parteiamtl.Iageszeitung der
Das Amtsblatt des Senats
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NationalsozialislenVremens
der Zreien Hansestadt Lremen
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Nr. r?s / 5. Itchrgang
Menstag, S. Nktober
klnzelprels 15 Npf.
das ist nationalsojialistische lillfsberettschast!
Vas Winterliilfswerk 1gZ4/ZS — ein eindrucksvoller Neckenschaftsberickt sorialer llpferkraft des deutschen Volkes
veschichte als krzielierin
Unser logvsspisgvß
Der Führer wird morgen das Winterhilss- werk 1935/38 eröffnen.
Zn den Sachverständigen-Ausschuß des Neichs- instituts für Geschichte sind nationalsozialistische Wissenschaftler berufen worden.
Im italienisch-abessinischen Konflikt hat der Wlkerbundsrat Italien als schuldig erkannt.
Mussolini hat in Genf neue Angebote zur Lösung des Konfliktes in Ostafrika unterbreitet.
Zn London wird die Pariser Antwort an England wegen der französisch-britischen Zusammenarbeit veröffentlicht.
Oberstleutnant Dr. Lankenau, Oldenburg, wurde zum Kommandeur der bremischen Schutzpolizei ernannt.
Am kommenden Sonntag wird das Bremer Ehrenmal geweiht.
Der Arbeitsdank im Arbeitsgau 17 erstattete Bericht über seine Tätigkeit.
Zn Paris wurden bei einer Fifa-Sitzung wichtige Beschlüsse über das Olympische Fuhball- turnier gefaßt.
Morgen eröffnet der süffrer das Mnterffttfswerk 1gI5/ZS
Berlin, 8. Oktober.
Am 9. Oktober wird das Winterhilfswerk 1835/36 durch eine Rede des Führers und Reichskanzlers eröffnet, die auf sämtliche deutschen Sender übertragen wird. Der Reichserziehungsminister Rüst hat angeordnet, daß in allen Schulen, soweit nicht Ferien sind, ein gemeinsamer Empfang dieser Rundfunkübertragung stattfindet, die um 12 llhr beginnt und voraussichtlich gegen 13 Uhr beendet sein wird.
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Die folgenden Sonntage sind vom Reichsminister für 'Volksaufklärung und Propaganda zu Eintopfsonntagen für das kommende Winterhilfswerk bestimmt worden: 13. Oktober, 10. November, 8. Dezember, 12. Januar, 9. Februar, 8. März.
An diesen sechs Sonntagen werden sowohl in jedem Haushalt als auch in jeder Gaststätte, jedem Speisewagen der Reichsbahn und auf allen deutschen Schiffen nur Eintopfgerichte verabfolgt. Vor jedem Eintopfsonntag wird noch die Art und die Zahl der Eintopfgerichte in den Gaststätten bekanntgegeben. Die Speisebetriebe werden in drei Klassen geteilt; der Preis für das Eintopfgericht beträgt in der 1. Klasse 70 Pfg., in der 2. Klasse 1 RM und in der 3. Klasse 2 RM. Die an das WHW. abzuführende Spende ist entsprechend gestaffelt. Jeder Gast erhält eine Empfangsbescheinigung über den gespendeten Betrag.
Ver Düstrer m München
München, 8. Oktober.
Der Führer besichtigte gestern vormittag die Parteibauten der NSDAP. an der Arcisstraße sowie den im Bau befindlichen Königsplatz. Der Bauleiter Architekt Joseph -Heidmann unterrichtete den Führer über den Fortschritt der Arbeit.
fldolf Hitler an Himmler
München, 8. Oktober.
Der Führer hat an den Reichsführer SS. Himmler folgendes Telegramm gesandt: Mein
lieber Pg. Himmler! Zu Ihrem heutigen Geburtstage sende ich Ihnen meine herzlichsten Grüße, verbunden mit dem Wunsch, daß Sie auch weiterhin Ihre ganze Kraft der Sicherheit des nationalsozialistischen Reiches widmen werden wie bisher. Adolf Hitler.
Im Kampf für fldolf Hitler gefallen
Vreslau, 8. Oktober.
