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tm Textteil 7S Rps. sonstige Bedingungen laut Annahmeschluß 16 Uhr.
Nr. 313 / 4. Vierteljahr
Montag, 12 . November
Einzelpreis 15 Rps.
„Wir wollen leben für Langemarck"
Weihevolle Feierstunden im Berliner Lustgarten und im Hause des Rundfunks zum Gedächtnis der Toten von Langemarck / Die Mege des Ehrenfriedhofs in die Hand der Hitler-Äugend gelegt
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2m Mittelpunkt der vom Langemarck-Ausschutz veranstalteten Gedenkfeier am gestrigen Sonntag stand ein Feldgottesdienst im Berliner Lustgarten.
Um 9 Uhr wurde zunächst von dem Vorsitzenden des Langemarck-Ausschusses, General Freiherrn vonErote, am Gefallenen-Eedenkstein auf dem Fehrbelliner Platz ein Kranz niedergelegt. Er trug, wie auch die auf dem Friedhof in Langemarck und an der Feldherrnhalle in München gleichzeitig niedergelegten Kränze die Aufschrift: „Deutschland,Deutschland über alles Langemarck - Ausschutz (Hochschule und Heer)."
Um die Mittagsstunde ehrte die Wehrmacht in Verbindung mit dem Aufziehen der Wache das Gedächtnis der Toten von Langemarck. Vor dem Ehrenmal hatten in tiefgestaffelten Reihen die überlebenden Langemarckstürmer Aufstellung genommen, ferner Abordnungen der Verbände. Nachdem die Ehrengäste, an der Spitze Eeneral- feldmarfchall von Mackensen, der Chef der Heeresleitung Generalleutnant Freiherr von Fritsch und die Generäle von Tschischwitz, von Walter und Altrock die Fronten abgeschritten hatten, begaben sie sich ins Innere des Ehrenmals, an dem Oberst von Kaiser als Vertreter der Wehrmacht und General Freiherr von Erote im Beisein des evangelischen Feldbischofs v. Dohrmann, Lorbeerkränze niederlegten, während das Lied vom guten Kameraden erklang. Die Ehrengäste und die Formationen begaben sich dann zum Lustgarten.
Hier hatten inzwischen Aufstellung genommen SA. und SS„ PO. und HJ., Feldjägerkorps, Deutscher Luftsportverband, die Landespolizei-
Eine überraschend vorgenommene Ueber- prüfung der Bäckereien des Regierungsbezirks Osnabrück ergab, daß das Brot in vielen Fällen zu leicht war. Gegen die schuldigen Bäcker ist mit entsprechenden Maßnahmen vorgegangen worden. 18 Bäckereien, in denen ein erhebliches Untergewicht der Backwaren festgestellt wurde, sind sofort polizeilich geschlossen worden.
Kraftwagenführer ermordet
Scheußliche Bluttat in Schlesien
Ani Freitag, gegm 18 Uhr, wurde der Kraft- wagenführer Kurt Pietsch in Seidenberg (Oberlausitz) angeblich von einem Bäckermeister namens Schubert angerufen unter dem Vorwand, nach Kosmar zu kommen und Schubert abzuholen. Da Pietsch bis Sonnabend nachmittag von der Fahrt nicht zurückgekehrt war, wurden von der Polizei Nachforschungen angestellt. Gestern früh fand man den Wagen in der Nähe der Kreisgrenze Eörlitz-Lauban auf. Er war verschlossen. Bei einer Durchsuchung wurden Blutspritzer und eine mit Blut stark besudelte Zeltplane gefunden. Etwa 50 Meter vom
gruppe General Eöring, der NSDFV, (Stahlhelm), der Kyffhäuserbund und die Technische Nothilfe sowie Abordnungen der Studentenschaft in vollem Wichs. Vor der Schloßrampe war ein Feldaltar errichtet worden.
Feldbischof v. Dohrmann legke seiner Predigt das Vibelwort zugrunde: „Wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren, wer aber sein Leben verliert, um meinetwillen, der wird es erhalten."
Er feierte die Tat von Langemarck als den Sieg der jugendlichen Seele über tausend Hindernisse und Gefahren. Das ist das Große jener jugendlichen Kämpfer, so betonte der Geistliche, daß sie in ernstester Stunde jene höhere Auffassung des Lebens bewahrten: Leben ist dienen, das Einsetzen für die Anderen, Liebe üben.
