Ausgabe 
(25.1.1940) Nr. 24
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bremer Zekm

parteiamtliche Tageszeitung

vas pmtsbiatt des Negierenden Vürgermeister» der Freien q-nlestadt vremen

Nachlru< ?en>iprecher 51115> Ohernstrasie 86. Fernspr. 5 41 2t In Syke Mühlendamm Nr. 2

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkündungsdlatt des Veichsstattstalters in Oldenburg und vremen

Nr. 24/10. Jahrgang

Donnerstag, 25. Januar 1940

kinzelpreis 15 Npf.

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britischer Zerstörer.krmoutli" vernichtet

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Berlin, 25. Januar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nordsee wurde der britische Zerstörer Exmouth" vernichtet. Sonst keine besonderen Er­eignisse.

Bei dem vernichteten ZerstörerExmouth" handelt es sich wie bei dem wenige Tage zuvor versenkten Erenville" um einen Flottillenführer. Beide Zerstörer hatten die gleiche Bauart. DerExmouth" wurde im Fahre 1834 aus der Werst in Portsmouth erbaut und war 1475 Tonnen groß. Der Zerstörer, der eine Ge­schwindigkeit von 38 Seemeilen erreichte, hatte als Be­waffnung acht Torpedorohre, fünf 12-Zentimeter-Ge- schütze und acht Maschinengewehre, die der Lustabwehr dienten und in Vierer-Lafetten angeordnet waren. Seine Länge betrug U02 Meter, die Breite 18,4 Meter und der Tiefgang 2,6 Meter. Die Besatzung, die 175 Mann stark war, ist allem Anschein nach in voller Stärke zusammen mit dem Zerstörer untergegangen. Ausgerüstet war das Schiff mit Parsons-Turbinen, die ihre Energie von 38 888 Pferdestärken mittels Räder auf die Schraubenwelle übertragen. England verlor mit derExmouth" den siebenten Zerstörer.

V ,ks ist zu befürchten ..

M London, 25. Januar.

Zu der Versenkung des ZerstörersExmouth" erklärt die britische Admiralität:Der Marineminister be­

dauert mitteilen zu müssen, daß S. M.Exmouth" (Kapitän Wenson) versenkt worden ist. Es ist zu be­fürchten, daß von der Mannschaft keiner am Leben ge­blieben ist. Die nächsten Anverwandten sind unterrich­tet worden."

knglandfahrt todesfahrt

Oslo, 25, Januar

Der 4 VV 0 -Tonnen-DampferSydfold" aus Haugesuud ist an der schottischen Küste gesunken. 18 Mitglieder der- Besatzung sind von einem anderen norwegischen Dampfer gerettet worden. Fünf Seeleute werden vermißt. /

britische krpresser

Heuer griechischer Seeleute widerrechtlich zurückbehalten

Amsterdam, 25. Januar.

^ Wie bereits bekannt geworden ist, weigert sich Eng­land hartnäckig, die griechischen Guthaben m Hohe von 2V- Millionen englischen Pfund, die aus den in Pfund­währung abgeschlossenen Löhnen für griechische Seeleute aufgelaufen sind, zu transferieren. Diese Haltung Eng­lands stellt nichts anderes als eine ungeheure Er­pressung an Griechenland dar, denn diese Guthaben, die nach griechischen Berechnungen bis zum Ablauf des griechischen Finanzjahres am 31. März 1840 sogar auf 5 Millionen Pfund angelaufen sein wer-

?M0 offiIiersanwürter vor dem sührer

Berlin, 25. Januar.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht versammelte am Mittwoch Osfizieranwärter des Heeres und der Luftwaffe im Sportpalast, die vor ihrer Be­förderung zum Ossizier stehen und nach Abschluß ihrer Ausbildung wieder zu ihren Fronttruppenteilen gehen.

Der Führer sprach, ausgehend von Sinn und Lebens- notwcndigkeit des Kampfes unseres Volkes, von den Pflichten und Aufgaben des Offiziers in der uational- sozialistischen Wehrmacht. Am Gedenktage des großen Königs stellte der Führer Friedrich den Großen und seine Soldaten als Vorbild bester Soldatcntugenden hin.

An dem Appell nahmen auch die Junker der ff-Ver- sügungstruppe teil. Die von den 7888 jungen Soldaten mit Begeisterung ausgenommenen Worte des Führers ließ Eeneralseldmarschall Eöring in einem nicht enden- wollendes Sieg-Heil auf den Ersten Soldaten des Rei­ches ausklingen.