SA.-Sturmführer Ernst Halata von der SA.- Standarte 11 Breslau, der am 8. März 1933 auf einem Propagandamarsch von Kommunisten durch einen Kopfschuß verletzt wurde, der ihn jahrelang aufs Krankenlager warf, ist den Folgen der im Kampf für Deutschlands Erneuerung erlittenen Verletzung erlegen. Am Montagnachmittag wurde Ernst Halata auf dem Friedhöf Breslau-Pohlanowitz beigesetzt. Der Feier wohnten Vertreter des Gaues, der staatlichen und kommunalen Behörden, der Wehrmacht und aller Gliederungen der Partei sowie des Arbeitsdienstes bei. Gruppenführer Herzog überbrachte in der Trauerfeier das Beileid des Stabschefs Lutze und der schlesischen SA., die in Sturmführer Halata einen ihrer treuesten Kämpfer verloren hat. Anschließend legte der Gruppenführer zwei prächtige Kränze des Stabschefs und der SA.-Eruppe Schlesien nieder.
Berlin, 8. Oktober.
Der Reichsbeauftragte für das Winterhilfswerk, Hilgenfeldt, legt der Oeffentlichkeit den Rechenschaftsbericht über das Winterhilfswerk 1931/35 vor, dessen bis ins einzelne gehenden Nachweisungen eindrucksvolle Aufschlüsse über seine gewaltigen Leistungen geben. In dieser Bekundung völkischer Gemeinschaft und Opferbereit-, schaft ist nicht nur die Größe der gebrachten Opfer, sondern auch der Geist freudiger Hilfsbereitschaft und Volksverbundenheit bemerkenswert. Dies wird in der gewaltigen Zahl freiwilliger Helfer deutlich, die sich dem Winterhilfswerk zur Verfügung stellten. Neben nur 5198 gegen Entschädigung arbeitenden Personen waren nicht weniger als 1333137 freiwillige Helfer im Monatsdurchschnitt tätig, die durchschnittlich nicht weniger' als 13 866 571 bedürftige Volksgenossen im Monat betreuten.
An Sachspenden wurden von der Reichsführung, den Gauen und den Auslandsorganisationen der NSDAP. insgesamt für 110181 000 RM (Gebrauchswerts gesammelt, während sich die Höhe der
aufgebrachten Geldspenden auf nahezu 21S Millionen RM belief.
Der Gebrauchswert der gesammelten und verteilten Sachspenden zuzüglich der für Geldspenden angekauften und verteilten Sachspenden belief sich auf die gewaltige Summe von rund 357 Millionen RM. Die gesammelten Unkosten des Winterhilfs- werkes betrugen mit 3100 000 nicht einmal 1 v. H. des Eesamtaufkommens, was ein Beweis der sorgfältigen Bewirtschaftung und ein Ausdruck der freiwilligen Mitarbeit an diesem sozialen Werk ist. Im einzelnen sei noch die Verteilung der bei der Reichsführung und den Gauen eingegangenen Geldspenden gekennzeichnet:
Als Opfer von Loh» und Gehalt durch lausende Monatsspenden wurden rund 88 827 000 RM. aufgebracht. Die Eintopfgerichtspende brachte über 2054 Millionen Reichsmark.
Durch Spenden von Firmen, Organisationen und Einzelpersonen gingen über 38^ Millionen Reichsmark ein, die Winterhilfslotterie brachte mehr als 7^ Millionen Reichsmark und die
Winterhilfswerk-VLchsensammlung über 1138 000. Der Reinerlös der Straßensammlungen belief sich auf rund 8171000 RM., wobei das Edelweiß- Abzeichen mit 1656 000 RM. den stärksten Absatz fand. Bei den verschiedenen Reichsveranstaltungen kamen rund 5 Millionen Reichsmark ein.
