Ausgabe 
(1.11.1934) Nr. 302
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Üas amüiche Organ Ses Senats

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Nr. 302 / 4. Vierteljahr

Donnerstag, i. November

Einzelpreis 12 Rps.

kin Jahr „Vremer Zeitung"

Nückblick

T. Noch nicht ganz vier Jahre besteht jetzt das Kampfblatt der nationalsozialisti­schen Bewegung in Bremen. Am 10. Januar 1931 erschien zum ersten Male ein kleines Blättchen und setzte sich tatkräftig für die nationalsozialistische Fdee ein. „Bremer Na­tionalsozialistische Zeitung" war der Name. Als die erste Nummer in die Öffentlichkeit gelangte, war die Zahl derer nicht klein, die diesem nationalsozialistischen Kampforgan nur eine kurze Lebenszeit voraussagten und mit aller Bestimmtheit zu wissen glaubten, daß das Blatt zumindest niemals eine Be­deutung erlangen würde. Alle wurden sie in ihren Hoffnungen schwer getäuscht. Die „Bre­mer Nationalsozialistische Zeitung" setzte sich gegen ihre Feinde zur Wehr und — siegte. Bereits acht Monate nach der Gründung, am 1. August 1931, entschloß man sich auf Grund des immer mehr und mehr wachsenden In­teresses der Bremer Bevölkerung für die „B. N. Z.", diese täglich, und zwar als Mit- tagszeituna, herauszubringen.

Mit dieser Umstellung von der Wochen- zeitung zur Tageszeitung wurde gleichzeitig eine Aenderung des „Kopfes" durchgeführt, und so bekam die „B. N. Z." ein etwas an­deres Aussehen. Wenn man sich auch damals bereits darüber klar war, daß mit dieser Aen­derung nunmehr auf. keinen Fall aus einer halbfertigen Zeitung eine fertige geworden war, so erlaubten es die finanziellen Mittel edoch leider nicht, im Augenblick noch mehr ür die Zeitung zu tun. Bei den bescheiden- ten Ansprüchen, aber mit um so grenzenlose­rem Idealismus und Fanatismus, wurde nun von jedem an der Zeitung mitgearbeitet.

Tann kam der 30. Januar 1933. Die Be­wegung hatte den Sieg davongetragen und die Macht im Staate erobert. Und damit hatte auch die schon mehrmals totgesagte Bremer Nationalsozialistische Zeitung" einen Sieg davongetragen über die Prophe­ten und „klugen" Köpfe, die ihr ein baldiges Ende vorausgesagt hatten. Das bremische Parteiorgan nahm einen gewaltigen Auf­schwung. Und nun begann die Auf- und Aus­bauarbeit. Mitte Februar 1933 wurde zu­nächst die Mittagszeitung in eine Morgen­zeitung umgewandelt und so den Wünschen eines großen Teiles der Leserschaft Rech­nung getragen. Systematisch, eins nach dem anderen, wurde nun Stein auf Stein gelegt. Am 28. Mai 1933 erfolgte die erste, für immer gültige Umstellung: Aenderung des Formats. Die „Bremer National­sozialistische Zeitung" wurde größer.

Aber noch war die Entfaltung aller Kräfte durch einige Umstände verhindert. In weni­gen Räumen, die zum Teil mit vier oder noch mehr Personen belegt waren, saßen die Angestellten, d.er Redaktion fehlten die dringend notwendigen Zimmer vollends. Und dann das letzte und schwerste Hinder­nis: Wir hatten noch keine eigene Druckerei.

Die aufsteigende Linie des Blattes for­derte Beseitigung dieser Mißstände. Zu Be­ginn des Herbstes 1933 war dann auch die Lösung gefunden: Am 1. November 1933 bezogen wir unser heutiges Verlagsgebäude am Geeren 6/8. Hier war nun endlich die Möglichkeit für ein ersprießliches Arbeiten gegeben. Zum ersten Male wurde das natio­nalsozialistische Kampforgan Bremens in der eigenen Druckerei hergestellt. Und an diesem Tage wurde ihm seine endgültige Form und Gestalt gegeben. Aus der „Bremer National­sozialistischen Zeitung" wurde die natio­nalsozialistische „Bremer Zei- tun g".

