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Nr. 60 / 3. Jahrgang
Freitag, i. März
Einzelpreis is Rps.
Willkomm zur Heimkehr -er s>aar!
Bremen, 1. März.
Zeit der Aeberleitung des Saarlandes in das Reich,
<^/die Zeit vom 13. Januar an, dem Tage des überwälti- genden Sieges saarländischer Treue zum deutschen Volkstum bis heute, dem Tage der Uebernahme -er Staatsgewalt durch die Reichsregierung ist nunmehr erfüllt. Unendlich ist die Freude, die wir in dieser Stunde darüber empfinden, -aß wir die Volksgenossen von der Saar nun wieder als g anz zu uns gehörig begrüßen können; und das Hochgefühl deutschen Volks- Lewußtseins darüber, daß allen Hemmnissen und widerstrebenden Kräften zum Trotz unzertrennlich bleibt, was deutschen Blutes ist, wird mit gutem Rechte in diesen Stunden allerorts im Reiche, aber auch nicht zuletzt weit überdieGrenzen des Reiches hinaus, wo immer Deutsche leben, sich Ausdruck verschaffen in dem stolzen Bekenntnis vor aller Welt, daß Deutschland wieder erstanden ist.
Das nämlich ist ja das ganz Große, an dem, was wir heute, mit der Einverleibung des Saarlandes in das Reich erleben dürfen, daß wir es über alle Grenzen hinweg gemeinsam in gleichem frohen Aufwallen deutschen Blutes erleben und daß der 1. MLrz für alle Zeiten im deutschen Volksempfinden lebendig bleiben wird als ein unermeßlicher Sieg deutschen Glaubens, deutscher Treue und deutscher Selbstzucht. Nicht darin, daß heute fast 1 Million deutscher Menschen dem Reiche wieder zugeführt werden, nicht darin, daß ein Gebiet mit wertvollen Bodenschätzen unsere deutsche Wirtschaft nun wieder glücklich ergänzen kann, nicht in den landwirtschaftlichen und nicht in den landschaftlichen Werten, die dem Reiche wieder zurückgegeben werden, liegt die höchste und größte Bedeutung des heutigen Tages, der ewig in der deutschen Geschichte mit goldenen Lettern verzeichnet sein wird: das Erhabenste am 1. März 1935 ist und wird bleiben, daß eine verhältnismäßig kleine Anzahl Deutscher, nachdem sie volle 15 Jahre hindurch fremdländischer Verlockung, fremdländischen Drohungen und fremdländischem Druck sieghaft standgehalten hat, unbeirrbar in ihrem heiligen Glauben an Deutschland, ««erschüttert in ihrer unendlichen Treue zu ihrem Blute und unerbittlich in Wahrung härtester Selbstzucht, den Triumph ihres Glaubens, ihrer Treue, ihrer Selbstzucht erleben und mit uns feiern kann.
Wir wollen heute, da alles sich zum Guten wandte, und der Sieg -es Glaubens an Deutschland in hellstem Lichte erstrahlt, keiner Verbitterung darüber mehr Raum geben, daß es überhaupt im Reiche einmal dazu kommen konnte, deutsches Land und deutsche Volksgenossen preiszugeben. Wir wollen an diesem Tage festlicher Freude auch keinen Blick mehr rückwärts auf jene Zeit werfen, wo die ungeheure Lüge von 150 000 Saarfranzosen auf die Beine gestellt wurde. Aber wir wollen uns darüber völlig klar sein, daß, wenn diese Lüge nicht lebensfähig geworden ist, und die preisgegebenen deutschen Prüder an der Saar dem Deutschen Reiche und dem deutschen Volke nicht verloren gingen, dies einzig und allein dem Glaubendes Saarvolkes an Deutschland zu verdanken ist, jenem lebendigen Glauben aus dem jeder Saarländer täglich immer wieder neue Widerstandskräfte und neuen Kampfesmut schöpfte. Denn daß es eines unerhörten Widerstandes bedurfte, den Machenschaften Frankreichs, seinen Sendlingen und Söldlingen zu trotzen, daß es eines ungeheuren Kampfesmutes bedurfte, der Willkürherrschaft einer sogenannten Völkerbnnds- regierung zu widerstehen, darüber braucht ja wohl in dieser Stunde kein Wort mehr weiter verlor.en zu werden, das ist, um es in einem Atemzüge auszusprechen, geschichtsnotorisch.
