das amtliche Organ Des SeMls
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Nr. 70 / 3. Jahrgang
Montag, ii. Mürz
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Deutsche Afbeiter fahren nach Madeira
Start -er „Kraft durch Freude"- Flotte
Die Llrlaubssahrer künden von dem Goziatiömuö, der im Herzen Europas erwacht ist
Schmeling Sieger durch technischen k.o.
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Hamburg, 10. März. In der Hamburger Hanseatenhalle fand Sonntag vor 25 vag Zuschauern die Endausscheidung um die Weltschwergewichts- meisterschast zwischen dem Deutschen Max Schmeling und dem Amerikaner Steve Hamas statt, die beide mit ungefähr dem gleichen Gewicht von 172 Pfund den Ring betraten.
Nach einem außerordentlich harten Kamps, in dem Schmeling mit lalter und ruhiger lleber- legung seinen sich tapser haltenden Gegner systematisch ausboxte, brach der Ringrichter — nachdem Hamas in der 8. Runde kaum noch imstande war, sich zu verteidigen — in der S. Runde den Kamps zugunsten Schmelings ab, der dadurch Sieger durch technisches k. o. wurde. (Einen ausführlichen Kampsbericht findet der Leser im Sportteil.)
Endkamps in Griechenland
Die Regierungsoffensive am Strymon-Flnß Athen, 10. März.
General Kondylis ist am Sonntag um 5 Uhr morgens an die Front abgereist. Eine Stunde später startete wiederum ein Flugzeuggeschwader, das zu neuen Luftangriffen auf die Stellungen der Aufständischen eingesetzt wurde. Die Offensive der Regierungstruppen am Strymon-Fluß ist im Gange. Die Regierungstruppen überschritten den Fkutz. Ein^ Brücke, die von den Aufständischen nicht zerstört, sondern nur durch Stacheldrahtverhau gesperrt war, wurde besetzt. Die Einnahme der Stadt Serres wird baldigst erwartet. .Die Aufständischen gehen zurück, ohne Widerstand zu leisten.
In Athen wurde ein reicher Industrieller verhaftet, der als Geldgeber der Aufständischen gilt, Die Polizei nahm weiterhin drei Chauffeure fest, die unter der Anklage stehen, leitende aufständische Marineoffiziere in ihren Wagen zum Arsenal gebracht zu haben.
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Die Regierungstruppen haben im Laufe des Sonnabends die Stellungen der Aufständischen erneut mit Bomben belegt. Es verlautet, daß insbesondere die Luftangriffe Panik unter den Aufständischen verbreitet haben, die einige be- festigteStellungen räumten. Vier Regierungsflugzeuge haben auch auf den Kreuzer „Awerof f" wiederum Bomben abgeworfen, die ernstliche Zerstörungen angerichtet haben. Weiterhin wurden die Luftangriffe auf die Städte Drama und Kawalla sowie auf den Hafen Rethymnos unternommen. Es wurde beobachtet, datz die Bombenexplosionen unter der Bevölkerung Panik hervorriefen. Einige Kasernen der Aufständischen wurden stark beschädigt und ein Petroleumdampfer in Brand geschossen. Ueber den Städten der Insel Kreta wurden Flugblätter der Regierung abgeworfen.
Paris, 10. März.
