Ausgabe 
(21.3.1935) Nr. 80
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das amtliche Srgan -es Senats

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Nr. 80 / 3 . Jahrgang

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-er Freien Hansestadt vremen

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Donnerstag, 21. März

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Die Wiederherstellung der deutschen Wehrhvheit

Frankreich ruft den Völkerbund an

Sonnabend Vanser Gonderkonserenz zwischen England, Frankreich und Ztalien

Paris, 26. März.

Der französische Ministerrat hat, wie Haoas meldet, beschlossen, den deutschen Beschluß vom 16. März, durch den das Reich sich seine Riistungs- sreiheit wiedergenommen und die Wehrpflicht eingeführt hat, sofort vor den Völkerbundsrat zu bringen. Außerdem haben die zwischen Rom, London und Paris über eine Zusammenkunft von Vertretern Italiens, Englands und Frankreichs geführten Verhandlungen zu einem Ergebnis ge­führt.

Diese Zusammenkunft soll einen vorbereitenden Charakter tragen und vor der Abreise Sir John Simons nach Berlin stattfinden. Eine zweite Zu­sammenkunft soll nach der Rückkehr Sir John Simons erfolgen. Als Grundlage für die Arbei­ten dieser zweites Zusammenkunft würden die von den Ministern von ihren Reisen nach Ber­lin, Warschau und Moskau heimgebrachten Ver­handlungsergebnisse dienen. Die erste Zusammen­

kunft soll Sonnabend in Paris stattfinden. Ita­lien soll hierbei durch den Unterstaatssekretär Suvich vertreten sein, während die Interessen Frankreichs durch Laval wahrgenommen werden.

Der französische Ministerrat hat weiterhin den Wortlaut der Protestnote genehmigt, die in Be­antwortung der Mitteilung vom 16. März der Reichsregierung überreicht wird, und die Ver­handlungen, die gegenwärtig mit England und Italien über ein Konsultationsverfahren gepflo­gen werden, gebilligt. Der Ministerrat hat schließ­lich den Außenminister Laval ermächtigt, die Ein­ladung der Sowjetregierung, sich demnächst nach Moskau zu begeben, anzunehmen.

s, 20. März.

Sobald das Eeneralsekretariat im Besitz der französischen Mitteilung sein wird, die die sofor­tige Einberufung des Völkerbundsrats bean­tragt, wird diese Mitteilung dem gegenwärtigen Präsidenten des Rats, dem türkischen Außen­minister Rüschtü Aras, telegraphisch übermittelt werden, der sich dann mit den übrigen Mitglie­dern des Völkerbundsrates in Verbindung setzen

und einen Zeitpunkt für den Zusammentrit des Rates vorschlagen wird.

London, 20. März

In einem Leitartikel erklärtTimes" u.. a.: Hauptzweck des Berliner Besuches Simons ist es, die Aussicht auf eine deutsche Bereitschaft zur Teilnahme an einem Pakt oder an Pakten dieser Art einzuschätzen. Der britische Besuch schließt nicht im geringsten eine Aenderung in den Be­ziehungen Großbritanniens zu Frankreich oder Italien ein. Der Besuch war vor einiger Zeit vereinbart worden, hauptsächlich aus dem ein­fachen Grunde, weil Berlin bei der letzten Reihe diplomatischer Besuche und Konferenzen ausge­lassen worden war. Der Schritt Hitlers macht den Besuch nicht weniger notwendig.

Wir können den Beratungen des Völker­bundes über das deutsche Wehrgesetz mit aller Ruhe entgegensehen. Die von der Reichsregierung eingehend dargelegten Gründe für die Wiederherstellung der Wehr­hoheit sind so stichhaltig, daß sich ihr auch irgendeine Instanz des Genfer Bundes nicht wird entziehen können.

Ilan-i« klagt Deutschland an

Wiedemuffrischung längst widerlegter Lügen über Deutschlands Kriegsschuld

Paris, 20. März

Vor vollbesetztem Hause eröffnete Minister­präsident Flandin mit einer eineinviertelstün- digen Rede die Senatssitzung.

Er begründete zunächst die von der Regierung in ihrer vor der Kammer abgegebenen Erklärung vorgesehenen Maßnahmen zum Ausgleich der re- krutenarmen Jahrgänge.

