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Nr. 33 / 3 . Jahrgang
Sonntag, 24 . Februar
Einzelpreis 13 Rps.
fünfzehn Lahve LlGDÄP.
Gedenkakt für Horst Messet
Die feierliche Kranzniederlegung am Mahnmal in München
Aufruf
zur Beslaggung am 1. März
Berlin, 23. Februar.
Der Tag der Heimkehr der Saardeutschen in ihr Vaterland soll nach dem Willen des Führers einer der erhabensten Feiertage des Fahres sein; er wird oom ganzen deutschen Volk festlich begangen werden.
Das deutsche Volk wird in dem Augenblick. in dem die Kirchenglocken und die Sirenen der Fabriken und Schisse im ganzen Reich und im Saargebiet die erfolgte Rückgabe der Saar an Deutschland verkünden, die Häuser beflaggen.
Unsere Brüder und Schwestern an der Saar hielten trotz Drangsal und Not ihrem Volke die Treue. Deutsches Volk, bekenne du dich zu ihnen und nimm sie in deine Gemeinschaft aus.
Der Reichsminister für Bolksausklärung und Propaganda Dr. Goebbels.
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Auch die Gebäude des Reiches, der Länder, der Gemeinden» der Körperschaften des öffentlichen Rechtes und der össentlichen Schulen staggen am 1. März. Diese Anordnung wird hiermit amtlich mit dem Hinzufügen bekanntgegeben, bah eine schriftliche Benachrichtigung der Behörden nicht erfolgt.
Liebesgabe des Sachgebietes
durch die Mitglieder des Dreier-Ausschusses Genf, 23. Februar
„Der ausübende Ratspräsident des Völkerbundsausschusses Dr. T. R. A ras hat dem Vorsitzenden des Saarausschusses, Baron Aloisi, die Bitte übermittelt, daß die drei Mitglieder des Ausschusses sich zur Uebergabe des Saargebiets an Deutschland am 1. März nach Saarbrücken begeben mögen.
Kommt der Stein ins Rollen?
Fühlungnahme seitens England in Berlin Berlin, 23. Februar. Auf Grund der deutschen Stellungnahme vom 1ö. Febrnar z« dem Londoner Kommunique hat gestern die erste Fühlungnahme englischerseits in Berlin stattgefunden, indem der englische Botschafter Sir Eric Phipps den Reichsminister des Auswärtigen Freiherr» von Renrath am Nachmittage zu einer Aussprache aufgesucht hat.
München, 23. Februar.
Wieder sind die Augen des deutschen Volkes auf die Haupstadt der Bewegung gerichtet, wo Adolf Hitler am 24. Februar 1920 mit dem ersten Ruf an die Massen, mit der Verkündigung der 25 Thesen des nationalsozialistischen Gedankengutes, den geschichtlichen Anstoß zu der Bewegung in der Nation gegeben hat.
Den Auftakt der großen Gedenkfeier in München biLete am Sonnabend ein weihevoller Gedenk- akt zu Ehren Horst Wessels. Kurz vor 4 Uhr nachmittags marschierten die Abordnungen der Parteigliederungen auf: unter Vorantritt der
Heute jährt sich zum 15. Male der Tag, an dem Adolf Hitler in der ersten großen Versammlung der Partei, im Münchener Hofbräuhausfestsaal, unter dem begeisterten Jubel der 2000 Volksgenossen, die dem Rufe der unbekannten „Deutschen Arbeiterpartei" gefolgt waren, die 25 Punkte des Programms der NSDAP. bekanntgab und erläuterte. Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz hat im Folgenden die Umrisse der Parteigeschichte von 1920—1923 in kurzen Zügen gezeichnet. Die wenigen Zeilen können kein Bild, sondern nur Beispiele und Zusammenhänge zeigen, aber diese genügen zu dem Eindruck des gigantischen Werkes, das Adolf Hitler in jenen Jahren schon schuf.
Die Geschichte der NSDAP. ist eine Geschichte der von ihr getragenen nationalsozialistischen Idee. Sie ist damit eine Geschichte des Mannes, der diese Idee, die schlechthin im deutschen Menschen lebt, erstmals in klaren Linien verstanden und formuliert hat, der den Kampf dieser Idee begann, der diesen Kampf organisierte und der diese Organisation schließlich zum Siege in Deutschland führte: Die Geschichte der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei ist die Geschichte Adolf Hitlers.
