Ausgabe 
(26.2.1935) Nr. 57
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das amtliche Organ -es Senats

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-er Freien Hansestadt vremen

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Nr. 57 / 3. Lahrgang

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Dienstag, 26. Februar

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Erst am Beginn der neuen Entwicklung"

Die große Rede des Führers und Reichskanzlers am sünszehnten Zahrestag der NSDAP.

München, 28. Februar.

Die Rede, die der Führer am Sonntag anläßlich des 18. Jahrestages der Gründung der Partei im Hofbräuhaussaal hielt, begann mit den Worten: Meine Parteigenossen und -genossinnen! Es ist schön, daß wir uns jährlich einmal treffen, die wir in der Zeit vor 18 Jahren das große Werk der deutschen Erneuerung begonnen haben. 18 Jahre eine sehr lange Zeit, wenn man sie vor sich sieht, eine kurze Spanne, wenn man auf sie zurück­blickt. Als ich am 24. Februar 182V zum ersten Male in diesem Saale sprach, war es eines, was mich hierhergeführt hatte, und was mir den Mut gab, vor diese Gemeinschaft zu treten: der Glaube an Deutschland, der Glaube an das deutsche Volk, an seine guten und nie vergäng­lichen Werte. Und das war damals notwendig, denn in keiner schlimmere» Zeit konnte die Gründung einer solchen Bewegung vorgenom­men werden als in jenen Tagen."

Der Führer rief in plastischer Sprache das dunkle Bild aus Deutschlands tiefster Erniedrigung in das Gedächtnis seiner alten Kameraden zu­rück, die Zeit, in der alles Gute vernichtet schien, in der das Erbärmliche triumphierte, in der man alles auflöste, was wertvoll für Deutschland war, was stark und edel war, die Zeit, in der Volk und Staat zerfielen und in der alles triumphierte, was wir vorher als Schädlinge an unserem Volke er­kannt und bezeichnet hatten.

Keiner glaubte damals an das, was er tat. Und trotzdem hatten wir in dieser traurigen Zeit den Glauben an Deutschland. Dieser

Glaube an Deutschland

war das einzige, was sich damals an diesen Platz gestellt hat. Es war aber der Glaube an das andere Deutschland, das damals nur schlief, das auflebte, und heute seine stolze Wiederauf- erstehung feiert, der Glaube an das Deutschland der einfachen Volksgenossen, der Glaube an die­ses innerlich so unerhört anständige Volk, das die Politiker gar nicht mehr sehen konnten, weil sie sich nur in ihrem eigenen Kreis bewegten, der mit dem Volke allerdings nichts mehr zu tun hatte. (Beifall.) Es war das Deutschland Millionen braver Musketiere und Grenadiere, der Millionen braver Frauen, die sich durch den Krieg gehungert, die alle gemeinsam 4)4 Jahre die Heimat tapfer und treu verteidigt hatten.

Es war vielleicht ein Glück, daß viele unter uns die Länge der Zeit gar nicht ahnten, welche notwendig war, um dieses Deutschland wieder zu erwecken. Es wäre vielleicht mancher schwach geworden. So hoffte er vom ersten Monat zum zweiten, vom ersten Jahr zum zweiten, dritten, vierten, fünften und mit diesem Hoffen und Glauben kam schließlich doch die Stunde, die wir damals ersehnt hatten. Und es mußte so sein. Das vergessen Sie nie!

Als ich damals zum ersten Male redete, war unser Programm die größte Kampfansage des Jahrhunderts gegen diese Zeit, gegen den Geist dieser Zeit. Es war ein unendlich schweres Be­ginnen! Wer waren wir denn? Lauter Namen­lose! Nicht ein Prominenter unter uns, kein Politiker, kein Parlamentarier (lebhafte Zu­stimmung). An uns klebte damals noch der Schmutz des Schützengrabens. Sie alle, die uns entgegentraten, warfen uns vor:Was wollt Ihr denn, Ihr seid ja gar nicht berufen.Berufen waren damals nur die, die Deutschland in das Unglück brachten.

