Ausgabe 
(24.1.1940) Nr. 23
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Lreien Hansestadt Vremen

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PPMonnlaas"ürerniprrckier 5 l 115 Obernstraße 86. Fernspr. 5 41 21 In Syke Mühlendamm Nr. 2

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkünüungsdlatt des Neichsstattiialters in Mdenburg und Sremen

Nr. 2Z / 10. IaHrAmg

MittwocH, 24. Januar 1940

Linzelpreis 15 Nps.

kn-landstapfere luden" am Pranger

Lehrreiche Inschriften in London

die Juden wünschten diesen Krieg, aber sie kümpsen nicht"

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Iiv. Kopenhagen, 24. Januar.

Sehr zum Aerger der zahllosen Juden und Marxisten in England werden jetzt die Straßen der britische» Hauptstadt und zahlreicher Provinzstädte unter dem Schutz der Verdunkelung mit Aufschriften:Jüdischer Eeldkrieg!", oderDas ist der Krieg der Juden!" ver- . ziert. DerDaily Herald" berichtet, daß ein Sprecher bei einer Straßenversammlung sogar angekündigt habe, seine Organisation werde die Armee aufklären.Die -Juden wünschten diesen Krieg, aber sie kämpfen nicht!", habe er erklärt.

Von den jüdischen Organisationen wird demgegenüber groß herausgestellt, daß der erste englische Milizmann, der einberufen wurde und auch der erste in der Miliz Beförderte Jude gewesen sei. (Kein Wunder beim bis­herigen jüdischen Chef Hore-Belisha!) 'Desgleichen sei der Kommandeur der ersten französischen Kompanie, die gegen deutsches Gebiet marschierte, Jude gewesen, näm­lich Kapitän Pierre May. 2n seinemRuhm" sonnt sich die ganze jüdische Sippschaft in London und Paris. Es muß schließlich ja auch eine Ausnahme geben!

Nestlose Vernichtung veutschlands!"

Amsterdam, 24. Januar.

In einem Aufsatz im LondonerDaily Telegraph" unternimmt es der französische Leitartikler Pertinax, die Kriegsziele Frankreichs mit schonungsloser Deutlich­keit klarzulegen.

Pertinax, der sich im übrigen möglichst vorsichtig aus­drückt und bemüht ist, den englischen, und französischen Standpunkt auf den gleichen Nenner zu bringen, geht über die sogenanntenföderalistischen Kriegsziele", wie Kriegsgerichtsbarkeit, Abrüstung, kollektive Sicherheit usw. hinweg und stellt als maßgebliche Richtlinie für die Kriegsziele Frankreichs die Zerschlagung Deutsch­lands in kleine Staaten heraus. Dieses sei das Ziel der französischen Berufsdiplomaten, deren Ansichten bei einem sogenannten Friedensschluß entscheidend seien.

Es genüge nicht, so führt der französische Leitartikler im einzelnen aus, daß man nach dem Siege eine mili­tärische Vorherrschaft aufrechterhalte.Bis zum Aus­druck einer neuen Ordnung", müßten die Westmächte durch eine Rheinlandbesetzung in weitergehender Form als vor 20 Jahren eine strategische Herrschaft über Deutschland herstellen. Sie würden natürlichkeine im­perialistischen Ziele haben" (!), dennoch würde es wün­schenswert sein denn damit würde man jeden Ver­dacht töten wenn Deutschlands Nachbarn, die jetzt in ihrer Neutralität gelähmt seien, mit den beiden großen Westmiichten vertraglich verbunden würden.

Der französische Leitartikler, der an verschiedenen Stellen unterstreicht, daß seine Aeußerungen die Ansicht maßgebender französischer Berufsdiplomaten seien, ent­wirft sodann ein Bild -von einer neuen Genfer Liga, die einer vollständigen und brutalen Herrschaft der englischen und französischen Plutokraten dienen soll. Er erklärt, daß in anderer Hinsicht die franzosychen Unterhändler bei einem Friedensschluß zweifellos ver­sucht sein würden,in gewisser Beziehung" die Bestim­mungen von Versailles wiederherzustellen. Es wurde ,o z. V.überraschend sein," wennder Völkerbund von morgen sich radikal von dem von gestern unterscheiden würde." Sollte Genf nachföderalistischem Vorbild" um­gebaut werden, so würde das ein solches Opfer an Souveränität bedeuten, daß man kaum annehmen könnte, daß dieser Vorschlag durchgehen, d. h. also vor den englisch-französischen Kriegshetzern bestehen könnte.

