts- schulung zeigte die Erundzüge des kommenden Jugend st rafrechts auf, das durch seine Ueberwindung der liberalistischen Gegensätze von Sittlichkeit und Rechtsbegriff, Strafrecht und Volksanschauung eine erste, wirkliche Erneuerung des deutschen Jugendrechtslebens mit sich bringe. Besonders bedeutsam werde dabei die Herausstellung der Ehre und der Treue der Jugend zum Staat sein. Dadurch, daß an den Universitäten Kiel und Bonn besondere Jugend rechts- Seminare eingerichtet wurden, sei eine gründliche wissenschaftliche Unterbauung der Arbeiten
Unter starkem Beifall kündete der Reichsminister an, daß in Zukunft alle höheren Beamten eine gewisse Zeit in den äußeren Dienststellen gearbeitet haben müssen, damit sie die unmittelbare Fühlungnahme mit dem Volk haben. Als segensreiches Beispiel führte er seine eigene mehr als zehnjährige Tätigkeit als Beamter in einem bäuerischen Landrats- amt an, die er nie bereut habe.
Unter stürmischer Zustimmung der Beamten gedachte der Reichsminister weiter der Verdienste der alten Vorkämpfer Sprenger und Neef, unter deren Führung alle früheren gewerkschaftlichen Beamtenverbände im neuen Reichsbund der deutschen Beamten zusammengefaßt worden seien. Es gebe für den deutschen Beamten etwas Höheres, als Streit um Gehaltsgruppen und Lohn, er wisse heute, daß er als besonderer Vertrauensmann des Führers am großen Wiederaufbauwerk mitarbeiten dürfe.
Wie schon in einer früheren Rede in Münster wandte sich der Reichsminister aufs schärfste gegen die Konfessionalisierung des öffentlichen Lebens.
„Wir sind der Ansicht", so erklärte er unter lebhaftester Zustimmung, „daß Religion und Konfession die Eewissenssrage eines jeden einzelnen sind. Ich habe deshalb die Entkonfessionalisierung des gesamten öffentlichen Lebens verlangt. Wir wollen nicht katholische und protestantische Beamte, sondern wir wollen nur deutsche Beamte!" Der Minister sprach die Hoffnung aus, daß etwa noch bestehende konfessionelle Beamtenvereine von selbst endlich den Entschluß finden, sich aufzulösen.
Reichsminister Dr. Frick griff dann auf das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums zurück. In diesem Gesetz sei zum erstenmale der Arierbegriff eingeführt und verlangt worden,
erfolgt. Durch diese wesentliche Verbindung zur Wissenschaft sei erst die Möglichkeit gegeben, einen geeigneten Nachwuchs für die HJ.-Rechtsorganisation zu sichern. Der ausschlaggebende Faktor der Rechtsorganisation sei, so betonte Dr. Picker, die Erziehung der deutschen Jugend zu den volksethischen Wertvorstellungen, damit sie über den Wechsel der Generationen hinaus zu einer äußerlich und innerlich festverbundenen Gemeinschaft zusammengeschweißt werde. Eine gewaltige Arbeit sei geleistet worden. Daß sie soweit voranschreiten konnte, sei nicht zuletzt der glänzenden Zusammenarbeit zwischen den Dienststellen des Staates und der Partei zu verdanken. Mit dem Ausdruck seines besonderen Dankes an den Reichsstatthalter von Bremen und Oldenburg, Gauleiter Carl Rover, der auf dem Gebiete der Verwaltungsreform Vorbildliches leistete, und mit einem Tank an den Gau Weser-Ems und die Stadt Oldenburg für den freundlichen Empfang wurde die einleitende Vorbesprechung zur ersten Reichstagung der HJ.-Rechtsorganisation geschlossen.
(Fortsetzung auf Seite 2)
daß der deutsche Beamte arischer Abstammung sein müsse, da das deutsche Volk — wie er unter dem stürmischen Beifall der Versammlung feststellte — ein Recht darauf habe, von Deutschen regiert zu werden. Auf Grund dieses Gesetzes seien alle Elemente aus dem Beamtentum ausgemerzt worden, die sich in der Systemzeit widerrechtlich eingeschlichen hätten.
