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__Das Amtsblatt des Senats
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Nc. 201 / Z. Zastrgang
Montag, 21. Vklober
NationalsozialistenVremens
der freien Hansestadt vremen
Anzetgen-Grundpreisei Tie 22>mm.Zeile tm Anzeigenteil >2 Rps. die 70-mm.Zetli im Texttetl Ib Rps. Ermäßigte Grundpreist (für kleine Anzeigen, Familienanzeigen o. a.i sowie sonstige Bedingungen laut Preisliste b. lNachlaßstassel 0.> Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr Annahmeschluß 1k Uhr. Sprechzeit: Verton werktäalich von 12- 12 Uhr: Schrlttteitnnn Meo-inn bis Freitaa nun 12'/^-12'/-Uhr.
kinzelpreis 15 Npf.
Mieder wurde dem Meer Land abgerungen
die kinweikung des Hermann-ööring-Kooges / der INinisterprösident und der Ueichsbauernfüticer werden in der Nordmark begeistert empfangen / Neue großzügige kindeichungspläne
Unser lagesspiegvl
Der Hermann-Göring-Koog wurde in Anwesenheit des Ministerpräsidenten und des Reichsbauernsührers feierlich eingeweiht.
In Hannover wurde die „Paul-von-Hinden- iurg-Lugendherberge" durch den Reichsjugend- sührer ihrer Bestimmung übergeben.
Unter der Auswirkung des Orkans über der Nordsee sind mehrere Dampfer gestrandet.
Der Präsident der Abrüstungskonferenz, Hen- derson, ist gestorben.
Bei den französischen Senatswahlen wurde Ministerpräsident Laval wiedergewählt.
Die deutsche Futzball-Nationalelf siegte in Leipzig über Bulgarien 4:2 (2:0).
Niedersachsens Futzball-Eaumannschaft schlug den Kau Nordmark 3:1 (2:0).
In einem Handvall-Gauspiel besiegte Rieder- sachsen Hessen überlegen mit 12:8 (8:2).
Bei den Schwimmwettkämpfe« in Berlin stellte der Deutschamerikaner Kiefer zwei neue Rekorde auf.
Der Deutsche SteinLach fuhr beim Motorradrennen in Brünn die beste Zeit des Tages.
Zum Eeräteturnkampf gegen Finnland wurde Stessens, Bremen, als Dritter für die deutsche Nationalmannschaft ernannt.
Wille;ur Hochweellgkett
Frankfurt a. M., 21. Oktober.
Die Reichsschnlnnasbuig Kestenhöhe bei Oberem! im Taunus ist am Sonntag durch den Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. im Beisein von Reichsschulungsleiter Pa. Dr. Frauen- dörser eingeweiht worden. Dr. Ley betonte in einer Rede, saß in der gesamten deutschen Vergangenheit das deutsche Volk immer wieder herrliche wunderbare Soldaten hervorgebracht, nie aber Politiker besessen habe. Alles, was der Soldat sür Deutschland erobert habe, habe der Politiker wieder verloren. Das aber wolle nun die Partei verhindern. Nicht alle 50 Jahre würde dem deutschen Volk ein Adolf Hitler geschenkt. Doch wenn einmal kein Führer da sei, dann müßte die Partei dafür sorgen, daß das Volk nicht wieder in den Abgrund sinke.
Nach einem Spruch eines Handwerkers übergab der Architekt des Baues den Schlüssel zum Gebäude dem Reichsschulungsleiter Dr. Frauen- dörfer, der die Burg in die Obhut der Reichs- ichulungsleitung nahm. Er wolle, so betonte er, alle Aufgaben und Ziele dieser Burg in dem Satz zusammenfassen: Nationalsozialismus ist der
Wille zur Hochwertigkeit. Stätte dieses Willens Zu sein, sei die Aufgäbe dieser Burg.
Auflösung der Landsmannschaft
Koburg, 21. Oktober.
