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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien kjansestadt vremen
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-nt?^önnt,aas^?ern!precher 51116' Obernstraße 86. Fernspr. 5 41 21 In Syke Mühlendamm Nr. 2
der Nationalsozialisten Vremens
flmtlikstes Verkündungsblatt des Neichsstattiialters in Mdenburg und vremen
Nr. 26/10. Jahrgang
Sonnabend, 2?. Januar 1940
Einzelpreis 16 Nps.
Ministermord im Irak knalands V
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ow vlutspur der britischen Imperialisten
der irakische sinanzmimster Nustam staidar ein dpfer des Secret Service!
Berlin, 27. Januar.
Ueber das durch den englischen Secret Service angezettelte Attentat, dem der irakische Finanzminister Nustam Haidar zum Opfer fiel, wird aus Bagdad folgendes gemeldet: Man ist in Bagdad davon überzeugt, daß der Grund des Attentats nicht ein „persönlicher Racheakt" eines entlassenen Polizeiinspektors, sondern die wohlbedachte Tat des englischen Secret Service darstellt, der diesen Polizeiinspektor zu dem politischen Mord gedungen hat. Selbst die Irak-Regierung gibt durch ihr Verhalten zu erkennen, daß sie die Tat als die Wirkung eines durch dunkle Umtriebe geschmiedeten Komplottes ansieht, denn sie hat inzwischen eine ganze Reihe von ehemaligen Ministern und Provinzgouverneuren verhalten lassen.
Ueber die wahren Hintergründe dieses Mordes, der für die englischen Drahtzieher gerade zur rechten Zeit erfolgte, verlautet folgendes: Rustam Haidar, der als langjähriger und treuer Mitarbeiter des - gleichfalls auf mysteriöse Weise ums Leben gekommenen König Faisal und als Freund des englandhörigen Premierministers Nuri Said in den Augen vieler arabischer Nationalisten ursprünglich als ergebener Gefolgsmann Englands, galt, hat sich seit Beginn des Krieges von Nuri Said in der Frage des irakischen Verhaltens gegenüber Deutschland getrennt. Während Nuri Said auf Weisung Englands 'Deutschland den Krieg erklären wollte, setzte sich Rustam Haidar, ebenso übrigens mehrere andere Minister, für die Wahrung der irakischen Neutralität ein. Er wies darauf hin, daß Deutschland für die arabische Sache mehrfach warm eingetreten sei und daß es dem Irak nur Freundschaft bewiesen habe; er vertrat daher die Ansicht, dah der Irak diese deutsche Freundschaft nicht mit einer Kriegserklärung vergelten dürfe. Zudem war ihm klar, dah im arabischen Volk der Sinn für Freiheit und Unabhängigkeit nur durch Wahrung der Neutralität geweckt werden könne, nicht aber durch willenlose Ee- folgschaftsleistung in einem von England mutwillig angezettelten Kriege.
Rustam Haidar war der beste Kopf unter den m dre,er Frage zu Nuri Said in Gegensatz stehenden Politikern. Er war den Engländern unbequem geworden und wurde deshalb vom Secret Service kurzerhand beseitigt.
Mit der Ermordung dieses Mannes, der sich früher für England verdient gemacht hatte, wollten die Engländer zugleich die täglich stärker werdende Opposition im Lande gegen die verhaßte eng-landhörige Regierung mundtot machen und die Aufmerksamkeit des Volkes von Nuri Said, der sich nur noch durch größte Vorsichtsmaßregeln schützen kann, ablenken. Sie wählten daher als Werkzeug zur Ausführung ihres teuflichen Planes einen Mann, der als überzeugter Suunnit-und Schiiten- hasser bekannt war; denn Rustam,Halber war zugleich der geistige Führer der Schiiten im Irak. Die Engländer beabsichtigten also durch die Ermordung ihres Führers, die Schiiten in größte Erregung zu versetzen, und den schlummernden Gegensatz zwischen ihnen und
Britisches flugzeug abgeschossen
Ausklärungsflüge der deutschen Luftwaffe
Berlin, 27. Januar.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen keine besonderen Ereignisse. Die Luftwaffe führte an mehreren Frontabschnitten Aufklärungsfluge durch. Ein britisches Aufklärungsflugzeug vom Muster Bristol-Blenheim wurde bei dem Versuch, von Frankreich aus in das Ruhrgebiet einzufliegen, in der Gegend von Duisburg abgeschossen.
den Suunniten neu aufleben zu lassen. Die Aufhetzung der beiden religiösen Sekten im Irak gegeneinander entspricht der üblichen „völkerver- söhnewden" Methode, die die Engländer in anderen Ländern, insbesondere in Indien, immer wieder anwenden. Nuri Said hat, wie erwähnt, die günstige Gelegenheit dazu benutzt,.alle seine Gegner, die sich noch in Freiheit befanden, verhaften zu lassen.