Nun stehe man vor den großen Aufgaben eines neuen Veamtengesetzes, das im Entwurf bereits fertig sei. In diesem neuen Beamtengesetz kenne man keinen Unterschied mehr zwischen den Beamten der Länder, des Reiches und der Gemeinden (stürmischer, anhaltender Beifall), denn für das einheitliche Reich solle es nur noch ein Beamtenrecht geben.
Den großen außenpolitischen Erfolgen stellte der Reichsinnenminister die großen innenpolitischen Erfolge gegenüber: Einheit des Reiches, Ueberwindung des Länderpartikularismus, des Parlamentarismus, Niederwerfung des Marxismus und Bolschewismus, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die heute kaum mehr eine Bedeutung beanspruchen könne, Einführung einer revolutionären Bevölkerungs- und Rassenpolitik. Vermehrung der Geburten. Aus alledem gehe deutlich das ungeheure Vertrauen hervor, das das Volk auf die nationalsozialistische Führung Adolf Hitlers gesetzt habe (stürmischer Beifall). Endlich verwies'Dr. Frick auf die fundamentalen Nürnberger Gesetze, die Einführung der Hakenkreuz- flagge als einzige Reichsflagge, das Reichsbllr- gergesetz und die Jugendgesetzgebung.
Abschließend bemerkte Dr. Frick noch einmal, daß sich die Beamten nicht durch die kleinlichen äußeren Nöte,, so unbequem sie manchmal auch sein mögen, wankelmütig machen lasten sollten. Bei anderen Völkern sei es zum Teil viel schlimmer als bei uns. Der Minister verwies in diesem Zusammenhang auf den Aufruf des Gauleiters Bürckel. der sich an die nicht schwerarbeitenden Parteigenosten richte, auf ihre Fettration zu Gunsten der Schwerarbeiter zu verzichten. Das sei nationalsozialistische Tatgesinnung, daß einer für den anderen einstehe. Dieses Beispiel, erklärte der Minister unter der lebhaftesten Zustimmung der Versammelten, könne er allen empfehlen. Wenn es nottue, so endete der Minister unter erneuter stürmischer Zustimmung, werde das deutsche Volk seine -mnze Kraft in die Waagschale werken.
Umwelt und Vererbung
Berlin, 1. November.
Im Rahmen eines vom Reichserziehungsministeriums einberufenen Schulungslagers, das sämtliche Landjahrs-Bezirksführer- und -sührerinnen des Reiches im Herbert-Norkus-Haus am Uedersee bei Eberswalde zusammenführte, veranstaltete das Rassenpolitische Amt der NSDAP. eine Vortragsreihe, zu deren Abschluß Reichsamtsleiter Dr. Groß über „Einflußmöglichkeiten der Umwelt oder Vererbung" sprach. An den Vererbungsgesetzen entwickelte Dr. Groß die Bedeutung des Rassebeqriffes und stellte den marxistischen wie liberalistischen Irrtum von der unbegrenzten Möglichkeit, Einzelwesen und Menschheit zu beeinflussen, in seinen naturwissenschaftlichen, weltanschaulichen und politischen Erscheinungsformen klar. Unabänderliche Gebundenheit körperlicher und geistiger Eigenschaften an angeborene Anlagen bestimmt Geltungsbereich und Grenzen der Erziehung. Bei seiner Aufgabe, die höchst mögliche Entwicklung wertvoller Anlagen zu erzielen, muß der Erzieher sich jener natürlichen Grenzen bewußt sein. Der Appell an die Willenskräfte. der im Mittelpunkt des nationalsozialistischen Erziehungsgedankens steht, kann nur den Trägern wertvoller Erbanlagen gelten
Irin gefaßt
Nationalsozialistische Schulung und Erziehung
ir. klii. Zahlreiche Veranstaltungen der Partei und ihrer Gliederungen, sowohl Schulungstagungen wie öffentliche Kundgebungen, haben in letzter Zeit die außerordentlich hohe Bedeutung der Erziehungsarbeit am deutschen Menschen hervorgehoben. In der Tat: Die
unermüdliche Arbeit zur Vollendung des Dritten Reiches, die Partei und Staat unter Aufbietung aller ihrer Kräfte täglich leisten, wäre nicht für die Ewigkeit vollbracht, wenn das kommende Geschlecht nicht in der Lage wäre, das nationalsozialistische Aufbauwerk von innen heraus zu verstehen und an seiner weiteren Erstarkung mit Begeisterung und unbeugsamer Willenskraft mitzuwirken. Hermann Göring hat deshalb nicht zu viel gesagt, wenn er kürzlich mit dem Blick auf die HJ. erklärte: „Das Erziehungswerk ist das Wichtigste, was wir überhaupt zu vollenden haben."