Um ihre Zukunft zu beraten, hatte die Deutsche Landsmannschaft eine Sondertagung für den Tonntag nach Koburg einberufen. Die Verbindungen waren durch etwa 3000 Landsmannschaften vertreten. Nach Entgegennahme der Referate und anschließender Beratung wurde beschlossen, im Interesse des Ganzen die Deutsche Landsmannschaft aufzulösen und sie in den NS. Deutschen btudentenbund einzugliedern. Dipl.-Jng. Huth- Dan-ig wurde zum Leiter und Treuhänder des Verbandes gewählt.
iauflösung der Deutschen Sängerschaft. Der vom dssührer der Deutschen Sängerschaft, Pfarrer sthde-Breslau, einberufene BundeSführertag hat in Leipzig die Auslösung der Teutschen San- t (Verband der wafsensührenden und farben- en Sängerschaften an deutschen .SachschMen) e gleichzeitige Uebersührung ihrer aktiven Mlt- in den Nationalsozialistischen Teutschen Einund beschlossen.
zur stenderson gestorben
London. 21. Oktober, msident der Abrüstungskonferenz, Arthur i, ist Sonntag im Alter von 72 Jahren
Henderson, der am 1. August 1861 in geboren wurde, war zuerst Arbeiter und werkschaftsbeamter. IM Jahre 1903 : zum ersten Male ins Parlament ge- id bald errang er eine führende Treiber englischen Arbeiterpartei, ^n den 1918/16 war er als Unterrlchtsmmister -Mitglied. Im Jahre 1917 wurde er als ichtiqter nach Rußland gesandt und im Fahr als Minister ohne Fach m das Lloyd Georges berufen. 1924 wurde er nister, und in den Jahren 1929 31 lei- m -.weite» Kabinett Macdonald das nisterium. Im Jahre 1932 wählte rhn die lbrüstungskonserenz zu ihrem Prasrdenten.
Tating (Kr. Eiderstedt), 21. Oktober
Nachdem erst im August dieses Jahres in Dith- marschen der Adolf-Hitler-Koog seiner Bestimmung übergeben werden konnte, ist jetzt im Kreise Eiderstedt ein weiterer Koog fertiggestellt worden: der Hermann-Göring-Koog.
Unter dem restlosen Einsatz aller Kräfte sind dem Meere 880 Hektar Neuland abgerungen worden, auf dem Bauern, Arbeiter und Handwerker eine neue Heimat finden werden.
Der Kreis Eiderstedt zeigte am Sonntag ein festliches Gepräge. Die Bevölkerung hatte alles getan, um dem Ministerpräsidenten Eöring einen herzlichen Empfang zu bereiten. Die kleinen Ortschaften, wie auch die einsam gelegenen Bauernhöfe prangten in reichem Flaggenschmuck. Große Willkommenstransparente waren über die Zufahrtsstraßen , gespannt und zahlreiche Ehren
pforten errichtet. An den Straßen, die Ministerpräsident Hermann Eöring durchfuhr, hatten Bauern und Fischer der Westküste in langen Reihen Aufstellung genommen. Auf seiner
sastrl durch die norddeutsche kbene
wurde er überall begeistert begrüßt. Als der Wagen des Ministerpräsidenten, in dessen Begleitung sich der Reichsbauernführer Darrs sowie der Oberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein, Gauleiter Lohse, befanden, kurz nach 18 Uhr in die Zufahrtsstraße zum Koog einbog, streckten sich unzählige Arme zum Gruß. Unter stürmischen Heilrufen der Bauern und SA.-Männer fuhr die Wagenkolonne sodann durch die mit Tannen- grün geschmückte Ehrenpforte dem Hermann-Eö- ring-Koog zu.
Auf dem Autzendeich des neuen Koogs ist die Weihetribüne errichtet. Kurz nach Mittag ist der
Platz vor der Tribüne von einer vieltausendköpfigen Menschenmenge gefüllt. Starke Ehren- abteilungen der SA, SS., der politischen Leiter, des Arbeitsdienstes, der HJ. und des BDM. sind aufmarschiert. Im Vordergründe stehen die neuen Siedler, Bauern, Arbeiter und Handwerker, ferner die Arbeiter, und Arbeitsdienstmänner, die am Deichbau mitgearbeitet haben. Auf der Tribüne haben sich Vertreter des Staates, der Partei und der Wehrmacht eingefunden. AIs der Ministerpräsident erscheint, ertönt ungeheurer Jubel, tausendfach recken sich die Arme zum Gruß. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schreitet der Ministerpräsident dann die Front der Formationen ab. Besonders begrüßt er die neuen Bauern seines Koogs sowie die Arbeitsdienstmännsr und Arbeiter, die bei der Durchführung des stolzen Werkes mitgearbeitet haben.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Man wütet über der Nordsee
Schiffsunfiillo und StiS-Nufe — französischer Vampser gestrandet — Schilden am Sglter Strand
Hamburg, 21. Oktober
Der stürmische Südwestwind, der seit Tagen über dem Küstengebiet herrscht, hat im Laufe des Sounabendabend Orkanstärke angenommen und wütete während der Nacht zum Sonntag mit furchtbarer Gewalt namentlich über der Nordsee» die tief aufgewühlt ist. Ein Sturm von solcher Stärke ist seit langem nicht zu verzeichnen gewesen. Die gesamte Schiffahrt ruht. Die Fahrzeuge haben unter Land Schutz gesucht. Auf der Unterelve liegen von Brunsbiittelkoog bis Cux- haven und weiter hinaus bis zu den Feuerschiffen etwa 48 bis 58 Schisse aller Größen und Nationalitäten vor Anker. Seit Sonnabendabend ist kein einziges Schiff mehr in See gegangen.
