Ausgabe 
(1.5.1935) Nr. 119
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

vremer

Üas amtliche Vrgan -es Senats

88

6

UM

ZMM-

-er Freien Hansestadt vremen

Bremer Zeitung erscheint täglich (auch Montags). Monatsbezug: RM. 2,3« einschl. 3« Rps. Zustellungsgebühr; durch die Post RM. 2,3« einschl. UeberweisungSgebühr, ausschl. Postbestellgeld, Der Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck Hamburg 172 72. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz.

NS.-Eanoerlag Weser-Ems G. m. b. H., Vremen. Am Eeere» K8 / Fernsprecher: Roland 82S.

1

9

3

5

Anzeigen-Grundpreis«! Die 82-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Rps., die 70-mm-Zeile tw Wertteil 7b Rps. Ermäßigte Grundpreise (sür klein- Anzeigen. Familienanzetgen u. a.)

Preisliste 4. (Nachlaßstassel 0.) Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahme chluß 1« Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich von 121» Uhr; Schriftleitnng Dienstag bis Freitag von 12V»13 /- Uhr.

Nr. iis / 3. Jahrgang

Mittwoch

Einzelpreis is Nps.

Sem schaffenden Veulschland zur klzr!

Ich kenne nur einen Adel,

den Adel der Arbeit ns- f imier

MKW

MW

r>. -

MMW

«Ml

-s> ^ -i

8ÄE-

Ich werde keinen größeren Stolz in meinem Leben besitzen, als den, einst am Ende meiner Tage sagen zu können: Ich habe dem Deutschen Reiche den deutschen Arbeiter erkämpft." Schlicht sprach damit der Führer aus, was das Kern­problem bei der von ihm dereinst mit unbändiger Tatkraft und mit grenzenlosem Vertrauen in die guten Eigenschaften des deutschen Volkes in An­griff genommenen Aufgabe derWiedererneuerung -es Reiches war, bei der gigantischen Aufgabe, die nur er zu lösen vermochte, weil er jenes Problem richtig erkannt hatte und ihm nachzu­gehen imstande war.

Dem Deutschen Reiche den deutschen Arbeiter erkämpfen! Allerdings, das war eine Aufgabe, groß und gewaltig wie nur eine, welche Helden der Vergangenheit in Höhen der Unsterblichkeit zu versetzen vermochte. Es war eine Aufgabe, die noch vor wenigen Jahren allen Negierenden ein­fach unlösbar erschien. Hatten sie in einem glück­licheren Deutschland, in dem Deutschland Bis- marcks und seiner Nachfolger, leider vergessen, daß der deutsche Arbeiter eine der unentbehr­lichen tragenden Säulen des Staates sein müsse, wenn das Reich für alle Zukunft bestehen wollte, so hatte der deutsche Arbeiter in den Tagen des tiefsten Falles Deutschlands bei und nach dem Zusammenbruch vergessen, daß hinwiederum e r ohne einen starken Staat auf die Dauer nicht bestehen konnte.

Kurz nur, in den Tagen der 1914 mit katastro­phaler Gewalt unmittelbar über das Reich her- eingebrochenen Gefahr hatten Reich und Arbei­ter einmal instinktiv gefühlt, wie sie einander an­gehören und schicksalsmäßig aufeinander ange­wiesen find. Aber nur allzu rasch vermochten schlimme Einflüsse verruchter Sendlinge einer international verfilzten, artfremden Allerwelts- demokratie den Sinn von Millionen redlicher Volksgenossen zu verwirren und deren Gefühl gegen das eigene Volkstum so einzustellen, daß die in ihrem berechtigten Streben nach Leben und Licht zuletzt nicht mehr unterscheiden konnten zwi­schen dem ihnen ebenso wie dem übrigen deutschen Volke unentbehrlichen Staatsgefüge, dem Reiche und denen, die es stümperhaft und ohne Instinkt für die Notwendigkeiten deutschen Volkstums regierten.