2m Irak, steht die Polizei besonders stark unter englischem Einfluß, und wenn dort ein Angehöriger der Polizei ein politisches Delikt begeht, so steht immer England dahinter. Erinnert sei hierbei an jene große Demonstration gegen Nuri Said einige Tage nach dem in seinen Ursachen noch heute nicht völlig aufgeklärten Tode des jungen Königs Ghazi. Damals hieß es, die „Nazis" hätten die Studenten aufgehetzt und ihnen Flugblätter in die Hand gedrückt. Bald aber stellte sich heraus, daß ein Beamter der nach englischen Weisungen handelnden EID. (Lriminal Invsstigation Dspartment) die Studenten aufgeputscht und ihnen den Wortlaut
des Flugblattes diktiert hatte. Die Engländer wollten die Wut des irakischen Volkes, das sie für den Tod ihres geliebten Königs verantwortlich machte, auf Deutschland lenken. Ebenso wie die Engländer damals die Volkswut von sich abwenden wollten, wollten sie jetzt ihren Schützling Nuri Said vor dem empörten Volk schützen.
Das ist eine altbekannte Tatsache, daß im Orient und letzthin gerade im Irak hervorragende Persönlichkeiten immer dann starben, wenn sie England unbequem wurden. König Faisal starb, nachdem er den Engländern gedroht hatte, beim Völkerbund vorzubringen, daß britische Panzerwagen die gegen die Jrakregierung im Aufstand befindlichen Assyrer mit Munition versorgt Hirten. Der Eeneralsiabschef Bakr Sidqi wurde ermordet, weil er den Irak von der britischen Vormundschaft befreien wollte. Und König Ghazi starb, nachdem er durch seinen Rundfunksender die ausstiindischen Araber in Palästina zum Durchhalten geaen die Engländer ermuntert hatte.
Der englische Handelsminister und seine Blockadeziele
Der englische Handelsminister Croß fühlte sich bemüßigt, in einer Rundfunkrede einiges über die Tätigkeit seines Ministeriums zu „verraten". Drei Ansatzpunkte, so sagte er, gebe es für diese Tätigkeit, nämlich die Blockierung der deutschen Einfuhr, die Blockierung der Ausfuhr und die Konkurrenz auf denjenigen Märkten, zu denen 'Deutschland auf dem Landwege Zutritt hat.
Da der famose Minister selbst an greifbare Erfolge auf diesen drei Gebieten nicht glaubt, seinen Hörern aber doch irgend etwas zum besten geben mußte, wies er auf die „Bedeutung der in Deutschland erforderlichen Warenmengen vor dem Kriege" hin; auf Grund dieses Hinweises könne man sich eine Vorstellung von den Erfolgen der Konterbandenkontrolle machen, so lautete Eroß' seltsame Logik. Sodann war der englische Handelsminister unklug genug, sich zu dem Argument zu äußern, „es sei unhuman, die Einfuhr von Lebensrnitteln nach Deutschland zu unterbinden". Er, der Handelsminister, müsse daran erinnern, daß Deutschland ein totalitäres Land sei und daß England jeden Deutschen auf seinem Posten in der Wirtschaftsfront angreife — mit diesen Worten versuchte der Minister die brutale (wenn auch nicht von der gewünschten Wirkung begleitete) Blockademethode Englands zu „begründen". Schließlich ließ Croß seiner Phantasie freien Lauf, indem er meinte, es sei gar nicht nötig, daß Deutschland am Hunger zugrunde gehe, denn es könne sich praktisch selbst ernähren, „wenn die Nazis mehr für die Volksernährung statt für die Beschaffung von Kanonen sorgten". Der Handlanger der britischen Plutokratie kann dessen sicher sein: die nationalsozialistische Staatsführung hat rechtzeitig sowohl für die Volksernährung als auch für die Beschaffung von Kanonen vorgesorgt! Auf dem einen Gebiet ist Deutschland genau so gut gegen die britischen Piraten gewappnet wie auf dem anderen Gebiet. Auch diese absurde Spekulation des englischen Handelsministers ist also eine Fehlleistung. — „Der Wirtschaftskrieg", so schloß Croß, „ist, wie alle
keine allgemeine veflaggung am ZV. Januar
Berlin, 27. Januar.
Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda geben bekannt: Die am Tag der nationalen Erhebung — 36. Januar — übliche allgemeine Veflaggung unterbleibt in diesem Jahre.
anderen Formen des Krieges, ein sehr harter Kampf, in dem England selbst bereit sein muß, große Opfer zu bringen." — Mit diesen Worten käm der englische Blockadestratege der für England allein maßgebenden wirklichen Situation schon etwas näher!
2m übrigen geht aus den Ausführungen des Blockade- ministers hervor, daß England finanziell viel zu schwach ist, um seine Pläne durchzuführen. Die britische Presse selbst hat durch zahlreiche Artikel zu erkennen gegeben, daß die britische Ausfuhr, die bereits um die Hälfte zurückgegangen ist, nicht die Aufgabe einer Verdrängung deutscher Erzeugnisse auf den neutralen Märkten hat, sondern in erster Linie der Erlangung von Devisen dienen soll. Sir Ronald Croß hat ferner vergessen, daß Deutschland inzwischen einen der bedeutendsten und wichtigsten Wirtschaftspartner der Welt gewonnen hat, und daß eine Reihe von Staaten, die früher beträchtliche Warenmengen nach England und Frankreich lieferten, wie die baltischen Länder, heute derartige Lieferungen wegen des Transportrisikos lieber nach Deutschland vornehmen.
Erstmalig in seinen vielen Reden und Erklärungen hat Croß im Fazit zugegeben, daß mit einem unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenbrach Deutschlands nicht zu rechnen sei.
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Unser Isgessmegel
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Der gestrige Tag brachte wiederum an Englands Küsten zahlreiche Schifssverluste.
Bei Duisburg wurde ein britisches Flugzeug abgeschossen.
Churchills „Athrnia"-Schwindel wird jetzt sogar von englischen Blättern zugegeben.
Im Unterhaus wurden die deutschen Landwirt- schaftsmatznahmen für England als vorbildlich bezeichnet.
Die Ermordung des irakischen Finanzministers Rustam Haidar stellt sich als ein Werk des Secret Service heraus.
Mit der Einrichtung eines Erdölkommissariats in Rumänien schwinden hie Aussichten für die Fortsetzung der verbrecherischen Anschläge Englands auf rumänische Erdölbctriebe.
Die Bestimmungen über den Familienunterhalt der Angehörigen von Einberusencn wurden in zahlreichen Punkten weiter verbessert.
Wieder rund 25 t Schiffsoeriuste
SVS.-Nufe auf den Meeren rund um England
Amsterdam, 27. Januar.
Die Verwandten von neun Besatzungsmitgliedern des britischen Schiffes „Parkhill" (Kllll BRT.) wurden benachrichtigt, daß das Schiff als verloren angesehen werden muß.
Wie die Amsterdamer Presse aus London meldet, sind am Donnerstag das lettländische Schiff „Everene" (4884 BRT.) und der norwegische Frachtdampfer „Eud- veig" (1300 BRT.) gesunken.
Das lettländische Schiff „Everoja" (4854 BRT.) ist auf Grund gelaufen. Das Schiff sandte Notsignale aus, daß es sich in höchster Gefahr befinde. — Die „Everoja" ist ein Schwesterschiff der „Everene", die einige Stunden vorher unterging.
Der norwegische Frachtdampfer „Fayuang" gab aus der Nähe der Insel Hachijojima Notsignale und teilte in einem Funkspruch mit, daß Wasser in das Schiff eindringe und dieses schnell sinke. Der Kapitän und die Besatzung hätten das Schiff verlassen und sich in die Rettungsboote begeben. Der japanische Dampfer „Ei- fuku Maru" ist zür Unglllcksstelle geeilt. — Der 3400 t große Dampfer „Fayuang" befand sich mit einer Ladung Schwefelerz aus dem Slldpazifik auf dem Wege nach Pokvhama.