Aus der Nordsee sind verschiedene SOS.-Rufe aufgefangen worden.
Im Hamburger Hafen hatten sich mehrere Fahrzeuge losgerissen, sind aber wieder einge- fangen und fest vertäut worden. Auf dem Elbefahrwasser bei Altona hat sich dagegen am Sonnabendabend eine vierfache Kollision ereignet. Das Hapagmotorschiff „Tacoma", das in den Köhlbrand verholen wollte, schwoite bei dem heftigen Wetter aus. Dadurch wurden der 4000 Tonnen große Lloyddampfer „Ulm", der 1180 Tonnen große norwegische Dampfer „Mitra" und der 1600 Tonnen große holländische Dampfer
„Vesta", die den Hamburger Hafen seewärts ver- i lassen hatten und in kurzen Abständen hinterein- anderfuhren, irretiert. „Ulm" stieß mit der „Tacoma" zusammen, und die beiden folgenden Dampfer liefen aufeinander auf. Nachdem die Schiffe die Fahrt gestoppt hatten, wurden sie von dem Sturm wieder auseinandergetrieben, wobei die „Tacoma" vorübergehend an Grund geriet. Alle vier Schiffe haben ihre Fahrt unterbrochen und wurden in den Hamburger Hafen geschleppt.
Westerland aus Sylt, 21. Oktober
Zurzeit tobt ein Sturm in Windstärke zehn bis elf aus Südwest bis West, der erheblichen Schaden am Sylter Strand anrichtet. Bei Westerland sind Dünen glatt zu Steilabhängen abrasiert. Das Südbad ist in äußerster Gefahr. Das abgerissene Holz liegt waggonweise am Diinen- suß.
Oberhalb List strandete der 8080 Tonnen große französische Dampfer „Adrar", der aus Hamburg kam. Das Rettungsboot der Visier Station der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat sich bei dem gewaltigen Seegang heldenmütig bemüht, die 38 Mann starle Besatzung zu bergen. Diese sowie der Kapitän weigerten sich jedoch, das Schiff zu verlassen. Die Rettungsstation Wenningstedt hat durch Naketenapparat Verbin
dung zwischen Strand und Schiff hergestellt. Ver- gungsdampfer sind aus Hamburg nach List beordert worden.
Bremerhave», 21. Oktober
Motorschiff „Erfurt" (4200 ART.) des Norddeutschen Lloyd, das in der Nacht zum Sonntag infolge des über der Nordsee herrschenden Orkans ins Treiben geraten war, ist am Sonntag 16.30 Uhr glücklich in Vremerhaven eingelaufen. Das Schiff befand sich auf der Ausreise nach Norfolk und Philadelphia mit Zwischenstation in Vlis- singen.
Nücksichtsloser Segler
Kopenhagen, 21. Oktober.
In der Nacht zum Freitag wurde der Fischdampfer „Rastede" aus Wesermllnde, der sich nördlich der Insel Anhold im Kattegat auf Fang befand, von einem Segler gerammt. Das Segelschiff rammte den Dampfer am Achterschiff, wodurch ein großes Leck entstand. Nur dem Umstände, daß die Schotten des Maschinenraums hielten, ist es zu danken, daß der Fischdampfer, der eine 13köpfige Besatzung an Bord hatte, nicht sofort sank. Der Segler setzte seine Reise ohne Aufenthalt fort und blieb unerkannt. Wahrscheinlich der gleiche Segler wäre am Donnerstag im Oeresund zwischen Helsingoer und Helsingborg fast mit einer Eisenbahnfähre zusammengestoßen.
