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Nr. 144 / 3. Jahrgang
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Sonntag, 26. Mai
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Ein alter Mitkämpfer be« Führer« In »er Hansestadt
Dr. Kricks Besuch in Bremen
Begrüßung an der Landesgrenze / Empfang im Natdau« / Besichtigung des Hafens
Röiobsiououmivister Dr. lkiek trägt sieb in das doidsus Lueb der Ltsdt Bremsn ein
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Morgens. 9.30 Uhr.
An dem hohen Ufer der Varreler Beeke, dem kleinen, die Bremen—Oldenburger Landesgrenze bildenden Flüßchen ist auf der Bremer Seite un- ter Kommando des Arbeitsdienstführers Haffin ann eine Ehrenaüordnung der Abteilung 171 des NS.-Arbeitsdienstes zum Empfang des von Oldenburg erwarteten Reichsinnenministers Dr. Frick angetreten.
Ein kurzes Kommando. Die präsentierten Spa- ten blitzen auf, als Arbeitsgauführer Klein und kurz darauf Regierender Bürgermeister Heider in Begleitung von Senator Laue, . Oberregierungsrat Woerl und Kreisleiter Blanke in Begleitung von Kreispropagandaleiter Tretow erscheinen. Von einer nahe gelegenen Baustelle sind alle Arbeiter in ihrem Arbeitsanzug gekommen und mit ihnen viele Bewohner der umliegenden Ortschaften, um auf der Bremer Landesgrenze Dr. Frick, einen der ältesten Mitstreiter unseres Führers, zu grüßen.
Nach kurzer Wartezeit erscheint der Wagen des Ministers in der Ferne, um bald darauf vor der Beeke anzuhalten. Zu Fuß überschreitet Reichsminister Frick, in dessen Begleitung sich u. a. Reichsstatthalter Gauleiter Rover, Staatssekretär SS.-Oberführer Trauert, Minister Joel befinden, die bremische Landesgrenze, auf das herzlichste vom Regierenden BürgSrmeister Herder, Senator Laue und Kreisleiter Blanke auf. bremischem Boden begrüßt. Ein kleines blondes Mä
del überreicht als ersten Gruß einen Fliederstrauß, den der Minister lächelnd und dankend entgegennimmt.
Nach Abschreiten der Front der Ehrenabord- nungen begibt sich der Minister und seine Begleitung zu den Wagen und flott geht die Fahrt zum Bremer Rathaus. An allen Straßen wird der Minister auf das freudigste von der Bremer Bevölkerung begrüßt.
Auf dem Domshof ist eine Ehrenabordnung der Landes- und der Schutzpolizei angetreten. Unter dem Jubel der Tausende von Bremern, die den Domshof und den Marktplatz füllten, schreitet Reichsinnenminister Dr. Frick die Front ab, um sich nach einer kurzen Führung durch die Räume des Rathauses in den oberen Saal zu begeben, wo sich zum Empfanß die Spitzen der bremischen Regierung sowie die Vertreter der Reichsmarine und der Wehrmacht, der Partei und ihrer Gliederungen und die Vertreter der bremischen Wirtschaft und Schiffahrt eingefunden haben.
Hier nahm
Regierender Bürgermeister Heider
das Wort und sprach leine Freude über den Besuch des Ministers im Namen des Senats und der Bevölkerung aus.
„Wir sind stolz darauf, Sie, sehr verehrter Herr Minister, in den Mauern unserer alten Stadt begrüßen zu dürfen, Sie als den ersten Minister eines nationalsozialistischen
Staates, Sie, als ersten Soldaten Adolf Hitlers auf Ministerbastion."