Indem nun der deutsche Arbeiter ohne mit der Wimper zu zucken diese Leute ruhig beseitigen ließ, ja, teilweise selber mithalf, sie zu vertreiben, gab er jenen freie Bahn, die ihm ein Reich in Schönheit und Würde versprachen, ihm aber eines in Schmach/ Schmutz und Schande bescher­ten. An Stelle eines volksausbeuterischen Kapita- lismus war plötzlich der volkszersetzende und klas- senverhetzende Marxismus getreten. Das Los des deutschen Arbeiters aber war schlechter statt besser geworden! Kein Wunder, wenn -er so ent­mutigte, um alle Hoffnungen Betrogene zuletzt noch seiner Arbeit, die ihm nichts als Mühe im grauen Alltag und keinen einzigen schönen Auftrieb der Gefühle brachte, unfroh werden konnte, kein Wunder, wenn er sie nur noch mit Aeberdruß verrichtete und seine Arbeitsstätten bei allen möglichen und un­möglichen Gelegenheiten fruchtloser Streiks verließ, bis sie, die Arbeit, am Ende den deutschen Arbeiter verlassen hat. Da aber mußte er sehen, wie nur ein starker Staat es vermag, seinen Arbeitern Brot und Verdienst zu erhalten.

Sieben Millionen Arbeitslose hatte das Reich, als ihm mit Adolf Hitler der rettende Führer wurde. Zehn, vierzehn oder weiß Gott wieviel Millionen hätten wir heute, wenn nicht der 30. Januar 1933 gekommen wäre. Daß er kam, war Deutschlands Rettung. Aber sie wäre nur unvollkommen gewesen und kaum von Dauer, wäre nicht darauf der 1. Mai 1 9 3 3 gekommen, der 1. Mai als Tag der nationalen Arbeit. Da hatte der Führer dem Reich den deutschen Arbeiter gewonnen und von da ab war Deutschland ein unzer­störbarer Staat geworden. Wie Kartenhäuser brachen schon am nächsten Tage die Freien Gewerkschaften zusammen, denen nachzutrauern nun wie­derum der deutsche Arbeiter keinen Anlaß hatte. Nicht mit diesen, sondern gegen diese hatte er jetzt zum ersten Male den 1. Mai als Festtag begehen

können, und zum erstenmal in seinem Leben an diesem zum nationalen Feier­tag der Arbeit erklärten Tage, an des deutschen Arbeiters Ehrentag, den selbstbewußten Stolz empfunden, deutscher Arbeiter zu sein.

Deutscher Arbeiter! Klingt es nicht ganz anders, als Arbeiter schlechthin? Deutsch sein, heißt eine Sache um ihrer selber willen tun, also arbeiten, um seinem Leben einen Inhalt zu geben, arbeiten, um zu gestalten; zu gestalten, mitzugestalten an dem gewaltigen Werke, das der Führer seinem Volke baut, mitzugestalten an dem Staate, der auch der Staat des deutschen Arbeiters ist in dem Staate, der tausend uud mehr Jahre bestehen soll und bestehen wird, kurzum, mitzugestalten an dem Dritten Reiche das dereinst noch den fernsten Geschlechtern deutschen Blutes Lebensfori rnd Lebensodem geben will.

Stolz mit vollem Recht mag sein, wer auch nur einen einzigen Bansten zu diesem Werke beiträgt, und es gibt keinen Arbeiter in Deutschland, dessen gewissenhafte Pflichterfüllung nicht einen Baustein zum Werke des Führers schaffen könnte. Weil der Führer eben alle, alle Bausteine insgesamt braucht,

Darum yat er sich um alle, alle deutschen Arbeiter auch heiß strebend bemüht, und wir wissen es, sein Streben um den deutschen Arbeiter wird bleiben, weil er das, was er einmal sich und dem Reiche erkämpft hat, nie und nimmermehr preis­geben wird. Wie sehr er gewillt ist, es niemals wieder preiszugeben, haben wir erkannt an den Aufrufen seiner hervorragendsten Mitarbeiter zu diesem 1. Mai, an den Aufrufen, denen allen ge­meinsam ist die Feststellung, daß der deutsche Ar­beiter im kommenden Jahre noch mit weit mehr Fürsorge, als ihm bisher werden konnte, rechnen darf.