Wii- hatten kein Kapital

fehlte weiter das Salböl der damaligen ker (Heiterkeit). Wir hatten kein Kapital. Bewegung, die von Menschen gegründet die keinen Namen haben, eine Partei, die idet wird ohne Kapital, erschien wie eine gesellschaft, bei der nichts einvezahlt wird. 1 jemand mußte sich doch daran heiligen, mit 1 und Kapital, und beides hat uns damals Fast keinen Pfennig haben wir besessen, lle Menschen, die wirklich Kapital hatten, ichen uns weit aus, sie legten:Hinweg ns. denn Ihr habt keinen Namen! Und >en Namen hatten, sagten: »Geht weg, denn ibt ja kein Kapital!" Und außerdem hatten ine Zeitung.

k war die Frage: Wie wollten wir über- bekannt werden? Ein unerhört schwerer luß, mit nichts, ohne Namen, mit einem amm, das sich gegen alle wandte, an lllichkeit zu treten. Es war ein gewaltiger f. die Bewegung dem Rutschen Volke übe zum Bewußtsein zu bringen. Sie haben un warfen die Rauheit unseres Toues.

uns vorgeworfen die Brutalität unsere- sses. Sie warfen uns vor die Ungesch a unseren Reden. Glaubt jemand, wir h je das Gehör der Oeffentlichkeit bekommen. >ar notwendig, daß wir so kämpften-

nur so konnten wir überhaupt den Weg zum Ohr der Nation finden. Weiter: Gegenüber allen in dieser Zeit in ganz Deutschland entstandenen ähnlichen Bewegungen vertrat ich die Auffassung: Nicht zusammenfassen, sondern durchsetzen! Man durfte sich damals keiner falschen Solidarität hin­geben, nicht sagen: Sie wollen ja das gleiche wie du! Nein, es muß ein Wille in Deutschland sein und alle anderen müssen überwunden werden. (Stürmische Zustimmung). Wir haben Liese Pa­role durchgeholten 18 Jahr« lang, und sie hat uns endlich zum größten endgültigen Erfolg geführt.

Damals erklärte man: Ihr seid eine Splitter­partei. Ja, wir waren damals ein Splitter. Ge­wiß, aber dieser Splitter war aus Stahl und zog wie ein Magnet da» Eisen aus der Nation an sich.

Was noch übrig blieb, das machte sowieso noch nie Geschichte (stürmischer Beifall). Und so sind wir denn alsSplitterpartei" zunächst von allen gemeinsam gehaßt worden. In wenigen Jahren standen wirimMittelpunktdesgemein- samen Angriffes aller Parteien. Ein Engländer sagte einmal: Wenn man ein Genie auf der Welt feststellen will, dann braucht man nur Obacht zu geben, ob sich die gesamte Minder­wertigkeit plötzlich gemeinsam verschwört. Denn dann ist ein Genie im Anzug. Und wenn man eine bedeutsame Bewegung erkennen will, dann braucht man nur Obacht zu geben, ob sich plötzlich dieses ganze sich untereinander befehdende Partei­zeugs einigt. Wenn sie sich plötzlich einigen, die sich doch programmähig bekämpfen müßten, dann

ist eine gemeinsame Gefahr im Anzug. Und das konnten wir schon kurze Zeit nach unserem Beginn feststellen.

Der Führer schilderte dann in lebendiger und sarkastischer Weise den Kampf all der Gewalten gegen die emporkommende nationalsozialistische Bewegung. Er sprach von der Lüge und dem Haß, von der Taktik des Totschweigens und den Pro­zessen vor den Gerichten des Novemberstaates, in denen Strafen für den Kampf gegen die Vater- landslosigkeit Ehrennarben für jeden National­sozialisten seien. Er stellte in plastischer Weise vor Augen, wie Dummheit und Bosheit gegen den Nationalsozialismus im Kampfe standen. Er schilderte die Zeit des blutigen Terrors und der Unterdrückung und die Feigheit des Bürgertums.

Voe rioei Arüeew

k. blü. Bremen, 26. Februar.

