Ausgabe 
(20.1.1940) Nr. 19
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M^onniaas^ nerniprrckier 811 >5- Obeinstrafte 86. Fernspr. 5 41 21 In Syle MLHlendamm Nr. 2

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parteiamtliche Hageszeimng M der Nationalsozialisten vremens

vas pnusblatt des Negierenden Bürgermeister» der Zrrien Hansestadt Bremen flmtliktzes Verkünüungsdlatt des Beirtzsstatttzalters in Videndurg und Bremen

Nr. 19 / 10. Jahrgang

Sonnabend, 29. Januar 1940

kinzelpreis 15 Nps.

ksieksminislsr Dr, Eoslrlrsls spraek in rlsr ^lauptstarll clss lrelrsitsn Martksgauss

flm knde wird unser Sieg stelzen

Volkskrieg gegen die wellschmaroker

„Vas Wort unmöglich gibt es im deutschen Wörterbuch nicht mehr!"

rä. Posen, 20. Januar

Das deutsche Posen erlebte am Freitag einen der stolzesten Tage seiner Geschichte. Reichsminister Dr. Goebbels sprach in einer gewaltigen Großkundgebung vor 18 000 Menschen in der Messehalle. Mit hinreißenden Worten entwarf Dr. Goebbels ein klarliniges, groß gesehenes Bild von der Heimkehr der wiedergewonnenen Ost- gebiete in den Körper des Grotzdeutschen Reiches und zeichnete die weltgeschichtliche Bedeutung des letzten halben Jahres. Die von scharfer Logik und überlegener Ironie getragenen Ausführungen weiteten sich zu einer vernichtenden Abrechnung mit unseren Gegnern, mit England, „dem Koloß auf tönernen Füßen", der seine plutokratische Welt­herrschaft durch die marschierende soziale Neuordnung bedroht sieht. Am Ende kann nichts anderes stehen als unser Sieg.

Gegen 14 Uhr war Dr. Goebbels auf dem Flughafen in Posen eingetroffen. Er begab sich dann zur Massen­kundgebung in die Messehalle. Die ganze Stadt prangte im Flaggenschmuck. Fahnenmasten säumten die Straßen, und über Posen lag eine erwartungsfrohe Stimmung. 1510» Menschen füllten die weite, mächtige Halle bei Beginn der gewaltigen Kundgebung. Durch das Spa­lier der Formationen der Bewegung und des Selbst­schutzes schritt Dr. Goebbels zum Podium, wo er von Gauleiter und Reichsstatthalter Greiser begrüßt wurde. Gauleiter Greiser dankte dem Minister auch für die Arbeit, die von der NSV. im Warthegau geleistet wor­den ist: 65 Feldküchen konnten eingesetzt werden, die feden Tag 80 000 Portionen Essen ausgaben. Die Spen­den an Sachwerten und Geld erbrachten bis jetzt den GSert von zwei Millionen Mark. 10 000 Exemplare des Mhrerbuches „Mein Kampf" werden an Balten, Wol- hynier und Volksdeutsche verteilt. Dann sprach

Vr. Soebbels

neige sich in Ehrfurcht vor dem Heldentum der unge­zählten deutschen Menschen, die ihre Treue zu ihrem Polkstum mit ihrem Leben und oft davor noch mit un­aussprechlichen Marterungen hätten bezahlen müssen. Das Blut jener gequälten Menschen habe den Boden dieser Provinz getränkt. Aus ihm werde einmal ein neues Volksleben erblühen. Dann würden deutsche Bauern hier die Wacht im Osten halten.

In diesem Zusammenhang marf Reichsminister Dr. Goebbels die Frage auf, was die polnischen Chauvi­nisten heute wohl tun würden,

wenn noch einmal Januar ISZS wäre

Die Antwort aus diese Frage könne nicht schwer sein. Aber sie fordere gebieterisch die andere Frage heraus, was wohl die Engländer tun würden, wenn sie wüß­ten, was etwa im Januar 1941 Tatsache sein würde?

Denn in der politischen Entwicklung vor allem des heutigen Europas könne man nicht so viel auf Worte geben. Worte verflögen wie Sand vor dem Winde; übrig bleibe aber die Tat.

