Ausgabe 
(5.4.1935) Nr. 95
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Nr. 92 / 3. Jahrgang

Freitag, s. April

Einzelpreis is Rpf.

Bringt Stresa Rüstungsbeschränkungen?

Mussolini tritt auf den Plan

Der Duce übernimmt die Präsidentschaft der neuen Konferenz

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Räckflug nach London >

Lordstegelbewahrer Eden in Köln

Eben ist noch am frühen Nachmittag des Don­nerstag in Begleitung seines Privatsekretiirs Und zweier Journalisten von Prag nach London abgeflogen. Auf dem Flughafen Halle/Leipzig nahm seine Maschine eine Zwischenlandung vor. Nach kurzem Aufenthalt wurde der Flug fort­gesetzt. Kurz »ach 17 Uhr traf Eden auf dem Kölner Flughafen ein. Er wurde begrüßt von dem englischen Generalkonsul, einem Vertreter des Kölner Regierungspriisidente« und dem Po- lizeipriisidenten von Köln. Infolge des ungün­stigen Flugwetters wird Eden seine Weiterreise nach London erst Freitag früh fortsetzen.

Nachdem Lordstegelbewahrer Eden nicht, wie erwartet, am Donnerstagabend in London ein­treffen konnte, ist die ursprünglich für Freitag angesetzte Vollsitzung des englischen Kabinetts auf den kommenden Wontag verschoben worden.

Sven bei BenefO

Vollständige Uebereinstimmung in den Zielen der Politik-

Prag, 4. April.

Lordstegelbewahrer Eden traf am Donnerstag um 8 Uhr auf dem Wilson-Vahnhof in Prag ein. Er wurde auf dem Bahnsteig von Außenminister Benesch und in Vertretung des Ministerpräsiden­ten von Sektionschef Dr. Klucina begrüßt.

Ueber die sich anschließenden Unterredungen wurde ein Bericht ausgegeben, in dem es heißt: Bei der Zusammenkunft, die im Ministerium für auswärtig« Angelegenheiten in Prag stattfand, tauschte Minister Eden mit dem Minister Dr. Benesch in herzlicher und freundschaftlicher Weise die Ansichten über alle im Londoner Kommunique vom 3. Februar 193S enthaltenen Fragen aus. Beide Minister stellten eine vollständige Ueberein­stimmung in den Zielen der Politik ihrer Län­der hinsichtlich der Erhaltung des allgemeinen Friedens und ihre aufrichtige und unabänderliche Ergebenheit der Politik des Völkerbundes gegen­über fest."

In einem Trinkspruch erinnerte Lordsiegel­bewahrer Eden an seine Zusammenarbeit mit Benesch in Genf und erklärte, seine Besuche hätten kein anderes Ziel gehabt, als den Frieden zu wah­ren. Die Zeit sei vorbei, da die Völker glauben könnten, ihre Entwicklung und ihr Wohl sei durch einen Krieg zu steigern. In der gegenwärtigen Welt könne kein Volk auf den Ruinen eines anderen Volkes gedeihen.

Empfang dek Partei beim Führer

Berlin, 4. April.

Der Führer hatte am Donnerstag im Hause des Reichspräsidenten zu einem Empfang der Partei geladen. Der Stellvertreter des Füh­rers, die Reichsleiter, Gauleiter, Gruppenführer und eine Reihe weiterer führender Persönlich­keiten der Partei waren mit ihren Damen er­schienen. 2n gesellschaftlichem Beisammensein ver­brachte der Führer einige Stunden im Kreise seiner in Uniform erschienenen Getreuen und Mit­arbeiter. Die historischen Räume des bekannten Hauses in der Wilhelmstratze boten an diesem Abend ein festliches Bild nationalsozialistischer Geselligkeit und auch der gesellschaftlichen Verbun­denheit des Führers mit seiner Bewegung.

Berlin, 4. April.