Auf einem Festessen anläßlich der Eröffnung der Lyoner Messe ergriff der französische Ministerpräsident Flandin das Wort. Er behandelte im wesentlichen wirtschaftliche und finanztechnische Fragen, ging aber zu Beginn seiner Ausführungen auch auf die außenpolitische Lage ein. Es sei eine unumstößliche Tatsache, so erklärte er, daß das wirtschaftliche Wohlergehen eines Landes eng mit der Sicherheit und dem Frieden verbunden sei. Er brauche wohl kaum daran zu erinnern, daß dieser Friede sowohl nach außen wie nach innen im November 1934 sehr fraglich gewesen sei. Die Ermordung des Königs von Südslawien sowie die bevorstehende Volksabstimmung im Saargebiet hätten die Beunruhigung noch geschürt. Die Aufrüstung Deutschlands (?), die die Unterzeichner des Versailler Vertrages machtlos gewesen seien zu verhindern, habe für Frankreich den Eintritt in die rekruten- mageren Jahre viel gefährlicher gestaltet. Im Dezember sei der südslawisch-ungarische Streitfall beigelegt worden. Im Januar habe das französisch- italienische Abkommen die Kräfte des Friedens verstärkt. Die Abstimmung im Saargebiet, die durch eine Reihe deutsch-französischer Abkommen vorbereitet worden sei, habe den Wert des Völkerbundes bei der Regelung internationaler Fragen bestätigt. Im Februar sei die Zusammenarbeit mit England wieder aufgenommen worden, um die Rüstungen zu beschränken und die gegenseitigen Sicherheitsgarantien vor gllem durch ein Luftabkommen zu erleichtern. Das seien vollendet« Tatsachen. Jetzt werd« es von dem guten Willen Deutschlands abhängen, (?) ob der große euro- päische Friede auf einer unbestreitbaren Grundlage per Gleichberechtigung verwirklicht werde.
Hamburg, 10. März.
Hamburg stand am Sonntag imZeichen der Madeira-Fahrer der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". In den Morgenstunden kamen aus allen Teilen des Reiches 3000 Ar- Leitskameraden in Hamburg an, um mit den Dampfern „Der Deutsche", „St. Louis" und „Oceana" eine dreiwöchige Seereise nach Lissabon und Madeira anzutreten. Bei den Urlaubern handelt es sich um deutsche Gefolgschaftsmitglieder, die sich in ihren Betrieben besondere Verdi e n st e erworben haben.
Der Hafen und die umliegenden Straßen zeigten ein festliches Bild. Alle Fahrzeuge hatten über die Toppen geflaggt. Zehntausende standen Spalier, um die Ausfahrt der Urlauberschiffe mitzuerleben. Auf den drei Schiffen herrschte reges Leben und Treiben. Die Relings waren dicht besetzt von Urlaubern, die den Zurückbleibenden zuwinkten. — An der Ueberseebriicke hatten die Betriebe sowie Abordnungen der PO., der SA. und der DAF. mit ihren Fahnen und Musikzügen Aufstellung genommen. Auf der Brücke stand eine Abteilung des Freiwilligen Arbeitsdienstes.
Die Abschiedsfeier fand auf dem Jugendherbergsschiff „H ein Godenwind" statt, von wo aus die Reden übertragen wurden. Hier hatten außer der Marine-HJ. Abordnungen der HJ. und eine Kapelle der Reichsmarine Aufstellung genommen. Neben Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, dem Leiter des Amtes Reisen, Urlaub und Wandern Dr. Laffrenz, sowie dem Reichslei-
Leipzig, 10. März.
Zum zweiten Male fanden sich die im Reichsbund Technisch-wissenschaftlicher Arbeit (RTA.) und im Nationalsozialistischen Bund Deutscher Technik (NSBDT.) vereinigten deutschen Ingenieure und Techniker aus Anlaß der Frühjahrsmesse in Leipzig zu einem Messetreffen der Technik zusammen. Während das erste Treffen vor einem Jahr in der Hauptsache Organisationsfragen galt, wurde in der diesmaligen Tagung diepraktischeArbeitdesJngenieurs in Staat, Technik und Wirtschaft behandelt. So war auch die große öffentliche Kundgebung der deutschen Technik am Sonntag unter das Thema „Staat, Technik und Wirtschaft" gestellt.
Der Schirmherr der Tagung, Reichsstatthalter Mutschmann, eröffnete die Kundgebung mit einem kurzen Gedenken an Hanns Schemm.,— Die Aufgaben des Technikers, führte er sodann
Inzwischen halte Frankreich seine Landesverteidigung ausrecht. Bedeutende Kredite seien im Dezember für die Rüstungen verabschiedet worden. Das Programm der Luftfahrt, der neue Abschnitt des Flottenbauprogramms und die Vervollständigung der Befestigungsanlagen seien zusätzliche, aber notwendige Sicherheits- garantien, die bereits durch die diplomatischen Abkommen verbessert worden seien. Die Frage der Effektiver stände, die bei der Einstellung der nächsten Rekrutenklassen auftauche, werde in demselben Geiste geregelt werden.