Und deshalb beginnt sie nicht etwa erst an dem Tage, an dem zum ersten Male fünf Männer sich zusammenfanden, um eine Deutsche Arbeiterpartei zu gründen, oder dreihzehn Monate später, am 24. Februar 1920, an dem Hofbräuhaus-Fest- saal zu München diese Partei aus dem Munde Adolf Hitlers ihr Programm vor 2000 deutschen Menschen verkündete.
Musikkapelle ein Sturm der SA., eine Hundertschaft der HJ., eine Abteilung Arbeitsdienst, ein Sturm SS. Nachdem die Formationen, ihre Fahnen in der Mitte, Frontstellung zum Mahnmal, eingenommen hatten, intonierte die Kapelle Schuberts „Du bist die Ruh'". Dann vollzog stellvertretender Gauleiter Nippold unter Trommelwirbel die äußere Ehrung des jungen Kämpfers an seinem Todestage. Er legte einen mächtigen Lor- Leerkranz nieder, dessen Schleifen die Inschrift tragen: „Die Fahne hoch! 23. Februar 1930 — 23. Februar 1935. Traditionsgau München-Ober- bayern der NSDAP."
Die Geschichte der NSDAP. beginnt in jenen Tagen, als der junge Adolf Hitler, wie er später in seinem Kampf schilderte, auf der Schulbank der Linzer Realschule saß und durch seinen Lehrer Dr. Leopold Pötfch die deutsche Geschichte kennen und verstehen und damit politisch denken lernte. Und die Geschichte der nationalsozialistischen Idee verzeichnet weiter die Jahre, in denen Adolf Hitler in Wien als Arbeiter unter Arbeitern die soziale Frage mit offenen Augen sah, als er die Rafsenfrage und damit den Marxismus erkannte.
Der große Krieg gehört ebenso zur Geschichte des Nationalsozialismus. Denn sein Erlebnis und sein schmachvolles Ende ließ aus den Gedanken, die in diesem einsamen Mann Adolf Hitler gereift waren, die prägnante Idee erwachsen, die Idee, die die Kraft und die Wahrhaftigkeit in sich trug, um das gedemütigte, zerrissene, ausgebeutete und seinen inneren Feinden preisgegebene Deutschland zu entzünden und emporzureißen.
Mit Recht begeht die NSDAP. stets feierlich die Wiederkehr des 24. Februar 1920, und nicht den Tag, an dem — damals noch ohne Adolf Hitler — im Jahre 1919 die sogenannte „Deutsche Arbeiterpartei" gegründet wurde. Wäre Adolf Hitler nicht zu dieser kleinen Gemeinschaft gekommen, dann wäre sie ebenso spurlos wieder verschwunden wie tausend ähnliche Gründungen. Und wäre Adolf Hitler nicht auf sie gestoßen, in der Zeit, als er den festen Plan, als Politiker in das deutsche Schicksal einzugreifen, als unumstößlichen Entschluß gefaßt hätte, dann hätte er viel
rascher Fahrt landeinwärts, vorbei an frühlings- griinen, gepflegten Feldern unter weißen Schleiern duftender Mandelblüten. Ueberall sieht man die malerischen Brunnen aus der Maurenzeit, die „Norias"; da und dort träumt ein stilles, weißes, arabisches Haus zwischen Kakteen und Palmen in der Sonn«. Hoch türmt sich eine steile, dunkle Eebirgswand vor uns auf.
Die Luft wird kühler; auf phantastischen Serpentinen fahren wir in eine Hochgebirge- landschaft hinein. Rieselnde Eebirgsbäche, silberne Olivenhänge — Palmen, Orangen und Zitronen gegen schimmernde Schneegipfel — und immer wieder, bald tief unten, bald nah, zwischen roten Felsen die jubelnden Schaumarme der Brandung und der donnernde Rhythmus des unvorstellbaren blauen Meeres, das seit Ewigkeiten geheimnis-
Äus dem Anhalt
der heutigen Ausgabe unserer Zeitung
Ebenbürtigkeit — Gleichberechtigung?