Amsterdam, 25. Januar.

Hinier der Aussprache über die Unterstützung von Angehörigen britischer Soldaten, die dieser n.age im Unterhaus stattfand, steht die immer mehr anwachsende Entrüstung der Soldaten wie auch ihrer Angehörigen über die unwürdige Behandlung der Unterstützungs­empfänger. Die Unterhausmitglieder haben ganze Berge von Beschwerden erhalten, ohne datz irgendeine durch­greifende Hilfe auch nur beantragt worden wäre. Das Unterhausmitglied Lawson bezeichnete den Zustand als einen nationalen Skandal.

Als ganz besonders rücksichtslos wird es empfunden, daß Müttern und Vätern von Matrosen, die mit der Ronal Oak" untergingen, die Gewährung einer Pen­sion glatt abgeschlagen wurde. In zahlreichen Fällen versuchte die britische Admiralität sogar, von den Wil­

den, werden von der griechischen Regierung dringend als.zusätzliche Devisendeckung für die Drachme benötigt, um auf diese Weise Getreide für die Ernährung des griechischen Volkes kaufen zu können.

Das griechische Volk müßte also geradezu hungern, wenn England bei seiner brutalen Weigerung bleibt. Abgesehen davon, ist das Geld zum Unterhalt der Frauen und Kinder der griechischen Seeleute, die es mit großer Mühe und Gefahr verdienen mußten, be­stimmt. Engfands Plutokratenclique scheut sich also nicht, sich an den Notgroschen neutraler Frauen und Kinder zu mästen.

Eine ganz ähnliche Haltung nimmt, wie nicht anders zu erwarten, Frankreich ein. So wurden die Gel­der, die die Kapitäne von zwei griechischen Frachtdamp­fern in Marseille bei den Banken zur Ueberweisung nach Griechenland einzahlten, kurzerhand gesperrt. Fer­ner wurden in Frankreich.100 000 Franc der Pensions­kasse der griechischen Seeleute gesperrt, die zur Bezah­lung der Pensionen an alte Seeleute, Witwen und Wai­sen bestimmt waren.

Tokio, 25. Januar.

Die dreiste und herausfordernde englische Aktion gegen das japanische MotorschiffAsama Maru", die von der Presse alsPiraterie vor den Toren Tokios" treffend gekennzeichnet wird, wirkt sich immer stärker auf die Stimmung des japanischen Volkes aus. Immer neue Entschließungen von Parteien und Verbänden, die Ankündigung von Massenversammlungen sowie Be­sprechungen innerhalb des japanischen Kabinetts lassen erkennen, daß Japan offenbar entschlossen ist, seinem Protest gegenüber England aus jeden Fall Anerken­nung zu verschaffen.

Außenminister Arita hat den britischen Botschafter Craigie nochmals zu sich gerufen und ihm erklärt, datz Japan Maßnahmen zur Selbstverteidigung treffen werde, um weitere Zwischenfälle zu verhindern, falls

wen der Besatzungsangehörigen derRoqal Oak" einen Teil der gezahlten Familic-nunterstlltzung wieder ein­zuziehen, da die Mannschaften im voraus gelöhnt wür­den und beim Untergang derRoyal Oak" der Löh­nungstermin noch nicht abgelaufen gewesen sei.

Die Wohlfahrtsvereine in Portsmouth. voran der königlich« seemännische Wohlfahrtsverein", treten mit bitteren Klagen an di« Oeffentlichckeit, daß die Regie­rung die Hinterbliebenen der gefallenen Matrosen völlig veniachläisige. Zu Hunderten kämen dies« Opfer des Krieges ichon jetzt zu den Wohlfahrtsvereinigungen, um sich die notdürftigsten Unterhaltsmittel zu erbetteln. Einige Witwen, deren Männer ein Pfund täglich als Seeleute verdienen, werden mit einer Witwcnvension abgereist, die zwischen einem und .zwei Schilling für die ganz« Woche liegt (!).

Angesichts der heuchlerischen Erklärungen der West­demokratien gegenüber den Neutralen, für die Freiheit der kleinen Staaten zu kämpfen, stellt man in Griechen­land mit Entrüstung fest, daß hier in der rücksichts­losesten Weise gegen unschuldige Frauen und Kinder in neutralen Ländern vorgegangen 'wird, die bedenken­los ihres täglichen Brotes beraubt werden.

westznachispost mit S Wochen Verspätung

Oslo, 25. Januar.