Heute ist es nun ein Jahr her, daß das äußerliche Werden der Zeitung vollendet wurde. Gerade bei dieser Titeländerung sind die verschiedensten Meinungen laut gewor­den, und wir haben es uns auch lange über­legt, ob wir aus der „BNZ." die „BZ." machen sollten. ' Für uns war maßgebend, nach dem Wunsche des Führers zu unserem Teile dazu beizutragen, aus den national­sozialistischen Kampfzeitungen Tages- zeitungen zu machen. Und das Bremer nationalsozialistische Organ hat diese Ujy- stellung in einer Weise gelöst, daß sie heute mit zu den großen deutschen Tageszeitungen zählt. Der Name „Bremer Zeitung""ist unseres Erachtens eher dazu angetan, über die Grenzen unserer Hansestadt hinaus nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland zu einem Begriff zu werden, der eine bedeu­tende Zeitung Bremens als Sprachrohr zur Welt in sich schließt. Wir haben heute vor einem Jahre diesen neuen Weg beschrit- ten. Die große Linie jedoch wird immer be­stimmt werden durch den Geist, der ihre Vorgängerin, die „Bremer Nationalsozia­listische Zeitung", geleitet hat und groß werden ließ.

ltle Pflicht der deutschen presse

l-oldene Worte des Neichspropagandaministers Vr. Voebbels

„Die Presse muß sich vor allem eins klarmachen: Es lebt nun einmal im deutschen Volke ein unausrottbarer Hang, das gedruckte Wort für ernster zu nehmen, als das gesprochene. Aus dieser Er­kenntnis heraus muß man mit größerer Verantwortung an die Drucklegung eines Wortes gehen, als an sein Aussprechen. Mög­lich, daß die Regierung in einzelnen Beschlüssen irrt, unmöglich aber, anzunehmen, daß nach dieser Regierung etwas Bes­seres kommen könnte. Es kann ! deshalb für jeden nationalge­sinnten und verantwortungs­bewußten Staatsbürger gar keine Möglichkeit geben, als die Entschlüsse und Beschlüsse dieser Regierung zu decken !

und dafür zu sorgen, daß sie zu greifbaren Ergebnissen füh­ren." — „Ich möchte mich mit aller Eindringlichkeit gegen den Standpunkt verwahren, daß es in Deutschland eine >.

katholische oder eine protestan- tische. Presse, eine Arbeiter- ?

oder eine Bauernpresse, eine Bürger-, eine Städter- oder eine Proletarierpresse gäbe; es gibt eine deutsche Presse.

Wenn es notwendig erscheint, daß die Belange des Bauern vertreten werden, dann werden sie in der deutschen Presse ver­treten, und wenn es notwen- i dig ist, daß die Belange des Katholizismus vertreten wer­den, dann werden sie in der deutschen Presse vertreten."

— „So, wie Friedrich Wil­helm IV. einmal gesagt hat:

Ich will nicht, daß sich zwischen mich und mein Volk das papierne Blatt einer Verfassung drängt, — genau so sagen wir heute: Wir wollen nicht, ^

daß sich zwischen die Regierung und das Volk das papierne Blatt einer Interessen­zeitung drängt." — „Ich halte es für an­ständiger, daß ein Journalist dem Staate dient, als daß er irgendeiner Kapitalsgruppe dient. Er hat dann zwar nicht mehr das Recht, im demokratischen Sinne von Presse­freiheit zu reden; aber er genießt dann eine wirkliche Freiheit, näm­lich eine Freiheit, die in der freiwilligen Bindung besteht. Eine ab­solute Freiheit hat es ja nie gegeben; das ist nur ein Problem für

Dichter und Philosophen gewesen." — „Wir sind der Aeberzeu- gung, daß die Presse eben lernen muß, daß die Oeffentlichkeit ein Zwang ist, ein harter, ein unerbittlicher Zwang, daß es kein Luxus ist, der Oeffentlichkeit zu dienen, sondern daß der Mensch, der sich in das Gebiet der Oeffentlichkeit hineinbegibt, damit auch der Oeffentlichkeit verfallen und gezwungen ist, der Oeffentlichkeit zu