Der Reichsfiihrer der Deutschen Sludentenschaft und Ehrenarbeitsführer Feickert gelobte dann Treue zu Volk und Führer und mahnte, den Geist des ewig jungen vorwärtsstürmenden Kämpfers allezeit wachzuhalten. — Den Abschluß der Gedenkfeier bildete ein Vorbeimarsch vor dem Ehrenmal.
In einer weihevollen Feierstundeim Haus des Rundfunks übernahm die Hitler-Jugend die Langemarck-Spsnde und den Schlüssel zum Felsentor des Ehrenfriedhofes und damit die Betreuung des Ehrenfriedhofes von Langemarck, der in den Nachkriegsjahren von der Deutschen Studentenschaft aufgebaut worden ist.
Studentenschaftsführer Feickert wies darauf hin, daß es die deutsche Jugend war, die bei Langemarck siel. Und Langemarck solle und müsse sein ein Symbol der deutschen Jugend.
Tatort entfernt fand man später die Leiche des Pietsch. Von dem Täter fehlt bisher jede Spur,
Es wurde jedoch ermittelt, daß am Sonnabendvormittag unter Mißbrauch des Namens des Pietsch von Neu-Kretscham aus bei einer Görlitzer Reparaturwerkstatt angerufen worden ist mit dem Ersuchen, einen Kraftwagen abzuschleppen. Nach Beendigung der Reparatur fuhr der Mann, der sich als Neffe des Pietsch ausgegeben und durch dessen Papiere ausgewiesen hatte, ohne die Rechnung beglichen zu haben, in Richtung Löbau davon. Nach seiner Angabe sollte Pietsch mit einem anderen Wagen eiligst vorausgefahren sein.
Am gestrigen Sonntagnachmittag ist es nun gelungen, als Mörder des Kraft- wagenführers Kurt Pietsch den 20jährigen Kurt John festzustellen, der zuletzt in Stolzenberg bei seinen Eltern wohnte und zur Zeit flüchtig ist.
Geraubt hat der Täter eine braune Lederjacke, eine Nickeluhr und eins Geldbörse mit fünf bis zehn Reichsmark Silbergeld, außerdem die Papiere des Ermordeten aus den Namen Kurt Pietsch aus Seidenberg, den Führerschein und die Zulassungsbescheinigung.
Es besteht die Möglichkeit, daß der Täter aus den Namen Pietsch weiterreist und die Lederjacke trägt.
Nachdem nun eine einige deutsche Jugendbewegung geschaffen wurde, sei die Zeit gekommen, dieses Symbol von Langemarck der deutschen Jugendbewegung, der Hitler-Jugend, zu übergeben.
Reichsjugendfllhrer Valdur von Schirach dankte dem Studentenführer für die bisher geleistete Arbeit zur Wahrung des Vermächtnisses der Helden von Langemarck. Die Bedeutung der Lange- marck-Arbeit der Deutschen Studentenschaft liege nicht so sehr in ihrer realen Schätzung, dem Friedhof von Langemarck, obwohl gerade dieser ein erschütterndes Symbol ewigen Deutschtums darstelle, als vielmehr in der Tatsache des seelischen Bekenntnisses der deutschen Jugend zu Langemarck.. Das Langemarck-Werk sei gut aufgehoben bei denen, die den Opfern des Krieges ihre eigene Treue und furchtbare Opfer angereiht hätten. Der Reichsjugendführer schloß die Feierstunde mit dem Wort eines unbekannten Frontkämpserdichters: Wir wollen leben für Langemarck.
Wieder eine merkwürdige Verhaftung in Saarbrücken
Von unserem ständigen Saarbrllcker H. V,-Vertreter wird uns gemeldet, daß an einem der letzten Abende gegen zehn Uhr der Geschäftsführer des „Nationalen Krankenvereins" in Stuttgart, Filiale Saarbrücken, Josef Brill, von Beamten der Saarpolizei verhaftet worden ist. Die Büroräume sind versiegelt worden und alle Akten wurden beschlagnahmt. Ebenfalls ist eine Haus- suchung in der Wohnung des Geschäftsführers durchgeführt worden. Die beschlagnahmten Akten, die dem „Nationalen Krankenverein" gehören, sind inzwischen wieder freigegeben worden, indessen wurde die Privarkorrespondenz von Brill von der Polizei zurückbehalten.
