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Meiner Mm
parteiamtliche Lageszeitung
vas pmtsbla« des Negierenden Bürgermeisters der Lreien gonlestadr Bremen
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lachtru«
^onntaas'^einiprrckier '51115- Ohernstraße 8S. Fernspr. 5 4121 In Syke Mühlendamm Nr. 2
der Nationalsozialisten Bremens
flmkliHes verkünvungsdlatt oes Neiüisstarchalrers in ViSendurg und Lremea
Nr. 22/10. Jalzrgang
Nienstag, 2Z. Januar 1940
kinzelpreis 15 Nps.
Deutsche Dokumente schlagen durch
„Ein wesentlicher Punkt beleuchtet"
Stärkstes stuslandsecho der öerliner Verlautbarungen zum französischen Velbbuch
Rom, 23. Januar
Die Veröffentlichung des Briefes des Reichsaußen- ministers von Ribdentrop an den ehemaligen französischen Außenminister Vonnet hat in der italienischen Presse ein außerordentlich starkes Echo gefunden.
Der Popolo di Roma bringt den Brief als Haupt- meldung unter einer dreispaltigen Ueberschrift „seit Januar 1939 hatte Großbritannien den Krieg entschieden. — Druck Londons auf Paris zwang Bonnet, die Verpflichtungen gegenüber Ribbentrop zu verletzen." Es handelte sich um eine Dokumentation, die nicht einen zweitrangigen Punkt, sondern den wesentlichen Punkt beleuchte, und zwar einen Punkt, der bisher absolut unbekannt war. Man könne von ihm nicht absehen, wenn man sich über die Verantwortung für das Drama Rechenschaft ablege. Auch „Tribuna" veröffentlicht unter der zweispaltigen Ueberschrift „Eine weitere deutsche Dokumentation, über die Nichteinhaltung der französischen Verpflichtungen" in größter Aufmachung den Brief Ribbentrops an Bonnet. Weiterhin veröffentlichen die Blätter einen ausführlichen Auszug aus dem DNV.-Vericht über die Aeußerungen des französischen Marineministers. Die Meldung wird durchweg groß und unter kleberfchriften aufgemacht, die sich den deutsch« Standpunkt vollkommen zueigen machen. So überschreibt der Messagero die Meldung „Bereits seit vorigen April sagte man in Paris, daß man dem Balkan eine Garantie aufzwingen wolle". Popolo die Roma : trägt, die Ueberschrift „Neue deutsche Enthüllungen über die vorsätzliche Kriegsabficht Frankreichs". „Voce Jtolia"'bringt einen Kommentar, der mit folgenden Sätzen schließt: „Die Erklärungen Tampinchis zeigen, daß bereits im April 1939 die leitenden Kreise Frankreichs entschlossen waren, gegen Deutschland Krieg zu führen und das polnische Problem nichts anderes als ein bequemer Vorwand dafür war, den Konflikt zu entfesseln. Der Zweck des Krieges sollte darin bestehen, Deutschland einen Frieden auszuzwingen, der seine Existenz für immer erdrosselt hätte.
Vudapest, 23. Januar.
In ungarischen politischen Kreisen hat die Veröffentlichung des Briefwechsels zwischen Ribbentrop und Bannet großes Aufsehen erregt. Man hat mit großer lleber- raschung Kenntnis davon genommen, daß der Rcichs- außcnminister schon lange vor dem Kriege den deutschen Standpunkt in bezug aus Osteuropa in eindeutiger Weise der französischen Regierung mitgeteilt und daß der sranzösische Außenminister diesen Standpunkt vorbehaltlos anerkannt habe.
Der Briefwechsel, so betont man in diesen Kreisen, beleuchte in schlagartiger Weise nicht nur die französische Vorkriegspolitik, sondern auch vor allem die Entstehungsgeschichte des jetzigen Krieges selbst. „Uj Magy- arsag" macht in einem Artikel seine Leser mit dem Inhalt dieses Briefwechsels bekannt und stellt eindeutig fest, daß der Reichsaußenminister in aller Offenheit dem französischen Außenminister die deutsche Auffassung über Osteuropa dargelegt und daß der französische Außenminister diese Auffassung auch gebilligt habe. „Pester
Keine besonderen kreignisse
Berlin, 23. Januar.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Keine besonderen Ereignisse.