(Ein Beitrag zur neuen Mädelbildung) Der große Fisch (Otto Boris)
Das wundersame Kap Horn (Als Bach- mann)
Leibesübungen im Dienst des Volkes Sensation im Trabersport Bremens jüngste Sportanlage wirbt Wo kommt das Märzabzeichen her? Volksgemeinschaft keine leere Redensart
„Deutschland, Deutschland über alles" — so erfaßt es die vielen Hunderte, die mit den Abordnungen sich an der Feldherrnhalle zusammengeschart hatten, und dann klingt mächtig von neuer Kraft kündend das Lied, das unter dem Namen Horst Wessels zur Nationalhymne geworden ist, durch die Straßen der Hauptstadt der Bewegung. Die Ehrenabordnungen rücken mit dem Vaden- weiler-Marsch ab. (Die Berichte über die Feiern am Grabe Horst Wessels und die Rundfunk-Ansprache des Stabschefs Lutze finden unsere Leser im Innern des Blattes.)
leicht eine andere Organisationsform der ersten Monate gefunden, ein 24. Februar, ein großes, entschlossenes Hinaustreten in die Oeffentlichkeit, eine erste offene Proklamation seiner Idee aber wäre ebenso gekommen.
Von diesem Tage an führte Adolf Hitler den Kampf um den nationalsozialistischen Staat, um den Sieg der Idee, deren Notwendigkeit er selbst erlebt hatte. Der Gegner war nach außen der Weimarer Staat mit seinen Parteien, in der letzten Entscheidung aber der jüdische Marxismus und die ihm verwandte Welt der Volkszersetzung im Liberalismus.
Adolf Hitler führte diesen Kampf überlegt in ven Mitteln, unverrückbau im Ziel. Die innenpolitische Entwicklung in Deutschland hat diesen Kampf um das neue Reich in zwei Teile fallen lassen: in die Zeit des offenen innenpolitischen Kampfes 1920—1923, und in der Zeit der nach außen anfangs ruhigen, aber im inneren mit unverminderten Spannungen geladenen innendeut- schen Entwicklungsjahre nach 1925.
Die Jahre 1919 bis 1923 haben in der innerdeutschen Entwicklung Putsche, Aufstände, Lostrennungsversuche gebracht. Ein dauerndes Spiel und Zwischenspiel von Kräften war am Werk. Der gewaltige jüdische Ausbeutungsfeldzug, die Inflation, hat alles überschattet. Es war eine Zeit der innenpolitischen Wirren und der dauernden offenen Demütigungen des deutschen Volkes.
(Fortsetzung im Innern des Blattes.)
volle, dunkle Höhlen in die Steine gräbt — das sind die Eindrücke dieser Fahrt.
Langsam neigt sich die Sonne; in einem Glut- rausch versinkt sie im Meer. Aus dämmernder Tiefe steigt Palma herauf; in unvergleichlichem Schwung schmiegt es sich in die weite Bucht. Kühle, klare Sterne beginnen ihre Bahn; die Leuchtfeuer huschen liebkosend über die Insel, und durch die schmalen Seitengassen eilen ein paar Laternenanzünder, um mit ihrem Flämmchen ein Lichtermeer hervorzuzaubern.
Auf dem taghell erleuchteten Vorne ist ein pulsierendes Leben; sorglose junge Menschen gehen, zärtlich oder gewichtig plappernd, auf und ab; kleine Spanierinnen mit nachttiefen Augen und grellroten Lippen, den zarten, schwarzen Spitzenschleier auf glänzendem Haar, wandeln graziös und gelassen unter dem Kreuzfeuer
Ewiges Deutschland
* Bremen, 24. Februar.
Deutschland hat allen Anlaß, die 15. Wiederkehr des Jahrestages der Verkündung des nationalsozialistischen Programms durch den Führer mit besonderer Freude und in tiefer Dankbarkeit zu begehen. Mit befände- rerFreude, weil der Tag durch des Führers erstes Auftreten vor einer Massenversammlung den Beginn des deutschen Aufbruchs schlechtweg einleitete; in tiefer Dankbarkeit gegen den Führer und ein wohlmeinendes Schicksal, weil wir, rückblickend auf die Zeit des Kampfes und des Sieges, heute mehr denn seither erkennen können, wie grauenhaft es mit Deutschland stände, wenn Adolf Hitler nicht jenes Feuer entfacht hätte, von dem er sagte, daß aus seiner Glut das deutsche Siegesschwert erstehen konnte, das Deutschland die Freiheit und dem deutschen Volke erst wieder Lebensmöglichkeiten gab.
