Ausgabe 
(30.3.1935) Nr. 89
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mw. wauverlag Weser-Ems G. m. L. H., Bremen, Am Eeeren 68 / Fernsprecher: Roland 62S.

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Nr. 8y / 3. Jahrgang

Sonnabend, 30. März

Einzelpreis 15 Rps.

Der Reichshaushalt für ISZZ verabschiedet

Wichtige Sitzung des Ireichskabinetts

Bericht des Führers über die Verhandlungen mit den englischen Ministern

Berlin, 29. März.

Vor Beginn der Kabinsttssitzung am Frei­tag gab der Führer und Reichskanzler in einer Ministerbesprechung einen eingehenden Bericht über die mit den englischen Ministern geführten politischen Verhandlungen.

Das Reichskabinett beschäftigte sich als­dann vorzugsweise mit dem Reichshaushalt für 1935, der nach dem Vorschlag des Reichs- sinanzministers nach eingehender Erörte­rung angenommen wurde. Mit Rücksicht auf den noch nicht endgültig feststehenden Aus- gabenanfatz, z. B. für die bisherigen auf das Reich übergegangenen Länderjustizverwal- tungen und für das Saargebiet, kann eine endgültige Gesamtsumme für den Reichs­haushalt noch nicht festgestellt werden.

Ferner verabschiedete das Reichskabinett ein drittes Gesetz zur Aenderung des Ge- meindeumschuldungsgesetzes, wodurch die noch verbliebenen ungeregelten Verbindlich­keiten der Gemeinden bereinigt werden, so wie ein Gesetz über die Regelung des Land­bedarfs der öffentlichen Hand, durch das eine Reichsstelle für diese Zwecke errichtet wird, die dem Reichskanzler unmittelbar untersteht. Durch ein besonderes Gesetz wird die Landbeschasfung für Zwecke der Wehr­macht noch im einzelnen geregelt. Angenom­

men wurden zwei Aenderungen des Besol­dungsgesetzes, sowie schließlich ein Reichs­gesetz über den Zweckverband Reichspartei­tag Nürnberg.

Das von der Reichsregierung beschlossene Ge­setz über den Zweckverband Reichsparteitag Nürnberg sieht als Mitglieder des Zweckverban­des die NSDAP., das deutsche Reich, das Land Bayern und die Stadt Nürnberg vor. Er ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes und hat seinen Sitz in Nürnberg.

Der Belga abgewertet

Regierungserklärung van Zeelands

Brüssel, 29. März.

In seiner Regierungserklärung entwickelte der belgische Ministerpräsident van Zeeland ein Programm, das sich, wie er erklärte, die voll­kommene wirtschaftliche Erneuerung Belgiens zum Ziele gesetzt hat. Das Pro­gramm sieht u. a. vor: Einführung einer Bank­kontrolle; Senkung der Produktionskosten durch Erleichterung der öffentlichen Lasten, Steuern und sämtlicher Abgaben, die die Wirtschaft be­lasten; Reorganisation des Rentenmarktes; Durchführung eines großen Programms öffent­licher Arbeiten und anderer Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, insbesondere zur Beschäftigung der jugendlichen Arbeitslosen; Sicherung des Reallohnes, wobei eine Anpassung der Löhne an eine mögliche Steigerung der

2n der Begründung wird u. a. gesagt, daß die Ausstattung der Stadt Nürnberg für die Reichs­parteitage so erhebliche Aufwendungen erfordere, daß die Stadt nicht in der Lage sei, alleinige Trägerin der Baukosten zu sein. Es handelt sich dabei insbesondere um die großen Versamm­lungsplätze, Steintribünen, neue Stratzenanla- gen, insbesondere Aufmarschstrahen, die große Kongreßhalle, Lagerplätze usw. Der Zweckver­band soll die Kosten der künftigen Bauausfüh­rungen tragen, während der Aufwand der Ver­gangenheit außer Betracht bleiben soll.

Kleinhandelspreise vorgesehen ist; schrittweise Organisation der Wirtschaft nach dem Berufs- gruppenprinzip; Liquidierung ungesunder Wirt­schaftsunternehmungen und Förderung der In­dustrien, die sich der Herstellung solcher Erzeug­nisse widmen, die Belgien künftig nicht mehr aus dem Auslande beziehen will.

Ferner gab van Zeekand bekannt, daß Belgien gezwungen sei, die Goldparität des Belga z« ändern. (Ausführlicher Bericht im Handelsteil).