Im zweiten Teil seiner Rede ging der Mini­sterpräsident auf die Proklamation der Reichsregierung hinsichtlich der Wehr­pflicht über. Die zwölf Armeekorps und die 36 Divisionen seien in Wirklichkeit schon vor­handen gewesen. Außerdem sei acht Tage früher der amtliche Beschluß der Schaffung einer deut­schen Streitmacht zur Luft bekanntgegeben wor­den. Man stehe also dem Abschluß einer Politik gegenüber, wobei man die Proklamation sicherlich absichtlich mit der Heldengedenkfeier zusammen­fallen ließ, um den Eindruck zu verstärken. Aber diese Proklamation entspreche einer Auffassung, die, wenn sie von der Welt angenommen würde, die Vernichtung der auf dem Völker­bund fußenden Arbeit bedeuten würde.

Seit fünfzehn Jahren habe Frankreich viel für die Annäherung und für die Wiederversöhnung der beiden großen Völker getan. Aber diese Ver­söhnung könne nicht auf der Verkehrung

der Wa h r h e>i t und aus der Ableug'nun g des Rechtes und der Gerechtigkeit fußen. Ueber die Verantwortung an der Entfesselung des Krieges sei das Ur­teil längst gesprochen. Er, Flandin, werde nicht zulassen, daß dieses Urteil in Verjährung gerate, er fordere Hitler aus» die Erinnerungen des Fürsten Viilow zu lesen über die Umstände, unter denen die Kriegserklärung Deutschlands an Ruß­land erfolgt sei.

Auch sei die Behauptung unrichtig, Frankreich habe seine Abrüstungsverpflichtung nicht, erfüllt. Vergesse man denn die Verminderung der Effektiv­stärke, die über 80 v. H. betragen habe? Bei der Kriegsmarine habe Frankreich den Tonnen-Gehalt von 768 000 Tonnen im Jahre 1914 auf 850 000 Tonnen verringert. Ebenso seien die Luststreit­kräfte vermindert worden.

Flandin ging dann dazu über, darzulegen, daß Frankreich nach und nach auf die wesentlichen Klauseln des Versailler Vertrages verzichtet habe.

Wenn Frankreich sich anschicke, den Völkerbund auf Grund des Artikels 11 der Völkerbunds­satzungen mit einem für die Sache des Friedens so schwerwiegenden Akt zu besassen, so diene Frankreich damit nicht seinem eigenen Interesse, sondern dem Interesse der Gesamtheit aller Staaten. Der Friede der Welt stehe

Auftakt zu denOlympischenGpielen

Der ReichssvorlMrer spricht vor Diplomatie und Auslandspresse

Berlin, 20. März.

Oer Reichsminister < für Volksaufklärung und opaganda empfing am Mittwoch das diplomati- r Korps und die Vertreter der ausländischen esse. Der Empfang bildete den offiziellen deut­ln Auftakt zu den Olympischen Spielen 1936 und ielt seine besondere Bedeutung durch eine große de des Reichssportführers von Tschammer und en, der über das ThemaDie deutschen Leibes- angen, der Reichssportführer und die Olympi­er Spiele 1936" sprach. Durch diesen Empfang s seinen überaus eindrucksvollen Verlauf wurde deutig und weithin sichtbar vor aller Welt Le- rdet, daß die höchsten Stellen des Deutschen iches rückhaltlos hinter den Olympischen Spielen Berlin stehen und durch ihren Einsatz ihre er- gleiche Durchführung gewährleisten. Der Ein- >ung des Reichsministers für Volksaufklärung d Propaganda war überaus zahlreich Folge ge- stet worden.

Nach der Begrüßung durch Reichsminister Dr. oebbels hielt der Reichssportfllhrer eine de, in der er daraus hinwies, daß zwar die deut­en Leibesübungen vom Führer und allen seinen inistern die stärkste ideelle Unterstützung erhiel- i, daß aber die Finanzierung auf dem Opfer-

illender deutschen Turn-und Spart­en ein de beruhe. So könne er für d,e deutsche irn- und Sportbewegung das Bekenntnis ab- zen, daß sie es als eine Ehrensache ansehe, abge- jen von den zu erstellenden Bauten, die Vorbe- itung für die Olympischen Spiele aus eigenen 'titeln zu betreiben. Der Reichsinnenmimster be zu diesem Zweck eine Stiftung, denHilfs­

fonds für den deutschen Sport" genehmigt. Er werde ausschließlich gespeist von der freiwilligen Abgabe von allen deutschen Turn- und Sportver­anstaltungen, den sogenannten Sportgroschen.