Außerdem wird aus England berichtet, daß sich der norwegische Dampfer „Birk" in der Gegend der Hebri- den in höchster Seenot befindet. Den SOS.-Rufen des Schiffen zufolge, die an einer Küstenstation Schott- lands aufgefangen wurden, ist das Ruder gebrochen, und das Schiff treibt auf hoher See.
Wie das ANP. meldet, ist in der Nacht zum Donnerstag nordwestlich von Pmuiden der norwegische Dampfer „Biarritz" (1772 BRT.) auf eine Mine gelaufen. Die Mannschaft des Schiffes wurde von dem norwegischen Dampfer „Borgholm" übernommen.
Norwegen verlor Z4 Schiffe, 2SS Seeleute
Oslo, 27. Januar
Die Nachricht von dem Untergang des norwegische« Dampfers Viaritz, eines der bekanntesten Schiffe der Handelsflotte, hat in Norwegen Bestürzung hervor-
Nun doch eine vombe im Schiffsraum
Esturchills „fltstenia"- Schwindel sogar von der englischen Presse zugegeben
Kopenhagen, 27. Januar, um ersten Male seit dem Untergang der „Athenia ein Londoner Blatt jetzt ofsen von der „Moglrch- ' gesprochen, daß dieser Dampfer vielleicht doch t, wie dies Herr Churchill so hartnäckig behauptet, einem deutschen U-Boot versenkt wurde, sondern r Bombe zum Opfer gefallen ist, die sich an Bord Schiffes befand.
vaily Mirror" berichtet, die amtlichen amernam- i Ünteriuchungen hätten ergeben, dah nicht ^7^"° r Amerikaner an Bord der „Athenia" ein U-Boot : einen Torpedo gesehen habe. Die Erklärungen des ischen Kapitäns und der britischen Mannschaft der henia", sie hätten ein U-Boot oder einen Torpedo hen, würden von den Amerikanern zurückgewiesen, l man sie als „interessierte Partei" ansehe, elbst britische Zeitungen fangen also an. die Luge Herrn Churchill für so fadenscheinig anzusehen, daß es vorziehen, auf dem Umwege der amerikanischen lärungen ihren Lesern zu verraten, daß die „Athe- " einer Bombe zum Opfer fiel, die sich an Bord Schiffes befand, und nicht einem deutschen U-Boot. wird wieder einmal Mr. Churchill von seiner eig^ Presse als Lügner gebrandmarkt — woran er sich rdings sicherlich schon gewöhnt hat.
Nach der flnnektion Englands ...
todsicher« Informationen des „Daily Telegraph" hw. Kopenhagen, 27. Januar, dänische Blätter zitieren eine Amsterdamer Mel- lg des Londoner „Daily Telegraph", wonach das
große und mit hohen Ansprüchen auf Seriosität auftretende Londoner Informationsblatt behauptet, im Besitze von Informationen zu sein, wonach in Marburg auf einer besonderen Führerschule bereits die Beamten ausgebildet würden, die künftig als Gauleiter und Kreisleiter die Verwaltung Englands übernehmen sollten, sobald England erst von Deutschland annektiert worden sei. Es sei dem ausgezeichneten englischen Journalisten, der in Amsterdam lebt, sogar gelungen, bereits den Mann kennenzulernen, dem künftig Slldwales als Verwaltungsgebiet zugeteilt sei und der sich durch Studien von Landkarten sowie wissenschaftlichen Werken über diese wichtige Jndustriegegend Englands auf seine künftige Aufgabe vorbereitet. Lediglich in einer Hinsicht sind die Mitteilungen des Londoner Informationsblattes vorläufig noch mangelhaft: Nicht einmal der Amsterdamer Vertreter ist in der Lage, den genauen Zeitpunkt zu veröffentlichen, der für die Annexion Englands vorgesehen sei. Trotz aller beruflichen Findigkeit! _
Engländer werden durchsuch!