Kurz, aber sehr entschieden, ist der politische Teil der Regierungserklärung. Darin verlangt die Regierung eine Verlängerung der Sondervollmachten um ein ganzes Jahr. Das Parlament wird aufgefordert, sich bis zu einem von der Regierung noch zu bestimmenden Termin zu vertagen. Für die Durchführung des Regierungsprogramms müsse, so heißt es in der Erklärung weiter, die Stabilität der Regierung für mindestens ein 2ahr gesichert werden.

Eden bei Stalin und Litwinow

Die beitifch-sowjeti'ufsischen Besprechungen / Auch Fragen des Fernen Ostens wurden erörtert

Moskau, 29. März.

Die Telegraphenagentur der Sowjetunion mel­det: I« einer IV-stiindigen Unterredung zwischen dem englischen Lordsiegelbewahrer Eden und dem russischen Anßenkommissar Litwinow wurde der Meinungsaustausch über alle früher berührten Fragen fortgesetzt. Der britische Minister und der Volkskommissar tauschten auch Meinungen über die Entwicklung der englisch-sowjetrussischen Beziehungen aus und stellten mit Befriedigung ihre bedeutende Besserung fest. Es wurden Wege erörtert, die sowohl die politischen als auch die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder wei­ter festigen sollen.

Am Freitagnachmittag fand im Kreml, im Ar­beitsraum des Vorsitzenden des Rates der Volks­kommissare, Molotow, eine Unterredung des Lordsiegelbewahrers Eden mit dem Generalsekre­tär der Kommunistischen Partei Stalin statt, die über eine Stunde dauerte. Nach der Unter­redung erklärte Eden englische» Journalisten, daß

die Unterredung interessant und eindrucksvoll ge­wesen sei. Anschließend besichtigten die englischen Gäste den Kreml.

London, 29. März.

Wie Reuter aus Moskau meldet, sollen bei den englisch-russischen Besprechungen d-ie Fragendes Fernen Ostens eine hervorragende Rolle ge­spielt haben. Die schwierige Lage daselbst und die Unverletzbarkeit Chinas sind Fragen, die die eng­lischen und sowjetrussischen Staatsmänner in glei­chem Maße interessieren. Man nimmt an, daß un­ter den besprochenen wirtschaftlichen Fragen ein an Rußland zu gewährender Kredit eine Rolle spielte. Der Moskauer Sonderkorrespondent der Times" schreibt, Litwinow habe Eden gegenüber die fortschreitende Verschlechterung der russisch- deutschen Beziehungen seit 2ih Jahren geschildert und die Ansicht ausgedrückt, daß die Militärdienst- pflicht in Deutschland eine ganz neue Lage schaffe. News Chronicle" meldet, es sei nicht , unwahr­scheinlich, daß Litwinow die Möglichkeit eines

Fernostpaktes zwischen Großbritannien, Rußland und Amerika anregen werde, entweder mit Teil­nahme Japans oder, wenn dieses nicht bereit sei,

Devifenvergchen in Klöstern

Berlin, 29. März.

Von der Zollfahndungsstelle Berlin wird mit­geteilt: Mitte März fanden wegen dringenden Verdachtes schwerer Devisen- und Effektenschiebungen durch die zuständigen Zollfahndungsstellen Untersuchungen bei zahl­reichen katholischen Klöstern im ganzen Reich statt mit dem Ergebnis, daß große Vergehen in devisenrechilicher Hinsicht festgestellt wurden. Soweit sich bislang übersehen läßt, handelt es sich um Werte von mindestens W Millionen RM. Eine Reihe von Geistlichen, Ordensschwestern und Ordensbrüdern befinden sich in Haft.

Selbstverständlich

Das Heiratsproblem der Äusla

Es gibt für den deutschen Mann in Uebersee wohl kaum eine andere Frage von gleich weit­reichender Bedeutung wie die: Wen heirate ich, eineEingeborene" oder eine Deutsche? Eine Frage, die, soweit es sich um Farbige handelt, von selber beantwortet und wohl in nur ganz verein- zelten Ausnahmesällen zu einem Problem wird. Wesentlich schwieriger aber, unter dem oft gerade­zu übermächtig mitsprechenden Einfluß der äuße­ren Umstände, liegen die Verhältnisse in den gro­ßenweißen" Einwanderungsländern. Ist es hier auch nicht eine Frage der Rasse, so liegt das Problem doch Lei der Nationrlitätenfrage, und wird damit, über die Interessen des einzelnen hin­ausgehend, zu einer Angelegenheit des Volkstums.