Damals habe auch die polnische Regierung auf das englische Wort vertraut.und im Vertrauen darauf habe sich in Polen eine chauvinistische Clique breitmachen können, die in vollkommener Verkennung der tatsäch­lichen Machtverhältnisse der Straße das Gesetz des politischen Handelns überantwortet habe. Die engli­sche Plutokratie aber hätte niemals im Ernst daran gedacht, etwa dem polnischen Saisonstaat in der Ge­fahr zu Hilfe zu eilen. Für die Londoner Plutokraten sei Polen nur eine Figur auf ihrem Schachbrett ge­wesen; Polen habe in den Auseinandersetzungen des vergangenen Jahres lediglich die Aufgabe gehabt, das Reich bis zum Weißbluten zu provozieren, weil London hoffte, auf diese Weise den von den britischen Panik­machern gewünschten und vorbereiteten Krieg zu ent­zünden. Man wollte eben in London diesen Krieg, den die Plutokratie nötig hatte, um Deutschland als lästi­gen Konkurrenten zu beseitigen. — Stürmischer Beifall bewies dem Minister, daß die Volksdeutschen ebenso wie ihre Brüder im Reich die wahren Hintergründe dieses von England angezettelten Krieges erkannt haben.

In Wirklichkeit, führte Dr. Goebbels weiter aus, han­dele es sich bei diesem Krieg um eine Auseinandersetzung der überalterten Plutokratie mit dem neuen, modernen, sozialistischen Deutschland. Jene sterile Plutokratie hatte eingesehen, daß sie aus die Dauer nicht zu halten sei, wenn sich im Herzen Europas ein 80-Millionen-Staat

Serich» über polnische Mordbestien

Vas Markgeium notgelanSeier deutscher slieger — überlebende als Ankläger

Zu Beginn seiner Aussührungen gab Reichsminister Dr. Goebbels seiner Freude darüber Ausdruck, daß es ihm gestattet sei, zum ersten Male als deutscher Reichs­minister in Posen zu sprechen. Er rief noch einmal die Zeit des vergangenen Jahres in das Gedächtnis seiner Zuhörer zurück und erklärte, niemand habe vor etwa sechs Monaten vorauszusagen gewagt, daß eine so große deutsche Kundgebung in dieser Stadt des ehemaligen polnischen Nationalismus heute schon möglich sei.

2m August des vergangenen Jahres noch erklärten die polnischen Chauvinisten, die in Warschau das größte Wort führten, sie wollten die deutschen Armeen „bei Berlin zerhacken". Unterdes aber habe, wie der Führer schon in seiner Rede in Danzig erklärte, der Herr sie mit „Mann und Roß und Wagen geschlagen". Von den polnischen Großmachtträumen sei nichts ^mehr übrigge­blieben. Selbstverständlich habe der Felozug in Polen für das deutsche Volk, insbesondere auch für die ur- deutsche Provinz, große Opfer gekostet. Die Nation ver-

kolländische Neutralität verletzt

Der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht Berlin, 20. Januar

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Abend des 18. Januar fanden Cinslüge einzelner scindlicher Flugzeuge nach Nordwestdeutschland statt. Hierbei wurde beim Ein- und Ausflug mehrfach hollän­disches Hoheitsgebiet überflogen.

Amsterdam, 20. Januar.

Wie in Haag amtlich bestätigt wurde, haben Don­nerstag abend in großer Höhe fremde Flugzeuge den nordöstlichen Teil Hollands überflogen. Sie sind dabei beschossen worden. Da Hinweise dafür vorliegen, daß es sich um britische Flugzeuge gehandelt hat, hat die hol­ländische Regierung in London um Aufklärung ersucht.

vas Schicksal der „kreier"

Berlin, 20. Januar.

Der Verbleib des britischen Kreuzers „Exeter", der bekanntlich im Gefecht mit dem Panzerschiff „AdmiriA Graf Spee" schwor beschädigt wurde, ist immer noch Gegenstand verschiedener neutraler Auslandsmeldungen. Als eine argentinische Zeitung kürzlich gemeldet hatte, der Kreuzer „Exeter" sei auf der Fahrt nach den Falk­land-Jnseln gesunken, beschränkte sich die britische Admi­ralität auf ein kurzes Dementi, ohne über den Verbleib des Schiffes etwas auszusagen. Jetzt meldet die „New, Pork Times", daß die „Exeter" in Port Stanley an der Ostküste der Falkland-Jnseln auf Strand gesetzt worden sei. Das Blatt berichtet weiter, von englischer Seite würde jetzt zugegeben, daß die „Exeter" durch die Ar­tillerie des Panzerschiffes „Admiral Graf Spee" so schwer beschädigt worden sei, daß sie nicht mehr see­tüchtig wäre. Eine Verwendung als Kriegsschiff käme daher nicht mehr in Frage, obgleich ein Teil der Ge­schütze noch brauchbar sei.