Wir erinnern uns noch genau, welches Entsetzen Ihr Sieg in Thüringen bei den Gegnern damals hervorgerufen hat. Ein Entsetzen, das seinen Ausdruck fand auf dem Titelblatt einer generischen Zeitung. Da lag die schwarz-rot-gol- dene Fahne im Staube und darüber thronte als Sieger der Nationalsozialismus. So merkten die Feinde an Ihrem Sieg, daß der Anbruch einer neuen Zeit nicht aufzuhalten war. Uns aber hat Ihr Glaube, Ihr Kampf und endlich Ihr Sieg die Kraft gegeben, durchzuhalten, bis auch bei uns das Hakenkreuzbanner in allen Straßen wehte. Sie sind uns Vorbild gewesen in all der hinter uns liegenden schweren Zeit, daher grüßen wir Sie aufs herzlichste."
ReichSinnenmlnistef Dr. Frick
dankte für die herzliche Aufnahme.
„Ich bin hier in Bremen," so führte der Minister aus, „kein Neuling mehr. Oft habe ich in der Kampfzeit, zuletzt im Jahre 1931, zu den Bremern gesprochen. So, wie ich jetzt auf einer zweitägigen Fahrt durch das Oldenburger Land sehen konnte, wie der deutsche Bauer seinen Boden bearbeitet, freudig vertrauend auf den Führer und die Zukunft, so haben mir auch die freudigen Augen der Bremer gezeigt, daß neuer Mut und Glaube auch an den Wiederaufstieg der Privatwirtschaft in Bremen eingekehrt ist. Und der alte Hanseatengeist bietet die Gewähr, daß auch in der Zukunft jeder einzelne seine ganze Kraft einsetzt, um am Wiederaufbau des deutschen Vaterlandes mitzuwirken. Und wie der Geist der alten Hanseaten die jetzige Generation beherrscht, beweisen uns ja auf das trefflichste die beiden herrlichen Schiffe, die aus der Hand des Bremer Arbeiters kürzlich ihrem Element übergeben werden konnten.
Wir dürfen uns nur nicht," so führte der Minister weiter aus, „durch die kleinen Dinge des Alltags verleiten lasten, den Blick für das große, fast ungeheuerliche Geschehen unserer Zeit zu verlieren. 2n zwei Jahren ist Größeres geschaffen worden als in 50 Jahren parlamentarischer Regierungen und das alles hat das Genie eines Mannes vollbracht, der es nach tausend Jahren durch seine Kraft und Stärke zum ersten Mal erreichte, das deutsche Volk bis in seine fernsten Glieder zu einen. Ueberall, wo deutsche Sprach« klingt, und auch schon in der übrigen Welt, blickt man voller Verwunderung auf zu ihm, der die deutsche Art und das deutsche Wesen von allen sie überwuchernden fremden Interessen befreit hat. Lassen Sie uns ihm danken:
Unserem Führer und Deutschland Sieg-Heil!"
Begeistert stimmten alle Anwesenden in den Dankesruf ein. Im Anschluß an die Begrüßung
Welt der Tropen medizinisch zu erforschen, sollte nun in Erfüllung gehen.
Einzigartig war sein Siegeszug durch die Länder des gesamten Erdballes, unermüdlich — selbst bis ins hohe Alter hinein — blieb sein Forscherdrang, sein Streben, der Wissenschaft und der Menschheit zu dienen.
An der Spitze einer Seuchenkommission von der deutschen Regierung nach Aegypten und Indien berufen, fand er den gefürchteten Erreger der asiatischen Cholera, den sogenannten Kommabazillus. Diese Großtat brachte ihm auch den volkstümlichen Namen „B a z i l l e n v a t e r" ein.
Von der englischen Regierung nach Südafrika geholt, erzielte Koch ausgezeichnete Resultate im Kampf gegen die Rinderpest; in der Gallenblase verendeter Tiere fand er die Heilmittel zur Ausrottung dieser dort furchtbar grassierenden Seuche. Nicht minder erfolgreich war dort sein Kampf gegen das Texas- und Küstenfieber, Malaria und andere tropische Krankheiten. Ueberhaupt war Koch überall dort anzutreffen, wo sich die gefährlichsten Seuchenherde befanden; auf sein« Person nahm er wenig Rücksicht, fein Leben gehörte! der Wissenschaft, der Menschheit.