Es geht nämlich bei der obigen Frage, wie leicht zu erkennen ist, sofort um die Fragestellung: Ver­lust oder Erhalt für das Deutschtum? Und zwar zumindest, soweit es sich um die Kinder einer etwaigen Mischehe handelt. Sind bei einer Ehe, die in Deutschland zwischen einem Deutschen und einer Ausländerin geschlossen wird. alle sich aus der deut- schen Umgebung ergebenden Vorteile (Umgang, Sprache, Schule usw.) auf der Seite des deutschen Ehepartners, so vereint sich im Auslande, und zwar ganz besonders in den großen Einwanderungslän­dern alles gegen den deutschen Teil. In allen den zahlreichen Mischehen zwischen deutschen Einwan- derern und einer Amerikanerin oder Kanadierin oder einer sonstigen Nichtdeutschen (die teilweise selber schon wieder einer Mischehe entstammten), die ich in den Vereinigten Staaten und Kanada kennenlernte, waren die Kinder für di^ Deuts^ tum vollständig verloren. Eine Tatsache, dre ich häufig auch selbst in solchen Fällen feststellen mußte ich rühre damit an ein Problem, das

nur eine Deutsche!

hsdeutschen / Von fred Rvdon

näher auszuführen hier zu weit gehen würde, in denen auch die Frau und Mutter deutscher Ab­stammung, aber bereits in der zweiten oder drit­ten Generationdrüben" geboren war.

Wie groß der Unterschied im Denken, in der ge­samten geistigen Einstellung der Völker ist, bis in die kleinsten Winkel des täglichen Geschehens hin- ein, welche weltanschaulichen Abgründe, fast immer unüberbrückbar klaffen, läßt sich in den großen Ein­wanderungsländern, denSchmelztiegeln der Na- tionen", erkennen. Und zwar am deutlichsten in den hier geschlossenen Mischehen, von denen vielleicht der Mann noch in jeder Beziehung, als Neuein- wanderer, deutsch ist, der weibliche Teil entweder ebenfalls noch rein englisch, schwedisch, italienisch, französisch oder polnisch ist, oder ober weitgehend amerikanisiert" und daher emsig bemüht ist, die berühmten109 Prozent" vollkommen zu erreichen, zumindest in den Kindern.

Immer steht der deutsche Mann, soweit es das Deutschtum seiner Kinder angeht, auf verlorenem Posten. Er selber draußen in hartem Existenz­kampf, oft gezwungen, sich möglichst bald zu einem lOvprozentigen" Amerikaner, Kanadier oder Australier zu entwickeln. Im Hause die Frau und Mutter,amerikanisch" von Geburt vielleicht oder durchgreifend amerikanisiert durch Erziehung oder Nachahmung, die Kinder auf amerikanischer bzw.. englischer Schule, täglich angefüllt werdend mit allem, was nötig ist, sie zu vollwertigen Bürgern vonGottes eigenem Land" zu kneten.

Es ist eines der traurigsten Kapitel des Aus­landsdeutschtums, das mir in solchen Mischehen verschiedenster Zusammensetzung in leider überaus zahlreichen Fällen entgegentrat. J/> habe Ehen kennengelernt, in denen der Vater deutsch sprach,

die Frau und Mutter Italienerin, Polin oder Un­garin war, dementsprechend in ihrerMutter­sprache" sich mit den Kindern unterhielt, der deut­sche Mann und Vater aber sich mit allen zusammen nur englisch das er und seine Frau zudem nur sehr mangelhaft sprachen verständigen konnte. Von einer Kenntnis des Deutschen bei den Kin­dern nicht die geringste Spur! Zumindest konnten sie es in keinem einzigen Falle schreiben oder lesen! Und dasselbe in Ehen mit Amerikanerinnen oder Kanadierinnen englischer Abstammung. Hier herrschte einzig und allein das Englische, vielleicht sprach man auch Französisch, denn in Kanada ist Französisch zweite Landessprache. Und ich habe es erlebt, daß in einer solchen Familie die Frau sich mit einer Franco-Kanadierin französisch unterhielt, ohne Rücksicht auf ihren Mann und mich, sich aber verbat, daß der Mann mit mir, die wir beide kein Französisch beherrschten, deutsch sprach! Und pro­testiert hat nicht etwa der deutsche Hausherr", sondern ich, dadurch, daß ich sofort ging.Mutter­sprache, Mutterlaut", wie so wonnesam, so traut!" niemals ist mir die ganze Wahrheit dieser Worte Schenkendorfs so sehr zur erschütternden Er­kenntnis geworden.