Der Reichssportführer wies darauf hin, daß Deutschland dank dem persönlichen Eingreifen des Führers für die Olympischen Spiele Kampfstätten zur Verfügung, stellen könne, die der Größe und Würde der Spiele nach jeder Richtung Rechnung tragen. Darüber hinaus bemühe er sich, unter Führung des Reichsministeriums für Volksaufklä­rung und Propaganda, die olympische Idee in das deutsche Volk hineinzutragen.

Wir sind darum bemüht, so erklärte der Reichs­sportführer abschließend, hervorragende Ge­lehrte und Künstler einzuladen, während der Spiele ihre Schätze unter die Jugend aller Völker zu verteilen. Was Deutschland selbst an Kulturwerten zu geben hat, die Tiefe des Geistes und der Adel der Kunst, soll aufgeboten werden, getreu dem griechischen Vorbild, in der Kraft des Leibes dem Adel des Geistes zu dienen. Wir gestehen freimütig, daß wir damit auch die Ab­sicht verbinden, viele tausend Gäste einen Blick in unsere wahre Art und in das unverfälschte Deutschland tun zu lassen, damit die olympische Idee für ein Volk zeugt, das seinem fried­lichen Wiederaufbau edler Leibesübungen alle Kräfte zuführen will. Mögen die Abordnungen der 46 Nationen, die mit ihren Fahnen am 1. August ins Deutsche Stadion einziehen werden, die Avantgarde einer Armee sein, die in den Frieden der Ehre und der Ritterlichkeit marschiert.

auf dem Spiel. Frankreich sei um den auf der Gerechtigkeit und auf der'Ehre stehenden Frieden besorgt. Es handele sich nun nicht mehr um eine französisch-deutsche Frage. Frankreich sei stark ge­nug, um sich selbst zu verteidigen, und wenn sich die Notwendigkeit biete, sich durch seine Bünd­nisse zu verteidigen Aber es gebe in Europa auch eine Reihe von schwachen Völkern, deren Be­stand bedroht wäre, wenn man es zulassen würde, daß die Politik des Rechtes durch eine Politik der Macht ersetzt'würde. Vor dem großen internationalen Tribunal müsse diese Frage be­handelt werden. Ein jeder solle dort seine Be­gründungen anführen und ihre Berechtigung solle dort geprüft werden.

Frankreich hasse den Krieg. Alle Maß­nahmen, die notwendig seien, um den Frieden aufrechtzuerhalten, würden ergriffen werden.

Flandin schloß mit einem Aufruf zur Einigkeit und zur Beseitigung des inneren Zwistes. Er for­derte die Kammer auf, die Regierung zu unter­stützen.

Der erste Eindruck, der bisher im Auszug vorliegenden Rede des französischen Mi­nisterpräsidenten geht dahin, daß Flandin es sich unter Verwendung bekannter und oft angewandter und ebenso oft widerlegter Argumente (wie die Kriegsschuld, die längst durch objektive Forschung widerlegt ist) leicht macht, Deutschland mit seinem Entschluß vom 16. März ins Unrecht zu setzen; auf der anderen Seite vermißt man auch den gering­sten Hinweis auf die jahrelang sich hinziehen­den Unterlassungen, Verfehlungen und Ver­säumnisse der anderen, ja deren passive Re­sistenz, die der Durchführung berechtigter deutscher Forderungen entgegengesetzt wor­den sind. So entsteht der Eindruck, als ob Frankreich an seiner alten politischen Ideo­logie festhalten wollte, an der bisher jeder Fortschritt scheitern mußte. Es muß be­dauert werden, daß die Rede Flandins offenbar keinen Anhalt dafür gibt, daß die mit dem 3. Februar in London inaugurierte Politik seitens der Franzosen wirklich ernst­haft in der Richtung einer europäischen Ent­spannung gewollt war. Frankreich vermag sich offenbar immer noch nicht damit abzu­finden, daß mit einem gleichberechtigten Deutschland in freier Weise verhandelt wer­den soll.

Wenn Frankreich wirklich, wie Flandin sagt,um den auf der Gerechtigkeit und der Ehre fußenden Frieden besorgt ist", so muß man sich fragen, ob diese Rede des franzö­sischen Staatsmannes und sein Schritt in Genf wirklich der richtige Weg hierfür ist!

Rußland will weiter ausrüsten

Moskau, 20. März.