Die innenpolitische Entwicklung vor zwei Jahren, und zwar die Zeit zwischen der Machtergreifung durch den Nationalsozialis­mus am 30. Januar und dem Regierungssieg bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 ist so spannend und richtungweisend gewesen, daß es sich lohnt, in diesen Tagen die Erinnerung an jene vorbereitenden Ereignisse wachzu­rufen. Nachdem die Verhandlungen des Reichskanzlers mit dem Zentrum über die parlamentarische Unter­stützung der Regierung Adolf Hitler hatte zunächst lediglich die Vertagung des Reichs­tags auf ein Jahr gefordert endgültig ge­scheitert waren, löste der Reichspräsident am 1. Februar den arbeitsunfähigen Reichstag auf und setzte die Neuwahlen auf den 5. März fest. Damit war mit einem Schlage ein kla­res Kampfziel geschaffen. Die Reichsregierung wandte sich sofort mit einem programma­tischen, zündenden Aufruf an das deutsche Volk, in dem sie in bisher ungewohnter Sprache mit den Parteien des Marxismus abrechnete, zwei Vierjahrespläne zur Rettung des Bauern und Arbeiters ankündigte und sich für die Erhaltung und Festigung des Friedens einsetzte. Einen Tag später erklärte Adolf Hitler (jedermann wußte, was das be­deutete), daß er bei den Reichstagswahlen an der Spitze sämtlicher Liften der NSDAP. kandidieren werde.

Großes Aufsehen rufen am 4. Februar die Enthüllungen des nationalsozialistischen Ab­geordneten Kube über die preußische System­regierung Braun hervor, der nachgewiesen wird, daß sie 2 Millionen Mark aus dem Verbrecherfonds" für Wahlzwecke verwen­det hat. Vergebens versuchen die an den Pranger gestellten Volksschädlinge, die Wir­kung dieses Skandals abzuschwächen. Durch Verordnung des Reichspräsidenten erfolgt eine neue Exekution gegen Preu» ßen : Die Befugnisse des preußischen Staats­ministeriums werden auf den Reichs­kommissar v. Papen übertragen. Es wird damit der einzig mögliche Weg zur Be­seitigung des unnatürlichen Dualismus zwi­schen Reich und Preußen beschritten, wie hier überhaupt nur einkurzer Prozeß" zum Ziele führen konnte. Wenn sich später das Zentrum pathetischmit der Braun-Regie­rung solidarisch" erklärte, so konnte es sich damit nur noch dem Fluch der Lächerlichkeit ausliefern.

Die von marxistischer Seite inszenierten Terrorakte zwingen die Reichsregierung schon am 4. Februar zur Verkündung einer Verordnung zum Schutze des deutschen Volkes; mit ihr werden er­hebliche Beschränkungen des Versammlungs­und Presserechtes in Kraft gesetzt. Trotzdem kommt es später zu schweren Straßen- kämpfen in Eisleben, wo Kommunisten Mit­glieder der NSDAP. überfallen. Auch nach einer Rede des Zentrumsführers Brüning in Kaiserslautern führen heftige Zusammen­stöße zwischen Versammlungsteilnehmern und hetzenden Linksradikalen zu lebhaften Auseinandersetzungen in der Presse.

Wie zielbewußt und unerschütterlich vom Reichskanzler die Aufbauarbeit in Angriff genommen wurde, wie sich die kommende seelische Neugeburt des deutschen Volkes bereits vor dem Endsiege ankündigte, das geht aus zwei großen Wahlreden des Führers hervor, die er am 10. Februar und am 2. März im Berliner Sportpalast hielt. Niemals werde ich mich", so betonte Adolf Hitler,von der Aufgabe entfernen, den Maxrismus und seine Begleiterscheinungen aus Deutschland auszurotten." Die Kampf­ansage des Reichskanzlers an das parlamen­tarisch-demokratische System erfolgte in einer Schärfe und Rücksichtslosigkeit, daß an dem Erfolg der Wahlaktion nicht mehr zu zwei­feln war. Besonders eindringlich sprach der Führer von derStunde, in der die Millionen, die uns heute verfluchen, hinter uns stehen werden". Wie bald sollte, diese Gewißheit des Reichskanzlers und sein Wort: Man wird den Emporstieg des deutschen Volkes nicht mehr verhindern können" durch die politische Entwicklung, durch die Geburt des Dritten Reiches, Wirklichkeit werden!

