Ausgabe 
(3.10.1935) Nr. 273
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parteiamtl.Iageszeitung der

Das flmtsblatt des Senats

Nationalsozialisten Bremens

der Zreien lzansestadt Bremen

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Nr. 275 / 5. Jahrgang

Vonnerslag, 5. Vklober

kinzelpreis 15 Npf.

Nas lannenberg-venkmol Nellhsehrenmal!

Kundgebung des sührers bei der Ueberfüstrung der sterblichen Külle Kindenburgs/Veutschland bat sein Nationacheiligtum

Berlin, 2. Oktober.

Der Führer und Reichskanzler erläßt folgende Kundgebung:

Die sterbliche Hülle des im vorigen Jahre Heimgegangenen Generalfeldmarschalls von Hindenburg ist heute, an dem Tage, an dem er vor 88 Jahren geboren ist, in die für ihn im Tannenberg-Denkmal errichtete Gruft übergeführt worden. Hier, an der Stätte des Sieges von Tannenberg, umgeben von seinen in der Schlacht gefallenen Soldaten, hat der Feldherr nun seine letzte Ruhestätte gefunden. Die Bettung dieses großen Deutschen in den Mauern des gewaltigen Schlachtendenkmals gibt diesem eine besondere Weihe und erhebt es zu einem Heiligtum der Nation. Am dieser Bedeutung des Tannenberg- Denkmals sichtbaren Ausdruck zu verleihen, erkläre ich es zumReichsehrenmal" und lege ihm den NamenNeichsehren- mal Tannenberg" bei.

Als Grabstätte des Generalfeldmarschalls und der neben ihm ruhenden zwanzig unbekannten Soldaten soll es für alle Zeit dem dankbaren Gedenken an die ruhmreichen Leistungen und heldenmütigen Opfer des deutschen Volkes im Weltkriege geweiht sein. Das Deutsche Reich übernimmt dasNeichsehrenmal Tannenberg" mit dem heutigen Tage in seine Obhut und wird es als Wahrzeichen deutscher Treue, Kameradschaft und Opferwilligkeit in alle Zukunft zu wahren und zu schir­men wissen.

Deutsche Männer haben in schwerer Zeit dies Denkmal geschaffen, weite Kreise der deutschen Bevölkerung haben mit freiwilligen Gaben zu seinem Ausbau beigetragen. Ihnen allen dafür in dieser Stunde aufrichtig zu danken ist mir Pflicht und Herzensbedürfnis zugleich.

Berlin, 2. Oktober 1935. Der Führer und Reichskanzler.

Adolf Hitler.

Hie Velsttzungsfelerliltzkelten

Vor siilirer an der öruft des toten Seneralfeldmarschalls

Unser lagesspiegel

Der Führer hat das Tannenberg-Denkmal zum Reichsehrenmal erklärt.

Reichsminister Dr. Goebbels erlögt zum Tag des Deutschen Buches einen Aufruf.

Die britische Regierung ist fest entschlossen, die Bölkerbundssanktionen gegen Italien durchzusetzen.

Im Rahmen eines Generalappells der Schwarzhemden hielt Mussolini eine kriege­rische Rede.

Der Vormarsch der italienischen Truppen auf abessinischem Gebiet nimmt seinen Fortgang.

2m Memelgebiet wurde mit der sehr um­ständlichen Stimmziihlung begonnen.

Der erste Roheisenabstich von dem neu in Betrieb genommenen Hochofen der Norddeut­schen Hütte ist gestern erfolgt.

Die Geschichtstagung in Bremen nahm mit einer Anzahl von fachlich anregenden Vor, trägen zur Deutschen Vorgeschichte ihren Fort­gang.

Reichshandwerksmeister Schmidt und Präsi­dent Tribius haben einen Aufruf gegen das Vorgunwesen erlassen.

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flufruf Vr. i-oebbels*

zurWoche des deutschen Buches"

Berlin, 3. Oktober.