Tientsin, 27. Januar
Die Rückwirkungen des völkerrechtswidrigen Anhal-, tens des japanischen Dampfers „Aiama Maru" und des Herunterholens der 21 deutichen Seeleute machen sich jetzt für Tientsin bemerkbar. Anstatt wie bisher ohne Verzögerung an den Eingängen zur britischen und französiichc>: Konzession durchgciasscn zu werden, müssen sich die Angestellten britischer Firmen jetzt durch die japanischen Posten durchsuchen lassen und stundenlang in der beißende« Winterkälte anstehe«.
gerufen. Neben den vielen anderen Schiffsverlusten, die das Land seit Kriegsausbruch infolge der brutalen englischen Seekriegsführung hat hinnehmen müssen, hat das Unglück der Viaritz die größten Opfer an Menschenleben gefordert. (Es kämm 36 Personen ums Leben.) Von der Besatzung des Schiffes konnten nur 12 Mann gerettet werden. Damit hat, Norwegen bis heute insgesamt 34 Schiffe mit 116 000 Tonnen und 208 Seeleute verloren. Es steht mit diesen Verlusten an der Spitze aller neutralen Staaten.
Amsterdam, 27. Januar.
Einer Reutermeldung aus London zufolge sind 11 Ueberlebende des schwedischen Dampfers „Eothia" auf einer Insel der schottischen Westküste gelandet worden. Nach den Aussagen dieser Ueberlebenden hat eine Explosion die „Gothia" zum Sinken gebracht, durch die drei Besatzungsmitglieder sofort getötet wurden. Ein Rettungsboot der „Gothia" mit 10 weiteren Besatzungsmitgliedern wird noch vermißt.
Helsinki, 27. Januar.
Von schwedischer Seite wird mitgeteilt, daß das finnische Schiff „Rötung" (1832 BRT.) im Bottnischen Meerbusen gesunken sei.
Noch zwei Vampfer durch Minen vernichtet
Berlin, 27. Januar.
Zwei weitere neutrale Dampfer sind nach dem Londoner Rundfunk wiederum auf Minen gelaufen und gesunken. Es handelt sich um den finnischen Dampfer „Onto" (1800 To.), sowie um den schwedischen Dampfer „Patria" (1200 To.). ' '
Zweite schwarze Liste gegen deutschen stände!
Montevideo, 27. Januar.
Die Engländer haben eine 2. erweiterte Schwarze Liste gegen den deutschen Handel herausgebracht. In diese Liste sind neben deutschen Firmen auch zahlreiche uruguayische Handelshäuser einbezogen.,
Keine Lust für fasteten in den lad
Kopenhagen, 27. Januar.
Trotz aller Lohnerhöhungen und Frachtsteigerungen finden sich immer weniger Reeder und Seeleute in den neutralen Staaten, die Fahrten nach England übernehmen wollen, weil sie genau wissen, daß die Fahrt nach England die Fahrt in den Tod bedeutet. Den dänischen Seeleuten werden zur Zeit Erhöhungen der Heuer bis zu 350 v. H. für Englandfahrten geboten? und trotzdem sind, wie aus Berichten aus dänischen 'Schiffahrtskreisen hervorgeht, Mannschaften für Fahrten nach England kaum aufzutreiben.
französische Mitschuld
vr. v. l,. Rom, 27. Januar.
Die Mitschuld der französischen Seebehörden an der Katastrophe des großen italienischen Fahrgastdampfers „Orazio", der 38 Meilen südlich von Toulon durch Feuer zerstört wurde, wird vom „Popolo d'Jtalia" betont, der über die Schilderung der Katastrophe und die Berichte der Geretteten die Ueberschrift setzt: „Vier
Stunden französischer Kontrolle wurden verhängnisvoll für das Schiff." Dazu stellt die Zeitung folgende Tatsachen fest: Die „Orazio" befand sich an der französischen Hoheitsgrenze, als sie von dem französischen Hilfskreuzer „Ville d'Ayace" gestoppt wurde. Die Franzosen zwangen das italienische Schiff zu einer vierstündigen Kontrolle, in deren Verlauf einige deutsche Staatsangehörige die „Orazio" verlassen mußten. Dieser Aufenthalt durch die französischen Maßnahmen wurde dem Schiff verhängnisvoll, denn ohne diese Verzögerung hätte die „Orazio" ihren Bestimmungshafen Barcelona erreichen können, wo die Fahrgäste und Besatzungsangehörigen ohne Schwierigkeiten ausgeschifft und vermutlich auch der Brand leicht bekämpft werden konnte.