Ausgabe 
(1.1.1935) Nr. 1
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Nr. 1 / 1 . Vierteljahr Di

enstag, i. Januar (Neujahr) Einzelpreis is Nps.

INS - das lade der Saar-Wnikchr

flufruf des Kreisleiters an die öeoölkerung vremens

^as scheidende Jahr 1934 war reich an 18 großen Ereignissen und Erfolgen. Die ^ Stellung und das Ansehen Deutschlands wurde durch die kluge Politik und den eiser­nen Willen unseres Führers befestigt. Der Gedanke der Volksgemeinschaft wurde ver­tieft und fand seinen schönsten Ausdruck im WHW. Hinter unserem Führer steht nach wie vor das Vertrauen und die Liebe der deutschen Volksgenossen, steht in uner­schütterlicher Geschlossenheit die NSDAP. mit all ihren Gliederungen.

Das neue Jahr 1935 bekommt seine große Bedeutung schon durch die Saarabstimmung am 13. Januar. Eine Fülle großer Aufgaben auf allen Gebieten werden im Jahre 1935 ihre Lösung erfahren. Im alten Kampfgeist, im alten Opfermut, in altbewährter Treue und felsenfestem Vertrauen werden wir Nationalsozialisten unserem Führer helfen.

Deutsche Volksgenossen und Volksgenossin­nen, beweist auch weiter eure Liebe und Treue zum Führer, denn er sorgt auch für euch rastlos in Liebe und Treue. Auch das Jahr 1935 als drittes Aufbaujahr wird Ge- stztzö'und Maßnahmen bringen, deren Zweck odpx Endziel vielleicht nicht sofort von jeder­mann verstanden oder deren Sinn nicht gleich erfaßt wird. Habt auch da unbedingtes Vertrauen zum Führer und seinen Mitarbeitern. Je mehr wir uns alle ge­schlossen und einig hinter unseren National- ö'ialismus stellen, desto schneller werden die Folgen eines unheilvollen, vor zwei Jahren niedergerungenen Systems überwunden sein. Die Jahre bis zur Machtergreifung haben jedem Volksgenossen bewiesen, daß Deutsch­land nur dann wieder empor kommt, wenn es sich nicht auf fremde Hilfe verläßt, sondern sein Schicksal in die eigenen Hände nimmt. Auch für 1935 lautet die Parole:

Einer für alle, alle für einen!

Heil Hitler!

gez. Blanke, Kreisleiter.

lagesbMl cin die Sfl.

Der Chef des Stabes hat an die SA. den fol­genden Tagesbefehl zum Jahreswechsel erlassen:

In einem dreizehnjährigen erbitterten Kampfe um die Straße hat die SA. dem Nationalsozialis­mus Bahn gebrochen und die Tore geöffnet zur Macht im Staat. Es gäbe kein nationalsozialisti­sches Deutschland ohne den selbstlosen, fanatischen Einsatz der SA.

Die Neuordnung Deutschlands aus dem Geiste des Nationalsozialismus hat vorübergehend an­dere Aufgaben wichtiger erscheinen und andere Gliederungen der Bewegung mehr in den Vorder­grund treten lassen.

Die Ablösung aus der vordersten Front des po­litischen Kampfes und die Umstellung auf die neuen Formen seines Einsatzes hat manchen SA.- Mann zeitweilig irre werden lassen an dem Zweck und an der Notwendigkeit seines Daseins. Das Schwanken einiger höherer Führer und ihren Ver­such, die SA. Wege zu führen, die ihr nicht zu­kamen, hat der Oberste SA.-Führer Adolf Hitler mit harter Hand unterdrückt. Die Front der SA. ist davon unberührt geblieben.

Der SA.-Mann hat in den Kampfzeiten oft­mals einen Befehl nicht verstanden und hat doch gehorcht, weil er gläubig auf den Führer ver­traute, der ihm das Banner des National­sozialismus mit glühendem Herzen in starken Händen vorantrug. Niemals ist der SA.-Mann i» diesem rückhaltlosen Vertrauen auf den Führer wankend geworden. Ihm hat er seine Treue ge­schworen, ihm wird er sie immer halten.

Das nationalsozialistische Deutschland steht nun nn Imkern unangreifbar und gefestigt da. Seine granitenen Pfeiler sind die Gliede­rungen der NSDAP.

In ihren Rahmen ist es die künftige Aufgabe der SA., wie sie es immer war, für alle Zeiten die soldatische, kämpferische Grundlinie des Nationalsozial'smus auf seinem weiteren Wege zu verbürgen. Von niemandem wird die SA. sich je übertreffen lasten in ihrer leidenschaftlichen Liebe zu Volk und Vaterland, in ihrer fanati­schen Einsatzbereitschaft und Opferfreudigkeit für die Ziele des Nationalsozialismus und in ihrer bedingungslosen Treue zum Führer.