Dienst zu sein, ob er will oder ob er nicht will." — „Wir können Htcht glauben, daß wir alle Menschen, die in einer an­deren Gedankenwelt groß ge­worden sind, zu neuer Den- kungsweise erziehen können. Nur auf die nachfolgende Ge­neration können wir auch auf dem Gebiet der Presse große Hoffnungen setzen. Sie wird der Nation ihr endgültiges Gesicht geben. Wir haben es versucht, diesem Gesicht neue Züge aufzuprägen. Diese neuen Züge mischen sich heute noch mit alten. Erst die neue Generation wird dem deut­schen Volk die Menschen chenken, die die Kraft haben, geistig und in kultureller Be­ziehung, politisch und wirt­schaftlich das zu tun, was dem Geist unserer Zeit entspricht." — „Man fragt heute: Wo sind unsere Dichter? Wo sind unsere Künstler? Wo sind un­sere Musiker? Ich bin davon überzeugt, irgendwo in einem Glied der Hitlerjugend mar­schieren, die kommenden Mi­nister, die kommenden Dichter, kommenden Künstler und auch kommenden Journalisten. Nie­mand kennt sie, und niemand weiß davon. Aber eines Tages werden sie in die Erscheinung treten. Wir brauchen keine Angst zu haben, daß wir sie über­sähen. Wir brauchen sie auch nicht zu rufen. Denn Männer, die für das Leben bestimmt sind, pflegen sich im allgemeinen selbst zu melden. Sie werden dann das vollenden, was wir begonnen haben. And die werden dann dem 20. Jahrhundert sein eigentliches Gepräge geben." — „Wir haben 'in unseren Reihen niemals eine Presse geduldet, die lediglich dem Profitstandpunkt untergeben war,"

Organisiert Frankreich einen Saar-Handstreich t

Merkwürdige Vorbereitungen für Sie Volksabstimmung

Paris, 31. Oktober.

Wie dem „Mattn" aus Nancy gemeldet wird, sollen die französischen Militärbehörden alle Vor­kehrungen zur sofortigen Durchführung eines „Ab­wehrplanes" getroffen haben, „für den Fall, daß Deutschland einen Handstreich auf das Saargebiet unternimmt, der französisches Gebiet bedrohen" könnte. Neuere Nachrichten weisen auf die Mög­lichkeit eines Handstreiches der SA. auf das Saargebret unmittelbar nach dem Tage der Volksabstimmung am 13. Januar hin, durch den der Völkerbund vor eine vollendete Tatsache ge­stellt werden könnte. In einer Eingabe der „Saar-Wirtschaftsvereinigung" an den Völker­bund werde erklärt, daß auf Grund „vertrau­licher Nachrichten" aus „glaubwürdiger Quelle" mit der Möglichkeit eines deutschen Einfalls in das Saargebiet ernstlich gerechnet werden müsse Die Verbreitung dieser Nachricht habe natürlich in den französischen Erenzbezirken wie auch in Paris und im übrigen Frankreich eine gewisse Beunruhigung ausgelöst. Man könne, so heißt es in dem Telegramm des „Mattn", zur Beruhigung der össcntlichen Meinung Frankreichs sagen, ohne zu befürchten, dementiert zu werden, daß die Heeresleitung Frankreichs die Gelegenheit nicht verfehlt hat, sich mit dieser Frage zu beschäftigen Einerseits werde die Ausbildung der kürzlich bc: ihren Truppenteilen eingrtrosfencn N-kruten in Elsaß-Lothringen in diesem Jahre besonders eisrig betrieben, andererseits seien sowohl bei den Stäben der Armeekorps von Metz und bei dem 2l>. Armeekorps von Nancy alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen.

„Oeuvre" behauptet, daß der französische Bot­schafter in London, Cardin, Sir John Simon am Dienstag von den „technischen" Vorkehrungen in Kenntnis gesetzt habe, die die französische Regie­rung getroffen habe, um den Präsidenten der Nc- gierungskommission Knox in eine solche Lage zu versetzen, daß er die erforderlichen Streilkraft« zur Verfügung habe, um jede aufrührerische Be- tätigung der nationalsozialistischen Organisation im Saargebret im Augenblick der Volksabstim­mung zu verhindern.