Dieses Programm, so sagt Pertinax, sei noch keines­wegs etwa fix -und fertig entworfen, aber diese Ge­dankengänge deckten sich mit denen der französischen Diplomatie. (Uns genügt dieses Programm auch schon in der vorliegenden Form. Die Schriftl.)

französischer Seeräuberrekord

Brüssel? 24. Januar.

Am 10. Januar ist in Antwerpen der belgische Fracht- dampferKatange" eingetroffen, der seit dem 21. Okto­

ber 1939 von den französischen Blockadebehörden in Le Savre zurückgehalten war. Aus einem Bericht des Ka­pitäns ist zu ersehen, daß es die französischen Behörden ausschließlich auf eine größere Kupferladung abgesehen hatten, die das Schiff an Bord hatt'e. Erst am 20. De­zember 1939 halte sich die französische Regierung dafür entschieden, daß sie einen Teil der Kupferladung käuf­lich erworben wolle, und nach der Ausladung der in Frage kommenden Kupfermenge erhielt das Schiff am 5. Januar die Genehmigung zur Weiterfahrt.

Die 2jchmonatige Zurückhaltung dieses neutralen Schiffes stellt einen Rekord der französischen Blockade- behörden dar, und ist ein bezeichnendes Beispiel für die allein Völkerrecht hohnsprechende rücksichtslose Verge­waltigung der neutralen Schissahrts- und Handels­interessen.

wieder aus den fingern gesogen!

Einfältige Phantastereien des englischen Lügen- ministeriuins

Berlin, 24. Januar

Das englische Lügenmiilistcrium verbreitet Meldun­gen, die sich in ihrer Naivität und Einfalt würdig den bisherigen Produkten englischer Propaganda anreihen.

Diesen Nachrichten zufolge sollen 150- deutsche mili­tärische und technische Berater nach Rußland gefahren sein, um den Russen in Finnland Hilfe zu leisten (!) Hierauf sei die gemeldete erhöhte fliegerische Tätigkeit der russischen Luftwaffe zurückzuführen. Als Gegen­leistung ioll Sowjetrußland, Deutschland hie galiziichen Oelfelder sowie die Kontrolle über die dortigen Eisen­bahnen zugestanden haben. Deutsches Militär habe im Verfolg dieser Abmachungen diese Gebiete besetzt.

Es verlohnt sich nicht der Mühe, naher auf diese Phantastereien einzugehen, da selbstverständlich, wie gewöhnlich solche englischen Meldungen, frei erfunden sind. Die britisch« Propaganda möcht? hierbei zwei Fliegen nftt einem Schlag treffen. Die nordischen und illdosteuropäischen Länder sollen beunruhigt und zur Opferung für den britischen Imperialismus reif ge­macht werden.

fln der Lodesküste gesunken

erfolgreicher Handelskrieg der deutschen Kriegsmarine in Nordsee,fltlantik und Vstsee

Berlin, 24. Januar

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Grenzgebiet südostwärts Pirmasens machte ein Spähtrupp ohne eigene Verluste einige Gefangene. Der Feind hatte außerdem mehrere Tote.

Die Kriegsmarine führte auch in den letzten Wochen in Nordsee, Atlantik und Ostsee erfolgreichen Handels­krieg. Die Tätigkeit der Minensuch- und Vorpostenver­bände wurde ebenfalls planmäßig durchgeführt.

britisches Vorpostenschiff überfällig

Amsterda m, 24. Januar

Wie die britische Admiralität bekanntgibt, ist das VorpostenschiffValdora" seit längerer Zei übersällig, so daß man mit seinem Verlust rechnen muß.

flm laufenden Sonst ...

Lissabon, 24. Januar

Der griechische DampferEkatontarchos Dragoulis" (5329 Vrutto-Register-T-onnen) ist im Atlantik gesunken.

Amsterdam, 24. Januar

Der norwegische DampferMauritia" (1570 VRT.) muß als verloren gelten. Zwei Matrosen wurden von einem englischen Kriegsschiff in einem Rettungsboot tot aufgefunden.

London, 24. Januar

Der norwegisch« DampferPluto" (1598 BRT.), der in Haugesund beheimatet ist und der in London be­heimatet« britische DampferBaltanglia" (1523 BRT.) sind Dienstag an der Nordwestküste auf Minen gelaufen und gesunken. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen.

Versteerenste fluswirkung der deutschen Seekriegsfichrung

Amsterdam, 24. Januar.