Der Abschluß des zweiten großen Winterhilfs- werkes richtet das Augenmerk auf die ungeheure organisatorische Arbeit, die die Reichsführung des Winterhilfswerkes auch in diesem Winter wieder, geleistet hat. Mitten im einstmals roten Neu- kölln liegt in einem ehemaligen Fabrikgebäude das Hauptquartier der Winterhilfe. In diesem Hause läuft die Arbeit der 32 Gaue, 800 Kreise und rund 23 000 Ortsgruppen zusammen. Und doch beträgt die Höchstzahl der hier Tätigen während der Wintermonate nur rund 1000.

In einer umfangreichen statistischen Ab­teilung ist das große Winterhilfswerk zahlen­mäßig bis ins kleinste erfaßt. Eine besondere Ab­teilungFrachtfreiheit" zeigt den großen Anteil der Reichsbahn. Bis zu 12000 Frachtbriefe mußten hier wöchentlich bearbeitet werden. Ins­gesamt hat die Reichsbahn bis einschließlich Fe­bruar bis übet 121(> Millionen Zentner für das Winterhilfswerk befördert. Das bedeutet einen Frachtausfall von mehr als 4 Millionen Mark. Rechnet man die Kohlenbeförderung, die auf dem Verrechnungswege vergütet worden ist, und für die die Reichsbahn ungefähr 12 Millionen Mark zurllckmhlte, hinzu, so beträgt der Anteil der Reichsbahn am Winterhilfswerk rund 16 Millio­nen Mark. Bei der Postscheck- und Vankabteilung sind in den fünf Wintermonaten etwa Sl-l Mil-

Berlin, 4. April.

Mit der Rückkehr Edens nach London sind die Vorverhandlungen für die Konferenz von Stresa offenbar schon abgeschlossen. Nach den in Berliner diplomatischen Kreisen vorliegenden Nachrichten beabsichtigt die englische Regierung, den an der Konferenz von Stresa beteiligten Regierungen nur eine Ergänzung des Berichts zugehen zu lassen, den diese Mächte schon über die Unter­haltungen in Berlin erhalten haben. Die Ent­scheidungen über die weiteren diplomatischen Maß­nahmen will auch England erst in Stresa suchen. Damit gewinnt, was für alle direkt oder indirekt an der Konferenz von Stresa interessierten Staa­ten von Bedeutung ist, Mussolini eine besondere Stellung. Er wird Präsident der Konferenz von Stresa und kann in dieser Eigenschaft natürlich bestimmte Vorschläge machen.

Es ist bezeichnend, daß schon jetzt aus Rom die Meldung verbreitet wird, Mussolini beabsichtige,

Warschau, 4. April

Ein Berliner Telegramm derEazeta Polska" versichert, daß die deutsche Regierung die Mög­lichkeit eines Kompromisses in folgendem Rahmen sieht: 1. Ein. europäisches Abkommen über die Rüstungsbeschränkung, die die deutsche Gleichberechtigung nicht in Frage stellt, 2. ein osteuropäischer Sicherheitspakt, der die Verpflichtungen zum Nichtangriff, zur Nicht­einmischung, zur Nichthilfeleistung für den An­greifer und zur Konsultation enthält, 3. ein Donau-Pakt der Nichteinmischung mit ge­nauer Bestimmung des Begriffes Nichteinmi­schung, 4. ein westeuropäischer Luft­pakt. Deutschland, so heißt es in dem Telegramm weiter, sei bereit, alle diese Dokumente zu unter­zeichnen und in den Völkerbund zurückzukehren, wenn der Völkerbundspakt von den Friedensver­trägen abgetrennt werde und alle Spuren einer Deutschland benachteiligenden Stellung ver­schwinden. Darunter sei das Recht auf Kolonial- mandate zu verstehen und die Aufhebung der Jnternationalisierung der Oder und des deutschen Teiles der Donau.

Das MilitärblattPolska Zbrojna" sagt in einem Rückblick auf den Warschauer Besuch Edens, bei dem rein informatorischen Charakter der Reise habe Minister Eden keinerlei Projekte nach War­schau mitgebracht und keinerlei Vorschläge ge­macht. Der Ostpaktplan in seiner bisherigen Form gehöre der Vergangenheit an.

Auch das RegierungsblattExpreß Poranny" unterstreicht, daß Eden keinerlei Vorschläge nach Warschau gebracht habe, aber auch keine polni­schen Vorschläge aus Warschau mitnehme. Als besonders wichtiges Ereignis des Besuches hebt

lionen Mark eingegangen gegenüber 3 Millionen Mark im vergangenen Jahr.