Reichsminister Dr. Goebbels erlägt zurWoche des deutschen Buches" folgenden Aufruf:

DieWoche des deutschen Buches 1935" wird den Blick des gesamten Volkes erneut auf eines seiner wichtigsten Kulturgüter lenken. Sie hat es sich zur besonderen Aufgabe gemacht, dem deut­schen Arbeiter der Faust die Werte zu erschließen, die aus Rasse und Scholle geboren im deutschen Buch Gestalt geworden sind.

Das gute Buch ist aus dem Volke gekommen; es dem Volke zurückzugeben, ist Pflicht aller, die am Aufbau der Volksgemeinschaft mithelfen. Darum ist jeder deutsche Volksgenosse aufgerufen, zu seinem Teil dazu beizutragen, daß das gute Buch wahrhaft äußerer und innerer Besitz des Volkes in allen seinen Schichten werde.

Dr. Goebbels.

Sammlungen des Winterdttfswerks

Berlin, 3. Oktober.

Der Reichsbeauftragte für das Winterhilfswsrk, Hilgenfeldt, teilt mit: Aus Grund einer mit der Inneren Misston, dem deutschen Tharitasver- band und dem deutschen Roten Kreuz getroffenen Vereinbarung verzichten diese Verbände auf ihre üblichen Herbstsammlungen. Der Wortlaut der Aufrufe, mit denen sich die genannten Verbände an die Öffentlichkeit wenden, wird nach der Er­öffnung des Winterhilfswerkes bekanntgegeben.

Die Naturaliensammlunge» werden in diesem Jahr ausschließlich vom Winterhilfswerk des deutschen Volkes durchgeführt. DasWinterhilfs- werk des deutschen Volkes" stellt den Anstalten und Einrichtungen der genannten Verbände ver­einbarungsgemäß die Lebensmittelmengen zur Verfügung, die sie bisher aus ihren eigenen Le- bensmrttelsammlungen erhielten.

wenn Veamte ernannt werden . . .

Beteiligung des Stellvertreters des Führers Berlin, 3. Oktober.

Das Reichsgesetzblatt vom 1. Oktober enthält einen vom Führer und Reichskanzler und vom Reichsminister des Innern unterzeichneten Erlaß vom 21. September 1935, in dem bestimmt wird, daß der Stellvertreter des Führers an der Ernen­nung der Beamten zu beteiligen ist, die vom Füh­rer und Reichskanzler persönlich ernannt werden. Die Beteiligung des Stellvertreters des Führers hat in der Weise zu erfolgen, daß dieser einen Abdruck des Veförderungsoorschlages erhält, der nähere Angaben über den zu befördern- den Beamten enthalten muß. Dem Stellvertreter des Führers ist eine angemessene Frist zur Stel- lungnahme zu lasten.

l-ömbös an den sührer

Berlin, 3. Oktober.

Der königlich-ungarische Ministerpräsident Gene­ral von Eömbös hat an den Führer und Reichs­kanzler folgendes Abschiedstelegramm gerichtet: Beim Verlassen des Reichsgebietes drängt es mich der aufrichtigen Bewunderung Ausdruck zu ver­leihen, mit welcher ich die großen Fort­schritte beobachtet Habe, die das deutsche Volk unter der zielbewußten Führung Eurer Exzellenz feit meinem letzten Besuch auf jedem Gebiet des öffentlichen Lebens sich zu erkämpfen gewußt hat. Zu den Gefühlen wärmster und aufrichtigster Sympathie, mit denen Ungarn diese friedliche Auf­bauarbeit verfolgt, gesellen sich meine innigsten Wünsche für das persönliche Wohlergehen Eurer Exzellenz sowie für den weiteren Aufstieg des Deutschen Reiches. Eömbös.

stuf der satirl zum venkmal

Hohenstein (Ostpreußen), 3. Oktober.

