Ausgabe 
(30.1.1935) Nr. 30
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

b reiner

das amUiche tlrgan -es Senats

6 -

IcUmg

-er Sreren ÄanseftM vremen

kurch'di^Pos^RM^Ä AS i7eL^ttung^ebüchr"a!L^ ,Zustellungsgebühr:

entrichten Postscheck Sambura 172 7 S "usschl. Postbestellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu

1

9 3

5

Anzeigen , Grundpreise: Die SS - mm > Nette >m Änzetgente« IS Rp>. die to-mm-rieile tw Texttett 1b Rps. Ermäßigte Grundpreise lsüi kleine Anzeigen Familienanzetgen u. a.» sowie sonstige Bedingungen laut Preisliste t, (Nachlatzstasiel 0.» Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschlnh lv Uhr. Sprechzeit des Verlages werktäglich von 1213 Uhr. der Schriftleitung werktäglich von 1817 Uhr.

Nr. 30/ 3. Jahrgang

Mittwoch, 30. Äanuar

Einzelpreis is Nps.

Zwei Zalzre nationalsozialistisches veutschlan-l

kdoto: Ilotkmaull, Lsrlin

» -

Dss ^Lkr 19ZZ soll uns alle srlullr selten von einem vsrs-dürkisn Diksr des ^nmxt'es unä der A.rdeitz ikdr unser Vollc. Diesem nder wollen wir niolitzs besseres wünsotisn sls ein D s d s n in Dkre und ? r i e d s n. Denn dann wird es unserer ^rdeitz mitz Ooiies Ailie Zelingsn, der Nsiion nuoti dus iLZiielie Drei eu sio^srn.

s rundet sich heute zum zweiten Male der Iahreskreislauf, da der Gefreite des Welt- krieges, Adolf Hitler, von dem greisen Feldmarschall mit der Kanzlerschaft betraut, die Zügel des Reiches übernahm.

Zwei Jahre nationalsozialistisches Deutschland!

Eine verhältnismäßig kurze Zeitspanne. Ist es uns nicht, als ob die Aera nationalsozialistischer Staats­führung in Deutschland schon viel länger laufe?

Zehn Jahre, zwanzig Jahre, eine ganze Ewigkeit scheint es uns schon, ja, es ist uns heute fast, als ob Deutschland schon immer nationalsozialistisch ge­wesen wäre. Ganz einfach darum, weil wir doch deutlich fühlen, daß es so wie es heute in Deutsch­land ist, eigentlich immer hätte sein müssen in einem wahren Staate.

Aber wir hatten ja keinen wahren Staat. Wir hatten das Zerrbild eines Staatsgebildes, den so­genannten demokratischen Staat, wo jeder tun und lassen konnte, was ihm beliebte ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl, ohne Rücksicht auf die Na­tion; wo nach de.m Grundsatz:Freie Bahn dem Tüchtigen", die Tüchtigkeit sich darinbewährte", daß jeder sich möglichst rasch und möglichst stark auf Kosten des anderen zu bereichern suchte nnd wenn es anging auf Kosten des Staates, indem man den Staat für seinen Eigennutz ein­spannte. Man spannte ihn nur allzuoft und allzu­sehr ein. Jede Gruppe tat es für sich und wo es nicht gehen wollte oder zu langsam ging, wurden Ränke gesponnen, Täuschungsmanöver ersonnen und parlamentarische Parteien verpflichtet, wenn nötig neue gegründet, mit dem Ergebnis, daß das angeblich souveräne Volk von seinem gewähl­ten Vertrauensmännerausschuß, dem Parlament, fortwährend hinters Licht geführt und dauernd aufs ärgste betrogen wurde.

Ein zügellos gewordener Interessenhaufe be­stimmte vor dem 30. Januar 1933 das Schicksal des deutschen Volkes, welches auf diese Weise immer weiter in den Abgrund geriet und unrettbar verloren war, falls der Tag der Machtübernahme durch Adolf Hitler nicht kam.