Aulnahme: WrllbNd
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2ur HeberkiiliiuiiA äer Vvkallonvn äss 9. November 1923. .4m 12. äc^ 8oIiick--ulKM»rsvIiss äsr Ls-cvegung nsträ äis loisrlicäm llsbsr-
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fldolf Hitlers sorum
Der Führer als Bauherr — Die Tempel der Toten Bon Alfred-Jngemar Berndt
Soeben ist offiziell bekanntgegeben worden, wie sich am 9. November, dem Trauertage der nationalsozialistischen Bewegung für ihre Toten, die historische Gedenkfeier in München abspielen wird. Jahr um Jahr hat die NSDAP. ihren ersten 16 Märtyrern, die am 9. November 1923, unter den Kugeln einer verräterischen Reaktion ihr Leben aushauchten, ein feierliches Gedenken bereitet. Ihre Leiber aber schliefen auf den verschiedensten Friedhöfen ihren ewigen Schlaf, weil eine Regierung, die die Gefallenen noch im Tods fürchtete, es verbot, sie gemeinsam zu b-Aatten, wie sie gemeinsam gefallen sind.
In diesem Jahre nun wird den Toten vom 9. November 1923 eine Ehrung bereitet werden, die symbolisch sein wird für all die vielen Toten, die auf dem Siegeszuge am Wege blieben. Sie werden Wächter sein an einer Stätte, die die innerste Herzkammer der nationalsozialistischen Bewegung sein wird, so wie München ihr Herz ist.
In jahrelanger Arbeit sind am Königsplatz in München nach Angaben des Führers und nach Bauplänen von Professor Troost Bauten emporgewachsen, wie sie in ihrer klassischen Stilschön- heit, in ihren klaren Formen und ihren großzügigen Maßen seit Schinkel in Deutschland nicht mehr errichtet wurden. Der Königsplatz selbst, einst aus vertrockneten, mit niedrigen, verrosteten Gittern eingefaßten Rasenflächen bestehend, ist zu einem gewaltigen Forum Adolf Hitlers geworden. Der ganze, 22 600 qrn große Platz wurde mit Steinplatten ausgelegt. Die ihn flankierenden Gebäude, die Neue Staatsgalerie und die Glyptothek wurden überholt, die Säulen der Propyläen vom Schmutz der Jahrzehnte gesäubert. An der anderen Seite des Platzes, unmittelbar an der Vrienner Straße, sind zwei viereckige Säulentempel entstanden. Wenige Stufen führen in den Jnnenraum, in dem unter freiem Himmel in je 8 Sarkophagen die Toten des 9. November ruhen werden. So werden sie ein Ehrenmal erhalten, das bleibend ihre Namen erhält und allen Lebenden Mahnung und Verpflichtung ist.
An den linken Tempel schließt sich der langgestreckte Führerbau an, an den rechten das zentrale Verwaltungsgebäude der NSDAP. Bronzefarben hebt sich vom weißen Hintergrund der Quadern hoch über den Portalen das Hoheitszeichen der Bewegung ab. Steht man mitten im grellen Sonnenlicht auf dem Platze, der so ungeheuer an Weite gewonnen hat, dann mutz man fast die Augen schließen vor soviel Licht und Glanz. Weiß die Platten des Platzes, weiß die Quadern der mächtigen klassischen Bauten, hell die ' Säulen der Propyläen und der beiden Museen. Wo in Deutschland gibt es einen Platz, der sich mti diesem messen kann? Wo ist jemals mit einer solchen Großzügigkeit gebaut worden? Deutschland ist arm an Plätzen. Hier wird zum ersten Male ein Vorbild geschaffen, und im nationalsozialistischen Staate haben nun die Baumeister, hat die Architekturjugend Gelegenheit, Geschmack und Können wieder auszurichten und an einem Beispiel eigenes Können und eigenes Schaffen anzuregen.
Die Gerüste an den Bauten sind gefallen. Und so bietet sich schon jetzt dem Besucher in seiner ganzen Schönheit das Bild, das am 9. November nach Forträumung des Bauschuttes erstmalig als Demonstration nationalsozialistischen Aufbauwillens und Kulturschaffens sich der Allgemeinheit zeigen wird. Liebevoll hat der Führer diese seine Bauten gefördert. Oft sah man ihn Tag für Tag über den Königsplatz gehen oder durch die werdenden Baute-: schreiten, immer anregend und richtungweisend.
Dr. Otto Dietrich, der Reichspressechef der NSDAP., der seit langen Jahren zu den Männern um den Führer gehört, hat in seinem Buch „Mit Hitler in die Macht" den Führer als künstlerischen Menschen gewürdigt und schreibt