Zu dieser Meldung der „New York Times" liegt eine Aeußerung der britischen Admiralität noch nicht vor, es scheint aber, daß von den verschiedenen ausländischen Meldungen die Darstellung der „New Park Times" der Wirklichkeit am nächsten kommt. Demnach hat man dem als Kriegsschiff nicht mehr brauchbaren Kreuzer eine Verwendung als Küstenbatterie auf den Falkland- Jnseln zugedacht, womit der Kreuzer für die britische Marine als Totalverlust ausscheiden würde.

Posen, 20. Januar.

Unter dem Vorsitz von Landgerichtsdirektor Münster­mann wurde vor dem Sondergericht in Posen der Pro­zeß gegen mehrere Polen durchgeführt, die sich zu Be­ginn des Krieges in verabscheuungswürdigster Weise gegen einen tödlich abgestürzten und zwei weitere schwcrverwundete deutsche Flieger vergangen hatten. Dieser Fall hob sich aus der Masse der bereits abge­urteilten und noch der Sühne harrenden Fälle deshalb hervor, weil er wieder einmal mit besonderer Dringlich­keit die Folgen englischer Hetzpolitik zeigte und weiter erneut die ganze Minderwertigkeit des polnischen Volks- chärakters vor Augen führt. Dank der hervorragenden Ermittlungstätigkeit der Polizei und einer straffen, kla­ren Prozeßfllhrung gelang es, die einzelnen Schuldigen der gerechten Strafe zuzuführen.

Ueberlebende klagen an

Weiter kam hinzu, daß diesmal nicht wie sonst meist nur stumme Opfer anklagten, denn glücklicherweise ergab sich der seltene Fall, daß zwei der unmittelbar Be­teiligten an den zur Aburteilung stehenden Taten, die Angehörigen der Luftwaffe Leutnant Dr. P. und Feld­webel H., als Zeugen vor Gericht auftraten. Es ergab sich folgendes Bild

Am 2. September hatten die beiden Flieger gemein­sam mit zwei Kameraden, Oberleutnant W. und Unter­offizier N., einen Aufklärungsflug in Richtung Posen unternommen. Zwischen den Orten Morosko und Eli- nienko (jetzt Nordheim, bzw. Erdmannsdorf) wurde jhre Maschine von einem polnischen Gegner angegriffen, und das Unglück wollte es, daß sie in Brand geriet, nachdem Unteroffizier N., Feldwebel H. und Leutnant Dr. P. durch feindliche Maschinengewehrtreffer schwere Verwundungen davongetragen hatten. Der unverletzt gebliebene Oberleutnant W.. der Führer des Flug­zeuges, gab den Befehl zum Absprung, und die vier Kameraden verließen darauf, sich gegenseitig noch rasch Hilfe leistend, so gut es ihre Verwundungen erlaubten,

Berlin, 20. Januar.

Der britische Tankdampfer „Jnverdargle" (8500 BRT.) ist an der SUdwestküste Englands nach einer Explosion gesunken. Ueber das Schicksal der Besatzung ist nichts bekannt.

London, 20. Januar.

Zur Versenkung des Dampfers „Jnverdargle" meldet das Jnformationsministerium ergänzend, daß von der Küste beobachtet worden sei, wie das Schiff plötzlich in Flammen aufging. Es sei in seiner Nähe ein Fahrzeug beobachtet worden, das seiner Form nach hätte ein U-Boot sein können.

öcilischer 20000-ronner beschädigt

Die „Dechcß of Pork", die der Canadian Pacific Line gehört und 20 021 BRT. groß ist. lief beschädigt in einen englischen Hafen ein. Das Schiff war angeblich auf eine

die brennende Maschine und schwebten, an ihren Fall­schirmen hängend, einem ungewissen Schicksal auf feind­lichem Boden entgegen.