Von Norden fahren wir an einem wundervoll übersonnten Herbstmorgen denselben Weg, den wir in jener herrlichen ostpreutzischen Sommernacht fuhren, als wir dem toten Generalfeldmarschall von Hindenburg das letzte Geleit gaben. Durch Rosenberg kommen wir, Deutsch-Eylau. Osterode. Dann klingen Schlachtennamen auf, und schließlich kündet der Name Mühlen, bekannt aus dem gro­ßen Gefecht im August 1911, daß Tannenberg nicht mehr weit ist. In unserem Zuge fährt der letzte lebende große deutsche Eeneralfeldmarschall, von Mackensen, trotz seines hohen Alters eine sportlich gestreckte Reitergestalt. Er hat es sich nicht neh­men lasten, zu dieser Feier nach Tannenberg zu fahren. Minister und Staatssekretäre sind im Zuge, die kommandierenden Generäle der Armee­korps, Admirale. Gauleiter.

Das Städtchen Hohenstein. in das unser Zug einläuft, steht schon seit Tagen im Zeichen »er Feier. Das Tannenberg-Denkmal hat sein Gesicht vollkommen verändert. Das große Grab in der Mitte mit den 29 unbekannten Soldaten ist ver­schwunden. Je 10 der toten Soldaten werden nun zu beiden Seiten der Hindenburg-Gruft ruhen, so daß der Feldherr auch im Tode mit seinen Sol­daten verbunden ist. Auch die übrigen Türme sind nun fertiggestellt, und das ganze Denkmal bietet ein geschlossenes Bild.

flm Venkmal

Durch die reich geschmückte Stadt vom Bahnhof her, wo die Ehrengäste aus Berlin und der Son- derzug des Führers aus Allenstein erwartet wer­den, zieht sich ein langes Spalier der SS. bis zum Denkmal; dort wird es von dem Spalier des Heeres abgelöst. Mann steht neben Mann, das

Gewehr mit aufgepflanztem Bajonett vor sich, unbeweglich und steinern. Rechts und links vom Haupteingang des Denkmals sind NSKK., SA., SS. und HJ. aufgestellt. An die SA. schließen sich der Kyffhäuserbund, dann die Wehrmacht, an die HJ. der Reichstreubund, der Arbeitsdienst und die Politischen Leiter an. Neben dem Gruft- turm haben die Ehrengäste Aufstellung genommen. Die Wehrmacht flankiert die andere Seite des

Als Ehrengäste nehmen an der Feier teil: der Reichskriegsminister Generaloberst v. Blom - berg, General der Artillerie Freiherr von Fritjch als Oberbefehlshaber des Heeres, Ad­miral Dr. I>. o. Raeder, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, und General der Flieger G ö - ring als Oberbefehlshaber der Reichsluftwaffe, mit ihm Staatssekretär Generalleutnant Milch. Es folgen die Oberbefehlshaber der Gruppe I bis III, die kommandierenden Generäle und Admirale und die Befehlshaber der Luftkreise.

Von den Familienangehörigen, persönlichen Freunden und Mitarbeitern des verewigten Ee- neralfeldmarschalls sind Generalmajor as D. von Hindenburg mit seiner Gattin erschienen, die Töchter des Eeneralfeldmarschalls Frau von Pentz und Frau von Brockhusen, die Enkelkinder. Ge- neralzeldmarschall von Mackensen, der General der Infanterie a. D. Franke, die Generalleutnants a. D. von Krahmer, von Unger und Nehbel

Es erschienen ferner der Stellvertreter des Füh­rers, Reichsminister Heß, der Reichs- und preu­ßische Minister des Innern Dr. Frick, die Staatssekretäre Körner, Dr. Lamm ers,

Turmes. Die Fahnen geben dem Bild einen far­bigen Hintergrund. Auf den Wehrgängen der Mauer ziehen wieder Soldaten auf, die dort Ge­wehr bei Fuß mit aufgepflanztem Seitengewehr stehen. Vor dem Denkmal wehen halbmast die Reichskriegsflagge und die Fahne des Deutschen Reiches, die Hakenkreuzslagae. Die Türme des Denkmals tragen gleichfalls Reichskriegsflagge und Hakenkreuzflagge mit langem Trauerwnnpel.

