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Nr. 48 / 3 . Jahrgang
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Sprechzeit: Verlagwerktäglichvon 12—ItzUhr; Schriftleitung Dienstag bis Freitag von 12-/-—13'/- Uhr.
Sonntag, 17. Februar
Einzelpreis is Rpf.
Unser Reichsstalthalter spricht vor den Gauleitern
Rovers vorbildliche Verwaltungsresorm
Göring bittet den Gauleiter, die Verwaltung des Regierungsbezirks Aurich zu reorganisieren
Aufruf
des HA.-Gebietöfllhrers
Oldenburg, 16. Februar.
Dd° Gebietsführung der Hitler-Jugend des Ee- Metes 7 (Nordsee) erläßt folgenden Aufruf:
HJ.-FÜhrer im Gebiet Nordsee!
Unsere Kameraden in den Berufen treten im näaMn Monat zu friedlichem Wettkampf um die beste Arbeitsleistung an. Wie uns vergangene harte Jahre die Bitterkeit und das Leid der Arbeitslosen erleben ließen, so erfaßt uns heute hohes Glück und tiefste Befriedigung, wieder zu schaffen und zu werken im aufstrebenden Volk. Dankbarkeit, Freude an der Arbeit, Stolz auf die Leistung find die Triebkräfte, die uns junge Kameraden um die vollendetste Leistung zusammenführen.
Wir HJ.-Führer haben die schöne Aufgabe und hohe Pflicht, unseren schaffenden Kameraden die ehrliche Berufsarbeit als größtes Lebensglück und stärksten Ausdruck tiefer Volksverbundenheit vor Augen zu halten und vorzuleben. Daher haben alle Einheitsführer im Gebiet Nordsee die Sozial- referenten der H2. bei den Vorbereitungen für den Reichsberufswettkampf in jeder Beziehung zu unterstützen.
Heil Hitler!
i. V. gez. Eismann, Oberbannführer.
Gaarausschuß-Arbeiten beendet
Rom, 16. Februar.
Der Dreier-Ausschuß des Bölkerbundsrates für die Regelung der Saarfrage hat in den letzten Tagen in engster Fühlung mit der deutschen und der französischen Abordnung die Ausarbeitung des Schlutzberichtes vorgenommen. Wenn keine unerwarteten Verzögerungen eintreten, wird er Mstutg der nächsten Woche in Neapel von den Botschaftern Deutschlands und Frankreichs unterzeichnet werde«. Es blieb noch eine technische Frage offen, die die Ausbeutung der Gruben des Warndt betrifft. Sie konnte wegen ihrer Ver- zwicktheit noch nicht bereinigt werden und soll auf schiedsrichterlichem Wege, dessen Einzelheiten noch z» vereinbaren sind, jedoch außerhalb des Völkerbundes, geregelt werden.
Luftkapttän Flemmtng gestorben
Friedrichshafen, 18. Februar.
Der bekannte Zeppelin-Kapitän Hans Kurt Flemming ist am Freitagabend, 16.36 Uhr, nachdem er sich im Krankenhaus in Weingarten einer Bauchoperation hatte unterziehen müssen, im Alter von 18 Jahren gestorben.
Sturm über England
London, 16. Februar.
Ein ungeheurer Sturm fegte am Sonnabend über große Teile Englands und richtete beträchtlichen Schaden an. Mehrere Schiffe konnten infolge des Unwetters nicht ausführen. Der Dienst auf der Luftlinie London—Brüssel—Köln wurde eingestellt. In vielen Teilen des Landes wurden Bäume entwurzelt und Telegraphendrähte zerstört. Auch in London selbst richtete der Sturm Sachschaden an. Mehrere Flüsse find über ihre Ufer getreten.
Berlin, 16. Februar.
2m Preußenhaus in Berlin fand am Freitag in Anwesenheit des Stellvertreters des Führers Rudolf Heß und der Reichsleiter unter dem Vorsitz des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley eine große gemeinsame Tagung der Gauleiter und der Hauptamtsleiter der Reichsleitung der NSDAP. statt. Während der Mittagsstunden waren die Reichsleiter und Gauleiter Gäste des Führers in der Reichskanzlei.