In der Plaketten-Ausgabestelle zei­gen große Tafeln den Verbrauch der einzelnen Gaue an Monatsplaketten. Gau Berlin hat durch­schnittlich eine Million Plaketten ausgegeben. Auch die Abrechnung der Anstecknadeln und Ab­zeichen gibt einen Ueberblick über die Riesen­arbeit, die geleistet worden ist. 2m Durchschnitt wurden von allen Abzeichen 10 bis 11^ Millio­nen ausgegeben. Bei der Herstellung dieser Ab­zeichen sind vor allem die Notstandsgebiete in Schlesien, Sachsen, Thüringen, Ba­den, in der bayerischen Ostniark und im Odenwald berücksichtigt worden. Schließlich zeigt die Abteilung Kohlenversorgung noch, daß in diesem Winter insgesamt 53 Millionen Zent­ner Kohlen ausgegeben worden sind.

Zur Durchführung des ganzen Werkes sind die verschiedensten Büros und Abteilungen eingesetzt worden. Da gibt es ne.ben der Organisations­abteilung eine Finanzabteilung, Wohlfahrts-. Rechts-, Presse- und Propaganda-Abteilung und ein graphisches Büro, in dem auch die Entwürfe für die Abzeichen hergestellt werden, eine Buch­binderei und vieles mehr. Diese Wunderorgani­sation dient mit aller Kraft und Hingabe dem größten sozialen Werk aller Zeiten, damit nach dem Willen des Führers kein Volks­

genosse Not zu leiden hat.

einen neuen Friedensvorschlag fürEe- samteuropazu machen. Auf der anderen Seite erinnern italienische Zeitungen daran, daß Musso­lini als erster die Unmöglichkeit einer Fortsetzung der Verhandlungen der Abrüstungskonferenz be­tont hat und an ihrer Stelle Verhandlungen über eine Rüstungsbeschränkung forderte. Wenn auf der Konferenz von Stresa Vorschläge dieser Art auftauchen sollten, würde die Möglichkeit be­stehen, die realen Fragen der europäischen Poli­tik, wie sie sich in den französischen Enthüllungen über die Rüstungen und die Militärbündnisse offenbart haben, unter dem Gesichtspunkt zu be­handeln, daß der vernünftige Gedanke einer Rüstungsbeschränkung in den Vorder­grund tritt. Von diesem Gesichtspunkt aus kann vielleicht die Konferenz von Stresa unter dem Vorsitz Mussolinis eine gewisse Klärung in die verworrene diplomatische Lage bringen und die Krisis überwinden, welche dadurch entstanden ist, daß der damalige französische Außenminister

das Blatt die Ankündigung weiteren engen Kon­taktes zwischen Polen undEngland hervor. Diese Tatsache könne man nicht unter­schätzen. Sie gebiete die Aussicht für gute Ergeb­nisse der internationalen Zusammenarbeit in der Zukunft.

London, 4. April.

In einem Artikel über dieRolle Großbritan­niens" sagt dieTimes". Hitler sei zu zwei­seitigen Pakten mit jedem Nachbarn, aus­genommen Litauen, und ferner zur Vereinigung der getrennten Pakte zu einer allgemeinen Kon­vention bereit, in der sich die Unterzeichneten ver­pflichten würden, dem Angreifer keinen finan­ziellen, wirtschaftlichen oder militärischen Beistand zu gewähren.

Bisher sei, so meint das Blatt, viel zu großer Nachdruck auf die negative Seite der Erklärungen Hitlers gegenüber Sir John Simon gelegt worden. Viel zu wenig habe man sich bemüht, ihre positive

Danzig, 4. April.

Nach einer beispiellosen Jubelfahrt durch Dan- ziger Land ist Ministerpräsident General- ring am Donnerstagnachmittag in Danzig ein­getroffen. Vom Bahnhof Marienburg aus fuhr die Kraftwagenkolonne mit dem Wagen des Ministerpräsidenten an der Spitze nach der Dan- ziger Grenzstelle Kalthof, wo dem Ministerpräsi­denten die erste begeisterte Begrüßung auf Dan- ziger Boden bereitet wurde. Unter klingendem Spiel schritt der Ministerpräsident die Fronten der Ehrenbereitschaften ab.