Manches ist geschehen, um neben dem sittlichen Empfinden des deutschen Arbeiters, neben sei­nem Stolze für das Werk seiner Arbeit, auch seine äußere Lage zu bessern. Die Besserung der Verhältnisse an den Arbeitsplätzen zur Er­reichung von Schönheit der Arbeit steht außer Frage. Das WerkKraft durch Freude" hat im vergangenen Jahre einen ungemein starken Auf­trieb genommen und daß deutsche Arbeiter aus ihren Werkstätten heraus mit ihrem eigenen Gelde Reisen wie nach Madeira machen konnten, ist etwas so unerhört Großes und Schönes, daß wir in Bewunderung vor denen stehen, die das ins Werk sehen und dem Führer nicht innig ge­nug danken können dafür, daß er derlei möglich machte.

Außer allem Zweifel aber steht die Frage, daß in Zukunft noch viel mehr für den deutschen Arbeiter geschehen wird; außer allem Zweifel, daß in absehbarer Zeit schon wie das Dr. Ley ankündigte praktische Ergebnisse in der Lösung der Lohnfrage sich zeigen werden. Kein Zweifel, daß, nachdem erst einmal die heute noch verblie­benen zwei Millionen Arbeitslose wieder in Brot und Arbeit sind, der Lebensstand des deut­schen Arbeiters noch ganz wesentlich gehoben wird. Daß aber diese mit schicksalsmäßiger Ge- wißheit einsetzende Entwicklung nicht gestört wer­den kann durch außenpolitische Gefahren und Machenschaften, dafür hat erst vor kurzer Zeit der Führer gesorgt mit dem Erlaß des Wehr- gesetzes, das geschaffen wurde, um die Arbeit des deutschen Volkes zu schützen, um dem deutschen Arbeiter auch die Früchte seiner Arbeit voll zu sichern.

Mit gutem Grund gedenkt daher am 1. Mai der deutsche Arbeiter auch dieser geschichtlichen Tat, womit ein Akt innig verbundener Volksge- meinschaft neuerdings besiegelt wurde. Schulter an Schulter steht in Zukunft der Arbeiter der Faust neben dem Arbeiter der Stirn im deutschen Heere, so wie beide heute Schulter an Schulter marschieren zur Feier des Tages der nationalen Arbeit. Wir begehen daher auch in diesem Jahre wieder diesen Tag mit besonderer Begeisterung aus dem stolzen Gefühl heraus, ein Volk zu sein, in dem es keine Klassengegensätze geben kann, weil es keinen Unterschied in der Bewertung der einzelnen Volksgenossen gibt. Jeder wird d a - nach angesehen, wie er seine Arbeit tut, und nicht was er tut. Und unsere Arbeit so zu tun, daß sie niemand anders gewissenhafter tun könnte, das soll in diesem Jahre unser ganz besonderer Vorsah sein. Nichts besseres wissen wir, um uns selbst zu ehren und dem Führer zu danken; und indem wir diesen Vor­satz halten, bestätigen wir vor uns und aller Welt das stolze Wort des Führers, dem kein stolzeres zur Seite gestellt werden kann:Ich kenne keinen anderen Adel, als den Adel der Arbeit". Der Adel der Arbeit ist für uns Deutsche im Dritten Reiche der allein gültige Adel. Und alle Maßstäbe in Bewertung des Menschen können nur nach dem Maßstabe dieses Adels bemessen werden. Diesem Adel gilt die Feier des 1. Mai, diesem Adel gilt die Ehrerbietung eines ganzen Volkes, vor diesem Adel hat sich eine ganze Welt zu beugen. Der Führer hat ihn pingeseht, das deutsche Volk hat ihn zum Maßstab seines eigenen Wertes angenommen und das schaffende Deutschland will, daß er immer und ewig der ehrenvollste im Reiche bleibt. So lange dieser Adel gilt, kann das Reich nicht untergehen. Dessen sind wir eingedenk heute am 1. Mai.

lob. 6. Districh