Der englische Presfelord Deaverbrock hat in seinem Daily Expreß" wieder einmal einen Artikel veröffent­licht, in dem er nachdrücklichst einen Ausbau der eng-

Zapan drostt mit HegenmaßnaHmen

tokio verlang« stusliejeruno der 2l verkosteten Veutschen an Japan Schärfster Protest

gegen den britischen Piratenstreich

Tokio, 24. Januar.

Der japanische Außenminister Arita unterrichtete Dienstag das japanische Kabinett über die ^japanische Protestnote an England wegen desAsama-Maru"-Zwischenfallcs, in dem Japan die Auslieferung der auf derAsama Maru" verhafteten 21 Deutschen fordert. Das Kabinett billigte das Vorgehen des japanischen Außenamtes ganz entschieden. Wie man hört, hängt das weitere Verhalten Japans im Zusammenhang mit demAsama-Maru"-Zwischenfall jetzt völlig von der britischen Antwort auf die japanische Protestnote ab. Im Hinblick auf weitere Möglichkeiten legt die japanische Regierung auf die Auslieferung der 21 Deutschen an Japan ganz besonderen Wert.

Ver fallflsama Maru" spitzt sich;u

T o k i », 24. Januar.

DerAsama-Maru"-Zwischensall findet auch insofern die besondere Aufmerksamkeit der japanischen Regie­rung, als zur Zeit noch drei große japanische Passagier­dampfer von Amerika nach Japan unterwegs sind, von denen einer, und zwar der Nyk-DampferEinyo Maru", 30 deutsche Passagiere, aus Mexiko an Bord haben soll. Ob sich auch auf den anderen beiden Schiffen deutsche Passagiere befinden, ist im Augenblick nicht be­kannt. Die Schiffahrtsgesellschaft Nyk hat sich bereits an das japanische Marineamt gewandt, das zugesagt hat, im Falle derEinyo Maru" die geeigneten Maßnah­men zu ergreifen.

Der Oberkommandierende der Flotte berief am Dienstag eine Konferenz ein, die sich ebenfalls mit dem Asama-Maru"-Zwischenfall beschäftigte. Gut unterrich-

London und Paris beschimpfen Vorab

So nestmen sie Nache an den besonnenen flmerikanern!

Berlin, 24. Januar.

Offensichtlich auf höhere Weisung gibt sich die engli­sche und französische Presse dazu her, in ausführlichen Nachrufen" den verstorbenen Vorsitzenden des Aus- schusses für auswärtige Angelegenheiten im amerikani­schen Senat, Senator Borah. der soeben mit einem Staatsbegräbnis feierlich zu Grabe getragen wurde, in einer Art zu beschimpfen, die abseits aller Propa­gandaphrasen die Grenzen des Anftandes überschreitet. Der Kurzwellensender London erklärt, daß Borahs einziges politisches Amt war, für eine halbe Million von Schafzüchtern und Cowboys in Jdahö als Senator zy fungieren. Die Tatsache, daß Senator Borah seinen politischen Standpunkt selbständig und ungeachtet äuße­rer Einflüsse und Schwierigkeiten vertrat, kommentiert der Londoner Sender niit.der höhnischen Bemerkung, Seoator Borah ritt immer allein, seine donnernden Reden, seine dichte Haarmähne brachten ihm den ^.itel desLöwen von Jdabo" ein".

Das PariserOrdre" läßt die Hintergründe dieser geschmacklosen Hetze deutlich werden. Das Blatt, das selbst nicht umhin kann, zuzugeben, daß Borah immer der energischste Bekämpfer der Korruption in Amerika war, erklärt, Borah habe sich aus seinemUnverständ­

nis" heraus eine Art Heiligenschein zu verleihen gesucht und sei der typische Einzelgänger gewesen. Er habe nie­mals etwas von Europa verstanden und hätte sich des­halb durch die zügellose Propaganda für die Revision der Verträge gewinnen' lassen. Das Blatt stellt unge­schminkt fest:Sein Tod ist unserer Position innerhalb der Vereinigten Staaten in keiner Weise abträglich, ganz im Gegenteil!"