Lloyd" veröffentlicht an leitender Stelle unter der Ueberschrift „Die, Diskussion zur Vorgeschichte des Krieges" einen ausführlichen Bericht über die deutsche Auffassung zum französischen Eelbbuch. Das Blatt bemerkt u. a., daß die Haltung Frankreichs mit dem Geist der Pariser Erklärung vom Dezember 1938 unvereinbar sei.
Brüssel, 23. Januar.
Unter riesigen Schlagzeilen bringt „Le Mngtieme Siöcle" einen über zwei Spalten langen Auszug aus dem Briefwechsel Ribbentrop—Bonnet. „Libre Belgi- que" steht diesen Briefwechsel als einen wichtigen Beitrag in der Kontroverse über die Entstehung des jetzigen Krieges an. „Le Soir" hebt in seiner Ueberschrift hervor, daß Frankreich es gewesen sei, das seine Politik änderte, nachdem es die Lebensinteressen Deutschlands anerkannt hätte.
Amsterdam, 23. Januar.
In Haager politischen Kreisen hat die amtliche deutsche Veröffentlichung ein bedeutendes Echo gesunden. Man vertritt hier die Auffassung, daß man nunmehr wertvolle Aufschlüsse zu der Frage erhalten habe, inwiefern man in Paris eine Mitschuld an der Zu
spitzung der deutsch-polnischen Auseinandersetzung und damit am Ausbruch des Krieges auf sich geladen habe. Es kommt in diesem Zusammenhang das Erstaunen und eine gewisse Kritik darüber zum Ausdruck, daß Frankreich wegen der polnischen Frage eine dauerhafte Aussöhnung mit Deutschland leichtfertig aufs Spiel gesetzt und damit gleichzeitig auch für die ganze Welt große Nachteile heraufbeschworen habe.
Bern, 23. Januar.
Die „Neue Züricher Zeitung" vermittelt der Schweizer Oeffentlichkeit auf Grund der Berliner Verlautbarung eine besonders ausführliche Lnhaltsangabe des Materials. In der Stellungnahme des Wattes heißt es u. a., Ausgangspunkt für die deutsche Argumentation bilde die Auffassung, daß Frankreich die Expansionspolitik Deutschlands in Osteuropa zu dulden sich verpflichtete. Der französischen Politik werde durch die letzte deutsche Veröffentlichung der Vorwurf gemacht, daß sie durch ihre Einmischung in die deutsch-polnische Auseinandersetzung die Grundlage der deutsch-französischen Verständigung zerstört habe. Ihre Haltung werde mit dem Geist der Pariser Erklärung als unvereinbar bezeichnet.
(Fortsetzung auf Seite 2)
tliurchill lüftete den Schleier
was man in London über das kcho einer Kede zugibt
Berlin, 23. Januar.
In London mußte man am Montag kleinlaut zugeben, daß die Churchill-Rede, die im großen und ganzen im Ausland eine lebhafte Reaktion ausgelöst habe, besonders in den skandinavischen Ländern mit großer Unzufriedenheit aufgenommen worden sei. Auch die italienische Presse bespricht, wie man in London weiter zugeben muß, die Rede sehr unfreundlich. Ebenso werde in der amerikanischen Presse hervorgehoben, man könne sich jetzt vorstellen, weshalb Churchill in Deutschland so „verhaßt" sei.
ketzebliches stuffesten in Schweden
Stockholm, 23. Januar.
Nach einer Meldung der Stockholmer Zeitung „Da- gens Nyheter" aus London, hat der letzte Husärenritt Churchills gegen die Neutralen erhebliches Aufsehen erregt, da, wie es in der Meldung heißt, „eine derartige scharfe Aeußerung eines verantwortlichen Kabinettsministers ganz natürlich als eine politische Neuorientierung gegenüber den neutralen Staaten gedeutet werde» muß". In London scheint man sehr unangenehm davon berührt zu sein, daß Churchill das Ziel der englischen Politik so bedenkenlos enthüllt hat.
Velorgnis in NSnemark
Kopenhagen, 23. Januar.
Die neueste Rede Churchills, in der mit einer bisher noch nicht dagewesenen Deutlichkeit der brutale Willen Englands zum Ausdruck kommt, die neutralen Staaten mit allen Mitteln in den Krieg hineinzu- zerren, hat in Kopenhagen größte Bestürzung hervorgerufen. Die Blätter sind allerdings zu sehr eingeschüchtert, um gegen die nunmehr von autorisierter englischer Seite zum Ausdruck gebrachten Ansichten offen Stellung zu nehmen. Sie versuchen jedoch allgemein
Japanischer Protest gegen kngiand
0er britische Pirat holte völkerrechtswiSrig 21 deutsche Passagiere von Bord
Tokio, 23. Januar.