London, 31. Oktober.

„Times" meldet: Die französische Regierung ha dem General, der die Truppen an der Saargrenzr befehligt, Weisungen «rleilt, die sich auf den Fall beziehen, daß der Präsident der Saar-Negierungs- kommlssion Dr. Knox um Beistand ersucht. Zur Zeit der Räumung des Rheinlandes wurden die französischen Truppen aus dem Saargebiet zurück­gezogen. Der Präsident der Regierungskommissio» hat das Recht, sich im Falle der Gefahr a» Truppen außerhalb des Gebietes zu wenden. Die französische Regierung hat jetzt die notwendigen Weisungen gegeben, um es Herrn Knox zu ermöglichen, binnen weniger Slunüen -.ine ausreichende Srreitmacht zur Verfügung zu laben, falls er sie benöiigt, und zwar unter der Voraussetzung, daß eine solche Aktion nicht als eine Erneuerung der Besetzung des Gebietes auf­zufassen ist

*

Vorstehende übereinstimmende Meldungen sind geeignet, in allen deutschen und saar- ländischen Kreisen Beunruhigung und größ­

tes Aufsehen hervorzurufen. Denn derartige militärische Vorbereitungen können jedem Vorwande dienen, um einen Gewaltakt durchzuführen. Schon die Drohung allein mit einer derartigen Aktion ist als unrechtmäßi­ger Beeinflussungsversuch der bevorstehen­den Abstimmung zu verurteilen.

Die deutsche Regierung und das deutsche Volk wünschen nichts anderes als die ver­traglich zugesicherte Durchführung der Ab­stimmung und im Anschluß an diese eine ausschließlich den Wünschen der ab­stimmungsberechtigten Bevölkerung ent­sprechende Lösung der Saarfrage. Es wider­spricht dem Vertrag und dem Geist jeder Volksabstimmung, wenn eine an der Ab­stimmung beteiligte Macht von selten des Treuhänders des Völkerbundes oder seiner Organe mit einer militärisckM Aktion im Zaargebiet betraut würde. Ein solches Vor­gehen könnte nur als ein „Handstreich" be- ;eichnet werden, da keine Instanz eine der­artige rechtswidrige Maßnahme legitimieren könnte.

Trotz aller Emigrantenprovokationen wird aie Saarbevölkerung an ihrer mustergültigen Disziplin bis zur Saarabstimmung und über diese hinaus festhalten. Deutscherseits jeden falls besteht alles Interesse daran, die Saar devölkerung in dieser Haltung zu bestärken, damit sie sich am 13. Januar 1935 frei zu Deutschland bekennen kann und dann der Völkerbund aus diesem Bekenntnis, durch keinerlei Machenschaften beeinträchtigt, die gegebenen Folgerungen zieht.

Ausblick

k. M. Es wäre nicht nationalsozialistisch gedacht und gehandelt, wollten wir uns am heutigen Geburtstage der „Bremer Zeitung" mit einem Rückblick begnügen. Auch wir können im Erfolg nur das Sprungbrett zu neuem Schaffen erblicken, nach sieghaftem Vormarsch uns nur zu noch stärkerem Einsatz aller unserer Kräfte verpflichtet fühlen. Gibt es schon an sich für den „am sausenden Web- stuhl der Zeit" wirkenden Journalisten keinen Stillstand, um wieviel mehr ist die Presse der Bewegung ausgerichtet auf den ständigen Fluß des Werdens, auf das wachsende Werk der Zukunft. Und in­dem wir Ausblick halten, kann uns nicht entgehen, daß — genau so wie im Aufbau des Staates — im vielgestaltigen Dienst an unserer Zeitung noch große Aufgaben vor uns liegen... Aufgaben, denen wir fest ins Antlitz sehen wollen.