Daß schon vor dem 5. März praktische Ar­beit im Sinne nationalsozialisti- scherGesetzgebung geleistet wurde, da­von zeugen folgende Tatsachen: am 10. Fe­bruar teilt Reichsarbeitsminister Seldte mit, daß die Reichsregierung 40 Millionen RM. für vorstädtische Kleinsiedlungen zur Ver­fügung gestellt habe; bald danach wird der Landwirtschaft mit der Erweiterung des Voll-

Wir haben unser Wort eingelöst"

Wir haben es gewagt, eigene Organisationen zu bilden, Organisationen der Partei, denen wir als Gebot mitgaben das Bibelwort:Auge um Auge, Zahn um Zahn." (Brausender Beifall). Der Führer glossierte treffend den Vorwurf derlln- verantwortlichkeit".Herr Hitler redet nur immer, Taten wollen wir sehen." Es war sehr schwer, Leuten Taten zu zeigen, die vor nichts mehr Angst hatten als vor der Tat (Beifall). Denn regieren durften wir ja nicht. So kam es damals, daß die Leute ohne Tatkraft regierten und die Leute mit Tatkraft leider reden mußten.

Allein alle Bitternis haben wir endlich über­wunden, reich an Narben bedeckt, und ich kann es nur immer wieder sagen: DurchdenSiegdes Glaubens und den Triumph des Wil­lens!

Der Sieg des Glaubens hat sich in diesen 15 Jahren ausgewirkt und wenn alles g'-g-n uns verschworen schien, dann blieb übrig unser unab­änderlicher und unzerstörbarer Wille. Und so haben wir denn, das glaube ich sagen zu können, unser Wort von damals eingelöst.

Als ich vor 18 Jahren zum-erstenmal hier sprach, habe ich ein Programm verkündet und erklärt, daß wir unbekannten Menschen dieses Programm durchführen wollten, ganz gleich, was sich uns ent­gegenstellen würde, daß wir diese Welt aus den Angeln heben würden, daß wir ein neues Deutsch­land begründen wollten. -

Wir haben damals eine Revolution ver­sprochen und, meine Parteigenossen und -genossinnen, eine Revolution ist über Deutschland gekommen, tief und gewaltig.

Nicht äußerlich haben wir das System über­wunden, sondern innerlich. All die Fermente der Volkszerstörung sind beseitigt! Der Marxis­mus genau so wie unser wurzelloses, nicht weni­ger internationales bürgerliches Parteiensystem. An ihre Stelle ist eine Gemeinschaft getreten, politisch die deutsche Volksgemeinschaft, wirschaft- lich die Front unserer arbeitenden Menschen.

Wir regieren erst zwei Jahre. Man soll sich ja nicht einbilden, daß unsere Tatkraft nun etwa jetzt im 23. Monat erschöpft ist. Im Gegenteil:

Wir stehen erst am Beginn der neuen Entwickelung. Was wir in den zwei Jah­ren schufen, ist erst die Ankündigung dessen, was einmal sein wird! (Brausender Bei­fall). Ich kann allen denen, die heute noch mit stillen Hoffnungen in Deutschland herumirren, nur eines sagen: Ich bin in meinem Leben so oft Prophet gewesen und Ihr habt mir nicht geglaubt, sondern mich verlacht und verspottet. Ich will aber Prophet sein und euch sagen: Ihr kehrt niemals mehr zurück! (Stürmischer Bei­fall). Das, was heute ist, wird nimmer vergehen und das, was war, wird niemals wieder sein! (Begeisterte Zustimmung).