Mit dem 30. Januar 1933 aber ist plötzlich alles anders geworden. Das Volkswohl stand mit einem Male im Vordergrund aller Regierungsmaß­nahmen. Nicht diese Partei oder jene Partei, nicht dieser Wirtschaftszweig oder jener Wirt­schaftszweig, nicht dieser Stand oder jener Stand gaben nunmehr den Ausschlag bei der gesetzgeberi­schen Arbeit im Staate, sondern einzig und allein die Erwägung: Wie wirkt die Gesetzgebung zum Wohle der Gesamtheit? War es denn bis zum 30. Januar 1933 nicht so, daß die Führung des Staatsschiffes vielen Männern zu gleicher Zeit an­vertraut war, Männern, von denen jeder das Steuerrad nach einer anderen Richtung drehen wollte, jeweils dorthin, wo er gerade seinen Vor­teil sah? Was Wunder, wenn das Staatsschiff nicht vorwärts und keiner zum Ziele kam, wenn schließlich jeder den Schaden hatte!

Heute steht ein einziger, starker Mann am Steuer und weiß genau, wohin er den Kiel des Schiffes richten muß. Jene aber, die mit ihm fahren, vertrauen ihm voll, weil sie wissen, daß, wenn auch nicht jeder gleichzeitig an sein eigenes Ziel gelangen wird, ganz bestimmt doch einer nach dem andern dahin kommt, daß schließlich alle sich einmal am Ziele sehen werden, das da für jeden Volksgenossen ist: ein

freier,angesehenerStaatsbürgerimfreienundange-

sehenenDeutschenR eiche zu sein.

Ob dem Bauer, dem Bürger, dem Arbeiter zuerst zu helfen war, auf - er wieder atmen und leben konnte, das mußte dem genialen Lenker des großen Staatsschiffes, das da Deutschland heißt, überlassen bleiben. Er wußte am besten, wo Hilfe am dringendsten geboten und wußte auch wie die dem einen angediehene Hilfe dem anderen gleichzeitig mit zum Vorteil gereichte. Daß er dabei des anderen Not keinen Augenblick aus dem Auge verlor und selbstverständlich auch heute nicht aus dem Auge läßt, darüber bedarf es keiner Worte, das steht über jedem Zweifel erhaben.

Es gibt nichts im Dritten Reiche, keinen Stand, keinen Beruf, keine Einzelpersönlichkeit, die etwa vor anderen bevorzugt worden wäre oder

bevorzugt würde. Aber immer ist es seit dem 30. Januar 1933 so gewesen, daß sooft irgendwer eine Förderung des nationalsozialistischen Staates vermeintlich vor anderen erfuhr, die anderen dann mit dem einen bestimmt den Vorteil gemeinsam hatten.

Müssen wir daran erinnern, daß mit der Bauernhilfe dem ganzen deut­schen Volke geholfen wurde? Müssen wir es noch einmal eigens aussprechen daß mit den großzügigen Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit jeder einzelne Volksgenosse den Vorteil hatte? Nahezu eine Milliarde steuer sicher Mehreinnahmen verzeichnet heute am zweiten Iahresgedenktage de, Machtübernahme die Finanzverwaltung des einst bankrott gewesenen Reiches und wenn sich dieser erstaunlich rasch erzielte große Steuermehr eingang nicht ganz auf den einzelnen Steuerzetteln im laufenden Steuer- jahre auswirken wird, so doch nur darum, weil mit diesen Mehreinnahmen des Staates vorerst noch ein Mehr an sozialpolitischen, agrarpolitischeu, wirtschaftspolitischen und kulturpolitischen Aufgaben in Angriff genommen

und gelöst werden, Aufgaben, deren Bewältigung schließlich nicht allein später die Ausgaben des Staates von selbst vermindert, sottdern noch weit mehr seine Einnahmen erhöht mit dem Enderfolge, daß in absehbarer Zeit die Besteuerung jedes ein­zelnen schon weit fühlbarer als heute in Erschei­nung treten kann. Wie sich dieses wohltätig auf Handel und Wandel auswirken wird, so daß damit wohl nicht zuletzt auch unsere Wettbewerbsfähigkeit auf den Außenhandelsmärkte« eine Stärkung er­fährt, braucht ebensowenig eigens betont zu werden, wie die segensreiche Wirkung der dieser Tage er­folgten allgemeinen Zinssenkung. Wer vermöchte noch daran zu zweifeln, daß es schließlich auch ge­lingen muß und wird, den Lebensstand des Ar­beiters der Stirn ijnd der Faust auf jenen Grad zu heben, der dem Führer wie er oft genug schon aussprach, unerläßlich erscheint?