Die schwache Stellung des deutschen Mannes in­nerhalb solcher Mischehen erscheint, einseitig vom heimatlichen Standpunkt aus betrachtet, vielleicht unverständlich. Aber man muß berücksichtigen, daß hier in den beiden großen Nordamerikanischen Ein­wanderungsländern, also den Vereinigten Staaten und Kanada, die Stellung der Frau in Haus und Familie, wke überhaupt im gesamten gesellschaft­lichen Leben, eine absolut dominierende ist. Tradi­tion, Sitte und nicht zuletzt das Gesetz geben der Frau «ine derart einseitig bevorzugte Stellung, man kann wohl sagen Machtfülle, Laß der Mann daneben vollständig verschwindet. Am besten läßt sich das so erklären: heißt es in DeutschlandMein Mann wünscht es bzw. wünscht es nicht" so lautet die Formel hierMeine Frau wünscht es bzw. wünscht es nicht!"

Lliolr ouk 81resa in Obeiitallen. Hier virä äis näobsts ünsammsnlrunkt ^visobsn asm kravrö- sisoksn ^uüsnwinistsr I-aval, seinem englisobsn Lollsgsn 8imon pnä Lkussolini stattkinclsn.

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Vorläufer zur Reichseinyeit

Von Neichsmimster Dr. Hanö Frank, Neichöleiter der NSDAP.

Das große Ereignis der Vereinheitlichung der deutschen Justiz schafft den formellen äußeren Schlußstein einer Verwaltungsentwicklung des deutschen Rechtslebens, die ihren Anfang genom­men hatte mit der Errichtung des deutschen Kaiser­reiches im Jahre 1871, dort aber nur völlig bruch- stückhaft eingeleitet. Erst durch die Führertat Adolf Hitlers war es möglich, nunmehr zu der völli­gen Reichsvereinheitlichung zu schrei­ten. Der Nationalsozialismus hat sofort mit Ve- ginn seines größeren Wirkens die Einheit des Reiches, die Einheit des Volkes und die Einheit des Rechtes auf seine Fahne geschrieben. Die Un­fähigkeit des Systems, insbesondere der Weimarer Verfassung, die auf diesem Gebiete niemals über hochtönende Phrasen hinauskam, konnte ein so un­geheures Ziel wie die Vereinheitlichung der Justiz­verwaltung gar nicht in Angriff nehmen. Wir können also diese Reichsvereinheitlichung der Justizverwaltung durchaus und ausschließlich als ein Verdienst des Führers und des Rechtskampfes der NSDAP. bezeichnen. Es ist daher unsere Pflicht, in diesem Augenblick all der vielen Vor­kämpfer dieses Rechtsgedankens im Lager des Na­tionalsozialismus zu gedenken. Insbesondere beu­gen wir uns in Dankbarkeit und unvergänglicher Treue vor Theodor von der Pfordten, dem ersten leidenschaftlichen Künder des nationalsozia­listischen Rechtsgedankens.

Mit aller Bestimmtheit hab« auch ich die For­derung der Rechtseinheit von Anfang an erhoben; insbesondere habe ich im Namen des deutschen Rechtsstandes dem Führer auf dem großen Ju­ristentage des Sieges im Jahre 1933 den leiden­schaftlichen Wunsch der deutschen Rechiswahrer

Inmitten einer solchen Ehe ist der deutsche Mann ein Verlorener. Wenige nur besitzen die geistige und seelische Kraft sich selber zu behaupten; die meisten versinken in grenzenloser Oede und Ein­samkeit. Fehlt doch allen diesen Familien das, was allein sie zu einer Pflegestätte echter Ueberliefe­rung und Gebundenheit werden lasten könnte, zu einer Nährstätte, die dem Manne die Kraft-gibt und die Freude, bewußt den Kampf zu führen für die Familie es fehlt, nicht zu ersetzen, die deutsche Frau und Mutter!

Wen heirate ich? Wo finde ich eine echte deutsche Frau? Das sind Fragen, die mir unzählige Male von deutschen Männern in Uebersee gestellt sind,

vorgetragen, daß der deutsche Richter Reichs­richter, der deutsche Rechtsanwalt Reichsrechts- anwalt, der deutsche Referendar Reichs referen- dar, der deutsche Rechtspfleger Reichs rechtspfle-- ger usw. werden möge. Wir danken hiermit dem Führer für seine Großtat, dem deptschen Recht die äußere einheitliche Form gegeben zu haben.