Von Interesse ist ferner noch der Gebrauchswert der verschiedenen zur Verteilung gebrachten Sachspenden. Aus dieser Aufstellung ergibt sich, daß Nahrungs- und Eenußmittel mit nahezu 132 Millionen Reichsmark an der Spitze standen. Dann folgten Brennmaterialien mit knapp 80 Millionen und Bekleidungsgegenstände mit 71^ Millionen Reichsmark. Im einzelnen sei hervov gehoben, daß u. a. IllL Millionen Zentner Kartoffeln, 292 000 Zentner Brot, 138 000 Zentner Zucker, 21L Millionen Stück Eier, 1778 000 Liter Milch, 51 Millionen Zentner Kohle, über 200 000 Stück Anzüge und nahezu 2>L Millionen Paar Schuhe zur Verteilung gebracht wurden. Fürwahr ein überwältigender Ausdruck des Gedankens der Volksgemeinschaft, der auch für den kommenden Winter Hoffnung und Verpflichtung zugleich bedeutet.
Sckuldspruck des völkerbundsraks
Sroßer Lag in Senf: Vle flusschußberlchte gegen die Stimme Italiens angenommen
enf, 8. Oktober.
Der Völkerbundsrat hat gestern abend im Verfahren des italienisch-abessinischen Streitfalls gegen die Stimme Italiens den Bericht des Dreizehner-Ausschusses angenommen, desgleichen den Bericht des Sechser-Ausschusses, durch den festgestellt wird, daß Italien entgegen den Verpflichtungen des Artikels 12 der Völkerbundssatzung zum Krieg geschritten ist.
Nach einer geheimen Sitzung begann gegen 6 llhr eine öffentliche Sitzung des Völkerbundsrates. Der italienische Delegierte Baron Aloisi verlas eine längere Erklärung, die an den Feststellungen des Berichtes des Dreizehnerausschusses ausführliche Kritik übt. Die italienische Regierung sei genötigt, in aller Form Vorbehalte zu machen, nicht nur wegen der in dem Bericht enthaltenen llngenauigkeiten, sondern auch wegen der Werturteile. Vor allem sei die Bedeutung der abessinischen Angriffshandlungen gegen Italien nicht ausreichend als Bestandteil der abessinischen Politik gewürdigt worden. Der Bericht setze sich auch über die italienischen Beschwerden wegen der wiederholten Vertragsverletzungen hinweg. Das italienische Material sei nicht berücksichtigt worden. Auf die italienischen Ausführungen über die Behandlung der eingeborenen Bevölkerung durch die herrschenden Kreise in Abessinien sei überhaupt nicht eingegangen worden. In der Sklaverei-Frage sei der Ausschuß bestrebt, die Lage optimistisch darzustellen. Der Versuch, die in Abessinien bestehende Sklaverei um jeden Preis vor der Weltöffentlichkeit zu beschönigen, sei eine Ungerechtigkeit gegenüber Italien. Der Ausschuß sei auf diese Art dafür verantwortlich, daß ein Sklaven
halterstaat mit Italien und den anderen Völker- Lundsmitgliedern auf die gleiche Stufe gestellt werde. Unbegreiflich sei es ferner, daß der Aus- schuß sich auf den Standpunkt stelle, es sei nicht anzunehmen, daß Abessinien die Bestimmungen des Vertrags von 1980 über den Waffenhandel bewußt und planmäßig verletzt habe. Die Truppenverschiffunge.n nach den italienischen Kolonien seien durch die fortschreitende Verschärfung der Lage in Abessinien veranlaßt worden. Die italienischen Verteidigungsvorbereitungen hätten sich vor aller Oeffentlichkeit vollzogen. Die Notwendigkeit solcher Verteidigungsvorkehrungen trete um so deutlicher hervor, wenn man berücksichtigt, daß Eritrea und Somaliland vom Mutterland sehr weit entfernt seien und daß es sich um sehr ausgedehnte, dünn besiedelte Gebiete handele, in denen die Vorbereitung" des gesamten Versorgungswesens sehr großen Umfang annehmen 'müsse. Wenn behauptet werde, die abessinische Regierung habe von Anfang an eine friedliche Lösung erstrebt, so dürfe sich niemand durch eine solche Haltung täuschen lassen. Diese Umstände, die sich durch die abessinische Mobilmachung verschärften, hätten allein einen Notstand geschaffen, der die italienische Regierung gezwungen habe, in angemessener Weise für die Verteidigung ihrer Kolonien zu sorgen.