„Ein Feuer war entzündet!" — so schreibt der Führer über den schicksalhaften 24. Februar 1920 in „Mein Kampf". Und wie stets, wenn es galt, das richtige Wort zu prägen, hat er auch zu diesem Vorgang das blutvolle Wort gefunden, das voll lebendiger Plastik der unermeßlichen Bedeutung jenes Tages gerecht wird. Ja, es war ein Feuer entzündet, als die anfangs widerstrebenden und zu härtester Opposition entschlossen gewesenen Massen, erfaßt von dem tiefen Glauben Adolf Hitlers an Deutschland, begeistert und hingerissen durch des Führers Beredsamkeit, bewegt von der Einzigartigkeit des verkündeten Programms, aus dem Hosbräu- Haus-Saale strömten und die Kunde weiter im Volke verbreiteten, daß in Deutschland, in München, ein Mann lebe, ein Mann aus dem Volke, ein Gefreiter des Weltkrieges, der nicht nur den unerschütterlichen GIau - ben an ein neuerstehendes Deutschland, sondern auch den unbändigen Willen habe, dieses neue Deutschland selbst herauszuführen. Die aus dem Hofbräuhaus-Saale kommenden Massen trugen diese Kunde froh und beseligt im Herzen, weil sie sich nun sagen durften, daß sie nicht, wie sie bisher meinten, einem sterbenden Volke angehörten, daß Deutschland trotz alledem, was bei und seit der November-Revolte geschehen war, noch lange nicht als dauernd scheujalig und verloren vor den Augen der Welt und im Reigen der Nation dastehen müsse. Und es vernahm gar bald mit Staunen ganz Deutschland und schließlich die übrige Welt von dem Manne, dessen stählerner Wille und dessen unbegrenzte Tatkraft immer mehr und gerade die Besten aus dem deutschen Volke um sich scharte, und war gezwungen, sich mit ihm und seinem in 25 Punkten zusammengefaßten Programm zu beschäftigen. Wer dies aber einmal als Deutscher tat, unvoreingenommen, gerecht und guten Willens, der war
bewundernder Blicke umher. In und vor den hellen Eafss sitzen zwischen schreienden Zeitungsverkäufern temperamentvoll sprechende Männer, und aus mancher Fonda klingen die monotonen, heißen, wilden, afrikanisch anmutenden „Flamen» cas", die sie hier, außer den schönen Tangos, zur Gitarre singen.
Etwas berauscht von dem schwirrenden Herzschlag dieser lebensvollen Stadt besteigt man das letzte Boot, das einen wieder zum Schiff, zu seinem Stückchen behütender Heimat, zurückbringt.
Vorne am Bug flimmern und blitzen grünblaue Funken, kühl streicht der Meerwind über die heißen Wangen; Palma mit seinen schwarzen Bergen und seiner kleinen, flehenden, steinernen Madonna versinkt wie ein Traum, und wie ein lichterglänzender Feenpalast gleitet unser Schiff aus der mondbeglänzten, silbernen Bucht hinaus in die unendliche Weite des Horizonts.
Sigrid Pejchken
Lsndsusflug auf die „Goldene Ansei"
sonniger Februarmorgen. Wie glänzende spannt sich ein leuchtend blauer Himmel ;r weiten Bucht von Palma und spiegelt >em ruPgen Wasser, durch das unser kleines s Schiff seine weißglitzernde Linie zieht, t an Deck, um die Einfahrt zu sehen. Näher her tauchen aus blauem Dunst die hellen, rgenlicht schimmernden Häuser auf, deut- Haut da und dort aus Nebelschleiern «in decktes Haupt der noch nachtblauen Berge Am Kastell Belver, das linkerhand r Pinien von einem Hügel heruntergrützt, unser Dampfer vorbei; gegenüber von den gepflegten Hotels des Vorortes Terreno fein« Ankerketten in den Grund; dann hell und freundlich in der blEn Bucht, i« Boote flitzen zwischen Schiff und lgsplatz hin urck her. Im Hafen wiegen smaragdenem Wasser die weißen, blanken madampfer und die vielen klernen, woh - :ten Fischerboote mit einem Wald von . Um die Mole schweben Kutter mit ihren bunten, braunen und roten . Am Kai sind zwischen dunklen Netzen Verkaufsstellen; verwegene braune en gestikulieren zwischen Bergen von iden Orangen. Ueber Farben und Mas - steht in Ruhe und Größe — auf einer :baren, breiten Promenade der ehemaligen zswälle — die Beherrscherin Palmas üie aale, eine der schönsten sruhgvtischen l der Welt. Um ihre breiten Treppen -ii sich die blauen Arme des Mittelmeeres, den zwischen kühnen, genialen und zarren en aus Stein steht eine kleine, sternem« lua, die mit einer unendlich rührenden,
beschützenden und zugleich flehenden Gebärde die Arme ausbreitet. Durch die hohen, bunten Glasfenster malt die Sonne Lichtwunder auf die ernsten, in mystisches Dunkel strebenden Pfeiler und läßt das Gold der Altäre aufblitzen.