Die russische ZeitungPrawda" befaßt sich in einem Artikel mit der internationalen politischen Lage und hebt die Notwendigkeit einer weiteren Verstärkung der sowjetrusfischen Wehrmacht hervor. Dieser Artikel hat in politischen Kreisen großes Aufsehen erregt. Obwohl bis jetzt amtliche Mitteilungen über die Aufrüstung der Roten Armee fehlen, ist man der Meinung, daß die Sowjets ihre Wehrmacht und besonders die Luft­flotte weiter ausbauen werden.

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KeiL Dettsscäiattci Eci meinem N/lcee/

inoergeßlich allen deutschen Menschen, die ihn erleben durften, bleibt der 21. März 1933. Noch heute klingt das volle Geläute der Glocken deutscher Kirchen in unsere Er­innerung, und mit Stolz im Herzen dürfen wir sagen, daß wir dabeigewesen an jenem Frühlingstage, der auch des deutschen Volkes neuen Frühling mit einge­leitet hat. Nach einer Zeit gräßlichster Hoff­nungslosigkeit und winternächtlicher Starre, nach" den Jahren tiefster deutscher Erniedri­gung war es auf einmal wieder Licht um uns geworden, Licht um Deutschland und das deutsche Volk, und neue Lebenswärme durchpulste plötzlich das Reich, das bereits dem unvermeidlichen Tode verfallen schien.

Mit unermeßlicher Freude sind wir vor zwei Jahren am Rundfunk gestanden und haben klopfenden Herzens die Feier mit­erlebt, die von Potsdam ihr Gepräge erhielt. Es war so darf man wohl sagen­der erste Festtag wiedererstandener deutscher Einheit und Größe; es war der grandiose Auftakt zu dem großen neuen Werden einer neuen deutschen Zukunft. Unermeßlich war die Freude, und weit gespannt waren die Hoffnungen auf die Neuentwicklung deut­scher Geschichte, deren erster Meilenstein der 21. März 1933 war und bleibt. Wenn wir heute zurückblicken auf die winzige Spanne von nur zwei Geschichtsjahren, stehen wir in ehrfurchtsvoller Bewunderung vor dem, was e i n Mann in dieser kurzen Zeit vollbrachte, schauen erstaunt auf die ungeheure Weg st recke zurück, die Deutschland unter seinem Führer Adolf Hitler seit dem 21. März 1933 hinter sich brachte.

Müssen wir noch daran erinnern, daß Deutschland vor 1933 ein lockeres Staats­gebilde war, mit dessen Auseinanderfallen die Gegner Deutschlands täglich rechneten? Müssen wir daran erinnern, wie groß die Gefahr gewesen, die aus dem deutschen Volke ein wehrloses Opfer des Bolschewismus machen und Deutschland für immer .als selb­ständiges Staatsgebilde aus der Geschichte verschwinden lassen wollte? Ein Einheits­block, der unzerbrechlich zusammengeschweißt und unerschütterlich gegen jeden Anprall von Wogen und Sturm sich sieghaft behauptet, steht dasselbe Deutschland, das vorherein Spielball der Mächte von außen und ungezählter Parteien von innen gewesen, heute in eherner Wucht und unerhörter Ge­schlossenheit vor der Welt, geachtet und ange­sehen von denjenigen, die es noch vor 1933 als unbeachtliche Größe in ihrem diploma­tischen Spiele einzusetzen pflegten.

Auch jene, die vor zwei Jahren noch nicht ganz erfassen konnten, was der 21. März bedeutete, haben heute restlos erkannt, daß er der Ausgangspunkt einer deutschen Staatseinheit war, die das deutsche Volk in tausendjähriger Geschichte zwar erstrebt, aber nie erreicht hatte. Und wer vor zwei Jahren noch in kleinlichen Zweifeln befürchtete, daß das, was im Innern durch die Politik des Führers Geschichte geworden ist, nicht auch unter allen Umständen den äußeren Anfech­tungen standzuhalten vermöchte, dem hat das geschichtliche Ereignis der letzten Tage. die Wiedergewinnung der deutschen Wehrhoheit, offensichtlich bewiesen, wie überragend Deutschlands Führung seit 1933 nicht nur in inneren, sondern auch in äußeren Ange­legenheiten ist, wie fest das deutsche Staats- gefüge nunmehr auch dem Ausland gegen­über in der Welt steht und wie erfolgreich schon in den zwei Jahren nationalsozia­listischer Staatsführung sich des Führers geniale staatsmännische Kunst erwiesen hat.