Staatssekretär Milch vom Reichsluftfahrtministerium gab einen geschichtlichen Ueberblick über die Entwicklung der Luftfahrt und über die Aufgaben und Tätigkeitsgebiete ves Reichsluftfahrtministeriums. Anschließend berichtete der Eeneralinspekteur für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, Hauptamtsleiter im Stäbe des Stellvertreters des Führers über die Fragen der Technik und ihrer Organisationen, über die Fragen des deutschen Straßenbauwesens. Er konnte dabei wichtige Mitteilungen über den gegenwärtigen Stand der Reichsautobahnen, der Straßen Adolf Hitlers, machen:
Insgesamt 1266 Kilometer Strecke sind heute, zwei Jahre nachdem der Führer die Idee des
Newyork, 16. Februar.
Staatssekretär Hüll hielt vor dem kanadischen Club in Newyork eine politische Ansprache, der aus mehreren Gründen große Bedeutung zukommt. Es ist die erste grundlegende Erklärung über die amerikanische Außenpolitik seit längerer Zeit, insbesondere seit der Kündigung des Washingtoner Flottenpaktes durch Japan. Hüll wählte mit Vorbedacht die kanadische' Vereinigung, um seine und seines Chefs Außenpolitik zu kennzeichnen. Er teilte zum ersten Male die gegenwärtige amerikanische Außenpolitik in vier deutlich getrennte Tendenzen ein, deren jeder gegenüber er eine verschiedene Haltung einnimmt. An erster Stelle steht für ihn Kanada und gleichzeitig das ganze britische Reich, dem er gleich zu Beginn seiner Rede herzliche Grüße übermittelte. Er sprach von gemeinsamer Erbschaft und tiefer Hingabe an die Ideale, Frieden, Gerechtigkeit und Fairneß. Die zweite Gruppe ist für ihn Latein amerika, dem er nochmals die Gefühle des guten Nachbarn aussprach und freundschaftliche Zusammenarbeit zum gemeinsamen Nutzen zusicherte.
Die dritte Gruppe ist Europa, worunter Hüll den europäischen Kontinent versteht. Er teilte mit,
großen Werkes in die Tat umzusetzen begann, bereits im Bau. Bon diesen 1266 Kilometern Bau- strecke werden noch in diesem Jahre folgende Strecken dem Verkehr übergeben werden können: Im Frühjahr die Strecken Frankfurt a. M. — Darmstadt, München — Holzkirchen. Im Sommer und Herbst voraussichtlich die Strecken Holzkirchen — Rosenheim, Darmstadt — Mannheim — Heidelberg, Köln — Düsseldorf, Braunschweig — Hannover, Harburg — Bremen, Berlin — Joachimstal und Teilstrecken in Ostpreußen, bei Breslau und Dresden.
Insgesamt werden bis Ende dieses Jahres etwa -100 bis 86V Kilometer Streck« dem Verkehr freigegeben sein. Neben den 120V Kilometern in Bau befindlichen Strecken sind bereits 1500 Kilometer zum Bau freigegeben und SOOO Kilometer projektiert. Am ganzen Werk sind 200 000 Arbeiter beschäftigt, ihre Zahl soll in diesem Jahre noch auf 220 000 erhöht werden. Der Stellvertreter des Führers dankte Dr. Todt für die zielbewußte und energische Durchführung des Werkes, „des Lieblingsplanes des Führers."
Die Tagung befaßte sich sodann mit der Frage der Reichs- und insbesondere der Verwal-
daß aus der Entfernung das Gewirr der vielfältigen Grenzen auf der europäischen Karte verschwimme und Europa sich als ein Ganzes darstelle, mit dem Amerika Beziehungen grundsätzlicher Art verfolge. Es halte sich von den politischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen den europäischen Ländern fern, aber es nehme tiefen Anteil an dem Frieden und der Stabilität innerhalb Europas und daher beteilige es sich an den vereinten Bemühungen, diese Ziele zu erreichen oder zu sichern. Vor allem das Wettrüsten müsse ausgeschaltet werden, und diese Ausschaltung sei die wesentliche Vorbedingung für Amerikas Mitarbeit.
