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Nr. 120 / 3. Jahrgang
Donnerstag, 2 . Mai
Einzelpreis is Rps.
Trotz stürmischen Wetters in Berlin: Erhebender Verlauf des Nationalen Feiertages
Treuebekenntnis der Schaffenden zum Führer
Adolf Hitler verkündet vor der gesamten Nation die Aufgaben des kommenden Arbeitsjahres
Der Gtaatsakt
auf dem Tempelhoser Feld
Verlin, 1. Mai.
In festlichstem Rahmen beging das deutsche Volk, das seit Errichtung des Dritten Reiches mit unermüdlichem Fleiß und eisernem Willen an dem Wiederaufbau arbeitet, zum dritten Male seinen nationalen Feiertag. Erfüllt von Liebe und größter Verehrung gedachten Arbeiter der Stirn und der Faust und mit ihnen nun auch die befreiten Saarländer des Mannes, der der Schöpfer dieses erstarkten Reiches ist: Adolf
Hitler.
Am frühen Morgen um 5.30 Uhr setzte in der Reichshauptstadt ein Schneetreiben ein, das bis in die achte Stunde anhielt. Gegen 11.3V Uhr schien das Tempelhoser Feld von den Massen bereits überfüllt zu sein. Von der Ehrentribüne aus bot sich ringsum ein überwältigender Aus- bl'-' "vf dieses wogende Meer von Menschen. F > Stimmung herrschte auf dem unermeß- li Gelände. Plötzlich einsetzendes erneutes Su, . gestöber konnte der Begeisterung keinen Abbruch tun.
Die Arbeitervertreter, die Sieger des Reichs- berufswettkampfes und die Vertreter des diplomatischen Korps hatten besonders bevorzugte Plätze. Vor der Rednerkanzel waren die 50VV0 Vertrauensleute aufmarschiert. Als gegen 11.15 Uhr die Spitzen der Partei und die Mitglieder des Reichskabinetts eintrafen, wurden sie mit lauten, stürmischen Heilrufen der Massen begrüßt.
Der Führer trifft ein
Um 11.45 Uhr verließ die Wagenkolonne des Führers die Reichskanzlei. Durch ein enges Spalier der Berliner SA. ging die Fahrt zum Tem- pelhofer Feld. Hinter dem Spalier stauten sich überall wiederum Zehntausende. Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg, Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsführer der SS., Himmler, begleiteten den Führer, der nach seinem Eintreffen die Front der Ehrenformationen abschritt, die vom Reichsheer, der SA., der Leibstandarte Adolf Hitlers, dem NSKK., dem Arbeitsdienst und dem Reichsluftschutzbund gestellt wurde. Inzwischen hatte ein Schneegestöber eingesetzt, das in wenigen Minuten das ganze weite Feld in eine dichte Schneewolke hüllte, so daß die Sicht kaum auf 5V Meter frei blieb.
Mitten im Schneegestöber eröffnet der Reichsorganisationsleiter der NSDAP.,
Dr. Leu
die Kundgebung mit der feierlichen Verpflichtung der Vertrauensräte. Dr. Ley führte aus:
Männer und Frauen, die Ihr durch die erhebende Wahl vom 12. und 13. April Euch das Vertrauen der schaffenden Deutschen errungen habt und die Ihr heute auf diesem Felde vor dem Führer und Reichskanzler und im ganzen Reich, in allen Städten, Orten und Dörfern angetreten seid, sprecht mir nach:
„Ich gelobe Adolf Hitler die Treue. Ich gelobe, die Gemeinschaft zu üben und zu fördern. Ich gelobe, meinem Arbeitskameraden ein ehrlicher Helfer in allen ihren Sorgen zu sein. Ich gelobe, immerdar die Interessen der Nation vor alle anderen zu setzen."
Dr. Ley schloß mit den Worten: Adolf Hitler ist Deutschland, und Deutschland ist Adolf Hitler! Es lebe der Führer!