Mit dieser schamlosen Verunglimpfung des Senators Borah zeigen die Plutokratien nicht zuletzt USA. ihr wahres Gesicht und ihre verbrecherischen Anstrengungen, Amerika wiederum vor ihren Wagen zu spannen. Nur übersehen sie hierbei, daß USA. aus dem Weltkrieg ge­lernt hat. und die Machenschaften der Kriegstreiber durchschaut. Der geschmacklosen englisch-französischen Nachrufe dürften also das Gegenteil von dem, was man beabsichtigte, bewirken. Wundern müssen wir uns auch über das Bild, das sich die Pariser und Londoner Presse von den Amerikanern macht: sie werden offenbar für genau so kurzsichtig und moralisch abgestumpft gehalten, wie man sich die eigenen französischen und rnglischcn Zeitungsleser vorstellt. Welch Irrtum, was USA. betrifft!

tete Kreise nehmen an, daß auf dieser Konferenz be­schlossen worden sei, die notwendigen Schritte zu ergrei­fen, nm eine Wiederholung derartiger Zwischenfälle zu verhindern.

2m übrigen beschäftigt sich auch die japanische Öf­fentlichkeit nach wie vor sehr stark mit demAsama- Mar«"-Zwischenfall. Der Organisationsausschuß der nationalen oftasiatischen Aufbauliga hielt^am Mofttag- abend eine Sondersitzung üb, in der beschlossen wurde, die Regierung zu ersuchen, scharf« Maßnahmen zu er­greifen, um das Prestige des japanischen Imperiums zu schützen. Der Ausschuß fordert die Regierung auf, gegen britische Kriegs- und Handelsschiffe kriegführende Rechte anzuwenden und eventuell britische Schifte zu be­schlagnahmen.

Die nationalistische Organisation Tohokai über­reichte dem Ministerpräsidenten sowie dem Außen­minister und dem Marineminister eine Entschließung. Sie fordert, daß Japan alle Rechte einer kriegführenden Macht gegenüber Tschiangkaischek ausüben und die Kriegsschiffe dritter Länder, besonders Englands, die Tschiangkaischek unterstützten, aus den chinesischen und japanischen Gewässern fernhalten solle. Ferner solle die japanische Marine die Ehre und> das Ansehen des japa­nischen Volkes vor aller Welt demonstrieren. Schließlich fordert die Vereinigung die Bestrafung des Kapitäns derAsama Maru", der die Durchführung der britischen Piratentat auf seinem Schiff duldete.

Die Blätter betonen, daß die japanische Nation mehr denn. je über Englands herausfordernde Maßnahme aufgebracht sei, die die Ehre und das Ansehen des Kai­serreiches antaste und zu einer unerwartet ernsten anti- britischen Volksbewegung führen könne. England müsse daher, so schreibtNitschi Nitschi", im Falle einer Zu­rückweisung des japanischen Protestes die volle Ver­antwortung für alle sich aus dem Zwischenfall ergeben­den Folgen tragen.Asahi Schimbun" schreibt, Eng­land ignoriere bedenkenlos das internationale Rpcht und die Gefühle anderer Staaten, wenn ihm dies zu seinem eigenen Vorteil zweckmäßig erscheine.Hotschi Schimbun" hebt besonders hervor, daß die britische Aktion unmittelbar vor der Bucht von Tokio, fast in Rufweite der Hauptstadt Japans vorgenommen wor­den sei. England mißachte damit die nationale Würde Japans und besonders der japanischen Flotte, was zu­gleich befremdend und lächerlich sei. Wenn England seine Fehler nicht einsähe und sich nicht gebührend ent­schuldige, so müßten sofortige Gegenmaßnahmen ergrif­fen werden, und zwar' nach dem GrundsatzAuge um Auge, Zahn um Zahn".

lischen Landwirtschaft fordert, um Devisen einsparen und Schiffsraum größeren Umfanges für kriegswichtige Einfuhren freibekommen zu können. Es wird eine Er­höhung der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche um vier Millionen Morgen vorgeschlagen und gleichzeitig eine bedeutende Erhöhung des Viehbestandes. Dabei hat Beaverbrock allerdings nicht bedacht, daß eine Steige­rung des Viehbestandes unmöglich ist, wenn man auf der arideren Seite weite Grünflächen unte ven Pflug nimmt und damit die Futtergrundlage vermindert.

Interessant sind aber seine Angaben, daß seit Kriegs­ausbruch in England der Kälberbestand um eine halbe Million zurückgegangen sei, ebenso der Schweinebestand und infolge der Futtermittelknappheit der Hiihnerbe- stand sogar um fünf Millionen. Diese Ziffern sind ein eindrucksvoller Beweis für die Behinderung der bri­tischen Einfuhren durch die deutsche Seekriegssührung und die weitreichenden Auswirkungen dieser Erfolge.