Höher und höher steigt die Sonne. Palma scheint nur noch ein grelles Weiß von Stein und Staub zu sein; auch die wenigen grau-grünen Palmen sind keine Wohltat für das Aug« mehr. Von der lärmenden, von Elektrischen, Autos, Maultierwagen wimmelnden, breiten Hauptallee, dem Vorne, ziehen wir uns in eine kühle, fülle Fonda zurück, wo wir mit etwas gemischten Gefühlen einige in Olivenöl gebacken« „Meer- wunder" verzehren, die uns als besonder« spanische Delikatesse vorgesetzt werden.
Später, als wir durch die kleinen, verträumten Seitengassen gehen, begreife ich wieder, warum Palma von so Vielen so sehr geliebt wird. Da sieht man das Antlitz Mallorcas, wenn man in die alten, blitzsauberen Höfe und Hallen blickt mit ihren wunderbar ruhigen Bogen und Linien. Die Fußböden der Hallen sind aus bunten Kacheln oder hellen Steinfliesen, glänzend wie Parkett, manchmal mit bunten Matten belegt, und große, schöne Vasen mit Blumen stehen darauf. Land- geschnitzte Truhen. Wanduhren, Tische und Stühle heben sich dunkel von den hellen, mit bunten mallorquiner Tellern geschmückten Steimvänden ab, und durch helle Glastüren sieht man in kleine, verwunschene Märchengärten, in denen still die Mimosen und Rosen blühen, oder auf das weite, blaue Meer.
Die Stunden fliegen, und wir wollen an diesem Tage noch viel sehen von der „Goldenen Insel". Durch glühenden Mittagssonnenschein geht es in
Ein Stück Papier
Äus dem Anhalt
der heutigen Ausgabe unserer Zeitung
Ebenbürtigkeit — Gleichberechtigung?
(Ein Beitrag zur neuen Mädelbildung) Der große Fisch (Otto Boris)
Das wundersame Kap Horn (Als Bach- mann)
Leibesübungen im Dienst des Volkes Sensation im Trabersport Bremens jüngste Sportanlage wirbt Wo kommt das Märzabzeichen her? Volksgemeinschaft keine leere Redensart
Sie waren seit fünf Jahren verheiratet. Beide hatten Arbeit. Am Abend dieses bemerkenswerten Tages trafen sie sich in einem kleinen Kaffee, nach Arbeitsschluß. Durch die Spiegelscheibe sah man eine Straße der großen Stadt. Die Stadt dröhnte, ratterte und summte, die ersten Lichter gingen an. Sie hatte ihr Handtäschchen aus den Tisch gelegt, und weil sie dies tat, kam es zu dieser Geschichte. Denn an diesem Tag hatte er vergessen, ein Taschentuch einzustellen. Er wandte deshalb den Kopf von der Zeitung und sagte:
„Edith, leih mir doch dein Taschentuch."
Sie knabberte zerstreut an einem Hörncheu und wies mit den Augen flüchtig in die Richtung der Handtasche:
„Bitte, Kml, nimm es dir doch."
Er nahm die Handtasche auf, griff hinein, suchte eine Weile nach dem Taschentuch und zog es hervor. Dabei siel dieser Zettel heraus. Er griff nach dem Zettel, ohne sich dabei etwas Besonderes zu denken, vielleicht hatte er gar nicht die Absicht, ihn zu entfalten und wollte ihn nur in die Tasche zurücktun Aber in diesem Moment sprang sie mit jähem Ruck von ihrem Platz auf, lief um den Tisch herum und rief voller Aufregung:
„Schnell, gib mir den Zettel!"
Er sah erstaunt auf:
„Weshalb?" fragte er, während sich seine Hand mechanisch um den Zettel schloß.
„Gib mir den Zettel!" rief sie etwas leiser, denn pin paar Gäste waren aufmerkjam geworden,
Wie -er Kampf ums Reich begann
Die Arbett der Kartei in den Jahren 1920 bis 1923