Neichsminister Dr. Goebbels
trat an das Mikrophon, um die Fllhrerrede anzukündigen. Er führte aus:
Mein Führer! Nicht nur auf dem Tempelhoser Feld, sondern im ganzen Reich steht zu dieser Stunde Ihr Volk vor Ihnen zusammen. Es hat Schnee und Wetter nicht gescheut. Es ist gekommen, um Ihnen am Ende eines an Mühen und an Sorgen reichen Arbeitsjahres den Dank der Nat'on abzustatten. Denn dieses Volk weiß, me.n Führer, daß Sie nicht nur der Erste in der Führung, sondern auch der Erste in der Arbeit und oer Erste in der Sorge um die Nation sind. Es weiß, daß Sie im vergangenen Jahre manche schweren und verantwortungsvollen Entschlüsse auf Ihre Schultern nehmen mussten. Dieses Volk ist gekommen, mein Führer, um Ihnen dafür zu danken. Denn wir haben dem deutschen Arbeiter nicht nur Arbeit, sondern wir
haben dem deutschen Volke auch seine Ehre zurückgegeben. (Heil-Rufe).
Wir haben dieses Volk befreit aus der Schmach und aus der Demütigung und haben dafür gesorgt, daß das große nationale Aufbauwerk, das wir unter Ihrer Führung schufen, nun nicht mehr der Willkür der Welt preisgegeben ist, (Heil-Rufe) sondern daß dieses nationale Ausbauwerk nun wieder überschattet wird vom Schwert einer neu erstandenen deutschen Armee, (erneuter Beifall) daß Sie diese Armee nicht aufbauten, um Krieg zu führen, sondern um unsere Arbeit zu be-
Deutsche Volksgenossen und -genossinnen! Der 1. Mai — einst der deutsche Festtag des Frühlings. And wieder ein 1. Mai — Tag des Streites und des Haders, Tag der Klassenzerreihung unseres Volkes. Und wieder ein 1. Mai — Tag des Frühlings der Nation! Tag der Solidarität eines Volkes in der Arbeit!
Eine große Zeit ist damit wieder für Deutschland angebrochen. Wenn wir dies aussprechen. dann wissen wir, daß die Größe der Zeit in der Größe der Aufgaben liegt, die ihr und damit uns gestellt sind. Große Aufgaben, wie sie geschichtlich nur ganz wenigen Generationen übergeben werden.
Gestern noch waren wir ein Volk, ohnmächtig, weil zerrissen, in innerem Hader sich auflösend in Streit, zerfallend in hundert Parteien und Gruppen, in Verbändchsn und Vereinigungen, in Weltanschauungen und Konfessionen — ein Reich, auf diesem zerfallenen Volk bauend, ebenso schwach und ohnmächtig, ein Spielball fremder Willkür! Kleinstaaten verhöhnten es, Kleinstaaten entrechteten und knebelten Menschen dieses Volkes. (Stürmische Entrüstungsrufe.) Die Wirtschaft lag im Sterben. Ueberall Verfall und Ruin. Alle Prinzipien waren umgestoßen. Was früher gut schien, wurde schlecht; was verächtlich war, plötzlich ver- ehrungswllrdig. Was früher dem Leben einen höheren Sinn geben sollte und konnte, wurde nun als Belastung der Menschen ausgegeben und empfunden. Ein Schriftsteller faßte die Eindrücke dieser Zeit zusammen in einem Buch, das er betitelte: „Untergang des Abendlandes".
Soll also das wirklich das Ende unserer Geschichte und damit unserer Völker sein? Nein! Wir können daran nicht glauben! Nicht Untergang des Abendlandes muß es heißen, sondern
Wiederauferftehung Sei- Völker
dieses Abendlandes! (Ungeheurer Beifall.) Nur was alt, morsch und schlecht war, stirbt. Und es möge sterben! Aber neues Leben wird entstehen. Der Wille findet den Glauben. Dieser Wille aber liegt in der Führung, und der Glaube liegt im Volk«!
Eine Erkenntnis allerdings ist dann notwendig für alle. Wer diese große Neugestaltung in Angriff nehmen will, muß im Volke selbst beginnen. Erst ein neues Volk und damit die neue Zeit!