Was die Innenpolitik angehe, so sei die Wirksamkeit der augenblicklichen Regierungsform nicht vollkommen. Das hänge aber eher von den Männern als von den Gesetzen ab. Wenn das demokratische Räderwerk gewöhnlich in England bester laufe als in Frankreich, so müsse man sich fragen, ob das nicht darauf zurückzuführen sei, daß der Durchschnittsengländer, der vielleicht nicht so intelligent sei wie der Franzose, eine sehr viel größere nationale Disziplin besitze und sehr viel größeres Vertrauen in seine Regierung habe. Diese Methode sei der systematischen Kritik und dem Mißtrauen vorzuziehen.
Im Verlaufe der Eröffnung der Lyoner Messe ergriff auch der Bürgermeister von Lyon und Staatsminister Herriot das Wort, um jedem der anwesenden ausländischen Diplomaten einige herzliche Worte zu widmen. Herriot wandte sich vor allem an den sowjetrussischen Botschafter und erklärte, er glaube, daß das Abkommen der beiden großen Länder die Hauptbedingung für den Frieden darstelle. Im Interesse dieses Friedens wünsche er, daß sich die Freundschaft die Frankreich mit Rußland verbinde, noch erweitere.
ter der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Dreßler-Andreß, hatten sich u. a. Reichsstatthalter Kaufmann, stellvertretender Gauleiter Henningen und Admiral v. Lindau von der Reichsmarine-Dienststelle sowie der portugiesische Gesandte und der portugiesische Generalkonsul auf der „Kein Godenwind" eingefunden.
Dr. Laffrenz begrüßte die Erschienenen und betonte, die Schiffe führen aus zum Besuche eines Landes, dem Deutschland in Freundschaft verbunden sei. Nicht nur eine Vergnügungsreise solle es sein, sondern die Urlauber sollten sich zugleich als Sendboten und als Verkünder des Friedenswillens Adolf Hitlers fühlen.
Dann sprach Reichsstatthalter Kaufmann. Als im vorigen Jahr das erste Schiff von Hamburg ausfuhr, so sagte er. war das der Anfang einer gewaltigen Leistung. Heute sind es bereits drei Schiffe, und im Sommer werden es fünf Schiffe sein. Diese Fahrt soll beweisen, daß der deutsche Arbeiter im Reiche Adolf Hitlers sein Vaterland wiedergefunden hat. Diese Fahrt soll der Welt künden, datz der deutsche Arbeiter für das Reich opfern und arbeiten will, aber sich auch in diesem Reiche heimisch fühlt. Die Urlaubsfahrer künden von dem Großen des Sozialismus, der im Herzen Europas erwacht ist.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley verlas ein Flugblatt der SPD. aus dem Jahre 1904, in dem deutschen Arbeitern versprochen wurde, daß sie einst die Meere befahren und mit Flugzeugen die Lüfte durchkreuzen würden. Es sei not-'
aus, bestehen nicht nur im Erfinden und Konstruieren, sondern seine schöpferische Begabung verpflichte ihn auch, sich am öffentlichen Leben zu beteiligen.
Anschließend sprach der Beauftragte für die Technik und deren Organisationen, Generalinspekteur Dr.-Jng. Todt. Er erinnerte daran, daß seit der vorjährigen Tagung drei bis vier Millionen Menschen in Arbeit gebracht worden seien und gab einen kurzen Ueberblick über die technischen Großleistungen, die in diesem Jahre in Angriff genommen und durchgeführt, wurden.
Dann wurden mehrere Nachverträge gehalten. Zunächst sprach Staatssekretär Dr.-Jng. e. h. Ohnesorge über „Staat und Technik". Er führte u. a. aus: Bis zur Machtübernahme herrschte mit Demokratie und Kommunismus der Zug zum Primitiven, der Zug gegen Unternehmergeist und Erfindertrotz. Gewaltige Umwälzungen auf allen Gebieten völkischen, staatlichen und wirt- schaftlichen Lebens haben sich inzwischen vollzogen. Verlorengewesene faustische Kräfte sind wieder lebendig. Sie sind in einer bisher in der deutschen Geschichte nie gekannten Fülle zusammengeballt in der einen gewaltigen Führerpersönlichkeit Adolf Hitlers, die mit ihrem Streben und Wollen alle Lebens- und Tätigkeitsgebiete ihres Volkes durchforscht und umfaßt. Dem Wesen des großen Führers entsprechend ist seine Zielsetzung für Staat und Technik: Der Urgrund des neuen Reichs, von dem alles abhängt, die Volksgemeinschaft.