War es aber zum erst-N der Glaube an Deutschland, der das Saarvolk 15 Jahre hindurch vor Überfremdung bewahrte, so war es — dessen müssen wir uns heute wohl bewußt fein — auch schon im Jahre 1920 der Glaube an das heutiye Deutschland, an das anständige, an das saubere, an das auf Blut und Ehre schauende Deutschland, kurz an das nationa l- sozialistische Deutschland, das zumindest unbewußt schon damals im Herzen der Saarländer lebte. Bewußt oder unbewußt war dieses Deutschland die Sehnsucht des Saarvolkes und was immer den Saarländern von der marxistischen und kapitalistischen Presse des Auslandes über das Wesen der nationalsozialistischen Weltanschauung vorgelogen wurde, in den Tiefen ihres Gemütes lebte diese Sehnsucht unbestimmt aber in brennender Glut und gab ihnen eine untrügliche Vorstellung von dem Reiche der Zukunft, von dem Reiche der Ehre und der Gerechtigkeit, von dem Dritten Reiche, sie im Aushalten und Durchhalten über alle Leiden und Bedrängnisse hinweg stärkend und stählend.
And aus dem Glauben erwuchs ganz von selbst dieTreue, die dem Menschen deutschen Blutes ohnehin schon angeboren, im Saarlande um so besser sich bewähren konnte, als gleichzeitig im Reiche selber die Besten der
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Von Grenze zu Grenze
So deutsch wie die Saar ist, ist such die Memel. Äuch hier harren deutsche Menschen der Stunde der Befreiung, ersehnen den Tag, da sie uns die Hand reichen können. Lind such ihre Grüße gehen heute über das Reich zum Sssrlande. Grüße sus treudeutschem Herzen. Än dem historischen Tage, sn dem ein Stück unserer entrissenen Erde zu uns zurückkehrt, flattern wieder die Fahnen über Deutschland, flattern im kleinsten ostpreußischen Dorf und auf dem letzten Gehöft an der Grenze und zeugen von der Verbundenheit mit den Brudern an der fernen Saar. Der Bauer, der hier über seine Felder schreitet, gedenkt der deutschen Menschen, die dort in den Gruben und Fabriken schaffen, er gedenkt ihkes großen Bekenntnisses zum Vaterlands, aber er weiß such, daß dieses Bekenntnis heiligste Pflicht eines jeden Deutschen ist. And es kann nirgends anders sein, wo es für Deutsche gilt, sich zu entscheiden. Die Heimat ist stärker als hundert Fahre Knechtschaft.
Besten um den Führer geschart, ein leuchtendes Beispiel dafür gaben, wie man um des eigenen Volkes und Vaterlandes willen für sein Volk leiden, bluten und sterben kann. Was an hundertfältiger Treue bis auf den Tod die Helden Adolf Hitlers einem tief gefallenen Volke vorlebten, was in millionenfacher Treue die Toten des Weltkrieges noch über den unseligen Zusammenbruch eines verwirrt gewordenen Geschlechtes hinaus den Aeber- lebenden als Vorbild zum Vermächtnis hinterlassen hatten, das konnte seine Wirkung bei einem volksbewußten Grenzvolke, wie eben dem von der Saar einfach nicht verfehlen, zumal es ja als erhabenen Gegenstand seiner Treue das neu zu erweckende Deutschland, das ewige Deutschland vor der suchenden Seele hatte.
And so bewährte sich das Saarvolk in glänzender Treue, und der Tag des 13. Januar zeugte wie kein anderer Tag und wie kein anderes Ereignis vorher dafür, wie innig verbunden sich die Menschen an der Saar dem nationalsozialistischen Reiche fühlten, dem nationalsozialistischen Reiche, das bis 1933 noch Sehnsucht der besten Deutschen auch an der Saar — inzwischen bewundernswerte Wirklichkeit geworden war.
Nichtsdestoweniger mußte zum Glauben an Deutschland und zur Treue zum Reich noch kommen die Selbstzucht der Kämpfer an der Saar, um den Sieg wirklich zu erlangen. Es war doch gerade in den letzten Monaten dieses Kampfes so, daß die Feinde Deutschlands im Saarland und außerhalb dieses Gebietes bloß darauf warteten, -aß Ausschreitungen von deutscher Seite, daß Disziplinlosigkeiten eines leidenschaftlich überhitzten Kampfes dem Völkerbund oder gar Frankreich den Vorwand liefern konnten, die Abstimmung zu verhindern oder hinterher für ungültig zu erklären. Daß die Volksgenossen an der Saar noch diese letzte Hoffnung der Feinde Deutschlands zu schänden machten, ist ein Zeugnis für ihre Staatstüchtigkeit, wie es kein anderes Ereignis ihrer bewegten Geschichte ihnen jemals besser ausstellen könnte.