Auf zwei Dinge kommt es, soll das Wichtigste wirklich vollendet werden, bei der geistig- seelischen Umformung der Nation an: auf Schulung und Erziehung. Schulung im engeren Sinne bedeutet für uns nicht mehr bloße Ueber- mittlung von Wissen, nicht mehr äußerliche Aneignung von Kenntnissen, des Wissens und der Kenntnisse wegen. Es bedeutet vielmehr, um zunächst bei dem allgemeinen Sinn des neuen Vildungsbegriffs zu bleiben: Erarbeitung einer Einsicht, die zum Können führt, strenge Durchbildung vorhandener Fähigkeiten zum Zwecke ihrer planmäßigen Anwendung. Und was den Inhalt sowie das Endziel der Schulung betrifft, so ist es eine Grundforderung nationalsozialistischer Bildung, datz die zu steigernden Kenntnisse und Fähigkeiten des einzelnen — immer wieder muß das unterstrichen werden — in den Dienst der Volksgemeinschaft zu stellen sind. Die Profitgier des „Strebers" liberalistisch-demo- kratischer Prägung soll durch die intensive Ve- rufsschulungsarbeit der DAF. ebensowenig zu neuem Leben erweckt werden, wie im nationalsozialistischen Staat etwa für die kapitalistischen Pläne demaskierter Ausbeuter jemals wieder Entfaltungsmöglichkeiten geschaffen würden. Was durch die Vertiefung des Verständnisses für die sozialen und wirtschaftlichen Voraussetzungen des Arbeitsvorganges erreicht wird, das ist einmal, vom Schaffenden aus beurteilt, eine Stei - gerungderArbeitsfreude, zum anderen, vom Werk aus gesehen, die Sicherung der sich auf dem Weltmarkt wieder durchsetzenden deut- schen Wertarbeit. Daß der zur Höchstleistung geschulte deutsche Arbeiter der Stirn und der Faust sein erweitertes Wissen und Können auf diesem gradlinigen Wege über die wettbewerbsfähige Qualitätsarbeit der ganzen Nation zugute kommen läßt, bedarf keines näheren Beweises.
Noch eine andere Tatsache gibt der nationalsozialistischen Schulung einen besonderen Charakter: Bei der Erziehung und Auslese der politischen Leiter, so erklärte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley in diesen Tagen, sei der Begriff „Organisierung" richtig als „Wachsen" aufzufassen: das Samenkorn sei die Idee des Führers. Nicht treffender als mit diesen Worten konnte die Notwendigkeit, das lebendige Wissen um die treibenden Kräfte des deutschen Aufbauwerkes jedem Volksgenossen zu vermitteln, zum Ausdruck gebracht werden! Denn um das Werden und Wachsen der Volksgemeinschaft, der alle nationalsozialistische Organisationsarbeit gilt, Tag für Tag schaffend zu erleben, bedarf es einer klaren Einsicht in das einheitliche, das Wollen des Führers widerspiegelnde Eesetz- gebungswerk.
Und doch: mit dem gründlichsten Wissen und dem besten Können ist auch nach deren Ausrichtung auf die Eemeinschaftsidee nur Stückwerk zu leisten, wenn sie nicht von grenzenlosem Glauben an das ewige Deutschland beseelt werden, wenn zu ihnen nicht die Fähigkeit zur schöpferischen Tat stößt. Hier setzt die politische Erziehung ein. Wenn Reichsschulungsleiter Dr. Frauendorfer vom oeutschen Volksbildungswerk feststellt, daß es auch den letzten Volksgenossen befähigen will, sinngemäß im Geist seines Volkes zu handeln, so trifft diese Erklärung auf alles das zu, was über die Schulung im engeren Sinne hinausgeht und
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