Eine seiner Hauptarbeiten galt der Bekämpfung der Schlafkrankheit. 1906 nach Deutsch-Ostafrika berufen, gelang es ihm, das Wesen und die Behandlung dieser furchtbaren Krankheit zu ergründen. Unzählige Menschen hatte diese Seuche bisher hinweggerafft. ganze Distrikte waren von ihr entvölkert worden. Eigenartig sind die Symptome dieser Krankheit. Aehnlich wie bei der Malaria, wird der Mensch plötzlich von Fieber befallen, verbunden mit anhaltenden Kopfschmerzen und Schwellung der Nackendrüsen Erst etwa ein halbes Jahr später macht sich große Körperschwäche bemerkbar, verbunden mit
wurde Dr. Frick der Willkommenstrunk Bremens gereicht.
Nachdem der^Winister sich in das goldene Buch der Stadt Bremen eingetragen hatte, trat er mit seiner Begleitung,, geführt von den Vertretern der bremischen . Äegierüng^ .eine Besichti - gun g sf ah rt. durch, die Hafen anlagen Bremens an. > > I
Die Besichtigung der bremischen Häfen mit ihren Anlagen vermittelte Dr. Frick ein eindrucksvolles Bild von Deutschlands aufblühender Wirtschaft. Am -sogenannten J-nlandshafen vorbei ging die Besichtigungsfahrt zum Freihafen II, der mit lleberseefrachtern in- und. ausländischer Nationalität, überfüllt war. Einen herrlichen An- ^ blick boten die in. dem Gewirr von Kränen und . Schuppen liegenden Dampfer, die zu Ehren des Reichsministers auch der größte Teil der. ausländischen Schiffe, über die. Toppen geflaggt hatten. Regsames Leben überall an den Käjen, in den Schuppen und wohin sonst das Auge blickte.
Am Schuppen 15 wurde Minister Dr. Frick von einer Abteilung der Marine-HJ. und einer Abordnung der Arbeiterschaft der Bremer Lagerhausgesellschaft und des Hafenbauamtes begrüßt. Nach einem Rundgang durch die einzelnen großen Lagerschuppen, in denen sich- der Minister mit größtem Interesse von den Arbeitern die Herkunft und die Weiterverarbeitung der dort lagernden Baumwolle erklären ließ, unternahm er mit dem Weservermessungsschiff „Tide" der
Abmägerung - und Entzündung der Augenlider, wobei sich oftmals auch ein Hautausschlag bildet. Etwas später verfällt der Unglückliche in «inen tiefen Schlaf; nach einer Mischinfektion von Rückenmark und Gehirn tritt der Tod «in.
Robert Koch zeigte der Wissenschaft den Weg zur Bekämpfung dieser Krankheit; Germanin 2 05, ein fast geschmackloses Kristallpulver, das hervorragendste Heilmittel gegen diese Seuche, rettete Hunderttausenden von Menschen das Leben; es wurde so ein gewaltiger Kulturfaktor deutschen Forschergeistes.
Soviel Ehrungen Koch in aller Welt auch bereitet wurden, so blieb er doch Zeit seines Lebens ein einfacher schlichter Mann. Er wurde Ehrenbürger der Stadt Berlin, führte den Titel „Exzellenz" — wie nur ganz wenige seines Berufes — und wurde 1905 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Bezeichnend für sein großes Ansehen in aller Welt ist der Empfang anläßlich eines Besuches in der japanischen Hauptstadt. Ein« große japanische Zeitung in Tokio veröffentlichte auf der ersten Seite — in deutscher Sprache — einen Artikel, in welchem sie dem großen deutschen Wissenschaftler den Willkommensgruß entbot; in den Straßen der Stadt wurden Postkarten mit den Bildern der Jn- fektionsinstitute Berlin und Tokio verkauft, Karten, welche man eigens zu Ehren Kochs hergestellt hatte. Der Kaiser von Japan ließ es sich nicht nehmen, dem Deutschen eine wertvolle silberne Base persönlich zu überreichen.