Wir haben einen Glauben: Das national­sozialistische Deutschland! Wir folgen in Treue und Gehorsam einem Führer: Adolf Hitler! Es lebe Adolf Hitler, der Oberste SA.-Führer.

(g-zl: Lutze.

Vas -ritte flufbauja-r beginnt

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ir. kill. Nicht in Dunkel und Ungewißheit ist das neue Jahr ge­hüllt, nicht mit Zagen und Kleinmut, wie einst in den Zeiten der Schmach, schreiten wir der Zukunft entgegen. Nein, das unermeß­liche Glück neugeborener, sich kraftvoll bewährender Volkseinheit verbindet sich in uns mit dem siegesfrohen Gefühl, daß die deutsche Nation nicht mehr Amboß, daß sie Hammer geworden ist. Das, was noch zu schmieden ist, halten wir m i t s e st e m G r i f f in der Hand. Und der kampfgestählte Wille des Führers, der den Ham­mer schwingt, formt das gigantische Werk, das wahre Deutschland, mit dem Einsatz seiner ganzen wuchtigen Kraft.

Schon in wenigen Tagen werden die Volksgenossen des Saar­landes zu uns stoßen, um sich, befreit vom fremdländischen Zwang, aus innerstem Sehnen der Schicksalsaufgabe des Reiches zu weihen. Das Fest ihrer Heimkehr wird das Fest einer großen Nation sein, die nach Jahrhunderten sinnloser Zersplitterung end­lich in sich geschlossen ihrer Mission gerecht werden kann. Im vergangenen Jahr ist auf dem vom Führer freigelegten Funda­ment unseres Volkstums rastlos Unzerstörbares errichtet worden: das begonnene Jahr soll uns um ein gutes Stück der Vollen­dung des nationalsozialistischen Staatsgebäudes näherbringen. Wir setzen uns das Ziel, das kostbarste Gut des Vaterlandes, die tatbereite Volksgemeinschaft, noch unverlierbarer, noch tiefgreifen­der zu gestalten. Die schöpferischen Ideen, die Adolf Hitler unse­rem Volke wiedergegeben hat, wollen wir noch konsequenter f ü r das Reichdes Alltags verwirklichen, immer die große Auf­gabe vor Augen: Deutschland!

Nicht zuletzt aber wollen wir am Ende des Jahres 1935 fest­stellen können, daß die Erwerbslosigkeit sowohl zisfer- mäßig wie in ihren seelischen Auswirkungen weiter erheblich ge­mildert wurde. Zwei Millionen Volksgenossen ohne Arbeit ihnen muß und wird genau wie den vier Millionen, die Brot und Schaffenslust und Lebensfreude bereits wiedergefunden haben, der Arb?'<--,'''-ck " ' ri werden. Bei der Linderung einer un­

verschuldeten Volksnot gibt es für den Nationalsozialismus keine Kompromisse, hier ist der Prüfstein für jeden ein­zelnen, ob ihm das Wort von Gemeinnutz auch wirklich zu einem Lebensgrundsatz geworden ist. Die Arbeitsschlacht im kommenden Frühjahr wird jedenfalls, dafür werden die Besten des Volkes sorgen, gleich den vorausgegangenen Organisationsleistungen der NSDAP. mit einem unbestreibaren Siege enden!

Außenpolitisch werden wir im neuen Jahr Gefahrenzonen, die auf dem Wege zu einem Frieden in Ehre und Gleichberechtigung durchquert werden müssen, genau so wenig fürchten, wie wir es bisher taten. Denn nur, wenn wir dem Führer hier mit grenzen­losem Vertrauen, mit eisernen Nerven und dem unbeugsamen Willen zur Selbstbehauptung folgen, kann er Deutschland unter den Völkern der Erde d i e Geltung erkämpfen, die dem Dritten Reich in der Welt zukommt. Die Staatsmänner jenseits unserer Grenzen haben sich langsam daran gewöhnt, daß Deutschland sick nicht mehr freiwillig seiner Rechte begibt, daß es nicht mehr die Kirchhofsruhe der Wehrlosigkeit, sondern allein die auf Gleich­berechtigung beruhende Achtung der Völker untereinander als Garant des Friedens ansieht. Das Reich hat sich bei aller Bejahung der internationalen Rechtsordnung auf sich selb st beson­nen. Und wir werden aus dieser Selbstbesinnung heraus 1935 auch auf dem außenpolitischen Kampffeld dem Führer und uns treu bleiben. Nur so helfen wir den wirklichen, dauerhaften Welt- frieden sichern.