Es ist bisher in der amtlichen Verlautbarung der Saarbrllcker Polizei nicht bekanntgegeben worden, warum die Verhaftung eigentlich erfolgt ist. Es heißt, daß „der Verdacht vorliege, daß sich Brill gegen die im Saargebiet geltenden Bestimmungen vergangen habe". Sehr kurz und einfach.
Die marxistische und separatistische Presse des Saargebietes — allen voran die Gazellen Matz Brauns — bringen diese Verhaftungen natürlich wieder in Zusammenhang mit der „illegalen Arbeit der Nationalsozialisten im Saargsbiet" und behaupten, daß Brill in Saarbrücken „als Vertreter der Gestapo gearbeitet habe". Dazu können wir heute schon mitteilen, daß an dieser separatistischen Zwecklüge auch nicht ein einziges Wort den Tatsachen entspricht.
Inzwischen hören wir noch, daß Drill in Saar- louis eingeliefert worden ist, wo er«vom Obersten Gerichtshof des Saargebiets vernommen werden soll. Auch diese Verhaftung wird — wie schon so viele im Saargebier — ausgehen wie das Hornberger Schießen.
Dr. Leys neue Amtsbezeichnung
Die NSK. meldet: Der Stellvertreter des Führers hat die folgende Verfügung erlassen: Reichsleiter Dr. Ley führt künftig die Bezeichnung „Reichsleiter für das Reichsorganisationsamt der NSDAP.", seine Dienststelle die Bezeichnung Reichsorganisationsamt.
Das Aufgabengebiet des Reichsleiters für das Organisationsamt umfaßt Aufbau, Ausbau und die Ueberwachnng der inneren Organisation, Schulung und Personalstatistik der politischen Organisation. Die Bezeichnungen „Oberste Leitung der PO.", „Stabsleiter der PO." fallen künftig fort.
Unser ständiger Saarbrllcker ll. L.-Vertreter drahtet uns: Die bekannte französische Zeitschrift „Vu", die sich bis heute schon immer durch besondere Unobjektioität ausgezeichnet hat, hatte in der letzten Nummer einen Situationsbericht ihres nach dem Saargebiet entsandten Reporters Eorta veröffentlicht. Darin war auch eine Unterhaltung mit dem Saarbrllcker Polizeipräsidenten wiedergegeben. Die Tatsache, daß in der letzten Zeit in der französischen Presse von rechts bis links allerlei über die Zustände im Saargebiet zusammengelogen worden ist, hat uns veranlaßt, bei dem Saarbrllcker Polizeipräsidenten Rückfrage wegen des'Interviews zu halten. Herr Dr. Mathern ermächtigte uns zu folgender Erklärung, die die Lage bezeichnend charakterisiert. Es heißt in der Erklärung wörtlich:
„Es ist unwahr, daß ich erklärt haben soll, man könne im Ernstfall nicht aus die Saarpolizei rechnen. Es ist unwahr, daß ich erklärt haben soll, die mir unterstellten Beamten seien in ihrer Mehrheit Mitglieder der Deutschen Front. (Vc-
Neuer Gtaatsraispräfiöent in Oesterreich ernannt
Der Vundespräsident hat, wie spätnacht in einem amtlichen Communiqus mitgeteilt wird, den Gutsbesitzer Rudolf Graf Hoyos zum Präsidenten des Staatsrates an Stelle des zurückgetretenen Ingenieurs Nouakh ernannt. Zu seinen Stellvertretern wurde der ehemalige Bundesminister Dr. Resch und der Landesleiter der Vaterländischen Front von Tirol, Dr. Fischer, ernannt. Graf Hoyos gilt als Heimatschützler, so daß der Heimatschutz-Standpunkt in gewissem Sinne wieder durchgedrungen ist. Seine beiden Stellvertreter sind Christlich-Soziale.
Wieder Marxistenlärm in Wien
Flugblattverteiler putschen die Bevölkerung auf
In zahlreichen Wiener Eemeindebezirken kam es am Sonnabendabend zu Zusammenstößen zwischen Marxisten und Polizei. Kleinere Trupps von Sozialdemokraten und Kommunisten verteilte» an verschiedenen Punkten der Stadt, sogar im Zentrum vor dem Heldendenk- mal, Flugzettel mit der Schlagzeile „Wir kommen wieder zur Ehre der Toten des 12. Februar".