Die Technik hat für dieses Leben die Waffen und Werkzeuge zu.stellen, die viel gewaltiger ausfallen müssen als alle Männer und Geschlechter vor Adolf Hitler es nur ahnen konnten, weil eben das Leben dieses neuen Reiches, das Leben des deutschen Volkes ein so viel gewaltigeres sein wird unter diesem Führer.
Die Technik ist glücklich, nun die Mitarbeiterin des großen Führers bei seinem stolzen Werk der Wiederaufrichtung der deutschen Nation geworden zu sein. Sie hat das Glück, daß ihre Lei-
Llebefwachung der Büchereien
Berlin, 10. März.
Reichsleiter Alfred Rosenberg erläßt als Beauftragter des Führers für die weltanschauliche Erziehung der NSDAP folgende Anordnung:
„Im Rahmen des mir vom Führer erteilten Auftrages, Ueberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Erziehung der NSDAP, wird bei der Abteilung Schrifttumspflege meiner Dienststelle eine besondere Abteilung errichtet, die folgende Aufgaben hat:
Überwachung und Ueberprüfung der Bestände vorhandener Büchereien. Beratung bei Neu- beschassungen und Errichtung neuer Büchereien. Leiter der Abteilung Büchereien ist Pg. Dr. Rudolf Kummer, Anschrift: Reichsstelle, zur Förderung des deutschen Schrifttumes, Abteilung Büchereiwesen, Berlin A 24, Oranienburgerstr. 79."
wendig, sich dieses Schriftstück einmal wieder vor Augen zu führen. Der deutsche Arbeiter müsse sich dessen immer wieder entsinnen, wie er durch die marxistische Herrschaft betrogen wurde.
Der Nationalsozialismus habe diese leeren Versprechungen jedoch in die Tat umgesetzt, „Seid aber dankbar," rief Dr. Ley aus, „und nehmt diese Reisen nach dem Süden nicht nur als einen Augenblick auf, sondern beweist eure Dankbarkeit eurem Führer Adolf Hitler dadurch, daß ihr seine Prediger werdet, wenn ihr wieder zurückkehrt in die Fabriken >d Betriebe." Die Ansprache schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer, in das die Tausende begeistert einstimmten. Nach dem Gesang des Deutschland- und Horst-Wessel-, Liedes spielte die Marinekapelle die portugiesische Nationalhymne.
Nach der Feier begaben sich Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Reichsstatthalter Kaufmann an Bord des „Deutschen". Zum Abschluß grüßte Dreßler-Andreß die Urlauber und wünschte ihnen gute Fahrt. Während Dr. Ley die ganze Reise mitmacht, wird Reichsstatthalter Kaufmann sich in Cuxhaven von Bord begeben.
Um 14.30 Uhr setzte Sirenengeheul ein, Kommandos ertönten, und die Leinen wurden losgemacht. Auf dem „Kein Godenwind" war die Marine-HJ. die Wanten hinaufgeklettert. Noch einmal ertönten flotte Märsche zum Abschied. Dann setzte sich der „Deutsche" unter den Klängen.des Liedes „Muß i denn . . ." langsam in Bewegung, gefolgt von der „St. Louis" und der „Oceana".
stungen beim Führer eine besondere, stark bejahende Ankündigung finden. Ueber kurz oder lang wird diese besondere Stellung der deutschen Technik ihren sichtbaren Ausdruck finden bei der als vordringlich erkannten Zusammenfassung aller technisch-wissenschaftlichen Forschung!