Große Aufgaben sind stets nur von starken Führungen geleistet worden, allein die stärkste Führung muß versagen, wenn hinter ihr nicht ein gläubiges, in sich gefestigtes, wahrhaft starkes Volk steht. Es ist das Unglück der Menschheit, daß ihre Führungen nur zu oft vergessen, daß die letzte Stärke überhaupt nicht in Divisionen und Regimentern, nicht in Kanonen und Tanks begründet ist, sondern daß die größte Stärke für jede Führung im Volke selb st liegt, in seiner Einmütigkeit, in seiner inneren Geschlossenheit und in seinem idealistischen Glauben. Das ist die Kraft, die am Ende Berge des Widerstandes versetzen kann! Dazu ist allerdings nötig eine Idee, die ein Volk versteht, eine Idee, die es begreift und die es liebt.
Als wir im Jahre 1919 zum ersten Male als Prediger der nationalsozialistischen Idee auszogen, da war es ein ganz kleines Häuflein damals verlachter Idealisten oder, wie man sagte, Phantasten. Die Kritiker sind heute widerlegt. Was seitdem wurde, das mögen manche von ihnen vielleicht auch angestrebt haben, aber sie konnten es nicht durchführen; geschichtlich ist entscheidend für die Richtigkeit eines Prinzips am Ende doch der sichtbare Erfolg. Und das hier ist ein Dokument dieses Erfolges, das niemand fälschen kann: ein Volk in einem Reich! (Gewaltige Beifallskundgebungen)
Alles, was wir geschaffen haben, wäre unmöglich gewesen, alles, was wir taten, hätte nie gelingen können, es hätte nie einen 3V. Januar, nie einen 21., nie einen 16. März gegeben, es wäre nie der äußere Aufstieg erfolgt, wennnichtdas
schützen und um ein Garant zu sei« eines besseren Friedens als der, den der Versailler Vertrag uns gebracht hat. (Heil-Rufe).
In diesem Sinne, mein Führer, grüßt Sie die Nation, Sie weiß, daß wie zu dieser Stunde, wo Regen, Schnee und Wetter auf uns hernieder- gehen, auch in den kommenden Wochen und Monaten die Winde uns um die Ohren pfeifen werden. Sie weiß aber auch, daß, wenn Sie an unserer Spitze stehen, die Nation jeden Sturm und jedes llngewitter überstehen wird. (Erneute lebhafte Heilrufe.)
Dieses Volk, mein Führer, wartet nun aus Ihr Wort und weiß, daß Ihr Wort der Nation Vertrauen und Zuversicht geben wird. Der Führer spricht zum deutschen Volke (stürmische Heilrufe).
Noch während Dr. Goebbels spricht, zerfetzt ein Windstoß die dichten Schneewolken, und in wenigen Minuten sind weite Teile des Himmels blau und klar, und in dem Augenblick, als der Führer die Stufen zur Rednertribüne betritt bricht die Sonne durch.
Harter Wille
(Vraktberivbt unserer Berliner Lvbriktlvitung) Lr. Berlin, 1. Mai.
Der dritte Nationale Feiertag des deutschen Volkes begann in Berlin mit gewaltigem Schneegestöber, Hagelschauern und eiskaltem Nordwind. Die Kolonnen der HJ., des Jungvolks, des BDM. und die Abordnungen aus den Berliner Schulen, die zur Kundgebung in den Lustgarten gingen, marschierten geradezu in den Winter hinein. Um 8 Uhr kam die Sonne durch, und die über hunderttausend Jungen und Mädel konnten die eine Stunde der Kundgbung ohne Schnee und Hagel erleben. Sie gaben mit ihrem Marsch durch die Stadt ein leuchtendes Beispiel für die Härte, die diese Jugend sich in den zwei Jahren des nationalsozialistischen Deutschland anerzogen hat.
Die marschierenden Kolonnen der Berliner Jugend blickten voll Stolz auf die Kolonnen der Kameraden der Arbeit, die ihnen in langen Zügen auf dem Rückmarsch begegneten. Die ganze Innenstadt war weit in den Osten und Westen hinein von den aufmarschierenden zehn Kolonnen erfüllt. In den Gesang der marschierenden Kameraden der Arbeit drang durch die überall aufgestellten Lautsprecher derJubelderMassen, die außerhalb der Kolonnen Unter den Linden, in der Wilhelmstraße und auf den Straßen zum Tempelhoser Feld standen und den Führer, die Mitglieder der Reichsleitung der NSDAP., die Mitglieder der Reichsregierung, den Stabschef der SA., Lutze, Reichsführer SS., Himmler, Bal- dur von Schirach und die Führer im Berliner Gau begrüßten. Dazwischen klang wieder die Musik der Kapelle, die in der Staatsoper die feierliche Kundgebung der Reichskulturkammer einleitete.