Polizeimannschaften, die zum Teil auf Ueber- fallwagen herangebracht wurden, griffen ein, verhafteten die Zettelverteiler und zerstreuten die sich ansammelnden Menschenmengen. An drei Stellen vermochten die Marxisten längeren Widerstand zu leisten und zwar im 15. Bezirk, im Prater und in Floridsdorf. Hier konnten erst starke Hilssabteilungen der Wache die Säuberungsaktion gegen die Marxisten, die aus den Reihen der Straßenpassanten immer wieder Zuzug erhielten, erfolgreich durchführen.
kanntlich wurde von dem Landesleiter der „Deutschen Front" Pirro vor einigen Monaten versitzt, daß Polizeibeamte überhaupt nicht Mitglied der „Deutschen Front" werden können.) Es ist auch nicht wahr, daß ich die Befürchtung ausgesprochen haben soll, Terror würde entfesselt und ein Eewaltstrcich sei zu erwarten, wenn die Abstimmung mehr als 50 v. H. für Deutschland ergäbe.
Meine tatsächlichen Bemerkungen lauten wesentlich anders, sie sind hier in entstellter bzw. in wahrheitswidriger Weise wiedergegeben worden."
Der Polizeipräsident sügt dieser Erklärung noch hinzu, daß sie von einem Beamten des Präsidiums eidlich bekräftigt werden könne, da dieser der Unterredung mit dem ausländischen Journalisten beigewohnt habe.
Erneut ist eine üble Lüge der ausländischen Presse sä adsuräuiv geführt worden. Wieder einmal ist der Beweis dafür erbracht worden, wo die Brunnenvergifter der öffentlichen Meinung sitzen.
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Dir tausendjährige Kaiserstadt Goslar, der neue Standorr der bäuerlichen Selbstverwaltung, beherbergt die eindrucksvollsten Denkmäler der deutschen Geschichte und ist der Schauplatz denkwürdiger Ereignisse gewesen. Goslar war zeitweilig Mittelpunkt der Kaiserherrschaft, und die Chroniken berichten von prunkvoller Hofhaltung in der Kaiserlichen Residenz. Neben glänzenden Perioden hat die Kaiserstadt auch schwarze Tage erlebt. Unter ihnen ist bemerkenswert das Blutbad von Goslar imJahre1063.
In Goslar wurde dem Kaiser Heinrich IN., d-r lfür die Vergrößerung und Verschönerung der Stadt sehr viel getan hat, im Jahre 1050 der Erbe geboren, der vielgeprüfte Kaiser Heinrich l V. Am Weihnachtsfest 1054 fand dort eine ansehnliche Reichsversammlung statt, wo der einjährige Heinrich zum Kaiser gewählt wurde. Im Alter von sechs Jahren gelangte er zur Regierung unter Vormundschaft seiner Mutter, der Kaiserin Agnes. Des jungen Kaisers liebster und häufigster Aufenthaltsort war seine Gebnrtsstadt Goslar, wo fast beständig Hoflager gehalten wurde. Auch das Weihnachtsfest 1062 wurde dort begangen. Dabei kam es im Tom zu e',em argen Rangstreit unter den Mannen geistlicher Fürsten, worüber der Verfasser der Geschichte ver Stadt Goslar, E. Crnsius, ausführlich berichtet".
Der Kämmerer des Bischofs Hezilo von Hildesheim und der Kämmerer des Abtes Widsradus von Fulda stritten sich um den Vorsitz, als am Abend des Festes die Stühle im Dom geordnet werden sollten. Es war sonst bei Reichsversammlungen zu Goslar üblich, daß der Abt von Fulda unmittelbar auf den Erzbischof von Mainz folgte. Der Bischof von Hildesheim aber, der früher Domprobst zu Goslar gewesen war, glaubte, in seinem Sprengel dürfe außer dem Erzbischof niemand über ihm sitzen. Es kam unter den geistlichen Cefolgsmanncn zu Tätlichkeiten, man machte schon die Schwerter locker, bis der Herzog Otto von Bayern, der des Abtes Partei nahm, den Aufruhr stillte.
Dieser Rangstreit erneuerte sich am Pfingst- fe st des nächsten Jahres und führte zu einem
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Werder spielt unentschieden
Hannover 98 geschlagen
Jsmayr wieder Europameister
Brandenburg und Baden in der Silber- schild-Endrunde
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Achtzehn volksschädigenSeBäckereien im Negierungsbezirk Osnabrück geschloffen
Gift, von Reportern ausgestreut
planmäßige Verseuchung der Weltöffentlichkeit durch ausländische Journalisten