Der japanische Dampfer „Ajama-Marn" wurde Sonntag nachmittag nur 35 Seemeilen südlich der japanischen Küste turz vor der Einsahrt nach Aokohama von einem englischen Kreuzer angehalten. 21 deutsche Heimkehrer, Zivilpersonen, die bisher Angestellte einer Gesellschaft der amerikanischen Standard-Oil waren, und von Amerika nach Japan fuhren, wurden von den Engländern völkerrechtswidrig von Bord des japanischen Schiffes geholt und gesangengesetzt.
Die japanische Regierung hat durch den Vize-Außen- minjster beim britischen Botschafter in Tokio wegen des Anhaltens der Asama Marn" in nächster Nähe der japanischen Küste und gegen die völkerrechtswidrige Verhaftung Prorest eingelegt. In dem Protest werden die Einzelheiten der Untersuchung und Gefangennahme der 21 deutschen Passagiere durch das britische Kriegsschiff noch einmal dargelegt, wobei darauf hingewiesn wird, daß der Kapitän der „Asama Marn" nicht hindern konnte, daß die Gefangennahme durch Zwangsmaßnahmen durchgeführt wurde. Es muffe der britischen Regierung, heißt es in dem Protest weiter, hinreichend bekannt sein, daß die japanische Regierung sich nach dem allgemein üblichen Grundsatz richtet, wonach die Auslieferung von Angehörigen einer kriegführenden Nation, die sich auf einem neutralen Schiff befinden, sich auf aktive Soldaten beschränkt.
Trotzdem hab« das britische Kriegschisf im Widerspruch zu den allgemein anerkannten Gepflogenheiten eine derartige Zwangsmaßnahme gegen das japanische Schiff in Gewässern unweit Japans ergriffen. Di« japanische Regierung könne diese Maßnahme nicht anerkennen und fordere von der britischen Regierung unverzüglich eine umfassende und triftig« EiÜärung. Die japanische Regierung behalte sich gleichzeitig ausdrücklich dos Recht vor, die Wiederauslieferunq der ge
fangen genommenen Deutschen zu verlangen. Abschließend heißt es in dem Protest: „2n Anbetracht der Tatsache, daß die britische Maßnahme bereits auf großes Mißfallen in der öffentlichen Meinung Japans gestoßen rst, würde die Wiederholung einer solchen Handlung in' der Zukunft die Haltung der japanischen Nation gegen Großbritannien weiter verschlechtern.
Der Kapitän der „Asama Maru" bestätigte, daß die herausfordernde britische Altion wohl vorbereitet gewesen sein müsse. Der britische Kreuzer sei um 12.3» Uhr ausgemacht worden und habe den japanischen Passagierdampfer um 12.45 Uhr durch einen Schuß vor den Bug angehalten. Passagiere des Schiffes erklärten nach der Ankunft in Yokohama, daß die herausfordernde Handlung der Engländer in unmittelbarer Nähe der japanischen Küste unter allen Passagieren, besonders unter den Japanern, stärkste Entrüstung hervorgeruseu habe. Zwei Deutsche hätten sich der Gefangennahme entziehen können. Die Engländer hätten bei der Untersuchung des Schiffes eine genaue Passagierliste vorgelegt, die ihnen nur durch den englischen Spionagedienst in die Hände gefallen sein könnte. In allen Kreisen Japans herrscht große Entrüstung über die freche und völkerrechtswidrige englische Aktion dicht unter der japanischen Küste. Der deutschen Botschaft in Tokio sind zahlreiche Sympathiekundgebungen entrüsteter Japaner aus allen Kreisen zugegangen.
flnfroge im japanischen Neichslag
Tokio, 23. Januar.
Dem am Montag zusammengetretenen und bis zum 1. Februar vertagten Reichstag lag eine Anfrage der nationalistischen Gruppe Jikyoku Doshikai vor. welche Aktion Japan gegen das überhebliche britische Vorgehen unternähme, das Japans Ansehe« herabwürdige.
wenigstens ihre Besorgnis und Mißstimmung über diese für alle neutralen Länder so gefährliche Entwicklung anzudeuten.
Sie Schweiz macht Fragezeichen
Bern, 23. Januar.