Robert Koch war ein Pionier der Wissenschaft. In der Geschichte der Heilkunde ist sein Name für alle Zeiten verewigt. Die Nationen mögen sich stets vor Augen führen, was er sowie unzählige andere Männer unseres Vaterlandes als Kulturpioniere für die Menschheit leisteten.
Wasterstratzendirektion eine Fahrt durch die bremischen Häfen.
Besonders im Werfthafen zeigte sich der Minister interessiert an dem emsigen Schaffen, denn/schon von weitem verkündeten dröhnende Amboßschläge. und laiftes Geknät.ter der, Niet- Hammer. von - den Helgen und Trockendocks - der Deschimag-Werft das eherne Lied der Arbeit. Stolz erhebt sich am Ausriistüntzskai der vor einigen Tagen vom Stapel gelaufene Ostasiendampfer „Eneisenau", dahinter liegt der neuerbaute schmucke Dampfer „Osnabrück", der in den nächsten Tagen seine Probefahrt unternimmt, um dann für die Westküstenfahrt Süd- amerikas in den Dienst des Norddeutschen Lloyd eingestellt zu werden. Riesenkrane sind mit der Bergung der großen Ankerklötze beschäftigt, die bei dem Stapellauf der „Eneisenau" Verwendung gefunden hatten. Die Rundfahrt des Ministers endete an der Eetreideverkehrsanlage,, die mit .ihren modernen Einrichtungen ^ eingehend besichtigt wurde. Der Minister sprach? sich fahr anerkennend für die in der Hansestadt, Bremen -im Dienste der Gesamtwirtschaft, geleistete Wiederaufbauarbeit aus. ; ' , -
Nach einem kleinen Imbiß im Bremer Rathaus trat Reichsinnenminister Dr., Frick gegen 15 Uhr seine Rückreise nach Berlin vom Neuenlander Flughafen aus an.
Unser lagesspisgvl
Bei seinem Bremer Besuch, betonte Reichsminister Dr. Frick, daß der alte Hanseatengeist die beste Gewähr biete sür einen Wiederaufstieg des bremischen Handels.
Der Tag der Seefahrt erfuhr in Hamburg seinen glänzenden Auftakt.
Mit einer Aussprache zwischen dem englischen Botschafter in Berlin und Außenminister v. Neurath hat der Abschnitt der Rückfragen an Deutschland begonnen.
Im italienisch-abestinischen Konflikt ist insofern eine Entspannung eingetreten, als das Schiedsverfahren durchgeführt werden kann.
Während seines Budapester Aufenthalts wurde General Göring von Gömbös empfangen.
Für die deutsche Seeschiffahrt ist der Schutz des menschlichen Lebens höchstes Gebot.
Die Frage der Konsumvereine ist durch das neue Gesetz über die Verbrauchergenossenschaften endgültig gelöst worden.
Schüler der Bremer Realschule reisten dieser Tage als Austausch-Studenten nach England.
Dolly Haas kommt zu einem kurzen Gastspiel im Schauspielhaus nach Bremen.
In Bremen wurde die Reichssportwerbewoche eröffnet.
Keuer Muflkertitel
Der erste Konzertmeister der Badischen Staatsoper Ottomar Voigt erhielt in Anerkennung seiner künstlerischen Leistungen die Amtsbezeichnung „Staatskonzertmeister". Mit dieser Bezeichnung wird ein neuer Musikertitel eingeführt, der dem Staatsschauspieler und Staatssänger gleichkommt.