And wenn uns gerade heute, am Tage der Wiedereingliederung in das Reich Erinnerungen an die schicksalsvolle Geschichte besonders bewegen, so darum, weil wir wissen, wie dreimal schon das Saarland in Gefahr gewesen, überfremdet zu werden und dem Deutschtum verloren zu gehen. Aber well es immer wieder der Gefahr entrann, und vor allem diesmal besonders darum/ weil es sein Schicksal selber in die Hand nahm, und- den Kampf um sei« deutsches Volkstumund die Zugehörigkeit zum Reiche mit jenen Mittel«Führte, die, wenn vereint solange es Geschichte gibt, einfa^i m m e r siegen müssen, stehen wir heute vor dem saarländisch wu^olk mit ganz besonders freudigem Stolze und einer Hochr^iüng, der wir nicht besser Ausdruck zu geben vermögen, als daß wir sagen, es hat sich das Saarvolk in seinem Kampfe um die Zugehörigkeit zu Deutschland als geradezu vorbildlich an !Staatsreife für das deutsche Volk erwiesen.
Damit aber ist auch schon eine Frage beantwortet, die zu stellen sich heute, an dem für Deutschland hoch geschichtlichen Tage gar mancher Volksgenosse im Reiche für berechtigt halten mag, die Frage nämlich, ob die Saar, in der Gemeinschaft des nationalsozialistischen Reiches nun eingegliedert, werde gleichen Schritt halten können mit dem großen Reiche, das in harter Arbeit und mit unerbittlichem Wollen seinen Weg geht, den ihm sein Schicksal vorgezeichnet und sein Führer gewiesen hat. Es bedarf wohl keines Wortes, um zu betonen, daß dem so sein wird, nachdem was wir am Saarvolk in den letzten 15 Jahren erlebten, nach dem, was wir an seinen Lebensäußerungen an bewußtem oder unbewußtem nationalsozialistischen Denken und Handeln erkannten und erfuhren, nach dem, was es einer großen Idee lebend mit einem großen Siege erreicht hat.
Es ist der neue Gau, der heute dem Reiche zuwächst geprüft worden vor der Geschichte und er wurde als erprobt erfunden in Kampf und Not. Wir haben das Saarvolk bewundert in seiner heroischen Haltung, haben mit ihm gelitten und gehofft und uns eins gefühlt mit ihm am Tage der Entscheidung, an jenem 13. Januar und Haben gehofft und gebangt um den Ausgang, als ob wir selbst im Kampfe gestanden wären. War es in Wirklichkeit nicht so? Wir waren im Geist und mit ganzer Seele an diesem Kampfe beteiligt und es hat uns mit Bitternissen erfüllt, daß wir nur mit Herz und Sinnen daran teilhaben durften und nicht mit Taten. Kein Wunder, wenn unser Jubel unermeßlich war, nachdem wir das Ausmaß des großen Sieges erkannten und sich feststellen ließ, wie sehr das Saarland sich zum Reiche, zum Dritten Reiche, zum nationalsozialistischenReiche zählte, wie sehr es durch die überwältigende Mehrheit seiner Stimmen für das nationalsozialistische Deutschland zeugte und -aß es gerade dasnationalsozialistische Deutschland und kein anderes als seine neue Heimat wollte.
And so grüßen wir die nunmehr wieder Deutschland zugehörige Saar als einen unserer würdigsten und tapfersten Gaue und begehen den Tag der Eingliederung ins Reich als einen großen Tag der deutschen Nation, die sich des Wertes ihres Gewinnes voll im klaren ist. Wir heißen das Saarland willkommen in unserer Gemeinschaft und indem wir mit ihm fortan Hand in Hand marschieren werden, schwören wir mit ihm ewig festzuhalten am Glauben an das einige Deutschland, stets zu be- weisen unerschütterliche Treue zum Reich und zu halten unbedingten Ge- horsam dem Führer. Wirwollenewig Deutschesein, so heißt es im Saarlied, das dem Kampfe um des Saarlandes Deutschheit Klang und Schwung verlieh, wir wollen ewig Deutsche sein, bleibt auch jetzt und in alle Zukunft das heilige Gelöbnis deutscher Volksgemeinschaft, deren Jubel am heutigen Tage kaum einen besseren Ausdruck findet, als in dem ehernen Bekenntnis jenes sieghaften Wortes aus dem Kampfgesang der Saar, wie es uns im Herzen und im Blute lebt, in den Worten: Deutsch iitdieSaar! ? ^ ^ . r.
^oli. L. Ourtried.