Nach Aloisi sprach der abessinische Vertreter Tekle Hawariate. Er ging Punkt für Punkt auf den Bericht ein und unterstrich alle Feststellungen, in denen der abessinischen Auffassung gegenüber den italienischen Vorwürfen recht gegeben wird. Hawariate schloß mit der erneuten Aufforderung an den Rat, den von Italien er
öffneten Feindseligkeiten sofort Einhalt zu gebieten und in Anwendung des Artikels 16 festzustellen, daß Abessinien das Opfer eines italienischen Angriffes geworden sei.
Sämtliche Ratsmitglieder, einschließlich des Vertreters Abessiniens, stimmten bei der Entscheidung über den Bericht mit 2a, nur der italienische Delegierte stimmte mit Nein.
Nach dieser Feststellung erklärte der Ratspräsident, daß der Rat sich vorbehalte, weitere Empfehlungen über die in dem Bericht enthaltenen hinaus ergehen zu lassen.
Unter Bezugnahme auf die Empfehlung des Berichtes, die Feindseligkeiten einzustellen, erklärte er, daß jedem Paktbruch so schnell wie möglich ein Ende gemacht werden sollte, denn die Weltmeinung würde es nicht verstehen, wenn einem solchen Appell in dieser ernsten Stunde kein Gehör geschenkt würde. Auch nach Ausbruch eines Krieges müsse der Rat Maßnahmen zur Einstellung der Feindseligkeiten treffen. Der Völkerbundsrat stehe daher den Parteien zur Verfügung, um die Bedingungen hierfür festsetzen zu helfen.
Der Völkcrbundsrat wandte sich anschließend dem Bericht über die Schuld frage zu Nach Verlesung dieses Berichtes durch den Vorsitzenden des Sechserausschusses, den portugiesischen Außenminister Monteiro. stellte der Ratspräsident auch diesen Bericht zur Abstimmung.
Vorher erhielt Aloisi das Wort zu einer Protesterklärung, die er bereits in der nicht öffentlichen Sitzung des Rates abgegeben hatte.
(Fortsetzung auf Seite 2)
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Zur Berufung der Sachverständige» im Reichsinstitut für Geschichte des neue» Deutschland „Deutsche Geschichte ist deutsch« Volkwerdung durch alle Rückschläge, Riederbrüch«, Zerreißungen hindurch zn den Wiedergeburten und Erneuerungen, zu neuen Anläufen und Ausstiegen in neuer Gestaltung." (Ernst Krieck)
1 t. Hü. Die deutsche Geschichtsforschung ist in der
:rgangenheit, ähnlich wie auch andere Wissen-
mftszweige, oft Wege gegangen, die sich in einer ,alsch verstandenen, die Eesamtfchau des nationalen Werdens außerachtlassenden „Objektivität" verloren. Der geschichtliche Vorgang wurde, wie es hieß, um seiner selbst willen registriert, und grundsätzlich wurde — von der verhängnisvollen marxistischen Geschichtsauffassung wollen wir hier ganz absehen — keine Wertung des Geschehens vorgenommen. Nun war es zwar folgerichtig^ wenn in Ermangelung eines wirklichen Weltmaßstabes die Zuflucht zum „rein wissenschaftlichen Standpunkt" genommen wurde, das heißt, wenn man auf ein Niveau Herabstieg, von dem aus die Dinge angeblich voraussetzungslos betrachtet werden konnten. Mit dem wirklichen Leben, seinen Triebkräften und seiner Tragik, hatte aber eins solche Geschichtsschreibung keinerlei innere Verbindung. Sie beobachtete gewissermaßen nur die Schatten der Ereignisse, und auch diese isoliert, ohne Zusammenhang mit dem eigentlichen Zeitgeschehen. Der Begriff Volk wurde, sofern er überhaupt eine besondere Rolle spielte, ohne Beziehung zu den geschichtsgestaltenden Mächten von Blut und Boden und daher überhaupt ohne wesentlichen Inhalt gebraucht. Die Wissenschaft verlor sich im Abstrakten ...