Der Organisation des Aufmarsches war es gelungen, die Teilnehmer an dem feierlichen Staatsakt auf dem Tempelhoser Feld schon um 11 Uhr vollzählig zu versammeln. Es standen auf dem Tempelhoser Feld, auf den weiten und großen Tribünen und in den anliegenden Straßen 1,7 Millionen Menschen, zu denen rund 300 000 in den Anmarschstraßen kamen. Damit war die Hälfte der Bevölkerung Groß-Verlins im Innern der Stadt versammelt, um Auge in Auge mit dem Führer die Feier des nationalsozialistischen Deutschland zu erleben. Unter den Ehrengästen, die mit 400 Wagen von der Kundgebung in der Staatsoper zum Tempelhoser Feld fuhren, waren Hunderte von Ausländer, Teilnehmer an dem Internationalen Filmkongretz und zahlreiche ausländische Journalisten, die nur zum Erleben des 1. Mai nach Berlin gekommen waren. Sie sahen nicht nur ein Volk am Tage seiner Freude, sie sahen den harten Willen des deutschen Volkes, wie er im Kampf zweier Jahre gewachsen ist und wie er jetzt bestrebt ist, das Recht auf Leben und Gleichheit zu verteidigen.
Adolf Hitler machte keine Versprechungen, er forderte wieder Pflicht und Leistung, und er konnte in das neue Arbeitsjahr nicht nur die
Der Befreier Deutschlands spricht
muß. Und wir wissen dabei, viele sind unersetzlich, alle aber sind unentbehr
deutsche Volk eine innere Wandlung durchgemacht hatte. Daß es uns gelang, dem deutschen Volke eine neue Idee zu geben und dieses Volk in dieser Idee zu einer neuen Lebensform zu führen, dies ist
Die größte Tat dieses Jahrhunderts
für unser Volk. Die größte Leistung, die alles weit überdauern wird, was an Tagesarbeit dank dieser einzigen Leistung vollbracht werden kann.
Und so sehen wir im 1. Mai ein Symbol dieser Leistung. Es ist ein Tag, der nicht umsonst von uns gewählt ukrd in dieser Form organisiert wurde. Es mag manchen geben, der sich, vielleicht auch heute noch seitwärts stehend, die Frage vorlegt: Warum an einem solchen Tage, warum selbst bei einem so schlechten Wetter hinausgehen. Aufzüge machen, warum sich zu Millionen hier vereinen?
Um einmal symbolisch zum Ausdruck zu bringen, daß wir nicht Stadt und Land sind, nicht Arbeiter, Angestellte, Handwerker, Bauern, Studenten, Bürger, nicht irgendwelche Anhänger irgendwelcher Weltanschauungen, sondern daß wir Angehörige eines Volkes sind (Stürmische Heilrufe), daß wir vereint das sind,, was uns alle einen muß in der gemeinsamen Pflicht, unser Werk. zu tun auf dieser Welt mit den Kräften, die uns der allmächtige Gott gegeben hat, jeder an seinem Platze, jeder dort, wo er steht und stehen
Llnser Volk haben wir!
Es ist entweder alles oder es ist nichts. Nur mit ihm allein können wir rechnen. Auf es allein können wir bauen. Alles, was wir bisher geschaffen haben, verdanken wir nur seiner Güte, seinem Leistungsvermögen, seiner Treue, seiner Anständigkeit, seinem Fleiß, seinem Ordnungssinn. Und wenn ich das alles abwäge, dann scheint es mir mehr zu sein als alles, was die übrige Welt uns bieten könnte. Und das, glaube ich, können wir wohl den anderen Völkern an diesem 1. Mai hier verkünden: Ihr braucht keine Angst zu haben, daß wir von euch etwas wollen. Wir sind stolz genug, zu bekennen, daß das Höchste, was ihr uns gar nicht geben könnt, wir selber haben: unser Volk. (Brausende Heilrufe.) Ich könnte mir als Führer keine herrlichere und keine stolzere Aufgabe auf dieser Welt denken, als diesem Volke zu dienen. Man könnte mir Weltteile schenken und ich würde lieber ärmster Bürger in diesem Volke sein. (Die Massen jubeln dem Führer zu). Und mit diesem Volke muß und wird es uns gelinge», auch die kommenden Ausgaben zu erfüllen.