Dann begann bei strahlendem Vorfrühlings­wetter die Fahrt durch das Danziger Landgsbiet. In allen Dörfern umsäumten jubelnde Menschen die Wagen. Die Häuser prangten im Schmuck unzähliger Hakenkreuzfahnen. Wenige Minuten nach dem Ueberschreiten der Danziger Grenze ge­riet die Kraftwagenkolonne des Ministerpräsi­denten in einem Dorf zum erstenmal ins Stocken, weil die Bauern in ihrer Begeisterung die Ab­sperrketten der Danziger SS. durchbrochen hatten. An vielen Stellen konnte Ministerpräsident- ring kleine Geschenke entgegennehmen: Erzeug­nisse der Danziger Heimatkunst und Bücher, die die alte deutsche Kultur dieses Bauernlandes widerspiegeln. In der Kleinen Landstadt Tie- genhof wurde Ministerpräsident Eöring von dem Landrat des Kreises Danziger Werder, Pg. Andres, herzlich "begrüßt, der ihm eine Flasche 100jährigen Tiegenhöfer Machandel, das Danzi­ger Nationalgetränk, überreichte.

Bei Käsemark wurde der Weichselstrom überquert. Bald tauchten die Türme der Stadt Danzig auf und dann fuhr die von Motorradfah­rern der Danziger SS. eskortierte Wagenkolonne in einem einzigartigen Triumphzuge durch die ehrwürdigen Gassen der alten Hansestadt nach Danzig hinein. Auf dem historischen Langenmarkt hatten Ehrenbereitschaften der Danziger Landes­polizei im Stahlhelm, der Schutzpolizei, der Flie­ger, der SA., SS., PO. und HJ. mit ihren Fah­nen Aufstellung genommen. Als Ministerpräsident Eöring die Fronten abschritt, brauste der Jubel der Massen ihm entgegen. Es war mehr als eine Parade oder ein offizieller Empfang. Es war der Herzschlag dieser innerlich unlöslich dem gesam-

Barthou am 17. April 1934 den Mussolini-Plan der Rüstungsbeschränkung ablehnte und überhaupt alle diplomatischen Verhandlungen unmöglich machte.

London, 4. April

Der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" in Warschau meldet, es sei in sehr gut unterrichteten Kreisen eine Nachricht einge­troffen, daß Mussolini in Stresa vielleicht einen eigenen europäischen Friedensplan vorlege» werde. Sein Ziel sei, in Europa ein allgemei­neres Gefühl des Vertrauens zu schaffe«, bevor ein Versuch mit dem Abschluß von Ostpakten ge­macht werde. Wahrscheinlich «erde er eine Wie­deraufnahme von politischen und wirtschaftliche» Verhandlungen nach dem Vorbild der zwischen Italien, Oesterreich und Ungarn im März v. Js. unterzeichneten Vereinbarung vorschlagen. In dieser Vereinbarung sei bekanntlich eine Bera­tung in allen politischen Fragen von allgemeinem Interesse vorgesehen.

Seit« zu würdigen. Jetzt sei allgemein bekannt, daß der Reichskanzler vor einiger Zeit für das seiner Ansicht nach notwendige Verhältnis der Wehrkraft Deutschlands zu der seiner Nachbarn den zahlenmäßigen Ausdruck gefunden habe. In den Berliner Besprechungen scheine es aber auch klar geworden zu sein, daß er außerdem bereit sei, nach Bekanntgabe dieser Ziffern eine allgemeine proportionale Verminderung des Rü­stungsniveaus zu erörtern. Auf jeden Fall sei sicher, daß er noch immer bereit sei, auch auf. die Beschaffung aller Waffen zu verzichten, die andere Länder auch abzuschaffen bereit seien. Die Möglichkeit sei gegeben, auf die Konstruktion bei­spielsweise der Tanks größten Typs oder von Rie­senkanonen mit einer Reichweite von mehr als 30 Kilometer zu verzichten. Es bestehe auch Anlaß zu der Annahme, daß die britische Regierung den Vorteil einer Teilnahme Deutschlands an etwaigen künftigen Flottenverhandlungen erkenne.

ten Deutschtum verbundenen deutschen Stadt zu dem Abgesandten des Führers und damit zum Deutschtum und zum Nationalsozialismus.