Der mehr und mehr zusammenschmelzenden Gruppe der Nörgler aber möchten wir zurufen: Ja, wir hatten ein Recht, das neue Jahr in traditioneller Fröhlichkeit zu begrüßen. Wie sagt dock Eduard Möricke?Freue Dich gehabter Freuden! Andere Freuden folgen, den Ernst begleitend; dieser aber sei der Kern und sei die Mitte Deines Glücks!" Mit jenem von Hoffnung, Zuversicht und besinnlicher Heiterkeit begleiteten Ernst gehen wir an die weitere Aufbauarbeit.

flufruf des viirgermeisters der freien Hansestadt Vremen

iederum stehen wir an der Wende eines Jahres erfolgreicher nationalsozialisti­scher Aufbauarbeit. Auch dieses Jahr mit seinen mannigfachen Ereignissen hat ge­zeigt und bewiesen, daß wir, gestützt auf das Vertrauen des Führers, ungeachtet aller Widerstände und Schwierigkeiten gewillt sind, den uns vorgezeichneten Weg zu gehen.

Getragen von dem Glauben und der Zu­versicht, daß auch das Jahr 1935 uns ein gutes Stück Weges zur Erreichung unserer Ziele und Wünsche voranbringen wird, richte ich dieherzlicheBitteandiebremische Bevölkerung, uns auch fernerhin in unserer Arbeit zu unterstützen zum Segen Bremens, unseres Volkes und Vaterlandes.

Mit unserem alten Mut und unserer alten Verantwortungsfreudigkeit wollen wir an die Lösung der neuen Aufgaben im neuen Jahr herantreten. Noch ist die Not groß in unserem Volk, noch sind Hundert­tausende unsererVolksgenossen ohne Arbeit, leben Millionen im Elend, aber grade deswegen müssen wir uns umso enger zusammenschließen.

Nur wenn wir alle fest zusammenstehen, uns durch nichts und durch niemanden von­einander trennen lassen, kann der Führer mit uns den Sieg über Not und Elend er­fechten.

Bremen, 1. Januar 1935.

(gez.) Otto Heider.

MenpoliMer Jahreswechsel

Daily Mail" über den Wiederaufstieg Deutschlands

London, 31. Dezember.

Daily Mail", die eme Anzahl zustimmender Aeußerungen aus dem Publikum zum Neujahrs- aufsatz von Lord Rothermere über das neue Deutschland veröffentlicht, sagt in einem Leit- aufsatz: Aus den meisten europäischen Ländern kommt die hoffnungsvolle Nachricht von besserem Geschäft, besseren Preisen und Abnahme der Ar- beitslosenziffern. Die Besserung ist besonders stark in Deutschland gewesen, dessen verzweifelte Lage binnen einem Jahr unter dem nationalsozialisti­schen Regime erheblich gebessert worden ist. Deutschlands Arbeitslose haben sich um beinahe 1 Millionen vermindert, sein Ausfuhrhandel er­lebt eine große Wiedergeburt und es macht sich durch Herstellung von Ersatzmitteln mit Schnellig­keit unabhänggi von vielen Einfuhrrohstoffen.

In einem Leitaufsatz derTimes" höitzt es, das alte Jahr habe mit einem Donnerschlag ge­endet. Das Ereignis sei nicht weniger ernst, weil es erwartet wurde. Die japanische Diplomatie könne nicht leugnen, daß ein edles Werk inter­nationaler Vereinbarung, das vor 13 Jahren ge­schaffen wurde, zerstört worden sei. Glücklicher­weise kläre sich der Himmel über Europa. In den Beziehungen zwischen Frankreich und Ita­lien sei eine weitere Entspannung eingetreten. Times" fährt fort: Von allen europäischen Län­dern sei Deutschland das einzige Land, das sich selbst vorsätzlich von seinen Gefährten ent­fernt habe (?!). Jede Bewegung in Richtung aus Wiederaufnahme normaler Beziehungen werde warm begrüßt werden.

Am Sonnabend hätten der Reichsautzenminister und der Reichspropagandaminister Deutschlands Friedenswunsch von neuem versichert, und Dr. Goebbels habe hinzugefügt, daß die Kraft Deutsch­lands dem Werk des Wiederaufbaues gewidmet werden solle. Dies sei eine vernünftige Erklärung, deren Sinn auch die Grundlage der Politii der britischen Regierung bilde. Es bestehe letzt größere Aussicht darauf, daß die Nationen den Gedanken aufgeben würden, Vaterlandsliebe bestehe in der Kunst, einen anderen zu übervorteilen, und daß sie diesen Gedanken durch den besseren Gedanken ersetzen würden, daß Vaterlandsliebe in gemein, samen Dienst am Frieden bestehe..

Mannte tage in Manien

Athen, 31. Dezember.

Die gesamte AthenerMorgenpresse bezeichnet in ihren Berichten aus Albanien die dortige Lage als äußerst ernst. Teile der regulären Armee sollen zu den Revolutionären übergegan­gen sein, es soll zahlreiche blutige Zusammenstöße gegeben haben. Infolge der strengen Kälte ist die Versorgung der Truppen erschwert, auch die Truppenbewegung ist außerordentlich behinderte

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