Wie die Presse Adolf Hitlers in den Jahren des Kampfes vor jedem Sieg die Front des Gegners sturmreif machte, so ist sie heute als Bannerträger des Führers und Volkskanz­lers, als ein Faktor der staatspolitischen Aufbauarbeit nicht mehr wegzudenken. Nicht nur „berichtet sie wahrheitsgetreu und lückenlos von den Taten und Tatsachen, die der Regierung des Dritten Reiches täglich gelingen", nicht nur stellt sie jedes Teilergeb­nis der gigantischen Neugestaltung Deutsch­lands in der Form bloßer Meldungen für die Oeffentlichkeit heraus — sie bringt, er­läuternd und verknüpfend, den schöpferischen Geist all der Gesetze, Richtlinien und orga­nisatorischen Leistungen des Staates zur durchschlagenden Wirkung, ja, zum inne­ren Erlebnis. „Die größten Umwälzun­gen auf dieser Welt sind nie durch einen Gänsekiel geleistet worden", so hat es zwar der Führer einmal selbst betont, doch er hat dieser Feststellung die Worte folgen lassen: „Der Feder blieb es vorbehalten, die Um­wälzungen zu begründen." So werden wir uns denn auch in Zukunft nicht auf bloße Berichterstattung beschränken: wir werden weiter das Verständnis für die in­neren Zusammenhänge aller Lei­stungen des Führers und seiner Mitarbeiter vertiefen.

Mehr noch: Das im Kampfe um die Macht erworbene Recht der Parteipresse, stets wach­same Hüterin des nationalsozialistischen Ideengutes zu sein, ist für uns mrt der Auf­gabe verbunden, dem Führer die Herzen aller Volksgenossen wahrhaft erobern zu helfen. Nicht nur den noch zu bekehrenden Teil der Nein-/Säger, auch diesen und jenen erstäußerlich gewonnenen Volks­genossen kann allein die Presse der Be­wegung immer weiter hineinführen in die politische und geistige Welt des neuen Deutschland. Nie werden wir erlahmen in unserer Aufklärungsarbeit an denen, die mehr oder weniger zögernd noch abseits stehen. Nie aber wird unsere Kritik an allem Undeutschen die nationalsozialistische Offen­heit scheuen. Besonders jene schlauen, hart­näckigen Zeitgenossen, die ihre Opposition neuerdings mit „durchaus legalen Mitteln" und „auf dem Boden der Tatsachen" betrei­ben zu müssen glauben, werden bei uns nach wie vor auf Granit beißen. Die alten Partei­mitglieder aber sollen weiterhin in ihrem Kampfblatt die Erinnerung an ihre beispiel­losen Opfertaten, äst ihr heldenhaftes Ringen um den Sieg gepflegt sehen. Wertende Be­richterstattung, rücksichtslose Kritik am Ueberlebten, volkserzieherische Aufbauarbeit

— nur die aus eigener Kraft sich durch­setzende Staatspresse kann diese drei Forderungen gleichzeitig erfüllen!

Jene weit gesteckten politischen Ziele wer­den wir auch in Zukunft mit unserer Aufgabe alsZeitungderFreienHansestadt Bremen in Einklang zu bringen wissen. Das vor einem Jahr gegebene Versprechen, wir würden Brücken vom Jetzt zur großen Vergangenheit unserer schönen Vaterstadt schlagen, wird nie gebrochen werden! Aber wir werden die Gesamtinteressen der Nation im Sinne der Wirtschaftspolitik Adolf Hit­lers selbstverständlich als das Ueberragende ansehen: innerhalb dieses unser ganzes'Volk umfassenden Wirtschaftsbereiches. wird — worauf wir unser Augenmerk richten werden

— die Hansestadt in der Lage bleiben müssen, ihrer Stellung als Ausfallstor zum Welt­handel weiterhin gerecht zu werden.

Sodann stehen besondere außenpoli­tische Pflichten im Brennpunkt unse­rer Tagesarbeit. Das Ausland liest, will es sich ein Urteil über die Entwicklung in Deutschland bilden, die Blätter der NSTAP., deren Meinung es mit Recht als die des Staates, des Volkes, der Nation ansieht. Wir sind uns im Hinblick auf diese Tatsache der großen Verantwortung, die uns als dem