Nach dem Empfang auf dem Langenmarkt fand in dem historischen Artush 0 fdie feierliche Be­grüßung des Ministerpräsidenten durch den S-enatspräsidenten Greiser statt, der darauf hinwies, daß die Danziger Bevölkerung durch die wechselvollen Schicksale einer Geschichte zur Härte erzogen worden sei. Danzig werde die mannig­fachen Schwierigkeiten seiner Lage zu tragen und zu meistern wissen. Senatspräsident Greiser schloß mit der Bitte, Ministerpräsident Göring möge dem Führer berichten, daß die deutsche Bevölke­rung Danzigs immer dem Deutschtum treu bleiben werde.

Ministerpräsident Göring dankte für die herz­lichen Worte und fuhr fort, daß Danzig deutsch sei, habe er immer gewußt, w i e deutsch und na­tionalsozialistisch es sei, das habe ihm diese Fahrt durch das Danziger Land gezeigt. Die innere Gemeinschaft des deutschen Volkstums umfasse auch Danzigs Schicksal. Denn deutsche Menschen könnten nicht von deutschen Menschen getrennt werden. Ministerpräsident Eöring trat dann zu Fuß einen Rundgang durch die alten Gassen Danzigs an. Noch nie ist das Bekenntnis zum Deutschtum, zum Nationalsozialismus und zum Führer hier so elementar zum Ausdruck gekom­men wie bei dem heutigen Besuch Hermann Görings.

Abends fand dann in der Danziger Sporthalle eine riesige Versammlung statt, wo Eöring in einer fast zweistündigen Rede von mitreißender Leidenschaft zur Danziger Bevölkerung sprach.

Wenn ihr am Sonntag in Danzig zur Wahl geht, so gilt es, der Welt gegenüber festzustellen, wie Danzig denkt, und Danzig wird zeigen, daß es nationalsozialistisch denkt." (Stürmischer Bei­fall.) Weiter fuhr Eöring fort. daß es nicht das Wichtigste sei ob das Danziger Land heute orga­nisatorisch zum Reiche gehöre oder nicht, sondern es komme darauf an, daß es in sich deut^' '-v

(Fortsetzung auf Seite 2)

I Kampf um Danzig

Zur Neuwahl des Volkstages am 7. April

k. blü. In Danzig wird am kommenden Sonntag der Volkstag neu gewählt. Dem Deutschtum der Freien Stadt ist von der NSDAP. erneut Gelegenheit gegeben, vor aller Welt ein machtvolles Bekenntnis zu Adolf Hitler und seiner unvergänglichen Be­wegung abzulegen. Der Entschluß der Par­tei, den überwiegend nationalsozialistischen Willen der Danziger Bevölkerung unter Be­weis zu stellen, geht auf die maßlose De­magogie der Opposition, hauptsäch­lich der Marxisten und des Jentrums, zurück. Seit Monaten arbeiten die separatistischen Hetzer mit der verlogenen Behauptung, die nationalsozialistische Regierung in Danzig könne sich bei ihrer Politik nicht auf die Mehrheit der Wählerschaft berufen. Die würdelosen Kampfmethooen der wutschnau­benden System-Politiker führten sogar welch jämmerliches Zeugnis eigener Ohn­macht! in Genf zu Beschwerden gegen die NSDAP., was die Quertreiber indes nicht hinderte, im Widerspruch zu ihrer For­derung auf Feststellung deswirklichen Volkswillens" überraschenderweise im Volks­tag gegen den nationalsozialistischen Auf­lösungsantrag zu stimmen.