WieMorgenposten" meldet, ist in Norwegen soeben verspätete Weihnachtspost (!) aus Amerika eingetrof­fen. Die 70 Postsäcke umfassende Sendung trägt ameri­kanische Poststempel vom 4. bis 6. Dezember. (!) Die für Norwegen bestimmten Postsäcke wurden in England aufgebracht und' die einzelnen Briefe teilweise geöff­net.Morgenposten" hat bei der Postbehörde eine amtliche Verlautbarung über diesen unerhörten Vorfall nicht erhalten können.

die von Amerika zu erwartenden japanischen Dampfer nochmals illegalen Aktionen ausgesetzt würden. Arita betonte weiter, daß ernste Auswirkungen aus die japanisch-englischen Beziehungen nicht ausbleiben könnten.

Diesoziale Massenpartei" verlangt in einer Ent­schließung, daß die japanischen Gewässer unverzüglich von den britischen Piraten gesäubert werden müßten. Japan solle außer der sofortigen Herausgabe der ver­hafteten Deutschen eine klare Entschuldigung Englands sowie Garantien zur Verhinderung ähnlicher Vorfälle verlangen. Weiter erwartet die Partei, daß die Schiff­fahrtsgesellschaft Nippon Pusen Kutscha, die Besitzerin des von den Briten überfallenen MotorschiffesAsama Maru", zur Verhinderung weiterer britischer Spionage alle englischen Angestellten entläßt und sich überhaupt von England weitgehend unabhängig macht.Asahi Schimbun" meldet, daß eine Reihe höherer Seeoffiziere, die zu Besprechungen in Tokio weilten, sich sofort auf ihre Posten zurückbegeben hätten. Schließlich berichtet das Blatt, es feien bereits Gegenmaßnahmen getroffen worden, um neue Zwischenfälle zu verhindern.

kngland pfeift aus den Protest Japans

Schon wieder ein japanischer Dampfer durchsucht

Tokio, 25. Januar.

Obwohl die gewaltsame Durchsuchung des japanischen DampfersAsama Maru" und die Verhaftung der deutsche» Passagiere in ganz Japan einen Entrüstungs- sturm ausgelöst hat, obwohl die gesamte japanische Presse die Engländer vor einer Wiederholung einer solchen Vrvskierung warnte und sogar das Außenamt dem britischen Botschafter einen scharfen Protest über­reichte, hielt jetzt schon wieder ein englischer Zerstörer in der Nähe von Honolulu einen japanischen Dampfer an. Es handelt sich um den DampferTatsnta Maru", der streng durchsucht würde. Die Frage des japanischen Kapitäns nach Namen und Nationalität des Kriegs­schiffes blieb wieder unbeantwortet.

(Fortsetzung aus Seite 2)

XL»

.nun laßt uns endlich Taten sehn!"

rck. Berlin, 25. Januar.

Je weniger sich an den starren Fronten der Beton» wälle rechts und links des Rheines ereignet, desto eifriger ist man in den politischen Zentren des Westens am Werk, dem Vernichtungswillen neue Wege zu er­schließen und auf irgendeine Weise auch den Krieg z» Lande in Fluß zu bringen. Der Grund zu diesem Eifer mag einmal darin liegen, daß man auf diese Weise die innere Front etwas entlasten möchte, die in Frank­reich in gleicher Weise wie in England eine derartige Stützung nötig zu haben scheint. Natürlich mußte es seine Wirkungen haben, wenn man monatelang mit einem krampfhaften Hohngelächter über die vorsorg­lichen deutschen Maßnahmen auf dem Gebiet der Lebensmittelversorgung herfällt und Schrott- und Alt­papiersammlungen als Symptome eines nicht mehr z« bremsenden Abstieges ironisierte nun, wer aus das kurze Gedächtnis der Massen spekuliert hatte, ist herein­gefallen, und sicher hat sich mancher Franzose bei der Ankündigung der Altstoffsammlungen in seinem -Land der Gazetten erinnert, die bei den gleichen Maßnahmen in Deutschland über den Rhein gezeigt und gerufen hatten:Seht! Sie pfeifen aus dem letzten Loch!"