Die „Suisse" macht in einem Artikel einige Fragezeichen hinter den Appell Churchills an die Neutralen. Das Blatt erinnert namentlich daran, daß die Schweiz sich von gewissen Genfer Verpflichtungen befreit habe und nimmt deshalb an, daß Churchill sich nicht direkt an die Schweiz wendet. Ein Volk werde stark durch die Wahrheit, und deshalb müsse die Schweiz beim Anhören des Appells des englischen Ministers für ihren Teil ganz klar sagen, daß sie nicht daran denke, sich in einen Krieg hineinziehen zu lassen und kein moralischer oder materieller Druck, den die Kriegführenden vielleicht ausüben möchten, ihren Willen, auf ihre Unabhängigkeit zu achten, schwächen könnte.
Äußerstes Seseemden in Jugoslawien
Belgrad, 23. Januar.
Die Churchill-Rede hat in jugoslawischen politischen Kreisen äußerstes Befremden ausgelöst, da sie nach hiesiger Ansicht eine direkte Einmischung in die Politik der Neutralen bedeutet, 2n neutralen diplomatischen Kreisen der jugoslawischen Hauptstadt bemerkt man, daß Churchill sich damit offen für eine Verbreiterung des Kriegsschauplatzes auf ganz Europa einsetze.
Londoner Nundfunk gegen Lliurchill
Amsterdam, 23. Januar.
In seiner Rede am Sonnabend hat Churchill wieder einmal großsprecherisch „festgestellt", daß die U-Voot- Eefahr „vorläufig vollständig gebrochen" sei und daß die Minen „kein unlösbares Problem" mehr darstellten. Die passende Antwort auf diese Behauptungen des Liigenlords gibt ausgerechnet der Londoner Rundsunk, der zugibt, daß allein in den letzten 24 Stunden wieder sieben Schiffe von U-Booten sowie durch Minen versenkt worden sind.
vritischer 10l>00-t-Sampser «zusammengestoßen'
Amsterdam, 33. Januar.
Der 10 788 BRT. große Dampfer „Leandass Castle" der britischen Reederei Union Castle, der sich mit 170 Passagieren auf der Reise nach Südafrika befand, erlitt nach einer Reutermcldung einen „Zusammenstoß" und mußte in einen Hasen der englischen Südküste zurückkehren. Die Fahrgäste begaben sich wieder in ihre Heimatorte.
See tägliche Lod an knglanüs Küsten
London, 23. Januar.
Der englische Dampfer „Protesilaus" (0577 BRT.) lief an der Westküste Englands aus eine Mine. Die aus 00 Mann bestehende Besatzung wurde gerettet. 13 Be- satzungsmitglicder wurden verletzt.
Amsterdam, 23. Januar.
Nach einer Reutermeldung ist der in Aberdeen (Schottland) beheimatete 1088 BRT. große Dampfer „Ferryhill" an der englischen Nordostkiiste auf eine Mine gelaufen und innerhalb weniger Minuten gesunken. Man vermutet, daß 12 Man» der Besatzung ums Leben gekommen sind. Zwei Ueberlebendc wurden an Land gebracht.
Der britische Dampfer „Kirkpool" (4842 BRT.) ist an der englischen Südwestküste „gestrandet". Die Besatzung ist gerettet.
Das englische Kohlenjchiff „Mildree d" (700 BRT.) ist bei einem „Zusammenstoß" gesunken.
(Weitere Meldungen über Schisfsverluste im Innern des Vlaties)
DEee
Die Ueberlegenheit der deutschen Propaganda
8. dlii. Nach Ausbruch des Weltkrieges 1914 hatte sich der Leiter der amerikanischen Nachrichtenagentur „Associated Preß" an die damalige deutsche Reichsregierung mit der Bitte um fortlaufende Uebermittlung amtlicher Meldungen über den Kriegsverlauf gewandt. Obschon das amerikanische Telegraphenbüro ausdrücklich darauf hinwies, daß es von der britischen Regierung Kriegsberichte am laufenden Band erhalte, hat Reichskanzler Bethmann-Hollweg, von unheilbarer Blindheit geschlagen, dem Leiter des „Associated Preß" folgendes telegraphiert: „Deutschland ist vom internationalen Nachrichtenverkehr abgeschlossen und kann sich gegen Lügen nicht verteidigen. Es vertraut darauf, durch Taten die Falschheit seiner Feinde zu beweisen!" Man faßt sich nachträglich an den Kopf: der Leiter der Reichspolitik weist im Weltkrieg ein sich ihm bietendes Sprachrohr zur außenpolitisch-propagandistischen Auswertung der militärischen Erfolge Deutschlands schmollend zurück und gibt sich dem Glauben hin, daß Taten keiner publizistischen Nachwirkung bedürfen! Selbstverständlich ist die große Tät der entscheidende Faktor; sie gibt den Ansschlag, aber sie bedarf zu ihrer vollen Wirkung nach außen hin des Echos — und das verschafft ihr eine gleichfalls groß angelegte Propaganda. Das neue Deutschland bedient sich dieses geistigen Schwertes und handhabt es mit einer Schlagfertigkeit, die der Treffsicherheit Leim Einsatz unserer militärischen Machtmittel nicht nachsteht!