Wir haben dem neuen Staat gründliche Fun­damente gelegt, wir haben kein äußerliches Ge­bäude aufgerichtet, wir haben eine tiefe Saat ge­sät. Es genügt nicht, eine Weltanschauung in einem Programm niederzulegen, das man als Patenschein dem neuen Staat mitgibt. Es ist nötig, diese Weltanschauung im Volke zu ver­ankern. Man mutz ein ganzes Volk in den we­sentlichen Fragen zu einer einheitlichen Meinung zusammenschweißen. Man kann das nicht dadurch, daß man eines Tages eine solche Meinung dik­tiert, sondern das Volk muß eine solche Meinung in sich erleben; man mutz die neue Idee den Menschen vermitteln, dem Volk solange zum Be­wußtsein bringen, bis schließlich das Volk selbst Träger und Künder der neuen Idee ist.

Der heutige Staat steht nicht, weil wir ihm Gesetze geben, sondern er steht, weil unsere Gesetze im Herzen d^r Nation das Bejahende finden. Das Volk ist der Träger und Garant des Staates. Wir haben Millionen und Millionen Menschen für die Grundideen dieses Staates erobert, haben sie hineingestellt in das Leben dieses Staates

immer in der Ueberzeugung, daß nicht Gesetze den Staat beschützen, sondern lebendiger Wille, Glaube, Zuversicht und der Mut eines Volkes. Das ist uns gelungen. Und daher kann ich nur sagen: Alle die Schwachköpfe, die mit einer Wie­derkehr des Vergangenen rechnen, müßten sich entschließen, denselben Weg zu gehen, den ich ging. Das heißt: Ein Namenloser müßte kommen und den gleichen Kampf beginnen, wie ich ihn begann, nur mit dem einen Unter­schied: Ich habe die Demokratie durch ihren

eigenen Wahnsinn besiegt! Uns aber kann kein Demokrat beseitigen. (Brausender, lang anhaltender Beifall.) Wir haben die Voraussetzungen vernichtet für den Wiederbeginn eines solchen Spieles für die nächsten Jahrhunderte. Wenn es mir möglich wurde, die Gegner zu beseitigen, als sie die ganze Macht hatten und wir gar nichts, dann will ich ihnen sagen: Heute haben wir die Macht und Ihr habt nichts! Ihr beseitigt uns wirklich nicht. (Jubelnde Zustimmung.)

Zu dem Zweck ist es nötig, die Bewegung als lebenden Motor des heutigen Staates dauernd intakt und frisch zu halten. Es gibt Leute, die glauben, die Kraft der Partei sei heute erschöpft. Sie wird in 300 Jahren noch nicht erschöpftsein. Die aktive Angriffssreudigkeit sei im Schwinden begriffen: sie werden sehen, daß sie sich erst in den kommenden Jahrzehnten voll entwickelt! Die Bewegung wird ihre große Mission erfüllen, wenn das ganze Volk sich zu unseren Idealen bekennt. Die Menschen müssen Aufgaben besitzen. Wenn ihnen keine mora­lischen Aufgaben gestellt werden, dann werden sie sich selbst Aufgaben suchen, nur mit dem einen Unterschied: Die einen Aufgaben sind groß, weil sie die Allgemeinheit erteilt, die anderen würden klein sein, weil sie der einzelne sich selbst stellte. Es würden die Zeiten des Materialismus und Mammonismus wiederkehren, wo der einzelne nur an sich selbst denkt. Wir haben dem gegen­über die Pflicht, den Gemeinschaftssinn stm Volke immer mehr zu erziehen.

Freiheit unseres Volkes

iann es eine gewaltigere Aufgabe geben, als r alles Trennende hinweg uns für diese Auf- en lebendig zu halten? Kann es etwas Grö- es geben, als eine Nation zu bilden, die jedem itschen eine Heimat wird? Und wenn viele m: Wir sind noch weit entfernt von der Ver- -klichung Gott sei Lob und Dank; wenn das chnell gehen würde, könnte es keine Dauer be- n. Wir alle leiden noch unter der Bergan» heit. Wir alle sind noch an sie gebunden, ein nach uns kommen junge Generationen.

- kennen die Vergangenheit nicht mehr. Es ,mt eine Jugend, die wächst in diese Gemein­st hinein und nicht aus einer anderen her- -. Und sie wird restlos erfüllen, was wir te nur prophetisch vor uns sehen.