Wie im Innern sich Erfolge an Erfolge reihten so daß wir, vor den letzten be­wundernd stehend, fast schon die ersten zu vergessen anfangen, so ist es auch mit den außenpolitischen Erfolgen, deren letz­ter großer, die Wiedergewinnung der deut­

schen militärischen Staatshoheit, bereits den kurz vorhergegangenen der Wiedereingliede­rung des Saarlandes in das Reich zu über­schatten beginnt.

Daß natürlich bei aller Priorität der Außenpolitik diese die Innenpolitik befruch­tet und mit Erfolgen segnet so wie übri­gens auch ohne gute Innenpolitik keine gute Außenpolitik denkbar ist, das wird nun aerade die Wiedergewinnung der deutschen Wehrhoheit in Bälde zeigen. Am 21. März des vorigen Jahres eröffnete der Führer mit dem ersten Spatenstich auf der Baustelle Un- terhaching bei München die große Frühja.hrs- offensive in der Arbeitsschlacht. Nie zuvor gekannte Tatkraft und unendliche Umsicht machte sie erfolgreich. Aber noch immer blieb ein Rest von Arbeitslosen übrig, die nicht anders wie jene seit 1933 von nationalsozia­listischen Staatsmaßnahmen in Brot und Ar­beit gebrachten Millionen Arbeit Und Brot finden möchten und sich fast krank sehnen nach dem köstlichen Gut geregelter Tätig­keit, mehr als alle Volksgenossen das Früh­jahr herbeiwünschend, das mit einer neuen Offensive in der Arbeitsschlacht auch von ihnen das bittere Los schuldloser Er­werbslosigkeit nehmen, auch sie in die Reihen arbeitender Volksgenossen wieder einreihen soll. Besser denn je sind die Aussichten, daß diese berechtigten Hoffnungen und Wünsche jetzt mit der Verkündung des Gesetzes über den Wiederaufbau der deutschen Wehrmacht in Erfüllung gehen.

Mit der Durchführung des Gesetzes für den Wiederaufbau der Wehrmacht werden ja nicht allein mehrere hunderttausend Men­schen bei Erfüllung ihrer Wehrpflicht aus dem Arbeitsmarkt gezogen, sondern es schafft die Verpflegung und Versorgung dieser Men­schen mit der nötigen Ausrüstung ganz von selbst so viel neue Arbeitsgelegenheit, daß daraus neuer wirtschaftlicher Auftrieb sich entwickeln, somit eine ganz wesentliche Ver­ringerung der noch vorhandenen Arbeits­losenziffer eintreten kann.

So greift in unserem wohlgeordneten und wahrhaft staatsmännisch geleiteten Reiche ein Rädchen spielend in das andere und die dynamische Wucht, die an einer Stelle ver­mehrt zum Einsatz kommt, überträgt sich reibungslos auf die gesamte Staatsmafchrne und läßt sie mit erhöhten Erfolgen arbeiten. Ohne viel davon zu sprechen, handelt der Staat, der heute vor zwei Jahren in Pots­dam seine Weihe erhielt, -zielbewußt nach diesem Gesetze, und so groß und fast un­übersehbar bereits seine Erfolge sind, es können keine Zweifel darüber aufkom­men, daß diesem Staate morgen und in einer weiteren Zukunft noch ungeahnte weitere Erfolge beschieden sein werden.

Zwei Jahre genialer Staatsführung, und Deutschland ist in seiner grandiosen Fort- entwicklung gegen das deutsche Staatswesen vor 1933 gar nicht mehr zu erkennen. Wir haben gerade heute am 21. März guten Grund, rückblickend dieses festzustellen und IN Dankbarkeit das Schicksal ZU preisen, das uns m dem Führer den Mann bescherte, der deutsche Geschichte machend, Deutschland dort­hin fuhrt, wohin deutsches Wollen und tau­sendjährige deutsche Sehnsucht Deutschland haben wollen. Heil dem neuen Deutschland, Heil seinem geni­al e n F ü h r e r ! 3. 6. O.

Ausschluß aus der HZ.

Die Pressestelle der Reichsjugendführung gibt folgende Anordnung des Reichsjugendführers be­kannt :

Ich habe den Führer des Gebietes XIII (Hessen- Nassau), Walter Krämer, wegen schwerer Ver­fehlungen mit sofortiger Wirkung seiner Dienst- stellung enthoben und aus der Hitler-Jugend ausgeschlossen. Mit der kommissarischen Führung des Gebietes habe ich den Oberbannführer Pott- hofs beauftragt, (gez.) Valdur v. Schirach.