Doch das mag nicht der einzige Grund gewesen sein, weshalb man in Frankreich nach Taten ruft. Natürlich ist es für die politische Lebensdauer der Kriegstreiber und für das undankbare Amt des Jnformationschefs angenehmer, wenn auch nicht von Siegen, so doch von Fortschritten" berichten zu können, statt sich dauernd über das Thema der evakuierten Eisässer, das Kinder­elend in den Flüchtlingslagern und die Zustände in den Reihen der zum Dienste gepreßten Ausländer auslaste« zu müssen, ganz zu schweigen von dem Thema der Defaitisten, die mit Flugzetteln und durch ihr Flüstern ganze Polizeibataillone in Atem halten.

Und London? Es hat nicht weniger Grund nach Ta­ten zu rufen. Denn es spricht sich doch unterstützt von gelegentlichen amtlichen Dementis mittlerweile her­um, wie es in Wirklichkeit mit den von der Presse gemeldeten Siegen aussieht, denn der historische Bom­benangriffder Helden von Kiel" ist ja auch dadurch nicht zur Wirklichkeit geworden, daß man den Akteuren dieser Komödie vom König höchst persönlich Orden an­heften ließ. Auch die Versorgungslage ist nicht gerade glänzend. Alle Engländer interessiert der Mangel an Milch und an Futtermitteln, der in der letzten Zeit laufend zu Abschlachtungen von Vieh und Geflügel zwingt, viel mehr, als die mit einem rosigen Lächeln vorgebrachte Erklärung des Ernährungsministers, daß der Uebergang zum Kontrollsystem zufriedenstellend verlaufen sei". Zufriedenstellend war er jedoch nur für die Fleischerjungen, die wegen des Fehlens jeglicher Fleischwaren sich den Weg. durch die ohnehin nicht ge­mütliche Winterlandschaft sparen konnten.

Aber vielleich tröstet man sich mit den Meldungen aus Britisch-Columbien, die Massenabschüsse von Wild­pferden berichten und damit eine neue Ernährungs­grundlage andeuten (sofern die KonservenMarke Mor­rison" überhaupt heil über den Ozean kommen). Trost mag den Engländern ferner das Dekret Daladiers ge­bracht haben, der als wahrer Landesvater die Zölle für Pferdefleisch aufgehoben hat, die bisher in dem reichen Agrarland Frankreich üblich waren. Nimmt man die letzten Sabotageaktionen in England hinzu, die unge­brochene Aktivität der Männer aus Irland, die Old England einmal seine Methoden im eigenen Lande demonstrieren, und schließlich die Unruhe, die von den nächtlich angebrachten judenfeindlichen Inschriften aus­ging, so kann man es den westlichen Politikern beinahe nachfühlen, daß sie sich danach sehnen, einmal etwas Neues, Erfreuliches, berichten zu können. Aber das ist zur Zeit recht schwierig. Die letzten Verluste an Kriegs­schiffen und Handelstonnage, die sich langsam verstei­fende Haltung der Vereinigten Staaten und dieMiß­verständnisse" mit den Japanern sind sicher ebenso wenig geeignet, für gute Laune zu sorgen, wie die deutlichen Antworten auf Churchills Rede, die zu allem Unglück in Paris auch noch alsWarnung" kommentiert wurde.

ImMatin" fordert Fwbry, der ehemalige Kriegs­minister Frankreichs, dem man wohl nicht zu Unrecht

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Unser Lssesspiesel

(Die ksutigs Lusgabs umkaüt, acdt Zeiten)

Wieder verlor England einen Zerstörer mit 175 Mau» Besatzung.

Den Hinterbliebenen des vernichteten britischen SchlachtschiffesRoyal Oak" läßt Churchill einen Teil des Soldes wieder abnehmen.

Die Briten hielten einen zweiten japanischen Dampfer an.

Der Führer sprach vor 7888 Offiziersanwärtern. Unser Gauleiter Carl Röver besuchte aus einer achttägigen Fahrt nach dem Westen unsere Feld­graue» aus dem Nordsccgau an der Front. General Daluege besichtigte Einrichtungen der Bre­mer Schutzpolizei.

Der Führer der Volksdeutschen in Rumänien, Landcs- obmann Fabritius, sprach aus einer Großkund­gebung in derGlocke".

Vie Piraterie vor den loren lokios

Japanische Protestbewegung gegen die englischen Seeräuber wächst

Las nennt man plutokratisch

lsturchill nimmt den Witwen der gefallenen englischen Matrosen denzuviel gezahlten Sold" wieder ob