Ein „ritterlicher" Gegner

Nach den übereinstimmenden Bekundungen aller An­geklagten und Zeugen ergab sich die für die gesamte ehe­malige polnische Fliegerei beschämende, aber bezeich­nende Tatsache, daß der polnische Flieger wendete und eine Salve von Schüssen aus die verwundeten wehrlosen Gegner abfeuerte (!). Aber auch die Zivilbevölkerung und weitere polnische Militärs und Polizcibeamte stan­den diesem „ritterlichen Helden" in keiner Weise nach. Sie übertrafen ihn im Gegenteil noch an feiger Grau­samkeit. Die Dinge, die sich nach der Notlandung der deutschen Flieger abspielten, waren so menschenunwür­dig und kulturwidrig,, daß sie von einer deutschen Seele kaum begriffen werden können.

Eine Horde von Teufeln

Mit erregtem Geheul hatten die polnischen Dorfbe­wohner das Luftgefecht beobachtet, und nun stürmten einzelne Trupps, darunter die Angeklagten, auf die Stellen zu, wo die Flieger zur Erde niederkamen. Un­teroffizier N. lebte nicht mehr, als er unten ankam. Wahrscheinlich hatte ihn ein tödlicher Schuß des pol­nischen Fliegers Leim Nisderschweben getroffen. Eine Horde von Teufeln umringte seinen Leichnam. Verwün­schungen gegen den für sein Vaterland gefallenen Kriegskameraden ausstoßend. Der Hauptangeklagte, der 29jährige Bronislaw Luczak, tanzte wie ein Irrer um den Toten herum, hob ihn hoch und schleuderte ihn um­her. Luczak begann dann mit beiden Füßen auf dem Gehirn des Gefallenen herumzutrampeln, das Gesicht zu einem teuflischen Grinsen verzogen. Das übrige Gesin­de! stürzte sich auf den Leichnam und begann diesen bis auf das Letzte auszufleddern. Sogar die Knöpfe und die Tressen wurden dem Toten abgerissen.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Sandbank gelaufen. Es mußte in ein Dock gebracht werden.

koiländische Holst mit Sprengstoffladung versank

Kopenhagen, 20. Januar Das Schicksal einer holländischen Tjalk, die seit Ok­tober vermißt wird, scheint jetzt aufgeklärt zu sein. Das Schiff, das in Malmö Sprengstoff für eine holländische Waffenfabrik geladen hatte, wurde zuletzt auf seiner Reise von Schweden nach Holland im Skagerrak ge­sehen. Später wurde am Strand der dänischen Insel Fanö eine Kiste mit Sprengstoff angeschwemmt. — Ein Schriftwechsel zwischen der, Reederei des vermißten hol­ländischen Fahrzeuges und den dänischen Behörden hat ergeben, daß es sich um ein Stück der Ladung des Schif­fes gehandelt haben dürfte. Man ninimt daher jetzt als sicher an, daß die Tjalk mit ihrer Besatzung von 10 bis 12 Mann in der Nordsee untergegangen ist. — (Weitere Meldungen über Schisfsverluste im Innern d. Blattes.)

„plötzlich in flammen aufgegangen"

vas britische SSl>0-Lonnen-Lankschiff „Jnverdargle" gesunken

aufrichtete, der nach den Gesetzen innerer Ordnung und sozialer Gerechtigkeit ausgebaut sei. Diese neue Polks- ordnung sei den Londoner Plutokraten ein Dorn im Auge gewesen. Man gönne Deutschland den Frieden sei­ner eigenen Arbeit nicht, und deshalb mußte Polen vor­geschickt werden, um einen Brand zu entfachen, an dem sich die Londoner Plutokraten ihre klammgcwordenen Finger wärmen wollten. Aber wie die geschichtliche Ent­wicklung gezeigt habe, sei Polen in Verfolg seines eigenen machtpolitischen Wahnsinnes in einem in der Weltgeschichte einzig dastehenden Blitzkrieg von 18 Ta­gen vernichtet worden.

eigentlich stärken London und Paris aus diesem feldzug lernen müssen

Sie hätten einsehen müssen, daß es ein militärischer und politischer Wahnsinn sei, gegen das Reich, das unter der Führung Adolf Hitlers stehe, das militärisch und wirtschaftlich für jeden Ernstfall gerüstet sei, zu Felde zu ziehen. Aber wen Gott strafen wolle, den schlage er zuvor mit Blindheit. London und Paris glaubten, die gute Gelegenheit gekommen zu sehen.