Die Wirkung der Maßnahme der Vereinheit­lichung der Justiz wird die sein, daß eine einheit­liche Zentral in stanz die Rechtsverwaltung des deutschen Staates nach einheitlichen Gesichts­punkten zu leiten und zu gestalten hat. Hierbei soll aber nicht eine Verkümmerung der Interessen des einzelnen Volksgenossen stattfinden, oder gar ein rschtsverwaltungsfremder Raum an den der Zentrale fernen Orten eintreten, sondern jedes Lberlandesgericht bedeutet für sich eine Art Selbst­verwaltungsbereich der deutschen Rechtsbelange in einem bestimmten Reichsteil, so daß der deut­sche Staatsbürger das stolze Gefühl haben kann, einer einheitlich geleiteten deutschen Rechtspflege und damit autoritär stark bevollmächtigten Rechts-

Nückkehi- öei- KdF.-Flotte

Die von Madeira zurückgekehrteKraft-durch- Freude"-Flotte wurde gestern in Bremerhaven und Hamburg von Dr. Robert Sey herzlich begrüßt. In Bremerhaven nahm Reg. Bürger­meister Heider eine Ehrung eines Vordmit- gliedes des DampfersDer Deutsche" vor und überreichte ihm die vom Führer und Reichskanzler verliehene Rettungsmedaille am Band. Ausführ­licher Sonderbericht siehe im Innern des Blattes.

ratlos und hilfeheischend. Und immer wieder mit dem Zusatz: Denn selbstverständlich heirate ich nur eine Deutsche! Eine Fülle von seelischer Not, von Sehnsucht und Verlangen nach der Heimat,mach Geborgenheit im häuslichen Schkffenskreis einer deutschen Frau, versteckt sich hinter diesen Fragen deutscher Männer. Zugleich verkörpern sie aber auch eines der wichtigsten Probleme des Auslaads- deutschtums überhaupt: Es darf nicht übersehen werden, daß ist der Mann der Kämpfer und Bahnbrecher, die reichsdeutsche Frau den leben­digen Nachschub darstellt der Armee der Auslands- deutschen.

Polnische Kunstausstellung in Berlin

Der führer und Mitglieder der Reichsregierung als Säfte bei der Eröffnung

In Anwesenheit zahlreicher bekannter Ver­treter des künstlerischen und gesellschaftlichen Lebens Deutschlands und Polens fand Freitag mittag die feierliche Eröffnung der von der pol­nischen Regierung in Gemeinschaft mit der Preu­ßischen Akademie der Künste in den Räumen der Akademie veranstalteten polnischen Kunst­ausstellung statt, die einen ebenso umfas­senden wie eindrucksvollen Ausschnitt des künst­lerischen und kulturellen Wollens der polnischen Nation gibt. Die Bedeutung dieser Ausstellung von Kunstwerken des benachbarten und befreun­deten Staates in der deutschen Hauptstadt wurde betont durch die Anwesenheit des Füh­rern sowie der höchsten diplomatischen Ver­treter beider Länder. Der polnische Botschafter Lipski erschien an der Spitze des gesamten Votschaftspersonals. Der Führer und Reichs­kanzler war begleitet von seinem Adjudanten, SA.-Obergruppenführer Vrückner.

Von deutscher Seite waren außerdem anwesend Reichs ußenminister Freiherr von Neurath,

Reichserziehungsminister Ruft, Ministerpräsi­dent General Eöring, Staatssekretär Meiß­ner, der Auslandspressechef der NSDAP Dr. Hanfstaengl sowie viele andere. Vertreter von Reichs- und Landesbehörden.

Der Präsident der Akademie, Pros. Schu­mann, begrüßte mit besonderer Freude den Führer und Reichskanzler in diesem Hause der Kunst und dankte ihm dafür, daß er durch seine Gegenwart der Eröffnungsfeier eine besondere Weihe gab. Botschafter Lipski dankte dem Führer und Reichskanzler im Namen seiner Regierung für das besondere Interesse und die Unter­stützung, die der Führer diesem Werk der deutsch­polnischen Annäherung persönlich entgegenb ringe. Schließlich regte der Botschafter eine Ausstellung deutscher Kunst in Polen an, die Polen herzlich begrüßen würde.

Präsident Schumann erklärte anschließend die Ausstellung für eröffnet. Die Ehrengäste, unter ihnen auch der Führer, besichtigten dann noch längere Zeit die Kunstwerke.