Ivs Lssrtiüung an der I-andssgreuLS. Von links naon rsobts: Lroislsstsr Blanke, Senator Oans, Sanardsitsktlbisr, Mein, Regierender Bürgermeister Btsidsr, Rsiodsinnsnwinistsr vr. Rriek,
Reiobsstattbaltsr Rövsr
Ein Pionier der Wissenschaft
tzum 25. Todestag von Robert Loch, dem „Bazillenvater" / Von Giftlher Mumm
m 27. Mai 1910 starb in Baden-Baden einer größten deutschen Pioniere der ärztlichen senschaft, Geheimrat Robert Koch, dessen re, wie selten einer seines Berufes, den gan- Erdball umspannte. In ihm verlor die deutsche senschaft einen ihrer hervorragendsten Führer, Menschheit aber einen ihrer größten Wohl- r. Millionen und aber Millionen von Menschen kuropa und vor allem in Asten, Afrika und amerika verdanken heute diesem großen Deut- r Gesundheit und Leben; dem Manne, der in :zehntelanger aufopfernder, überaus segens- >er Arbeit einen unvergleichlichen erbitterten apf gegen die furchtbarsten Krankheitsgeißeln Menschheit, sowie der Tierwelt, führte, ei seinem letzten Aufenthalt in Berlin wurde Gelehrten, welcher gerade aus Asien zurllck- hrt war, ein begeisterter Empfang bereitet, er anderm übergab der Leiter der deutschen zteschaft in einem Saale der Krolloper dem scher eine aus vergoldeter Bronze hergestellte daille in welcher auf der Vorderseite das Bild hs. auf der Rückseite jedoch die großen Worte reprägt waren: „Aus der Welt im
einen schufst du deine Größe und
iberte st den Erdenkreis, der dank-
stillt dir den Kranz der Unsterb- hkeitr « ich t." — Und fürwahr, in ihm ging Fürst der Wissenschaft dahin, wie sie die lt nur ganz wenige gekannt hat — iobert Koch wurde am 11. Dezember 1843 als jn eines kinderreichen Bergmanns m Klaus- l im Harz geboren. Er besuchte die Unrveriita ttingen und ließ sich dann als praktischerArzt Hannover nieder. Als Krersphysikus sich mit sroskopischen Studien beschäftigend, erregten
seine Arbeiten über Milzbrand und Wundinfektionskrankheiten in der Oeffentlichkeit das erste große Aufsehen-
Don Anfang an galt sein Kampf den tiefsten Lebewesen, den Bakterien, den Krankheitserregern, wobei das Experiment am Tier sür ihn von ausschlaggebender Bedeutung war; seine Erfolge auf diesem Gebiete stellten ihn schon nach kürzester Zeit in die vorderste Reiche der Bakteriologen. Nun wurde er an das Kaiserliche Gesundheitsamt nach Berlin berufen. In einem höchst einfachen, fast primitiven Zimmer arbeitete er unermüdlich an der Vervollkommnung seiner Untersuchungen, und bald stand der unermüdliche Forscher — es war im Jahre 1881 — auf dem großen internationalen medizinischen Kongreß in London vor den dort versammelten bekanntesten Wissenschaftlern der Welt und führte seine neuesten Methoden vor. Was diese Männer dort aus dem Munde des deutschen Forschers vernahmen, war so unerhört, daß selbst Pasteur, welcher damals als der größte französische Wissenschaftler auf diesem Gebiet galt, überwältigt von sein soeben Gehörten, spontan in die Worte ausbrach: „O'sst un gründ progrös!' Nun war Koch kein Freund vieler Worte; nie machte er, wenn es sich um wissenschaftliche Fragen handelte, den Versuch, feine Zuhörer zu überreden, sondern er überzeugte sie.
1882 ging er dem Erreger der Tuberkulose zu Leibe; es folgte der Kampf gegen den furchtbaren Krankheitserreger der Cholera. Sein Name hypnotisierte bald die ganze medizinische Welt. Nach seinen ersten Erfolgen war die Bahn frei für ihn, und sein sehnlichster Wunsch, der ihn schon als Student beseelte, die