Als letzte Gruppe bezeichnete Hüll den Fernen Osten, der Amerika rein geographisch fernzustehen scheine, ihm aber durch die amerikanischen Besitzungen im Stillen Ozean und durch die geschichtlich« Entwicklung sehr nahegerückt sei. Die Tradition der amerikanischen Fernostpolitik sei die offene Tür, und diese sowie die anderen Punkte der amerikanischen Einstellung gegenüber Ostasien seien in dem großen Vertragswerk niedergelegt, das 1922 in Washington von den Mächten unterzeichnet worden sei. Das Ziel dieser Verträge fei die Erhaltung von Frieden und Sta-
Eesetzen des Lebens gehorcht und mit dem Rhythmus allen Geschehens verbunden ist und nicht der, der auf dem Wege über den Resten- stift längs die Quelle alles Seins, nämlich den Ewigkeitshunger des Lebens selbst zerstört hat.
Wir werden eine neue, ehrliche und saubere Haltung im Menschen bauen. Wir retten dadurch nicht nur das deutsche Volk, um das es uns geht, wir retten damit auch ein Stücklein vom großen Sinn der Geschichte überhaupt.
Nicht Menschen an sich in großer Zahl, sondern tüchtige und gesunde, arbeitssame und schöpferische Menschen braucht das Deutschland der Zukunft.
Es sind die Menschen nicht gleich auf dieser Welt; es ist nicht so, wie man gestern sagte, daß einer wie der andere sei. Sie sind verschieden an Leib und. Seele, nach Leistungsfähigkeit und Einsatz, nach Opfer und Größe. Und alle diese Verschiedenheiten sind erblicher Natur. Du bist nicht dein eigenes Werk oder das Werk deiner Lehrer: Zuerst und vor allem bist du das Ergebnis eines großen, schicksalhaften Gesetzes, das dich so und nicht anders gemacht hat, ohne deine Schuld und ohne dein Verdienst, und nun sieh zu, sagt das Schicksal, was du mit diesen Anlagen tust und schaffst für Deutschland.
Drei große Gruppen von Anlagen erblicher Art können wir in einem Volke unterscheiden. In der Mitte die breite, große Masse all derer, die zum Durchschnitt im guten Sinne gehören. Sie sind gesund, kräftig, leistungsfähig und körperlich, geistig, charakterlich und seelisch gerade so, daß sie mit allen Aufgaben fertig werden. Daneben steht ein kleines Erüppchen, dessen Anlagen sind anders. Ohne sein Verdienst — nur weil das Schicksal es so wollte — tragen sie Anlagen in sich, die weit über das Maß des Gewöhnlichen hinausgehen. Das sind die Menschen, die an -Körper oder Geist, an Seele und Leistungsfähigkeit irgendwo hervorragen, die geborenen Führer,
tungsreform. Gauleiter Röver, der Reichsstatthalter von Oldenburg, gab an Hand der Erfahrungen der bereits umfassend durchgeführten Verwaltungsreform im Lande Oldenburg einen großangelegten Ueberblick über das ganze Problem. Er stellte dar, wie unter der Parole „Vereinfachung und Verbilligung eines überorganisierten Verwaltungssystems" man in Oldenburg energisch und ohne Hemmungen die Reform durchgeführt habe und dabei zu überraschenden Erfolgen gekommen sei.
Reichsstatthalter Röver sieht in der Neugliederung der Gemeinden und ihres zweckmäßigen Zu- sammenfassens das Kernproblem aller Verwaltungsreformen. Auf diesem Wege sei es bereits in zahlreichen Verwaltungsbezirken Oldenburgs gelungen, die seit 1911 nahezu um das Dreifache gestiegenen Verwaltungskoste« auf den Stand von 1911 zurückzuschrauben. Seit langem bestehen dort in den Verwaltungen keine Defizite mehr. Röver erklärte, daß die Erfahrungen in Oldenburg bewiesen, daß auf dem Wege einer durchgreifenden Verwaltungsreform außerordentliche Möglichkeiten für das Reich erschlossen werden könnten.