Der sich von Tag zu Tag steigernde sozial­demokratische Terror, die in ihren Mitteln keineswegs wählerische Zentrumsagitation, die immer dreisteren Umtriebe der Kommu­nisten, all das wäre auch in Danzig nicht mehr möglich, wenn die Verfassung des Freistaates dem Parlamentarismus nicht eine letzte Zufluchtsstätte auf Volksdeutschem Boden gelassen hätte. Wer die sechs Split­tergruppen, die sich nur im Haß gegen den Nationalsozialismus einig sind. kämpfen auf verlorenem Posten, da sie weder die unum­strittenen Erfolge der Danziger Regierung wegdiskutieren noch mit einem eigenen be­achtenswerten Arbeitsprogramm hervortre­ten können. Die im Reiche längst zu Grabe getragenen System-Parteien haben sich, das wird der kommende Sonntag einwandfrei zeigen, jedenfalls auch in Danzig, trotz oder gerade wegen des Weiterbestehens der .par­lamentarischen Freiheit", bis zur letzten Kon­sequenz totgelaufen.

Ist der Danziger Regierung der Kamps gegen ihre Gegner allein schon durch deren innere Zerrissenheit überaus leicht gemacht, so sind die Erfolge der national­sozialistischen Aufbauarbeit, auf die Senatspräsident Greiser hinweisen kann, über jede Tagespolemik erhaben. Die Sen­kung der Arbeitslosenziffer von 40 000 auf 20 000, der restlose Verzicht auf Fortsetzung der Schuldenwirtschaft, der in unmittelbaren Verhandlungen angebahnte wirtschaftliche und politische Ausgleich mit Polen allein diese drei Tatsachen sichern den leitenden Männern der Regierung und der Bewegung das restlose Vertrauen der Danziger Bevöl­kerung. Und die Massen der nachdenklichen Wähler sind fest davon überzeugt, daß die Ankündigung neuer Angriffe gegen die Arbeitslosigkeit ebensowenig wie die Erklä­rung des Gauleiters Förster, daß man innenpolitisch die Gemeinschaft aller Volks­genossen durch großherzige Versöhnung schaffen und außenpolitisch die guten Be­ziehungen zu Polen weiter ausbauen werde, als leeres Wahlversprechen anzusehen ist. Der Glaube an die nationalsozialistische Tat fußt hier auf vielfacher Erfahrung.

Für eine besonders unwürdige Rolle hat sich im Rahmen des Wahlkampfes das Zentrum entschieden. Daß es, um einige wenige Stimmen zu gewinnen, sich nicht scheut, das Deutschtum zu verraten, hat'sein Versuch einer bezirksmäßig begrenzten Listenverbindung mit den Polen bewiesen, die ihrerseits plötzlich als die beste Vertre­tung des Katholizismus gelten wollen. Schamloser haben deutschsprechende Wahl- agitatoren unter Mißbrauch der Religion wohl noch niemals die Grundbegriffe der nationalen Ehre mißachtet, wie es jetzt in Danzig von Zentrumsseite aus geschieht. Die schwarze Separatisten- ' presse will in der Propagierung des Volks­verrats natürlich nicht zurückstehen, und da es an innenpolitischem Zündstoff fehlt, wird das Schandurteil von Kowno man sollte es nicht für möglich halten! gegen die nationalsozialistische Bewegungausgewer­tet". So hat dieDanziger Volkszeitung", das Zentrumsorgan, die Kühnheit zu be­haupten, daß der Kownoer Prozeß gegen mehr oder weniger nationalsozialistische Memeldeutsche geführt worden ist, ohne daß der Fernstehende einen richtigen Eindruck von der wirklichen Lage" habe erhalten können. Nun, es genügt, daß der deutsch- bewußte Danziger denrichtigen Ein­druck" von den Zentrumspolitikern gewonnen hat und daß er den Volksverrä­tern am nächsten Sonntag mit dem Bekennt­nis zur NSDAP die richtige Antwort geben wird. Die Listenverbindung zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten, das Kokettieren dieser Gruppen mit der pol­nischen Minderheit und die krampfhaften > Bemühungen gewissernationaler" Hetzer,

Wunder der Organisation

Das Hauptquartier des deutschen WHW in Berlin

Ein deutscher Vermittlungsvorschlag?

Völkisches Rätselraten Wer Adolf Hitlers Vläne

Zubelfahri Görings durch Danzig

Machtvolles Bekenntnis zum Nationalsozialismus