Erst die nationalsozialistische Geschichtsauffassung stellte die Verbindung zwischen Wissen und Leben wieder her, indem sie, was die deutsche Geschichte betrifft, das Volkwerden in den Mittelpunkt der Forschung stellte. Aus den Tiefen der Volksseele und den Kräften des Bolkswillens wächst das große schicksalhafte Geschehen. Groß ist dieses Geschehen nur deshalb, weil es jenseits des engbegrenzten Ich Generationen des Gesamt- volkes umfaßt, und schicksalhaft nimmt es seinen Laus, weil ihm kein schematicher Vernunft- plan zugrunde liegt, sondern in ihm das unerschöpfliche Leben der Nation seinen Ausdruck findet. Diese hier nur skizzierte innere Umwandlung des Wissenschaftsinhaltes, die mit einer Reform der Forschungsmethoden Hand in Hand ging, war ebenso wie das politische Ereignis schon lange vor der nationalsozialistischen Machtergreifung vorbereitet. Wenn Reichswissenschaftsminister Ruft jetzt auf Vorschlag des Präsidenten des „Reichsinstitutes für Geschichte des neuen Deutschland" eine Reihe führender Wissenschaftler des neuen Deutschland in den Sachverständigenbeirat des Reichsinstituts berufen hat (wir berichten an anderer Stelle Näheres darüber), so erfolgt damit ein« selbstverständliche Ehrung derienigen Forscher und Hochschullehrer, die gerade die Geschichtswissenschaft vor dem Erstarren in wesenlosen Formen gerettet haben. Daß dabei die Tradition der unverfälschten deutschen Wissenschaft zu ihrem vollen Recht kommt, davon zeugt nicht zuletzt die Berufung des Berliner Geschichtsprofessors Erich Marcks in den Sachverständigenbeirat, verdanken wir diesem Forscher doch die beste völkisch fundierte Arbeit über Vismarck.
Wie sehr für die nationalsozialistische Geschichtswissenschaft die Lebensnahe Leitstern der Arbeit bleiben soll, geht nicht nur aus der ehren- vollen Berufung des Münchner Professors Karl Alexander von Müller hervor, dessen Ar- Seit „in besonderem Maße in lebendiger Beziehung zum Lebenskampf unseres Volkes stand", sondern auch die Hereinnähme des Rassenforschers H. Günther in den Sachverständigenbeirat des Instituts, sowie die Beteiligung der jüngeren Generation an der Eeschichts- forsch ung reden hier eine deutliche Sprache. Jene jüngeren Kräfte der deutschen Wissenschaft, die den großen politisch-geistigen Umformungsprozeß unserer Zeit in seiner ganzen Ursprünglich- keit.miterleben, sind uns die Garanten einer Blutauffrischung in den Kreisen der Forschung, die dem Leben der Nation nicht immer das erforderliche unmittelbare Verständnis entgegenae- bracht bab-n
Geschichtswissenschaft wird im Dritten Reich nicht um ihrer selbst willen betrieben, sie geht vielmehr von der spät, aber nicht zu spät erkannten Tatsache aus, dag d i e E e s ch i ch t e die größte Erzieherin der Nation ist.' Ihre Erziehungswerte müssen freilich gegenüber der Jugend zur richtigen, zukunftsgestaltenden Wirkung gebracht werden. Um das Geschlecht der Werdenden für den siegreichen Abschluß des jahrhundertelangen Kampfes um die Volkwerdung der deutschen Nation zu begeistern, genügt es nicht, die Ereignisse nur betrachtend aneinanderzureihen, genügt es nicht, den Blick ausschließlich ins Vergangene zu richten, genügt es nicht, Quellenstudien ohne gegenwartsnahe Kritik zu treiben. Was in national-pädagogischer Hinsicht not tut und von der Geschichtsschreibung nie mehr aus den Augen verloren werden darf, das ist der Wille sowohl des wissenschaftlichen Forschers wie des Hochschullehrers, die Bereicherung seiner gerichtlichen Erkenntnis der Sicherung der