(Fortsetzung auf Seite 2)
bilität in Ostasien sowie auf dem Stillen Ozean gewesen, und an diesem Ziel halte die amerikanische Regierung auch heute noch fest.
Amerika erstrebe Frieden in diesen „vier größeren Abteilungen der amerikanischen Außenpolitik", aber keine „pax romana", sondern einen Frieden zwischen Freunden, die ihre Unabhängigkeit nicht gewaltigen und doch nicht unbedingt sichernden Rüstungen verdanken, sondern friedlichem Geben und Nehmen in politischer und wirtschaftlicher Zusammenarbeit.
Auf dem Wege nach Ostafrika
Rom, 16. Februar.
Nach einer amtlichen Mitteilung sind zwei Bataillone faschistischer Miliz in Stärke von ungefähr 8000 Mann am Sonnabendnachmittag von Rom nach Messina verladen worden, wo sie nach Jtalienisch-Ostafrika eingeschifft werden sollen. Vor der Abreise hat Mussolini in Begleitung des Generalstabschefs der faschistischen Miliz, General Teruzzi, die Parade der beiden Bataillone abgenommen und eine kurze Ansprache an sie gerichtet.
die Menschen, von denen irgendwie etwas ausgeht, was uns mitreißt,. und besser und höher macht, das sind Menschen besonderer Wertigkeit in einem Volke. Daneben steht auf der anderen Seite eine dritte kleine Gruppe, die Menschen, die auch wieder ohne ihre Schuld Anlagen minderer Art mit ins Leben bekommen haben, denen versagt ist, voll leistungsfähig zu sein.
Diese drei Gruppen setzen jedes Volk zusammen, sobald seine Geschichte für uns sichtbar beginnt, und das Ergebnis dieser Geschichte hängt wesentlich davon ab, welche dieser drei Gruppen allmählich den größten Bestandteil der ganzen Nation ausmacht. Aber nicht das Stärkste setzt sich am besten und sichersten durch, sondern im Gegenteil, weil der Mensch eingriff in das große Geschehen des Lebens selbst, setzt sich heute, im Durchschnitt gesehen, das Schwächere, das Kränkere, das, was mit geringeren Anlägen ins Leben ging, am besten durch.
Seit Jahrzehnten haben wir geglaubt, wir müßten die Welt besser machen, als der liebe Gott selbst sie gemacht hatte. Wir müßten einmal selbst ein wenig Schöpfung und Vorsehung spielen, wir müßten jetzt mit der Kunst der Medizin, der Hygiene und all der tausend Hilfsmittel dem Leben und dem Tode ins Handwerk pfuschen, nicht nur, um Leben künstlich zu erhalten, was an sich sterben will, sondern darüber hinaus auch noch diesem künstlich erhaltenen Leben immer wieder die Möglichkeit der Vermehrung und Fortpflanzung zu schaffen. Darin liegt eine Gefahr, die beseitigt werden mußte. Der nationalsozialistische Staat schuf das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses und verhalf damit dem Auslesegedanken nicht nur in den augenfällig schwersten und auffallendsten Gruppen, sondern auch im übrigen Dasein zum Durchbruch.
Bevor wir das Recht haben, unser Mitleid und unsere Liebe an einem schwindenden Stückchen Leben in die Tat umzusetzen, haben wir die
Warum
zuerst LuftabwchrpaM
* Bremen, 1.7. Februar.
Deutschlands Antwort aus das Londoner Kommunique hat mit dem darin bekundeten deutschen Verhandlungswillen überall dort einen durchaus günstigen Eindruck hinterlassen, wo man dem redlichen deutschen Wollen nach Frieden und der deutschen Sorge um die eigene Sicherheit vorurteilslos gegenübersteht.