Lir haben die große Aufgabe, den wahren ist der Volksgemeinschaft immer hr zu vertiefen und zu verstärken und den Per- lichkeitswert immer klarer herauszuarbeiten. Lir haben endlich ein herrliches Ziel der Ee- wart: Die Freiheit unseres Volkes, r selbst müssen sie erringen. Wie oft sagte ich ren auch in diesem Saal: Wir dürfen nicht rten mit der Wiederherstellung dieser deutschen >iheit auf die, die nach uns kommen. Wie oft nte ich damals hören:Wir können das nicht hr erleben, unsere Kinder werden es tun." in, wir selbst müssen es tun.

Dir müssen Deutschland wieder befreien! Das unsere Aufgabe, unsere Generation hat ver- t, sie hat das wieder gutzumachen. Die Jugend

wächst ohnehin nicht anders auf als im Geiste der Freiheit.

Ich glaube, wir haben auch hier Großes er­stritten. Vor uns wächst empor der eiserne Garant der deutschen Gleichberechtigung und der Garant der deutschen Selbstbehauptung auf dieser Welt (Jubelnder Beifall). Und damit erwächst wieder für uns und auch die andere Welt die deutsche Ehre.

Ich möchte auch an diesem Tage nur wieder­holen, was ich vor 18 Jahren hier zum erstenmal gepredigt habe. Wir wollen nur ein Ja und ein Nein kennen. Für den Frieden jederzeit mit Ja, für die Aberkennung der deutschen Ehre stets mit Nein! (Minuten!, stürm. Beif.) Und das muß die Welt wissen: Unser Ja bleibt Ja und unser Nein bleibt Nein! Wir sind keine Wankelmütigen. Wenn wir 13 Jahre unter den schwersten Verhältnissen unserem Programm treu geblieben sind, dann werden wir es auch in den kommenden Jahren nicht verlassen. Wir sind gewillt zu jeder Zusammenarbeit, soweit sie sich mit der Ehre einer freien und unabhängigen Nation verträgt. Wir sind entschlossen, uns restlos auf eigene Füße zu stellen, wenn die Welt von uns Unwürdiges fordert. Als mrehrenhaft empfin­den wir jeden Versuch, unser Recht anders zu bemessen als die Rechte anderer Völker! (Leb­hafter Beifall.)

Auch die andere Welt wird umlernen müssen. Sie wird die 14 Jahre deutscher Geschichte vor

uns aus ihrem Gedächtnis nehmen und an Stelle dessen einsetzen müssen die Erinnerung an eine tausendjährige Geschichte vor dem und sie wird dann wissen, daß dieses Volk wohl 14 Jahre ehrlos war durch eine ehrlose Führung, aber tausend Jahre vor dem stark und tapfer und ehrlich ge­wesen ist. Und sie kann überzeugt sein, daß das Deutschland, das heute lebt, identisch ist mit dem ewigen Deutschland.

Der schmachvolle Jnterimszustand ist vorbei! Die Nation ist einig in dem Streben nach Frie­den und entschlossen in der Verteidigung der deutschen Freiheit (lebhafter Beifall). Wir wollen nichts anderes als anständig unter anderen Völ­kern leben. Wir wollen keines Volkes Freiheit bedrohen. Wir sagen aber jedem, daß, wer dem deutschen Volk die Freiheit nehmen will, dies mit Gewalt tun muß, und daß gegen Gewalt wir uns Mann für Mann zur Wehr setzen werden!

Niemals werde ich oder wird eine Regierung nach mir, die aus dem Geist unserer Bewegung stammt, die Unterschrift der Nation setzen unter ein Dokument, das den freiwilligen Verzicht auf die Ehre und Gleichberechtigung Deutschlands be­deutet. Demgegenüber kann die Welt aber auch überzeugt sein, daß, wenn wir etwas unterschrei­ben, wir es dann auch halten. Was wir glauben aus Prinzipien der Ehre oder des Vermögens nicht halten zu können, werden wir nie unterzeich­nen. Was wir einmal unterzeichnet haben, wer­den wir blind und treu erfüllen.

(Fortsetzung auf Seite 2)