Der englische Rundfunk ist allerdings weniger glück­lich gewesen, als er fast am gleichen Tage der Veröffentlichung dieses Artikels ein Loblied auf die englische Lebensmittelversorgung losließ, die im ganzen Lande vollkommen ausreiche, wobei er sich sogar zu der Behauptung verstieg, daß es auch Eier mehr als genug gebe. Ebenso falsch ist auch die Behauptung, daß Speck und Schinken in genügender Menge vorhanden seien, denn die Knappheit dieser Lebensmittel hat be­reits eine Erhöhung des Schinkenpreises von einem Schilling für ein Pfund auf 2,4 Schilling bewirkt.

. Berlin, 24. Januar.

Mit großer Erregung erörtert man in der japanischen Oeffentlichkeit den frechen Piratenstreich, den sich ein englisches Kriegsschiff dicht unter der japanischen Küste durch die Aufbringung derAsama Maru" und die Ver­schleppung von 21 an Bord befindlichen Deutschen ge­leistet hat. Die Erregung ist um so stärker, als man in Tokio wohl erwartet hatte, daß die früheren Proteste gegen die englischen Seeräubermethoden wenigstens einen gewissen Eindruck auf die Londoner Regierung nicht verfehlt haben würden.

Wie wenig Chamberlain und Churchill jedoch daran denken, sich durch die Vorstellungen anderer Staaten von den Grundsätzen brutaler britischer Hegemonial- politik abbringen zu lassen, haben die jüngsten Hebel­griffe gegenüber Japan und USA. ebenso bezeugt wie die kürzliche Rundfunkrede des Ersten Lords der Admi­ralität. Die Versuche der englischen Regierung, die Neutralen zu Kriegsdiensten für ihre politischen und kapitalistischen Interessen zu pressen, gehen bekanntlich nach verschiedenen, aber doch im Ziele einigen Metho­den vor sich. Der Appell an angebliche Zivilisations­ideale gehört ebenso zu dieser Taktik wie die Hetze mit infamster Lügen- und Greuelpropaganda gegen den'' Nationalsozialismus. Die völkerrechtswidrige Blockade, die den Vorwand zu einer restlosen Kontrolle des in­ternationalen Handels abgeben soll, wird ergänzt durch die Bemühungen, die Volkswirtschaften der Neutralen unter britische Aufsicht, ja sogar unter direkte Bevor­mundung zu stellen. Um diesen Bestrebungen entsprechen­den Nachdruck zu verleihen, scheuen^die plutokratischen Drahtzieher auch nicht vor politischen und wirtschaft­lichen Repressalien zurück, die ihren sinnfälligsten Aus­druck in den zahlreichen Neutralität?- und Völkerrechts­brüchen finden.

Offenbar war man in London der Meinung, diese provokatorische Taktik eines nicht mehr zu überbieten­den Machtdünkels auch gegenüber Japan anwenden zu können, ausgerechnet jener Großmacht, die bei der Siche­rung ihres Existenzraumes, bei der Erfüllung ihrer nationalen Lebensnotwendigkeiten stets auf den Wider­stand Großbritanniens gestoßen war. Der Krieg in China ist letzten Endes ja nicht allein eine grundsätz­liche Auseinandersetzung zwischen den beiden größten Völkern des Fernen Ostens, bei dem es um begrenzt« politische, weltanschauliche und wirtschaftliche Probleme

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(Die dsutigs Kusgsbs umkakt ssvbs Zeiten)

England und Frankreich beschimpfen den toten amerikanischen Senator Borah.

Noch immer hält in den -neutralen Staaten die Empörung über Churchills Husarcnritt an.

Japan fordert von England im FalleAsama Maru" die Auslieferung der verhafteten 21 Deutschen. Ein britisches Borpostenschifs ist seit längerer Zeit überfällig.

Wie das Oberkommando der Wehrmacht bekannt­gibt, führte die Kriegsmarine auch in den letzten Woche» erfolgreichen Handelskrieg.

Der Schweizer Bundesrat Motta ist gestorben.

Die Kältewelle sorderte in USA. 257 Todesopfer. Anläßlich der Ernennung Dr. Fricks zum national­sozialistischen Minister in Thüringen vor 10 Jahren ^ fanden in Weimar Großkundgebungen statt.

Die RAD.-Lagerführcrinnen des Bezirks Wescr-Ems führen im Blockhaus Ahlhorn eine Tagung durch. Gauverbandslciter Staatsrat Thiele überreichte Landesobmann Fabritius, der heute in Bremen spricht, das U-Deutschla»d-Kreuz.