Nichts von Verschleppungstaktik, nichts von irgendwelcher Unklarheit oder gar Zweideutigkeit befindet sich in der Antwort und wie sehr ein Teil der französischen Presse nach „deutschen Hinterhältigkeiten" suchte, es war ihr nicht möglich, derartiges darin zu finden. Ganz im Gegenteil muß selbst der kritischste Beobachter in Paris und London zugeben, daß die deutsche Antwort alle Verhandlungswege offenläßt, daß sie keinerlei Ablehnung enthält und keinerlei Verständigungsmöglichkeit die Türe verschließt. „Wenn Frankreich will, kann es jederzeit den Weg nach Berlin finden", so schrieben wir bei Veröffentlichung des Londoner Kommuniques, und wenn diese Feststellung einer amtlichen Bestätigung bedurft hätte, ist sie ihr mit der deutschen Antwort auf das Londoner Kommunique geworden.
Nein, die deutsche Antwort verschließt keinerlei Verständigungsmöglichkeit die Türe. Aber, indem Deutschland bei aller Verhandlungsbereitschaft, den für jedes Volk wichtigsten Gesichtspunkt, nämlich den der eigenen Sicherheit, nicht aus den Augen lassen darf, konnte es nicht umhin, besondere Besprechungen zur Klärung von Vorfragen vorzuschlagen, wobei es mit Recht Wert aus Einzelaussprachen legt, da bekanntlich große Konferenzen wenig erfolgreich, wenn nicht gar dem gemeinsamen Ziele meist abträglich sind. Ob Frankreich zuerst mit Deutschland in Einzelbesprechung eintreten soll, oder England, spielt schließlich keine besonders Rolle. Aber vielleicht wäre es folgerichtig, wenn England, nachdem es in London sich bereits mit Frankreich eingehend aussprach, nunmehr mit Berlin in unmittelbaren Gedankenaustausch treten wollte, wonach eine deutsch-französische Besprechung stattfinden könnte, die zumindest eine rasche Klärung in der Frage des Luftabwehrpaktes zu bringen vermöchte.
Es ist nicht richtig, was englische Blätter behaupten, daß Deutschland den sofortigen Abschluß eines Luftabwehrpaktes zwecks mittelbarer Anerkennung des deutschen Rechtes auf eine Luftflotte wünscht; vielmehr liegen die Dinge so, daß mit dem Zutritt zu einem Lustabwehrpakt Deutschland zweifellos dem idealen Gedanken dieses Paktes zuliebe sich in eine Lage begibt, die ihm unter Umständen erst richtig Luftangriffe zuziehen kann. Denn es steht doch außer Frage, daß, wenn irgendein dem Luftabwehrpakt zugehöriger Staat unberechtigt angegriffen würde, dieser Staat Anspruch auf die Hilfe aller dem Pakte zugehörigen
Pflicht, dafür zu sorgen, daß all dieses Elend und dieses Leid mit seinem jetzigen Träger dann auch für immer aus der Welt geht. Der Sinn der Geschichte und der Sinn des Lebens liegt immer in dem, was jung, was stark, schön und zukunfts- berechtigt ist, und der Dienst daran ist immer noch größer, als der Dienst an den Gräbern der Sterbenden. Indem wir das große Gesetz der Auslese wieder herstellen, in einer Form, die nicht wehetut, die voll Mitleid und Milde gegen die Menschen ist, dienen wir dem Gesetz der Schöpfung.
Eine andere Gefahr, die Völker bedroht, ist die Blutmischung mit fremden Rassen. Wir sehen das eine wieder: Dieselbe große unbekannte Macht hat uns nicht als Menschen schlechthin, sondern als Menschen einer besonderen Art gemacht; sie hat die Menschheit in große Gruppen
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der heutigen Ausgabe unserer Zeitung
Kolonialmuseum eröffnet neue Avteiluno (Lokaler Teil)
Ein Flügel für Beethoven in Bremen (Lokaler Teil)
Mehr Schafe auf dem Bauernhof! (Hand delsteil)
Internationale Automobil- und M--^ radausstellung
Im Unterhaltungsteil:
Richard Billinger: Der verspottete To
Unser neuer Roman: Liebe, Schnee und kein Geld
Das Sesetz des Lebens
, Gedanken über „Blut und Rasse" von Dr. Walter Groß, Letter des Ämtes für Rsssenpolttik
In der kommenden Woche werden in Bremen zwei grundlegende Vortrüge von führen-, den Persönlichkeiten auf dem Gebiete der Rafsenkunde und Forschung gehalten. Am Montag, 18. Februar, spricht Professor Dr. Staemmler (Kiel), ein alter Vorkämpfer der Partei, über „Rassenpslege im völkischen Staat", und am Dienstag, 19-, der Leiter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Dr. Walter Groß, vor den PO.-Leitern und SA.-Führern Bremen, ebenfalls über Rassesragen. Die nachstehenden grundsätzlichen Ausführungen des Nachgenanntcn werden daher besonders interessieren.