And wenn dem Bauer, dem Bürger, dem Arbei­ter im Dritten Reiche immer von dem Gesichts­punkte des Nutzens der Allgemeinheit, des Ge­meinnutzes aus gesehen Hilfe wurde, so nunmehr auch dem Handwerker, der mit Einfüh­rung des großen Befähigungsnachweises soeben von dem Schmutzwettbewerb armseligen Pfuscher- tums befreit, seine ganze Kraft wieder auf eine wertvolle und formschöne Arbeit einstellen und da­mit seinen Stand wieder zu jenem Ansehen und hoher Ehre bringen kann, wie es dem Führer im­mer und stets vorschwebte, der, wie wir zu wissen glauben, in Wagners Meistersingern nicht zufällig sein musikdramatisches Lieblingsstück gefunden hat.

Allen, allen Ständen und Berufen im Staate, gilt die aufopferungsvolle Fürsorge des Mannes, der heute vor zwei Jahren dem deutschen Volke die Pforten zum Dritten Reiche erschlossen hat. Un­ermüdlich ist er auch an dem Tage der für ihn und dem deutschen Volke ein hoher Ehrentag ist be­schäftigt um des Volkes Wohl. Wir sehen zu ihm auf in innigster Dankbarkeit zu jeder Stunde und besondersheutein stets sich erneuernder Be­wunderung seines gigantischen Kampfes gegen die Volks- und reichszerstörerischen Kräfte von ehedem und seines Sieges über Verlotterung, Fäulnis und Bankrott des alten Systems, an dessen Stelle er ein Regime sehte, das offensichtlich von Tag zu Tag mehr gesundes Gedeihen, Wachstum und Ansehen dem deutschen Volke bringt.

Denn auch außenpolitisch um das ein­mal volkstümlich auszudrücken hat es der Führer geschafft. In der staatsmännischen Erkenntnis, daß Frieden und Freiheit eines Volkes letzten Endes nur aufMacht beruhen können, daß Macht aber als Ausdruck des Willens eines Volkes nur von diesem getragen sein kann, entfachte er im deutschen Volke mit leidenschaftlichem Eifer un­unterbrochen den Willen zur Freiheit und Macht und erzog es zum Mute, jeweils das zu tun, was getan werden mußte, ungeachtet dessen, ob im Augenblicke schon der Erfolg sichtbar wurde oder nicht. And so zwang er dem Ausland wieder Achtung ab vor einem Volke, das von einem ein­heitlichen Willen durchpulst, glänzend geführt, ent­schlossen ist, sich nichts zu vergeben von seiner Ehre. And schon mehren sich die Stimmen an Themse und Seine, die von ihren Regierungen verlangen, sich endlich damit abzufinden, daß das von Adolf Hitler geführte deutsche Volk nichts aber auch gar nichts von seiner hundertprozentigen Souveränität preisgeben werde, ja, mehr noch, man beginnt schon im Ausland darüber nachzudenken, ob mit der Herauskunft des Dritten Reiches nicht auch eine neue Zeit für die ge­samte übrige Welt angebrochen sei.

So hat Adolf Hitler in den ersten zwei Jahren seiner Staatsführung ge­zeigt: zwei Jahre nationalsozialistisches Deutschland bedeuten zwei Jahre Aufwärtsentwicklung der deut­schen Nation. Diese Aufwärtsentwicklung weiter zu treiben bleibt er unablässig am Werke, seinem Volk und dem Ausland ein leuchtendes Beispiel nationalsozialistischer Tüchtigkeit und Größe: des deutschen Volkes gottbegnadeter Führer zu Freiheit, Recht und Ehre, der Führer dem Licht und der Sonne entgegen.

3ol>. 8. Dietrich.