Es ist etwas Großes, was in den drei Jahren geleistet wurde. Bedenken Sie: 614 Millionen Erwerbslose — in Wahrheit sind es über 714 Millionen gewesen — und heute kaum mehr 2)4. Bedenken Sie die Lage anderer, viel größerer Staaten mit großen Reichtümern, mit gewaltigen Naturschätzen, mit wenigen Menschen auf einem Quadratkilometer. Und es ist ihnen das nicht gelungen!
Nun haben wir uns die Ausgabe wieder zu stellen: Sie heißt Fortsetzung dessen, was wir begonnen haben. In diesem Jahre, meine Volksgenossen, da greifen ^vir die zweite Million der Erwerbslosen an.
Nicht mit Redensarten, sondern wir werden sie fassen und wir werden unter diese Million heruntergehen. Ich weiß nicht, was wir erreichen, aber das eine weiß ich: Im nächsten Jahr« werden wir den Rest, der .roch verblieben ist, wieder angreifen — solange, bis wir endlich das Ziel erreicht haben jedem Deutschen, der sich ehrlich sein Brot verdienen will, die Möglichkeit dazu zu geben. Denn wir sind überzeugt, daß die Millionen unseres
lich, ganz gleich, ob sie aus der Fabrik, aus dem Kontor, vom Konstruktionsbüro, vom Geschäft oder vom Acker kommen: ein Volk in einer einzigen großen Gemeinschaft und in der Erfüllung einer einzigen großen Aufgabe.
So sind wir an diesem Tage zusammengekommen, um einmal symbolisch zu dokumentieren, daß wir mehr sind, als eine Sammlung einzelner auseinanderstrebender Wesen, daß keiner von uns zu stolz, keiner von uns zu hoch, keiner zu reich und keiner zu arm ist, um nicht vor dem Antlitz des Herrn und der Welt zusammenzustehen in dieser unlöslichen, verschworenen Gemeinschaft. (Stürmische, sich immer wiederholende Heilrufe.)
Und diese einige Nation, wir brauchen sie, denn wann ist jemals einer Führung eine schwerere Aufgabe gestellt worden, als unserer deutschen Führung? Bedenken Sie, meine Volksgenossen, was unser Deutschland ist, und vergleichen Sie es mit anderen Ländern. Was haben wir schon? 137 Menschen auf dem Quadratkilometer, keine Kolonien, keine Rohstoffe, keine Devisen, kein Kapital, keine Auslandsguthaben mehr, nur schwere Lasten, Opfer, Steuern und kleine Löhne. Was haben wir, gemessen am Reichtum anderer Staaten, am Reichtum anderer Länder, am Reichtum anderer Völker, an ihren Lebensmöglichkeiten? Was haben wir? Nur etwas allein:
Volkes, die bis jetzt arbeitslos waren, unter nichts mehr gelitten haben als unter dem Zwang, um Almosen zu bitten, während sie doch nichts anderes wollten, als durch ihre Mitarbeit sich ihr tägliches Brot zu verdienen. So ist der 1. Mai für uns zugleich
der Tag des Entschlusses:
des Entschlusses, durch alle Sorgen, durch alle Schwierigkeiten, durch alle Unwetter hindurch den Weg für unser Volk zu suchen (große Begeisterung) des Entschlusses der Führung — immer mit dem Blick auf dieses Volk — ihre Pflicht und Schuldigkeit zu tun, und der Entschluß des Volkes — mit dem Blick auf die Führung — ihr zu folgen, hinter sie zu treten und mit ihr den Kamps gemeinsam aufzunehmen!
(Fortsetzung Seite 2)
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VVi6 uboraii im Rsiob marsobisrts aaok iv Lrsmou am nationalen Rsisr- tag 2 vm ersten Zlsis der dsutsobs 8vldat in den Reiben <lsr 8okakksn- üsn mit Unser Bild ssigt dio Rkrsnlcompagnis des Bremer Bataillons vor der riesigen Rednertribüne angetreten.