Drei Gefahren sind es, die die Völker Europas und ganz besonders das deutsche Volk von der Seite des Blutes und der Rasse her bedrohen: Die Gefahr des Rückganges der Zahl, die Gefahr der Verschlechterung der Leistung und des erblichen Wertes und schließlich die Gefahr der Vermischung mit fremden Rassen und damit die Zerstörung der Einigkeit und der Harmonie des Leibes und der Seele, ohne die weder der einzelne, noch das Volk stark sein und schaffen kann.
Die Deutschen sind seit Jahr und Tag ein wachsendes Volk gewesen, ein Volk, in dem immer 'mehr Menschen geboren wurden und ihr Brot suchten. Heute lebt in Deutschland kein wachsendes Volk mehr, sondern der Rückgang der Geburten hat uns an die Stelle in der Entwicklung geführt, wo zum ersten Male im Jahr mehr Menschen sterben, als Kinder geboren werden. Das Volk ohne Raum ist auf den Wege zum Raum ohne Volk. Der Mensch von Vorgestern sagte: „Es sind wirtschaftliche Gründe, die da wie überall im Leben ausschlaggebend sind." Diese Meinung ist deshalb falsch, ryeil dieser Rückgang der Kinderzahl zu einer Zeit einsetzte, als es den
Deutschen von Jahr zu Jahr besser ging. Seit 1876 beginnt diese rückläufige Entwicklung und blieb jahrzehntelang auf solche Kreise beschränkt, in denen von wirtschaftlicher Not niemals die Rede sein konnte.
In Wahrheit liegt es so, daß ein ganzes Geschlecht unter dem Druck liberaler Einflüsse geglaubt hat, man müsse das Glück der Menschheit und das Glück der eigenen Kinder in der Nation auf dem Wege des Rechenstiftes erzwingen und genau auskalkulieren können, wieviel Geld, wieviel Besitz auf den einzelnen kommen könnte, wenn die Zahl der Menschen geringer geworden wäre. Das war der Einbruch des rechnerischen Denkens, dieses kalten, verstandesmäßigen Denkens der liberalen Zeit, in ein Gebiet, das gerade ihm nun endgültig und ewig verschlossen ist, das Gebiet des Lebens selbst, das immer Ewigkeit will, das niemals in mir oder in dir Sinn und Ziel und Erfüllung findet, sondern immer und ewig über mich und dich in eine ferne Zukunft strebt und streben muß.
Wir sind heute an der Stelle, wo die Geburtenziffer nicht mehr ausreicht, um den nackten Bestand der Menschen an Zahl auch nur zu erhalten. Das Wenigerwerden geht in einem solchen Tempo vor sich, daß wir am Ende dieses Jahrhunderts nur noch zwei Drittel oder die Hälfte unseres Bestandes sein werden.
Wenn zwei Völker in dieser Welt zusammenstoßen, wenn irgendwo zwei Kulturen aufeinanderprallen, dann siegt nicht der, der die größere Vergangenheit oder die längere Geschichte hat, sondern der, der der Stärkere und innerlich Wahrhaftigere ist. Das aber ist der, der den
Amerikas außenpolitische Ziele
Rede des Staatssekretärs Hüll / „Das Wettrüsten muß ausgeschaltet werden"
Für einen „Frieden zwischen Freunden"