Funk und Reichsarbeitsführer Hier!, weiter Staatssekretär Meißner, der Oberprästdent und Gauleiter Erich Koch, Oberpräsident und Gauleiter Schwede, Senatsprästdent Greiser und Gauleiter Förster, Abordnungen einer Reihe von Regimentsvereinen und Verbänden, der Kommandant des früheren Panzerkreuzers ..Hindenburg" Konteradmiral a. D. von Karpff, die Spitzen der Wehrmacht, Partei und Behörden Ostpreußens. Kurz bevor der Führer das Tannen­berg-Denkmal betritt, ist der Aufmarsch sämtlicher Einheiten beendet, baben die Ehrengäste ihre Plätze eingenommen. Als der greise Feldmarschall von Mackensen das Denkmal betritt, geht durch die Reihen eine Bewegung.

Während die Verbände mit ihren Fahnen rings auf den Treppen Aufstellung genommen haben, die zu den Mauern emporführen, marschieren auf dem großen Hof die Ehrenabteilungen auf und nehmen Front zu dem Weg, den der Führer vom Eingangsturm zum gegenüber liegenden Gruft- turm nehmen wird. Zwischen den Verbänden der Partei steht auch eine kleine Gruppe Landarbeiter. Es sind dies Arbeiter vom Gute Neudeck, die dem verstorbenen Gutsherrn ihre Verehrung und Dankbarkeit bezeugen.

der sichrer betritt den Venkmatsßof

Kurz vor zehn Uhr betritt Generalmajor von Hindenburg mit den Familienangehörigen des Feldmarschalls den Ehrenhof. Es werden Kränze und immer wieder Kränze hereingetragen.

Punkt 18 Uhr verstummt das Flüstern. Der Führer kommt, begleitet von dem Reichskriegs­minister, von den Oberbefehlshabern der Wehr­machtsteile und dem Stellvertreter des Führers Reichsminister Heß. Tausende von Händen recken sich zum Gruß, während der Führer an den Ehren­kompanien vorbei an das Grabmal tritt. Wieder heben sich die Hände zum Gruß der Fahnen. Dann klingt ein Choral aus, und unter leisem Trommel­wirbel wird der Sarg Hindenburgs, während sich die Häupter entblößen, von Offizieren des Heeres, der Flieger und der Marine aus dem Turm her­ausgetragen. Zwei Generäle des Heeres, ein Fliegergcneral und ein Admiral mit gezogenem Degen umgeben den Sarg als Ehrenwache. Unter stetem Trommelwirbel wird er bis zum Haupt­eingang getragen und hier aus eine mit Tannen- grün geschmückte Bahre gelegt.

Der Sarg ist bedeckt von einer riesigen Reichs- kriegsflagg«. Darauf liegen Helm und Degen des Feldmarschalls. Den Marschallstab trägt ein Ee- neralstabsoffizier dem Sarge voran ' Langsam wird der Sarg dann an den präsentierenden Ehrenkompanien vorbei zur Gruft getragen und vor der Gruft auf ein Blumenbeet abgesetzt.

Dann spricht Feldbischof Dr. D o h r m a n n. Er stellt seiner Predigt die Textworte voraus:Glau­bet an Gott, so werdet Ihr sicher sein, und ajaubet seinen Propheten, so werdet Ihr Glück haben."

(Fortsetzung auf Seite 2)

fluch der eandarbeiter...