Fassen wir zunächst die Erfolge der scharfen Verteidigungswaffe unserer Propaganda ins Auge! Schon der bisherige Verlauf des „propagandistischen Feldzuges" hat eindrucksvoll und erschöpfend bewiesen, daß die gegen Deutschland gerichteten Lügen der feindlichen Agitationszentralen dank der Berliner Gegenmaßnahmen auf dem Boden der Realpolitik einfach nicht Fuß fassen können. Die ebenso schnelle wie gründliche Widerlegung der antinationalsozialistischen Londoner Ereuelmeldungen während des Polen-Blitzkrieges, die schonungslose Anprangerung des ungeheuerlichen „Athenia"-Schwindels und die Entlarvung aus den Fingern gesogener ausländischer Nachrichten über „aggressive deutsche Truppenaufmärsche an den Grenzen Hollands, Belgiens und der Schweiz" sind mirr kante Beispiele für die absolute Ueberlegenheit, die das Reich vom ersten Tage der britisch-jüdischen Provokationen an auch auf dem von Hermann Eöring als dritten Kriegsschauplatz bezeichneten Kampffeld der Propaganda (neben dem der militärischen und handelspolitischen Aktionen) behauptet. Wieviel Verwirrung und Unheil hätte die plutokratische Hetzkampagne zweifellos angerichtet, wäre das Instrument der deutschen Abwehr jener üblen Machenschaften nicht unter voller Auswertung aller unserer Weltkriegserfahrungen zum Emfatz gebracht worden, hätte die bequeme, aber grundfalsche Argumentation Vethmann-Hollwegs, Deutschland könne sich „gegen Lügen nicht verteidigen", erneut praktische Bedeutung gewonnen.
Was von dem unüberwindlichen „Westwall gegen die feindlichen Lügen- und Schmutzwellen" gilt, das trifft in gleichem Maße auf die Enthüllungen der kriegshetzerischen Umtriebe Englands in einigen neutralen Ländern zu: auf beiden Gebieten hatten die Plutokra- tien nicht mit unseren gutsitzenden Eegenschlägen gerechnet! Es ist den britischen Brandstiftern jedenfalls — wofür zahlreiche unfreiwillige Londoner Eingeständnisse vorliegen — sehr unangenehm, daß die machtpoli- tischen Einschllchterungsversuche der Westmächte gegenüber einzelnen kleinen Staaten durch die wachsame Propaganda des nationalsozialistischen Reiches von vornherein ins rechte Licht gerückt wurden. John Bull muß sich schon damit abfinden, daß er ahnungslose Unbeteiligte nicht mehr vor den Wagen seiner Leute- lüsternen Judenclique spannen kann, ohne daß ihm von deutscher Seite aus gehörig auf die Finger geklopft und der verhängnisvolle kriegschllrende Charakter jener neuen Einkreisungspolitik herausgestellt wird. Außerdem werden die gegen Deutschlands Wirtschaftsinteressen gerichteten „handelspolitischen" M a -
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Unser VsKessDsesel
(Die iiontigs Lusgabs umkaüt aodt Ssitsn)
Churchills Husarenritt wird von den neutralen Staaten mit äußerstem Befremden und mit Besorgnis zur Kenntnis genommen.
Die deutschen Dokumente zum französischen Gelbbuch haben im neutralen Ausland großen Eindruck gemacht^
Wieder verlor die britische Handelsschissahrt außer einer Reihe anderer Dampfer zwei 10 000-Tonner. Japan legte in London im Falle „Asana Maru" Protest ein.
Ganz Europa steht im Zeichen der Kältewelle. „Mein Kamps" erschien als Feldpostausgabe.
In der Kreisleitung fand eine Beratung der Sosort- maßnahmen zur Regelung der Kehlenfrage statt. Alle Kraftfahrzeuge sind mit Wchrmachts-Tarn- scheinwerfern auszurüsten.