Dr.-Jng.'S ch u l z (VDJ.) sprach über „Unsere Aufgaben und die technisch-wissenschaftlichen Ber- eine". Das deutsche Volk besitze einen großen Schatz, der ihm Ausgleich biete für alle von der Natur karg zugemessenen Güter: Den forschenden und schaffenden Geist in der deutschen Technik. Nicht nur das wirtschaftliche, sondern zugleich das politische und völkische Leben beruhe weitgehend auf der Arbeit der deutschen Wissenschaft und Technik. Aufgabe der Staatsführung sei es, die technische Forschung auf ein bestimmtes Ziel zu richten.
Den letzten Vortrag hielt der Leiter der Dinta (Deutsches Institut für nationalsozialistische technische Arbeitsforschung und -schulung). Dr.-Jng. e. h. ArnhoId über „Der Ingenieur als Offizier der Wirtschaft". Die große Aufgabe des Ingenieurs im Dritten Reich bestehe darin, daß er nicht nur Sachwalter des Betriebes, sondern der Führer der Kampfeinheit „Betrieb" sein soll. Der Ingenieur als Offizier der Wirtschaft, das sei das Ziel.
Eeneralinspekteur Dr. Todt stellte als Ergebnis der Kundgebung fest, daß sie den Umschwung, der nun auch die Technik erfaßt habe, habe erkennen lassen. Er schloß die zweite Messetagung der Technik mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer.
Ausklang in Leipzig
Leipzig. 10. März.
Die Leipziger Frühjahrsmesse 1935, die am gestrigen Sonntag ihren Abschluß fand, nahm einen ausgezeichneten Verlauf. Die Gesamtzahl ihrer geschäftlichen Besucher betrug rund 200 000. Es war eine so gute Messe, wie sie Leipzig seit dem Ausbruch der großen Wirtschaftskrise nicht mehr erlebt hat. Der Auftrieb, der diesen Messeerfolg ausgelöst hat, entstammt der durch die staatlichen Arbeitsbeschas- fungsprogramme nunmehr zur Entfaltung gelangten natürlichen Belebung im Innern. So entsprach das Messegeschäft für den Binnenmarkt im einzelnen dem Grade der eingetretenen Wiederbelebung.
Die freudigste Ueberraschung hat ln der gesamten deutschen Wirtschaft der starke Auslands- besuch der Messe ausgelöst. Es kamen aus 72 Ländern.rund 21000 ausländische Kaufleute und Industrielle, das sind um ein Biertel mehr als im Vorjahre.
Im ganzen genommen hat die Leipziger Frühjahrsmesse mehr gebracht, als man von ihr unter den noch immer schwierigen Verhältnissen erwarten konnte, denn es ist ihr gelungen, ihrer Aufgabe als Ausfuhrkampfmesse gerecht zu werden.
Fronifoldatenappeil in Saarbrücken
Saarbrücken, 10. März
Am Sonntag stand das Saarland, insbesondere Saarbrücken, im Zeichen des Vefreiungs- appells der Frontsoldaten des großen Weltkrieges, der vom Reichskriegerbund Kyff- häuser veranstaltet wurde. Ungeheuer war die Teilnahme der alten Soldaten aus allen Teilen des Reiches. 40 Sonderzllge brachten die mehr als 40 000 Teilnehmer an dem Befreiungsappell nach Saarbrücken. Dazu kamen aus Saarbrücken und Umgebung noch 10 000 ehemalige Soldaten.
Saarbrücken hatte das schönste Festkleid angelegt. Tausende von Fahnen wehten in Straßen und Gassen. Ueberaü herrschte Fest stimmung. Wo sich die alten Soldaten zeigten, waren sie Gegenstand lebhafter Begrüßung. Endlose Menschenschlangen strebten dem Appellplatz auf dem Jndustriegelände zu, wo der Bundesführer, Oberst Reinhard, sprach.
Die offizielle Veranstaltung wurde eingeleitet mit einer Gedenkfeier am Ehrenmal der Stadt Saarbrücken. Nach Worten des Gedenkens für die gefallenen Helden des großen Krieges, gesprochen von Oberst Reinhard, erklang das Lied vom guten Kameraden, worauf der Bundesführer einen Lorbeerkranz am Ehrenmal niederlegte. Gleichzeitig wurden an allen Kriegergräbern im Saargebiet Kränze niedergelegt.