Zum kommenden Erntedank-Sonntag

8. blii. Nicht nur der deutsche Bauer, auch sein ihm schicksalsverbundener Helfer, der Landarbei­ter, stand in der Vorkriegszeit und in den Jahren des marxistisch-liberalistischen Systems so ziemlich auf der untersten Sprosse der jetzt vom National­sozialismus endgültig beseitigten Klassen-Leiter- Die antisoziale Behandlung, die er Wer sich er« gehen lassen mußte, war menschenunwürdig im wahrsten Sinne des Wortes. Man muß vor der nationalsozialistischen Machtergreifung des Elend dieser Volksgenossen draußen auf dem Lande ein­mal mit eigenen Augen gesehen haben, um sich mit Grauen zu erinnern, wie freudlos und nieder­drückend das Los des Landarbeiters damals war, Nicht nur war für den Lohn, den er nach schwerster Arbeit erhielt, in vielen Gegenden Deutschlands die Bezeichnung Spottgeld noch zu milde, auch seine Wohnverhältnisse blieben im Durchschnitt weit hinter den allerbescheidenstsn Ansprüchen zu­rück, war er doch mit seiner zumeist vielköpfigen Familie oft in verfallenen, gesundheitsschädigenden Baracken untergebracht. Schlug der fassungslose Städter, durch irgendeinen Zufall Zeuge jenes zer­setzenden Geschehens geworden, die Hände über dem Kopf zusammen, so konnte es wohl geschehen, daß ihn derzuständige Fachmann" achselzuckend auf das noch tiefer liegende Lohn- und Lebensniveau des in der deutschen Landwirtschaft beschäftigten ausländischen Wanderarbeiters hinwies. Dies Bedingungen, unter denen die (in den Ernte- monaten sich auf fast eine Million beziffernden) ausländischen Landarbeiter ihre Hilfe anboten, spotteten denn auch jeder Beschreibung. Die Folge des hohen Einsatzes dieser Kräfte war ein weite- res Herabsinken der Löhne, und der deutsche Land­arbeiter mußte allmählich jede Hoffnung auf eine Besserung seiner unerträglichen Lage verlieren.

Zur Landflucht mit all ihren schädlichen Auswirkungen für die Eesamtwirtschaft war unter jenen Verhältnissen nur noch ein kleiner Schritt, Man konnte es dem völlig entwurzelten, Not und Verzweiflung preisgegebenen Landarbeiter nicht verdenken, wenn er in den Jahren der zunehmen­den Industrialisierung in die Städte wanderte, um sich dort eine nach seiner Meinung lichtvollere Zukunft zu sichern. Die Wirtschaftskrise rückte das Widersinnige und Gefährliche der Landflucht zu spät in ein grelles Licht: Auf dem weiten Lande draußen mußten ausländische Arbeitskräfte in im­mer höher steigender Zahl eingesetzt werden, wäh-

Der Erntedanktag 1935 wird ein leuch­tendes Fanal aus dem Marsche des ge­einten deutschen Volkes in die große Zukunft Deutschlands fein.

rend in den Städten das Heer der Arbeitslosen ins Unermeßliche wuchs und Millionen Volksgenossen in den deutschen Industriezentren nicht wußten, wo sie das Brot für das tägliche Leben hernehmen sollten. Und wie schlecht dabei gerade die Land­wirtschaft abschnitt, davon weiß nicht zuletzt der deutsche Bauer ein Lied zu singen!

Weshalb wir an die Zeit des Verfalls, da deut­sches Land aus tausend Wunden blutete, erinnern? Weil wir uns in diesen Tagen vor dem nahenden Erntedankfest wieder mit Stolz und Freude der Erfolge nationalsozialistischer Agrarpolitik be­wußt werden. Zwar wären die erwähnten Miß­stände, unter denen die Landarbsiter zu leiden hatten, auch schon vor der Machtergreifung von den Gegnern des Nationalsozialismus erkannt worden. Es wurden sogar von geschäftigen System- Parlamentariernalarmierende" Broschüren über die zum Himmel schreiende Not der Landarbeiter" geschrieben, Reformpläne wurden von einer Kom­mission in die andere weitergeleitet, geharnischte Entschließungen nahmen ihren Weg in die Land­wirtschaftsministerien aber gehandelt wurde erst unter nationalsozialistischer Führung, praktisch zu Leibe gegangen wurde dem Elend erst, als die Beauftragten Adolf Hitlers die Zügel der Regierung in die Hand nahmen. Und zwar wurde da zugepackt, wo sofort Abhilfe zu schaffen war: Den ausländischen Arbeitern wur­den die Zugänge gesperrt und der Landwirtschaft in der Landhilfe die benötigten deutschen Kräfte zur Verfügung gestellt. Mit der einen Maß-

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