Sie hätten nicht etwa Polens wegen den Krieg er­klärt; denn wäre das der Fall gewesen, dann hätten sie wenigstens den Versuch gemacht, Polen in seiner mili­tärischen Bedrängnis auf eine wirksame Weise zu Hilfe zu kommen. Nein, sie hatten von Ansang an die Ab­sicht, der sie heute auch ganz offen Ausdruck verleihen, Deutschland zu zerstückeln, das deutsche Volk aus den politischen Entscheidungen Europas auszuschalten, die deutsche Nation zu vernichten, genau so wie die Polen im August des vergangenen Jahres die deutschen Armeen zerhacken wollten. Sie planen ein schlimmeres, zweites Versailles.

Zu Anfang des Krieges versuchten sie noch, ihre in­famen, hinterhältigen Pläne zu tarnen, indem sie erklär­ten, sie wollten dem deutschen Volke nichts Böses antun, ihr Kampf gelte nur dem „Hitlerismus". Aber mittler­weile machten sie aus ihren wahren Absichten keinerlei Hehl mehr. Wenn sie anfangs noch gehofft hatten, durch ihre scheinheiligen Phrasen, daß sie nur gegen das na­tionalsozialistische Regime zu Felde zögen, das deutsche Volk dabei als Bundesgenossen erwerben zu können, so begännen sie heute einzusehen, daß zwischen der natio­nalsozialistischen Führung und dem deutschen Volk eine untrennbare, durch nichts zu lösende Einheit bestehe. Offenbar Hütten sie in ihrem scheinheiligen Kampf gegen den Hitlerismus das Deutschland von 1939/40 mit dem Deutschland von 1918, das man noch durch Lü­gen und Phrasen vernebeln konnte, verwechselt. Be­geisterte Zustimmung begleiteten diese Feststellung des Ministers.

Die englisch-französische Plutokratie, so führ Dr. Goeb­bels fort, habe daher den Krieg gewollt. Schon erschei­nen in englischen und französischen kriegshetzerischen Blättern Darlegungen, in denen unumwunden erklärt wird, daß es das Ziel dieses Krieges sei, Deutschland einen neuen westfälischen Frieden aufzuzwingen. Das deutsche Volk wisse also, woran es sei, und sei sich auch im klaren darüber, wogegen es sich zur Wehr setzen müsse. Es handele sich in der Tat für ganz Deutschland um einen natiowblen Existenzkampf allererster Ordnung. Selbstverständlich rodeten die englischen und französi­schen Plutokratien in ihrem Kampf gegen das deutsche Volk wiederum, wie auch 1914, von Humanität und Zi­vilisation, die zu beschützen und gegen die „deutschen Barbaren" zu verteidigen ihre moralische Pflicht sei. Aber auf diese Phrase falle in Deutschland niemand mehr herein. Auch der Versuch der englisch-französischen Plutokratie, Deutschland die Schuld am Kriege zuzu­schieben, müsse als gänzlich verfehlt auf das schärfste vor der Weltöffentlichkeit zurückgewiesen werden.

wer Kot den krieg erklärt?

Alle Dokumente über den Kriegsausbruch bewiesen das Gegenteil; und wem die Dokumente nicht genügten, der brauche nur die Frage auszuwerfen: Wer hat wem den Krieg in der entscheidenden Stunde des vergange-

M»MIMMMIMI»IMM,MM»»»IMMI„I»„M»MMII»U»ttII»IIM»I»MM»II

Unser Isgessmesel

(Ois ksutlgo Ausgabe mvkakl sscbs Kelten)

Kreuzer „Exeter" scheidet, wie jetzt feststeht, für die britische Marine als Totalverlust aus.

Das britische 8500-Tonnen-Tankschiff „Jnverdargle" ist gesunken.

Ein britischer 20 OOO-Tonner lief auf eine Sand­bank auf.

Feindliche Flugzeuge verletzten erneut die hollän­dische Neutralität.

Ueber das Martyrium notgelandeter deutscher Flie­ger in Polen werden erschütternde Einzelheiten be­richtet.

Dr. Goebbels hielt in Posen eine wuchtige Rede, die Deutschlands Siegeswillen unterstrich.

Korpsführer Hühnlein sprach in Chcmnitz über die Fortführung des Krastfahrsports.

Zur Einschränkung der Warmwasserversorgung er­ließ die Reichsstelle für Kohle eine Anordnung. MSA.-Brigadesiihrer Esders sprach in der Orts­gruppe Wilhelm Decker.

Ab Montag werden im Hermann-Eöring-Haus, Kirchcnstrahe 4, wieder Volksgasmaskcn ausgegeben. Die Bremer Bevölkerung wird zur Mitsahndung nach einem entwichenen Zuchthäusler aufgefordert.