Inzwischen hatten sich im Jndustriegelände die alten Soldaten aufgestellt. Unter den Klängen des Präsentiermarfches schritt Oberst Reinhard die Frönt der Stäbskompagnie und der Fähnen- formationen ab. In seiner Ansprache dankte er zunächst den Kameraden des Reichskriegerbundes Kyffhäuser für ihr treues Durchhalten an der Saar. „Sie haben", so fuhr er fort, „15 Jahre in vorbildlicher soldatischer Haltung alle harten Prüfungen siegreich bestanden. .Sie standen nicht auf verlorenem Posten; die Front des ganzen deutschen Volkes stand hinter Ihnen, und unserem Führer und Reichskanzler ist es zu danken, datz die treuen Kämpfer des Saargebietes wieder zum Reich zurückkehren konnten. Die Frontgeneration des Saargebietes hat an dem Ausgang der Saarentscheidung hervorragenden Anteil. Nun ist zwischen den Feinden des Weltkrieges der Weg zur ehrlichen Verständigung offen. Die Frontsoldaten bekennen sich rückhaltlos zu den wiederholten Friedenserklärungen des Führers. Wir alle, die wir den Krieg kennen, wollen ehrlich für den Frieden wirken. Wir sind bereit, den ehrlichen Frontkameraden die Hände zu reichen. Das Wort unseres Führers soll Erfüllung finden: Kein Deutscher für einen Krieg, aber für die Verteidigung des Vaterlandes dasganzeVolk!"
Anschließend marschierten die alten Frontsoldaten zwei Stunden lang an dem Bundes- führer vorbei.
Treuegelöbnis für den Führer
Saarbrücken, 10. März.
Anläßlich der Tagung des Kyffhäuserbundes in Saarbrücken wurde folgendes Telegramm an den Führer und Reichskanzler gesandt:
„50 000 zum Kyffhäuser-Vefreiungsappell an der deutschen Saar ausmarschierte Frontsoldaten des Weltkrieges erneuern ihrem Frontkameraden, dem Befreier und Führer unseres Volkes, in Dankbarkeit und unerschütterlicher Verbundenheit das Gelöbnis der Treue. gez. Oberst a. D. Rein - hard, Bundesführer."
Dr. Leu meldet die Ausfahrt
Cuxhaven, 10. März
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat von Bord des Kraft-durch-Freude-Schiffes „Der Deutsche" an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet:
„Mein Führer! Soeben haben die drei stolzen deutschen Schiffe „Der Deutsche". „St. Louis" und „Oceana", die 3000 deutsche Arbeiter aus allen Gauen des Reiches als glückliche Zeugen des großen, herrlichen „Kraft-durch-Freude"-Werkes nach Madeira bringen, den Hamburger Hasen Verlässen. In dieser denkwürdigen Stunde übermittle ich Ihnen, mein Führer, den tiefempfundenen Dank dieser 3000 deutschen Urlauber für Ihr geschichtliches Befreiungswerk am schaffenden deutschen Menschen. In einmütiger Geschlossenheit versprechen die 3000 Arbeiter und Arbeiterinnen, auch auf fremdem Boden dem neuen Deutschland und dem Namen seines Führers Adolf Hitler Ehre zu machen."
(gez.) Dr. Robert Ley."
Gebiet „Gaae-Vfalz"
Saarbrücken, 10. März.
Wie die Pressestelle der Reichsjugendsührung mitteilt, hat der Reichsjugendführer im Anschluß an die Errichtung des Gaues Saar-Pfalz der NSDAP. die Schaffung eines eigenen Gebietes Saar-Pfalz der Hitler-Jugend sowie eines eigenen Obergaues des BDM. verfügt. Die Ernennung des Führers des Gebietes Saar-Pfalz sowie der Führerin des Obergaues erfolgt in den nächsten Tagen.
Seltsame Aeußerungen Klan-ins
„Der Friede Europas von Deutschlands gutem Willen abhängig"
Der Ingenieur - Offizier der Wirtschaft
Kundgebung der deutschen Technik auf Ser Leipziger Messe